HARVARD UNIVERSITY.

EB RARY

"OF THE

MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY.

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\ Durchgedachte

Getchicehta der in Baiern vr einheimifchen und zahmen Thiere

%* ven

FRANZ von PAVLA SCHRANK,

der Philofophie und Theologie Doktor, kurfürftlichem

wirklichen geiftlichen Rathe, Direktor des Kammeralinfti-

-euts, und Profeffor der Univerfität zu Landshut.

Zweyter Band

zweyte Abtheilung.

-

Mt Prefsfreyheit der Aurfürflichen Univerfisät,

“Ingolfiedt, bey Johann Wilhelm Krüll

1.8%:0,2,

Bi Spanner

Phalaena fafciaria. =

Geometra fafciari.. Wienerverz, 06. #, = Röfel Inf, I, Cl. 3. pap. no, Tab, 3% Wohnort: Albern, Föhren.

Raupenzeit: Junius.

Raupe: fittichgrün,

Anm. Diefer Spanner ändert an Farben fehr merklich ab; er ift zuweilen grünlicht, fonft aber matt und blafs= roth, ein andermal ifabell- und kupfer - oder zimmetfar- ben. Das Querband, oder der mittlere Theil des Ober- flügels ift insgemein ein wenig dunkel: vornämlich an fei- nen beyden Rändern, die von weifsen Querftrichen be- ichränkt find, welche manchmal von andern hellen Farben fchielen. Die Unterflügel zeigen nur einen einzigen folchen dunzeln, und nach diefem einen hellen Querfirich b),

ns = B, x "Weifsftriemige Sp. Schofsraupen, z Einfärbig hellgrün, oder 10 Füße. Grün, oder

weils; über alle Flügel eine mit Rothbraun gemengt; der oder zwo weifßse Linien; Kopf oben gefpalter, zwo die Unterflügel meiftens mit andere Spizen auf dem räch- einer vorfpringenden Ecke. ften Ringe oder fonft auf | dem Körper. In der Ruhe

faft fenkrecht aufgerichtet.

Verwandlung : in einem fehr durchfichtigen Ge

webe ce). ; Wald=:

[> 0 2 3) Schifferm. a. a, 0,

€) Wienerverz. 96.

Spanner, 3

Waldr ben $p. 1607. Blafsgrün: die Flügel gerundet: zween weiße gerade Querftriche durch die obern, einer durch die untern.

Phalaena vernaria,

Geometra vernaria FPienerwern 97%. m 3. I Hübner Beyr, L 2.6. Ib ı. ED,

Schäffer icon. 122. Fig. 5.

Wohnort: auf der Waldrebe oder Clematis Vitalba,

Hafenöhrchez Sp. 1608. Die Flügel etwas wirklich, weifslicht blaßsrün: zween weifse Gerad- firiche quer über ‚gie obern, einer über die untern.

Phalaena bupleuraria, RT

Geometra bupleuraria. Micnerverz. 97. %, 4

Geometra fubfiriataria. Kroch Beyer. I. ı. Tab, 1.

Fig. 1. das Männchen,

Wohnort: das fichelblättrige Bupleurum , und anver= . ,Wandte Arten.

‚Heimat: bey Möhring nächf Bridge

Flugzeit: mit Anfang des Junius,

Anm, Milchweißs (nur die Kammzähne des Mien« <hens d) blafs rothgelb; die vier Flügel ‘oben blafs weifslicht. grün mit zween weifsen Geradftrichen quer über die obern‘, <inem über. die untern; der Hinterrand der Oberflügel aus zwo geraden Linien, die in der Mitte einen Winkel machen; ein eranienrotker Punkt am Aufsenrande, Die Hinterfügel etwas gezähnt; unten alle Flügel. perl=- farben mit den durchfezenden Queritreifen,

Aa Milch-

d) Der Ausgang in aria bedeutet allemal gekämmte Fühl- hörner beym Männchen,

& $ip- aunın,err.

Milchweifser Sp. 1609,

Weifs, ein milchweifser

Querftreif auf allen Flügeln 5; ‚die. Hinterflügel

mit einer Ecke, Phalaena lactearia,

Phalaena Geometra lactearia. Scop. carm, m, 529. Heimat: um Neuburg an der Donau,

Flugzeit: May.

Anm. Die Flügel ziehen etwas aus dem Hellweifsen

ins Perlenfarbige der Querftrich aber ift milchweißs,

Der

Vorderflügel beträgt keinen halben Zoll.

.2 0%

Spinnerfürmige Sp. Der Bruftrücken breit, wollig; meift weifsgrau, darüber dü- ftere Striche und Punkte; die Männchen mit einem kur- zen zugefpizten Leib, und

ftark gekämmten Fühlhör-

nern,

die Flügel rund, -

- Sitten:

Rinderaupen.

Baumrindenfärbig , faft durchgehends gleichdick ; der Kopf vorne plart abgefchnit=- » ten, obei etwas gefpaltet. fie drücken fich am Tage an die Baumrin- den an.

Verwandlung; unter. der Erde e),

Birken Sp. 1610. Grauweifs, allenthalben mit fchwar-

zen; überfäet. Phalaena betularia. Geometra betularia.

Kleemann Beytr, TI.

6) Wienezverz, 08,

ungleich grofsen Punkten und Flecken

Wienerverz. 99. #.%

Tab, 39. Fig. 1-7:

ß. Wie

Spanner g

ß. Wie die Vorige; auf den Oberflügeln zwo carmelite braune Binden; die hintere ziczacförmig.

Sulzer Gefech, Tab. 23. Fig, 1.

Wohnort : auf Birken.

Raupenzeit: Auguft, September.

' Raupe: verfchieden gefärbt: allemal zerftreute ora- nienfarbige Flecke; auf dem 8 und ıı Ringe ein kleiner Höcken

Flugzeit: May, Junius.

Afchengrauer Sp. ı6ı1, Die Flügel gezähnt, oben alchengrau, weifßlichtgelb beftäubt; unten ein- färbig afchengrau mit einem weifsen Quer- ftreife. _ *

Phalaena cinerata, Fleimat: um. Burghaufen.

Aum, Er fpannt fat ı ıfa. ‚Oben ift er afchengrau mit Weitslichtgelb: beftäubt;; mitten über die Flügel gehen einige Ichwärzlichte Punkte in einer Bogenreihe, und fol- che Punkte ftiehen auch in den Winkeln der Zähne des klinterrandes, Das Fühlhorn unten gelblicht,

*D, *

Zackenfiriemige Sp.

Der Bruftrücken ziemlich fchmal ; der: Leib dünn; breite, meift lichtgraue Flü- gel: darüber zackige Linien, oft ein fchwarzgefaumtes Fleckchen im Mittel; am

Hinterrande eine fchwärz- .

lichte, meift unterbrochene Binde,

Stengelraupem “Gleichdick, fchlank, der Kopf vorne platt abgefchni:- ten, faft ganz in den Leib verfteckt.

A3 Ver-

6 Spanner

Verwandlung : unter der Erde f).

Weifsbüchben Sp. 1612. Die Flügel alle weils, fchwärz- licht beftäubt: alle mit drey flaubgrauen, et- was gewellten, Querftreifen , und‘ einem

fchwärzlichten Punkte zwifchen dem erften

he und zweyten, Phyß Auffs 215.

Phalaena repandata. Scop, carı, n, 531, Wolmort : auf Birken. Heimat: um Weihering,

Flugzeit; Julius,

Agl ey Sp 1613. Weißlicht afchengrau durch alle Flü- gel, dunkler beftäubt, mit mehrern fchwörz Hecht afchengrauen und einer weißslichten Za- ckenlinie über alle Flügel3 auf den unterm ein düäfterer Mittelpunkt.

Phaiacıı crepufeularia. Geometra crepafcularia. FMienerverz, 101, ®. 8, Fleimat : um Burghaufen. @Zackenliniger Sp. 1614. Weifslichtafchengrau, fchwärz- lichtafchengrau befläubt; eine fehwärzlichte Zackenlinie über die untern, zwo. fchwarze über die ebern: die hintere ftrark gezackt; zwifchen beyden ein fchwarzer Punks Phalaena ziczagaria, Heimat: um Gern, Anm. Kaum von mittlerer Größe, Der Hinterrand

ku Flügel mit entfernten fchwarzen Punkten befezt; die

Vorder- a hemmen

f) Wienerverz, 103,

Spannen >

‚Vorderflügel © trüber, Die hintere Zackenlinie fänge am Innenrande etwas über der Mitte mit einem hufeifenför- migen grofsen Bogen. an, fenkt fich mit zwey Mondchen gegen den, Hinterrand , läuft -mit /drey Zacken ,, .die ein W vorfellen,, mit demfelben -parallel;'und hebt fich wie= der mit einem flärkern Bogen, indem fie den Auffenrand erreicht; fie ift rückwärts, wie die vordere vorwärts, weifslicht gerandetz; die Mittelmakel ift fait ein Mondchen.

Auf der Unterfeite aller Flügel ein fchwarzer .Mittel- punkt mit einer kreisförmigen Zackenlinie hinter demfelben. *E %* Geradfereifige Spa Zweigfchofraupen. Zween gerade Querfiri- . Jungen Baumäftchen oder ehe auf den Obertlügeln, Pflanzenzweigen . ähnlich, einwärts etwas gegen ein- glatt allenthalben, nur auf ander geneigt, und den Fli dem lezten Ringe ein Paar gelraum in drey gleiche Fel- kleiner Spizen ausgenom- der theilend. ; men. Verwandlung: an der Erde g), . Halbftreifiger Sp. 1615. Afchengrau : auf den Unter“ fügeln ein fchwärzlichter Querftreif, zween auf den obern: der vordere aus zween zu- fammengefezt, davon der- hintere nur hälf ji tg ist, | Phalaena dimidiata, Heimat: um Ingolfcadt. Aum. Der Querftreif der Oberfügel , der dem Grunde mäher ift, ift aus zween zufammengefezt „. davon der. hin-

8) Wienerverz, 104,

8 Spangen

t.re ‚den Auffenrand -nicht erreicht,‘ Unten-find alle Flügel afchengrau,: dunkler: befäubt. ; Die a: zei. find: bey diefer Art doch etwas gefchwungen,

ee a Sp. 1616, Schiefergrau' mit zween "s .matt 'olivenbraunen Querftreifen, und einem fchwarzen Punkte im Mittelfelde der Ober-

flügel.

Phalaena artefiaria, MWienerverz, 102, m 2,

Heimat: um Möhring nächft res auf dem Donaumoore,

Flugzeit: Junius.

Anm, Durchaus von der Eirhe der Solenhofer Schie= fer. Auf den Oberflügeln, davon jeder gi lang ift, zween olivenbraune Querftriche, und ein Schrägeftrich am Auffenwinkel. EN

Gepur ‚purter iS 1617. Die Oberfügel grünlicht: ‘oben zwo Binden roth; die. „Unterflügel geib oben eine Binde roth.

Phalaena purpurata. Fabr. mant, II,:210, n, 213% Phalaena Geometrapurpurata. Linn fann. er. n. 1502. Heimat: um Regensburg.

Anm, Die ausgefpannten Oberflügel meiler 22.172 Hl, einer allein nur 3 ıf2', Sie find oben grünlicht, haben . bald am Grunde eine purpurrothe Binde, eine andere nä- her dem Hinterrande. Auch die Franzen aller Flügel find nebft dem Auffenwinkel der obern purpurroth. Die Unter- Nügel gelb , mit einem angefangenen Querftriche am Innen- rande. ' Unten find alle Flügel gelb mit einer Querbinde, ‚die auf- den obern nur"angefangen if. Die Fühlhörner, ‚durch das Suchglas gefehen, erfcheihen doch etwas ge-

bürftet, Holz=

Spinner o

rer Heer Sp. 1618. Die Flügel oben holztaubenfärbig: die hintern gerundet; die vordern am Auffenwinkel mit einem braunen Schrägeftriche,, zwiichen den braunen Quer=

ftrichen der Mitte ein fchwarzer Punkt.

Phalaena palumbaria. FPFienerverz, 102, n, 7.

Phalaena Geom. chlorofata, Scop. carm. n, 551.

Phalaena Geom. mucronata. Scopol,.carn, 552.

Heimat: um Neuburg an der Donau.

Flugzeit: May.

Anm, Die Flügel find oben hellgraulicht mit afchenfär-

bigen Punkten wie mit der feinften Migniatur getrübt; die Unterfügel gerundet; die Oberflügel am Aufler srinkel in eine kurze Spize ausgefchweift. Ueber die uritern: fchlingt fich ein dunkler Querftreif, der von einem hellern Licht begleitet wird; über die obern ziehen fich zween gelb- braune Querftriche, zwifchen ihnen ein fchwarzer Punkt; auffer ihnen it noch unweit des Grundes ein kleiner

bräunlichter Querftrich ,. und ein kurzer aaehtägehich am Auffenwinkel da.

Heckenwicken Sp. 1619. Goldgelb; die Flügel gerun- | det: die ob:rn mit drey, die untern mit zween Querftrichen. Phalaena aureolaria, ‚Geometra aureolaria, Mienerverz. 19% 28, Wohnort: Heckenwicken und anverwandte Pflanzen,

Anm. Klein; die Fühlhörner fchwarz; die Querftriche oben meiftens nur fatter, unten famt dem Hinterrande bräunlicht; auf den obern fehlt unten oft der hinterfte Querftrich, oder ift undeutlich.

A5 Weg-

!

w'

1o Spanne

Wegtrire Sp. 1620. Oraniengelb; zween . deutliche p: rpurne Querftriche oben über die Oberflü- gel, nur einer unten über die Unterfügel,

Phalaena purpuraria, Wienerverz,. 102, m, 9. > Schäffer icon. 173. Fig. 5. 6, blos kenntlich. Wohnort: Wegtritt, | Flugzeit : Auguft , September. Anm, Er fliegt bey Tage, und gehört unter die klei nern. Die Flügel fallen unzen weniger in Roth als oben,

Geifsblare Sp. 1621. Gelblicht, mit einer breiten blafsbräunlichten,, dunkler eingefalsten Quer= binde über die Oberflügel 2 ein fehwärzlichter Punkt-im Mittel,

Phralaena elinguaria.

Geometra elinguaria, MMiemerverz. 103. M. Io Röfel Inf I. Ch. 3. pap. no. Tab, 9. Wohnort: Geifsblatt, Birnbäume, Schlehen, Raupenzeir : May. =

Raupe : hellgrau und ochergelb bunt; ein gefchwun=

gener dunkler Längstrich. auf dem Rücken,

Flugzeit 2 Junius,

Die Zackenflügelige Sp Aefteraupem Zackige, ungleich ausge- - Aeftchen ähnlich, an Far« fchweifte, in der Ruhe auf- he, Länge des Leibes, und serichtete Flügel, gewiflen Auswüchfen und

Höckern. Der Kopf vorra- gend und breit gedrückt,

Verwand«

Spanner 31

Verwandlung : ober der Erde zwifchen Blättern, in einem geringen ‚Gewebe b).

Hollunder Sp, 1622. Schwefelgelb; alle Flügel mit Ecken; aufden obern zween bräunlichte Quer- ftriche, auf den untern einer, und zween fchwärzlichte Punkte am Innenwinkel,\

Phalaena fambucaria, Geometra fambucaria, Wienerverz. 10, m 1.

Röfel Inf. E Ch. 3. pap. mod. Tab, 6,

Wohnort: Hollunder , Linden, Obftbäume, Hopfen, Agley,

Raupenzeit: May, Junius, ; |

Heimat: Burghaufen; Hr. v. Hufnagel,

Raupe: nach der Länge gerunzelt, röthlichtbraun, mit ftark abgefezten Ringer, dann 3 Aftflecken von gefchobenen Ringen: :2 an den Seiten des fechften Ringes, der dritte oben auf dem achten, | |

Flugzeit : Junius, Julius.

Erlen Sp. 1623. Die Flügel ochergelb, blafsbräunlicht

gefprengt? der Hinterrand vertrieben oranien» - gelb, ‚vielfach ausgezackt,

Phalaena alniaria, |

Geometra alniaria. Mienerverz. 10% =, 2.

Röfel Inf& I, Gl; 3. pap. no. Tab, 1. Weibchen.

Wohnort: Erlen, Linden, Eichen, Obftbäume,

Raupenzeit : Junius und Auguft, |

Raupe: erdbraun 5; 3 ausgerandete, zufammenge- drückte an den Seiten gelbe Höcker; 3 gelbe

Punkte je Sen nn nen 7

k) Wienerverz, 103,

12 Spanner

"Punkte an jeder Seite, und ein gelber Strich

zwifchen dem lezten Paar Bauchfüße und dem A Schwanze. Y Flugzeit ;; zweymal im Jahre: im May und ak

Sandlinden Sp. 1624: Blafs ochergelb; die Flügel am Hinterrande eckig ausgefchweift: die vor= dern mit zween reinbraunen Querftrichen, die

« hintern. mit einem; unten auf jedem Flügel ein brauner Mittelpunkt.

Phalaena zonaria,

Geometra zonaria. Wienerverz, 103. n. 3 La Zone. Geoffr. paris. 11.127. n. 36. Wohnort :" Linden.

Heimat : um Weilheim,

Anm.. Unten haben alle Flügel am Hinterrande eine breite dunkiereBinde; der Mittelpunkt der vordern ift dem Auffenrande 'genähert,

Flugzeit : Julius. |

Hageichen Sp. 1625 Die Flügel ausgenapt, blafs.

ochergelb: auf den vordern zween ocherbräun» lichte Querftriche, und ein Schrägeftrich vom Auffenrande ‚auf den hintern Querftrich ge- führt.

Phalaena erofaria,

Geomeıra erofaria. Wienerverz, 103. N. 4

Phal.. Geom, quereinaria Göze Beyzr. IIL 3. 57%

n. 39. Phalaena Geometra canaria. Hübner Beyer, II, Tab.‘ 4. Fig. F.

Kleemann Beytr. I. Tab, 26. Fig, b,

Wohzort :' Eichen. Holz =

Spanne x. 29

Holzbirn Sp. 1626, . Die Flügel rückwärts ausgenagt : die vordern vom Grunde bis zur Hälfte, und ein mondförmiger Fleck am Auffenwinkel fat- ter gefärbt, ein weilses geftieltes Mondchen an Mittel, |

Phalaena lunaria.

Phalaena Geometra lunaria, Wienervers, 276 et 28% Tab, ı.ee 2. Fig. 4,

Phalaena Geometra lunularia. Hübner Beytr, I. 3, 275: Tab: 3... kig.T,

Wohnort: Sauerdorn , Steinobftbäume ,„ Eichen; Stachelbeeren, Rofen, Flieder, Mehlbaum, Cornus, | E

Raupenzeit : Junius,

Flugzeit x Julius.

Heimat : um Burghaufen,

Anm. Die Raupen diefer und der folgenden Arten find einander , wie die Schmetterlinge, fehr ähnlich, und faft nur durch die Farbe verfchieden. Alle kommen übri- gens in folgenden Stücken überein: Das dritte Paar der Bruftfüfse ungewöhnlich lang; der fünfte Ring mit einem, oft zweytheiligen, Höcker, der fiebente und’ achte ange- fchwollen. Ich habe die Raupen nicht erzogen , und weis daher die nähern Unterfchiede , welche die Raupe der ge- genwärtigen Art von der folgenden trennen, nicht anzu- geben,

H ebrmond Sp. 1627. Die Flügel rückwärts ausgenagt ; vom Grunde bis zur Hälfte, und ein mendför- miger Fleck am. Auffenwinkel der vorderng fatter gefärbt; ein weißses ftiellofes Mondchen

in

14 Spannen

in der Mitte, und ein Schwarzer Punkt im Hinterfelde, |

Phalaena phoebearia,

Phalaena Geometra lunaria, ‘Hübner Beytr, TI. 4. 5; Tab,z, "Tg. C.

Phalaena Geometra lunaria. Wienerverz, 283. n. 5,

Heimat: um ‚Ingolftadt,

Anm, Die Wohnörter , die ich bey der vorigen Art angegeben habe, find wahrfcheinlich zwifchen ihr und der gegenwärtigen, und wahrfcheinlich noch zwifchen einer und der andern hierher gehörigen Art zu vertheilen.

Flieder Sp. 1623. Die Flügel rückwärts gezähnt blafg olivenbräunlicht (oder. rofenröthlicht ) grau : ‘die obern mit oraniengelben vertriebenen Eck- flecken, einem weifsen Aufsenrandflecke, und einem dunkelbraunen Queiftriche. |

Phalaena Syringaria, _ Geometra Syringaria. Wienerverz. 103. =, 8. Röfel Inf. I,.Cl. 3. pap. no&, Tab, 10. _ Wohnort: auf fpanifchen Flieder. 'Raupenzeit © Junius, 5 Raupe: blaulicht hieifchfarben mit krebsrothen Zeich- nungen, Höckern und Hacken; die zween ' Hacken auf dem achten Ringe anfehnlich großs, Flugzeit: Julius.

Anm. Der dunkelbraune Querftrich ift auf allen Flüs« geln da, und läuft ziemlich gerade vom Innenrande nach dem Auffenrande hin, wird aber dafelbft auf den Oberflü- . geln von einer weifsen oder blafs rofenrothen dreyeckigen

Makel, die vom Auffenrande fchief herabliegt, verdrängts | und

-

Spznanen 15

und gezwungen mit feiner bisherigen Richtung einen Win- kel von etwa 80°. zu machen, um an-den Rand Zu kom-« men; von der Spize der weilsen Makel läuft noch eine braune Querlinie aus, die fich aber bald verliert, Eine weilse Querlinie fizt am Auffenwinkel. Die. Unterflügel haben über der Querlinie eine querlaufende Punktreihe,

Zahbnfiriemiger Sp. 1629. Grau; die Oberflügel fchwärzlicht beftäubt, mit zwo fchwärzlich= ten Querfiriemen, und einem weifsen, fchwarz- gerandeten Punkte im Mittelfelde; auf den Un- terllügeln ein ähnlicher Punkt und eine dunk- lere Strieme,

Phalasna dentaria, Geometra dentaria, Hübner Beytr, I. 4, 7. Tab, 1; Fig, L, inch Heimat: in den Tannenwaldungen von Schamhaup- ten bey Ingolftadt, Flugzeit: May. Anm, Die Gröfse wie beym Vorhergehenden. Die Hinterftrieme etwas zackig, zuweilen weißgerandet. Verfchieden von Phal. dentaria des Hrn. Fabricius. Mein Spanner ift lichter als Hrn. Hübners Zeichnungs doch ift er nicht verflogen , vielmehr noch nicht. einmal vollkommen entwickelt. |

Ampfer Sp. 1630. Graulicht beinfarben , der Hinterrand und ein breiter Gemeinftrich an allen Flügeln purpurfärbig, eine fchwache geichwungene Linie fchwarz ; die Vorderflügel . ganzrandigs die Unterflügel mit einer vorfpringenden Ecke,

Phalaena amataria, Geomes

i

ı6 $Spamnek

Geometra amataria. Wienerverz. 105, n.9. Schäffer icon. ı22. Eig, 4.

‚Wohnort : Ampfer.

Flugzeit : Junius.

Anm. Der Querftrich geht über die Unterfügel gerade herüber, aber an den Oberflügeln fängt er etwas über der Mitte des Innenrandes an, und geht bis an die Spize des Auffenwinkels fort in einer gefenkten Richtung. Zwi- {chen ihm und‘ dem Auffenrande in der Mitte läuft der feine gefchwungene Querftrich fort,

Ausgerandeter Sp. 1631. Die Flügel mit ausgefchweif- tem Hinterrande, ocherbräunlicht beinfarben: zween gefchwungene feine Querftriche, ein

- Hinterrandsftrich, und ein Mittelpunkt: braun.

Phalaena emarginata. " Geometra emarginata, Wienerverz, 104. m, 10. Heimat: um Gern,

Anm, Diefer Spanner gehört mit unter die kleinern; er {pannt nur ı1r “4 aus. Die Flügel ‚find gerundet, aber ausgefchweift, und werden von zween röthlichtbraunen gefchwungenen Querftrichen in drey gleiche Felder abge- theilt: in der Mitte des Mittelfeldes ein brauner Punkt ; der rothe Hinterrandsquerftrich läuft parallel mit dem ‚Hinterrande herum.

4

W eiden Sp. 1632. Die Flügel Er weifslicht afchen- grau: auf den vordern eine Auffenrandsmakel,

ein Mondftrich am Rande des Auffenwinkels, und 4 bis 5 fliegengefchmeißsähnliche gedräng- te Punkte im Mittel, braun,

Phalaena notataria, Geome»

spannen | 27

Geometra notataria. Mienerverz, 104 9 Ile Wohnort; Weiden, Eichen, Raupenzeit : Junius. Raupe: blafsgrün mit gelben Einfchnitten. Flugzeit: Julius, Auguft,

Weifsdorn Sp. 1633. Die Flügel rein shwarebeib- die vordern mit fparfamen lederbraunen Fle cken am Auffenrande, und einem weifsen fchwarz eingefafsten, weiter ERBE

Phaldena crataegata.

Geometra cratäegata, Wienerverz. 104 9, 13. ZZ Bergfträfser Berl, Befch. IV. 29, Tab, 2,

Schäffer icon. 163. Fig, 2, 3,

Weohnorz: Weiflsdorn. |

Raupenzeit: Junius.

‚Raupe: holzrindenfarben (in der Jugend grün mit rothen Knöpfen), mit zween in der Mitte ih-

rer Länge nebeneinander fehenden Höckern,

Spizrandiger Sp. 1634. Die Flügel blafs oraniengelb mit fattern Querftrichelchen, und einem breiter veylgrauen Hinterrandsfaume: feine Richtung auf den obern nach dem Auflenwinkel gefenkt.

Phalaena apiciaria. Geometra apiciaria. , Wienerverz, 104. N. 1 Heimat : um Amberg.

Anm, Die Oberflügel fehen einem oraniengelb iluminir« ten Stücke einer feinen Birkenrinde , befonders unter der vergröfsernden Glaslinfe ähnlich. Am Grunde der Ober- flügel ein Bogenfirich ven veylgrauer Farbe, der etwas fpi- zig zu läuft, und den Umrifs eines Hainbuchenblattes vor-

Fauna boica 2. B, 3. Abth, ws: ftelit.

18 | Span In ir

ftellt. Der ganze Hinterrand aller Flügel ift mit einer brei- ten veylgrauen Binde eingefafst, die an ihrer Innenfeite ziemlich glattrandig ift: an den Oberflügeln fenkt fich diefe Binde vom Innenrande des Flügels an feinen Auffenwinkel herab, fo dafs fie dort in eine Spize ausläuft,

Der Spanner’ hat fehr das Anfehen einer Eule aus der Schiffermüllerfchen Familie S., oder unferer Familie O.

Veylgraurandiger Sp. Oraniengelb (Er), oder ge- meingelb (Sie): die Flügel fatter querge- ftrichelt: alle mit einem ‘an def Innenfeite eckig gefchwungenen breiten veylgrauen Quer- bande.

Phalaena parallelaria.. Wienerverz. 104. n. 15. = Hübner Beytr, II. 4. 94. Tab. 3. Fig. D.

Anm. Man hat diefen Schmetterling in Baiern noch nicht gefunden; ich führe ihn, jedoch ohne Nummer, blos deswegen an, um Verwirrung zu verhüten : denn er it dem eben befchriebenen höchft ähnlich, und nur an . feiner Binde davon verichieden, die an ihrer innern Seite nicht glattrandig ift, fondern beträchtliche Einbuchten hat, auch, wenigftens beym Männchen, mit ihrer ganzen Breite den 'Auffenrand erreicht.

"Wintereichen Sp, 1635. Die Flügel eiwäg! gelb- ° bräunlicht birkenrindenförmig geftrichelt, am Innenwinkel bräunlicht veylengrau,

Phalaena dolabraria.

Geometra dolabraria. _Wienerverz. 104. m. 16, T- Sulzer Gefeh. Tab, 22. Fig. 9.

2 Phalaena dilectaria.. Hübner Beytr. II. 4 76: Tab. 4. Fig. 4. W. kaum; aber ähnlich.

Wohn-

Spännen ig

Wohnort: Eichen. ' Heimat: um Amberg.

ers Sp. 1636. Die Flügel faft gerundet, ora- niengelb ,„ birkenrindenförmig bräunlicht ge- ftrichelt, ein bräunlichter Strichfeck im Mit= tel; die Hinterrandsfranzen mit Schwarz ge- wechfelt,

Phalaena prunaria.

Geometra prunaria, Wienerverz, 104. 9. 17. Schäffer icon. ı7. Fig. u 3.

Wohnort; Pflaumenbäume.

S yrim gen Sp. 1637. Die Flügel fat gerundet, birken- zindenförmig geftrichelt „braun mit einer hell» färbigen Binde,

Phalaena fordiaria. Geometra ferdiata. Göze Beyer. III. 3, 34%»: 263, Röfel Inf. III, Tab. 35 Weibchen. _ Kleemann Beytr, I. Tab. 28. Fig. 4. Weibchen, * Unpieux Natmf, XV. 65. Tab, x Fig, 15, } Männchen, E Wohnort : Flieder. Raupenzeit: May, Junius, a ah Raupe: bräunlicht (.mehr oder weniger ), mit vie= len kleinen Knöpfchen , einem Paare hornför- miger Höcker auf dem achten Ringe, und ei= nem andern viel kleinern Paare auf dem eilften, Flugzeit : Junius, Julius. Anm, Die Farbe der Flügel ändert ab, bald dunkler, bald heller; die Mittelbinde gewöhnlich ochergelb. Sie ift doch gewils eine eigene, von der vorigen ver-

fchiedene Art, Ba RG *

80 5 2:7 Nn-1.8.:Ty RG. * Staubige Sp. Streifranpem Die Fiügel- gerundet, mit . Mit breitlichten ,„ dock faubigen oder punktähnli- zuweilen unterbrochenen , chen Strichelchen beftäubt. meift hellfärbigen Längs« ftrichen. Verwandlung : in einer lockern Erde, oder ober der- felben in einem geringen Gewebe 2).

"®*. Mit einem faft gleichförmigen wellenrandigen ‚Querbande.

Waldlinden Sp. ı639. Die Flügel ochergelb, flaubig, _ "mit einem breiten Querftreife. und grofßsem Punkte auf. den obern ( Er); oder flügellos, weils, reihenweife fchwarz punktirt (Sie).

Phalaena defoliaria. Geonietra defoliaria. HWienerverz. 105, 1. Ir Reaum. Inf, II. 2. 151, Tab. 30, 'Röfel Inf. III. Tab, 14. Raupe und Weibchen. Wohnort :. Pflaumen, Weiden, Linden, Abricofen, Pfirfichbäumen. 'Raupenzeit : Sommer. Raupe: Veylenröthlicht braun, an den Seiten gelb mit rothen Punkten. Flugzeit : Herbft.

Anm, Die Raupe ift häufig und zahlkeich auf den Kern- obftbäumen , und bringt, wegen ihrer Menge, der Obftgärt« nerey beträchtlichen Schaden. Dennoch lebt fie immer einfiedlerifch, nie: in FRI und ift eben fo gar

leicht

€) Wieneıverz, 103.

$panner. 21

eicht nicht zu entdecken; ihre Vertilgung würde daher viele Mühe und Zeit koften, und gleichwohl würde fie nicht gar zu viel ausrichten. Die Naturgefchichte diefer Spannerart giebt ein leichteres Mittei an die Hand. Die Raupe geht, um fich zu verwandeln, in die Erde. Das entwickelte Weibchen ift flügellos , und angewiefen, feine Eyer an die Knofpen zu legen, damit die mit dem Laub= triebe zugleich hervorbrechenden Räupchen ihr Futter in der Nähe finden.,» Um diefen Auftrag zu erfüllen, kann es nicht anders an die Knofpen kommen, als dafs es längs des Stammes hinauf-kriech, Torbern Berg- mann that daher den Vorfchlag, man follte im Herbfte Rinden um die Stämme: befeftigen , .diefe Rinden ‚mit- Theer oder Wagenfchmier beftreichen, und diefen fchmierigen Ueberzug in feiner Klebrigkeit: zu. erhalten fuchen. Cron- frädet folgte im Jahr 1769. diefem Rathe, und flellte den Verfuch an 597 Obftbäumen. feines Gartens an. Der Er- folg war, dafs er vom 23. Sept. bis zum 19. Okt, 22716. Weibchen fieng, die am Theere kleben geblieben wa- zen k). Nehmen wir nun für jedes Weibchen nur 50 Eyer an, die es würde geleger. haben, welches gewifs nicht zu viel ift, fo hat’ Cronflädt auf diefem- Wege 1,135800 Raupen vertilget, ehe fie noch da waren.

* %* Mit zufammenfliefsenden Querftrichen, Flackenkraue Sp. 1639. Die Flügel raftgelb Er}, oder weilslicht afchengrau (Sie), braun be= ftäubt, mit drey braunen Querzügen auf den obern: die beyden hinterften zufanimenfie- fend; zween Züge auf den. untern.

! B 3 Phalae-

free 7

#) Schwed. Abhand, 1769. 19.

22 ea‘

Phalaena atomaria. | «0... Geometra atomaria., FPienerverz. 105, m. 5e 0.0. Phalaena pennata. Scop. carn, n, 569. ‚Männchen, - $ Phalaena ifofcelata. Scop. carn. n. 558. Weibchen. Phalaena artemifiaria. Ferbfb in Füefsl, Arch. Il. Wohnort: Beyfuls, Aeberreis, Flockenblume, ,Raupenzeit : Auguft, September.

Raupe: hell carmelitbraun mit einem fatten Rücken- fireife, und beyderfeits an. jedem Ringe drey= eckigen Flecke ; die vier- erften Ringe an den Seiten fleifchfarben,

Flugzeit . May. '

Braunftaubiger Sp. 1640. Die Flügel blafsgelblicht | braun befläubt; drey Züge auf ‘den obern (die beyden hinterffen zufammenfliefsend),

zween auf den untern braun,

Phalaena adfperfaria. Phyf. Auff. 16. 8 Fahr, mant. MH. 189.0. 45.

Heimat: um Ingolftadt und ee

: "Flugzeit : x Junius,

Sandfarbener Sp. 1641 Sandgrau und weißlicht gen mifcht , mit undeutlichen a

Phalacna glarearia. RR ER ? Geometra glareari. Wienerverz, 106. n. 6. Wolmort : auf Wielen. s Ye he ‚Anm. Ich bin freylich wegen meines Citates nicht ge- wifs, weil ich keine Angaben für mein Urtheil habe, als den lateinifchen Trivialnamen, und die Stelie zunächft an Ph. atomaria, womit diefe Art auch an Gröfßse überein-

kömmt, rk Mit

spennen 23

%%# Mit nur angefangenen Querftrichen oder | zufammengefloffenen Punkten am Aufienrande der Oberflügel.

Föohren Sp. 1642. Die Hinterflügel unten grau oder gelb- bräunlicht: zwo fattgraue Binden über die Mitte, und ein weifser Längsftrich vom Grun- de an den Hinterrand. | Phalaena piniaria, ; N Geometra piniaria. Wienerverz. 106. #. 7. Schäffer icon. 159. Fig. 1. 2. Männchen. & Wohnort: Föhren, Fichten. Fiugzeit , April, May. _ Raupe: geftreift: ein glänzendweißer Mittelftreif, zu jeder Seite deffelben ein gelblichter, und ober den Fütsen ein fattgelber 2).

Anm. Die Oberflügel oben berufst weifs, hinten mit - siner breiten, bis an den halben Auffenrand heraufgehen- den, aber einwärts immer fchmäler werdenden Binde, die gewöhnlich gegen die Mitte der Flügellänge noch eine Schmale Binde abgiebt; unten faft wie oben, aber das Schwarze ift nur fatt afchengrau, oft mit Gelb. beftäubt. Die Hinterflügel am Auffenrande,. Hinterrande,. und zwo Querbinden, fehwarz; unten fehwärzlicht (oder fchwärz- licht und gelb gemifcht ) beftäubt, mit zwo fchwarzen Querbinden, keiner Hinterrandsbinde , aber einem weilsen Längsftreife , über den die Querbinden fortlauien, und der auch oben einigermalsen zu fehen if. Mänzchen. Ph, Geometra piniaria. Lin. feun. fuec. n. 1233. - B4 e Die

OT eu

2) Brahm Infectenk, IL, 120. ... &

singe en BB ARE ee

24 | Spanne

Die Flügel oben unrein oraniengelb, mit bräunlich- ter , einen Winkel grundwärts auswerfenden, Hinterrands= binde; unten wie oben, aber bläffer. Die Unterflügel unrein oraniengelb, bindenlos; unten. wie beym Männ=- chen, aber bräunlicht gelb, weifs beftüubt,, und die Quer- "binden unterbrochen, j.

- Phalaena Geometra tiliaria. Ein, faun, fuec, n, 1234.

Fohannisbeer Sp. 1643. Sandgrau, mit vier fchwärz- lichten angefangenen Querftreifen am Auffer-

rande der Oberfügel.

h & Phalaena Vauaria,

Geometra Wauaria, MWienerverz. 106. m. 1%

Röfel Inf. I. Cl. 3. pap, no, Tab, 4

Schäffer icon, 58. En. »r;

Wohnort: auf Johannisbeerftauden.

Ranpenzeit: Junius.

Raupe: ‚grün, feinborfig, mit einer gelben Seiten- linie.

Anm. Ueberall finde ich Mauaria gefchrieben, von Linn angefangen. Doch komute diefes Wort anf änglich nichts anders als ein Schreib - oder Druckfehler für Yaua- ia feyn: denn der zweyte angefangene Querftreif wirft eine feine Linie grundwärts, mit welcher er einen Winkel von 45°, alfo ein V bildet, kein W,

“Hm #

Wechfelnde Sp: Serichraupem Die Flügel düfter beftäubt Schräge Seiten - oder ein und dunkel querftreifig, aber gerader Mittelfrich auf je fo dafs bald die Streife, bald dem Ringe, \die Staubpunkte mehr in die

Augen fallen. Verwand-

Spanne® 25

Ferwandlung: ober der Erde in einem BETEN Gewebe, oder ganz frey in der Luft =). | %* Mit einem Querftriche,

Hangelbirken Sp. 1644. Alle Flügel gerundet, afchengrau: ein roftgelbes Aeuglein, und eine fchwarze querlaufende Punktlinie,

Phalaena pendularia,

Geometra pendularia. FPienerverz, 107. 1. Lim faun. fuec. m 1214.

BHohnort: auf Birken; auch,‘ nach Linne, auf Weiden, Ich erhielt fie vom erften Baume aus Neuburg an der Donau ; fie hieng fich in einem fehr lockern Neze geftürzt auf, verdarb aber.

M afiern Sp. 1645. Die Flügel gelblichtweifs mit einer ' gemeinfchaftlichen braunen gezähnelten Binde, und einem kleinen o vor derfelben, Piyf

Auf]. 269. S |

Phalaena otmicronaria. Phalaena Geometra omicronaria.. HWienerverz, 107, 0m 32. ZU, Hähbner 'Beyzs, 1:44 25. Tab, a, Fig. Ss 'Reaum, Inf, IL 2. 15% Tab. 31, Fig, 16. Wolmore : Mafsholder. ! Flugzeis: Junius, Julius,

Anm, Eigentlich find doch drey fehwarze bogenf örmi= ge Zackenlinien bey diefem Spanner da: eine am Grunde, und zwo einander fehr genäherte etwas über der Mitte, Bs ' | welche

m) Wienerverz, X06;

Er

‚a6 Spaaner.

Ä

‚welche leztern zufammen und mit dem eingefchloffenen

braunen oder braungelben Raume die Binde ausmachen. ** Mit drey Querftrichen, |

Ki eifsbirken Sp. 1646. Schneeweißs, mit gerundeten | Flügeln; drey blafs fchattenbraune Querfriche auf den vordern (der erfte etwas entfernter ),

zween auf den untern,

Phalaena pufäria,, Phalaena Geometra pufarla. Minerverz, 107. ©. 3. Schäffer icon, ıı1. Fig. 7: | © Wohnort: auf Birken, ' Flugzeit: May. Bloßgef richter Sp. 1647. Schneeweifs, mit gerun« - deten Flügeln! drey höchit blaffe bräunlichte Queritriche (gleichweit. entfernet) auf den obern, zween auf den untern, Phalaena exanthemata, Scop. carns n, 542. Wohnort -- um Neuburg und Ingolftadt, viel ge- meiner als der vorhergehende, Flugzeit: May und wieder Auguft. Anm. Kieiner- als: der ‘Vorhergehende. In der Mitte jedes Flügels unten ein kleiner fchwarzer Punkt, der aber

‚auch öfters. fehlt, Seiner Schneeweifse unbefchadet liegt

doch ein etwas graulichter Staub auf den Flügeln. Hr. v, Rorzenburg: befchreibt n) .die Raupe des Weitsbirkenfpanners, . und fagt, fie fey gelblichtgrün mit

einer unterbrochenen carminrothen Rückenlinie, und ro=

then Bruffüßsen. Er fezt Hinzle fie wohne auf Erlen, im Re e es Julius

mmsunnan

#) Naturf, XI, 66.

Spannenm | 27

Julius und Auguft, fpinne einige Blätter zufammen, zwi- fchen denen fie fich verwandelt, und gebe im Maymonate

des folgenden Jahres den Schmetterling. Ich weis nicht,

zu welchem der angeführten beyden Spanner diefes gehö- ten dürfte, die gar zu leicht verwechfelt werden können,

R%%* Mit untereinanderverflochtenen Nerven « ‚und Querftrichens

Gegi kterter Sp. 1648, Die Flügel gerundet, weifs, mit vielen fich gitterförmig durchkreuzenden fchwarzen Querzügen und Adern,

Phalaena clathrata,, Mienerverz, 106. 2. 6. ZZ Sul= zer Gefch. Tab. 23. Fig. 2% . Wohnort : in Waldungen.,

Anm. Er kömmt auch gelblicht mit gelblichtbraunem Gitter vor, und die. Fühlhörner find unter dem Suchglafe zierlich gekämmt.

Flugzeit: Julius, - Strichgizzriger Sp, 1649, Die Flügel gerundet, fchinmernd graulichtweifs, mit feinen gelb- fchwärzlichten Staubftrichen en

Phalaena decuffata, ' Geomeira decuflata, Mienerverz, 106. Ne. 7. Heimat.: um Ingolftadt. | Anm. Er fpannt über ro’! aus, und hat fehr viele Aehnlichkeit mit dem vorigen, aber die Flügel find grau, fchimmernd, und haben einen gelblichten Blick; die gelb- lichtfchwarzen Strichelchen, die dem freyen Auge wie Staub vorkommen, find fo geordnet, dafs durch ihre flär- kere Anhäufung Gitterbinden entftehen, die denen der vo- rigen

n8 Spaumen

sigen Art gleich kommen, aber viel undeutlicher, feiner, und lockerer find; auch find die Nerven nicht fichtbar.

KH Mit gehäuften undeutlichen Wellenli= nien,

Zaunlilien Sp. 1650. Die Flügel durchaus gelblicht hellgrau, beftäubt, mit undeutlichen Querlis nien; die Hinterflügel faft ausgenaget,

Phalaena immorata. « Ä

Phalaena Geometra immorata, Lin. faun, fusu ‚ws 1290. HWienerverz, 106. », 8.

-Wohnurt > in Laubwaldungen,

Flugzeit: Junius.

Anm, Er gehört unter die kleinern Spanner, und träge in der Ruhe die Flügel aufrecht wie die Falter. Mit freyerm Auge bemerkt man auf ihnen einige grauere, we- niger gelblichte, Querftriche auf beyden Seiten (unten deutlicher), aber bey der kleinften Vergröfserung ver= ichwinden fie, und man fieht blos einen. zerftreuten bräun« lichten Staub.

RL *

Wellenfiriemige Sp Scheineulenraupen. Gehäufte gleichlaufende- ' Dick, kurzleibig, meif Wellenlinien. über die Flügel. grün mit bleichen Längsli- nien oder röthlichten Stri= chen: die Ringe deutlich.ab» gefondert,

Verwandlung: (der-lezten Art ausgenommen): un- ‚ter. der Erde 0). |

D

* Die

oe) Wienerverz, Io

Spanner 20

= Die Unterflügel deutlich gezähnt, Krenzdorr Sp. 1651. Afchengrau; die Flügel gezähnt,

mit vielen dunklern Querftriemen, und zwo fchwärzlichten fchmalen Querbinden ; unten einfärbig grau: ein Punkt und Wellenfrich fchwarz, |

Phalaena rhamnata,

Geometra rhamnata, Wienerverz, 109. m.

Wolmort: Kreuzdorn.

Flugzeit: Junius.

Anm. Einer von den größern:; ein Oberflügel 94 Jang,

3 \ Afchengrau mit etwas tiefern wellenförmigen Querftrichen

über alle Flügel, und zween vertriebenen noch tiefern

durch die Mitte der obern,

Hegdorn Sp. 1652. Die Flügel gezähnt, fchimmernd, mit wechfelweife weifslicht und fchwarz punk- tirten Nerven; die vordern kupferbraun mit dunklern Binden,

Phalaena dubitata, Wicnerverz. 109 RB. Zu Kleemann Beytr. I. Tab. 28. "2 2. Wohnort: Kreuzdorn,

Anm, Von den größern einer, Die düftern Flügel ha= ten fehr vielen Metallglanz; die hintern find ftark rund- gezähnt, und die Nerven find wechfelweife fchwarz und weißslicht punktirt, endlich die Unterflügel den Oberflügeln nicht gleichf ärbig;; das ift alles, was fich mit Deutlichkeit Sagen läfst; beyderley Flügel haben häufige düftere Quer- linien, die auf den obern Binden find, davon eine fcharfe Ecken hat. /

30 Sp ann er

3 - Alle Flügel gerundet; gelinde Wellenftriche nur über die: obern.

Gelbgrauer Sp. 1653. Die Flügel gerundet: die obern gelblicht grau mit dunklern Weilenftrichen und zwo gelbbraunen Binden; ein fchwarzer Punkt ‚dazwilchen,

Phalaena grifeara. Heimat: um Gern, Anm. Von der Gröfse des Johanniskrautfpanners, und von gleichem Umriffe des Hinterrandes der Oberfügel,

Weifsg sürtliger Sp. 1654. Die Oberhügel dunkel s afchengrau mit einem fchwarzen Punkte in der weifsgrauen ftrichlofen Mittelbinde,

\

Phalaena bicommata. Wohnort: in Erlehgebüfchen. Flugzeit: May, Junius.

Anm. Von mittlerer Gröfse. Gegen den Auffenwinkel der Oberflügel ein Paar fchwarze Längsftrichelchen, da- von eines höher fteht. Unten alle Flügel verwifcht grau- licht mit einem dunklern Mittelpunkte, und zween ihm gleichfärbigen Bogenftreifen hinter demfelben.

Dreyfärbiger Sp. 1655. Die Oberflügel zeibihrün- licht grau: vier Binden -und eine Querlinie veylengrau, eine blafsgraue Mittelbinde: alle

- gewellt.

a5

Phalaena tricolorata. Heimat : um München,

Anm, Noch ein fchwarzes Söicheichen fchräg gegen

den Auffenwinkel. Der Grund der Oberflügel, dann eine gewell«

$Spannen Br,

sewellte Querlinie, und eine Binde veylenbläulicht grau, dann die weifßslichte Binde, die beyderfeits von einer vey- lengrauen eingefafst ift ; aber diefe einfaffenden Binden ‚Were den gegen den Innenrand hin ein bloßser Streif; endlich roch eine veylengraue Binde,

Fruhebirn Sp 1656: . Dunkel nufbraun ; mit ganzran- digen Flügeln: vier dunklere, noch dunkler gerandete Binden auf den oben: eine am Grunde, zwo in der Mitte, eine am Hinter- ‚zande CEr.).: :

Sehr kurzflüglig : die Flügel nußsbräunlicht, mit vier dunkiern Binden (Sie),

Phalaena brumata,

Phalaena Geometra brumata. Wienervers, 109. n. 9

Kleemann Beytr. I. Tab, 31.

Wohnort: Eichen, Büchen , Obftbäume, vorzüglich Pfaumenbäume ; die Raupe fpinnt die Blätter zufammen , zwifchen denen fie fizt,

Raupenzeit : Frühling und Vorfommer.

Raupe: bleichgrün , mit hellern Streifen nach der Länge, und einer dunklern Rückenlinie,

Flugzeit: October, November,

Anm. Der Raum zwifchen den beyden Mittelbinden ift zuweilen faft ganz dunkel und beynahe fchwärzlicht, ein ander Mal verlieren fich beyde Binden in diefen Mit- tlraum, dafs fie nur eine: einzige Binde ausmachen , die aber zugleich fo verlofchen it, dafs man fie kaum wahr- nimmt. '

Das Weibchen mit feinen- Aeräfeitkeh Flügeln i ift zum

Fluge nicht gefchickter, als das vom Waldlindenfpinners _ Die

32 Spanner

Die ökonomifche Naturgefchichte diefer Raupenart ift auch im Ganzen diefelbe, und die Weife, den Schaden, den fie anrichten , möglichft zu vermindern ebenfalls diefelbe,

X Feine Wellenlinien über alle F lügel,

BARNIM EIKE $p. 1657. Düfter afchengrau; die Flügel

gezähnt, mit zahlreichen dunklern Wellenftrie= sinn] men, unten gleichfärbig, blafler, mit einem min ©.» ©: Punkte in der Mitte,

' Phalaena ündulata, Phalaena Geometra undulata, FWMienerverz, 109; n. 16, Lin, faun. fuec. n. 1272. Wohnore: auf Weiden.

Anm. Von der Größe der folgenden , und etwas dar« über, faft eben fo gefttiemt, aber gröber.

Wiederftofs Sp.. 1658. Goldgelb , feidenglatt „| mit zahlreichen braunen , und einigen weilsen Wel- lenlinien über alle Flügel: auf den obern eine linienlofe zeichnungslofe Binde,

Phalaena bilineata, |

Phalaena Geometra bilineata, Wenrone, 110, m, 17, = Lin. faun, fuecs n. 1284.

Wohnort: die zweyhäufige Lvchnis,

Flugzeit: Junius.

Slam: Seidenglänzend goldgelb , ohne Metallelanz; auf den obern Flügeln ‚vier weifse fehr dünne Wellenlinien dävon die erfte fehr unmerklich it, Die übrigen Wellen- linien braun und fchwärzlicht, doch verbreiten fich zwe . fehr gewöhnlich in eben fo viele fchmale Wellenbinden 5

‚eine breitere gewellte Binde ohne Zeichnung und Striche, von

S.p arm rer.) ”..58

von der feidenähnlichen Goldfarbe der Flügel, noch vor der Mitte. Am Hinterrande alle Flügel etwas gezähnt.

Hecken Sp. 1659. Verblafst ledergelb, mit zahlreichen. braunen und wenigen weilsen Wellenlinien auf allen Flügeln: auf den obern eine linien- ‚lofe Binde mit eteichfärbigen bräunlichten. Um-

| rifszeichnungen, Phalaena dumetata, Schäffer icon, 12, Fig_.4» Wohnort: - - Er fliegt nicht felten in den Hecken im Sommer.

SE

Asm, Wolikommen der vorigen Art in u Stücken gleich, nur flatt goldgelb zu feyn, blafsledergelb (die Farbe der dänifcken Handichuhe ), -und anftatt der. leeren Mittelbinde auf den Oberflügeln. eben diefe wellenfrichlofe Binde mit. einem bräunlichten Punkte, und einigen (4) bräunlicht eingefafsten, runden eckigen Zeichnungen von - der blaffen Lederfarbe, welche die Grundfarbe des Flü- gels it: eine .diefer Zeichnungen vor dem Punkte am Auffenrande, drey nach dem Punkte einwärts.

Schwingel Sp. 1660. Ochergelb, mit vier eier bogenförmigen Querftrichen oben, unten mit zween und einem {chwarzen Punkte in den Mitte. | Phalaena ochrearia, Phalaena ochrehta, Scop. cArn. 3; 567, Wolmort: auf Schwingel p),

Flug-

#2) Wienerverz. 1IO, %. 20, Fauna boica, 2, B. 2, Abth,

84 S$Spannex

Flugzeit : Auguft.

Anm. Klein; durchaus und auf beyden Seiten oranien- gelb ocherfärbig; oben auf dem Flügel vier, unten zwo bogenförmige Querlinien. Das Männchen hat Fühlhörner , die auf der Unterfeite gebürftet find, j

Langflügeliger Sp. 1661. Alle Flügel grauliche weiis : die vordern fchmal, mit einer doppel= ten trübern Hinterrands - und angefangenen Mittelbinde: ein fchwarzer Punkt in der leztern.

Phalaena | fuccenturiata, Phalaena Geometra fuccenturiata. Wienerverz. 110, n. 25 = Lin, faun, fuec, n, 1294. Heimat: um Ingoltadt, Flugzeit: Jenius. | Anm, Klein. Der Kopf fchwärzlicht; der Bruftrü= cken weils: zu beyden Seiten deffelben eine mit weifsen

Flügelfchuppen bedeckte Platte, die neben ihm herliegt,

- und fo lang als er ilt "( woher Linn? Anlaß zum Tri-

vialnamen Succenturiata genommen hat); der erfte und

lezte Ring des Hinterleibes; weifs, die übrigen trüb afchen- grau mit einem kleinen Höcker in der Mitte, und ichwar-

‚zen Luftlöchern Der Oberfügel lang 4 2f3'", graulicht

weils, mit einer grauen Randmakel, die bis zum fchwar-

zen Punkt hereinkömmt.

Wachhbolder Sp. 1662. Langflüglig, fatt afchengrau; (die Flügel mit vielen trübern Wellenlinien, der Hinterrand mit fchwarzen Strichelchen ge- faumt; ein fchwarzer Mittelpunkt oben auf den

vordern, unten auf allen, Phalae>

| |

Spanner 35

Phalaena pufillata, Geometra pufillata. Mienerverz, 110, m, 26, Wohnort: Wachholder, Auch der Schmetterling fliegt viel in diefen Stauden, Anm. Obgleich diefer graue Spanner nur klein ift, fo äpannt er doch ı1“, weil feine obern Flügel verhältniß- mäfsig auf ihre Breite und auf die Länge des Leibes vor- |

' züglich lang find,

FH Ein wechfelndes Querband auf den Ober- flügeln. Krammers Sp. 1663. Die Oberflügel graugelb., mit verfchiedenen Wellenlinien, und einer dunkeln Binde in der Mitte; am Auffenwinkel ein . fchwarzer Schrägeftrich,

Phalaena juniperata.

Phalaena Geometra juniperata, PWienerverz, 110,

2.29. Lin. ft. mat, 871, n, 261,

Wohnort : auf Wachhelder, Re:

Flugzeit : Augufßs

Arm, Die Raupe hängt. ihre fpizköpfige Pupe an einem

Baumzweige in freyer Luft auf. Im Schmetterlinge ift die Binde zuweilen in zahlreiche Wellenlinien aufgelöfe: 7).

Er Men | Mittelfireifige Sp. Runzelraupem, Gefcehwungene wellen- Ziemlich kurz und dick ;'

- Förmige Querlinien: im Mit- die Haut querfaltig; die Far«

telraume in ein gleichbreites be gewöhnlich bleich.

Querband gehäuft und ver-

dunkelt. G& Verwand-

4) Wienerverz, 119,

36 Sp anneon

Verwandlung : unter der Erde r),

* Die Oberflügel grau.

| ed Sp. 1664. Die Oberflügel weißliche afchengrau mit zwo dunklern Querbinden),

' jede aus drey gefchlängelten Linien; am Auf- fenwinkel ein brauner Schrägeftrich ; der Hin-

terrand trüblicht, durch eine weilse app

gerheilt,

Phalaena plagiata,

Phalaena Geoinctra plagiata, Mienerverz. 111, Re Ar Schäffer icon. ı2. Fig. 1.

Wolmort: Johanniskraut

Flugzeit: May.

Anm, bey Anführung des Schäfferfehen Citats fragt ze, ob wohl gegenwärtige Art, oder die Müllerfche Matronaria dafelbft abgebildet fey. Das ift gewils, dafs Schäffer am angezeigten Orte eben dasjenige Infekt ab»

bilde, welches Hr, Rath Schiffermüller unter feiner

Plagiata verfteht, der meine Exemplare , die genau de? Schäfferfchen Abbildung entiprechen dafür erkannte, In der Ruhe fizt diefer Spanner wie ein Zünsler. Lulch Sp. 1665. Die Oberflügel weißslicht afchengrau, mit etwas dunkiern Welienftrichen und Bin- den: Zzween fchwarze genäherte Punkte im Mittelraume,

Phalaena bipundtaria,

‚Phalaena Geometra bipundaria, Wienerverz. T1T.

Schöfe

2,

r) Wienesverz, Ike

f

Spanner 37 Schäffer icon. 72. Fig. ı. 2. ; Hosmort: auf Lulch.

a De,

Eckfreifige Se - Schuppenranpen,

Eine dunkle Querbinde Gleichdick, nicht fonder-

im Mittelraume der Ober- lich fchlank ; auf-allen Rin-

flügel® eine oder mehrere gen mit Winkelftreifen oder

aus derfelben rückwärts her» Kreisbogen, davon Jie Schei«

vorfpringend: Ecken, tel vornwärts gerichtet it,

Kerwandlung: zwifchen Blättern in einem Gewebe nahe an der Erde 5). * Mit einer Ecke des Querbandes,

Gänfefuß Sp. 1666. Die Oberflügel hellgelblicht braun: am Grunde, die eineckige Binde, ein Aufienrandsfleck an der weifsen Wellenlinie, "und. der Schrägeftrich am Auffenwinkel tief= braun,

Phalaena ehenopodiata. _

Phalaena Geometra chenopodiata, Wienerverg, 112, n.2. |

Kleemann Beytr, I. Tab. 37,

Frifch Infec. V, S. 35. Tab. x4. fchlecht,

; Womort: auf Gänfefußs,° :

Raupenzeit: Auguft, September.

Raupe: grün oder violetbraun , mit Zeichnungen auf dem Rücken, die vorwärts gerichteten gleich- fchenkligen Dreyecken gleichen, die dachzie- gelf örmig übereinander lägen,

Ca Flug- |

RSS re \

s) Wieneiverz, 112,

33 Spanner

Flugzeir: Julius.

Sonnenzeichen Sp. 1667. Afchengrau ; auf den Ober- _ Bügeln zwo. in der Mitte zufammenfliefende Binden und am Auffenwinkei das Zeichen der Sonne ((@)) braun, Phalaena folata, / | Heimat: um Burghaufen, | Anm. Die Oberflügel linglicht, oder was man in der Botanik eyförmig lanzettähnlich nennt, fo daß die Spize am Grunde it. Um die Mitte des Auffenrandes entftehen zwo fchwärzlichtbraune Binden, die um die Mitte des Flügels zufammen treffen, und dann nur Eine ausmachen, Vor dem Auffenwinkel dasZeichen (@} von gleicher Farbe znit der Binde, wovon jedoch ein Bogen durch den Auf fenrand abgefchnitten ift,

Feftungs Sp. 1668. Die Oberflügel oben graubräunlicht mit einer fchwarzbraunen Mittelbinde auf den vordern; unten gelblicht filbergrau, mit einem Punkte und’ zween Querftreifen,

Phalaena propugnata, Phalaena Geometra propugnata, MWienerverz, 112,

n.8.

Wohzort: um Gern. | Anm, Oben dem mondmakligen Spanner faft ähnlich ge- zeichnet, und auch faft gemalt, aber viel gröfser; unten auf jedem Flügel ein fchwarzer Punkt und zween trübe Querftriche, davon der hintere der Unterfügel aus blofsen

Punkten befteht, ?

Sinau

Spanner 99

Sinas Sp. 1669. Die Oberflügel fchwärzlicht, mit zwo .. weißslichten wellenrandigen Binden durch den Mittelraum, und einer weifslichten Wellenlinie am Hinterrande; ein fchwarzer Mittelpunkt

beyderfeits auf allen Flügeln,

Phalaena alchemillata.

Phalaena Geometra alchemillata, Lie. faun. fuec. n, 1282:

HWolzort: auf Sinau,

Raupe: grün, an den Seiten weilsgeftzeift, mit gelb= lichten Ringegelenken,

Anm. Vullkommen ähnlich dem: Gartenfpanner, nur andere Farben, | | arten Sp. 1670. Die Oberflügel graubraun: eine tief=

graue breite weißslicht eingefaumte- Mittelbinde mit einem fchwärzlichten Mittelpunkte.

Phalaena hortularia,

Phalaena. Ein. faun, füec. », 229%

Phalaenı Geometra hortulana, Göze Beyer, IIL % 30Y7. N: 23.

Wohnort: in Gärten; nicht felten.

Anm. Gegen den Auffenwinkel- drey nach dem Hinter- rande- gerichtete fchwarze Zähne; die Hinterflügel grau: am Hinterrande dunkler. Unten alle Flügel mit einem fehwärzlichten Mittelpunkte und*graubraunem Flinterrande,; Länge eines Oberflügels —_ 5 ıf !M.

Leberfarbiger Sp. ı671. Grau mit zwo leberbraunen Binden ; die hintere rückwärts eckig.

Phalaena hepararia. Ca Wolm=

49 Kanne Wohnort : in Gärten.

Anm. Dem vorigen ähnlich und an Bau und Größe gleich. Eigentlich find die Oberflügel leberbraun; aber unweit des Grundes ziehen fi:h zween fehr genäherte w.ifsgraue Striche herüber, und der Hinterrand ift breit grau und vorwärts eckig, Unten find alle Flügel rufsig grau, haben auf ihrer vordern Hälfte einen weilsen Punkt, und die hintere Hälfte etwas lichter: beyde Hälften find durch eine gefchwungene Linie getrennt. Länge des Vor- derflügels 5 3fa', Bey diefer, wie bey der vo- zigen Art hat das Männchen gekämmte Fühlhörner.

Ich zweifle doch, ob diefe Art nicht vielmehr in die folgende Abtheilung der Familie gehöre, allein ich kann das Infect nicht mehr vergleichen.

Zweybindiger Sp. 1672. Afchengrau ; auf den Ober- fügeln der Grund und eine Mittelbinde dunk- ler; ein Längsftrichelchen und Punkt auf der Mittelbinde,, und ein Schrägeftrich am Auflen- winkel Ichwarz.

- Phalaena bifafeiata.

Heimat: um Gern,

Anm. Das Strichelchen der Mittelbinde theilt fie nach |

der Länge gerade, wo fie den Winkel macht, in zween

Theile ; ; der fehr kleine Punkt näher am Auffenrande, Un-

ten auf allen Flügeln ein Punkt, und hinter ihm ein ‚gem fchwungener Querftrich fchattenbräunlicht,

Labkraur Sp. 1673. Die Oberflügel oben mattweiß: am Grunde, und eine breite gezähnte Mittel- binde fchwärzlicht, fchwarz geftriemt; auf der Unterfeite fieben weißslichte Punkte vor

dem Hinterrände, ; Phalae-

Spanner. 41

Phalaena ocellata, Foren Geometra ocellata. WVienerverz. 113. ®. 9. = Lin. faun. fuec, n. 1280. Phalaena fafciata. Scop. carn, n. 550. , Wohnert ; Labkraut.

Anm, Länge des Oberflügels 6!f, Breite 4,

Die Oberflügel oben mattweifs, am Grunde fchwärzlicht-

braun; in der Mitte eine breite, gezähnte, fchwärzlichte Binde mit noch fchwärzern Zeichnungen. Gegen den Hin- terrand matigraue Wolken, zwifchen diefen, näher dem Auffenrande , zween genäherte bräunlichte Fleckchen mit weifsen Mittel wie Augen, Unten find die Oberfiügel Schattenbräunlickt: eine Binde, einige gewellte Querlinien, und fieben Punkte vor dem Einterrande weilslicht, | Serpentin Sp. 1674. Die Oberflügel blafs kupferfär- bie: der Grund, der Hinterrand, und eine ' sefchwungene , e zwoen zufammengefloffene. Y- förmige Mittelbinde eichblattgrün; ein wei- Tser Fleck am Auffenrande, | Phalaena ophitata.. . Heimat: um. Ingoiftadt. Flugzeit: März und Auguft,

Anm. Ich fiand lange bey mir an, ob ich nicht Hrn. Knochs Ph. Geom. lichenaria vor mir hätte: Größe, Um«- rifs, Farben fiimmten damit überein, nicht fehr- war die Befchreibung entgegen, aber die en der Oberflügel weicht in der Zeichnung ab,

Obgleich die blafsrothe Farbe den kleinften Raum auf den Oberflügeln einnimmt, fo darf man fie doch für die Grundfarbe annehmen; de blickt: überall durch, wo nur ei-

C5 | | niger

42 Spanne

niger Raum dafür da ift, da hingegen die trübe Fichblatt- farbe (ich hätte fie lieber Chloritfarbe genannt; denn fie ift völlig die Farbe der fogenannten Chloriterde) nur flau= big aufge:ragen if; fie ift die herrfchende am Flügelgrunde, wo :ie vier wellenförmige Querlinien bildet, die an ih- ren Rändern gegen:inander vertrieben find, gleichwohl ‚aber um die Mitte ıhrer Querlänge von einem fatten und dü« ftern Kupferroth verdrängt wird, fo dafs fie nur am In« nen- und Auflenrande in ihrer ganzen Stärke ericheint; fie läuft ferner um die Mitte der Flügsllänge in mehrern ge= fchwungnen Wellenftreifen herüber, und bilder eigentlich eine einzige, einwärts verengerte, Binde, aber wird durch die vordringende Kupferfarbe unterwegs fo verändert, dafs das freye Auge zwo Binden zu fehen glaubt, die ein- “wä:rts ıneinander fliefsen ; in diefer Binde, nicht weit vom Auffenwinkel fizt der weifse Fleck; der Auffenrand felbft ift wieder Eichblattgrün. Die blaffe Kupferfarbe ift über all wolkig düfter getrübt, Die Uhterfeite aller Flügel ift grau mit einem ichwarzen querlangen Mittelpunkte; der Hinterfaum der Oberflügel if£ breit bläffer, die Unterflügel haben hinter dem Mittelpunkte zween fchwärzlichte bogen- förmige Qierftriche , davon’ der innere blöffer ift, und die beym Weibchen wohl alle beyde verfchwinden. Wenn man eine ziemlich ftarke Vergröfferung anbringt, fo fieht man freylich die Fühlhörner des Männchens unten mit kurzen Bürftchen befezt, aber. fie find auch dann fo fchwach, dafs man fie noch immer für rein borftenföre ig annehmen kann. %*% Mit mehrern Ecken des Querbandes.

Mondmakliger Sp. 1675. Grau; vier dunkelbraune Binden auf den Oberflügeln® die erfien zwo- | ganzy

.

Spannenm 43

ganz, die dritte verwifcht fortgefezt, mit ei- nem fchwarzen weifsgerandeten Mondchen, die vierte nur angefangen.

} Phalaena, lucinata. Heimat: um Regensburg.

Anm, Die Länge eines Vorderflügels 77T 7, ode (beym Weibchen) 7 1/2, Durchaus grau. Auf den Oberfügeln ‚vier dunkeibraune, faft fchwärzlichte, Binden: die erfte nahe, am Grunde, ein einfacher Bogen ; die zweyte «in offnerer ,; grundwärts dunklerer , rückwärts etwas ge- wellter Bogen; die dritte gezähnt, nur bis in die Mitte des Flügelfeldes dunkelfärdig, und von da an bis an den Innenrand nur leicht angezeigt: in der erften Hälfte ihres Laufes wirft fie zween flarke Zähne aus, die ein fchwar- zes, hinerwärts weilsgerandetes Mondchen zwifchen fich haben; die vierte der dritten genähert, und blos angefan- gen; im Mittelraume zwilchen der zweyten und dritten Binde ein Punkt, am Auffenwirkel ein fchiefer Beyftrich fchwarz, Die ÜUnterflügel fchwach gezähnt, blos mit ei- nem kleingewellten Querftriche über das Mittelfeld, und einem fchmalen Saume am Hinterrande : bevde fchwarz. Unten alle Fiügel heller grau, mit einem fchwärzlichten Punkte, und einer Binde, die die Farbe des Flügelfeldes hat, aber von zween dunkelgrauen Querftrichen begränzet wird, davon der hintere gewellt ift.

Ich bemgrke auch bey diefer Art die beyden befiederten Platten, welche, da fie längs des Bruftrückens wie kleine _ überzählige Flügel beyderfeits herliegen, den ältern Zian$ veranlaffet haben , einer Spannerart, die iehat, den Namen Succenturiata zu geben, und bey einem andern Spanner fo

grofs

44 Spanner

grofs werden, dafs man wirklich fechs Flügel zu fehen glaubt. Berg Sp. 3676. Milchweißs: der Grund der Vorderfü- By gel und eine Mittelbinde -braungrau: ein wei fser Fleck am Auffenrande der Mittelbinde mit einem fchwarzen Punkte,

Phalaena montanata. Ph. Geom. montanata. Wienerverz, 113. ‚9, 14 Phal:ena ocellata. Fabr. mant, II, 206, #, 178. Heimat: um Ingolftadt. Verfogen fand ich ihn auch im Erbftollen des Eifenbergwerkes im Vogel» walde bey Neukirchen Baierfchen Antheiles, Anm. Mittelmäfßsig groß ; die Flügel gerundet, unrein milchweiis. Die obern Flügel gegen den Hinterrand , und die un:ern auch.in der Mitte mi: uidentlichen trübern wels jenförmigen Querlinien, | Blindäugiger Sp. 1677, Die Flügel weiß, gerundet: auf den vordern der Grund, eine Binde, ein Fieck am Hinterende, nebft Kopf und Bruß- rücken fchwarzbraun,

Phalaena Iynceata, Fabr. mant. II. 206. m, 179. Phalaena Iyncea. Fabr, uff entom. 635. n. 79. Fleimat > um München und Ingolftadt, - Fingzeit: Junius.

Anm. Kopf, Bruftrücken. und Grund des, Oberflügel fchwarzbraun, dann eine weilse breite Binde auf den Ober- Bügeln, durch welche (wenn das Stück recht gut erhalten ift) ein kaum fichtbarer gefchwungener rothgelber, mit ei-

igen fchwarzen Punkten befezter Querftrich mitten durch-- feztz

Spanner 45 fezt ; auf diefeBinde folg:_ eine breite fchwarzbraune , vor- wärts ocherbraum gerandete, tieffchwarz zgefleckte, ge- fchwungene Binde ; der Hinterrand der Flügel weils, aber

gerade in der Mitte (und ‚auch näher gegen.den Innen-

winkel wieder) eine undeutlich -abgeichnittene fchatten- braune Makel. Die Unterflügel etwas gezähnt, weifs mit einem Paare trüber Binden ‚„ und einem breiten beinwei- fsen, trüber gefieckten ‚Hinterrande; zwey fehr kleine fchwarze Mondchen vor dem Sau in der Mitte ein fchwarzer Punkt, zween andere am Innenrande. Die Un- terleite aller Flügel weinfuppenfarben mit feinen Qüerftri-

- chelchen , einer {chwärzlichten Querbinde und Hinterrands=«

makel an den obern, verichiedenen fchwärzlichten Fleck«

chen und zwo Hinterrandsmakeln auf den untern,

Sauerdorn Sp. 1678 Die Oberflügel afchengrau , mit undeutlichen dunklern unterbrochenen Wellen» linien:; ein fchwärzlichtes , gegen den Auffen- rand gabliges, beyderfeits fchmal weifslicht eingefalstes Querband; die Unterflügel ge= zähnt,

. Phalaena berberata,

Phalaena Geometra berberats HWienerverz, 113.

BOB:

Wohnort: Sauerdorn.

Ranpenzeit:: Junius. |

Raupe: walzenförmig, veylblaulicht graufchwarz

mit. vier, nur durch das Suchglas fichtbarer Streifen aus weifsen Punkten; 'an den Seiten perlengrau mit einem gelben Flecke auf jedem Ringe und zween ichwarzen Punkten auf dem«

felben.

46 | Spinnen

felben. Der Kopf blafs gelbbraun , oben ein wenig ausgerandet. Flugzeit : April.

Anm. Auf den Oberflügeln ein fchmaler weifslichter Querfirich unweit des Hinterrandes,; die Unterfeite hell efelgrau mit einem fchwarzen Punkte, und einigen ehe, fangenen dunklern Querftrichen,

%:*%* Der Rand des Querbandes unrichtig; hin= ter demfelben ein helles Querband.

Birkenbufeb Sp. 1679. Alle Flügel beyderfeits rein- fchwarz, weifsgefleckt, mit weißsen Binden $ die hinterfte fchwarz punktirt, mit. einer VOI- fpringenden fpondonförmigen Zeichnung.

' Phalaena haftata.

Phalaena Geometra haftata. Lim fl. mat. 870% 1. 254. Degeer Ueberf, II. 1. 334. Tab, $, Fig. 19. 20,

Kleemann Beytr. I. Tab. 44,

Wohnort: Birkenblätter,

Raupenzeit : May, Junius,

Raupe: fchwarzbraun oder braungelb , mit hufeifen-

Förmigen Zeichnungen an den Seiten der Ringe. Sie geht zur. Verwandlung nicht in die

Erde, fondern fpinnt einige Blätter zufammen, zwifchen denen fie ihre Raupenhaut ablegt.

H ohrnaner Sp. 1680. Alle Flügel oben fattfchwarz, weifspunktirt; zwo weilse Binden mit fchwar= zen Punkten.

Phalaena triftata, Phalae«

Spannen 47

Phalaena Geometra triftata. Wienerverz, 113. m. 26, = Lin. ff. nat, 869. #. 252. Phalaena Geometra luctuata. Häbzer Beyer. I, 31 Fab.'a, ' Fig..F. Heimat : um Weltenburg, Flugzeit: Junius. Anm. Sehr ähnlich der vorhergehenden Art, aber viel kleiner, und die hinterfte Binde treibt keine fpondonf örmie ge Ecke in die fchwarze Hinterrandsbinde vor,

* M. *

HalbfreifigeSu Zeichenranpen. Die Oberflügel weiß, mit Hellfärbig; oben und an einem unvollkommnen Quer- den Seiten mit rothen oder bande von dunkler Farbe. fchwarzen Flecken.

Verwandlung: in einem leichten Gewebe 2), _

%* Das Querband abgebrochen,

Meerrettich Sp. 1691. Bleich afchengrau, mit drey fchwarzen angefangenen Binden: am Grunde, an der Mitte, am Auffenwinkel. |

Phalaena fluctuata, i

Phalaena Geometra fiuctuata, Göze Beyer, III. 5 340. m. 260.

Schäffer icon. 123. Fig. 6. |

Wohnort? : Meerrettich , Kreffe. 3

Anm, Die Binde am Grunde geht doch bis an den In« menrand fort, ift aber darum nicht länger als eine der andern, " | Hinde

B - = no

8) Wienerverz, IEA.

‚48 Sp ana

Hindbeeren Sp. 1682. Die Flügel weißs: an den vor dern der Grund und eine angefangene Mittel« de} ‚binde graufchwarz, der Hinterrand unterbros | ' chen ‚fchattenbraun. Phalaena albicillata, Phalaena Geomertra albicillata, Wienerverz, Iıa, m. % ir 4 Knoch Beyer, Is 40, Tab, 2. Fig. 8, Raupe, „.: 'Phalaena Geometra Veftalis Walch Naturf. XIII, | 30, Tab. 3. Fig..7. Schmetterling: fchlecht, Wohnort: Himbeeren. | Raupe: faft walzenförmig niedergedrücket , grün: an den Seiten der drey erften Ringe und der leztern eine punktirte karminrothe Linie; ein ‚karminrother eckiger Punkt am Ende jedes der fechs mittlern Ringe über den Rücken.

Anm, Der Bruftrücken und der Grund der wyeifsen Oberflügel breit graufchwarz, eine graufchwarze grofse Makel als der Anfang einer Mitrelbinde, aber etwas wei- ter gegen den Hinterrand gerückt; der Hinterrand ‘trüb gefleckt, fo dafs die Fleck& eine unterbrochene Binde aus- machen, die gegen die Mitte fchmäler, und am Innenrande wieder dicker wird, Die Unterflügel weils: eine jener der Oberfügel ähnliche Hinterrandsbinde, und vor derfelben ein unterbrochener Querftrich aus verwifchten Punkten ; unten alle Flügel weifs (oft mit etwas durchfcheinenden Zeichnungen der a mit einem {chwarzen Mittel= punkte.

Spüllebaum Sp. 1693. Weifs; der Bruftrücken, und an den Oberflügeln der Grund, eine angefan« gene Binde, und der Hinterrand graufchwarz:

eine

don

n.panmer 49

f eine großse Makel und eine unterbrochene Wellenlinie.am Hinterrande weiß,

Phalaena aduftata,

Phalaena Geometra aduflata, Wienerverz. 114. m. 9. Degeer Ueberf. IL 1. 258. Tab, 6. Ir 2, Wolmort x Spindelbaum. | Flugzeit‘® | Junius,. Julius,

“Arm, ' Die-Flügel weifs: über alle mehrere verwifchte graulichte Wellenlinien, wovon eine am Innenrande, in- dem fie dort an ihrem lezten Bogen vollfärbiger wird, ein; Mondchen- bildet. . Die weifse Makel des breit grau- fchwarzen Hinterrandes gerade in der Mitte. Die Hinter- flügel mit einem graulichten durch eine‘ weifse "Wellenlinie entzwey getheilten ilinterrande ; - bey einigen‘ Stücken kömmt auch ‚hier eine, obgleich nur Heine weilse Hin=- terrandsmakel vor,

Vermifehrgürliger Sp. 1684. Die Flügel Weifslicht,

$erundet: die obere fchwarzgraue Mittelbinde einwärts verwifcht, der Hinterrand breit fchat- tenbräunlicht: durch eine Wellenlinie getheilt,

Phalaena derafata. | Te ‚Heimat: um Burghaufen.

Anm, Klein, zart; am Grunde der Vorderflügel eine angefangene graue Binde; eine grofse Ichwarzgraue Auffer- randsmakel in der Mitte, der Anfang einer zweyten Bin- de, davon man gegenüber am Innenrande wirklich das En- de fieht: ein fchwarzer Punkt in der Auffenrandsmakel; ein breiter , blafs fchattenbrauner,, von einer flark gewell- ten weilsen Querlinie entzwey getheilter Hinterrand, Vor

Fauna boica 2,B, 2. Abth,. D den

ann 5

Bi: Spanner Ran,

den Hinterrandsfranzen eine. Punktreihe aus fchwarzen paarweife ftehenden Punkten, die aber nur durch das Such- glas fichtbar find; ein gröfserer Punkt zwifchen dem er- ften und zweyten Punktpaare und der weifsen MErhnie. Der Oberflügel ift nur 4 lang.

Hafelfiauden Sp. 1685. Die Flügel fchneeweiß: die . Einfaffung fchwärzlicht : am Hinterrande aller fiätig, am Auflenrande der Obern unter- brochen, Phalaena marginata. Phalaena Geometra marginata. Hienerverz, 114 n, 10. | Wohnort: Hafelftauden Weiden, ‚Flugzeit: Junius, Julius.

Anm. Im Mittelraume der Oberflügel noch ein fehwärz« lichter Punkt, Die Einfaffung des Auffenrandes befteht blos aus zween länglichten Flecken. Es giebt doch Stü- ckes bey welchen der Hinterrand der Unterflügel nicht R eine .flätige Bordirung hat.

*%* Die Flecke faft zerftreut.

Seachelbeer Sp. 1686. Die Flügel weifs, mit runden Schwarzen Flecken: auf den obern zween ora- niengelbe, von fchwarzen Makein begleitete Querftreife.

Phalaena sroflulariata. Phalaena Geometra groffulariata. Lin, ff, nat, 867; N. 242. Röfel Inf. I. Cl, 3. pap. mod, Tab, 3. Schäffer icon, 67. Fig. 1 2. Wobnorts; Ribesarten , Sauerdorn, Weiden, Raupe:

a nn u nn ns ann

Spanner 5E

Ranpe: weils, mit fchwarzen Punkten auf den ' vorderften und 4 hinterften Ringen, zwifchen den Bruft - und Bauchfüfsen ein tulpenförmi= ‚ger Fiek, der feine drey Spizen rückwärts kehrt, und zween Punkte hinter demfelben. An den Seiten die ganze Länge hinab eine Reihe fchwarzer Punkte, dann ein oraniengel- ber Streif, und wieder eine Reihe größerer Punk ze. Kopf und Brufffüßse Schwarz ; ein fchwarzer Fleck auf den Bauch - und Schwanzfüßsen. Die Verwandlung gefchieht mit wenigen Gewebe, wovon die Pupe geftürzt hangt, _ Die Pupe glänzend fchwarzbraun, mit gold« gelben Reifen. | Flugzeit : Julius, Gefleckter Sp, 1687. Die Flügel allenthalben goldgei® | mit unordentlichen fchwarzen Flecken, Phalaena maculata. Geometra maculata. Wienerverz, 115. % 1% Kleemann Beytr. I, Tab. 14. Fig 5: Schäffer icon. 30. Fig. 1 - ER Heimat: um Weltenburg, X* Mit einem beyderfeits verkürzten Quer» ande, i Alpen Sp. 1638. Schwarz mit einem bindenförmigen Oranienflecke auf allen Flügeln, Phalaena alpinata, Phalaena equeftrata. Fabr, gen. inf II. 288. m. 65 - 66. Göze Beyter, III, 3. 421, m. 313. Phalaena Geometra alpinata. Wienerverz, 115. 9. 14. Beat “+ Phalae-

52 "Spanınyr

Phalaena »Geometra. aethyopiata, Scop. carn, n. 580% de rn GrözeöBeyinin LIE: aa. Himn2506. Ph. Geom, quadrifaria. Gefeh. Tab. 23. Fig. be. ögeSzr. Mäde: Bayar. LI. 33875 37: 91. .. ‚auf dem Gebirge von Bl, i ‚Flugzeit: Julius, .). Anm Hr. Fabricius giebt RN gür die Ge- gend 'an,::wo. man diefen Spanner finden foll5 aber ver- muthlich ‚nur im‘ den Sammlungen. Hr. Schulz fcheint ihn ‚ven Wien nebft mehrern andern 'Infecten dahin gebracht zu haben, Bey uns wohnt er lediglich auf Ge- birgen, und zwar ziemlich hoch, wo fie fchon anfangen ; kahl zu werden,

x N.

„Binfärbige Sp... Spreckenraupen, Dirchens einfärbig, we- Bisher ift nur noch eine

nige Punkte oder Linien am einzige bekannt, Rande der Oberflügel etiva A ausgenommen 2). Kohlfchwarzer Sp. 1689. Durchaus rußsig. fchwarz.

- Phalaena \carbonata,

. Heimat: auf dem Gebirge ı um Hohenfchwanngaus

Ye Gröfse und Bau des Folgenden, aber durchaus {chwarz ohne irgend: eine. andere Farbe.

Kälbe rk ern Sp. 1690. Schwarz mit Weißer Einfafung des Auffenwinkels der Vorderflügele

.Phalaena :chaerophyllata,

2 Phalae-

=

u) Wienerverz. 115.

1

Spdiiner 53

‘Phalaena Geometra chaerophyllata. Wienerverz. 116, n. 1. Lin, faünssfuecs n221374, -

Kühn Berl. Befeb. III. Tab, 1. Fig. 3...

Wohnort: auf Chaerophylium fylveftre; wenigftens fchwärmt der entwickelte Spanner, nicht etwa einzeln, fondern fehr häufig um. diefe.Pflanze, und nur einzelne Stücke entfernen fich, und nie weit, von ih i si ?

Anm. Diefe Spannerart gehört Wirklich unter die fält- nern, fo gemein ihre Futterpflanze if. Mir ft fie noch nirgends als zu Burghaufen und zu Weltenbürg vorgekom- men. Aber'wo fie vorkömmt, da ift fie auch häufig,

Flugzeit: Junius. -

Lichtgrauer Sp. 1691. Durchaus lichtgrau. Phalaäena grifeata, Phalaena Geometra grifeata, Wienerverz, 116. m. 2. Heimat: > Gern.

Anm, Der ganze Schmetterling kaum größer als ein Vorderflügel des vorhergehenden,

E Geweifster Sp: 1692. Kreidenweifs; auf der Unter- ‚feite die Nerven fchwärzlicht,

Phalaena "dealbata. WER | Phalaena Geometra dealbata. Wienerverz. 116, n. 3 Post la, SR. nat. 878: BR 250. | hr Geh Tab, 23, Fig. > Heimat : um Ingolftadt und Regensburg. Selten,

Anm. Nicht ganz: fo groß als der Weißdornfalter, mit dem er Achnlichkeit hat. |

r- RG

D3 Schnee=

17 Spanne Schneeflügeli ger Sp. 1693. Durchaus reinweißsz; die Flügel glattrandig, Phalaena nivearia. \ Phalaena Geometra nivearia, Wienerverz. 116. 2, &s

Phalaena niveata. Scop. earı, m. 539, Homore: in Gärten, aber fparfam,

: * Q, #% BogenfßriemigeSp - Fadenraupem Weißlicht, mit zween _Fadenförmig, fehr dünn;

oder drey ein wenig ge= berührt rollen fie die er=- fchwungenen Querftrichen. ften Ringe fchnirkelf örmig ein. % Verwandlung: unter der Erde w). RES Schmelen Sp. 1694. Graulicht firohfarben mit drey 10- fenrothen Querftrichen (der zweyte vertrieben), und einem gleichfärbigen Punkt

Phalaena vibicaria, Phalaena Geometra vibicaria. Wieververz. 117,0. Wohnort: Wiefengräfer, | Re Anm. Die Oberflügel haben einen etwas. {pizigen Auß fenwinkel. Der mittlere Querftrich gerade, dicklicht, der hinterfte gefchwungen, und, wie der erfte, fehr fein, Breitfiriemiger Sp. ı695. Bleich röthlicht beinfar« ben, mit einer blafsbraunen Binde durch alle Flügel: vor derfelben ein Punkt.

Phalaena averfata. | Phalaena Geometra averfata, Lin, faun, fuec, 1286,

:2 Schäffer icon, 1. Fig. 5: Hoh | OHM«

rrearman

w) Wienerrerz. JI6;

Spanne sg

Wohnort: in Gärten; fparfam,

Anm. Ich finde in meinen Papieren angemerkt, dafs ich auch aufser der Binde im frifchen Schmetterlinge noch eine feine Linie gefehen habe, die aber wenigftens in dem Stücke, das ich noch befize, gewifs nicht vorhanden if.

Das Citat aus Schäffer führt Göze bey der vori« gen Art an; aber diefer fieht die Schäfferfche Abbildung weniger gleich, als der gegenwärtigen. Vielteicht hielt

Schäffer das Rothbraun der Binde für ein verlofchenes Roth, und liefs. bey der Ausmalung das blaulichte Rofen« - roth nehmen. | A

- Foge Iwicker Sp. 1696. Bleichgrau: drey kleingewellte

Querftriche über die obern, zween über die untern Flügel, und ein Punkt auf allen, fchwarz; der Hinterrandsfaum afchengrau,

Phalaena mediata. Fabr, mant. II. 209. n. 206, Phalaena Geometra firigilata. Wienerverz, 117. m. 45 Wohnort : auf Vogelwicken,

Flugzeit: Augufk,

Anm, Ziemlich klein, blafs fandgrau; auf den Oberflü- eeln zwo fehr feine feingewellte ichwarze Querlinien, und zwifchen beyden eine etwas breitere, aber weniger fchwarze; zwifchen. diefer und. der erften ein fehr feiner fchwarzer Punkt; an cie dritte. flöfst der dunklergraue Hinterfaum, der eigentlich aus zwo afchengrauen gewell=- ten Querlinien 'befteht; der Hinterrand felbft hat: acht Schwarze Punkte. Die Unterflügel haben nur. zwo. folche Querlinien, zwifchen beyden. einen kleinen fchwarzen Runkt, und an der hintern der Hinterrandsfaum ; der Hin gerrand felbft hat abermal acht. fchwarze Punkte. Unten

| D4 | find.

J

21 Spanneft

find. die Flügel trüber, haben alle nur zwo Querlinien, zwifchen beyden den fchwarzen Punkt, und dann die - Hinterrandspunkte,

Zaunwicken Sp. 1697. Graulicht beinfarben: drey Querfiriche über die obern Flügel, ‘zween über die untern, ein Punkt, und die äußerfte Hinterrandseinfaffung fchwärzlicht,

Phalaena remutata. Zur Phalaena Geometra remutata. Lin, fyfk. nat, 812. n, 266. Heimat : um Ingolftadt, Anm, Der Punkt:.auf ‘den Oberflügeln. oben zwifchen dem erften und zweyten Querftrich;. unten auf allen Flü- seln nur zween Querftriche, und der Punkt auf dem er- ften felbfl. - Auch. durch die Hinterrandsfranzen einige Punkte, 2 BERGE Beingrauer ‚Sp. na Beingrau 5. die Flügel oben punktlos; die Hinterrandsfranzen. fehwärzlicht punktirt 5 auf den obern drey.und ein ange» fangener, auf den untern zween fchwärzlichte Querftreife, _ | |

Phalaena cariata. nu. ‚Heimat : um Ingolftadt,

Anm. Die Farbe eines an der Luft grau gewordenkit Knochens. Unten alle Flügel mit zween Querftreifen:. zwifchen ihnen ein Punkt. Die Flügel gerundet.

Zünslerför mi ger Sp. 1699. Verwifcht graulicht bein- weils; die Flügel beyderfeits punktlos: auf den obern zween trüblichtere Querftreife über die Mitte, arey am Hinterrande,

Pi: Phalae=

Spanne 57

Phalaena ternata.

Heimat : Burghaufen. i Anm. Etwas ftaubig. Auf der Uhnterfeite der Hinter« Flügel gewahrt man doch mit dem me einen fehr eg

nen Punkt im Mittel.

Staubgrauer Sp. 1700. Blafs afchengrau, trüb be- fläubt; die Hinterflügel etwas eckig; drey gelblichtgrane Querftriche und ein ich ter- Punkt auf allen Ann.

OR Phalaena infperfata. RER. ? Schäffer icon. 12. Fig. 6% Heimat: um Inzoltadt,

> Anm, Unten viel bläffer eine kaum gefchwungene trü=

be Querlinie hinter dem Punkte auf den-oberh, dann (und

dies auf allen) eine etwas. gezähnt gefchwungene Querlinie,

und hinter. diefer eine Querreihe- trüber' Punkte.

Punktreibiger Sp. 1701. Die Oberflügel weißsgrau :

- x ‚Zween Querftriche über die Mitte, und zween am Hinterrande: überall. der erfte mit einer Reihe fchwärzlichter Punkte befezt,

„Phalaena feriata. Heimat :. Er. kömmt zu oa in ie > Zimmer. Flugzeit : Junius,

Ans Klein, felbft in feiner Familie. Auf jedem Flü- gel (die obern gegen 'die Breite etwas lang) ein fchwärz- lichter Punkt im Mittel; ‚die Punkte: der.hinterften Reihe durch fchwärzlichte Strichelchen verbunden. Auf den

\ Franzen. des Hinterrandes' eine Punktreihe. . Die | beyden

mittlern‘ Querftriche find 'oft fehr verblaßt, und der vor- ee fehlt‘ den Hinterfügeln, auf ‚welchen der Punkt in D5 einer

sg Zünslee

einer kleinen Bucht des Mittelftriches liegt. Von den beys den Querftrichen am Hintertheile aller Flügel if der vor= dere längs. feines ganzen Laufes durch einen gleichlaufen- den weißlichten entzwey getheilet, wovon der vordere und fchmälere Theil mit einer Reihe fchwarzer Punkte be- fezt it! Schwarze kurze Querfttichelchen begleiten den Hinterfaum, auf deffen Zähnen fchwarze Punkte fizen.

Er ift vielleicht Ph, Geometra maniliata des Wienere verzeichnifles

zum ste:

#* Langfchnauziges Brauner Z. 1702. Die Oberflügel ftaubbraun, mit dritthalben Querftrichen ; weißlichte Punkte hinter dem lezten.

Pyralis probofeidalis. Wienerverz. m 1. | Hübner Zünsl, 6. n. 6. Fig. 7. Wohnort: in Gehägen,

Hopfen Z. 1703. Olivenbraun: ein Längsftreif am Auf« fenrande der Oberflügel, und vertriebene Ma» keln am Hinterrande gelbbraun ; ein f[chwarzes. Schrägeftrichelchen am Auüffenwinkel,

Pyralis roftralis. Wienerverz. 119. m 3.

Röfel Inf. I. Cl, 4. pap. nod. Tab. 6,

Wohrort: Hopfen.

‚Raupe: grün mit einem dunklern Rückenftreife, eis nem weifslichten fchmalen Seitenftreife, und fchmalen weißslichten Rändern der Ringe.

Fiuge

Züunslex ) Flugzeit: Julius, Auguft.

Grauflügeliger Z. ı704. Ueber die rothgrauen Flü- gel zween gelbe Querftriche: der hintere auch auf der Unterfeite, '

Pyralis glaucinalis, Lin, faun, fuer, »., 1349 Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Auguft, Ä Sebmalz Z. 1703. Die Flügel graulicht braun: am Auf= fenrande mit Anfängen fchwarzer Binden. Pyralis pinguinalis, Lin, Sf. rat. 332. m 33%. Hübner Zünsl, 9, m. 2. Fig. 24. Schäffer icon. 197. Fig, 3. 4.

Anm. Das Männchen um die Hälfte kleiner , mit kum zen und gebogenen Mundfpizen, und gekämmten Fühl- hörnern.

Wohnort: in Häufern,

Zahn Z, 1706, Die Oberflügel graulicht grün, mit vie= . len weifsen fchwarzgerandeten ftarken Zahn- zeichnungen,

Pyralis dentalis, Wienerverz, 120, n. 14. == Hübe ‚ner Beyer, 1. 4. 15. Tab. 2. Fig, M, —, Hüb» ner Zünsl. 9.2. 3.. Fig. 25. Wohnort: um Burghaufen ; Welleicht auf der fchmal- blättrigen Wolfsmilch,

%%* Kurzfchnauzige. Neffel Z, 1707. Weißlichtgelb:, mit 3. bis 4 halbfchat« tigen wellenförmigen, &rundwärts vertriebe= nen, Binden auf den Oberflügeln,

Pyras

60 Zu hsdek

ee verticalis, Göge Beyer. III.-4. 58.» 3354 —Z. Hübner Zünsl, 27. m, 3: Fig. 57;

Röfel ef; 10. 4. Pap. no. Tab. 4.

Wohnort: Neffeln.

Raupenzeit : Julius.

Raupe; grün, etwas behaart.

Rube: zwifchen zufammengewickelten Blättern , 2‘ bis 3; Wochen lang.

Gelblfaum Z, 1708, Schwarz: die Hinterflügel sah

eingelaumt. |

#

_ Pyralis marginalis. Phalaena "Tinea marginalis. Hübner Beytr, I, :. NE | Phalaena noetua marginea. Wienerverz, 69. 13. Heimat : in der Nachbarichaft von Dillingen. - Untengefärbter 2.1709; Unrein glänzend weils: die’ Flügel unten ‚mit fehwärzlichten "Zeich- $ mungen, Pyralis averfalis. Ph yf. Auff 170% 9.173, ‚Wohnort: auf Wiefen, um Neuburg. _ - | Flugzeit : Junius. NN m u Anm, Von der Gröfse des Brennneffelzünslers, Br enumeffel. 4. 1739. "Die Flügel weiß: bindenf örmig ° fehattenbraun gefleckt; der Bruffrücken und die Einfaflungen. der Ringe des Hinterleibes

gelb, Pyralis ürticaliss Wienerverz. 121. n. 12, Hüb- mer Zünsl, 31.R 5. Fig, 78. Phalaena Geometra urticata, Lim, [uf mat. 873. n. 272%

Röfel

Züäuhsdiex& 68

Röfel Inf. L Cl. 4. :pap. mod}, Tab. 14.

"Schäffer icon. 119: Big, 1. 2.

Wohnort: Neffeln,

Raupenzeit: Julius und September.

Raupe:. graulicht blafsgrün mit einem {chwarzen

" Kopfe, und fchwärzlichten helleingefaßsten Rü-

ckenftreife, | |

Ruhe: in der Pupe vom erftern Monate‘ „wenige Wochen, vom. leztern über Winter.

Wafferlinfen Z. ızı1. Im Mittel aller Flügel ein | BE fchwarzer Punkt; am Hinterrande der Unter- flügel eine tieffchwarze, beyderfeits roftgelb eingefaunke Binde mit filbernen Strichen. Pyralis lemnalis, Wienerverz. 123. n. 30. Hüb« ner Zünsl. 18. n. 3. Fig. 83. Phalaena lemnata, Fabr, man. II, 215. , 251, Reaum. Inf. II.. Tab. 32, Fig, 13247" Wohnort : Waflerlinfen, -daraus fich die Larve einen Sack macht, Die Larve hat ı6 Füße, und gehört daher “nicht unter die Spanner, Flugzeit: Julius.

Anm. Gewöhnlich weiß, mit einigen verwifchten ‚Querlinien von mättem Roftgelb auf den Oberflügeln; al- lemal im Mittel aller Flügel ein fchwärzlichter Punkt, und ‘auf den Oberflügeln ein roftgelber Hinterfaum, Auf den Un=-- ‚terflügeln unweit des Grundes eine mattgoldgelbe Binde vom Innenrande bis an die Mitte; zwo bis drey_ gefchlängelte ' fchwärzlichte Querlinien hinter dem Punkte, eine breitlich- te tieffichwarze Binde mit llbernen Strichelchen , und von einer roftfarbenen. Einfaflung begleitet, |

* Der

62 zuhsleEl

Der Zünsier kömmt übrigens auch. durchaus erdgrau vor, jedoch fo, dafs obige Zeichnungen nicht fehlen.

Silberbräftiger Z, 1712. Die Flügel oben trübgrau- licht? die obern mit undeutlichen fchwärz- lichten Querbinden; Bruft und F üße glänzend

a perlenweifs.

Pyralis julialis. Phyf, Auff. 216. Wohnort: in Waldungen um Weihering, Flugzeit: Julius,

Sampf Z. 1715. Schneeweifßs mit einem feinen fchwärz« lichten Hinterfaumftriche (auf den untern ge= zähnt), und einer gefchwungenen bräunlich- ten, zwo Hinterrandsmakeln verbindenden, Querlinie auf allen Flügeln.

| Pyralis paludalis,

Ph, Geometra paludata. Lin, fyfl. nat, 973. ®, 277. Ph. inftita, Naturf, XI, 74. ®. 47. Wohnort: an Sümpfen,

Anm. Der Flügelbau und die ganze Geflalt eines Span- ners, aber der Flug, und vielleicht die Lebensart, wenig- ftens der Ort, wie der nächftfolgenden. Er ift gröfser als der nächfle ( Lirne giebt ihn kleiner an); die beyden Makeln unweit des Hinterrandes auf allen Flügeln (denn die Zeichnung ift durchaus gleich) nierenförmig , bräun- licht, an ihrem Rücken fchwarz gerandet, von einander entfernt, Im Mittel des Unterflügels ein fchwarzer Punkt.

Saamenkraut Z. 1714, Die Flügel weifs, mit gelb- braunen Zügen, Querftreifen und Einfaffungen weilser Räume durchflochten; der Saum des |

| . Hiäters

2 tase Tem. 63

Hinterrandes gelb; ein verbundener Mittel fleck auf den untern.. au; RT Pyralis potamogaliu, Hübner Zen, 19. 5 Fig. 82, Ph. Geometra potamogata, Lin. fan. ei, Rn. 1299 Wohnort: Blätter des Saamenkrautes. | Flugzeit: Auguft, 2 Anm. Die Unterflügel haben in der Mitte einen kleinen fehwärzlichten Fleck, der mit dem Querftriche, der dem Grunde am nächften ift, zufammenhängt. Diefer Zünsler ift um die Hälfte kleiner, als der folgende,

Seeblumen Z. 1715. Die Flügel weiß, mit gelbbrau-

nen Binden, Querftrichen und Einfaffungen weifser Räume durchflochten; der Saum des Hinterrandes gelb, auf den untern ein freyer bräunlichter Mittelfleck, |

Pyralis nymphealis, Hübner Zünsl..19., m. 4. Fig. 85: Ph, Geometra nympheata. Lin. faun, fuec, n. 1298. Reaum. Inf. II. 2. 183. Tab, 32. Fig. ı - ı2, Wohnort; die weilse und gelbe Seeblume; vielleicht . auch der Frofchbifs, —* Die Raupe fchneidet ein eyförmiges Stück aus dem .Blatte, und leimt es mit Seide auf einem andern Theile des Blattes an, um darin im Trocknen zu woh- . nen; Öfters leimt fie zwey ausgefchnittene ey- förmige Stücke zufammen, die ihr zur beweg- lichen Wohnung dienen,

Schr ift Z. 1716. Braun mit weißsen fchmalen Zügen auf allen Flügeln.

Pyralis

64 Zt anksslüe mr

‚„Pyralis litteralis. Wienerverz..122, n15. Hüb= - «ner Zünsl. 18. m. 8.,Digs 86, © Heimaz : um. Ingolftadt.

PR _

"Anm. Der Flügelbau ( nicht die Zeichnung) hat viele Achulichkeit., ‚mit,.den beyden vorhergehenden Arten ,' zwi- {chen welchen diefe der Gröfse. nach das Mittel hält,

ar -Z. 1717, Blaßgelb; auf den Oberflüsgeln an

= ' "der „.hintern Hälfte »gezähnte Querlinien, zwo

! rundlichte fchattengraue Makeln ‘an der vor« dern; zwo Binden auf den Hinterflügeln. je

Pyralis limbalis. Flübner Zünsl. «23, n. 8. Fig. 72,73. „Wohnort : auf Spartium fCoparium, bey. Griesbach nächft Aichach,

& Raupenzeit > Juniuse Anms Ich’kenne nur die Raupe.

a Z. 1718. Dünnflüglig: auf den Ober= » Bügeln zwo Querlinien auf der hintern Rälfte, ‚ein Kreis an der_vordern fehättenbräunlicht.

Pyralis hyalinalis, Hübner Zünsl. 23.2.5. Big. 74. Wohnort : in Gebülichen. !

Haine Au 1ZI0. Die Oberflügel am Grunde weißlicht gelb mit einem fattern Neze, dann fehimmernd ° gelbbräunlicht : 2 .der Hinterrand ausgefchweift:

| .die Franzen weifs und bräunlicht gewechfelt, , Pyralis nemoralis. Wienerverz. 123. m 34, Hübe. ner Zünsl. 17... 7. Fig, 100, Phalaena nemoralis. Scop. carn, 618. _ Heimat : Neuburg an der Donau. Flugzeit: May. a en

|

Anm,

nn nn En a nme TER nn mn m nn

Zünslen Es

Anm. Nach-dem hellgelben Grunde fpielen die Flügel etwas kupferfarben, dann kömmt.ein dunkel ocherbrau- ner Punkt, und von ihm an find die Flügel ocherbräun- licht. Die Unterflügel fchattenbräunlicht mit einem Gold- fchimmer und einer [chwärzlichten Querlinie.

Länge des Infekts vom Kopfe bis zum Ende des Ober. flügels zZ,

Kupferfchielender Z, un Scharz , kupferröth- licht fchielend,

Pyralis nigralis. Hübner. Zünsl. 30. n. 25. Ei . 46. Heimat : ‚um Ingolftadt, Selten.

Weifsbandirzer Z. 1721. Schwarz oder dunkelgrau: die. Hinterrandsfranzen, und ein Querftrich durch alle Flügel, und auf den obern ein

„Punkt weiis, Pyralis fafcialis. Pyralis anguinalis, Hübner Zünsl, ı 3.0.7. Eig. 30, La teigne cordeliere. Geoffr. paris, II, 194. », 32, Wohnort: auf Wiefen um Ingolftadt. ‚Flugzeit : May. Anm, Er fpannt mit beyden Flügeln gi aus.

Weifsgewellter Z. 1782. Schwärzlicht; mit einem gewellten weitslichten Sa Habe, durch alle Flügel.

Pyralis undulalis, Wohnort: auf dem Donaumoore, Anm. In der Sonne und beym Kerzenlichte fpielt der

Zünsler mit einem fehr lebhaften Metallglanze, Er ift der

kleinfte aus allen mir wo immer her bekannten Zünslern.

Fauna beoica. 2. B. 2, Abth, E Weifie

69 Zunsteew

HWeifsfireifiger Z. 1723. Schwärzlicht zit ‘einem gefchwungenen weifsen Querftriche" durch als’ le Flügel: die Franzen fchwarz. " AN

Pyralis cingulalis, Wienerverz. 123. m. a1. ze Hibe ner Zünsl, 13. n, ‚6. Fig. 30, 5% Wohnort: Graspläze. Flugzeit : Auguft, Weifsfleckiger Z. 17224. Seidenfchwarz; die Flügel- milchweifs gefleckt, weifslicht Sefranzet; der

Brufrücken am Flügelgrunde gelb. +)

Pyralis guttalis. Hübner Zünsl. 20. in, 4. "Pin, 75.

Heimat: in Baiern;. Hr. Hübner, :

Rafen Z, 1725. Die: Unterflügel'-fchwarz mit zween gelben Querftreifen,

Pyralis cefpitaliss, Wienerverz. 123, m. 32. = Hüba ner Zünsl, 15. Big. 39..1er it 27

Wohnort : ‚auf Aeckern, um Ingolftadt, \- v

Flugzeit: Julius. : ER

Anm. Ich finde bey unverfiogenen Stücken die Ober« Hügel zimmetbraun mit einem fchwärzlichten Staube und einem verlofchenen gelben Querftriche; allein | man weis bereits, dafs bey diefer Art die Farbe der: Oberflügel viel= fältig abändere. |

Porphyr Z al Die Oberlügel fchwärzlicht roth mit einem oranienrothen Flecke . und Feinigen Punktens die Unterflügel fchwarz ; eine ein- zige gelbe Binde. |

Pyralis porphyralis, een 3a% 2m 50. = Hübner Zünsl. 14, n, 10. -Pigs.36« Wolmorts auf Angern,

u Weiß“

Zunsien 67

Weifßdorn Z. ı727. Die Oberflügel dunkel purpurroth (Er), oder röthlicht fchattenbraun (Sie) mit einer fchrägen gelben Fleckenbinde; die Unterflügel fchwarz; eine Binde und ein Punke gelb, !

Pyraiis pürpuralis. Wienerverz, 124. n. 42 Zlüb- ner Zünsl. 14. m. 12, Fig. 35

Schäffer icon, 19. Fig. 14 18.

Wohnort: auf Weifsdorn.

Anm, Vor dem Hinterrande der Unterfükel zuweilen sioch eine kurze kleingefchlängelte gelbe Querlinie, zuwei- ien ftatt ihrer nur em glänzender dunkelpurpurner unbe- gränzter Querftreif, aber enbls geichlängeit.

-Purpurrorhber Z, 1723. Die Oberflügel Sattrotn: am

Grunde, ein Pufikt, und 'eine Schrägebinde gelb ; die Unterflügel fchwarz: eine querlan- ge Auffenrandmakel, eine gefchwungene Binde, und ein abgekürzter Querftrich am Hinterrande gelb, Pyralis punicealis. Wienerverz. 317. 49, ZZ Hübs mer Lünsl. 14. n. 11. Fig. 34. Wohnort: auf Graspläzen; Weiden,

Diftel Z, ı729.: Die Oberflügel weifs weinfuppenfärbig mit fSleifchfarbenem Auffenrande und einer fchiefen abgebrochenen nufsbraunen Binde.

Pyralis caraualis, | N, Wohnort: vermuthlich auf Difteln: wenigftens auf - und unter ihnen allein fah ich diefen kleinen Zäünsler in der Abenddänmerung am 8, Auguft herumichwärmen, E 3 Aum.

68 Züunslen

Anm, Er ähnelt fehr einer Motte, vorzüglich wegen feiner fchmalen Oberflügel, die jedoch rückwärts fchief ab- gefchnitten find, wie es bey der Gattung Sitte ift, Sie ‘find weifs mit einem weinfuppenfarbigenBlicke, aber längs des ganzen Auffenrandes herab herrfcht ein blaffes Rofen« roth, das fich einwärts verliert; vom Innenrande läuft um die Mite der Flügellänge eine nufsbraune Binde fchief her- ab, die jedoch den Rand nicht erreicht, fondern fich in der Röthe verliert. Länge eines Oberflügels 3,

Mehl Z. 1730. Die Oberflügel röthlichtbraun: der Grund und der Auffenwinkel fatter; ' zween weifse gefchwungene Querftriche durch alle

Flügel,

Pyralis Zarinalis. Mienerverz, 123, n.33, Hüb- ner Zünsls I nm 5 Fig. 95. ä

La phal&ne & ventre releve, . Geofr. paris, II. 167. üs, II3e

_Reaum. Inf, II. ı. Tab. 2. Fig, 4 Schäffer icons 95. Fig. 8. 9 Wohnort: in Häufern,

Wicklen * Grüne, |

Eichen W. ı731. Die Oberflügel hellgrün mit zween geraden Querftrichen,

Tortrix quercana. Wienerverz. 125. m IT. Tortrix bicolorana. Fäüefsl, [chweiz, ». 798 Röfel Inf, IV, Tab, 10 IB Wohns

nn nn nn un

Wieklexw 69

Wohnort : Eichen.

Heimat: Hr, v, Göbl hat ihn bey len Kto funden.

Raupenzeit : May.

Raupe: fittichgrün mit einem Een Seitenftreife und einem kleinen Zapfen auf dem zweyten Ringe.

Ruhe: auf dem Blatte im Pupenftande 3 Wochen lang.

Hageichen W. 1732. Die Oberflügel hellgrün mit zweer fchiefen gelben Querftrichen: der Hinterrand die Füßse und die Eunlkörper roth,

Tortrix prafinana. Aihende, 125. m. % Pyralis fagana. Fabr. Spec. inf, IL 276. %, % Röjel Infs IV. Tab, 22.

Wohnort: Eiche, Büche,

Heimat: Weltenburg,

Anm, Hr. Fabricius führt ihn aus Röfel IV. Tab, so, an; aber der dafelbft abgebildete Wickler ift die vorige Art.

Kahneichen W, 1733. Die Oberflügel rein hellgrün; die Unterflügel fchattenbraun. . Tortrix viridana. HWienerverz. 125, %. 3e Röfel Inf, I. Cl, 4. pap. no. Tab. 1. Wohnort: Eichen. \ Kaupenzeit; May, Junius, | Raupe : gelbgrün: auf: den erften Ringen unrein grün, auf allen zwey Paare Ichwarzer Punk- te: die der hintern Paare entfernter, die der vordern Paare gröfser; die Luftlöcher fchwarze Punkte. Auch der Bauch fchwarzpunktirt, aber kleiner, Pupenftand ı4 Tage.

E3 Flug-

2) | Wicklexw Flugzeit : Junius, Weiden W. 1734, Die Oberflügel grün, weifsgerans det; die Unterflügel weißs, Tortrix chlorana, Wienervers, 126. M % Röfel Inf, I. Ch. 4 pap« noch, Tab, 3: Wohnort: Weiden. 'Raupenzeit: Julius , Auguft. Raupe: grünlichtgrau, bucklicht,

"Ruhe: im Pupenflande über der Erde 14 Tage bis 3 Wochen lang,

Flugzeit: April und wieder Auguf, September. %*%* Metallreiche, Ahor»a W. 1735. Die Oberflügel, wie der Kopf, ora« nienfärbig roftgelb: mit fchwärzlicht filbernen Buchftaben I. L., und Hinterrandseinfäffung,

Tortrix Lecheana. Wienerverz, 126. m 3. Hüb- mer Beyım. I 2. 19 Sad. 34 Fig, O, zu : dunkel. -

Wohnort : Ahorn.

Anm, Auch der Bruftrücken und ein Fleck am Grunde

trüb filbern. Die Oberflügel unten, die Unterflügel bey» derfeits Ichwarz,

Dergm ännifcher WW. 1736. Die Oberflügel gelb, mit _ vier fchrägen vergoldeten Querftrichen: der lezte mit dem Hinterrande sleichlaufend,

„Tortrix Bergmanniana, Hienerverz, 12% nm, 6 Heimat > Ingolftadt, | Flugzeit: Julius. -

!

Anm

d a a En nn nennen

Wickles ER

Anm, Lang. 3 ıf2'!, Die Silberftriche oraniengelb gerandet, ı - 3 vom. Auffnrande gegen den Innenrand,

' und bis an ihn , der vierte am Hinterrande. Einige Silber-

punkte an der Spize des Auffenrandes, Die Unterflügel

und alle Uncerfeiten blafs fchattenbraun.

Schriftzeichen W. 1737. Blaß fchwarz;, Kopf, Bruftrücken und Oberflügel fatt roftfarben mie ..den filbernen Buchftaben C L am Hinter rande,

; Tortrix .litterana,

Heimat : , um, Ingolftadt, ‘Der Wohmore: vielleicht auf der Erle, |

2 Flugzeit : ‚Junius,

Anm. Länge des Oberfügeis Eng: fa, Breite des Wicklers bey gefchloffenen Flügeln T ı ıf2’/l, Am Auf- fenrande des Oberflügels über der Hälfte einige fattere fehr fchiefe Striche, zween fchwärzlicht filberne zwifchen ih- nen, davon der hintere mit einem Stric] elchen ein deutli- ches L bildet; weiter zurück ein gelblicht filbernes C.

Stablpun ktiger DW, 1738. Gelb si gelbbraun gefleckt,

mit Stahlpunktens

Tortrix ‚chalybeana, Wohnsrt :. in Hecken um Ingolftadt,.

Flugzeit :, Julius, Anm, 'Er if: von den kleinern Wicklern einer, Die Oberflügel find: gelb, haben aber eine große braune Ma- kel, die zwo Binden. vorfteilt, welche. gegen.den Innen- rand ineinander verfliefsen: fie. it unter dem Suchglafe gelbbraun. Ueber die Flügel find zahlreiche Punkte ausge-

fäet, weiche die- Farbe des angelaufenen Stahls haben. E4 Apfel

33 rn

Apfel W. 1739. Die Oberflügel fchwarzbraun,, weißs- grau quergeftrichelt; ein grofser braunrother Fleck am Innenwinkel mit zwey gegeneinander gekehrten goldenen Halbkreifen,

. Tortrix pomonana, Wienerverz. 126, n, 1%

Röfel Inf. I. Ch, 4. pap. nodt, Tab, 1%

Wohnort: Stein - und Kernobhft,

Raupe: bekannt genug. Sie geht zur hrecwandiue in die Erde, und in Obfibehältniffen bohrt fie fich wohl auch zwifchen die Fugen der Bret- ter ein, derer Späne fie abnagt.

Afterfireifiger W. 1740. Die Oberflügel bräunlicht afchengrau, an der hintern Hälfte dunkelbraun mit roftgelbem Staube und kürzern und längern - Silberftrichen,

Tortrix anana, Heimat: um Neuburg an der Danıı. | Flugzeit: May:

Anm, Die vordere Hälfte der Oberflügel bräunliche afchengrau , die hintere tiefbraun und faft fchwarz, aber -zwifchen den Silberlinien mit einem roftgelben Staube be- ftäubt, acht Silberftriche an diefer Hälfte am Auffenrande: ein längerer, fchräger, zween kurze, nur angefangene, abermal ein langer fchräger, der bis an den Hinterrand reicht, dann drey angefangene, endlich eine 'querlaufende Silberlinie am MHinterrande felbft, die mit der zweyten fchrägen Linie ein rechtwinkliges Dreyeck bildet, davon fie die kleinere Seite, die fchräge aber die Hypothenufe ‚ausmacht. Zween Silberftriche am Innenwinkel,, die gerade find, aber zween Bogen zu bilden fcheinen , weil der Flü«

el dort gewölbt ift, ® & Penk=-

Wicklern 23

/

Penklerifcher W. 1741. Die Oberflügel grau und gelb

. gemengt, mit Silberftrichen : zwo weißlichte

Binden und der Auflenrand grau und weißlicht gewechfelt, Ä

Tortrix penklerianas Wienerverz, 124. m 12. Fabr, mant, II. 236. n. 107.

Wolbnort : auf den Wiefen des ehemaligen Donaumo- res, bey Pöttmes, |

Flugzeit : Auguft, September,

Sechspunktiger W. ı742. Die Oberflügel erdbraun mit zwo nufsbraunen Binden und mit metalli- fchen Zeichnungen; drey fchwarze Punkte auf den Hinterrandsfranzen«

Tortrix fexpunctana, Fleimat : um Ingolftadt.

Anm. Die metallifchen, Zeichnungen haben die Farbe. einer auf Silber aufgetragenen und geglätteten Schwärze, Der Hinterrand aller Flügel mit bräunlichtweifsen Franzen befezt: drey fchwarze Punkte auf ihnen: ı am Auffenwin= kel, ı am Innenwinkel, ı in der Mitte, } Mond W. 1743. Die Oberflügel mit einem weißen Ges

meinmonde , und matten, Silberftrichen.

Tortrix lunulana. HWienerverz. 127. m. 15. Pyralis dorfana. Fabr, fl. entom. 654» "1. 52a Heimat: um Ingolftadt.

Anm, Er gehört unter die kleinern feiner. Gattung, Die Oberflügel fchwärzlicht gelbbraun-, fchielen aber unter gewiffen Richtungen mit einer Goldfarbe; um die Mitte ihrer Länge ein gemeinfchaftlicher milchrahmfarbener Halb-

E53 Ä mond;

74 Wicklem

mond;- am Auffenrande, einige. milchrahmfarbene Flecke, und ‘gegen den Auflenwinkel zween filberne, oder viel- mehr ftahlfarbene. Striche. Die Unterflügel bleyfarsen.

Birn W, 1744. Die Oberflügel oraniengelblicht roftfar- | ben: am Auffsarande eine dreyeckiges weilse Makel, i

Fortrix holmiana. Miüller.prodr. n. 1510% Wolmore: auf Birnblättern, nach Liune, Heimat: um Ingolliadt.

Flugzeit: Auguft,

Glimmerflägliger W. 1745. Schwärzlichtgrau: eine aus vier Strichen zufammengefezte Binde über die Mitte der Oberflügel,: eine. andere fchief aufwärts vom Innenwinkel weiisgrau..

Tortrix micana. Vienerverz. 127. 3 174.

Wohnort x in Erlengebüfchen,

Flugzeit: Julius. "Anm. Das bloße Auge. fieht den Schmetterling nur fchwarzgrau, mit den beyden weilsgrauen Binden: bemerkt aber dennoch in der querdurchlaufenden die Trennungen; eine mäflige Glaslinfe zeigt den Flügelffaub glimmerig, aber weniger regelmäßig ; ; die beyden Binden und einige Punkte am Auffenrande find dann Kazenülber, die. Grund- farbe des Flügels. kömmt, von fchwarzem Glimmer , und: gegen das obere Ende der fchiefen Binde, die vom Innen- winkel aufwärts nach dem Auffenrand hinläuft, ‚ohne ihn. zu erreichen, ift De Kazengold..

Armer MW. a Schwärzlicht afchengrau ; über die Obertlügel eine ftaubgraue Binde, und, am.In- | nenwine

W Lresk.t © rt. 7-5

nenwinkel eine weifßse Gemeinmakel; ff in Querfriche gefzinmelte Lahlfärbige Punkte, Tortrix pauperana, Wohnort: in Hecken um Ingolftadt und Neuburg, Flugzeit: Julius, | Anm. Die Stahlpunkte, oder fchmuzigen Silberpunkte bilden faft Striche, find aber kaum durch das Suchglas fichtbar genug, diejenigen ausgenommen, die am hintesn Flüseltheile in zween fchiefe Striche gefammelt iind. ER Gelbe, 2 Kirfchben K: 1747, Die Oberflüget gelb , braun be- ftäubt , mit einer braunen Querbinde, „Tortrix cerafana. Flübmer Beytr. I. 1. 14. Tab, 2. Fig. H. | Wohnert : Kirfchen - Schlehdornblätter , zur Zeit der Blüthe des Baums.- Raupe: grün mit einem Ichwarzen Kopfe. Flugzeit : May. n Hecken W: 1748. Die Oberflügel citrongelb mit einen tederbraunen Wiederhacken am Innenwinkel. Tortrix hamana. _ Wienerverz, Dres, > Li Faun. fuec. m. 2309. a Wohnort: in: Hecken um Ingoläadt,; Flugzeit: funius, Julius. \

Anm, Er hat das Anfehen einer Motte, gleichbreite Oberflügel, und’ faft die Größe der Angermotte. Die Oberflügel' citrongeib mit vier kaum- meiklichen bräunlich- ten Flecken am Auffenrande; vom Innenwinkel des Him- terrandes zieht fich in das Flügelfeld ein Iederbrauner ftie-

felf üre

78 Wicklen

felförmiger Streif hinein, davon die Kappe am Winkel if;

höher am Innenrande fizt ein anderer kürzerer fchiefer

Streif von gleicher Farbe, Die Unterflügel fchattenbraun,

Sonft kömmt er auch fo vor: |

Die Oberflügel ftrohgelb: ein Banke;i in PR Mitte und eine Hackenzeichnung vom Innenwinkel bis gegen die Mitte roftroth,

Randmakliger W. 1749.. Ledergelb; auf ei Obere flügel eine tiefbraune Auffenrandmakel und ein blafsbrauner fchräger Strich.

“Tortrix coftana, HWienerverz, 127. M. Heimat : um Ingolftadt, r Flugzeit Julius.

Bart fiernifeber W. 17506. Die Oberflügel, blafsgelb,,

mit rofenrothen. Gitteritreifen.

Tortrix Chriftiernana, FXienerverz.. 128. #.9e, Schäffer. icon. 145. Fig. 4. Heimat: um Regensburg und Gern. Saalmweiden W. 1751. Braungelb. mit einer gemein-. fchaftlichen grofsen fattgelbbraunen Makel am Grunde der Oberflügel. Tortrix Ameriana, ‚Lin, fyfl. nat. 877. n. 298. Reaum. Inf. III. Tab. 18, Fig. 1, 35 6%, 7, der Schmetterling fchlecht. Wohnort : . Weiden, Flugzeit : May. Anm, Die grofse. Makel der Oberflügel ift von dem übrigen Felde durch eine fchmale gefchlängelte weifse Li- nie getrennt; der Auffenrand ift an feinem hintern_Ende

braun und weils gewechfelts ra” Wine

A ng an nn nun a

Wieklee 7Y Winkelbacken W. 1752, Schwefelgelb: auf den Ober« fligeln zween gemeinfchaftliche rothbraune Winkelhacken: .der hintere kürzer, _ Tortrix biangulana, Wohnort : um Schamhaupten in den Waldungen, Flugzeit: May.

Anm. Von der Größe des Heckrofenwicklers, aber weniger breit, Der Leib oben und die Oberflügel fchwe« fe!gelb, mit zwo gemeinfchaftlichen gelbbraunen Binden, die am Innenrande fo gebrochen find, dafs fie an der Ver- einigung der beyden Flügel zween gleiche Winkel bilden, die nach dem Bruftrücken hin fehen, und davon fie die Schenkel find, jedoch fo, dafs die Schenkel des hintern Winkels kürzer find, als die des vordern.

Auf dem erften Anblick könnte man diefe Art für Tortrix gnomana oder Tortrix avellana halten, befonders, da die Winkel, die die beyden Binden jedes Oberflügels mit denen des andern am Innenrande machen, nicht fehr von einem rechten abweichen , allein man vergleiche die Linnäifchen Befchreibungen diefer Wickler- x), und man wird den Unterfchied finden.

Hartmannıfcher W. 1753. Hell oraniengelb: auf den Oberflügeln einige Makeln und ein gemein» fehäftlicher Kreisumrifs braun.

Tortrix hartmanniana. Hübner Beyer, I. 2. 1% Tab, 3. Fig. N Wohnort: in den Filäken um Ingolftadt; EA

KRRoh Rothe,

Bäüches

#) Faun, fuec. n. 133%.

78 Wicktlern

Büchen W. 175% Die Oberfligel biafs röthlicht: der Auffen - und Hinterrand,, und zwo Auffen« tandsmakeln gelb; die Fühlhörner auswärts dicker.

“Tortrix Fagana HWienerverz. 287 Wohnort : Rothbüchen, Flugzeit: Julims, _

RS Braune, : Wogelkirfchen W. 1735. Dunkel kaffeebraun mit drey fchiefen noch dunklern Binden, Tortrix padana. | La chappe brune. Geofr. parif, II, 160, m. 119. Wohnort: auf Vogelkirfchen um ‚Neuburg, Flugzeit : Junius. Dh | Zwerfehgen W. 1756. Die Oberflügel bräunlicht mit- dunklern: gepaarten Binden; die hintere unyolla ftindig. ' Tortrix operama. Wienerverz. 129. m. 2. ‚Röfel uf. L Ch 4 pap. nech, Tab. 2 Wohnort: Abrikofen - und Pfaumenbäume; dee Mehlbeerftrauch ; die Heckenkirfchen, Flugzeit: Junius,

Änm. Auf jedem Gberdügei ein ganz abgefonderter Fleck auf. dem erften Drittel ihrer Länge, über die Mitte eine fchräge Binde, und eine andere gegen den Hinterrand fchräge einwärts fchmälere om lezten Drittel, Wollenkraut W, 1757. Die Oberflügel N

oben mit einem dunklern undentlichen Neze; die Unterflügel beyderfeits bräunlichtweiis. Torwix

F

wYickileY „9

Tortrix verbafcana. 1" Wohnörs: auf dem Wollkraute unter den Wolls | krautmotten. | Arm, Er ift ar TEN | Pre een 7,1758. Die Flügel .bräunlicht mit | „fehr en dunklern Querftrichen fall ge- | gittert. 2, Tortrix heparana, Mienerverz. 1282,38 Y Heimat: um Gern, Et Be W. 1759. Kaffeebraun: an den Öberfkü- : geln’der Grund , .zween Bogen, und ein Paar 4 Punkte am: Auffentande weißsglänzend. Tortrix fcopolian., Mienerverz. 129, m ıı, Fabr. mant. II, 238. m, 127. Schäffer icon. 165. Fig. 5. 6s fcheint Sanz unfer Wickler zu feyn. "Wohnort : auf fumpfigen Wiefen, um 1 Pörtmes, Flugzeiz: Auguft , September.

RR RR KR Graue, !

Be ikocheriper Hi, 1760 Weiß: die Oberffügel mit zwo Binden aus trüben, Flecken und Schwarzen und braunen Höckern: eine Ora- nienmakel am Auffenwiakel, Tortrix verrucana, . Heimat: um Ingolftadt. Flugzeit : Julius. Anm. Die Oberflügel unten ! fchattenbraun mit ‚weisen Punkten am Auffenrande;. die’Unterlügel oben fchatten- braun), unten grau mit einem‘-Kieledräwrder Mitte, über x welchen

go Wiıcklee

welchen fchattenbraune Striche ziehen; der Kopf und Bruft= rücken weifs, auch der Hinterleib unten, aber oben fchat« tenbraun mit weifsen Rändern der Ringe,

Schmagsgrauer W. 1761. Schwarzgrau: auf den Oberflügeln eine breite, einwärts' verengerte , weifsgraue Binde mit einem vorfpringenden Winkel gegen den Hinterrand,

Tortrix Cinerana. Heimat : um Ingolfadt. Flugzeiz :. Julius. as! Speinkellnerifcher W.. ı762. Graw mit einem fchwärzlichten S auf den Oberflügeln. Tortrix Steinkellneriana. Wienerverz. 130, %. 17. Heimat : um Ingolftadt,

Anm. Die Oberflügel afchengrau mit einigen "kleinen. fchwärzlichten Punkten und einem grofsen fchwärzlichten S, das nirgends den Rand berührt, ausgenommen den in= nern mit feinem untern Ende.

Korbweiden W. 1763. Erdgrau; auf den Oberflügeln zween fattere Querftriche.

Tortrix vitelliana.

Wohnort: Weiden.

Raupenzeit : Junius,

Raupe: grün, mit fchwarzen Punkten : die auf dem Rücken weifs eingefafst; der Kopf fchwarz= braun. |

Revayifcher W. 1764. Tief afchengrau: zwo gleich- färbige fchwarzgerandete Wellenbinden, und ein.rothbrauner: a auf den obern.

Tortrix

Br Wwucekie®

Tortrix revayana. Pienerverz, 130, n. 18, Heimat: um Gern, | |

| Anm, Länge des Vorderflügels 4%. Ein dünner tief[chwarzer Schrägeftrich vom Grunde des Auffenrandes an den Innenrand, als wenn es ein zurückgelegtes Fühlhorn wäre; vier fchwarze gewellte Querlinien paarweile genä- hert; zwifchen beyden ein rothbrauner Funkt. Graumwelli ger W. 1765. Hellgrau; dunkelgraue Flecke und eine fchiefe Binde am Auffenrande der Oberkügel; der Auffenrand felbf hell und dunkelgrau fcheckig.

Torttix fuidana. Wienerverz. 318. m. 39.

IVohnort; in Hecken um Ingolttadt,

Flugzeit: Julius. Anm. Von.den kleinern. Die Oberflügel ziemlich bell- grau, am Auffenrande mit abwechfelnden dunklen und hellern Stricheichen, unter weichen fich vorzüglich die

, vier leztern dunklern auszeichnen. Um die Mitte eine et- was dunklere faft abgebrochene bindenförmige Zeichnung; ein breitlichter Streif von der Mitte des Hinterrandes fchief nach dem Auffenrande hin, den es nicht erreicher, von dunkelgrauer Farbe, und weifslicht fchmal eingefafst, da- durch wird das Feld des Auffenwinkels abgefchnitten,

Gewälferter W. 1766. Efelgrau; auf den Oherflügeln

M

4 | eine Binde, und auf der hintern Hälfte drey | ineinander fliefsende Zeichnungen weißslicht,

| Tortrix rivulana.- Scop. cars, m. 600,

l Wohnort: um Ingolftadt,

Fauna boica 2,B, 2, Abth, AR Ann.

-

|

92 Wıckle rn

Anm. Die Binde ift gerade, aber nicht aus zween; fondern, genau betrachtet, aus vier weißlichten Strichen zufammengefezet. Auf der hintern Hälfie drey weifslichte Zeichnungen , wie Binden., - jede längs ihres Mittels dunk=- ler: die erfie vom Auffenrande ‚gegen den Innenwinkel; . die zweyte vom Innenrande auf die Mitte der vorigen; die dritte vom Hinterrande gegen den Grund der erften, Fünf Paare weifser Strichelchen am Auffenrande , ds Feld zwifchen jeden zwey Paaren dunkler.

Eichenbufch W, 1767. Die Oberflügel dunkelgrau, mit einer weifsen Binde vor dem Hinterende und einem fchwarzen Punkte in dcrfelben,

Tortrix roberana. Hienerverz, 131. n. 127. Pyralis cynosbana,, Fabr. mant, II. 238. m. 127. Wohnort; Eichen, um Ingolladt,

Flugzeit Julius.

Anm. Lang 4'". Die Oberflügel länglicht, eyförmig : gerundet, dunkel afchengrau, vor dem Hinterende eine weiffe Binde mit einem tieffchwarzen Punkte auf ihrer Mitte; über diefer Binde grundwärts eine übelbegränzte fchwärzlichte, die breiter ift als fie fcheint, weil fie gleich an ihrem Grunde mit einer dunkel afchengrauen abwech- felt, die von der Grundfarbe der Flügel grundwärts nur durch einen fchwachen gewellten Querftreif geirennt ift.

Zw eygütliger W, 1768. Schwarzgrau; zwo weile gerade Binden über die Vorderflügel,

. Tortrix alpinana. | Wohnort: auf dem Gebirge bey Steingaden. Flugzeit: Junius,

Anm. Länge der Oberflügel 2 ıf u, Sand=

r / | | Wiceklern 83

Sundgraner 'W. 1769. Die Oberflügel afchengrau , trüblicht gewälfert, mit zwo ganzen und einer ° angefangenen (chwärzgrauen Binde, ° Tortrix glareana, | Be "Wohnort: in Gefträuchen, | Beh "Anm, Lang 5s!!!, i

Weifsbandirter W. 1770 Die Oberfügel fchwärzlicht afchengrau, mit einer breiten weisen Binde nahe am Hiinterrande.

Tortrix fafciana, Wienerverz, 131.2, 30, + Wohnort: hier und da auf dem Lande,

Anm. Der Hinterrand felbß Ichwärzlicht grau, Ari die weille Bilde darein vertrieben,

Bandweiden W. 1771. Blaulicht era ‚die Ober« . Aügel längs der Innenfeite weifslicht, „... Tortrix falicana,' Mienerverz, 131. n.:37. Tinea falicella. Lin. fl. nat, 887. 2.367.

n Röfel Inf. 1. Cı. 4. pap. nolt. ‚Tab. Yan 8 Wohnort: Weiden,

N | x Raupenzeit : Junius.

„| °? Rampe: fchwarz mit weiffen Punkten,

n Flugzeit: ‚Julius,

KRRRCHR Düftere, _ ! Wachskuchen W. 1772. Die Oberflügel grau: der Im . ‚.ı »ı menrand breit braunrofigelb , fchwarzpunktirt.

Tortrix cereana. Blohm fehwed, Ab. 1764 13, Tab, 2. Fig. 1-5 ‚Reaum,: Inf, III. ı, 313 -:333. Tab, ı9.

P Bi Pe2 Wohn-

. Wickler

‚„Wobnort: in den „alten Wachskuchen der Bienen- |

. ftöcke, |

Raupe: fleifchfarbig beinweißs , mit rannen Kopfe. Flugzeit : Julius.

FAR

‚Schwalbenfchwänziger W. 1773. Die Oberflügel düfter mit einem beinweifsen Längsftriche und vielen zufallenden Strichelchen ; der Auffen« winkel gefchwänzt,

_ Tortrix hirundana, Heimat: um Ingolftadt. Fingzeit : May» ,

Anm. Der beinweifse Längsftrich, dem rechts und links fehr kleine Schrägeftrichelchen zufallen, erreicht dennoch das Ende der Flügel nicht; er theilt die Breite des Flügels

in drey Theile, davon er felbft den mittlern ausmacht,

Hochgelbmakliger W. 1774. Schwärzlicht; auf den Oberflügeln eine breite Gemeinmakel und Zeiche nungen am :Auffenrande goldgelb,

Tortrix Trauniana. Vienerverz, 132, 9 4. Wohnort : in Gebüfchen um Ingolftadt,

Anm, Unter den kleinern. Schwärzlicht grau; eine gemeinfchaftliche goldgelbe Querbinde über die Oberflügel um die Mitte ihrer Länge, aber verkürzt, dafs fie nicht bis an die mittlere Flügelbreite reicht. Der Auffenwinkel bräunlicht -goldgelb, und in feiner Nachbarfchaft einige Strichelchen und Punkte bräunlicht goldgelb- mit Ichwar= zem Mittel, er Karten W. 1775. Der Bruftrücken glatt, eine erhabe»

..ne Querlinie, und ein getheilter Schopf am | Schild»

s.» vn . wu .—

‚we ieckler 8%

Schildchen fchwarz ; die Oberflügel fchwärz- lichtbraun mit dintenblauen und erdgelben Zeichnungen und erdgelbem Gemeinbande,

Tortrix dipfacana. Wolmort: im Blütheboden der wilden Kartendiftels Raupenzeit : Junius, Flugzeit: Julius. Anm, Vielleicht Tortrix Jacquiniana des Wienerver« zeichniffes,

Liedes W. 1776. Die Oberflügel trüb afchengrau mit drey graubraunen Binden; die Unterflügel fehwärzlicht : am Auffenrande weifslicht,

Tortrix tiliana, SR Wohnort: Lindenblätter. Raupenzeit : Junius, : Raupe: hellgrün; auch der Kopf, aber blaßs; ' zween kleine braune Punkte auf dem erften Ringe, $% Flugzeit: Julius. | Anm. Von den drey dunklern Binden eine am Grunde, eine über die Mitte; eine am Hinterende; die Schnauze ftumpf; der After (des Weibchens) roftgelb.

Düfterer W. 1777. Grau; die Oberflügel fchwarz: zwo erdfarbene Gemeinmakeln, und zwo andere am jedem Auffenrande.

Tortrix obfcurana. Heimat: um Ingolftadt, Anm. Lang 4 ıf5',. Die Farbe der Makeln auf den

Oberhügeln gelblicht erdgrau, die Randmakeln kaum von | F3 einan-

36 'W. 14 ik. ler

A „einander getrennt%, der Rand felbf# fehr fehmal weiß. Die Vorderf üßse afchengrau und {chwarz geringelt,

Hagrfiran g W. 1778..-Die Schnauzen hornartig krummz der Bruftrücken gelb; die Oberflüger braun- gelb mit einem fchwarzen Punkte, rückwärts gerundet, T; | . Tortrix heracleana, Lin. fyf. nat. 380:"n. 326. term Reaum. Inf ILoız goisTeb. 136 ibig! 1 - 4 Schäffer Abhand, I. 124. Tab, 2, Fig. ı - 5. „Wohnort :, das. Geweb. der Raupe fand ich um In- golftadt an den Dolden des ofücinellen Haar- ftrangs, und, dann fpäter zwifchen Neuburg und Pöttmes in den Dolden der Möhre; aber Pupe und) Schmetterling fand ich nicht,

Anm. Ich fürchte, dafs unter diefer Art mehrere an= dere vermgnes find. Nech, habe ich nicht: Rei ge

ch keine ee zur Veailıne eebrache habe,

Allgemei ne Anmerkung. |

wi Raupen diefer- ‚Gattung find , meiftens grün oder Schwarz , mit zeritreuten Punkten ‚befezet, und diefe Punkte haben oft eine ganz verfchiedene Farbe. Einzelne Haare fiehen hier” und da auf dem Leibe, Sie find meiftens fehr lebhaft, “und willen ihrer Gefangenfchaft, fo bald Gefahr droht, fchnell auszuweichen. "Sie wickeln die Blätter der Pflanzen, worauf fie fich nähren, zufammen, aber die ver- fchiedenen Arten Ben fich -dabey fehr verfchieden, Einige legen nur ein Stück’ des Blattrandes um, heften die= | fes Hua ‘Stück an die Blattläche mit Häften von Seide

Fede x mot te 87

‚Seide künftlich an, und: verbergen fich in. der:Höhlung, „Andere rollen ‚die Blätter in mehrere-Gewinde; und wie- der andere, fpinnen‘ mehrere Blätter oder Blüthen zufam- ‚men. Endlich giebt es einige, welche im Marke der Pianzen oder in ihren markigen Früchten leben, die dann derjenigen , welche im Wachfe der Bienenftöcke lebt, und die man fonft unter die Motten gefezet hat, womit | fie ihrer Geftalt wegen im Widerfpruche ift, eine Aufnah- me in diefer Gattung verfchaffen mögen.

_

ea te

Ari ie fi engras F, 177% SS: hwarz, mit Rarkk gekämmten Fühlhörnern ; die Flügel durchfichtig. Ichwarz, gerundet, (Er).

Flügeltos m raupenf? örmig. (Sze). ‚Pfiyche Graminum, i Tineı graminella. Wienerverz. 133. m 1 Phal. Bomb, atra. Ziz, ‚pa! nat. 323: N. 49, Bhal. Bomb. graminella. Borkhaufen Narurg. III, 279. w. Schevn Naturf, XX. 59-71. Tab. 2. Fig. ren: Fürfsly Arch. IE (wo ich ihre Naturzefchichte ge- liefert habe), Reaum, Inf: III. ı. Tab, ı1.. ,Eig, 10, HWolmort :. Gras, / ‚Die Verwandlung geht im Hacke der Raupe vor fich; den fie an den Baumflämmen oder andern dergleichen hö- her in die Luft ragenden Körpern befeftiget.. Dies-ift eben fo bey allen folgenden Arten. \ FA Ann;

88 | Federmotte

Anm. Das Weibchen legt zuverläfig zuweilen Eyer, daraus Räupchen hervorkommen, ohne dafs eine Begattung vorhergegangen wäre; aber fie wachfen nicht grofs,

Die Raupe wohnt in einem Sacke, den fie fich aus abgenagren Stücken von Gras - und andern Blättern macht, die‘ unordentlich an das feidene Unterfutter angeheftet find. Wicken FR 1780. Afchengrau, mit. ftark gekämmten,

Fühlhörnern ; die Flügel gerundet ( Er). Ein pupenförmiger Sack (Sie) Pfyche Vieiae: Tinea viciella. HWVienerverz. 288. Tab, ve Fig. 7. ' Wohnort : Wicken und anverwandte Pflanzen. Die Raupe wohnt in einem eckigen Sacke aus dürren "feinen ordentlich quergelegten Grasftengeln oder Blattribben. Anm, Auch bey diefer Art fah Hr. Abbt Schiffer - mäller die Räupchen aus den gewi/s unbefruchteten Ey- ern auskriechen ; aber fie wuchfen nicht grofs, Steraufigras F. :1781. Schwarz; mit ftark gekämmten Fühlhörnern, und rußig fchwarzen gerunde- ‚ten Flügeln (Er).

Sackförmig, flügellos, gelblicht: die Ober- feite der vorderften Ringe glänzend fchwarz ; der Kopf eingebogen ( ee

”Pfyche Agroftidis. .

Phal. Bombyx atra. Borkbaufen Naturg. III. 285.

Wohnort: im Grafe auf en auch ein auf Aeckern,

Raupenzeit : April und Junius, | Ann.

Federmotte® 89

Ans. Vielleicht ift diefe Federmotte die Tinea hir=

$utella des Herrn Schiffermüällers y).

Die Raupe, wie bey der erften Art, aber fchwärz« lichts

Der Sack mit vielen Reihen von Blattflücken abgenag-

er 'Grasblätter, und zuweilen einem oder dem andern

Halmfücke unordentlich ährenförmig befezt. Beym ausge- wachfenem Infekte ift diefer Sack, um die Hälfte es als bey der erften Art,

P7

Nahrung: Gras. Ich fand diefe Federmettenart fo«

wohl in ihrem Raupenalter als auch in vollendeter Ges

falt allemal fehr fparfam und einzeln. Allein im Mayıno= nate 1791. erfchien fie in.den Gegenden von Wolfraths- haufen und Tegernfee in fo ungeheurer Menge auf Wie- fen, und felbit auf Aeckern, dafs fie Aufichen und Be= ftürzung erregte. Die Larven fchienen wie gesäet zu feyn, Der Landmann, der fich nicht zu helfen wufßste, ftellte öffentliche Gebete an, versäumte aber dabey nicht, in der Hauptftadt Anzeige zu thun, und Rath zu begehren, Ich erhielt daher Briefe, in welchen man mein Gutachten ver« langte. Ich habe an einem andern Orte erzählt, was ich gerathen habe, Näher hieher gehört: eine Beobachtungz welche Hr. Geiftl. Rath Maurus Magola: an. Ort und Stelle gemacht hat: die Raupen fanden fich nur auf fchlecht beforgten und ungedüngten Wiefen ein. Auf gedüngten war ihnen nämlich das Gras bereits viel zu flark gewor- den, um davon geniefsen zu können. Ich habe felbft die Bemerkung gemacht, dafs fie nur junge und erf heran-

F3 wach=

4) Wienerverz, 318. 2, 2* 3.

90 Federmott®

wachfende Gräfer benagen, aber ficher aus Hunger um- kommen , wenn man ihnen diefelbigen Gräfer, aber bereits ausgewachlen, vorlegt.

Die Pupe, wie bey der erften Art,

Aus den Raupen, die im Maymonate erwachfen find , erfcheint ‚der Schmetterling im halben Junius nach einera Pupenflande von etwa drey Wochen,

Das Weibchen ift ein fchmuzig gelber geringeiter Sack, kaum mit einer geringen Spur von Fülsen, und äußerft unbshilfich, Der Kopf ift an die Bruft gebogen, wie bey den Cicaden, und fieht einen Larvenkopfe irgend einer Blattwefpe. gleich ; das vordere Eude macht daher der 'er- fte Leibring aus, der nebft dem zweyten cben glänzend fchwaız ift,

Ben gebüch en F. 1782. Die Oberflügel glänzend braun- grau, an der Innenieite und am Hinterrande geiranzet (Er),

Raupenf‘ Örmig, fchmuzig weils mit braunen Bin "den (Sie), Pfyche Carpini. Phal. Bombyx cafta, Pallo: 3 Kov. ade nae, cur. II 4 437« Phal. Bombyx nana. Borkhaufen Nazurg. IIE 28%. La teigne A tuyau fait de brins de gramen,. Reaum, Inf, IIL Tab. 11. Fg.5,6e 09 La teiene & fourreau de paille. fimple, Geofr. pa- rif, II. 203. m 50. | Füefsly Arch. H, Fig, ı - 7. (wo ich ihre Gefchichte Ä erzähle), Göz. Naturf, XIX, 75. Tab. 4 Fig. 10-1% Wohn

ee mh.

Federmotte ‘gr Wohnort: auf Hagebüchen, Rüftern, Schlehen, | «. Raupenzeis: Junius,

Anm, Mir giengen die ifolirten Weibchen diefer Art allemal zu Grunde, ohne, wenigftens fruchtbare , Eyer zu legen, die doch Resumür zuweilen erhalten hatte, Endlich trag ich im J. ı789. gegen das Ende des Junius

‘r3 Raupen. die ich alle auf Schlehen sefammelt hatte,

und die noch auf meinem Studierzinmer , und inGiafe, wo

‘ich «fie zur Beobachtung hingeitzet hatte, herumkrochen,

nach Hauie, Doch war es fchon hohe Zeit; die meiften begaben fich an das Papier, das ich auf“ das Zuckerglas gebun en hatte; und da ich ein paar Tage darauf friiches Futter geben wollie, hatten Ge fich ichon felt'gefponnen,

und zu ihrem Pupenftand angefchickt, Den $. Julius waren

die meilten von denen, die am Papier hiengem, ausge- krochen, und hiengen noch an ihren Säcken: denn es waren lauter Weibchen, Ich. ftellte ‚nun .das Zuckerglas uneröffner auf meinen Schreibtifch hin, weilich von den übrigen noch Männchen erwartete, Den ı2. Julius öffnete ich das Glas, um die Männchen, die etwa ausgekrochen , und. fchon. ‚wieder geitorben, feyn mochten,, zu fuchen; und nun fand ich, dafs zwey Weischen.Junge gezeuget hatten, die.fich bereits auch .fchon Säcke gemacht hatten, in allen Stücken den Raupen diefer Art gleich fahen, und am mütterlichen Sacke, munter herumkrochen. Defto eifriger fuchte ich nun nach. Männchen, und fand keines, Nun: öffnete ich die Säcke, an denen ich keine ausgekro- chene Weibchen fah, und fand ı) eine noch unverwandelte Raupe, 2) eine Raupentödter Hülfe, darin der Raupen- tödter fchon völlig ausgebildet war, 3) ein Weibchen, das in feiner Pupe vertrocknet war, 4) ein Weibchen ,

das

92 Federmotte

das zwär'fchon aus feiner Pupe ausgekrochen, aber todt, obgleich noch weich war. Der ganz gerathenen weibli= chen Schmetterlinge waren neun; das find nun,. die vom Raupeniödter aufgefreffene Raupe dazu gerechnet , 13 Rau- pen, davon ıı Weibchen, und unter diefen zwey ohne Begattung fruchtbar waren. Sollte man einen Verdacht haben , ob. nicht diefe beyden fruchtbaren: Weibchen ihre Pipe fchon. im Freyen. verlaffen hatten, und von einem Männchen. befruchtet worden feyen, fo. verfichere ich, dafs fich wenigftens eines davon unter: denen Stücken befunden habe, die fich am papiernen Deckel meines Zuckerglafes felt gemacht hatten.

Wargenflechten F. 178% = = =

Pfyche Lichenum.

Fürfsl. Arch, II, Fig. & 0.

'Reaum. Inf, III 1. Tab. 15. Fig VIII- x,

Wohnort : an, Eichen und Föhrenfläimmen,, wo die Räupe ihren Sack mit den Trümmern kleiner Schuppenflechten und Warzenflechten überklei- det, denen fie auch nach der Länge gelegte dünne Splitter. oder Trümmer von Föhrenna- deln einmengt.

Den Schmetterling fah ich nicht,

Allgemeine Anmerk ung. Um. die-Angaben zu.einerNaturgefchichte diefer in man cherley Rückfichten höchft merkwürdigen Gattung beyfam- men zu haben, will ich noch dasjenige fammeln, was mir aus. andern Schriftftellern. davon bekannt geworden ift.,

Mit

v

Federmotte. 03

Mit einem erheblichern Theile ihrer Gefchichte kenne ich nur noch zwo hiehergehörige Arten, nämlich:

Eichenbufch F, Graufchwarz; der Bruftrücken gemein- grau Zottig; die Flügel gerundet (Er), Madenförmig , flügellos; der Kopf fehr klein» unausgebildet; die Füße nur ee ( Si 2 2) - Pfyche Quercus. | RR Phalaena Bombyx Xylophthorus. Pallas nov, ad, nat, cur, III. a3. Göz Natur, XVYIl. 200, da, 4 Fig, »0, DI, 2% Wohnorz: auf Eichen, davon die Raupe die Blätter benagt,. Raupenzeit! May. Raupe unrein beinweifs oder beingelb, mit einem trübern Rücken; über die drey erften Ringe ‚oben zwo mit jedem Ringe‘ unterbrochene Tchwarze Längsftriche, r Flugzeit: Juniüs, |

Anm, Die Weibchen diefer Art fah Hr. Pallas ohne worhergegangene Begattung Eyer legen, aus welchen nichts deftoweniger muntere und fcheinbar gefunde Räupchen in grofser Menge ausgekrochen, die gleich darauf anfiengen, den mütterlichen Sack zu benagen, und fich aus den abge= nagten Spänen einen Ueberzug für die. ihrigen zu berei- ten. Aber fie wuchfen nicht fort.

Pflaumen F. Weifsgrau mit (chwärzlichten Querlinien und einem Mittelkreife auf den Obertlügeln (Er) Sackförmig (Sie) Pfyche

94 . Beeidieumia Hrie

Pfyche Pruni. t Der grofse Sackträger. Kühn Natarf, VII, 171; sage Bi az

9 v, Scheven Naturf, XX, 63. Tab. 2. Io Be. Wohnort: Eichenflämme,, Pfaumenbäume, davon

die Raupe die zarten Blätter benagt,

Ranpenzeit : Junius,

| Raupe : wie bey der vorigen Art, aber die Grund«

farbe graugrünlicht,.

Anm, Kühn fah von einem Weibchen diefer Art, ohne vorhergegangene Begattung, gelegte Eyer, aus, welchen ‚nach einiger Zeit grüne Räupchen auskrochen,, und fich aus den Spänen des alten Sackes eine Bekleidung für den ih- zigen machten. Es gelang ihm doch, drey davon bis in den Herbf: mit zarten Pllaumenblättern zu erziehen, aber fie wurden immer fchwächer „, und farben endlich. |

Die Schevenfche Federmotte fcheint Enahr zu mei« aer erftien Art, als zur gegenwärtigen zu gehören. - # & Aus diefen Beobachtungen gehen nun gerade und ohne: Confequenzmacherey folgende Wahrheiten und völlige : Thatfachen hervor;

Erfle Tbarf: ache, Die Männchen diefer ei find fpihnerförmig; die Weibchen "piumpe Eyersäcke, wie ein blofser Entwurf einer äufsern thierifchen Bil- dung, N

Augenzeugen diefer Thatfäche find; bey der a.

grasfedermotte, die ae und ich; bey der Fi- cken=

u

x

Federmott« 95.

shenfedermotze ift.es Hr... Schiffermüller, und mit ihm find es alle diejenigen ,„ welche damal im, Therefi.num wohnten, und an der Erfcheinung Theil nelimen wellten;, ich habe von diefer Art keine Raupe zur Verwandlung gebracht. Bey der Szraufsgrasfedermotte bin ichs; bey der. Hagebüchenfedermotte find es Reaumür, Hr. Pallas, und ich; bey der Eichenbufchfedermorte ift es Hr. Pallas, und bey der Pflaumenfedermotte it es Kühn, Da fehlt dann nur eine einzige. Art, wovon man die Raupen erzo= gen, aber nicht zur Verwandlung gebracht hat, und viel= leicht vier, wovon man die Raupen nicht kennt. Viel-' leicht, fage ich : denn ich glaube, dafs wohl eine oder die andere der von mir angeführten Arten darunter flecken möchten.

r

Jedoch diefe erfte Thatfache bedarf diefer vielen Be- fiättigungen nicht; defto nöthiger find fie bey der zweyten.

Zweyte Thatfache, Die Weibchen diefer Gat- tung legen zuweilen fruchtbare Eyer, ohne empfangen . zu haben,

Diefe Thatfache fahen bey der

Miefengrasfedermotte ich:

Wickenfedermotte Hr, Schif, . ermäl und die

Therefianiften; _

Hagebüchenfedermotte Rinne, Hr. Pallas,

und ich; |

Eichenbufchfedermotte Hr, Pallas;

Pflaumenfedermorte Kühn,

Von der Straufsgrasfedermotte hat’ auffer mir, meines

1 Willens , noch niemand die Raupen beobachtet, und meine

Raupen

- 56 Federmotre

Raupen giengen bis auf drey alle-zu Grunde, weil ich nicht wufste, und erft durch ihre Erziehung felbft dar- über belehrt wurde, dafs fie nur junges Gras freffen. Die Warzenflechten- Federmötte endlich hat, meines Wiffens , noch niemand zur Verwandlung gebracht,

Ergo NON omne ovum ex coitu.

Diefe Thatfache ift fo fehr erhärtet, als es etwas in der Naturgefchichte feyn kann, Ich berufe mich hier nicht weiter auf Hrn. Kähns und des großen Reaumärs Anfehen; beyde haben die Erfcheinung unter Umftänden sefehen, die über die Richtigkeit ihrer Beobachtungen kei- nen Zweifel zurücklaffen ; aber fie haben fich darüber ver« wundert, ohne in der Folge eine eigene Aufmerkfamkeit darauf verwendet zu haben. Hr, Pallas hingegen hat diefe Erfchei- nung oft, und mit Aufmerkfamkeit beobachtet ; ganz imitden Folgen feiner Beobachtung bekannt, ganz bekannt mit den Widerfprüchen, die fie erregen könnte, kündiget fie diefer grofse Beobachter fchon’in dem Tirel feiner Abhandlung mit -

den dürreften Worten an: fine habito cum mafculis commer- co Foecunda ova parit. Hr. Schiffermäller sönderte drey weibliche Pupen feiner Wickenfedermotte in ein be= fonderes Glas ab, das er aufs genauefte verfchlofs ; gleich=- wohl brachen aus zwey Stücken die Räupchen aus, die - bey diefer Art ichon ‘im Leibe der Mutter Eyerh entkrie- chen. Meine Beobachtungen habe ich bereits erzählt , fie _ find fo, dafs fich nichts dagegen erinnern läfst, befonders da ich nicht einmal die Papiere, womit ich meine Zucker- gläfer überdecke , mit Nadelfichen durchlöchere, Unmög- lich konnte bey der angewandten Sorgfalt ein Izrthum ein- _ fchleichen,

i Ich

Kedermobte 07

Ich "weis wohl, dafs Hr, v. Scheve» und Hr, Borkbaufen wegen diefer Thatfache einige Bedenklich- keiten gehabt haben. Aber die ‚Raupe meiner Hagebü- chenfedermotte, die fich an dem papiernen Deckel meines Zuckerglafes befefigte, war denmodoch gewifs Raupe: denn weder Pupe noch weiblicher Schmetterling diefer Art "vermögen an einem Glafe aufzukriechen , vielweniger fich an dem Papiere, das man darüber gebunden hat, anzu-

| Ipinnem, Unter den dreyzehn Stücken, die ich allein im

Glafe hatte, war kein einziges Männchen; gleichwohl er- hielt ich von diefem und noch einem andern Weibchen aus feiner Gefellfchafc muntere Räupchen. Nun gilt aber ein einziger pofitiver ,„ wohl beftättigter Beweis mehr, als tau»

ı fend negative,

Dritze Thazfache, Diefe. Geburt ohne vor- hergegangene Begattung ift gleichwohl eine ziemlich fel» tene Erfcheinung.

Ich habe meine fruchtlofen Beobachtungen mit abge=

| Tönderten Raupen der Hagebüchenfedermotte erzählt, und

alle diejenigen, weiche die zweyte Thatfache durch nega-

tive Beweife zu entkräften fuchen, aan eben damit

die dritte,

Vierte Thbatfache. Die ohne vorhergegangene Begattung aus den Eyern ausgekommenen Raupen wach- fen nicht grofs.

| Diefe ’Thatfache ift gerade diejenige, welche durch

|Beobachtungen am fchlechteften unterflüzet wird, Sie 3 gründet fich blos darauf, dafs es noch niemanden geglücket hat, fie grofßs zu erziehen. Diefe negativen Beweife

würden weniger kräftig feyn, wenn die Erziehung diefer .“ Fauna boica, 2. B, 2, Abih, G Rau-

98 .>Bedermott®

Raupen, die man bereits weit genug herangewachfen ges fangen hat, weniger fchwierig wäre. Kühn und Hr. Schiffermüller befalsen den Willen und die Gefchick=- lichkeit, die ausgekommenen Räupchen zu erziehen, in ei= nem hohen Grade; doch’gelang es ihnen nicht,

Fünfte Thatfache, In diefer Gattung ift die Anzahl der Weibchen bey weitem größer als die der Männchen,

Diefe Thatfache gründet fich lediglich auf meine Beob- achtungen an den Hagebüchenfedermotten und Straufßsgras- federmotten, bey welchen ich aus einer fehr grofsen An- zahl Raupen, die ich nach und nach gefammelt hatte, kaum eines oder das andere Männchen erhielt. Von den übrigen Arten habe ich nur wenige Stücke erzogen. Ueb- rigens dringe ich nicht ftark auf diefe meine Beobach- tung. ‘So fonderbar auch der Fall wäre, dafs mir von diefen beyden Arten gerade faft lauter Raupen in die Hän- | de hätten kommen follen, die Weibchen geben würden, = if er doch nicht unmöglich.

Gemein=

99

Gemeinmotte, u

Mit geraden Schnauzen,

m

® Mit breit gerundeten Oberflägeln.

Schwarzpunktirze G, 17394s Die Oberflügel ‚graun ein fchwarzer Punkt in der Mitte.

Tinea colonella. Wienerverz, 133. 9.

Wohnore : Wiefen.

Fiugzeit: Junius, Diefe Motte kömmt gerne des Abends an das Licht, ‚und zwar beyde Ge- fchlechter.

\ Anm, Länge der Motte = 7 ıf'!; auch 84, Die Fläche der Oberflügel ift in .drey Felder getheilt, da= von das erfte und hinterfte gemeingrau find, das mittlere röthlichtgrau it, und einen fchwarzen Punkt hat, Zackenfiriemige G, 1785. Blafsrothgrau mit einer

gleichfärbigen dunkler gerandeten gezackten Binde auf den ÖOberflügeln.

Tinea tribunella. HWienerverz. 31%

Wohnort : Wiefen,

Anm. Kaum kleiner als die vorige, ohne Pünkt auf den Oberflügeln, aber dafür zwo ftark zackige Querlinien über die hintere Hälfte derfelben,

G 2 ' Anger

100 Gemeinmottg,

Anger G, 1786. Die Oberflügel bleichgelb : ein filber- ner Längsftrich, mit rückwärts zufallenden Streifchen; der Hinterrand fchwarz punktirt,

Tinea pafcuella. HWienerverz. 134. n. 4. Lm ‚faun. fuec. n. 1367.

Wohnort : Graswurzeln auf Wiefen und Weidepläzen,

Flugzeit : Sommer.

Anm, Dem hintern filbernen Geradftreife fallen gegen das Hinterende einige kleine filberne Streifchen zu.

Hecken G. 1687. Die Oberflügel unrein weinfuppenfar- ben, mit zween fchiefen braunen Geradftrichen vom Innenrande an den Auffenrand herab,

Tinea arbuftella, Wohnort: in Hecken, um Ingolftadt. Flugzeit : Auguft. | Anm, Gröfse und Umriß, wie bey der Angergemeins motte. Die erfte bräunlichte fchiefe Linie fängt um die

Hälfte des Innenrandes an, die zweyte ift um eine Linie

weiter entfernet.

Gabelfreifige G. 1783. Die Oberflügel unrein wein- fuppenfarben, mit einem einfachen geraden, am Ende zweyfpaltigen, San: die Um terflügel fchwärzlicht.

Tinea fufeinella. Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Auguft. Anm, Von der Gröfse der Angermotte, von welcher fie fich unterfcheidet, 1) dafs dem filbernen Geradftreife

keine filbernen Strichelchen zufallen, fondern er felbft fich, - ohne

Gemeinmoötte 1or

ohne breiter zu werden, in ein paar kurze Strichelchen auf= löfet, die aber den Hinterrand nicht erreichen; 2) dafs die Unterflügel nicht weifslicht, fondern, wie die Unterfeiten aller Flügel, blafs dintenfarben find,

fchaftliche weiislichte Raute über beyde Ober- flügel am Innenrande.

Tinea cinerella, Göze Beyzr, III. 4. 164. n. 27% Le lozange cendre. Geeffr, paris, II, 192, n. 26. Wohnort: in Erlengebüfchen um Ingoiftadt, Flugzeit ; Auguft,

Anm, Lang 34, Der gemeinfchaftliche Rautenfleck fizt eigentlich in der Mitte der Flügellänge, und ift der grölste Fleck; aufferdem fizt noch ein anderer am Innen- winkel nahe am Hinterrande, und ein kleiner zwifchen der Flügelwurzel und dem Rautenflecke.

Perlenftreif G, 1790. Schwarzgrau; "längs der Ober- flügel ein filberner, zweymal unterbrochener, Geradeftreif. |

Tinea margaritella. Wienerverz, 134. m 5.

La teigne 4 rayure d’Argent, Geofr. paris. IE 185. 2.2. wi

Wohnort »- um Ingolftadt,

Flugzeit: Julius,

Anm, Von der Gröfse und dem Baue der Angergemein- motte, | Föhren.G, 1791. Die Oberflügel bräunlicht oranien=

gelb, mit einem zweymal unterbrochenen fil- bernen Längsbande.

Rautenfleckige G. 1739. Afchengrau ; eine gemein- |

G3 | Tinea

102 Gemeinmottg

Tinea pinetella. Knoch Beyer, 1, 69. Tab, 4 Fig. 7. Wohnort: Föhren.

Aum. Das filberne Längsband ftellt ein nie faft sleich« fchenkliges Dreyeck vor, das durch zwo braune ichiefe Querlinien zweymal (in der Mitte, und an feinem Grunds, der nach dem Hinterrande hin gekehit it) unterbrochen wird,

Wurzel G. 1792. Die Oberflügel filbergrau mit blaß- bräunlichten Aderftrichen und einem. Mitrtel- punkte; der Hinterrand mit einem fchwarzen Querftrichelchen , und einigen (4-5) Punkten,

Tinea culmella, Wienerverz, 135, % 9. Lm ‚faun.' fuec, 9. 1370.

Wohnort : Wiefen ,„ Viehweiden.

Flugzeit: Frühling und Herbfl,

Anm. Gröfse, Bau und faft Zeichnung wie bey der Angermotte«

Perlenfarbene G. 1793, Die Flügel oben perlfarben, glänzend, unten fchattenbräunlicht.

Tinea. perlellas Scop, carn, n, 6208 Knock Beyer, I. Tab, 4 Fig. 6

KFohnortz; auf Wiefen,

Flugzeit: May, und wieder Auguft. '

Anm. Faft-fo groß als die Angermotte; oben durchaus einfärbig, / | Ochergelbe G. 1794. Die Schnauzen lang, fammt

- Kopf," Brufrücken, und den Oberflügeln blals ochergelb, NS Tinea luteella nn ? Tinea

Gemeinmottg 103

2 Tinea flavella. Scop, carn. n, 639. Heimat : um Ingolfadt, Flugzeit: Junius und Auguft. Anm. Eine von den längften Gemeinmotten, faft 74 lang. Die Unterflügel beyderfeits, und die Oberflügel un=

ten höchft blafs fchattengrau.

Eingewickelte G. 1795. Durchaus bleyfarben; die Oberflügel eingerollt, oben auf bleyfarbenem Grunde fchwärzlicht afchengrau; die Schnauze lang, gelblichtgrau.

‘Tinea involutella. ? Tinea convolutella. PWienerverz. 334. m, 15+ . Heimas: um Ingolftadt, Flugzeit : Auguf. Anm. Lang vom Kopfe bis zum Ende der Oberflügel zMl;, Länge der Schnauze ı ıfa''. Das ganze Iniekt, die Oberfügel oben und die Schnauze ausgenommen, un- getrübt bleyfarben.. Die Oberflügel oben dicht mit fchwärzlichten, doch etwas in Gelb blickenden , Schuppen bedeckt, und davon ungefieckt afchengrau, doch wifchen fich diefe Schuppen leicht ab, und dann blickt der bley= farbene Grund durch. Kopf und Schnauzen genau von der Farbe des Hafenbalgs, das if, blafs roftgelb und fchwarz gemifcht. Arme G, 1796. Die Oberflügel beinfarben mit vielen erkürzten fchwärzlichten Aderftrichen,. einer metalilenen Hinterrandsborte, und drey fchwar- zen Punkten vor derfelben am Innenwinkel.

.

Tinea £alfella, HWienerverz, 134. m, 16, GA Wohn-

1204 . Gemeinmotte Wohnort: Viehweiden,

Anm. Von der Gröfse der Angergemeinmotte. Die Oberflügel unten, und die Unterflügel zu beyden Seiten bleyfärbig, leztere mit einer weifslichten Borte am Einr terrande, Hülfenaasförmige G. 1797. Kurzfchnauzig, gran;

die Oberflügel flach aufliegend » mit drey un- deutlichen Binden am Auffenrande: ein helle= rer Fleck zwifchen der zweyten und dritten.

'Tinea phryganella, Wohnort: um Ingolftadt Flugzeit: Auguft.

Anm. Lang vom Kopfa bis ans Ende der Oberflügel 6 ıf!!,. Durchaus erdgrau: die Oberflügel etwas in Gelblicht ziehends Die Oberflügel haben drey fchwärz= licht graue, undeutlich begränzte Binden vom Auffenrande - einwärts, auch wohl eine vierte unfern des Hinterrandes, die aber fehr unmerklich ift; zwifchen der zweyten und dritten Binde ift nahe am Auffenrande ein hellerer Fleck, Die Motte trägt ihre Oberfügel nach Art vieler Zünsler wie eine offene Scheere,

Pfriemenblüthe G. 1798. Einfärbig afchengrau ; die \ Schnauzen lang, gerade, mit einem aufrech- ten Zahne in der Mitte; die Fühihörner weils und afchengrau geringelt,

Tinea fpartiellas Wohnort: in den Blüthen des gemeinen Pfriemen- krautes (Spartium fcoparium ), von derer Blu- menblättern und Staubgefäfsen fich die Raupe nährt. | Die

«* Gemeinmotte 105:

Die Verwandlung geht-in der Erde vor. "Flugzeit: Julius,

"Anm. Lang etwa 3%, Einfärbig afchengrau. Die Schnauzen find lang, gerade, ftark behaart; in der Mitte einer jeden fteht ein kleines gerades Horn fenkrecht in die Höhe; zwifchen den Schnauzen eine Rollzunge, Die Au- gen klein und fchwarz; die Fühlhörner weifs und afchen- grau geyingelt,

Serichmaklige G, 1799. Mattfchwarz ; auf den Ober- Nügeln eine filberne Gemeinmakel aus vier. Querftrichen zufammengefezts

Tinea compofitella, Fiabr, JE. enzom, 663. n. 46. = Preyfiler ie Mayer phyf Auf. I. 120. |

Tinea quadrillella, Göze. N IIL 4 Pr 163. n. 268:

La teigne & quadrilie, Geoffr. peris, IE 189, m ı7.

Heimat : um Ingolfad, Die Motte fliegt häufig auf Wiefen -zwifchen dem Wiefenklee und an, Weifsdornftauden. |

Flugzeit : May.

Anm, Die Stirne weißs; der Auffenrand: der. Oberfü- gel mit acht Silberftrichelchen,

Weinfuppenfar bige. G, 1800. Die Oberfiügel blafß.

weinfuppenfarben mit rufsigem Auffenrande und einer weinfuppenfarbenen Auflenrandslinie,

Tinea vinacella. | Heimat : um Ingolftadt. Anm, Länge des Hinterleibes 4’. Kozf, Bruftrücken en Oberflügel find blafsweinfuppenfarben und am Auffen- G 3 rande.

106 Gemeinmotte,

rande blaß berufst, jedoch geht längs des Auffenrandes felbft noch ein weinfuppenfarbener ‚Strich nicht, völlig bis ‚zum Auffenrandwinkel hin, Vor dem Hinterrande 3 bis 9 fchwarze Punkte ; und die Hinterrandsfranzen filbern.

Bandweiden G. 1801. Die Oberflügel: gelb, hinten faft abgeftuzt, am Auffenrande ein weifser dreyeckiger Fleck mit einem Hacken an der Spize

Tinea fligmatella, -Fabr, mant. II, 246. ». 57. Z Römer Berl, Schrift. XI; 164. Tab. 3. Fig, 3.

Wohnort: in den Bläctern der Bandweide , welche die Raupe faft einer gefchloffenen Tüte ähn« lich zufaminenrollt,

Raupenzeit,; Julius, Auguft,

Flugzeit: Auguß, September.

*%* Mit fchmal’gerundeten Oberflügeln,

Pelz G, 1802. Metallgrau mit roftgelbem Kopfwirbel;* die Oberflügel blafsgrau mit einem fchwärzlich- ten Punkte,

’Finea pellionells Fabr, mant. IE 246. z. 54,

Röfel Inf. I. Cl, 4. pap. no, Tab. 17.

Wohnort : in Pelzwaaren, | /

Raupe: weifslichtgelb mit einem Surchfcheihenden rothen Eingeweide, (In einem Sacke, den fie fich aus Pelzhaaren gemacht hat.)

Pupenfkand: etwa ı4 Tage lang. '

Bogenfriemige G. 1803. Die Oberflügel limonien-

gelb: ein Punkt und eine bogenförmige Binde

olivenbraun, Fi ineg

Gemeinmott« 107

Tinea arcuazellas Tinea ocella flava. Kühn Berl. Befeh, III Tab, ı. Fig. 9. Heimat : um Gern, Linden & 1894. Die Oberflügel gerundet, blendend weils, grau gefprengt,

Tinea tiliella.

2 Tinea argyrellaa . MWienerverz. 135. 1. 29.

2 Teignes & fourreau en croffe, Reaum, Inf, III, Tab. 16. Fig. 1— >.

Kühn Naturf. X, 169. Tab, 1, Fig. 2

Wohnort: Linden „Schlehen (Eichen? ).

Anm, Die Hülle oder der Sack,. welchen die Larve mit fiih herumträgt, ift fchwarz, pupenähnlich, vorzüg- lich den Pupen der Blattkäfer ähnlich ; man entdeckt Coder glaubt es doch) daran fogar die Flügelfcheiden. Er it übrigens ganz aus der Seide der Raupe gemacht, und \ wird von ihr immer aufrecht getragen.‘ Länge des Sa- ee |

Die Verwandlung gefchieht auf einem Blatte des Baums, worauf fich die Raupe genährt hat, indem fie jezt ihren Sack mit dem üuntern Ende daran befeftiget,

Die Motte weiß, geradichnauzig: die Schnauzen kurz, Die Oberflügel fchmal,, blendend weifs, mit fchr kleinen grauen Punkten gelprengt ; ; unten und die Klinter- flügel allenthalben fehr blafs fchattengrau. Die Fühlhörner vor der Länge des Körpers, gelbgrau und weifs geringelt: das erfte Glied dick mit Federchen bedeckt, einwärts bartig. Im Leben fireckt ‘fie "das Infekt gerade vor fich

hin, wie die Phryganeen, Wiefen

108 Gemeinmotte

Wiefen G, 1805. Die Oberflügel grau, mit fchwarzen » Punkten gefprengt: ein weißer am Ende zer« fplitternder Längsftrich. 2

Tinea pratella. Wienerverz, 135. n. 30. Wohnort; Weidepläze, Anm, Von der Gröfse und vom Baue der. Wurzelge- meinmotte, |

Wechfelhindige G, 1806. Weifsgrau ; auf den. Ober- flügeln drey geweilte düftergraue Binden,

Tinea alternella. Wienerverz, 135. m. 33». Flugzeit : Julius.

Anm. Die Farbe ift überhaupt: blafs. afchengrau; aber die Oberflügel werden durch drey düftergraue eckige Bin- den fo durchfchnitten, dafs es fchwer ift, zu fagen, welche von beyden Farben Grund, welche Zeichnung fey, Die. erfte Binde bilder faft einen Bogen, die zweyte geht fchief nach dem Innenrand. Bu und die dritte nimmt das: Flü- gelende ein.

Atomen», G. ı801. Die Flügel afchengrau: auf den obern, Stäubchen , Punkte am Rande. und im Mittel, fchwarz: zween Queritreife fchwärzlicht,

"Tinea difparella,

Phalaena Tortrix atomana. Knoch Beytr. III. 112, Tab. 5. Fig. 9- 13. Tab, 6, Fig. ı. 2.

Wohnort: Weilsbirke, Aefpe, Linde, Eiche, Ha« gebüche, Rothbüche, davon die Raupe die Blätter doppelt zufammennäht,

Raupenzeit: Auguft, September, _

Ranpe:

Gemeinmott« 109

Raupe: gelbgrünlicht; das dritte Fufspaar länger, feitwärts geflreckt: das lezte Gelenk ' unten eingefügt in das vorlezte kugelförmige,

Flugzeit: Frühling.

Anm, Das Weibchen hat vier lanzettförmige Flügel, womit es nicht fliegt,

Dreypunktige G. ı808. Flachsbräunlicht; auf jedem Oberflügel drey fchwarze Punkte.

Tinea tripunctella. Mienerverz. 319. ®, 36- 37 = Fabr, mant, II, 248. a, 85.

Heimat: um Ingolftadt,

Flugzeit : Julius:

Anm. Klein, von der Farbe Ze reifen Leinkapfeln , der Kopfwirbelbufch faätter; um die Mitte jedes Obertlü- gels 3 fchwarze Punkte, nämlich 2 und ı, Die Fühlhör: ner fchwarz,

Gelbfchopfige G. 1809. Der Kopf fchopfig nebft dem Grunde der Fühlhörner und—einem Punkte beyderfeits am Bruftrücken vor den Flügeln bleichgoldgelb ; die Flügel auf hellgrauem Grunde von zufanımenfliefsenden Punkten

. Tchwarz fcheckig.

Tinea crinitella. Heimat: um Ingolfzdt., Flugzeit : Julius. | Anm, Länge der Vorderflügel ZT 34, Die Füßse aus« wärts mit abwechfelnden fchwarzen und bleichgoldgelben Bändern 53 die Schienbeine der Hintern mit einem langen Barte, Die Oberflügel kann man eigentlich von keiner be= flimme-

110 Gemeinmotteg

ftimmten Farbe benennen $ auf einem grauen Grunde find häufige kleine, aber zufammenliefsende, Punkte ausgesäet, die ihnen ein fchwärzlichtes aber doch fcheckiges Anfchen geben.

Affelgraue G. 1810, Durchaus efelgrau, glänzend: un ten heller; die Fühlhörner fchwarz, Tinea mutinella, Phalsena murinella, . Scop. carn, n, 668. Heimat : um Ingolitadt, Flugzeit : Junius. Anm, Länge der Oberflügel 3 ıf3'l, ihre Breite 1; Länge eines Fühlhoerns 2,

*% Mit gefpizten Oberflügeln, Prifmenfack G. ı311. Die Oberflügel glänzend grau

mit dunkelbraunen Strichelchen und Punkten 3 ein durchfcheiniger eingedrückter Punkt in der Mitte; die Stirne brandgelb.

"Tinea hemerobiella, Scop, carn, m, 650»

Frifch, Inf. Deut, I. 37.

Woimort: auf Obftbäumen.

Der Sack ift. gelblicht oder braun, fall

walzenförmig, doch in der Mitte etwas di- cker, und gegen das vordere Ende prifinatifch® Er ift von purer Seide, und das Räupchen fchleppt ihn allenthalben mit fich herum, ‚Raupenzeit : den ganzen Frühling hindurch,

Anm. 3 ıf'l lang, Die Augen groß, fchwarzz der Kopf zottig roftgelb. Die Oberflügel lanzettförmig , eben glänzend grau mit vielen dunkelbraunen Punkten

und

N

Gemeinmotte« 1004

und Fleckchen ,„ die ineinander fliefsen; mitten auf ihnen ein eingegrabener Punkt, der das Licht durchläfst. _ Unten find fie dunkelgrau; die Unterflügel beyderfeits und die Fühlhörner hellgrau; der Körper und die Füfse glänzend , aber abgebleicht,, ifabellfarben.. |

Silberfehnur G, 1812, Die Oberflügel mattgelb mit drey Silberftrichen: der mittlere der längftes unterbrochen.

Tinea vinetella. Fabrs mane. II. 242. m. 23. Wohnort: um Ingolftadt.

Anm. Lang 5', Die Oberflügel fehr fchmal, blafs mattgeib, mit drey Silberfirichen: 2 aus dem Grunde, auseinander fahrend; der dritte aus dem erften Drittel der Länge: er fezt bis an die Spize fort, ift aber unterwegs einmal unterbrochen; am Auffenrande fallen ihm drey Sil- berftrichelchen zu, Die Unterflügel fehr fchmal, fehr fpizig; fehr breit gefranzer, | | Goldbogige G. ı813,. Die Oberflügel filbern: ein Bos

gen und eine Makel gemeinfchaftlich und golden,

Tinea aureila, - Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Julius.

Anm. Nicht gröfser als die Kornmotte. Die Flügel

dachförmig : die obern filbern:; über die Mitte ein mit

den Schenkeln rückwärts ftehender Bogen, und hinter dem« felben eine Gemeinmakel: beyde golden,

Saztel G. 1314, Die Oberflügel braun vergoldet: ein breites weifses, ‘in der Mitte unterbrochenes,

Längsband, N Tinea

i12 - Gemeinmotte

Tinea ephippiella, . Fabr, gen. inf, 297. Heimat: bey Gern.

Anm. Sehr klein; der Kopf glänzend weis die Ober- Rügel blafsbräunlicht vergoldet; ein breites, auch auf der Unterfeite fichtbares, weifses Band läuft (beyden Ober= flügeln gemeinfchaftlich) am Innenrande nach der Länge herab, wird aber von einer blafsröthlicht goldenen Binde unterbrochen.

Sanftmarmorirte G, 1815. Silberweils und matt küpferroth vertrieben gefcheckt; Kopf und Rücken fchneeweifs. ' Tinea marmorella. Phyf. ai 12 Heimat: bey Waldach, Flugzeit: September,

Apfelbl att G, 13816. Die Oberflügel ee, hin« ten mit einer‘goldenen Makel, und einem fehwarzen Punkte vor dem Schwänzchen,

Tinea mälella. © Wohnort: unter der Blatthaut der Apfelblätter, wor unter die Raupe Gänge minirt,

Flugzeit: Junius. | | Anm. Lang 2'!!, Weifs; der Kopf und die Bruft nie- dergebogen, mit einer deutlichen Zunge , und nebenher zwo geraden Schnauzen; die Fühlhörner fo lang als das Infekt; die Flügel etwas gerollt; die obern weifs, über der Hälfte mit einer länglichten Goldmakel und drey Ichwärzlichten

strichen von diefer an den Auflenrand ; am Hinterrande ein

Schwänzchen : an defien Grunde ein tiefichwarzer Punkt;

* die Unterflügel fchwärzlicht; ein f[chwärzlichtes Schöpf=

chen auf dem Nacken. Clerks

Gemeinmotte 113

Clerks G. 1817. Die Flügel filbern, fchmal: auf den 1% obern, gefchwänzten, ein goldener Längsitrich, _ und vor dem Schwänzchen ein tieffchwarzer

Punkt.

Tinea Cierkella, Lin. faun, dr 2. 1411, Fahr, Jyit. entom, 666. n. 66,

Wohnort : in Gebüichen um. Ingolftadt,

Flugzeit: September,

Anm.. Länge des Oberfügels ı ıfa!“, Das ganze In- fekt filbern: der Hinterleib rußig gelb, und’ die Flügel unten zwar filbern i aber beruft. Die Fühlhörner kürzer als die Flügel. ‘Die Oberflügel fchmal , mit einer golde- nen Längsfurche; gefchwänzt: vor dem Schwänzchen :ei- nige graue Querlinien und ein tieffehwarzer Punkt; das Schwänzchen gablig. Die Unterflügel fehr fchmal, lanzett- förmig, langgefranzet, Ä Harrers G. ı813. Durchaus filbern$ die Schnauzen

von der halben Länge der Fühlhörner, bruft- wärts gelegt; die Flügel {pizig. |

''Tinea Harrerella. ER Wohkort : vermuthlich unter der a der eis, um Ingolftadt. ERALN

Flugzeit: Aug. - Anm, Lang ı, Die Fühlhörner von der halben Länge des Thierchens,

Hubn G, 1819. Silbern; die Oberflügel lanzettförmig; gefchwänzt, blafsgolden; drey Gemeinmakeln und eine abgebrochene Binde filbern; das Schwänzchen fchwarz.

Fauna boica, 2, B. 2. Abth, H Tinea

114 Gemeinmottg

Tinea gallinella, Wohnort; in Erlengebüfchen, Flugzeit: Auguft.

Anm. Lang ı ıfa'!, Die Oberflügel blafsgolden mit drey filbernen Gemeinmakeln am Innenrande, davon die am Grunde länglicht; eine filberne abgebrochene Binde, die vom Auffenrande einwärts läuft, und noch eine zweyte, fehr fchmale, die der dritten Gemeinmakel unter einem fpi- zigen Winkel begegnet; endlich ein fchmales filbernes Streifchen vom Flügelgrunde bis an die zweyte Ge= meinmakel, Das fehwärzlichte Schwänzchen der Oberflü- gel trägt die Motte, wie eine Henne, aufgerichtet, und die Spize der Fühlhörner krümmt fie fo, dafs fie dem freyen Auge oft kolbenförmig vorkommen, Die Schnau= zen find äuiseıft kurz, | |

2'B *

Die Schnauzen krumm,

* Mit breitern geründeten Oberflügeln. Wollkraut G. 1920. Die Flügel fach aufliegend: die

obern flachsbräunlicht mit 3 fchwarzen Punk- ten auf jedem; die vordern kleiner,

Tinea verbafcella, Hienerverz, 136. .n. 36. Schäffer icon, 145. Fig. 2. 3. Wolmort: die Wurzelblätter des Wollkrautes, die Häupter des Ampelkrautes, ‚Ranpenzeit : Junius, i \ Flugzeit: Julius, Anm

Gemeinmotte&, L15

Anm, Das hier aus Schäffern angeführte Citat hat! Göze bey T. padella, und wieder bey T, culmella angeführt. Ich weis. gar nicht, ‚wie es möge gekommen feyn , ' dals man. diefe nicht ‚fchlechte Abbildung bey fo fehr'verfchiedenen Arten anführen konnte, Feuerfchwamm G. 1821. Gelblicht fandfarben ; auf

den Oberflügeln dunkel gezeichnet ; drey fchwärzlichte Längslinien auf dem Bauche, : Tinea boletella, RNEN, Noctua Boleti,.. Fabrs gen, inf. 282. "Wohnort: im Feuerfchwamme, Flugzeit: Auguft. Weidendorn G, ı322. Die Oberflügel bleicı fandfär- big: eine Auffenrandmakel am Grunde, und drey Punkte längs der Mitte fchwarz, Tinea Hippophadila, Wohnort: in den Spizen des Sanddorns, Ranpenzeit': Junius. 5 Flugzeit: Ende des Julius, - Anm, Die Flügel flach aufliegend. -Ueberhaupt viele Aehnlichkeit mit der Wollkrautmotte, aber kleiner, und die Raupe wohnt .einfam, da hingegen jene gefellig ift, Schiefergelbe G, 1322. Schiefergelblicht ; die Oben Hügel breitlicht gerundet; eine Brandmakel um die Mitte, und eine Reihe fchwarzer Pünkt« chen vor den Hinterrandsfranzen, | Tinea liturellae HWienerverg, 137, I, 4 Heimat: um Ingolitadt, Flugzeit: Julius, | | Hoasın ; ‚Anm,

»

116 Gemeinmotte

Anm.‘ s'U lang; alle'Flügel vor den Franzen des Hinterrandes mit einer’ Querreihe fchwarzer Punkte, Die! Schienbeine , Fufsblätter, und. Fühlhörner ‘fchwärzlichts übrigens das ganze Iniekt von der graugelben Farbe der Solenhofer Schiefer; die Brandmakel ‘und noch: ein‘ paar: kaum merkliche Pünktchen der Oberflügel ausgenommen, Die Schnauzen fchr flark.

Dunkelgefprengre G, 1824. Bleich Einderai, dun« kel gefprengt. Tinea atomella, Wienerverz, 1937.06; Heimat: um Ingolftadt. Sie flog Nachts auf den 1. Auguft in mein Zimmer, vom Lichte ge- lockt; auch um Neuburg, ichon im Junius.

Anm. Die krummen Schnauzen fehr grofßs und lang, fat von der Hälfte der Fühlhörner; die Fühlhörner auf

- der Unterfeite fehr kurz- und zart t gefranzer- Länge des

Infekts Aue

Zweymaklige G 1908. Durchaus gelblichtweifs; die Flügel dachförmig; auf.den obern nahe am Ä Auffenrande eine braune Makel. _ Tinea bimaculella. 2 La teigne ä& queue d’hirondelle. Geoffr, per. II,

ı82. n. ı. wahrfcheinlich,

Heimat > bey Ingolftadt.

Anm. Lang faft Hl, Vom Anfehen eines Spinners 3 mit abhangenden Flügeln; durchaus einfärbig bis auf .die Makel an jedem Oberllügel, die mit einigen Punkten be= gleitet ift,

Röf el G, 1826. Die Oberflägel zimmetbraun: ein bo-

genf DEMIEEHBDERIET Längsftrich am Innenrande, der

Gemeinmottg '11y der Hinterrand und ein Fleck nebf ‚Kopf, Bruftrücken, und Schnauzen fchwefeigelb,

Tinea probafcidella. Sulzer Gefch. 163, Tab, 23. Fig. I4e 15. 3 ©

| Heimat: um Gern,

Anm, Lang 5 ıf2. Die Sulzerifche Abbildung feilt das Infekt ftatt zimmerbraun faft rofenroth vor. | Lappen G. 1827. Bräunlichtgrau : drey no,

auf den Oberflügeln, "Tinen lobella. MWienerverz. 138. m. 9. |

‚Anm. Die Flügel dachförmig: die vordern 4!!! lang, mit drey Höckern auf jedem in einem Dreyecke: die bey- den vordern in einer fchiefen Linie (zuweilen ihrer drey), der hintere aus zween zufammengefezt.

* Mit fchmälern geründeten Oberflügeln. Fleifchrandige G. 1828, Die Oberflügel gelb, am“ - Auffenrande breit Hleifchroth ; der Auffenrand felbft weifs, \ Tinea carnella. Fabr, Shecs- inf, II. 295. m 21. Sulzer Geföh. Tab. 23. Fig. ı2, Wohnort: auf Wieien. Hageichen G. 1829, Schwärzlichtgrau , mit zwo fchie= ‚fen weilsen Querbinden auf den Oberflügeln, Tinea roborella, Hienerverz, 138. n. 14. Reaum. Inf, III Tab, 3, Fig. 9 - ı1 N Wohnort: unter der Blatthaut der Eichenblätter , wo die Raupe erftens einzeln und gangweile, dann gemeinfchaftlich und in Flözen minirt. |

12:3 E : Spin-

118 Gemeinmotte

Spindelbaum G. 1830. Die Oberflügel oben fchnee- weifs mit vielen fchwarzen Punkten; die Um terflügel, fchattenbraun mit‘ weifsen Franzen,

Tinea evonymella, Fienerverz. 138. m. 18,

‚Reaum, Inf. IL 1. n. 25% en Röfel Inf I. Cl. 2. pep. mol, Tab. 8%: Wohnort : Spindelbaum. | ‚Raupenzeit : May, Junius, ‚Raupe: gefellig;, gelb mit fchwarzen Punkten und fchwarzem Kopfe,

We gelkir [chen G. ı831. Die Oberflügel trübweifs mit vielen ichwarzen Punkten; die Unterflü= fügel fchattenbraun mit gleichfäri igen Franzen,

’Tinea padella. #ienerverz, 139. #. 33a

Reaum, Inf, II. ı. 250, Tab, ı2,

‚Röfel Inf, I. Cl, 4. psp noäl. Tab, 7.

Holmort: Pllaumenbäume , Traubenkirfchen -, nach

Ä Reaumur, auch Aepfelbäume,

'Raupenzeit : Frühling.

Rampe : gefellig 5 fchmuzig gelb mit fchwarzen Punktreihen und fchwarzem Kopfe.

Tifch G. 1832. Die Oberflügel blafs graubraun, mit zween einwärts gegeneinander geneigten wei» fen Geradfirichen,

Tinea trapezella.. Heimat : um Ingolfiadt,

Anm, Von der Geflalt eines Zünslers. Die Oberflügel unten rufsig; nur der hintere weifse Geradftrich ift aueh unten (aber bräunlicht) weiß zu fehen,

Som-

Gemeinmotte 119

Sommerfproffen G. ı833. Die Flügel gerollt: die obern weils: zahlreiche Punkte, und ein gro= fer im Mittel jedes Oberflügels fchwarz,

Tinea lentiginella. Phyf. Auff. 220. ? Tinea' plumbella. Wienerverz. 139, n. 34. Wohnort: in den Laubhölzern um Weihering, Flugzeit: Julius. Wierpunktige G, 1934. Mattfchwarz ; auf jedem Oberflügel zween weißslichte Punkte über der Mitte,

Tinea quadripunctella, Fabr. fpes inf. II, 298. n. 52 # Flugzeit: May ; um Ingolfadt.

‚Anm. Lang 3/4, Sie trägt die Flügel aus@Mänderfah- rend und ein wenig abhangend,, faft wie ein Wickler ; fie find, wie der Leib, mattfchwarz, glanzlos; auf den obern it etwas weiter hinterrandwärts, als genau in der Mitte der Länge, am Innenrande ein querlänglichter gelblicht- weifser Punkt, und ein anderer noch weiter rückwärts am Aulfenrande, aber etwas kleiner und weniger läng- licht; beyde zufaminen ftellen auf den erften Anblick eine weifslichte unterbrochene Binde vor, Die Füise und die Unterfeiten der Flügel find dunkel afchengrau.

Bleichfchwarze G. 1835. Die Oberflügel fchwarz | (Er) oder fchwärzlichtgrau (Sie); der Kör- per weifßslicht; die Fühlhörner körperlang,

weils und fchwarz gewechfelt.,

Tinea obfcurella. Fabr, a II. 248. m. 83.

Ha Anm,

120 Gemeinmott®

Anm, Lang 3", Die Flügel fchmal ; die vordern ge rundet, Aehnlich der Pfriemenblüche- Gemeinmotte ; aber krummfchnauzig, und dunkler.

Pepen G, 1836. Die Oberflügel dunkel feten au mit einigen fchwarzen länglichten Punkten, Plyf, Auf). 217. Tinea populella. Lin, faun, fuec. n, 144% , Heimat : um Weihering, Flugzeir : Julius,

Zwifchenftrich G. 1837. Die Oberflügel etwas ein- gerollt, hell gelbbraun, mit einem erhabenen fchwarz und weifsen Längsftriche,

Tinea parenthefella. Phyf. Auff, 219. Lin, faun. fuec. n. 1435.

Heimat : um Weihering.

Flugzeit: Julius.

\

Vierfiriemige G. 1338, Bleygrau, mit vier dunklern Querftrichen äuf den Oberllügelm,

Tinea quadriftrigella. Heimat: zu Ingolßadt; fie kam mir ans Fenfter, Flugzeiz: Junius. Be Anm, Länge vom Kopfe bis zum Ende des Oberflü- gels g/l, Die Fühlhörner fehr fein, von der. Länge des halben Infektes, Die Oberflügel licht bleygrau mit vier fchmalen. Querbinden, davon die erfte etwas vor der Hälfte der Flügellänge und entfernt, die drey andern an dem lezten Drittel derfelben,, und ziemlich genähert vom Innenrande an den Auffenrand herüber laufen, Das In- ‚fekt trägt feine Flügel flach_aufliegend. Kleider

Gemeinmotte® - 42x

Kleider G. 1830. Die Flügel afchengrau; am Bruftrü»

cken beyderfeits ein weifser Punkt,

Tinea farcitella. Mienerverz, 139. m, 41. Wohnort: wollene Kleider, wollene Tücher und Zeuge überhaupte Aum, CTalmer fchreibt diefer Motte den levitifchen Kleiderausfaz zu z), der aber viel wahrfcheinlicher ein blofses Ausfallen der Haare war, was von nr enols herrührt a). Weifse G, 1940, Weiß; die Augen fchwarz; die Fühl- hörner und Fülse verbleicht gelblicht.

Tinea alabaftrella.. Wienerverz. 139. n. EN L’Albätre, Geoffr. parise II. 168, Me 115. Wohnort: um Ingolftadt.

Flugzeit: Julius.

Anm, Lang 3°", Vom Baue der Kleidermotte, aber: garz weils und ohne Punkt; gleichwohl find die Ober- flügel ein bischen weniger reinweifßs. Sie gehört nicht ge- nau in dieie Familie,

Weifs bauchige G. 1841. Die Oberflägel grau, mit einem grofsen fchwarzen. Gemeinpunkte, am Hintere tande fchwarz mit einem grauen Saumpunkte,

Tinea leucogaftrella, Heimat: um Ingolftadt, Fingzeit: Auguft,

Anm. Lang 4‘, faft, Die Flügel eingerollt; die obern, wie das ganze Infekt, afchengrau, mit einem grofsen eg oa fchwar«

2) Proleg. I. go. @) Michaelis mof, Recht, IV. 202,

122 Gemeinmotte,

Schwarzen Gemeinpunkte an der Mitte ihrer Länge; auch

der ganze Hinterrand (der dicht - und feinfranzig if) nebft

feinen Franzen fchwarz. Der Bauch, weiß. Die Zunge

länger als der halbe Leib,

Harzbeulen G, 1842. Schattenbraun; die Oberflügel mit gesättigtern vergoldeten Querlinien durch- zogen.

Tinea refinella. Lin, ff. nat. 892. n. 406, Röfel Inf, Cl. 4. pap. nod, Tab, 16,

Wohnort: an Kieferzweigen in harzigen Beulen. Raupenzeit : Herbtt,

Flugzeit: May, Junius,

Rainfarru G, 1343, Metallifchgrau ; auf den Oberflü- geln am Hinterende eine tieffchwarze Querlinie vor den Franzen, und ein fchräger weifser Strich vom Auffenrande an den Innenwinkel,

Tinea tanacetella. :Wolnort: an den Blüthen des Rainfarrn, Flugzeit : Julius. Anm, Die Flügel faft eingerollt, fehr fchmal. Länge

des Infekts 3,

Viertropfige G. 1844. Schwarz; auf jedem Oberflü- gel zween gegenüberftehende gelbe Punkte.

_—-

Tinea minutella. Wienerverz. 140. 2.50 Wohnort : Ingolftadt. Ich fieng fie am Fenfter mei- nes Wohnzimmers, Flugzeit : May. Anm, Sie ift mattfchwarz oder fätt rußig; über die

hintere Hälfte der Oberflügel geht ein gelber, in der Mitte untel=-

Gemeinmott« 123

Cd Unterbrochener, Querftreif. Sie ift fo klein eben nicht, als der Name anzuzeigen fcheint: die Länge des Oberflügels, die Franzen mitgerechnet, g/l,

Neblichte G, 1845. Trüb afchengrau: der Hinterrand der Oberflügel dunkler mit einem lichtern Querfiriche, eine angefangene fchmale Binde

. vor der Längehälfte fchwarz. Tinea nebulella. AWienerverz, 140, 2. As Heimat: um Ingolftadt. rg Flagzeit: Junius , Fulius.

Anm, Lang 3 ıf2'“. Durchaus afchengrau, Die fchmale Binde am Rande der Oberflügel noch vor der Hälfte der Flügellänge ift eigentlich aus zween, etwas in die Quere gezogenen, Punkten zulammengefezt, Der After ift gelb- licht, A Frifchifche G. 1846, Schwärzliche, goldgeglättet;

die Fühlhörner ungeheuer lang, “weiß, am Grunde fchwarz, Finea Frifchella.. Pienerverz, 140. ®. 53. Tinea fcabiofella. Sulzer Gefch. Tab. 23. Fig. 1% Phalzena fcabiofella. Scop. carn, n, 644.

De Wohmort: Wiefenz; der Schmetterling felbft fizt gern

auf Scabiofenköpfen, Flugzeit: May, Junius,

Aum, Lang 4a ıf'9, das Fühlhorn 10%, Die Flügel fchwärzlichtbraun, vergoldet, unten fchwarz, Die Fühl- hörner vom Grunde bis an die Mitte fchwarz, dann weifs. Die Unterflügel kupferblau.

X Dis

a24 Gemeinmotte,

RR Die Oberflügel gefpizt,, Y Dorterblumen G, 1847. Schwärzlicht goldgeglättet ;

der Kopf gelbzottig; die Fühlhörner kaum fo lang als der Körper,

Tinea Calthella. Wienerverz. 144. m 36. Lin, Jaun. fuec. n. 1432,

2? Phalaena rufimitrella, Scop. car. n. 649%

Wobnort : Dotterblumen,

Flugzeit : May.

Aum,. Um mehr dann die Hälfte kleiner als die vorige Art, weniger golden; die Unterfeite fchwarz; die Fühl- hörner kurz, fchwarz.

Fufsbinden G. 1848. Die Oberflügel linienförmig, gol- den mit.drey fchwarzen Binden, die Unter- flügel golden mit zwo fchwarzen Binden,

Tinea pedella. Lin, faun. fuec. m. 1433. Wohnort: in Laubhölzern um Neuburg. Die Raupe foll, nach Liune, die Blätter der Erle mi- \ ..niren. Flugzeit: Junius.

Anm, Lang 2 ıf'!, Die Unterflügel beruft, Linn fcheint nur ein Stück gefehen zu haben.

Ste ufanmcn G. 1849. Die Oberfügel fehwarz: längs It | herab ein breiter, beyderfeits fehr buchtig aus= gezackter weifser Streif, Tinea fequella. Lin, faun. fuec n. 1365. Phalaena tinea pufiell, Adübner Beyer. L I, ©

Tab. ı, Fig, D, I-4 Phalaena

Gemeinmott«& 125

»Phalaena tinea fcalacellaa Kühn. berl. Befchäft, III, 26, Tab. uishrg:i6; . ‘Tinea fcalicella, Fabr, fpec. inf. II. 294. „28. Tinea fcalella. Scop. carn. n. 654 Wohnort: auf Steinfaamen.

‚, Anm. Von der Gröfse ‚der Vogelkirfchen - Gemein« motte;.. durchaus weils: auf den Oberilügeln ein gemein- fchaftliches beyderfeits ausgezacktes Längsband am Innen« rande, und verfchiedene Zeichnungen am Auffenrande, fchwarz; die Unterflügel filbergrau,

Tieffchwarze G. 1350. Schwarz mit vier gelben Punkten, .

Tinea atrella. MWienerverz. 140. m. 60, Heimat: um Ingolftadt. Flugzeit : Juniuse Anm, Schwarz; auf jedem Oberflügel unweit des Hine terrandes zween mattgelbe Punkte in fchiefer Richtung,

Silberfrich G. 1851. Bleygrau; Kopf und Bruftrü- cken fchneeweißs; die Obeiflügel mit Silber- ftrichen; die Fühlhörner am: Grunde gebartet, Phyfs Auff. 170. .

® Tinea pennella. HWienerverz. 140. n, 64.

Wohnort : auf Wiefen , um Neuburg,i .> Flugzeit: Junius. i

Münchnerifche G. 1852. Schwärzlicht filbergrau ; die

Oberflügel lanzettförmig, einfärbig Ichwarz, Tinea monacella. ' Heimat: um München,

Flugzeit: Junius. | Anis

126 Gemeinmotte

»..* Anm Länge der Oberflügel 2 ıf/!, : Die Ene den der Füfse faft völlig filberweifs, Weidenröschen G. 1853. Roftgrau mit drey bräun« lichten Querftrichen; der Kopf weißlicht, Tinea epilobiella. Wienerverz. 141. n. 56, } | Wohnort: am grofsblumigen Schotenweiderich, an deffen noch nicht blühenden Zweigen die Rau< pe die obern Blätter unordentlich zufammen« fpinnt auch wohl umbeugt. | Die Verwandlung geht zwifchen eben die= fen Blättern vor fich, Flugzeit : Auguft, a Anm, Kaum 3 Jang. Die Oberflügel ftumpf; die Unterflügel bleygrau, fehr fpizig, am Auffenrande flark ge= franzet, Heckenkirfchen: G. 1854. ‚Schattenbraun: längs der Oberflügel . ein gemeinichattlicher ‚beyderfeits gezähnter weifslichter Streif, Tinea xyloftell.. HWVienerverz, 137. N. 54. Röfel Inf. I. Cl. a. pap. nodl, Tab, 10, - Wohnort: Heckenkirfchen, Schlehen. Flugzeit ., Julius. url # Reiche G. 1955. Die Oberfügel am Grunde, filbern, dann golden mit zween Silberlecken am Auls fenrande,. | | Tinea locupletell. Wienerverz, 141. m. 7Ie Wohnort: um Ingolftadt. Flugzeit; Junius. | Anm. Lang 2 ıfal!l, Der Leib allenthalben, auch

Kopf und Fülse, filbern; die Unterflügel fchwarz, Die Obere

-

Gem einmotte 127

Oberflügel lanzettförmig, filbern, aber dies Silber verliert fich um die Hälfte allmählig in Gold; im goldenen Theile am Auffenrande zwo filberne kleine Makeln,

Bleichfleckige G. 1856. Blank bräunlichtichwarz : ein fchiefer unvollendeter Querftrich am Grun« de, ein Punkt an der Spize, und der Hinter« rand bleichgelb.

Tinea acceflella. HVienerverz. 141. m. 74.

Heimat: um Gern. Der Schmetterling hält fich viel auf Scabiofenköpfen auf.

Flngzeit: Heumonat,

‚Anm, Lang 3 ıf2'!", Auch der Halskragen mit einer bleichen Binde. Die Flügel fpielen auf braunfchwarzem Grunde in Gold. Wann die Motte alt ift, = bleichen oo die gelben Theile, '

Schlehben G. 1357. Die Oberflügel etwas ae braun. grau, mit kurzen dunklern Strichelchen. ,

Tinea pruniella. Lin. faun, fuec. m 1386. Wohnort: auf Schlehenftauden,

Anm. Sehr klein; etwa fo lang als ein Roggenkörn« chen, aber vom Körpergehalte kaum über die Hälfte der sröfsern Bälgleinklappe.

Leuwenhoecks G, 1958. Metallifch glänzend fchwarz; die Oberfügel oben tieffchwarz: ein oranien- gelb goldener Geradfirich von drey blafsgolde- nen Binden unterbrochen, Phyf Auff. 221.

Tinea Leuwenhoekella, Fabr. mant, II, 252. n. 125, Heimat : bey Weihering,

Flugzeit ; Julius, Korn

128 Gemeinmoftte

Korn G, 1859. Silberweifs- mit braunem Kopfe,; und | fchwarzen Flecken und Stäubchen auf den Oberfügeln,

Tinea granella, Wienerwerz. 121. n. 77. Gefner Zürch, Abb, I, 256. TInb, ı.

Röfel Infx I. Cl, 4. pap. nodl, Tab. 12

Wohnort: aufbewahrtes Getreide, vorzüglich Roggen.

Flugzeit: May, Junius,

RC *

Schnauzenios, _

* Mit gerundeten Oberflügeln,

Swammerdams G. ı860., Die Fühlhörner fehr lang; die Oberflügel blafs meflingfarben.

Tinea Swammerdamella. Pienerverz. 141, n. 2% Wohnort: Hecken ; um Ingolftadt. Flugzeit : May. Anm. Lang 4 ıfa!!l, Wachskuchen G. ı361. Die Flügel grau? die obern hinten röthlicht grau; der Bruftrücken fchwarz, am Ende weiß.

Tinea mellonella. Fabr. fpec. inf. II. 296. m, 36, Reaum, Inf, III ı. Tab. 19. Fig. 7-9. Wohnort: in den Wachskuchen der Bienen.

Tapeten G. 1862. Der Körper fchwärzlicht: die Stirne weifs ; die Oberflügel zur vordern Hälfte matt- fchwarz , zur hintern weifs mit fchwärzlichten.

Flecken gefchecket. Tinea

Gemeinmotte® 129

Tinea tapezella,. Mienerverz. 142. #. ZZ Lm Faun, fuec. n, 1414. |

La teigne bedeaude & tete blanche. Geoffr, paris, IL 187° 12, 13.

Reaum, Inf. IIl, Tab, 20. 122 I-4

Wohnort: Tapeten,

Flugzeit : Junius.

Anm. Der Körper fchwarzgrau, vorne fatter, die Af- terfpize und die Stirne weißs ; die Füße weißlicht:; die Fufsblätter weifs und fchwarz geringelt. Die Oberflügel am Grunde.bis faft zur Hälfte ganz fchwarzgrau, die übrige Hälfte weils: am Hinterrande fchwärzlichtgrau mit einer braungelben Makel amı Auffenwinkel; ein fchwarzer Fleck an der Mitte des Auffenrandes, und die Gegend herum ge= trübt,. Die Unterflügel reinfchwärzlicht afchengrau.

Sammetfchwarze G. 1863, Durchaus fammetfchwarz; die Oberflügel {chmal , gerundet, an den Adern behaart, ;

Tinea walofellas i Wohnort: zu Ingolftadt. Ich fieng fie 1791. den 19. May am Fenfter meiner Bibliothek,

Anm. Durchaus tieffchwarz ; nicht ganz 3! lang... Sie trägt die Flügel dachförmig, die nicht mit Schuppen, fondern mit Haaren, und zwar blos an den Adern, be- deckt find; der Saum ift mit gleichen , aber längern, Haa- ren eingefa t, Auch die Hinterfüfse find mit Haaren ge» franzet,

Kleinfte G, 1864. Bleyfarben;_ ein weißser Querfirich über die Oberflügel,

Fauna boica. 2. B. 2, Abth, | I Tinea

130 Gemeinmott«

Tinea exiguella, Fienerverz, 143. m, 2Is Wohnort: im Lendinger Holze nächft Ingolftad«s Flugzeit: May.

Anm. Kaum etwas länger als ein großer Flh,

*:® Die Oberflügel gefpizt,

Degeers G. 1865. Die Fühlhörner fehr lang; die Ober- Aügel güldifch braunfchwarz, mit einer Gold- binde,

Tinea Degeerella. Lin. faun fuec, n, 1333. Wohnort : Laubhölzer, Flugzeit, Julius,

Anm, Höchft ähnlich der folgenden Art, aber die Fühlhörner fehr verfchieden.

Sulzers G. 1866. Die Fühlhörner mittelmäfßsig, länger als der Körper; die @berflügel braun mit Goldfchimmer : eine gelbe Binde,

Tinea Sulzella.. Wienerverz. 143. m 23 * «Wohnort: Wiefen, | Anm, Lang 2 ıfj'!!; aber die Länge eines Vorderfiüs - gels 3 1/3’, und die Länge eines Fühlhorns nur 4’, da fie bey der vorigen Art noch über ı' if, .Das Infekt ichwarz mit zerftreuten Goldfchuppen; der Kopf und die Fühlhörner bis über die Hälfte bläulicht rothgolden ; die . untere Hälfte der Fühlhörner etwas dick, deutlich gefchup- pet, dann ungefchuppet, dünner, gegen das Ende weiß, Ueber die Mitte der Oberflügel eine gelbeBinde, die vey- lenblau SRLUP, ilt,

Dotrzer-

N

Gemeinmotte 13X

Dortermweiden G. 1867. Die Fühlhörner fehr lang; fchwarz : die Oberflügel mit Goldglanz; die Stirne weiß. Tinea Reaumurella MWienerverz, 113. m, 24. Lin, faun, fuec, n, 1392e Wohnort: auf Wiefen, Flugzeit: Mays

Gödarts G, 1868, Die Oberflügel, golden: zwo Bin- den und &rey Makeln filbern, -

a

Tinea Goedartella Wienerverz, 143, n, 29, Z Lin, Dit. nat. 897. m. 430%

Wohnort: in Gehägen,

Flugzeit : May. |

Anm, Von den drey Makein eine am Grunde, eine am Auffenrande, eine am Innenwinkel, | \ Goldfrich G, 1869. Schwarz: auf den Oberflüseln

ein Längsftrich am Innenrande , ein anderer am Auffenrande und eine wunterbrochene Binde golden, Tinea Schrankella. Göze Beyer, III. 4, 167. m. 284. La teigne ä bande doree et anneau blanc aux an tennes. Geoffr, paris. II. 198. m. 4% Wohnort: zwifchen Feldgebüfchen.

Anm. Die Längsftriche kurz; ein weißer Ring um die Mitte der Fühlhörner, Die Motte fehr klein. Merianifche G. 1870. Die. Oberflügel ichwarzgolden

mit drey Silberbinden: die erfte grundwärts, die dritte fpizewärts gebogen,

io Tinea

152 Gemeinmotte

-Tinea Merianella, Lin. faun. fuec, m. 1402» Wohnort: Gehäge,

Erlenblatt G. 1371. Die Oberflügel golden: auf der vordern Hälfte eine Längslinie durch die Mitte und eine gemeinfchaftliche am Innenrande, auf der hintern drey Makeln am Auffenrande und zwo gemeinfchaftliche filbern (Er).

Oben golden; an jedem Oberflügel ein Längsftrich, eine rückwärts vor[pringende un« terbrochene Binde, und drey Stricheichen. am Auffenrande reinweifßs (Sie).

Tinea Rayella, Lin. faun. fuec. n. 1407.

Phalaena chryfargyria alni. Degeer edit. galls I, 440. Tab. 31. Fig. ı - 1. UÜeberf; I. 3.

Qu. 37... Lab. 91. Big 1 = 42

Wohnort: auf der Unterfeite der Erlenblätter unter der Oberhaut, wo die Raupe zwifchen zwo Seitenribben -plözlich minirt, dabey das Zellge- webe der Unterfeite an diefer Stelle aufzeh- tet, aber das der entfprechenden Oberfeite ver- fchont, das dann fortfährt fich zu ernähren; dadurch wird aber die Oberfeite dort gewölbt, und das Oberhäutchen der gegenüber liegenden | "Seite bildet eine lofe Falte, was dem Räup- „.ghen freyen Spielraum verfchafft.

> Der Schmetterling ift.2/* lang, hat dach-

förmige Flügel, die Füfse und die körperlan-

gen Fühlhörner find oben fchwarz, unten fil-

bern; die zwo vordern filbernen Gemeinma-

keln find rautenförmig, und die vordere Auf

fenrandmakel fezt weit ins Flügelfeld hinein.

Das

Gemeinmott®& 133

Das Weibchen ift etwas verfchieden: es hat kein Silber, fondern dafür Weils. Ueber dem Bruftrücken am Flügelgrunde ein fchmaler weißer Strich; auf jedem Oberllügel ein wei- fer Längsftrich vom Grunde bis an das Ende des erften Drittels, dann zween fchiefe gegen den Hinterrand geneigte Striche: einer vom Innenrande , einer vom Auffenrande, gerade gegen über, aber in der Mitte,=wo fie fich begegnen follten, !affen fie aus; hinter diefen drey Binden, die-nicht ganz an den Innenrand reichen: alle reinweifs; auch haben alle weiße, Linien eine fchwarze fchmale Einfaffung. Die 'Fühlhörner nicht ganz von der Länge des Körpers,

Weifsdorn G. 1872, Schwärzlicht bleyfarben ; die fe und Fühlhörner trüb roftgelb, Tinea fpinella, / | Wohnort : auf den jungen Blättern des Weifsdorns, Anm. Sie gehört in die Familie derjenigen Motten, die fich aus den Blatthäuten einen fat walzenförmigen , an einer Seite etwas fchneidigen Sack mit einer dreykantigen Oeffnung bilden, und die Resumür (b) Blattmotten nennt, REN Länge des Infekts all, a Beyftrich G, 1873. Schwärzlicht mit gelblichten Zeich- nungen auf den Oberflügeln. |

Tinea commatella. | Heimat: zu Ingolftadt; fie kam mir des’ Nachts im Julius durch das offene Fenfter ins Zimmer. ig Anm,

134 Gemeinmotte

Anm, Nur 5/4”! lang, nicht dicker als ein etwas dicklichter Beyftrich; durch das zufammengefezte Mikro- skop gefehen, hat fie ein etwas zottiges Anfehen, Die Füfse find nackt und gelblicht, der Leib dünn behaart, und beruist gelblicht,

*: D. * Noch unbefimmte Familie,

Aufser den angeführten Motten fah ich noch einige andere, die ich um der Vollftändigkeit Willen anführen mufs, ‘obwohl ich fie in keine Familie ordnen kann. Die meiften fah ich doch in ihrem vollendeten Zuftande ; aber fie waren zu klein, um nicht durch die Aufbewahrung feibft zu leiden, oder ich konnte fie gar nur in der vol- len Freyheit beobachten und befchreiben: in beyden Fäl- len war es mir nicht möglich, über die Bildung der Schnau- zen Zuverläfigkeit zu erhalten, Von einigen fah ich nur. die Raupen, |

Rehfarbene G, 1874. Die Oberflügel lanzettförmig, breitlicht, oben nebft dem Bruftrücken durch- aus rehfarben ; die Bruft filbern, Tinea cervinella Phalaena cervinella. Scop. carı. 7. 636« Wohnort: am Donaumoore, Flugzeit: Junius.

Weifibörnige G, 1875. Die Oberflügel lanzettförmig, | fchwärzlicht, goldfchielend, mit zwo weißs- lichten Makeln..

%

Holhn-

m‘ 2 Tinea leucocerella, Scop. carn n. 664%

N

Gemeinmotte 135

Wohnort : um Ingolftadt. Flugzeit: May.

Anm, Lang ı ıf2'!, Eine Makel am Auffenrande, die andere am Innenrande. Die Fühlhörner länger als der Körper, auswärts weils.

Gegenmaklige G, 1876. Schwarz; eine Auffenrand- makel am Grunde, und eine abgebrochene Binde der Oberlügel gelb.

Tinea oppofitella. a, Alueita oppotitella. Fabr. Puff. entom, 670. m. 2. Wohnort : um Ingolitadt,

Anm. Sehr klein.

Zufaz: Sie gehört, wie mich fpätere Beobachtungen lehrten, in die Unterabtheilung #%*°* der Familie B. Wilkifche. G.. 1877. Der Kopf weißs; die Flügel

fchwarz mit vier.filberweifsen Binden, Tinea Wilkella. Lin. faun, fuec. n, 1403 Heimat : um Ingolftadt,

Anm. Kaum eine Linie lang.

Allee G, 1978. Die Flügel gerundet; die obern mit wechfelweifen fchwefelgelben und kupferro= then faft viereckigen Flecken,

Tinea alleella. Narurf. IX, 106, Tab, 2, Fabr, See. inf, Il. 509% Heimat > um Gern,

Anm. Die kupferrothen Flecke mit Silber eingefaßt,

Schnmeeköpfige G. 1879. Kopf und Bruftrücken weils;

‚die Oberflügel einförmig gelb, 14 Tinea

136 Gemeinmoötte

Tinea lucella. Alucita lucella. Fabr. fpec. inf. Il, 667. n. 4. Heimat: bey Gern, | Anm, Ich fah fie nur einmal, und in der Freyheit. Weifsgürtlige G. 1880. Die Flügel flach, fchwarz: eine filberne Geradbinde auf den obern.

"Tinea cinctella, Lin, SR. nat, 891. 1. 390% Heimat: um Ingolttadt.

Anm. Ich fah fie nur einmal im Juiius in einem Ge= büfche, Sie ift etwa 2!’ lang.

Flieder G. 1881. Die Fiügel fichelförmig aufwärts ge- “bogen: die obern gelblichtgrau mit weifslich- ten Fleckchen und Strichelchen,

Tinea fyringelia. | = Tinea Denifella. Neu München. Abb, II. 387, Wolmsrt: unter der Oberhaut der Fliederblötter, die fie pläzlich minirt. ; Ranpenzeit : April, May: } Bogenftrichige G. 1832. Weifsz, die Flügel faft ge- rollt; -am Grunde der obern ein Längsftrich und über die Mitte ein Bogen blafsbraun,

Tinea arcella. Fahr, gen. inf. p. 295. ° | Heimat : um Ingolftadt, in Gebüfchen, Flugzeie: Auguft,

E Anm, Die beyden Bogenfchenkel fchliefsen ein eyför-

2 miges Feld, jedoch unvollkommen , ein. "Der Schmetter- ling etwa 3“ lang, :

Schwarz-

Gemeinmotte 139

Schwarzdorn G. 19893. Bräunlichtgrau: auf den Ober- flügeln ein Längsitrich und der Hinterrand weiislicht.

Tinea oxyacanthella. _Fabr, mant, II, 242. n. 22. Wohnort; um ingolftadt; auf Schlehenftauden? Da flog fie, | | Flugzeit : May. Gefchmackvolle G, 1884. Die Oberflügel nelken« braun: eine Gemeinbinde und zween Mittele fiecke auf jedem reingolden. Tinea fpeciofella, Heimat : um Ingolftadt. : Flugzeit: May.

Anm. Nicht größer als Tipula hirta; ich konnte fie daher nicht fangen, um fie näher zu unterfuchen. Sie hat die Geftalt eines Spinners- mit dachförmigen Flügeln. Die Oberflügel haben die Farbe, wie des Dornfalters von der Rochneffel ; unweit des Grundes durchzieht fie eine fchma= le Binde, und im Mittelfelde jedes Flügels befinden fich zween grofse Punkte, alles fehr feingolden, ;

Kienfproffen G. 1835. Die Flügel roftgelb und filber- | . weils bunt; der Bruftrücken dottergelb, +,

Tinea turionella, Lim faun. fuec. n. 1420. Wohnort: in den neuen Kieniproffen, um Neuburg, wie ich aus Amtsberichten fehe,

Eichel G. 1986, Die Flügel aufliegend: die obern bräunlichtgrau, braun gewölket. Te

Tinea glandella. R Reaum, Inf. IL, 2. 326 a Wohnung

138 . Gemeinmatte

Wohnort : in Eicheln. Flugzeit: Julius.

Anm. Die Raupe bohrt fich bald nach dem Eichelfalle aus und geht in die Erde, fich zu verpupen.

Ich fah den Schmetterling. felbft nicht, aber wohl die Raupe,

Hafel G. 1837. - - - T, Avellanella, Wolmort : unter der Blatchaut der Hafelftande, Raupenzeit : September Oktober.

Anm. Ich. habe diefe Art verfchiedene Male zahlreich bis zur Pupe gebracht; ich war aber allemal auf dem Lande, und vermuthlich litten die Pupen durch das Fah- ren in der Nachhausreife: ich brachte nie einen Schmettere ling aus.

Die Raupe minirt pläzlich , faft fo wie die Erlenblatt- Gemeinmotte,

Schlingenbaum G. 1888. - - - T. Lantanella, Wohnort: auf der Unterfeite der Schlingenbaums blätter.

Anm, Den Schme ne kenne ich nicht, Die Raupe minirt auf der Uhnterfeite der Biätter einen länglichten Fleck zwifchen zwo Nebenribben des Blattes, däs dann dort eine Falte macht. Ausgewachfen fpinnt fie fich an eben der Stelle unter der minirten Oberhaut eine weilse feinfeidene Hülfe, in welcher fie ich verwandelt; aber häufig erhält man ftatt der Motte einen Raupentödter,

Weiderichblart G, 1889. - - T. clandefinella, Wolmort: in den Blättern des grofsblumigen Scho- tenweiderichs.

Anm:

Geiftchen 139

Anm, Die Raupe minirt einen mäfligen eyförmigen Fleck unter der untern Oberhaut des Blattes; fie greift das obere Nez gar nicht an, daher man auch keine Spur von einem Minirräupchen findet, wenn man nicht gerade die untere Seite unterfucht. Die Verwandlung geht unter eben demfelben Oberhäutchen vor fich. Die Pupe ift ichr hell fchildkrötenbräunlicht.

Rofenblart G. 1800. =. -\T. rofella, Degeer Ueberf, I. ‚Quart, 41. Tab, 3ı. Fig. 1%, - 21. Ä Wohnort: unter der Oberhaut der Rofenblätter, welche die Raupe gangweife minirt. - Raupenzeit; Herbil.

Anm, Die Raupe har ı8 häutige Be aber gar kei=

’ne hornartigen Bruftfüfse.

Beilchen

Dreyfireifiges G. 1891. Die Oberflügel fichelförmig, braun, zweylpaltig, mit drey weißen Quer- firichen; die Unterlügel fchattenbraun, drey- | fingerig; die Fülse weils geringelt.

Alucita trichodactyla. HWienerverz, 145. m. 3, Schäffer icon. 93. n. 7, Heimat: um Gern,

Winde G. 1892. DieFlügel hell mufchelbraun : die obern mit einem fchwarzen Punkte, zweyfpaltig; die untern dreyfpaltig. |

Alucita ah Wienerverz.297. Tab. L Fig. 8. .Wolbn-

149 Geifttchem

Wohnort ; Feldwinde, Zaunwinde,

Raupe: wenig behaart, meergrün, mit einem breit-

lichten purpurnen Rückenftreife;, der Kopf blafßsgelb mit fchwarzbraunen Flecken,

Graues G. 1895. Die Oberflügel röthlichtgrau, fchwärz- licht gefleckt, zweyfpaltig; die Unterflügel afchengrau, dreyfingerig,

Alucita megadactyla, Wienerverz. 146. n. % Heimat: um Ingoiftadt. .

Anm. Ein bräunlichter Punkt bey der Theilung der Oberflügel, ein anderer am Auffenrande. Schlehen G. 1894. Schneeweifs; die Oberflügel zwey- fpaltig die Untertlügel dreyfingerig. Alucita pentadactyla, Wienerverz. 146%. n.9. Röfel Inf. I. Cl. 4. pap. nodt, Tab. 5. Fig. 1-6. Wohnort: Schlehendorn, Pflaumenbaum, Raupenzeit: May, Junius. ‚Raupe: affelförmig, uneben, mit fparfamen weg- ftehenden Haaren, blafsgrün, hellgeftreift, fchwärzlicht punktirt, gelbgerandet an den Seiten; der Kopf blafsgelb.

Betrach-

143

Betrachtung über | die fyftematifche Anordnung

der

Sschmetterlinze.

Kein Theil der sämtlichen Thiergefchichte ift noch von fo vielen Beobachtern ftudieret worden, als die Naturge- fchichte der Schmetterlinge; dennoch hat man die fyftema- tifche Anordnung in keinem Theile mehr vernachläfiget , als gerade in diefem. Linn kannte in diefer ungeheuren Abtheilung nicht mehr als drey Gattungen! Papilio, Sphinxe und Phalaenı, Um in fein endlofes Verzeichnifs der dahin gehörigen Arten einige Erleichterung zu brin- gen, fah er fich wohl genöthiget, Artenfamilien zu er denken, und weil auch diefe in der lezten Gattung, der artenreichften aus allen, nicht hinreichten, fammelte er -diefe Familien in einige größere Haufen, denen.er befon-

a dere

142 Betrachtungen

dere Namen, und diefen deutlichere, beffer begränzte; Beftimmungen gab, als bey den übrigen Familien nicht ge- ' ‚fchehen war. DBombyx, Nodun, Geomerra, Pyralis, Tortrix, Tinea, Alucita, find deutliche Namen von Gat- tungen, und die Kennzeichen, welche, er dafür angiebt, find wohl eben fo gut, als die Kennzeichen, welche er von manchen Käfergattungen angegeben hatte, Es fehlte nur noch ein Schritt, diefe grofsen Familien für das zu erklären, für welches er fie ftillfchweigend wirklich zu halten fchien, für Gattungen, Ich weis gar nicht, was ihn mochte abgehalten haben, diefen in der That gar nicht gewagten Schritt zu thun,

Hr, Fabricius kam, und that ihn, Er that noch mehr. Die Gattung Spbinx theilte er in drey neue Gat= tungen ab, Spbinx, Sefa und Zygaena, und aus der gro-= fen Linnäifchen Phalänenfamilie Tinea machte er zwo Gat« tungen, Tinea und Alucita, indem er die Gattung der Geiftchen mit dem Namen , Prerophorus belegte. Auch von der Linnäifchen Noätua fönderte er die Schmetterlinge mit Ichwachgekämmten Fühlhörnern saus MM Aeleupen unter dem Namen Hepialus ab.

Da fich fein Syftem lediglich auf die .Mundtheile und die Fühlhörner, befchränket, und der Bau der erftern we- nig Verfchiedenheit an die Hand giebt, fo wars freylich nicht wohl möglich ,„ auf diefem Wege die nöthigen An«= gaben für viele Gattungen zu erhalten. Gleichwohl wä=« zen auch nach diefer Methode noch manche weitere Zer« f ällungen in mehrere Gattungen möglich gewefen. Es if z. B. gewils, dafs verfchiedene Spinner und Eulen faft zungenlos find; das Dafeyn oder der Mangel eines fo we=

Sentlichen

über die Schmetterlinge 143

fentlichen Organs, welches Hr. Fabrieius bey den wefpenartigen Infekten allemal forgfältig bemerket hat, if doch wohl ohne Vergleich ein erheblicheres Kennzeichen, als die Kolben - oder Beilform des Endes der Frefsfpizen, oder die um Eins grötsere oder kleinere Anzahl der Glie- der an denfelben ,„ oder eine Haafenfcharte an der ‚Unter- lippe. Nicht überall haben die Bärte oder Schnauzen ei- nerley Bau; nicht überall find fie von derfelben Anzahl,

Die weitere Zerfällung diefer noch immer ungeheuern Gattungen ift alflo möglich. Sie ift aber auch dringendes Bedürfnis. Die Angaben der Kennzeichen bey den Arten werden mit jedem Tage fchwankender, weil bey dem gro= fen Fleifse unferer Sammler mit jedem Tage neue Arten hinzukommen; und für die Trivialnamen finden fich in unfern dickften Wörterbüchern bald keine Worte mehr,

Dem erften Bedürfniffe hat man dadurch abzuhelfen ge= fucht, dafs man diefe grofsen Gattungen in verfchiedene Familien vertheilte, von welchen man deutliche Kennzei= chen feftiezte. Oder man theilte fie in Horden ein, und gab den Horden weitere Unterabtheilungen, die gleichfam fo viele Familien der Horden find. |

Beyde Methoden find aber bey ihren unverkennbaren Vorzügen nicht ohne eigene Befchwerlichkeiten. Macht man die Familien zu klein und artenarm, fo laffen fich die dahin gehörenden Schmetterlinge wohl allerdings in einer gefchmackvollen Ordnung in der Sammlung aneinander rei= hen, aber die Gränzlinien der Familien können nicht fcharf genug gezogen werden. Dadurch laflen fie, wenn nicht einige zufällig fehr auszeichnend find, den, welcher einen ihm bisher unbekannten Schmetterling auffucht, in Un-

gewils-

144 | ‚Betrachtung,

gewifsheit, ob er auch die rechte Familie getroffen habe, Dies gilt von den Eulen und Spannern noch mehr als von den Spinnern, obgleich auch bey dielfen manche Familien, ohne dafs man fich bereits eine beträchtliche Uebung ver« fchaffet habe , fchwer genug zu errathen find. Macht man fie aber nach den Angaben deutlicher und ftandhafter Kenn- zeichen grofs und fcharfbeftimmt, warum fchleppt man fich ferner mit dem Familiennamen, und nennt das, was man gemacht hat, nicht eine abgelönderte, für fich befte= hende Gattung ? |

Die andere Methode ift eigentlich das, was Linne eine fynoptifche Darftellung nennt, und was man fonft bey’ andern Gefchäften eine tabellarifche Darftellung zu nennen pflegt. Sie ilt vortreffiich, um eine grofse Menge von Gegenftänden gleichiam auf einem einzigen Blicke zu überfehen , aber fehr unbequem zum Auffuchen; fie if vortrefflich zum Vortrage, indem der Lehrer vom allge meinen auf das fonderheitliche fortgeht, aber es ift {chwer, diefen Weg zurück zu gehen, weil gerade in dem fonder= heitlichen Stücke keine der Eigenfchaften liegt, welche dazu dienen könnte, an die Synoptiiche Ordnung zu er- innern. x

Eigentlich befteht die Befchwerlichkeit der Synopfe nur darin, dafs man fich auf eine Menge Dinge erinnern mufs, wozu man kein finnliches Hilfsmittel vor Augen hat. Die Schwierigkeit liegt nur in der Darftellung , nicht | . in der Sache felbft. Ein Beyfpiel mag das Gefagte erklären.

Hr. Borkhaufen legt bey den Schmetterlingen die ‘drey bekannten Linnäifchen Gattungen, nebft den grofsen

Abtheilungen der lezten ebenfalls als Gattungen betrachtet, zum

über. die Schmetterlimge, 145 ;

zum Grunde; jede Gattung. theilt, er „in Horden,. jede;,

Horde in Familien, diefe zuweilen in Linien, und. diefe,: oder unmittelbar die, Familien ,-. in -Arten. Der Rof-gras- » falter z. B, ift. eine, Oreade, welches d’e viere Familie.

der Nymphalen ift, die die erfte Hörde der Falter ausma= ,

chen. Sezt man die Charaktere des Falters, der Nympha-

le, der Oreade überall befonders an, fo mufs ich bey.

ar i * : * , ) Vergleichung des Stücks, das ich vor mir habe, che ich

noch wegen der Art nachfchlagen kann, drey verfchiede-

ne, ziemlich zufammengefezte , Beg:iffe aus eben fo vie« len Stellen des Buches zufammenlefen : den Begriff des Fal-

ters, der Nymphale und der Oreade. Man feze aber die _

wefentlichften, den wenigften Ausnahmen unterworfenen , Beflimmungen diefer dreyerley Begriffe zufammen, und . fchreibe den Namen Oreas bey, fo hat man eine Gattung.

Das mühefame Zufammenfuchen der auf verfchiedene Seiten zerftreuten Kennzeichen wird dem Lefer erfpart, und. zween Nametı , die fein Gedächwmifs nur vergeblich be-

fcehweren, Papilio und Nymphalis , fallen weg.

Aus diefer Urfache haben die Botaniften von jeher die fogenannten natürlichen Pflanzenfamilien in viele künfts liche Gattungen getrennt: ‚denn was bey dem Entomolo- gen Papilio, Bombyx, Noctua, Tinea ift, das ift beym Botaniften Gramen, Calamaria, Afperifolia, ‚Stellara, Wirk«.: lich ift Lycopfs pulla von Anchufa offeinalis weniger. ver- -

fchieden, als Papilio Hermione vun Papilio Machaon.,. Da- her wird man auch wohlkhun, wenn man im Deutfchen

die bereits üblich gewordenen Namen Falter, Spinner, . Eule, Motte u. f. w., als Namen. der Gattungsfamilien .

beybehält, und nur durch einen leichten Zufaz zu Namen Fa auna boica. 2, B, 2. Abth, RK der

146° Betrachtungen

der verfchiedenen neuen Gattungen erhebt, wie wir im Deutfchen Ruchgras, Kammgras, Rofsgras u. f. w. fagen. So habe ichs wenigftens bey der Gattungsfamilie der Fal- ter machen zu müffen geglaubt, wo ich Dickfälter , Edel=« falter , Stuzfalter u. f, w., zu Gattungsnamen “chuf,

Man denkt vielleicht, es liege wenig daran, ob man diefe Neuerung belieben, oder ob man es beym Al ten laffen wolle. Ich bin anderer Meynung.. Man hat den Himmel und die Hölle des Heidenthums geplündert, alle Helden wider und für Troja vorgeladen, die ganze übrige heroifche Gefchichte in Requifition gefezt, und alle Idyllendichter durchfucht, um die Schmetterlinge mit Na- men zu verfehen. Durch die Menge diefer ganz willkür= lichen Trivialnamen geht aber der Zweck völlig verloh- ren, den man anfänglich dabey gehabt hatte, durch die Seltfamkeit der Benennung dem Bilde des Gegenftandes ei- nen lebhaftern Eindruck zu verfchaffen. }

Die viel beffern deutfchen, und zum Theile auch la- teinifchen , Benennungen die man entweder von einigen an dem entwickelten Infekte wahrgenommenen Eigenheiten, oder vom Futter der Raupe entiehnet hat, werden eben fo fchwankend. Man hat wohl wenigftens zwölferley Spinner, die ihr Futter von der Eiche nehmen, So vor- trefflich aber, fo lehrreich die vom Futter hergenomme- nen’ Namen der Schmetterlinge find (die beften aus allen), fo fchwankend werden fie, wenn man fich in diefem Falle mit Synonymien fchleppen mufs: denn die Worte Truff- . eichen, Kahneichen, Schmwarzeichen u. f, w., heifsen in ge= genwärtigem Falle doch weiter nichts als Eichen, fo fehr verichieden, und So wenig gleichgiltig ihre Bedeutungen

N jonft

über die Schmetterlinge, 147

font auch feyn mögen. Da hätten wir denn zehn bis zwölf Eichenfpinner , von denen keiner dem,,andern gleicht , und bey denen ihre Trivialnamen um nichts bef fer" find, als wenn man fagte: Eichenfpinner Num, 1; Eichenfpinner Num. 2, u. f. £ RR

Aber, ganz anders verhält fich die ke wenn diefe verfchiedenen Schmetterlinge ‘nicht mehr ‚von einerley Gat- tung find. Der Pelzfpinner der Eiche (Lafocampa Qunercus —. Bomb. Quereu:) wird nun nicht mehr. mit dem Streck- beinfpinner der Eiche (Laria :nivofa Bomb. nivofus) verwechfelt: werden können; und die Benennungen eines Augenfpinners vom Schwarzdorne (Sazurnia Spini Bomb. Spinzi), oder eines Augenipinners der Büche ( Saturnia Tau Bomb. Tan) werden ganz andere Begriffe gewäh- ren, als dieBenennungen eines Sichelfpinners vom Schwarz- dorne ( Drepana Spinula Bomb. Spinula), oder eines Sichelfpinners der Büche ( Drepana Hamula Bomb. Ha«

mula ).

Diefe Betrachtungen bewogen mich, nicht nur nach dem Vorgange des Hrn, Fabricins die Linnäifche Gat- tung Sphinx in mehrere Gattungen zu trennen, und feinen Hepialus als eine eigene Gattung, jedoch mit einiger Ver« änderung, anzunehmen, fondern auch den von ihm unzer= theilt gelaffenen Linnäifchen Papilio in mehrere Gattungen zu zerfällen, Gerne hätte ich dies auch bey den folgen- den großen Familien gethan; allein ich gefiehe es, dafs es mir dazu an den nöthigen Beobachtungen fehle. Der Ge- danke, dies für die Schmetterlinge zu thun, was man für alle übrigen Infekten fchon lange gethan hat, entftand erit in mir bey der lezten Bearbeitung diefes Stückes mei-

Ka ner

148 Bstnachtungeyäüber. Sr

ner Fauna, im Winter, wo ich. gar keine andere zuverläß fige Hilfsquelle haben konnte, als meine gar nicht ftarke Sammlüng. Bruchftücke hätten fich wohl angeben laffen, die aber dadurch die Gattungsbeftimmung ‚des Reftes noch zweydeutiger gemacht haben. würden, Es war ohnedies nicht in meinem Plane, ein Syftem zu bearbeiten ; nur die Thiere eines befondern Landes aufzuzählen,, war meine Ab- ficht, das mufste wohl mit Ordnung gefchehen, aber diefe Ordnung konnte durch jedes bereits eingeführte Sy-' ftem erhalten werden. Auf unbedingte Vollkommenheit mufs man bey dergleichen Schriften ohnehin Verzicht thun, bey denen es immer etwas auszufeilen geben wird, lange die Natur Beobachter haben wird.

Unterdeffen mögen zu weiterer Bearbeitung diefe Bruchftücke hier folgen, wo fie abgeföndert ‚und aus dem Ganzen enthoben , da ftehen, und eben darum keine Verwirrung Und Undeutlichkeit veranlaffen können.

Spin-

de Pr RRGN * x dc hr > u er Ai , n = 5 h 149

Spinnerförmige Schmetterlinge. Lepidoptera bombyciformia,

/

Augenfpinner. _ Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: beide Saturnia, Reihen faft in EReHey Fläche ver- breitet. Zunge: fehlt. Aaaaın: zwo, behaart Flügel: dicht befchuppet, in der Ruhe aufiiegend, ziemlich verbreitet: die obern breit. us, ii Raupe; nackt, walzenförmig, mit bor- ftig geftirnten Warzen, | Hieher rechne ich die Familie B, des Wie- ‚nerverzeichniffes nebit dem Bombyx T, aus der vorhergehenden Familie. Alfe 1,>Saturnia Pyri. "Bombyx Pyri meiner Fauna n, 1420. s. Saturnia Spini. N | Bombyx Spini meiner Fauna n. 1421 3. Saturnia Carpinis "= Bombyx Carpini meiner Fauna n, 1422, 4. Saturnia Tau. | Me Bombyx Tau meiner Fauna n, 1419. K3 Seiden-

159 Spinnerförmige Schmetterlinge,

Seidenfpinner. Füblhörner : zweyreihig gekämmt: die Bombyx.. Reihen gegeneinander eingerollt. Zunge : undeutlich, Schnauzen: Zzwo, zottig. Flügel: in der Ruhe fchwach abhangend, ungefchloffen, Ranpe: völlig nackt, vorwärts flark ver- fchmächtiget; der Kopf klein. . Hlieher ziehe ich: ı. Bombyx Mori meiner Fauna n. 1415. 2, Bombyx verficolor meiner Fauna. n. 1416.

Streckbeinfpinner. Fühlhörner : zweyreihig gekämmt : die Laria, Reihen gegen einander geneigt, Zunge: äufserft kurz. Schnauzen: zwo, behaart. Flügel: dichtbefchuppet, in der Ruhe ‚dachförmig: die obern länglicht.r Füfse: in der Ruhe die vordern flark vorgeftreckts die Schenkel zottig. ‚Raupe: pelzig: die Haare..(meiftens) an r __ verfchiedenen Stellen in Büfcheln ge=» fammelt. Hieher ziehe ich die Familien D, G und H, des Wienerverzeichniffes ;, namentlich ı. Laria nivofa. ; Bombyx -nivofus meiner Fauna n. 1425. 3. Laria Salicis. Bombyx Salicis meiner tes tt. 14266 3. Laria chrylorrhoea, Bombyx chryforrhoeus meiner Fauna n. 1427. 4, Larie

"1

„Spinnerförmige Schmetterlinge, 151

4. Laria auriflua, Bombyx aurifluus meiner Fauna m, 14084 &, Laria Monacha. ? Bombyx Monacha meiner ee N. 1429 6. Laria difpar, Bombyx difpar meiner Fauna n, 1430. #, Laria pudiıbunda, Bombyx pudibundus meiner Fauna n. 1444 8. Laria abietis. Bombyx abietis meiner Fauna n. 1445, 9. Laria fafcelina, Bombyx fafcelinus meiner Fauna n. 1446 ıo. Laria Coryli. Bombyx Coryli meiner Fauna n. 1447. . Laria antiqua. | Bombyx antiquus meiner Fauna n. 1449. 2. Laria Gonoftigma, | Bombyx Gonoftigma meiner Fauna n. 1449s

[

33. Laria Anaftemofis.

Bombyx Anaftomofis smeiner Fauna n. 1450 24. Laria Curtula. Die Flügel röthlichegelb : auf den obern vier weifslichte Querlinien, eine rothbraune ee Makel am Auffen= winkel, Bombyx Anachoreta. Ejper. eur, Jebmett. III, Tab. 5ı. Fig. 5. Ph, Bombyx Curtula, Lim, faun‘ fun =, 1124. Ä 15. Laria Anachoreta Bombyx Anachorera meiner Fauna n. 1451:

Ka 16, Laria

152 ° Spinnerförmige Schmetterlinge, E

16. Laria Recluf. “222 2% Bombyx Reclufa meiner Fauna n, 1452.

Bärenfpinner. Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: die Rei-

Arctia. | hen gegeneinander geneigt; oder bor-

- ftenförmig. Zunge: kurz, Schmauzen: ZWOs behaart, SIHEICH, Brujkrücken : : fchojflos. Flügel: feidenähniich dicht befchuppet : .die obern länglicht, ‚Raupe : dichtpelzig, mit langen wegfte- henden Haaren auf Knöpfen, Hieher rechne ich; | 2, Arcıia Caja, Bombyx Caja meiner Fauna n. 1431.

2. Arctia Hebe, Das Halsband roch; die Oberflü- gel J[ammerfehwarz mie weifs gelbgefaumten Bändern ; die Unterflügel feharlachroth, fehwarz gefleckt. .n

Bombyx Hebe, Hienerverz, 5. n. 2, _ Ef $ per europ. Kamen III, Tab. |

x Arctia Hera.

Bombyx Hera meiner F auna n. 1432. 4. Arctia plantaginis. Bombyx plantaginis meiner Fauna n. 1433

4. Arctia Marronula.

Bombyx Matronula meiner Fauna n. 1434.

6 Arctia Aulica.

Bombyx Aulica meiner Fa auna n. 1435« 7. Arctia Villica, Bombyx Villica meiner Fauna n, 1436. 8. Arctia

„Spinnerförmige Schmetterlinge. 183

8. Arctia Dominula. j Bombyx Dominula meiner Fauna n, 1437. 9. Arctia purpurea. Bombyx purpureus meiner Fasingi n. 1438, 0. Arcıia 'maculola. : Die Oberflügel graubraun 5 febwarz gefleckt; die ae 'roth 5’ fchwarz

gfleckt. Ph. Bombyx nuculalke Kasch Beyer. EHI. ı009, Ib, ie

11. Arctia fuliginofa. Bombyx fuliginofus meiner Fauna n. 1439. 12. Arctia grammica. b Bombyx grammicus meiner Fauna n, 1440, 13. Arctia Ruflula, Bombyx Ruffula meiner Fauna n, ‚lAtte 14. Arctia Menthaftri. Bonbyx Menchaftri meiner F auna n, 1448, 15, Arctia Lubricipeda, | Bombyx Lubricipeda meiner nn n, 1443. 16. Arctia mendica. Braungrau.(Er) .oder weiß (Sie): auf den Oberflügeln vier [ehwarze Punkte im Vierecke; die Schenkel reingelb, ‘Ph, Bombyx 'mendica. Knoch Beyer, III. 47. Tab. 2 re

Pelzfpinner, Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: die "Lafiocampa, Reihen gegeneinander geneigt. | Schnauzen: zwo, zottig , falt kürzer als der nafenfürmige Stirnfchopf. Zunge: klein, Flügel: in der Ruhe abhangend , fpiz» dachförmig, Ks Raupe:

134

Ren

Spinnerförmige Schmetterlinge.

„Raupe: pelzig, mit niederliegenden ver- worrenen Haaren, Hieher zähle ich: 2, Lafiocampa quercifolia, Bombyx Quercifolium meiner Fauna #, 1453. . Lafiocampa ilicifolia, ‚Bombyx ilicifolium meiner Fauna n, 1454 s. Lafiocampa Pruni. Bombyx Pruni meiner Fauna n. 1455«. 4. Lafiocampa Pini, Bombyx Pini meiner Fauna n, 1456. 6. Lafiocampa potatoria. Bombyx potatorius meiner Fauna n. 1457% 7. Lafiocampa Rubi., Bombyx Rubi meiner Fauna n. 1458, % Rn Quercus, »«Boinbyx Quercus seiner Fauna n. 1460. 0 Lat iocampa Roboris. Bombyx Roboris meiner Fauna n, 240, | 10. Lafiocampa Trifolii. | i Bombyx Trifolii meiner Fauna m 1462. s1. Lafiocampa dumetis Bombyx dumeti meiner Fauma n. 1459. ı2. Lafiocampa Rimicola , , rözhlichtgrau, einfärbig 5 auf den Oberflügeln ein weifser Mittelpunkt. Phal, Bomb. Catax. Efper europ, fchmett, 1II, Tab. 16. Fig, 1-5. 13. Lafiocampa laneftris, Bombyx laneflris meiner Fauna mn. 1463. 14, Lafiocampa Catax, | | Bombyx Catax meiner Fauna n. 1464. ; 15. Lafie-

Spinnerförmige Schmetterlinge. 155

.15. Lafiocampa .neuftria..

Bombyx neuftria meiner Fauna n. 1465. 16. Lafiocampa ‚caftrenfis.

Bombyx caftrenfis meiner Fauma n. 1466.

‚Gabelfpinner. Fühlhörner : - zweyreihig- gekämmt: die

Cexura, Reihen‘ gegeneinander geneigt: die Enden kammlos. Schnauzen: ZWO, zottig. Zunge: äußerft kurz, Flügel: dachförmig. Raupe: ı4 füßig: der Schwanz mit zween Gabelarmen,

Hieher gehörige Arten find ;

16 Cerura terrifica. Die Flügel weifslichegrau: auf den obern am Innenrande zwo Zeichnungen 5 auf den umtern eine Makel am Innenrande [chwarzs

Phal. Bomb. Vidua, Koch Bor. I . 48. Tab, 2. Fig. 2 » 2, Cerura Fagi. | Bombyx Fagi meiner Fauna m. 1480,

3. Cerura Vinula, | Bombyx Vinula meiner Fauna n. 1481.

4. Cerura Furcula.

Bombyx Furcula meiner Fauna m. 1482.

| Sichelfpinner. Fühlhörner: zweyreihig kurzgekämmt: die

Drepana, Reihen gegeneinander geneigt. Schnauzen: fehr kurz , kaum befiedert. u Zunge: fehr unmerklich, „Kopf: völlig fchopflos, Flügel ;

156 «Spinnerförmige Schmetterlinge.

Flügel: fehr abhangend: die obern faft von der Breite der untern,

Raupe: 14 fülsig, nackt; der Schwanz erhoben , gefpizt : die Spize einfach.

Hieher gehören: | 2, Drepana Sicula. Die Oberflügel mit einem fichel= förmigen Hinterrande, roftgelb: eine Binde ocherbraun. Phal, Bomb, Sicula. Ejper europ. fehmett, III, Tab, 74 9. Drepana Falcula. Bombyx Falcula meiner Fauna n, 1483. 3. Drepana Flexula, Bombyx Flexula‘ meiner Fauna ns 1484. 4. Drepana Hamula, : Bombyx Hamula meiner. Fauna n. 1485 &. Drepana Lacertula. . Bombyx Lacertula meiner Fauna n. 1486, 6. Drepana Spinula, | Bombyx Spinula meiner Fauna :n. 1487.

Eulen-

nr i 1 ah 35 | we It ee NER ; ak Fi

Fülcnförmige Schmetterlinge.

ni si "su. Lepidoptera.\ Noctuaeformin,

Scheckeule, Fühlhörner : borftenförmig: unten mit ei-

» Poecilia. . ©. ner zweyreihig ‚feinbehaarten Richten ! Rinne,

Schnauzen: zwo, fichelförmig , Kafaie,; Flügel: dachförmig: die obern etwas breitlicht. i Raupe : nackt oder fehr armhaarig , gleich-« dick. Hieher gehören : I. Poecilia Perla, | Noctua Perla meimer Fauna n, 1515, 2. Poecilia aprilina. » N Noctua aprilina meiner Fauna n. 1516, 3+ Poecilia Runica, I Noctua Runica meiner Fauna n, 1517.

Kapuzeule, Fühlhörner : borftenförmig: unten mit einer Cucullia, | beyderfeits feinborftigen Rinne (Er) oder rundlicht (Sie), Schnauzen: zwo, gerad, ftarzzottig: am Ende nackter.

Zunge, lang, eingerollt. & 3 Brufi

258 Eulenförmige Schmetterlinge,

== Brufträcken: "mit einem fpizkappenförmf« gen Federfchopfe.

Flügel: die obern lang, fchmal , lanzett«

Ba. A förmig;- in der-Ruhe abhangend,:

pr, = Best ""Ränpe: nackt, gleichdick. Hieher gehören: ’ohne:'alle Ausnahme die in die Eulenfamilien G und H meiner Fau- na, oder in die Eulenfamilien IT und K des Wienerverzeichniffes ae Schmet» zu! Hirenlinge,

Die Eulenfamilien Mund N des Wienerverzeichniffes (K und L unferer Fauna) liefsen‘ fich etwa füglich in ei= nerley Gattung 'zufäinmienftelten, die den Namen Gemein= eule, Nous, haben könnte; eben fo glaube ich bey Vergleichung meines geringen Vorrathes aus den Familien O:und P .(in der Fauna M und’ N‘), dafs fie wohl zu- fammen eine einzige Gattung ausmachen dürften, welcher ich den Namen Hadena, Trübewle, geben würde: Ich _ bemerke von beyden diefen vorgelchlagenen Gattungen , dafs die Männchen, fo weit mir mein in dielem‘ Stücke fehr geringer Vorrath Beobachtungen erlaubt,, ‚gefranzte Fühlhörner haben: deütlich..find. bey einem Stücke, das ich vor mir habe, diefe Franzen Kämme;; aber bey andern fcheinen es nur Haarfranzen, oder höchftens' feine Bürften- kämme zu feyn.

Die Familie X des Wienerverzeichniffes (unfere Fao milie V) könnte eine eigene Gattung geben, die ich, weil meiftens die untern Flügel fchöner als die obern find, Ca- zocala, im Deutfchen fchlechtweg Prachreale, nennen würde, Aber ich denke, dafs ZU diefer Benennung wohl auch

2

Eulenförmige Schmetterlinge, 159

auch die vorhergehende Familie Anfpruch machen könnte, von welcher ich keine Raupe, und nur ein Paar Eulen=! arten felbft beobachten konnte. Sogar über die Arten der’ Familie X glaube ich nicht Beobachtungen genug beyfam-' men zu haben, um nur halb und halb. leidentliche Cha= ractere anzugeben; | 5

Endlich glaube ich, dafs man die beyden lezten Fa- milien, davon die Raupen zwölffüfsige Spannraupen find, wohl in eine gemeinfchaftliche Gattung verbinden könnte; aber eben die Hindernifle , welche ich bey. den beyden vorigen Familien beklaget habe, fühle ich auch hier. |

Weit fchwerer dürfte es werden, das nicht minder ‚zahlreiche Heer der Spanner in Gattungen zu vertheilen, Die Füßse, die Schnauzen, und die Zunge geben keine deutlichen Unterfchiede an; die Fühlhörner erlauben nur, es in zween: Haufen zu theilen, was bereits Linn ge- than hat; und fieht man zugleich auf die Raupen, fo mag man wohl aus den Spannern von zwölffüfsigen Raupen eine eigene ärmliche Gattung errichten, wodurch aber die Menge der zurückbleibenden Arten faft gar nicht vermin- dert wird,

Gar nicht theilbar fcheint mir das Heer der Wickler zu feyn. Ich fand an allen erheblichern Theilen ihres Körpers keine folche Verfchiedenheit, wie ich fie für die Bezeichnung einer Gattung fodere., Auch find die mir be= kannten Raupen im Ganzen alle nach einerley Modelle ge- baut: alle find Walzen mit fechzehn Fülsen , davon aber die Bauchfü'se gegen die Bruftfüßse und die Fülse unter dem lezten Binde etwas zu kurz find, woher der diefen

Raupen

160. Eulenförmige Schmetterlinge.

Raupen eigene Gang feine Erklärung ‚erhält, der vorzüg-. lich dann (ehr feltfam. ift, wann. fie eilen, Ihre Sitten, find zwar nicht. genau diefelbigen durch die ganze Gat- tung, aber der Unterfchied ift doch auch eben fo gar be trächtlich nicht; ‚und die Sitten eines Thieres können kein Kennzeichen abgeben, das gefchickt wäre, Gattung von. Gattung zu unterfcheiden, i

Allein, wie mir fcheint,, völlig erfchöpfen laffen fich die Zünsler und die Motten nicht, von welchen leztern ich gleich anfänglich, als gar nicht dahin gehörig, meine ‚Fe- dermotten abfondere; dafür ich ihnen aber die motienför«e migen Eulen wieder zugefelle, |

Zünslers

93

16£

Bias Schmetterlinge, Lepidoptera Ryralidiformia,

Vielbartzünsler, Fünlkörner : (des Männchens) ge- Poiypogon. kimmt, Schnauzen: zwo, einfach, länger als der Bruftrücken, oder gleich, Zunge: Einger ollt, Körper : fchmächtig, Raupe: -'-.2.20 Hieher gehören:

2, Polypogon barbalis. Drausgran:. auf den Ober- flügeln eine Binde und ein Punkt olivenbraun, auf allen ein weıfslichter Querflrich.

Pyralis barbalis, dlübuer Zünl, » m 5, Fig, 18. | ei

2. Polypogon tentaculalis. Die Flügel ocherbräun= licht, zween Querflreife -auf den unterng drey und ein Punke auf den obern Schwärzliche- braun, |

Pyralis tentaculalis, Hübner Zünsl. MIO, Fig, 6,

Kurzbartzünsler. Fählbörner: (des Männchens) ge- Pyralis, kämmnt,

Fauna boica. 2. B, 2, Abth, L Schnan=-

162 Zünslerförmige Schmetterlinge,

Schnauzen: zwo , einfach, kürzer als der Bruftrücken.

Zunge : eingerollt,

Körper : fchmächtig,

Raupe: - => = =

-

Hieher gehört: 1, Pyralis pinguinalis meiner Fauna n. 1705.

' Vierbartzünsler. Fühlbörner : borftenförmig. Nymphula, Schnauzen: vier, einfach » kürzer als der Bruftrücken, Zunge : eingerollt. Körper : fchmächtig, Raupe: = - = wis Hieher gehören : 1. Nymphula potamogalis. Pyralis potamogalis seiner Fauna n. 1714, 2: Nymphula nymphaealis, Pyralis nymphaealis’ meiner Fauna n. 1715,

Bürftenzünsler. Fiühlhörner: borftenförmig, unten flach, Scopula, beym Männchen gebürftet, u Schnauzen: zwo, kegelförmig. Zunge : eingerollt, Körper : fehmächtig, Raupe: el NL -

Hieher gehören : 1. Scopula paludalis, Pyralis paludalis meiner Fauna Mm. 1713. 2, Scopula dentalis. Pyralis dentalis. zeiner Eon UMR Ne . 1706.

Langbart=

Zünslerförmige Schmetterlinge, 163

Langbartzünsler. F.:blhörner : borftenförmig, Hypenn, - Schnauzen: zway einfach, länger als der Biuttrücken,,. oder gleich, Zunge: einge rollt, Körper : fchmächtig, Raupe : na.

Hieher gehören :

1. Hypena proboicidalis.

Pyralis probofcidalis meiner Eame n 1702.

2, Hiypena roftralis, Pyralis roftralis meiner Fauna m. 1703.

3, Hypena palpalis. Die Oberflägel ocher braun : auf der hintern Hälfte eine graulichte Binde; die Unterflügel einfürbig erdgrau: ein fehwarzes & Mondchen im Mittel,

Pyralis palpalis. Hübner Zünsl, 6. BE Fig. 9. Beilbartzünsler. Füblhörzer : borftenförmig.

Agrotera, Schnauzen: ZWO, zufammengedrückt,, dreygliedrig: das zweyte Glied beil- förmig gebartet, das lezte dreyeckig.

Zunge: eingerollt,

Körper : fchmächtig,

Raupe: => = = = . Hieher gehört: \

1. Agrotera nemoralis,

Pyralis nemoralis meiner Fauna n. 1719.

|

Kleinbartzünsler. Fäühlhörner : borftenförmig, Pyraufta, Schnauzen: zWOo, einfach, kürzer als der | | Brußrücken. L2 Zunge:

164 Zünslerförmige Schmetterlinge,

Zunge: eingerollt. Körper. : fchmächtig. Raupe: Ss = = =. Hieher gehören : 7. Pyraufta cinzulalis. Pyralis cingüulalis meiner Fauna n. 1723; 9. Pyraufta lemnalis, Pyralis lemnalis meiner Fauna m, 1711.

* Pyralis forfcalis fcheint mir gablige Schnauzen zu ha= ben. Beftättiget fich dies an einem frifchen Stücke, fo

macht fie eine eigene-Gattung aus, fie mag Gefährten ha- ben oder nicht,

Motten»

165

Mottenförmige Schmetterlinge, | a Lepidoptera Tincaeformia, |

Motteneule. Fühlbörzer: borftenförmig: unten mit ei« Setina. ner zweyreihig feinbehaarten Rinne,

Schnauzen: zwo, einfach, kurz,

Zunge; eingerolit,

Flitgel: dünn: die obern fchmal, in der Ruhe etwas eingerollt ; -die untern breit, in der Ruhe gefaltet.

Körper. fchmächtig.

Raupe: behaart, vorwärts und rückwärts dünner; der Kopf klein; die Haare auf Knöpfen,

Hieher gehören $

z, Setina Quadra.

Noctua Quadra meiner Fauna n, 150%, 2. Setira uni | $

Noctua unita meiner Fauna m, 1505% ü 3, Setina luteola.

Noctua luteola meiner :Fauna n, 1508 4. Setina fororcula. h

Noctua fororcula meiner Fauna n, 1506s 5. Setina complan,

Noctua complana meiner. Fauna m, 1507.

L3 6. Se

166 Mottenförmige Schmetterlinge.

6, Setina deplana. Noctua deplana meiner Fauna n. 1307 * 1508. 7. Setina depreffa. Alle Flügel beiderfeits bleich- febwarz , gelbgerandet, Noctua depreffa, Efper eur v2 fehmert, IV, Tab.

ale, 8, Setina eborina. .

9

‚Noctua eborina meiner Fauna n, 1509,

9. Selina aurita. Alle Flügel oraniengelb mit länge lichten fchwarzen Punkten: auf den obern in drey Querreiben, auf den 'untern am Hinter- rande, |

Noctua aurita, Ejper europ, fchmett, IV, Tab, 94 Fig, |1-.2. ıo, Setina rolcida. Noctua rofcida meiner Fauna n. 1510. Iı. Setina irrorea. Alle Flügel oraniengelb: die ...obern in drey Querreihen beyderfeits fchwarz i punkeirt , unten im Mittelfelde afchengran, Noctua rofeida, E/per eur. . fehmert. IV, Tab, 94 Fig. 3. 4. 12, Setina Cribrum. Noctua Cribram meiner Fauna n. 1511. 23. : Setina pulchra. Noctua pulchra meiner F: auna n. 1512. 14. Setina rubicunda. Die I-lägel blafsroth: die obern vollroth gerandet , mit. zween bis drey, zum Toeile unterbrochenen fehwarzen Querzägen. Noctua rubicunda., Wienerverz. 68. n. 10. . Phal, Bombyx rofea. Ej/per europ. Sehmett, III, Tab. en EB L-.3 13. Se=-

} \

Mottenförmige Schmetterlinge. 167

y3;. Setina rubricollis. Noctua rubricollis meiner Fauna n. 1513. 16. Setina Jacobaeae., : | „Noctua Jacobacae meiner Fauma'n. 1514. 17. Setina Ancilla.. Die Oberflügel braungrau mit einigen weilsen Punkten; der Hinterleib gelb: „febwarz punktirt. Noctua Ancilla, . eurap- nen, Iw. Tab, 85. Fig: ı-

Fadenmotte, Fählhörner : u Nemap.»gon, . Schnauzen : zwo, fadenförmig, einfach, Zunge: eingerollt. | Flügel: fchnal , dachförmig, kaum einge» rollt Körper: fchmächtig. „Raupe: nackt. - - = « Hieher gehören: » Nemapogon Frifchellus. Tinea Frifchella meiner Fauna n. 1846. 2, Nemapogon granellus. Tinea granella meiner Fauna n, 1859.

3. Nemapogon Leuwenhoeckelluss ee ‚Tinea Leuwenhoeckella meiner Fauna #. 1860,

4. Nemapogon Rayellüs, Tinea Rayella meiner‘ Fauna n, 1871.

Gemeinmotte. Fähllörner : borftenförmig. Tine, - Schmauzen: 4, einfach, gerade: die obern Rn kürzer.

L a BER Zunge:

168 Mottenförmige Schmetterlinge;

Zunge: eingerollt. | Flägel: die obern fchmal, eingerolit, er Korper: fchmächtig. Ranpes nackt => = - » Hieher gehören : ı. Tinea fuicinella meiner Fauna n. 1788. 2. Tinea luteella meiner Fauna n, 1794. 5 Tinea culmella meiner Fauna n. 1792 Tinea falfella meiner Fauna n, 1796. E;

Schnauzenmotte, Fählharner : borftenförmig. ‚Setella, Schnauzen: 4: die obern einfach, ge= ftreckt; die untern fehr kurz, Zunge: eingerollt, Flügel: die obern fchmal, eingerolle, Körper: fchmächtig, Raupe: nackt, = = = =

Hieher gehört: 1. Setella marmorella. Tinea marmorella meiner Fauna n. 1815.

Sichelmotte. _Fühllörner : borftenförmig, Harpella, - sSchmauzen: 4: die untern aufgebogen einfach; die obern fehr kurz, Zunge : eingerollt. Flügel: die obern fchmal: eingerollt, » ‚Körper: fchmächtig, Raupe: 1 Te 2 - Flieher gehört?! _ RN 3. Harpellı probofcidella. | Tinea probofcidella meiwer Fauna n, 1326s Gabel-

Mottenförmize Schmetterlinge,

Gabelmotte, } Pluteila,

» Fühllörner :

borfienförmig. gablig, eingerolit. fehmächtig. eingeroilt.

Schnauzen: zwo, Zunge: Körper r Flügel :; Raupe:

Nac kt, an! Sr - ad

Hicher gehört: 3. Plutella xyloftella,

Edelmotte, Stigmella,

Fühllörser: borftenförmig. Schmauzens fehlen,

Zunge: eingerolit.

Flügel : Körper : fehmächtig. - Raupe: nackt. RE

169

Tinea xyloftella meiner Fauna n, 1854

n

die obern fehr fehmal, Tee

x

Ich meyne, dafs die mir nicht hinlänglich be=

kannte Motte,

minirt, "hieher gehöre.

Vebrigens besürfen

alle diefe

welche die en ätter gangweife

Mottenbeftim-

mungen, die nur nach getrockneten Stücken ge=

macht ind, noch der Berichtigungen nach frifchen,

und, wo möglich, felbft erzogenen Stücken,

Sollte a diefen, a: als Bruchftück höchft unvoll= ftändigen Entwurf mit einiger Genauigkeit ausführen , follte

ich nur diefen -Bruchftücken» die nöthige Befimmtheit ge- ben, fo.würden einige Jahre dazu erfodert werden, um die nöthigen Beobachtungen zu machen. Ich lege aufrich-

tig das Gefländnifs ab,

die Schmetterlinge machen in der

ganzen Zoologie denjenigen Theil aus, den ich am wenig- ten fkudiret , den ich am meiften vernachläfliget habe, und

L5

dem

170 Mottenförmige Schmetterlinge,

dem ich in der ungünftigften Lage erft. dann meine Auf merkfamkeit fchenkte, als der Entfchlußs. gefafst war, ge- genwärtige Fauna zu fchreiben, indem ich ihn, als einen ergänzenden Theil, nicht weglaffen durfte.

Es foll auch diefer Entwurf gar nichts anders feyn, als eine Erklärung meiner Idee , die ich mir über die Bile dung von Gattungen bey diefer Abtheilung von Infekten mache, die man in diefem Stücke noch gar {ehr vernach- Jäliger hat Die verfchiedene Bemalung, felbf die Bildung des Hinterrandes der Flügel, kann nicht wohl zur. Bezeich- nung der Gattungen angewendet werden: fie find zu wenig wefentlich, wenigitens zu wenig merklich, mit der Oekono-= mie,de:-dahim gehörenden Arten verbunden, Man hat in vie= len Käfergattungen Arten mit abgeituzten Flügeidecken, und nahn die verkürzten Flügeldecken niemal unter die Gat- tungskennzeichen auf, ausgenommen wann .diefe Eigen- fchaft mit mehrern andern, die man für erheblicher an« fieht, fo in Verbindung kam, -daßs kein Stück unverkürzte Flügeldecken hatte, dem jene andern Eigenichaften zukom- men. Aber die Art, wie das Iniekt feine Flügel in der Ruhe trägt, hat man fchon lange bey den Schmetterlingen als unterfcheidend angefehen: Linne giebt bey den Fal- tern und Spannern faft kein anderes Kennzeichen an. Man | darf auch in diefem Stücke feinem Beyfpiele mit größerm Rechte ficher folgen, als es anfänglich fcheint, Dieie Er= ; gene Stellung der Flügel, wann fie außer Händlung, wann fie in Ruhe, wann fie in ihrer natürlichen, durch keine Willkühr geftörten, Lage find, fezt eine eigene Lage, Bildung, Verbindung der dazu gehörigen Muskeln vorausy

die dann ie, da ihrer mehrere find, eine ganz f verfchie«

Mottenförmige Schmetterlinge. | N 1YR

verfchiedene Bildung des Thierchens, dem fie zukommen, bewirken, eine Bildung, die auch oberflächlich bemerklich, obgleich nicht allemal mit Worten deutlich erklärbar,, feyn würde, wenn nicht durch die dicht 'aufliegenden Staub- federchen alles verdeckt würde,

Die Fühlhörner, '-die Schnauzen, die Zunge , find nach Hın. Fabricius. durchaus Theile, davon der be» fondere Bau zur Bezeichnung der Gattungen dient, Sie find bey den Schimetterlingen eben fo. undeutlich nicht,

ausgenommen wenn das Thierchen fehr klein ift, in wel-

chem Fälle cie nämliche Schwierigkeit jeden andern Theil eben fo gut treffen würde, Bey einigen Schnetterlingen ift die Zunge fehr klein, und zugleich fehr verfteckt,. diefe Lepidopzera eryptoglofja, die man wohl fchlechtweg zungen=- los nennen darf, zeichnen fich aber eben dadurch von den deutlich gezüngelten aus. \

Die Raupen, denke ich, dürfen und müffen, bey dem Mangel an andern genugfam auszeichnenden Kennzeichen, mit unter die Charaktere der Gattungen aufgenommen werden, Die Botaniften, welche ihre Syfteme von der Frucht hernehmen, haben doch immer ein Auge auf die Blüthe geheftet, und hellen dadurch wechfelweife die vor- kommenden Dunkeiheiren auf. Die Raupe ift die,Blürhe des Schmetterlings. Es ift wahr, fie it nimmer da, wann man den Schmetterling vor fich hat, Ift der Fall des Bo- taniften anders ?

‚Aber bey der jedesmaligen Rückficht auf die Raupen mufs man den daher entlehnten Begriffen einen gewiffen

Spielraum laffen, Die Gabelraupen z. B, find nichts weni ger als nach einerley Modelle gebaut; wollte man hier

den Raupenbau zu ängftlich zum Grunde legen, fo würde man

%

172 . Mottenförmige Schmetterlinge,

man. faft fo viele Gattungen bilden, als man Arten hat. | Die! Raupen, .aus welchen die gefchmückten Eulen (meine Prachteulen }) kommen, haben verfchiedere Erhöhungen an ihrem Körper , aber diefe Erhöhungen haben bey den ver« fchiedenen Arten auch eine verfchiedene Geftalt,

Die Raupen der Spanner. laffen fich gewilfermaffen in zwo Gattungen bringen, in glatte, und in unebene; aber die Bildung der einen wie der andern Jäfst fich nicht wohl mit allgemeinen Worten ausdrücken, Aus diefer Urfache glaube ich, dafs man von ihnen bey Errichtung neuer Gat- tungen wenig Hülfe zu erwarten habe,

“Die Schöpfe auf dem Brufrücken find zwar keine or= ganifchen Theile; aber dies hindert nicht, dafs fie dem Syfiematiker nicht vortreffliche Dienfte thun könnten, Die Hörner der Hirfchgattung,, die Zähne der Säugthiere find nicht organifcher, Gleichwohl möchte ich eben nicht gar zu viel darauf bauen: fie find zu vergänglich. - Nicht nur be ey bereits etwas verflogenen Stücken, fondern auch fogar bey. denen, «die man fe! bft' erzogen hat, und die man vor der Unterfuchung denn gleichwohl auch fangen mufßs, ge- hen. fie gar zu leicht verloren. Doch die Sache hat Aus- nahmen, und Uebung, mit Aufmerkfamkeit , verbunden, wird den beobachtenden Syftematiker lehren, hier das rechte Mittel zu treffen,

Wie dem-immer feyn mag, fo find die von mir ent- worfenen Gattungen zwar von verfchiedenem Werthe, aber die wenigften ganz verwerllich. Dies ift genug, um zu beweifen, dafs die logifchere Einrichtung eines Verzeich- niffes der Schmetterlinge für diejenigen Natrurforfcher, die fich mit diefen, Infekten mehr befchäftiget haben, als io keine Schwierigkeit haben könne,

Pe

' Nez-

173

Nezilüslen

Semblis, Prefsfpizen: 4, faft gleich: die vordern Erkal , viergliedrig : das lezte Glied dünner,

fpizig; die hintern dreygliedrig: das | lezie Glied dicker, zufammenge- 8 drückt, Flügel: in der Ruhe übereinander ge= Klar - legt, faft gleich, After : gefchwänzt.

| \ Waffernixe, 214, Fühllörner: borftenförmig,

Unholdinn, 215. Fühlhörner : borfienförmig,

Peria. Frefsfpizen: 4, ungleich: die vordern länger, fadenförmig: die Glieder faf gleich. |

Flügel: in der Ruhe dachförmig, faft gleich, | | After: fchwanzlos. :

Hülfenaas. 216, Fübllörner : borftenförmig.

Phryganea. Frefsfpizen: 4, ungleich; die vordern fünfgliedrig: das zweyte und dritte Glied die längften, das lezte läng- licht, ‚flumpf, |

Flügel: in der Ruhe dachförmig: die hintern kleiner.

Blatt»

174 Ne z Eli gelherr.

Blattlauslöwe, 217. Fühlbörner.: borftenförmig, 2. Hemerobius, Frefsfjizen: 4, ungleich: die vordern | viergliedrig: das zweyte Glied än« ger; .die hintern dreygliedrigz das lezte Glied walzenförmigs Flügel: übereinander gelegt, faft gleich.

Ameifenlöwe. 218, Fühlhörner: allmählig dicker, ge- Myrmelceon, bogen, Tu . Frefsfpizen: 6, ungleich ; . die. hin- teriten die längften, Flügel : gleich.

Trugjungferchen. 219. Fühllörner: fadenförmig, mit Aicalaphus. einer Keule am End, Freffpizen : 6, faft gleich.

Haft, 220. Fühlbörner: haarförmig. Ephemera. Flügel: aufgerichtet: die untern kleiner, Schwanz : borflig,

Libelle. 221. Füblbörner: haarförmig, Libellula. ‚Kopf: halbkugelförmig. | | Flügel: in der Ruhe aurgefpannt. Unterlippe: zweyfpaltig , abgeftuzt;; eine Deckfchuppe am Grunde der Spalte,

Waffertocke, 222. Fühllörner: haarförmig.

Aecshna, Kopf: halbkugelförmig: die Augen ge- nähert. Unzerlippe. dreyfpaltigs die Stücke | gleichlang: die beyden äufsern ge- zäade abgelftuzt, / Nymphe,

Waffernixe 175

Nymphe. 223. Fählliörner : haarförmig. Agrion Kopf: querlang: die, Augen entfernt, Flügel: in der Ruhe über dem Rücken aneinander gelegt, etwas .aufge- richtet. ni Unterlippe: dreyfpaltig: die Stücke faft gleichlang;. alle zweyfpaltig. x

Skorpionfliege. 224. Kopf: in einen fehnabelförmigen Panorpa, Rüffel verlängert,

Kameelhals. 225, Brufffück: vorwärts in einen abge- Raphidia. ftuzt kegelförmigen Hals verlän« | gert,

Walflernixe

Doppelfchwänzige W. 1895. Schwarz; der Schwanz

zweyborfiig: die Borften von der Länge des ' Körpers ; die Flügel beraucht glasfarben , auf= liegend.

ul - Semblis-bicaudatas Fabr, fpec. inf. I. 386. m. 6.

Phryganea bicaudata, Enum. inf auf, m, 607. Sulzer Gefeh. Tab. 24. Fig. 8, Schäffer icon. 37. Fig. 4 5. Wohnort ; an Flüfsen. | | Neblichte W. 1396. Afchengrau; der Schwanz zwey- borftig: die Borften kurz; die Flügel gerolity

neblicht. Semblis nebulofa. Fabr, fpec, inf. I. 397. = 7.

Phryga--

176 . Wiaflflernixze

- Phryganea nebylofß. Erum, inf: aufs n. 610, Schäffer icon. 37. Fig. 2. 3, Wohnort: an Flülfen , - Bächen.

uf

© Anm Bey Scopoli fcheint diefes Infekt unter dem

p ' Namen Poryganca obfufcara vorzukenmen b),

Das Männchen ift gar viel kleiner als das Weibchen, übrigens ilım vollkommen ähnlich. Aber gar oft trifft man .es unter einer fehr verichiedenen Geftalt an; die Unterflügel reichen: dann nur bis an die Spize des. Hin«

terleibes, die Oberfllüget find fehr kurz, lanzettförmig, verkürzten Flügeldecken ähnlich, und, wie die Füfse und

Fühlhörner, roffärbig bräunlicht. Sehr viele Achnlichkeit hat dann ‘das Infekt mit einem Stüzbockkäfer, Es ift fehr gewöhnlich, dieies miisgeftalrete Männchen in der Begat- tung anzutreffen, ‘und an fandigen Ufern findet man es

"häufig tod, Die Urfache. dieler Erfcheinung beftehr, wie

mich die Beobachtungen belchret haben, darin: das Männ- chen ift-aufserordentlich geil; kaum hat es noch feine Pu= pengeltalt abgelegt, als es. fchon ein Weibchen auflucht,

das fich feinerieits willig finden läßt; fo mit noch g:nz

unentwickelten Gliedern; die zum Fluge gehören , begattet

es fich, erfchöpft fich, und fürbt,

Befchriebene W, 1897. Lichtbraun : die Flügel auf liegend, geiblicht glasfarben; der Schwanz zwevborltig, an der Strne ein fchwarzes V,

Semblis grammatica. Phryganea grammatica. Erum. inf, auf. n. 608%

Poda graec. 99, #2. 3 e f Wohn«

Ges

NY

#) Eutom, caın, n, 695.

N

Waffernixe 177

Wohnört : um Burghaufen, Flugzeit: May, Junius,

Dreypunktige MW. 1893 Gelb; drey erhabene Punk- te an der Stirne, und die Augen fchwarz5 der Schwanz zweyborftig, die Flügel auflie- gend, gelblicht glastarben.