HARVARD UNIVERSITY. EB RARY "OF THE MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY. Sat: | > RE OR —— . a Bee nr p em \ Durchgedachte Getchicehta der in Baiern vr einheimifchen und zahmen Thiere %* ven FRANZ von PAVLA SCHRANK, der Philofophie und Theologie Doktor, kurfürftlichem wirklichen geiftlichen Rathe, Direktor des Kammeralinfti- -euts, und Profeffor der Univerfität zu Landshut. Zweyter Band zweyte Abtheilung. - Mt Prefsfreyheit der Aurfürflichen Univerfisät, “Ingolfiedt, bey Johann Wilhelm Krüll 1.8%:0,2, Bi Spanner Phalaena fafciaria. = Geometra fafciari.. Wienerverz, 06. #, = Röfel Inf, I, Cl. 3. pap. no, Tab, 3% Wohnort: Albern, Föhren. Raupenzeit: Junius. Raupe: fittichgrün, Anm. Diefer Spanner ändert an Farben fehr merklich ab; er ift zuweilen grünlicht, fonft aber matt und blafs= roth, ein andermal ifabell- und kupfer - oder zimmetfar- ben. Das Querband, oder der mittlere Theil des Ober- flügels ift insgemein ein wenig dunkel: vornämlich an fei- nen beyden Rändern, die von weifsen Querftrichen be- ichränkt find, welche manchmal von andern hellen Farben fchielen. Die Unterflügel zeigen nur einen einzigen folchen dunzeln, und nach diefem einen hellen Querfirich b), ns = B, x "Weifsftriemige Sp. Schofsraupen, z Einfärbig hellgrün, oder 10 Füße. Grün, oder weils; über alle Flügel eine mit Rothbraun gemengt; der oder zwo weifßse Linien; Kopf oben gefpalter, zwo die Unterflügel meiftens mit andere Spizen auf dem räch- einer vorfpringenden Ecke. ften Ringe oder fonft auf | dem Körper. In der Ruhe faft fenkrecht aufgerichtet. Verwandlung : in einem fehr durchfichtigen Ge webe ce). ; Wald=: [> 0 2 3) Schifferm. a. a, 0, €) Wienerverz. 96. Spanner, 3 Waldr ben $p. 1607. Blafsgrün: die Flügel gerundet: zween weiße gerade Querftriche durch die obern, einer durch die untern. Phalaena vernaria, Geometra vernaria FPienerwern 97%. m 3. I Hübner Beyr, L 2.6. Ib ı. ED, Schäffer icon. 122. Fig. 5. Wohnort: auf der Waldrebe oder Clematis Vitalba, Hafenöhrchez Sp. 1608. Die Flügel etwas wirklich, weifslicht blaßsrün: zween weifse Gerad- firiche quer über ‚gie obern, einer über die untern. Phalaena bupleuraria, RT Geometra bupleuraria. Micnerverz. 97. %, 4 Geometra fubfiriataria. Kroch Beyer. I. ı. Tab, 1. Fig. 1. das Männchen, Wohnort: das fichelblättrige Bupleurum , und anver= . ,Wandte Arten. ‚Heimat: bey Möhring nächf Bridge Flugzeit: mit Anfang des Junius, Anm, Milchweißs (nur die Kammzähne des Mien« ‚Vorderflügel © trüber, Die hintere Zackenlinie fänge am Innenrande etwas über der Mitte mit einem hufeifenför- migen grofsen Bogen. an, fenkt fich mit zwey Mondchen gegen den, Hinterrand , läuft -mit /drey Zacken ,, .die ein W vorfellen,, mit demfelben -parallel;'und hebt fich wie= der mit einem flärkern Bogen, indem fie den Auffenrand erreicht; fie ift rückwärts, wie die vordere vorwärts, weifslicht gerandetz; die Mittelmakel ift fait ein Mondchen. Auf der Unterfeite aller Flügel ein fchwarzer .Mittel- punkt mit einer kreisförmigen Zackenlinie hinter demfelben. *E %* Geradfereifige Spa Zweigfchofraupen. Zween gerade Querfiri- . Jungen Baumäftchen oder ehe auf den Obertlügeln, Pflanzenzweigen . ähnlich, einwärts etwas gegen ein- glatt allenthalben, nur auf ander geneigt, und den Fli dem lezten Ringe ein Paar gelraum in drey gleiche Fel- kleiner Spizen ausgenom- der theilend. ; men. Verwandlung: an der Erde g), . Halbftreifiger Sp. 1615. Afchengrau : auf den Unter“ fügeln ein fchwärzlichter Querftreif, zween auf den obern: der vordere aus zween zu- fammengefezt, davon der- hintere nur hälf ji tg ist, | Phalaena dimidiata, Heimat: um Ingolfcadt. Aum. Der Querftreif der Oberfügel , der dem Grunde mäher ift, ift aus zween zufammengefezt „. davon der. hin- 8) Wienerverz, 104, 8 Spangen t.re ‚den Auffenrand -nicht erreicht,‘ Unten-find alle Flügel afchengrau,: dunkler: befäubt. ; Die a: zei. find: bey diefer Art doch etwas gefchwungen, ee a Sp. 1616, Schiefergrau' mit zween "s .matt 'olivenbraunen Querftreifen, und einem fchwarzen Punkte im Mittelfelde der Ober- flügel. ’ Phalaena artefiaria, MWienerverz, 102, m 2, Heimat: um Möhring nächft res auf dem Donaumoore, Flugzeit: Junius. Anm, Durchaus von der Eirhe der Solenhofer Schie= fer. Auf den Oberflügeln, davon jeder gi lang ift, zween olivenbraune Querftriche, und ein Schrägeftrich am Auffenwinkel. EN Gepur ‚purter iS 1617. Die Oberfügel grünlicht: ‘oben zwo Binden roth; die. „Unterflügel geib oben eine Binde roth. Phalaena purpurata. Fabr. mant, II,:210, n, 213% Phalaena Geometrapurpurata. Linn fann. er. n. 1502. Heimat: um Regensburg. Anm, Die ausgefpannten Oberflügel meiler 22.172 Hl, einer allein nur 3 ıf2', Sie find oben grünlicht, haben . bald am Grunde eine purpurrothe Binde, eine andere nä- her dem Hinterrande. Auch die Franzen aller Flügel find nebft dem Auffenwinkel der obern purpurroth. Die Unter- Nügel gelb , mit einem angefangenen Querftriche am Innen- rande. ' Unten find alle Flügel gelb mit einer Querbinde, ‚die auf- den obern nur"angefangen if. Die Fühlhörner, ‚durch das Suchglas gefehen, erfcheihen doch etwas ge- bürftet, Holz= Spinner o rer Heer Sp. 1618. Die Flügel oben ‚ holztaubenfärbig: die hintern gerundet; die vordern am Auffenwinkel mit einem braunen Schrägeftriche,, zwiichen den braunen Quer= ‘ ftrichen der Mitte ein fchwarzer Punkt. Phalaena palumbaria. FPFienerverz, 102, n, 7. Phalaena Geom. chlorofata, Scop. carm. n, 551. Phalaena Geom. mucronata. Scopol,.carn, 552. Heimat: um Neuburg an der Donau. Flugzeit: May. ’ Anm, Die Flügel find oben hellgraulicht mit afchenfär- bigen Punkten wie mit der feinften Migniatur getrübt; die Unterfügel gerundet; die Oberflügel am Aufler srinkel in eine kurze Spize ausgefchweift. Ueber die uritern: fchlingt fich ein dunkler Querftreif, der von einem hellern Licht begleitet wird; über die obern ziehen fich zween gelb- braune Querftriche, zwifchen ihnen ein fchwarzer Punkt; auffer ihnen it noch unweit des Grundes ein kleiner bräunlichter Querftrich ,. und ein kurzer aaehtägehich am Auffenwinkel da. Heckenwicken Sp. 1619. Goldgelb; die Flügel gerun- | det: die ob:rn mit drey, die untern mit zween Querftrichen. Phalaena aureolaria, ‚Geometra aureolaria, Mienerverz. 19% 28, Wohnort: Heckenwicken und anverwandte Pflanzen, Anm. Klein; die Fühlhörner fchwarz; die Querftriche oben meiftens nur fatter, unten famt dem Hinterrande bräunlicht; auf den obern fehlt unten oft der hinterfte Querftrich, oder ift undeutlich. A5 Weg- ! w' 1o Spanne Wegtrire Sp. 1620. Oraniengelb; zween . deutliche p: rpurne Querftriche oben über die Oberflü- gel, nur einer unten über die Unterfügel, Phalaena purpuraria, Wienerverz,. 102, m, 9. > Schäffer icon. 173. Fig. 5. 6, blos kenntlich. Wohnort: Wegtritt, | Flugzeit : Auguft , September. Anm, Er fliegt bey Tage, und gehört unter die klei nern. Die Flügel fallen unzen weniger in Roth als oben, Geifsblare Sp. 1621. Gelblicht, mit einer breiten blafsbräunlichten,, dunkler eingefalsten Quer= binde über die Oberflügel 2 ein fehwärzlichter Punkt-im Mittel, Phralaena elinguaria. Geometra elinguaria, MMiemerverz. 103. M. Io Röfel Inf I. Ch. 3. pap. no. Tab, 9. Wohnort: Geifsblatt, Birnbäume, Schlehen, Raupenzeir : May. = Raupe : hellgrau und ochergelb bunt; ein gefchwun= gener dunkler Längstrich. auf dem Rücken, Flugzeit 2 Junius, ” Die Zackenflügelige Sp Aefteraupem Zackige, ungleich ausge- - Aeftchen ähnlich, an Far« fchweifte, in der Ruhe auf- he, Länge des Leibes, und serichtete Flügel, gewiflen Auswüchfen und Höckern. Der Kopf vorra- gend und breit gedrückt, Verwand« Spanner 31 Verwandlung : ober der Erde zwifchen Blättern, in einem geringen ‚Gewebe b). Hollunder Sp, 1622. Schwefelgelb; alle Flügel mit Ecken; aufden obern zween bräunlichte Quer- ftriche, auf den untern einer, und zween fchwärzlichte Punkte am Innenwinkel,\ Phalaena fambucaria, Geometra fambucaria, Wienerverz. 10, m 1. Röfel Inf. E Ch. 3. pap. mod. Tab, 6, Wohnort: Hollunder , Linden, Obftbäume, Hopfen, Agley, Raupenzeit: May, Junius, ; | Heimat: Burghaufen; Hr. v. Hufnagel, Raupe: nach der Länge gerunzelt, röthlichtbraun, mit ftark abgefezten Ringer, dann 3 Aftflecken von gefchobenen Ringen: :2 an den Seiten des fechften Ringes, der dritte oben auf dem achten, | | Flugzeit : Junius, Julius. Erlen Sp. 1623. Die Flügel ochergelb, blafsbräunlicht gefprengt? der Hinterrand vertrieben oranien» - gelb, ‚vielfach ausgezackt, Phalaena alniaria, | Geometra alniaria. Mienerverz. 10% =, 2. Röfel Inf& I, Gl; 3. pap. no. Tab, 1. Weibchen. Wohnort: Erlen, Linden, Eichen, Obftbäume, Raupenzeit : Junius und Auguft, | Raupe: erdbraun 5; 3 ausgerandete, zufammenge- drückte an den Seiten gelbe Höcker; 3 gelbe Punkte je Sen nn nen 7 k) Wienerverz, 103, 12 Spanner "Punkte an jeder Seite, und ein gelber Strich zwifchen dem lezten Paar Bauchfüße und dem A Schwanze. Y Flugzeit ;; zweymal im Jahre: im May und ak Sandlinden Sp. 1624: Blafs ochergelb; die Flügel am Hinterrande eckig ausgefchweift: die vor= dern mit zween reinbraunen Querftrichen, die « hintern. mit einem; unten auf jedem Flügel ein brauner Mittelpunkt. Phalaena zonaria, Geometra zonaria. Wienerverz, 103. n. 3 La Zone. Geoffr. paris. 11.127. n. 36. Wohnort :" Linden. Heimat : um Weilheim, Anm.. Unten haben alle Flügel am Hinterrande eine breite dunkiereBinde; der Mittelpunkt der vordern ift dem Auffenrande 'genähert, Flugzeit : Julius. | Hageichen Sp. 1625 Die Flügel ausgenapt, blafs. ochergelb: auf den vordern zween ocherbräun» lichte Querftriche, und ein Schrägeftrich vom Auffenrande ‚auf den hintern Querftrich ge- führt. Phalaena erofaria, Geomeıra erofaria. Wienerverz, 103. N. 4 Phal.. Geom, quereinaria Göze Beyzr. IIL 3. 57% n. 39. Phalaena Geometra canaria. Hübner Beyer, II, Tab.‘ 4. Fig. F. Kleemann Beytr. I. Tab, 26. Fig, b, Wohzort :' Eichen. Holz = Spanne x. 29 Holzbirn Sp. 1626, . Die Flügel rückwärts ausgenagt : die vordern vom Grunde bis zur Hälfte, und ein mondförmiger Fleck am Auffenwinkel fat- ter gefärbt, ein weilses geftieltes Mondchen an Mittel, | Phalaena lunaria. Phalaena Geometra lunaria, Wienervers, 276 et 28% Tab, ı.ee 2. Fig. 4, Phalaena Geometra lunularia. Hübner Beytr, I. 3, 275: Tab: 3... kig.T, Wohnort: Sauerdorn , Steinobftbäume ,„ Eichen; Stachelbeeren, Rofen, Flieder, Mehlbaum, Cornus, | E Raupenzeit : Junius, Flugzeit x Julius. Heimat : um Burghaufen, Anm. Die Raupen diefer und der folgenden Arten find einander , wie die Schmetterlinge, fehr ähnlich, und faft nur durch die Farbe verfchieden. Alle kommen übri- gens in folgenden Stücken überein: Das dritte Paar der Bruftfüfse ungewöhnlich lang; der fünfte Ring mit einem, oft zweytheiligen, Höcker, der fiebente und’ achte ange- fchwollen. Ich habe die Raupen nicht erzogen , und weis daher die nähern Unterfchiede , welche die Raupe der ge- genwärtigen Art von der folgenden trennen, nicht anzu- geben, H ebrmond Sp. 1627. Die Flügel rückwärts ausgenagt ; vom Grunde bis zur Hälfte, und ein mendför- miger Fleck am. Auffenwinkel der vorderng fatter gefärbt; ein weißses ftiellofes Mondchen in 14 Spannen in der Mitte, und ein Schwarzer Punkt im Hinterfelde, | Phalaena phoebearia, Phalaena Geometra lunaria, ‘Hübner Beytr, TI. 4. 5; Tab,z, "Tg. C. Phalaena Geometra lunaria. Wienerverz, 283. n. 5, Heimat: um ‚Ingolftadt, Anm, Die Wohnörter , die ich bey der vorigen Art angegeben habe, find wahrfcheinlich zwifchen ihr und der gegenwärtigen, und wahrfcheinlich noch zwifchen einer und der andern hierher gehörigen Art zu vertheilen. Flieder Sp. 1623. Die Flügel rückwärts gezähnt blafg olivenbräunlicht (oder. rofenröthlicht ) grau : ‘die obern mit oraniengelben vertriebenen Eck- flecken, einem weifsen Aufsenrandflecke, und einem dunkelbraunen Queiftriche. | Phalaena Syringaria, _ Geometra Syringaria. Wienerverz. 103. =, 8. Röfel Inf. I,.Cl. 3. pap. no&, Tab, 10. _ Wohnort: auf fpanifchen Flieder. 'Raupenzeit © Junius, 5 Raupe: blaulicht hieifchfarben mit krebsrothen Zeich- nungen, Höckern und Hacken; die zween ' Hacken auf dem achten Ringe anfehnlich großs, Flugzeit: Julius. Anm. Der dunkelbraune Querftrich ift auf allen Flüs« geln da, und läuft ziemlich gerade vom Innenrande nach dem Auffenrande hin, wird aber dafelbft auf den Oberflü- . geln von einer weifsen oder blafs rofenrothen dreyeckigen Makel, die vom Auffenrande fchief herabliegt, verdrängts | und - Spznanen 15 und gezwungen mit feiner bisherigen Richtung einen Win- kel von etwa 80°. zu machen, um an-den Rand Zu kom-« men; von der Spize der weilsen Makel läuft noch eine braune Querlinie aus, die fich aber bald verliert, Eine weilse Querlinie fizt am Auffenwinkel. Die. Unterflügel haben über der Querlinie eine querlaufende Punktreihe, Zahbnfiriemiger Sp. 1629. Grau; die Oberflügel fchwärzlicht beftäubt, mit zwo fchwärzlich= ten Querfiriemen, und einem weifsen, fchwarz- gerandeten Punkte im Mittelfelde; auf den Un- terllügeln ein ähnlicher Punkt und eine dunk- lere Strieme, Phalasna dentaria, Geometra dentaria, Hübner Beytr, I. 4, 7. Tab, 1; Fig, L, inch Heimat: in den Tannenwaldungen von Schamhaup- ten bey Ingolftadt, Flugzeit: May. Anm, Die Gröfse wie beym Vorhergehenden. Die Hinterftrieme etwas zackig, zuweilen weißgerandet. Verfchieden von Phal. dentaria des Hrn. Fabricius. Mein Spanner ift lichter als Hrn. Hübners Zeichnungs doch ift er nicht verflogen , vielmehr noch nicht. einmal vollkommen entwickelt. | Ampfer Sp. 1630. Graulicht beinfarben , der Hinterrand und ein breiter Gemeinftrich an allen Flügeln purpurfärbig, eine fchwache geichwungene Linie fchwarz ; die Vorderflügel . ganzrandigs die Unterflügel mit einer vorfpringenden Ecke, Phalaena amataria, Geomes i ı6 $Spamnek Geometra amataria. Wienerverz. 105, n.9. Schäffer icon. ı22. Eig, 4. ‚Wohnort : Ampfer. Flugzeit : Junius. Anm. Der Querftrich geht über die Unterfügel gerade herüber, aber an den Oberflügeln fängt er etwas über der Mitte des Innenrandes an, und geht bis an die Spize des Auffenwinkels fort in einer gefenkten Richtung. Zwi- {chen ihm und‘ dem Auffenrande in der Mitte läuft der feine gefchwungene Querftrich fort, Ausgerandeter Sp. 1631. Die Flügel mit ausgefchweif- tem Hinterrande, ocherbräunlicht beinfarben: zween gefchwungene feine Querftriche, ein - Hinterrandsftrich, und ein Mittelpunkt: braun. Phalaena emarginata. " Geometra emarginata, Wienerverz, 104. m, 10. Heimat: um Gern, Anm, Diefer Spanner gehört mit unter die kleinern; er {pannt nur ı1r “4 aus. Die Flügel ‚find gerundet, aber ausgefchweift, und werden von zween röthlichtbraunen gefchwungenen Querftrichen in drey gleiche Felder abge- theilt: in der Mitte des Mittelfeldes ein brauner Punkt ; der rothe Hinterrandsquerftrich läuft parallel mit dem ‚Hinterrande herum. 4 W eiden Sp. 1632. Die Flügel Er weifslicht afchen- grau: auf den vordern eine Auffenrandsmakel, >» ein Mondftrich am Rande des Auffenwinkels, und 4 bis 5 fliegengefchmeißsähnliche gedräng- te Punkte im Mittel, braun, Phalaena notataria, Geome» spannen | 27 Geometra notataria. Mienerverz, 104 9 Ile Wohnort; Weiden, Eichen, Raupenzeit : Junius. Raupe: blafsgrün mit gelben Einfchnitten. Flugzeit: Julius, Auguft, Weifsdorn Sp. 1633. Die Flügel rein shwarebeib- die vordern mit fparfamen lederbraunen Fle cken am Auffenrande, und einem weifsen „ fchwarz eingefafsten, weiter ERBE Phaldena crataegata. Geometra cratäegata, Wienerverz. 104 9, 13. ZZ Bergfträfser Berl, Befch. IV. 29, Tab, 2, Schäffer icon. 163. Fig, 2, 3, Weohnorz: Weiflsdorn. | Raupenzeit: Junius. ‚Raupe: holzrindenfarben (in der Jugend grün mit rothen Knöpfen), mit zween in der Mitte ih- rer Länge nebeneinander fehenden Höckern, Spizrandiger Sp. 1634. Die Flügel blafs oraniengelb mit fattern Querftrichelchen, und einem breiter veylgrauen Hinterrandsfaume: feine Richtung auf den obern nach dem Auflenwinkel gefenkt. Phalaena apiciaria. Geometra apiciaria. , Wienerverz, 104. N. 1 Heimat : um Amberg. Anm, Die Oberflügel fehen einem oraniengelb iluminir« ten Stücke einer feinen Birkenrinde , befonders unter der vergröfsernden Glaslinfe „ ähnlich. Am Grunde der Ober- flügel ein Bogenfirich ven veylgrauer Farbe, der etwas fpi- zig zu läuft, und den Umrifs eines Hainbuchenblattes vor- Fauna boica 2. B, 3. Abth, ws: ftelit. 18 | Span In ir ftellt. Der ganze Hinterrand aller Flügel ift mit einer brei- ten veylgrauen Binde eingefafst, die an ihrer Innenfeite ziemlich glattrandig ift: an den Oberflügeln fenkt fich diefe Binde vom Innenrande des Flügels an feinen Auffenwinkel herab, fo dafs fie dort in eine Spize ausläuft, Der Spanner’ hat fehr das Anfehen einer Eule aus der Schiffermüllerfchen Familie S., oder unferer Familie O. Veylgraurandiger Sp. Oraniengelb (Er), oder ge- meingelb (Sie): die Flügel fatter querge- ftrichelt: alle mit einem ‘an def Innenfeite eckig gefchwungenen breiten veylgrauen Quer- bande. Phalaena parallelaria.. Wienerverz. 104. n. 15. = Hübner Beytr, II. 4. 94. Tab. 3. Fig. D. Anm. Man hat diefen Schmetterling in Baiern noch nicht gefunden; ich führe ihn, jedoch ohne Nummer, blos deswegen an, um Verwirrung zu verhüten : denn er it dem eben befchriebenen höchft ähnlich, und nur an . feiner Binde davon verichieden, die an ihrer innern Seite nicht glattrandig ift, fondern beträchtliche Einbuchten hat, auch, wenigftens beym Männchen, mit ihrer ganzen Breite den 'Auffenrand erreicht. "Wintereichen Sp, 1635. Die Flügel eiwäg! gelb- ° bräunlicht birkenrindenförmig geftrichelt, am Innenwinkel bräunlicht veylengrau, Phalaena dolabraria. Geometra dolabraria. _Wienerverz. 104. m. 16, T- Sulzer Gefeh. Tab, 22. Fig. 9. 2 Phalaena dilectaria.. Hübner Beytr. II. 4 76: Tab. 4. Fig. 4. W. kaum; aber ähnlich. Wohn- Spännen ig Wohnort: Eichen. ' Heimat: um Amberg. ers Sp. 1636. Die Flügel faft gerundet, ora- niengelb ,„ birkenrindenförmig bräunlicht ge- ftrichelt, ein bräunlichter Strichfeck im Mit= tel; die Hinterrandsfranzen mit Schwarz ge- wechfelt, Phalaena prunaria. Geometra prunaria, Wienerverz, 104. 9. 17. Schäffer icon. ı7. Fig. u 3. Wohnort; Pflaumenbäume. S yrim gen Sp. 1637. Die Flügel fat gerundet, birken- zindenförmig geftrichelt „braun mit einer hell» färbigen Binde, Phalaena fordiaria. Geometra ferdiata. Göze Beyer. III. 3, 34%»: 263, Röfel Inf. III, Tab. 35 Weibchen. _ Kleemann Beytr, I. Tab. 28. Fig. 4. Weibchen, * Unpieux Natmf, XV. 65. Tab, x Fig, 15, } Männchen, E Wohnort : Flieder. Raupenzeit: May, Junius, a ah Raupe: bräunlicht (.mehr oder weniger ), mit vie= len kleinen Knöpfchen , einem Paare hornför- miger Höcker auf dem achten Ringe, und ei= nem andern viel kleinern Paare auf dem eilften, Flugzeit : Junius, Julius. Anm, Die Farbe der Flügel ändert ab, bald dunkler, bald heller; die Mittelbinde gewöhnlich ochergelb. Sie ift doch gewils eine eigene, von der vorigen ver- fchiedene „ Art, Ba RG * 80 5 2:7 Nn-1.8.:Ty RG. * Staubige Sp. Streifranpem Die Fiügel- gerundet, mit . Mit breitlichten ,„ dock faubigen oder punktähnli- zuweilen unterbrochenen , chen Strichelchen beftäubt. meift hellfärbigen Längs« ftrichen. Verwandlung : in einer lockern Erde, oder ober der- felben in einem geringen Gewebe 2). "®*. Mit einem faft gleichförmigen wellenrandigen ‚Querbande. Waldlinden Sp. ı639. Die Flügel ochergelb, flaubig, _ "mit einem breiten Querftreife. und grofßsem Punkte auf. den obern ( Er); oder flügellos, weils, reihenweife fchwarz punktirt (Sie). Phalaena defoliaria. Geonietra defoliaria. HWienerverz. 105, 1. Ir Reaum. Inf, II. 2. 151, Tab. 30, 'Röfel Inf. III. Tab, 14. Raupe und Weibchen. Wohnort :. Pflaumen, Weiden, Linden, Abricofen, Pfirfichbäumen. 'Raupenzeit : Sommer. ‘ Raupe: Veylenröthlicht braun, an den Seiten gelb mit rothen Punkten. Flugzeit : Herbft. Anm, Die Raupe ift häufig und zahlkeich auf den Kern- obftbäumen , und bringt, wegen ihrer Menge, der Obftgärt« nerey beträchtlichen Schaden. Dennoch lebt fie immer einfiedlerifch, nie: in FRI und ift eben fo gar leicht €) Wieneıverz, 103. $panner. 21 eicht nicht zu entdecken; ihre Vertilgung würde daher viele Mühe und Zeit koften, und gleichwohl würde fie nicht gar zu viel ausrichten. Die Naturgefchichte diefer Spannerart giebt ein leichteres Mittei an die Hand. Die Raupe geht, um fich zu verwandeln, in die Erde. Das entwickelte Weibchen ift flügellos , und angewiefen, feine Eyer an die Knofpen zu legen, damit die mit dem Laub= triebe zugleich hervorbrechenden Räupchen ihr Futter in der Nähe finden.,» Um diefen Auftrag zu erfüllen, kann es nicht anders an die Knofpen kommen, als dafs es längs des Stammes hinauf-kriech, Torbern Berg- mann that daher den Vorfchlag, man follte im Herbfte Rinden um die Stämme: befeftigen , .diefe Rinden ‚mit- Theer oder Wagenfchmier beftreichen, und diefen fchmierigen Ueberzug in feiner Klebrigkeit: zu. erhalten fuchen. Cron- frädet folgte im Jahr 1769. diefem Rathe, und flellte den Verfuch an 597 Obftbäumen. feines Gartens an. Der Er- folg war, dafs er vom 23. Sept. bis zum 19. Okt, 22716. Weibchen fieng, die am Theere kleben geblieben wa- zen k). Nehmen wir nun für jedes Weibchen nur 50 Eyer an, die es würde geleger. haben, welches gewifs nicht zu viel ift, fo hat’ Cronflädt auf diefem- Wege 1,135800 Raupen vertilget, ehe fie noch da waren. * %* Mit zufammenfliefsenden Querftrichen, Flackenkraue Sp. 1639. Die Flügel raftgelb Er}, oder weilslicht afchengrau (Sie), braun be= ftäubt, mit drey braunen Querzügen auf den obern: die beyden hinterften zufanimenfie- fend; zween Züge auf den. untern. ! B 3 Phalae- free 7 #) Schwed. Abhand, 1769. 19. 22 ea‘ Phalaena atomaria. | «0... Geometra atomaria., FPienerverz. 105, m. 5e 0.0. Phalaena pennata. Scop. carn, n, 569. ‚Männchen, - $ Phalaena ifofcelata. Scop. carn. n. 558. Weibchen. Phalaena artemifiaria. Ferbfb in Füefsl, Arch. Il. Wohnort: Beyfuls, Aeberreis, Flockenblume, ,Raupenzeit : Auguft, September. Raupe: hell carmelitbraun mit einem fatten Rücken- fireife, und beyderfeits an. jedem Ringe drey= eckigen Flecke ; die vier- erften Ringe an den Seiten fleifchfarben, Flugzeit . May. ' Braunftaubiger Sp. 1640. Die Flügel blafsgelblicht | braun befläubt; drey Züge auf ‘den obern (die beyden hinterffen zufammenfliefsend), zween auf den untern braun, Phalaena adfperfaria. Phyf. Auff. 16. 8 — Fahr, mant. MH. 189.0. 45. Heimat: um Ingolftadt und ee : "Flugzeit : x Junius, Sandfarbener Sp. 1641 Sandgrau und weißlicht gen mifcht , mit undeutlichen a Phalacna glarearia. RR ER ? Geometra glareari. Wienerverz, 106. n. 6. Wolmort : auf Wielen. s Ye he ‚Anm. Ich bin freylich wegen meines Citates nicht ge- wifs, weil ich keine Angaben für mein Urtheil habe, als den lateinifchen Trivialnamen, und die Stelie zunächft an Ph. atomaria, womit diefe Art auch an Gröfßse überein- kömmt, rk Mit spennen 23 %%# Mit nur angefangenen Querftrichen oder | zufammengefloffenen Punkten am Aufienrande der Oberflügel. Föohren Sp. 1642. Die Hinterflügel unten grau oder gelb- bräunlicht: zwo fattgraue Binden über die Mitte, und ein weifser Längsftrich vom Grun- de an den Hinterrand. | Phalaena piniaria, ; N Geometra piniaria. Wienerverz. 106. #. 7. Schäffer icon. 159. Fig. 1. 2. Männchen. & Wohnort: Föhren, Fichten. Fiugzeit , April, May. _ Raupe: geftreift: ein glänzendweißer Mittelftreif, zu jeder Seite deffelben ein gelblichter, und ober den Fütsen ein fattgelber 2). Anm. Die Oberflügel oben berufst weifs, hinten mit - siner breiten, bis an den halben Auffenrand heraufgehen- den, aber einwärts immer fchmäler werdenden Binde, die gewöhnlich gegen die Mitte der Flügellänge noch eine Schmale Binde abgiebt; unten faft wie oben, aber das Schwarze ift nur fatt afchengrau, oft mit Gelb. beftäubt. Die Hinterflügel am Auffenrande,. Hinterrande,. und zwo Querbinden, fehwarz; unten fehwärzlicht (oder fchwärz- licht und gelb gemifcht ) beftäubt, mit zwo fchwarzen Querbinden, keiner Hinterrandsbinde , aber einem weilsen Längsftreife , über den die Querbinden fortlauien, und der auch oben einigermalsen zu fehen if. Mänzchen. Ph, Geometra piniaria. Lin. feun. fuec. n. 1233. - B4 e Die OT eu 2) Brahm Infectenk, IL, 120. ... & singe en BB ARE ee 24 | Spanne Die Flügel oben unrein oraniengelb, mit bräunlich- ter , einen Winkel grundwärts auswerfenden, Hinterrands= binde; unten wie oben, aber bläffer. Die Unterflügel unrein oraniengelb, bindenlos; unten. wie beym Männ=- chen, aber bräunlicht gelb, weifs beftüubt,, und die Quer- "binden unterbrochen, j. - Phalaena Geometra tiliaria. Ein, faun, fuec, n, 1234. Fohannisbeer Sp. 1643. Sandgrau, mit vier fchwärz- lichten angefangenen Querftreifen am Auffer- rande der Oberfügel. h & Phalaena Vauaria, Geometra Wauaria, MWienerverz. 106. m. 1% Röfel Inf. I. Cl. 3. pap, no, Tab, 4 Schäffer icon, 58. En. »r; Wohnort: auf Johannisbeerftauden. Ranpenzeit: Junius. Raupe: ‚grün, feinborfig, mit einer gelben Seiten- linie. Anm. Ueberall finde ich Mauaria gefchrieben, von Linn angefangen. Doch komute diefes Wort anf änglich nichts anders als ein Schreib - oder Druckfehler für Yaua- ia feyn: denn der zweyte angefangene Querftreif wirft eine feine Linie grundwärts, mit welcher er einen Winkel von 45°, alfo ein V bildet, kein W, “Hm # Wechfelnde Sp: Serichraupem Die Flügel düfter beftäubt Schräge Seiten - oder ein und dunkel querftreifig, aber gerader Mittelfrich auf je fo dafs bald die Streife, bald “ dem Ringe, \die Staubpunkte mehr in die Augen fallen. Verwand- Spanne® 25 Ferwandlung: ober der Erde in einem BETEN Gewebe, oder ganz frey in der Luft =). | %* Mit einem Querftriche, Hangelbirken Sp. 1644. Alle Flügel gerundet, afchengrau: ein roftgelbes Aeuglein, und eine fchwarze querlaufende Punktlinie, Phalaena pendularia, Geometra pendularia. FPienerverz, 107. nı 1. Lim faun. fuec. m 1214. BHohnort: auf Birken; auch,‘ nach Linne, auf Weiden, Ich erhielt fie vom erften Baume aus Neuburg an der Donau ; fie hieng fich in einem fehr lockern Neze geftürzt auf, verdarb aber. M afiern Sp. 1645. Die Flügel gelblichtweifs mit einer ' gemeinfchaftlichen braunen gezähnelten Binde, “ und einem kleinen o vor derfelben, Piyf Auf]. 269. S | Phalaena otmicronaria. Phalaena Geometra omicronaria.. HWienerverz, 107, 0m 32. ZU, Hähbner 'Beyzs, 1:44 25. Tab, a, Fig. Ss 'Reaum, Inf, IL 2. 15% Tab. 31, Fig, 16. Wolmore : Mafsholder. ! Flugzeis: Junius, Julius, Anm, Eigentlich find doch drey fehwarze bogenf örmi= ge Zackenlinien bey diefem Spanner da: eine am Grunde, und zwo einander fehr genäherte etwas über der Mitte, Bs ' | welche m) Wienerverz, X06; Er ‚a6 Spaaner. Ä ‚welche leztern zufammen und mit dem eingefchloffenen braunen oder braungelben Raume die Binde ausmachen. ** Mit drey Querftrichen, | Ki eifsbirken Sp. 1646. Schneeweißs, mit gerundeten | Flügeln; drey blafs fchattenbraune Querfriche auf den vordern (der erfte etwas entfernter ), zween auf den untern, Phalaena pufäria,, Phalaena Geometra pufarla. Minerverz, 107. ©. 3. Schäffer icon, ıı1. Fig. 7: | © Wohnort: auf Birken, ' Flugzeit: May. Bloßgef richter Sp. 1647. Schneeweifs, mit gerun« - deten Flügeln! drey höchit blaffe bräunlichte Queritriche (gleichweit. entfernet) auf den obern, zween auf den untern, Phalaena exanthemata, Scop. carns n, 542. Wohnort -- um Neuburg und Ingolftadt, viel ge- meiner als der vorhergehende, Flugzeit: May und wieder Auguft. Anm. Kieiner- als: der ‘Vorhergehende. In der Mitte jedes Flügels unten ein kleiner fchwarzer Punkt, der aber ‚auch öfters. fehlt, Seiner Schneeweifse unbefchadet liegt doch ein etwas graulichter Staub auf den Flügeln. Hr. v, Rorzenburg: befchreibt n) .die Raupe des Weitsbirkenfpanners, . und fagt, fie fey gelblichtgrün mit einer unterbrochenen carminrothen Rückenlinie, und ro= then Bruffüßsen. Er fezt Hinzle fie wohne auf Erlen, im Re e es Julius mmsunnan #) Naturf, XI, 66. Spannenm | 27 Julius und Auguft, fpinne einige Blätter zufammen, zwi- fchen denen fie fich verwandelt, und gebe im Maymonate des folgenden Jahres den Schmetterling. — Ich weis nicht, zu welchem der angeführten beyden Spanner diefes gehö- ten dürfte, die gar zu leicht verwechfelt werden können, R%%* Mit untereinanderverflochtenen Nerven « ‚und Querftrichens Gegi kterter Sp. 1648, Die Flügel gerundet, weifs, mit vielen fich gitterförmig durchkreuzenden fchwarzen Querzügen und Adern, Phalaena clathrata,, Mienerverz, 106. 2. 6. ZZ Sul= zer Gefch. Tab. 23. Fig. 2% . Wohnort : in Waldungen., Anm. Er kömmt auch gelblicht mit gelblichtbraunem Gitter vor, und die. Fühlhörner find unter dem Suchglafe zierlich gekämmt. Flugzeit: Julius, - Strichgizzriger Sp, 1649, Die Flügel gerundet, fchinmernd graulichtweifs, mit feinen gelb- fchwärzlichten Staubftrichen en Phalaena decuffata, ' Geomeira decuflata, Mienerverz, 106. Ne. 7. Heimat.: um Ingolftadt. | Anm. Er fpannt über ro’! aus, und hat fehr viele Aehnlichkeit mit dem vorigen, aber die Flügel find grau, fchimmernd, und haben einen gelblichten Blick; die gelb- lichtfchwarzen Strichelchen, die dem freyen Auge wie Staub vorkommen, find fo geordnet, dafs durch ihre flär- kere Anhäufung Gitterbinden entftehen, die denen der vo- rigen n8 Spaumen sigen Art gleich kommen, aber viel undeutlicher, feiner, und lockerer find; auch find die Nerven nicht fichtbar. KH Mit gehäuften undeutlichen Wellenli= nien, Zaunlilien Sp. 1650. Die Flügel durchaus gelblicht hellgrau, beftäubt, mit undeutlichen Querlis nien; die Hinterflügel faft ausgenaget, Phalaena immorata. « Ä Phalaena Geometra immorata, Lin. faun, fusu ‚ws 1290. — HWienerverz, 106. », 8. -Wohnurt > in Laubwaldungen, — Flugzeit: Junius. Anm, Er gehört unter die kleinern Spanner, und träge in der Ruhe die Flügel aufrecht wie die Falter. Mit freyerm Auge bemerkt man auf ihnen einige grauere, we- niger gelblichte, Querftriche auf beyden Seiten (unten deutlicher), aber bey der kleinften Vergröfserung ver= ichwinden fie, und man fieht blos einen. zerftreuten bräun« lichten Staub. RL * Wellenfiriemige Sp Scheineulenraupen. Gehäufte gleichlaufende- ' Dick, kurzleibig, meif Wellenlinien. über die Flügel. grün mit bleichen Längsli- nien oder röthlichten Stri= chen: die Ringe deutlich.ab» gefondert, Verwandlung: (der-lezten Art ausgenommen): un- ‚ter. der Erde 0). | D * Die oe) Wienerverz, Io Spanner 20 = Die Unterflügel deutlich gezähnt, Krenzdorr Sp. 1651. Afchengrau; die Flügel gezähnt, mit vielen dunklern Querftriemen, und zwo fchwärzlichten fchmalen Querbinden ; unten einfärbig grau: ein Punkt und Wellenfrich fchwarz, | Phalaena rhamnata, Geometra rhamnata, Wienerverz, 109. m. Wolmort: Kreuzdorn. Flugzeit: Junius. Anm. Einer von den größern:; ein Oberflügel 94 Jang, 3 \ Afchengrau mit etwas tiefern wellenförmigen Querftrichen über alle Flügel, und zween vertriebenen noch tiefern durch die Mitte der obern, Hegdorn Sp. 1652. Die Flügel gezähnt, fchimmernd, mit wechfelweife weifslicht und fchwarz punk- tirten Nerven; die vordern kupferbraun mit dunklern Binden, Phalaena dubitata, Wicnerverz. 109 RB. Zu Kleemann Beytr. I. Tab. 28. "2 2. Wohnort: Kreuzdorn, Anm, Von den größern einer, Die düftern Flügel ha= ten fehr vielen Metallglanz; die hintern find ftark rund- gezähnt, und die Nerven find wechfelweife fchwarz und weißslicht punktirt, endlich die Unterflügel den Oberflügeln nicht gleichf ärbig;; das ift alles, was fich mit Deutlichkeit Sagen läfst; beyderley Flügel haben häufige düftere Quer- linien, die auf den obern Binden find, davon eine fcharfe Ecken hat. / 30 Sp ann er 3 - Alle Flügel gerundet; gelinde Wellenftriche nur über die: obern. Gelbgrauer Sp. 1653. Die Flügel gerundet: die obern gelblicht grau mit dunklern Weilenftrichen und zwo gelbbraunen Binden; ein fchwarzer Punkt ‚dazwilchen, Phalaena grifeara. Heimat: um Gern, Anm. Von der Gröfse des Johanniskrautfpanners, und von gleichem Umriffe des Hinterrandes der Oberfügel, Weifsg sürtliger Sp. 1654. Die Oberhügel dunkel s afchengrau mit einem fchwarzen Punkte in der weifsgrauen ftrichlofen Mittelbinde, \ Phalaena bicommata. Wohnort: in Erlehgebüfchen. Flugzeit: May, Junius. Anm. Von mittlerer Gröfse. Gegen den Auffenwinkel der Oberflügel ein Paar fchwarze Längsftrichelchen, da- von eines höher fteht. Unten alle Flügel verwifcht grau- licht mit einem dunklern Mittelpunkte, und zween ihm gleichfärbigen Bogenftreifen hinter demfelben. Dreyfärbiger Sp. 1655. Die Oberflügel zeibihrün- licht grau: vier Binden -und eine Querlinie veylengrau, eine blafsgraue Mittelbinde: alle - gewellt. a5 Phalaena tricolorata. Heimat : um München, Anm, Noch ein fchwarzes Söicheichen fchräg gegen den Auffenwinkel. Der Grund der Oberflügel, dann eine gewell« $Spannen Br, sewellte Querlinie, und eine Binde veylenbläulicht grau, dann die weifßslichte Binde, die beyderfeits von einer vey- lengrauen eingefafst ift ; aber diefe einfaffenden Binden ‚Were den gegen den Innenrand hin ein bloßser Streif; endlich roch eine veylengraue Binde, Fruhebirn Sp 1656: . Dunkel nufbraun ; mit ganzran- digen Flügeln: vier dunklere, noch dunkler gerandete Binden auf den oben: eine am Grunde, zwo in der Mitte, eine am Hinter- ‚zande CEr.).: : Sehr kurzflüglig : die Flügel nußsbräunlicht, mit vier dunkiern Binden (Sie), Phalaena brumata, Phalaena Geometra brumata. Wienervers, 109. n. 9 Kleemann Beytr. I. Tab, 31. Wohnort: Eichen, Büchen , Obftbäume, vorzüglich Pfaumenbäume ; die Raupe fpinnt die Blätter zufammen , zwifchen denen fie fizt, Raupenzeit : Frühling und Vorfommer. Raupe: bleichgrün , mit hellern Streifen nach der Länge, und einer dunklern Rückenlinie, Flugzeit: October, November, Anm. Der Raum zwifchen den beyden Mittelbinden ift zuweilen faft ganz dunkel und beynahe fchwärzlicht, ein ander Mal verlieren fich beyde Binden in diefen Mit- tlraum, dafs fie nur eine: einzige Binde ausmachen , die aber zugleich fo verlofchen it, dafs man fie kaum wahr- nimmt. ' Das Weibchen mit feinen- Aeräfeitkeh Flügeln i ift zum Fluge nicht gefchickter, als das vom Waldlindenfpinners _ Die 32 Spanner Die ökonomifche Naturgefchichte diefer Raupenart ift auch im Ganzen diefelbe, und die Weife, den Schaden, den fie anrichten , möglichft zu vermindern „ ebenfalls diefelbe, X Feine Wellenlinien über alle F lügel, BARNIM EIKE $p. 1657. Düfter afchengrau; die Flügel gezähnt, mit zahlreichen dunklern Wellenftrie= sinn] men, unten gleichfärbig, blafler, mit einem min ©.» ©: Punkte in der Mitte, ' Phalaena ündulata, Phalaena Geometra undulata, FWMienerverz, 109; n. 16, Lin, faun. fuec. n. 1272. Wohnore: auf Weiden. Anm. Von der Größe der folgenden , und etwas dar« über, faft eben fo gefttiemt, aber gröber. Wiederftofs Sp.. 1658. Goldgelb , feidenglatt „| mit zahlreichen braunen , und einigen weilsen Wel- lenlinien über alle Flügel: auf den obern eine linienlofe zeichnungslofe Binde, Phalaena bilineata, | Phalaena Geometra bilineata, Wenrone, 110, m, 17, = Lin. faun, fuecs n. 1284. Wohnort: die zweyhäufige Lvchnis, Flugzeit: Junius. Slam: Seidenglänzend goldgelb , ohne Metallelanz; auf den obern Flügeln ‚vier weifse fehr dünne Wellenlinien „ dävon die erfte fehr unmerklich it, Die übrigen Wellen- linien braun und fchwärzlicht, doch verbreiten fich zwe . fehr gewöhnlich in eben fo viele fchmale Wellenbinden 5 ‚eine breitere gewellte Binde ohne Zeichnung und Striche, von S.p arm rer.) ”..58 von der feidenähnlichen Goldfarbe der Flügel, noch vor der Mitte. Am Hinterrande alle Flügel etwas gezähnt. Hecken Sp. 1659. Verblafst ledergelb, mit zahlreichen. braunen und wenigen weilsen Wellenlinien auf allen Flügeln: auf den obern eine linien- ‚lofe Binde mit eteichfärbigen bräunlichten. Um- | rifszeichnungen, Phalaena dumetata, Schäffer icon, 12, Fig_.4» Wohnort: - - Er fliegt nicht felten in den Hecken im Sommer. SE Asm, Wolikommen der vorigen Art in u Stücken gleich, nur flatt goldgelb zu feyn, blafsledergelb (die Farbe der dänifcken Handichuhe ), -und anftatt der. leeren Mittelbinde auf den Oberflügeln. eben diefe wellenfrichlofe Binde mit. einem bräunlichten Punkte, und einigen (4) bräunlicht eingefafsten, runden eckigen Zeichnungen von - der blaffen Lederfarbe, welche die Grundfarbe des Flü- gels it: eine .diefer Zeichnungen vor dem Punkte am Auffenrande, drey nach dem Punkte einwärts. Schwingel Sp. 1660. Ochergelb, mit vier eier bogenförmigen Querftrichen oben, unten mit zween und einem {chwarzen Punkte in den Mitte. | Phalaena ochrearia, Phalaena ochrehta, Scop. cArn. 3; 567, Wolmort: auf Schwingel p), Flug- #2) Wienerverz. 1IO, %. 20, Fauna boica, 2, B. 2, Abth, € 84 S$Spannex Flugzeit : Auguft. Anm. Klein; durchaus und auf beyden Seiten oranien- gelb ocherfärbig; oben auf dem Flügel vier, unten zwo bogenförmige Querlinien. Das Männchen hat Fühlhörner , die auf der Unterfeite gebürftet find, j Langflügeliger Sp. 1661. Alle Flügel grauliche weiis : die vordern fchmal, mit einer doppel= ten trübern Hinterrands - und angefangenen Mittelbinde: ein fchwarzer Punkt in der leztern. Phalaena | fuccenturiata, Phalaena Geometra fuccenturiata. Wienerverz. 110, n. 25 = Lin, faun, fuec, n, 1294. Heimat: um Ingoltadt, Flugzeit: Jenius. | Anm, Klein. Der Kopf fchwärzlicht; der Bruftrü= cken weils: zu beyden Seiten deffelben eine mit weifsen Flügelfchuppen bedeckte Platte, die neben ihm herliegt, - und fo lang als er ilt "( woher Linn? Anlaß zum Tri- vialnamen Succenturiata genommen hat); der erfte und lezte Ring des Hinterleibes; weifs, die übrigen trüb afchen- grau mit einem kleinen Höcker in der Mitte, und ichwar- ‚zen Luftlöchern Der Oberfügel lang 4 2f3'", graulicht weils, mit einer grauen Randmakel, die bis zum fchwar- zen Punkt hereinkömmt. Wachhbolder Sp. 1662. Langflüglig, fatt afchengrau; (die Flügel mit vielen trübern Wellenlinien, der Hinterrand mit fchwarzen Strichelchen ge- faumt; ein fchwarzer Mittelpunkt oben auf den vordern, unten auf allen, Phalae> | | Spanner 35 Phalaena pufillata, Geometra pufillata. Mienerverz, 110, m, 26, Wohnort: Wachholder, Auch der Schmetterling fliegt viel in diefen Stauden, Anm. Obgleich diefer graue Spanner nur klein ift, fo äpannt er doch ı1“, weil feine obern Flügel verhältniß- mäfsig auf ihre Breite und auf die Länge des Leibes vor- | ' züglich lang find, FH Ein wechfelndes Querband auf den Ober- flügeln. Krammers Sp. 1663. Die Oberflügel graugelb., mit verfchiedenen Wellenlinien, und einer dunkeln Binde in der Mitte; am Auffenwinkel ein . fchwarzer Schrägeftrich, Phalaena juniperata. Phalaena Geometra juniperata, PWienerverz, 110, 2.29. — Lin. ft. mat, 871, n, 261, Wohnort : auf Wachhelder, Re: Flugzeit : Augufßs Arm, Die Raupe hängt. ihre fpizköpfige Pupe an einem Baumzweige in freyer Luft auf. Im Schmetterlinge ift die Binde zuweilen in zahlreiche Wellenlinien aufgelöfe: 7). Er Men | Mittelfireifige Sp. Runzelraupem, Gefcehwungene wellen- Ziemlich kurz und dick ;' - Förmige Querlinien: im Mit- die Haut querfaltig; die Far« telraume in ein gleichbreites be gewöhnlich bleich. Querband gehäuft und ver- dunkelt. G& Verwand- 4) Wienerverz, 119, 36 Sp anneon Verwandlung : unter der Erde r), * Die Oberflügel grau. | ed Sp. 1664. Die Oberflügel weißliche afchengrau mit zwo dunklern Querbinden), ' jede aus drey gefchlängelten Linien; am Auf- fenwinkel ein brauner Schrägeftrich ; der Hin- terrand trüblicht, durch eine weilse app gerheilt, Phalaena plagiata, Phalaena Geoinctra plagiata, Mienerverz. 111, Re Ar Schäffer icon. ı2. Fig. 1. Wolmort: Johanniskraut Flugzeit: May. Anm, bey Anführung des Schäfferfehen Citats fragt Gö ze, ob wohl gegenwärtige Art, oder die Müllerfche Matronaria dafelbft abgebildet fey. Das ift gewils, dafs Schäffer am angezeigten Orte eben dasjenige Infekt ab» bilde, welches Hr, Rath Schiffermüller unter feiner Plagiata verfteht, der meine Exemplare , die genau de? Schäfferfchen Abbildung entiprechen „ dafür erkannte, In der Ruhe fizt diefer Spanner wie ein Zünsler. Lulch Sp. 1665. Die Oberflügel weißslicht afchengrau, mit etwas dunkiern Welienftrichen und Bin- den: Zzween fchwarze genäherte Punkte im Mittelraume, Phalaena bipundtaria, ‚Phalaena Geometra bipundaria, Wienerverz. T1T. Schöfe 2, 5» r) Wienesverz, Ike ’ f Spanner 37 Schäffer icon. 72. Fig. ı. 2. ; Hosmort: auf Lulch. a De, Eckfreifige Se - Schuppenranpen, Eine dunkle Querbinde Gleichdick, nicht fonder- im Mittelraume der Ober- lich fchlank ; auf-allen Rin- flügel® eine oder mehrere gen mit Winkelftreifen oder aus derfelben rückwärts her» Kreisbogen, davon Jie Schei« vorfpringend: Ecken, tel vornwärts gerichtet it, Kerwandlung: zwifchen Blättern in einem Gewebe nahe an der Erde 5). * Mit einer Ecke des Querbandes, Gänfefuß Sp. 1666. Die Oberflügel hellgelblicht braun: am Grunde, die eineckige Binde, ein Aufienrandsfleck an der weifsen Wellenlinie, "und. der Schrägeftrich am Auffenwinkel tief= braun, Phalaena ehenopodiata. _ Phalaena Geometra chenopodiata, Wienerverg, 112, n.2. | Kleemann Beytr, I. Tab. 37, Frifch Infec. V, S. 35. Tab. x4. fchlecht, ; Womort: auf Gänfefußs,° : Raupenzeit: Auguft, September. Raupe: grün oder violetbraun , mit Zeichnungen auf dem Rücken, die vorwärts gerichteten gleich- fchenkligen Dreyecken gleichen, die dachzie- gelf örmig übereinander lägen, Ca Flug- | RSS re \ ’ s) Wieneiverz, 112, 33 Spanner Flugzeir: Julius. Sonnenzeichen Sp. 1667. Afchengrau ; auf den Ober- _ Bügeln zwo. in der Mitte zufammenfliefende Binden und am Auffenwinkei das Zeichen der Sonne ((@)) braun, Phalaena folata, / | Heimat: um Burghaufen, | Anm. Die Oberflügel linglicht, oder was man in der Botanik eyförmig lanzettähnlich nennt, fo daß die Spize am Grunde it. Um die Mitte des Auffenrandes entftehen zwo fchwärzlichtbraune Binden, die um die Mitte des Flügels zufammen treffen, und dann nur Eine ausmachen, Vor dem Auffenwinkel dasZeichen (@} von gleicher Farbe znit der Binde, wovon jedoch ein Bogen durch den Auf fenrand abgefchnitten ift, Feftungs Sp. 1668. Die Oberflügel oben graubräunlicht mit einer fchwarzbraunen Mittelbinde auf den vordern; unten gelblicht filbergrau, mit einem Punkte und’ zween Querftreifen, Phalaena propugnata, Phalaena Geometra propugnata, MWienerverz, 112, n.8. Wohzort: um Gern. | Anm, Oben dem mondmakligen Spanner faft ähnlich ge- zeichnet, und auch faft gemalt, aber viel gröfser; unten auf jedem Flügel ein fchwarzer Punkt und zween trübe Querftriche, davon der hintere der Unterfügel aus blofsen Punkten befteht, ? Sinau Spanner 99 Sinas Sp. 1669. Die Oberflügel fchwärzlicht, mit zwo .. weißslichten wellenrandigen Binden durch den Mittelraum, und einer weifslichten Wellenlinie am Hinterrande; ein fchwarzer Mittelpunkt beyderfeits auf allen Flügeln, „ Phalaena alchemillata. Phalaena Geometra alchemillata, Lie. faun. fuec. n, 1282: HWolzort: auf Sinau, Raupe: grün, an den Seiten weilsgeftzeift, mit gelb= lichten Ringegelenken, Anm. Vullkommen ähnlich dem: Gartenfpanner, nur andere Farben, | | arten Sp. 1670. Die Oberflügel graubraun: eine tief= graue breite weißslicht eingefaumte- Mittelbinde mit einem fchwärzlichten Mittelpunkte. Phalaena hortularia, Phalaena. Ein. faun, füec. », 229% Phalaenı Geometra hortulana, Göze Beyer, IIL % 30Y7. N: 23. Wohnort: in Gärten; nicht felten. Anm. Gegen den Auffenwinkel- drey nach dem Hinter- rande- gerichtete fchwarze Zähne; die Hinterflügel grau: am Hinterrande dunkler. Unten alle Flügel mit einem fehwärzlichten Mittelpunkte und*graubraunem Flinterrande,; Länge eines Oberflügels —_ 5 ıf !M. Leberfarbiger Sp. ı671. Grau mit zwo leberbraunen Binden ; die hintere rückwärts eckig. Phalaena hepararia. Ca Wolm= 49 Kanne Wohnort : in Gärten. Anm. Dem vorigen ähnlich und an Bau und Größe gleich. Eigentlich find die Oberflügel leberbraun; aber unweit des Grundes ziehen fi:h zween fehr genäherte w.ifsgraue Striche herüber, und der Hinterrand ift breit grau und vorwärts eckig, Unten find alle Flügel rufsig grau, haben auf ihrer vordern Hälfte einen weilsen Punkt, und die hintere Hälfte etwas lichter: beyde Hälften find durch eine gefchwungene Linie getrennt. Länge des Vor- derflügels — 5 3fa', — Bey diefer, wie bey der vo- zigen Art hat das Männchen gekämmte Fühlhörner. Ich zweifle doch, ob diefe Art nicht vielmehr in die folgende Abtheilung der Familie gehöre, allein ich kann das Infect nicht mehr vergleichen. Zweybindiger Sp. 1672. Afchengrau ; auf den Ober- fügeln der Grund und eine Mittelbinde dunk- ler; ein Längsftrichelchen und Punkt auf der Mittelbinde,, und ein Schrägeftrich am Auflen- winkel Ichwarz. - Phalaena bifafeiata. Heimat: um Gern, Anm. Das Strichelchen der Mittelbinde theilt fie nach | der Länge gerade, wo fie den Winkel macht, in zween Theile ; ; der fehr kleine Punkt näher am Auffenrande, Un- ten auf allen Flügeln ein Punkt, und hinter ihm ein ‚gem fchwungener Querftrich fchattenbräunlicht, Labkraur Sp. 1673. Die Oberflügel oben mattweiß: am Grunde, und eine breite gezähnte Mittel- binde fchwärzlicht, fchwarz geftriemt; auf der Unterfeite fieben weißslichte Punkte vor dem Hinterrände, ; Phalae- Spanner. 41 Phalaena ocellata, Foren Geometra ocellata. WVienerverz. 113. ®. 9. = Lin. faun. fuec, n. 1280. ‚ Phalaena fafciata. Scop. carn, n. 550. , Wohnert ; Labkraut. Anm, Länge des Oberflügels — 6!f, Breite 4, “ Die Oberflügel oben mattweifs, am Grunde fchwärzlicht- braun; in der Mitte eine breite, gezähnte, fchwärzlichte Binde mit noch fchwärzern Zeichnungen. Gegen den Hin- terrand matigraue Wolken, zwifchen diefen, näher dem Auffenrande , zween genäherte bräunlichte Fleckchen mit weifsen Mittel wie Augen, Unten find die Oberfiügel Schattenbräunlickt: eine Binde, einige gewellte Querlinien, und fieben Punkte vor dem Einterrande weilslicht, | Serpentin Sp. 1674. Die Oberflügel blafs kupferfär- bie: der Grund, der Hinterrand, und eine ' sefchwungene , e zwoen zufammengefloffene. Y- förmige Mittelbinde eichblattgrün; ein wei- Tser Fleck am Auffenrande, | Phalaena ophitata.. . Heimat: um. Ingoiftadt. Flugzeit: März und Auguft, Anm. Ich fiand lange bey mir an, ob ich nicht Hrn. Knochs Ph. Geom. lichenaria vor mir hätte: Größe, Um«- rifs, Farben fiimmten damit überein, nicht fehr- war die Befchreibung entgegen, aber die en der Oberflügel weicht in der Zeichnung ab, Obgleich die blafsrothe Farbe den kleinften Raum auf den Oberflügeln einnimmt, fo darf man fie doch für die Grundfarbe annehmen; de blickt: überall durch, wo nur ei- C5 | | niger 42 Spanne niger Raum dafür da ift, da hingegen die trübe Fichblatt- farbe (ich hätte fie lieber Chloritfarbe genannt; denn fie ift völlig die Farbe der fogenannten Chloriterde) nur flau= big aufge:ragen if; fie ift die herrfchende am Flügelgrunde, wo :ie vier wellenförmige Querlinien bildet, die an ih- ren Rändern gegen:inander vertrieben find, gleichwohl ‚aber um die Mitte ıhrer Querlänge von einem fatten und dü« ftern Kupferroth verdrängt wird, fo dafs fie nur am In« nen- und Auflenrande in ihrer ganzen Stärke ericheint; fie läuft ferner um die Mitte der Flügsllänge in mehrern ge= fchwungnen Wellenftreifen herüber, und bilder eigentlich eine einzige, einwärts verengerte, Binde, aber wird durch die vordringende Kupferfarbe unterwegs fo verändert, dafs das freye Auge zwo Binden zu fehen glaubt, die ein- “wä:rts ıneinander fliefsen ; in diefer Binde, nicht weit vom Auffenwinkel fizt der weifse Fleck; der Auffenrand felbft ift wieder Eichblattgrün. Die blaffe Kupferfarbe ift über all wolkig düfter getrübt, Die Uhterfeite aller Flügel ift grau mit einem ichwarzen querlangen Mittelpunkte; der Hinterfaum der Oberflügel if£ breit bläffer, die Unterflügel haben hinter dem Mittelpunkte zween fchwärzlichte bogen- förmige Qierftriche , davon’ der innere blöffer ift, und die beym Weibchen wohl alle beyde verfchwinden. Wenn man eine ziemlich ftarke Vergröfferung anbringt, fo fieht man freylich die Fühlhörner des Männchens unten mit kurzen Bürftchen befezt, aber. fie find auch dann fo fchwach, dafs man fie noch immer für rein borftenföre ig annehmen kann. %*% Mit mehrern Ecken des Querbandes. Mondmakliger Sp. 1675. Grau; vier dunkelbraune Binden auf den Oberflügeln® die erfien zwo- | ganzy . Spannenm 43 ganz, die dritte verwifcht fortgefezt, mit ei- nem fchwarzen weifsgerandeten Mondchen, die vierte nur angefangen. } Phalaena, lucinata. Heimat: um Regensburg. Anm, Die Länge eines Vorderflügels 77T 7, ode (beym Weibchen) 7 1/2, Durchaus grau. Auf den Oberfügeln ‚vier dunkeibraune, faft fchwärzlichte, Binden: die erfte nahe, am Grunde, ein einfacher Bogen ; die zweyte «in offnerer ,; grundwärts dunklerer , rückwärts etwas ge- wellter Bogen; die dritte gezähnt, nur bis in die Mitte des Flügelfeldes dunkelfärdig, und von da an bis an den Innenrand nur leicht angezeigt: in der erften Hälfte ihres Laufes wirft fie zween flarke Zähne aus, die ein fchwar- zes, hinerwärts weilsgerandetes Mondchen zwifchen fich haben; die vierte der dritten genähert, und blos angefan- gen; im Mittelraume zwilchen der zweyten und dritten Binde ein Punkt, am Auffenwirkel ein fchiefer Beyftrich fchwarz, Die ÜUnterflügel fchwach gezähnt, blos mit ei- nem kleingewellten Querftriche über das Mittelfeld, und einem fchmalen Saume am Hinterrande : bevde fchwarz. Unten alle Fiügel heller grau, mit einem fchwärzlichten Punkte, und einer Binde, die die Farbe des Flügelfeldes hat, aber von zween dunkelgrauen Querftrichen begränzet wird, davon der hintere gewellt ift. Ich bemgrke auch bey diefer Art die beyden befiederten Platten, welche, da fie längs des Bruftrückens wie kleine _ überzählige Flügel beyderfeits herliegen, den ältern Zian$ veranlaffet haben , einer Spannerart, die iehat, den Namen Succenturiata zu geben, und bey einem andern Spanner fo grofs 44 Spanner grofs werden, dafs man wirklich fechs Flügel zu fehen glaubt. Berg Sp. 3676. Milchweißs: der Grund der Vorderfü- By gel und eine Mittelbinde -braungrau: ein wei fser Fleck am Auffenrande der Mittelbinde mit einem fchwarzen Punkte, Phalaena montanata. Ph. Geom. montanata. Wienerverz, 113. ‚9, 14 Phal:ena ocellata. Fabr. mant, II, 206, #, 178. Heimat: um Ingolftadt. Verfogen fand ich ihn auch im Erbftollen des Eifenbergwerkes im Vogel» walde bey Neukirchen Baierfchen Antheiles, Anm. Mittelmäfßsig groß ; die Flügel gerundet, unrein milchweiis. Die obern Flügel gegen den Hinterrand , und die un:ern auch.in der Mitte mi: uidentlichen trübern wels jenförmigen Querlinien, | Blindäugiger Sp. 1677, Die Flügel weiß, gerundet: auf den vordern der Grund, eine Binde, ein Fieck am Hinterende, nebft Kopf und Bruß- rücken fchwarzbraun, Phalaena Iynceata, Fabr. mant. II. 206. m, 179. Phalaena Iyncea. Fabr, uff entom. 635. n. 79. Fleimat > um München und Ingolftadt, - Fingzeit: Junius. Anm. Kopf, Bruftrücken. und Grund des, Oberflügel fchwarzbraun, dann eine weilse breite Binde auf den Ober- Bügeln, durch welche (wenn das Stück recht gut erhalten ift) ein kaum fichtbarer gefchwungener rothgelber, mit ei- igen fchwarzen Punkten befezter Querftrich mitten durch-- feztz Spanner 45 fezt ; auf diefeBinde folg:_ eine breite fchwarzbraune , vor- wärts ocherbraum gerandete, tieffchwarz zgefleckte, ge- fchwungene Binde ; der Hinterrand der Flügel weils, aber gerade in der Mitte (und ‚auch näher gegen.den Innen- winkel wieder) eine undeutlich -abgeichnittene fchatten- braune Makel. Die Unterflügel etwas gezähnt, weifs mit einem Paare trüber Binden ‚„ und einem breiten beinwei- fsen, trüber gefieckten ‚Hinterrande; zwey fehr kleine fchwarze Mondchen vor dem Sau in der Mitte ein fchwarzer Punkt, zween andere am Innenrande. Die Un- terleite aller Flügel weinfuppenfarben mit feinen Qüerftri- - chelchen , einer {chwärzlichten Querbinde und Hinterrands=« makel an den obern, verichiedenen fchwärzlichten Fleck« chen und zwo Hinterrandsmakeln auf den untern, Sauerdorn Sp. 1678 Die Oberflügel afchengrau , mit undeutlichen dunklern unterbrochenen Wellen» linien:; ein fchwärzlichtes , gegen den Auffen- rand gabliges, beyderfeits fchmal weifslicht eingefalstes Querband; die Unterflügel ge= zähnt, . Phalaena berberata, Phalaena Geometra berberats HWienerverz, 113. BOB: Wohnort: Sauerdorn. Ranpenzeit:: Junius. | Raupe: walzenförmig, veylblaulicht graufchwarz mit. vier, nur durch das Suchglas fichtbarer Streifen aus weifsen Punkten; 'an den Seiten perlengrau mit einem gelben Flecke auf jedem Ringe und zween ichwarzen Punkten auf dem« felben. 46 | Spinnen felben. Der Kopf blafs gelbbraun , oben ein wenig ausgerandet. Flugzeit : April. Anm. Auf den Oberflügeln ein fchmaler weifslichter Querfirich unweit des Hinterrandes,; die Unterfeite hell efelgrau mit einem fchwarzen Punkte, und einigen ehe, fangenen dunklern Querftrichen, %:*%* Der Rand des Querbandes unrichtig; hin= ter demfelben ein helles Querband. Birkenbufeb Sp. 1679. Alle Flügel beyderfeits rein- fchwarz, weifsgefleckt, mit weißsen Binden $ die hinterfte fchwarz punktirt, mit. einer VOI- fpringenden fpondonförmigen Zeichnung. ' Phalaena haftata. Phalaena Geometra haftata. Lim fl. mat. 870% 1. 254. — Degeer Ueberf, II. 1. 334. Tab, $, Fig. 19. 20, Kleemann Beytr. I. Tab. 44, Wohnort: Birkenblätter, Raupenzeit : May, Junius, Raupe: fchwarzbraun oder braungelb , mit hufeifen- Förmigen Zeichnungen an den Seiten der Ringe. Sie geht zur. Verwandlung nicht in die Erde, fondern fpinnt einige Blätter zufammen, zwifchen denen fie ihre Raupenhaut ablegt. H ohrnaner Sp. 1680. Alle Flügel oben fattfchwarz, weifspunktirt; zwo weilse Binden mit fchwar= zen Punkten. Phalaena triftata, Phalae« Spannen 47 Phalaena Geometra triftata. Wienerverz, 113. m. 26, = Lin. ff. nat, 869. #. 252. Phalaena Geometra luctuata. Häbzer Beyer. I, 31 Fab.'a, ' Fig..F. Heimat : um Weltenburg, Flugzeit: Junius. Anm. Sehr ähnlich der vorhergehenden Art, aber viel kleiner, und die hinterfte Binde treibt keine fpondonf örmie ge Ecke in die fchwarze Hinterrandsbinde vor, * M. * HalbfreifigeSu Zeichenranpen. Die Oberflügel weiß, mit Hellfärbig; oben und an einem unvollkommnen Quer- den Seiten mit rothen oder bande von dunkler Farbe. fchwarzen Flecken. Verwandlung: in einem leichten Gewebe 2), _ %* Das Querband abgebrochen, Meerrettich Sp. 1691. Bleich afchengrau, mit drey fchwarzen angefangenen Binden: am Grunde, an der Mitte, am Auffenwinkel. | Phalaena fluctuata, i Phalaena Geometra fiuctuata, Göze Beyer, III. 5 340. m. 260. Schäffer icon. 123. Fig. 6. | Wohnort? : Meerrettich , Kreffe. 3 Anm, Die Binde am Grunde geht doch bis an den In« menrand fort, ift aber darum nicht länger als eine der andern, " | Hinde B - = no 8) Wienerverz, IEA. ‚48 Sp ana Hindbeeren Sp. 1682. Die Flügel weißs: an den vor dern der Grund und eine angefangene Mittel« de} ‚binde graufchwarz, der Hinterrand unterbros | ' chen ‚fchattenbraun. Phalaena albicillata, Phalaena Geomertra albicillata, Wienerverz, Iıa, m. % ir 4 Knoch Beyer, Is 40, Tab, 2. Fig. 8, Raupe, „.: 'Phalaena Geometra Veftalis Walch Naturf. XIII, | 30, Tab. 3. Fig..7. Schmetterling: fchlecht, Wohnort: Himbeeren. | Raupe: faft walzenförmig ‚ niedergedrücket , grün: an den Seiten der drey erften Ringe und der leztern eine punktirte karminrothe Linie; ein ‚karminrother eckiger Punkt am Ende jedes der fechs mittlern Ringe über den Rücken. Anm, Der Bruftrücken und der Grund der wyeifsen Oberflügel breit graufchwarz, eine graufchwarze grofse Makel als der Anfang einer Mitrelbinde, aber etwas wei- ter gegen den Hinterrand gerückt; der Hinterrand ‘trüb gefleckt, fo dafs die Fleck& eine unterbrochene Binde aus- machen, die gegen die Mitte fchmäler, und am Innenrande wieder dicker wird, Die Unterflügel weils: eine jener der Oberfügel ähnliche Hinterrandsbinde, und vor derfelben ein unterbrochener Querftrich aus verwifchten Punkten ; unten alle Flügel weifs (oft mit etwas durchfcheinenden Zeichnungen der a mit einem {chwarzen Mittel= punkte. Spüllebaum Sp. 1693. Weifs; der Bruftrücken, und an den Oberflügeln der Grund, eine angefan« gene Binde, und der Hinterrand graufchwarz: eine don n.panmer 49 f eine großse Makel und eine unterbrochene Wellenlinie.am Hinterrande weiß, Phalaena aduftata, “ Phalaena Geometra aduflata, Wienerverz. 114. m. 9. Degeer Ueberf. IL 1. 258. Tab, 6. Ir 2, Wolmort x Spindelbaum. | Flugzeit‘® | Junius,. Julius, “Arm, ' Die-Flügel weifs: über alle mehrere verwifchte graulichte Wellenlinien, wovon eine am Innenrande, in- dem fie dort an ihrem lezten Bogen vollfärbiger wird, ein; Mondchen- bildet. . Die weifse Makel des breit grau- fchwarzen Hinterrandes gerade in der Mitte. Die Hinter- flügel mit einem graulichten durch eine‘ weifse "Wellenlinie entzwey getheilten ilinterrande ; - bey einigen‘ Stücken kömmt auch ‚hier eine, obgleich nur Heine weilse Hin=- terrandsmakel vor, Vermifehrgürliger Sp. 1684. Die Flügel Weifslicht, $erundet: die obere fchwarzgraue Mittelbinde einwärts verwifcht, der Hinterrand breit fchat- tenbräunlicht: durch eine Wellenlinie getheilt, Phalaena derafata. | Te ‚Heimat: um Burghaufen. Anm, Klein, zart; am Grunde der Vorderflügel eine angefangene graue Binde; eine grofse Ichwarzgraue Auffer- randsmakel in der Mitte, der Anfang einer zweyten Bin- de, davon man gegenüber am Innenrande wirklich das En- de fieht: ein fchwarzer Punkt in der Auffenrandsmakel; ein breiter , blafs fchattenbrauner,, von einer flark gewell- ten weilsen Querlinie entzwey getheilter Hinterrand, Vor Fauna boica 2,B, 2. Abth,. D den ann 5 Bi: Spanner Ran, den Hinterrandsfranzen eine. Punktreihe aus fchwarzen paarweife ftehenden Punkten, die aber nur durch das Such- glas fichtbar find; ein gröfserer Punkt zwifchen dem er- ften und zweyten Punktpaare und der weifsen MErhnie. Der Oberflügel ift nur 4 lang. Hafelfiauden Sp. 1685. Die Flügel fchneeweiß: die . Einfaffung fchwärzlicht : am Hinterrande aller fiätig, am Auflenrande der Obern unter- brochen, Phalaena marginata. Phalaena Geometra marginata. Hienerverz, 114 n, 10. | Wohnort: Hafelftauden „ Weiden, ‚Flugzeit: Junius, Julius. Anm. Im Mittelraume der Oberflügel noch ein fehwärz« lichter Punkt, Die Einfaffung des Auffenrandes befteht blos aus zween länglichten Flecken. — Es giebt doch Stü- ckes bey welchen der Hinterrand der Unterflügel nicht R eine .flätige Bordirung hat. *%* Die Flecke faft zerftreut. Seachelbeer Sp. 1686. Die Flügel weifs, mit runden Schwarzen Flecken: auf den obern zween ora- niengelbe, von fchwarzen Makein begleitete Querftreife. Phalaena sroflulariata. Phalaena Geometra groffulariata. Lin, ff, nat, 867; N. 242. Röfel Inf. I. Cl, 3. pap. mod, Tab, 3. Schäffer icon, 67. Fig. 1 2. Wobnorts; Ribesarten , Sauerdorn, Weiden, Raupe: a nn u nn ns ann Spanner 5E Ranpe: weils, mit fchwarzen Punkten auf den ' vorderften und 4 hinterften Ringen, zwifchen den Bruft - und Bauchfüfsen ein tulpenförmi= ‚ger Fiek, der feine drey Spizen rückwärts kehrt, und zween Punkte hinter demfelben. An den Seiten die ganze Länge hinab eine Reihe fchwarzer Punkte, dann ein oraniengel- ber Streif, und wieder eine Reihe größerer Punk ze. Kopf und Brufffüßse Schwarz ; ein fchwarzer Fleck auf den Bauch - und Schwanzfüßsen. Die Verwandlung gefchieht mit wenigen Gewebe, wovon die Pupe geftürzt hangt, _ Die Pupe glänzend fchwarzbraun, mit gold« gelben Reifen. | Flugzeit : Julius, Gefleckter Sp, 1687. Die Flügel allenthalben goldgei® | mit unordentlichen fchwarzen Flecken, Phalaena maculata. ” Geometra maculata. Wienerverz, 115. % 1% Kleemann Beytr. I, Tab. 14. Fig 5: Schäffer icon. 30. Fig. 1 - ER Heimat: um Weltenburg, X* Mit einem beyderfeits verkürzten Quer» ande, i Alpen Sp. 1638. Schwarz mit einem bindenförmigen Oranienflecke auf allen Flügeln, Phalaena alpinata, Phalaena equeftrata. Fabr, gen. inf II. 288. m. 65 - 66. — Göze Beyter, III, 3. 421, m. 313. Phalaena Geometra alpinata. Wienerverz, 115. 9. 14. Beat “+ Phalae- 52 "Spanınyr Phalaena »Geometra. aethyopiata, Scop. carn, n. 580% de rn GrözeöBeyinin LIE: aa. Himn2506. Ph. Geom, quadrifaria. Gefeh. Tab. 23. Fig. be. ögeSzr. Mäde: Bayar. LI. 33875 37: 91. .. ‚auf dem Gebirge von Bl, i ‚Flugzeit: Julius, .). Anm Hr. Fabricius giebt RN gür die Ge- gend 'an,::wo. man diefen Spanner finden foll5 aber ver- muthlich ‚nur im‘ den Sammlungen. Hr. Schulz fcheint ihn ‚ven Wien nebft mehrern andern 'Infecten dahin gebracht zu haben, Bey uns wohnt er lediglich auf Ge- birgen, und zwar ziemlich hoch, wo fie fchon anfangen ; kahl zu werden, x N. #® „Binfärbige Sp... Spreckenraupen, Dirchens einfärbig, we- Bisher ift nur noch eine nige Punkte oder Linien am einzige bekannt, Rande der Oberflügel etiva A ausgenommen 2). Kohlfchwarzer Sp. 1689. Durchaus rußsig. fchwarz. - Phalaena \carbonata, . Heimat: auf dem Gebirge ı um Hohenfchwanngaus Ye Gröfse und Bau des Folgenden, aber durchaus {chwarz ohne irgend: eine. andere Farbe. Kälbe rk ern Sp. 1690. Schwarz mit Weißer Einfafung des Auffenwinkels der Vorderflügele .Phalaena :chaerophyllata, 2 Phalae- = u) Wienerverz. 115. 1 Spdiiner 53 ‘Phalaena Geometra chaerophyllata. Wienerverz. 116, n. 1. Lin, faünssfuecs n221374, - Kühn Berl. Befeb. III. Tab, 1. Fig. 3... Wohnort: auf Chaerophylium fylveftre; wenigftens fchwärmt der entwickelte Spanner, nicht etwa einzeln, fondern fehr häufig um. diefe.Pflanze, und nur einzelne Stücke entfernen fich, und nie weit, von ih i si ? Anm. Diefe Spannerart gehört Wirklich unter die fält- nern, fo gemein ihre Futterpflanze if. Mir ft fie noch nirgends als zu Burghaufen und zu Weltenbürg vorgekom- men. Aber'wo fie vorkömmt, da ift fie auch häufig, Flugzeit: Junius. - Lichtgrauer Sp. 1691. Durchaus lichtgrau. Phalaäena grifeata, Phalaena Geometra grifeata, Wienerverz, 116. m. 2. Heimat: > Gern. Anm, Der ganze Schmetterling kaum größer als ein Vorderflügel des vorhergehenden, E Geweifster Sp: 1692. Kreidenweifs; auf der Unter- ‚feite die Nerven fchwärzlicht, Phalaena "dealbata. WER | Phalaena Geometra dealbata. Wienerverz. 116, n. 3 Post la, SR. nat. 878: BR 250. | hr Geh Tab, 23, Fig. > Heimat : um Ingolftadt und Regensburg. Selten, Anm. Nicht ganz: fo groß als der Weißdornfalter, mit dem er Achnlichkeit hat. | r- RG D3 Schnee= 17 Spanne Schneeflügeli ger Sp. 1693. Durchaus reinweißsz; die Flügel glattrandig, Phalaena nivearia. \ Phalaena Geometra nivearia, Wienerverz. 116. 2, &s Phalaena niveata. Scop. earı, m. 539, Homore: in Gärten, aber fparfam, : * Q, #% BogenfßriemigeSp - Fadenraupem Weißlicht, mit zween _Fadenförmig, fehr dünn; oder drey ein wenig ge= berührt rollen fie die er=- fchwungenen Querftrichen. ften Ringe fchnirkelf örmig ein. % Verwandlung: unter der Erde w). RES Schmelen Sp. 1694. Graulicht firohfarben mit drey 10- fenrothen Querftrichen (der zweyte vertrieben), und einem gleichfärbigen Punkt Phalaena vibicaria, Phalaena Geometra vibicaria. Wieververz. 117,0. Wohnort: Wiefengräfer, | Re Anm. Die Oberflügel haben einen etwas. {pizigen Auß fenwinkel. Der mittlere Querftrich gerade, dicklicht, der hinterfte gefchwungen, und, wie der erfte, fehr fein, Breitfiriemiger Sp. ı695. Bleich röthlicht beinfar« ben, mit einer blafsbraunen Binde durch alle Flügel: vor derfelben ein Punkt. Phalaena averfata. | Phalaena Geometra averfata, Lin, faun, fuec, 1286, :2 Schäffer icon, 1. Fig. 5: Hoh | OHM« rrearman w) Wienerrerz. JI6; Spanne sg Wohnort: in Gärten; fparfam, Anm. Ich finde in meinen Papieren angemerkt, dafs ich auch aufser der Binde im frifchen Schmetterlinge noch eine feine Linie gefehen habe, die aber wenigftens in dem Stücke, das ich noch befize, gewifs nicht vorhanden if. Das Citat aus Schäffer führt Göze bey der vori« gen Art an; aber diefer fieht die Schäfferfche Abbildung weniger gleich, als der gegenwärtigen. Vielteicht hielt Schäffer das Rothbraun der Binde für ein verlofchenes Roth, und liefs. bey der Ausmalung das blaulichte Rofen« - roth nehmen. | A - Foge Iwicker Sp. 1696. Bleichgrau: drey kleingewellte Querftriche über die obern, zween über die untern Flügel, und ein Punkt auf allen, fchwarz; der Hinterrandsfaum afchengrau, Phalaena mediata. Fabr, mant. II. 209. n. 206, Phalaena Geometra firigilata. Wienerverz, 117. m. 45 Wohnort : auf Vogelwicken, Flugzeit: Augufk, Anm, Ziemlich klein, blafs fandgrau; auf den Oberflü- eeln zwo fehr feine feingewellte ichwarze Querlinien, und zwifchen beyden eine etwas breitere, aber weniger fchwarze; zwifchen. diefer und. der erften ein fehr feiner fchwarzer Punkt; an cie dritte. flöfst der dunklergraue Hinterfaum, der eigentlich aus zwo afchengrauen gewell=- ten Querlinien 'befteht; der Hinterrand felbft hat: acht Schwarze Punkte. Die Unterflügel haben nur. zwo. folche Querlinien, zwifchen beyden. einen kleinen fchwarzen Runkt, und an der hintern der Hinterrandsfaum ; der Hin gerrand felbft hat abermal acht. fchwarze Punkte. Unten | D4 | find. J 21 Spanneft find. die Flügel trüber, haben alle nur zwo Querlinien, zwifchen beyden den fchwarzen Punkt, und dann die - Hinterrandspunkte, Zaunwicken Sp. 1697. Graulicht beinfarben: drey Querfiriche über die obern Flügel, ‘zween über die untern, ein Punkt, und die äußerfte Hinterrandseinfaffung fchwärzlicht, Phalaena remutata. Zur Phalaena Geometra remutata. Lin, fyfk. nat, 812. n, 266. Heimat : um Ingolftadt, Anm, Der Punkt:.auf ‘den Oberflügeln. oben zwifchen dem erften und zweyten Querftrich;. unten auf allen Flü- seln nur zween Querftriche, und der Punkt auf dem er- ften felbfl. - Auch. durch die Hinterrandsfranzen einige Punkte, 2 BERGE Beingrauer ‚Sp. na Beingrau 5. die Flügel oben punktlos; die Hinterrandsfranzen. fehwärzlicht punktirt 5 auf den obern drey.und ein ange» fangener, auf den untern zween fchwärzlichte Querftreife, _ | | Phalaena cariata. nu. ‚Heimat : um Ingolftadt, Anm. Die Farbe eines an der Luft grau gewordenkit Knochens. Unten alle Flügel mit zween Querftreifen:. zwifchen ihnen ein Punkt. Die Flügel gerundet. Zünslerför mi ger Sp. 1699. Verwifcht graulicht bein- weils; die Flügel beyderfeits punktlos: auf den obern zween trüblichtere Querftreife über die Mitte, arey am Hinterrande, Pi: Phalae= Spanne 57 Phalaena ternata. Heimat : Burghaufen. i Anm. Etwas ftaubig. Auf der Uhnterfeite der Hinter« Flügel gewahrt man doch mit dem me einen fehr eg “ nen Punkt im Mittel. Staubgrauer Sp. 1700. Blafs afchengrau, trüb be- fläubt; die Hinterflügel etwas eckig; drey gelblichtgrane Querftriche und ein ich ter- Punkt auf allen Ann. OR Phalaena infperfata. RER. ? Schäffer icon. 12. Fig. 6% Heimat: um Inzoltadt, > Anm, Unten viel bläffer eine kaum gefchwungene trü= be Querlinie hinter dem Punkte auf den-oberh, dann (und dies auf allen) eine etwas. gezähnt gefchwungene Querlinie, und hinter. diefer eine Querreihe- trüber' Punkte. Punktreibiger Sp. 1701. Die Oberflügel weißsgrau : - x ‚Zween Querftriche über die Mitte, und zween am Hinterrande: überall. der erfte mit einer Reihe fchwärzlichter Punkte befezt, „Phalaena feriata. Heimat :. Er. kömmt zu oa in ie > Zimmer. Flugzeit : Junius, Ans Klein, felbft in feiner Familie. Auf jedem Flü- gel (die obern gegen 'die Breite etwas lang) ein fchwärz- lichter Punkt im Mittel; ‚die Punkte: der.hinterften Reihe durch fchwärzlichte Strichelchen verbunden. Auf den \ Franzen. des Hinterrandes' eine Punktreihe. . Die | beyden mittlern‘ Querftriche find 'oft fehr verblaßt, und der vor- ee fehlt‘ den Hinterfügeln, auf ‚welchen der Punkt in D5 einer sg Zünslee einer kleinen Bucht des Mittelftriches liegt. Von den beys den Querftrichen am Hintertheile aller Flügel if der vor= dere längs. feines ganzen Laufes durch einen gleichlaufen- den weißlichten entzwey getheilet, wovon der vordere und fchmälere Theil mit einer Reihe fchwarzer Punkte be- fezt it! Schwarze kurze Querfttichelchen begleiten den Hinterfaum, auf deffen Zähnen fchwarze Punkte fizen. Er ift vielleicht Ph, Geometra maniliata des Wienere verzeichnifles zum ste: #* Langfchnauziges Brauner Z. 1702. Die Oberflügel ftaubbraun, mit dritthalben Querftrichen ; weißlichte Punkte hinter dem lezten. Pyralis probofeidalis. Wienerverz. rı m 1. | Hübner Zünsl, 6. n. 6. Fig. 7. Wohnort: in Gehägen, Hopfen Z. 1703. Olivenbraun: ein Längsftreif am Auf« fenrande der Oberflügel, und vertriebene Ma» keln am Hinterrande gelbbraun ; ein f[chwarzes. Schrägeftrichelchen am Auüffenwinkel, Pyralis roftralis. Wienerverz. 119. m 3. Röfel Inf. I. Cl, 4. pap. nod. Tab. 6, Wohrort: Hopfen. ‚Raupe: grün mit einem dunklern Rückenftreife, eis nem weifslichten fchmalen Seitenftreife, und fchmalen weißslichten Rändern der Ringe. Fiuge Züunslex ) Flugzeit: Julius, Auguft. Grauflügeliger Z. ı704. Ueber die rothgrauen Flü- gel zween gelbe Querftriche: der hintere auch auf der Unterfeite, ' Pyralis glaucinalis, Lin, faun, fuer, »., 1349 Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Auguft, Ä Sebmalz Z. 1703. Die Flügel graulicht braun: am Auf= fenrande mit Anfängen fchwarzer Binden. Pyralis pinguinalis, Lin, Sf. rat. 332. m 33%. Hübner Zünsl, 9, m. 2. Fig. 24. Schäffer icon. 197. Fig, 3. 4. Anm. Das Männchen um die Hälfte kleiner , mit kum zen und gebogenen Mundfpizen, und gekämmten Fühl- hörnern. Wohnort: in Häufern, Zahn Z, 1706, Die Oberflügel graulicht grün, mit vie= . len weifsen fchwarzgerandeten ftarken Zahn- zeichnungen, Pyralis dentalis, Wienerverz, 120, n. 14. == Hübe ‚ner Beyer, 1. 4. 15. Tab. 2. Fig, M, —, Hüb» ner Zünsl. 9.2. 3.. Fig. 25. Wohnort: um Burghaufen ; Welleicht auf der fchmal- blättrigen Wolfsmilch, %%* Kurzfchnauzige. Neffel Z, 1707. Weißlichtgelb:, mit 3. bis 4 halbfchat« tigen wellenförmigen, &rundwärts vertriebe= nen, Binden auf den Oberflügeln, Pyras 60 Zu hsdek ee verticalis, Göge Beyer. III.-4. 58.» 3354 —Z. Hübner Zünsl, 27. m, 3: Fig. 57; Röfel ef; 10. 4. Pap. no. Tab. 4. Wohnort: Neffeln. Raupenzeit : Julius. Raupe; grün, etwas behaart. Rube: zwifchen zufammengewickelten Blättern , 2‘ bis 3; Wochen lang. Gelblfaum Z, 1708, Schwarz: die Hinterflügel sah eingelaumt. | # _ Pyralis marginalis. Phalaena "Tinea marginalis. Hübner Beytr, I, :. NE | Phalaena noetua marginea. Wienerverz, 69. 13. ‘ Heimat : in der Nachbarichaft von Dillingen. - Untengefärbter 2.1709; Unrein glänzend weils: die’ Flügel unten ‚mit fehwärzlichten "Zeich- $ mungen, Pyralis averfalis. Ph yf. Auff 170% 9.173, ‚Wohnort: auf Wiefen, um Neuburg. _ - | Flugzeit : ‘ Junius. NN m u Anm, Von der Gröfse des Brennneffelzünslers, Br enumeffel. 4. 1739. "Die Flügel weiß: bindenf örmig ° fehattenbraun gefleckt; der Bruffrücken und die Einfaflungen. der Ringe des Hinterleibes gelb, Pyralis ürticaliss Wienerverz. 121. n. 12, — Hüb- mer Zünsl, 31.R 5. Fig, 78. Phalaena Geometra urticata, Lim, [uf mat. 873. n. 272% Röfel Züäuhsdiex& 68 Röfel Inf. L Cl. 4. :pap. mod}, Tab. 14. "Schäffer icon. 119: Big, 1. 2. Wohnort: Neffeln, Raupenzeit: Julius und September. Raupe:. graulicht blafsgrün mit einem {chwarzen " Kopfe, und fchwärzlichten helleingefaßsten Rü- ckenftreife, | | Ruhe: in der Pupe vom erftern Monate‘ „wenige Wochen, vom. leztern über Winter. Wafferlinfen Z. ızı1. Im Mittel aller Flügel ein | BE fchwarzer Punkt; am Hinterrande der Unter- flügel eine tieffchwarze, beyderfeits roftgelb eingefaunke Binde mit filbernen Strichen. Pyralis lemnalis, Wienerverz. 123. n. 30. — Hüb« ner Zünsl. 18. n. 3. Fig. 83. Phalaena lemnata, Fabr, man. II, 215. , 251, Reaum. Inf. II.. Tab. 32, Fig, 13247" Wohnort : Waflerlinfen, -daraus fich die Larve einen Sack macht, Die Larve hat ı6 Füße, und gehört daher “nicht unter die Spanner, Flugzeit: Julius. Anm. Gewöhnlich weiß, mit einigen verwifchten ‚Querlinien von mättem Roftgelb auf den Oberflügeln; al- lemal im Mittel aller Flügel ein fchwärzlichter Punkt, und ‘auf den Oberflügeln ein roftgelber Hinterfaum, Auf den Un=-- ‚terflügeln unweit des Grundes eine mattgoldgelbe Binde vom Innenrande bis an die Mitte; zwo bis drey_ gefchlängelte ' fchwärzlichte Querlinien hinter dem Punkte, eine breitlich- te tieffichwarze Binde mit llbernen Strichelchen , und von einer roftfarbenen. Einfaflung begleitet, | * Der 62 zuhsleEl Der Zünsier kömmt übrigens auch. durchaus erdgrau vor, jedoch fo, dafs obige Zeichnungen nicht fehlen. Silberbräftiger Z, 1712. Die Flügel oben trübgrau- licht? die obern mit undeutlichen fchwärz- lichten Querbinden; Bruft und F üße glänzend a perlenweifs. Pyralis julialis. Phyf, Auff. 216. Wohnort: in Waldungen um Weihering, Flugzeit: Julius, Sampf Z. 1715. Schneeweifßs mit einem feinen fchwärz« lichten Hinterfaumftriche (auf den untern ge= zähnt), und einer gefchwungenen bräunlich- ten, zwo Hinterrandsmakeln verbindenden, Querlinie auf allen Flügeln. | Pyralis paludalis, Ph, Geometra paludata. Lin, fyfl. nat, 973. ®, 277. Ph. inftita, Naturf, XI, 74. ®. 47. Wohnort: an Sümpfen, Anm. Der Flügelbau und die ganze Geflalt eines Span- ners, aber der Flug, und vielleicht die Lebensart, wenig- ftens der Ort, wie der nächftfolgenden. Er ift gröfser als der nächfle ( Lirne giebt ihn kleiner an); die beyden Makeln unweit des Hinterrandes auf allen Flügeln (denn die Zeichnung ift durchaus gleich) nierenförmig , bräun- licht, an ihrem Rücken fchwarz gerandet, von einander entfernt, Im Mittel des Unterflügels ein fchwarzer Punkt. Saamenkraut Z. 1714, Die Flügel weifs, mit gelb- braunen Zügen, Querftreifen und Einfaffungen weilser Räume durchflochten; der Saum des | | . Hiäters 2 tase Tem. 63 Hinterrandes gelb; ein verbundener Mittel fleck auf den untern.. au; RT Pyralis potamogaliu, Hübner Zen, 19. 5 Fig. 82, Ph. Geometra potamogata, Lin. fan. ei, Rn. 1299 Wohnort: Blätter des Saamenkrautes. | Flugzeit: Auguft, 2 Anm. Die Unterflügel haben in der Mitte einen kleinen fehwärzlichten Fleck, der mit dem Querftriche, der dem Grunde am nächften ift, zufammenhängt. Diefer Zünsler ift um die Hälfte kleiner, als der folgende, Seeblumen Z. 1715. Die Flügel weiß, mit gelbbrau- nen Binden, Querftrichen und Einfaffungen weifser Räume durchflochten; der Saum des Hinterrandes gelb, auf den untern ein freyer bräunlichter Mittelfleck, | Pyralis nymphealis, Hübner Zünsl..19., m. 4. Fig. 85: Ph, Geometra nympheata. Lin. faun, fuec, n. 1298. Reaum. Inf. II. 2. 183. Tab, 32. Fig. ı - ı2, Wohnort; die weilse und gelbe Seeblume; vielleicht . auch der Frofchbifs, —* Die Raupe fchneidet ein eyförmiges Stück aus dem .Blatte, und leimt es mit Seide auf einem andern Theile des Blattes an, um darin im Trocknen zu woh- . nen; Öfters leimt fie zwey ausgefchnittene ey- förmige Stücke zufammen, die ihr zur beweg- lichen Wohnung dienen, Schr ift Z. 1716. Braun mit weißsen fchmalen Zügen auf allen Flügeln. Pyralis 64 Zt anksslüe mr ‚„Pyralis litteralis. Wienerverz..122, n15. — Hüb= - «ner Zünsl. 18. m. 8.,Digs 86, © Heimaz : um. Ingolftadt. PR _ "Anm. Der Flügelbau ( nicht die Zeichnung) hat viele Achulichkeit., ‚mit,.den beyden vorhergehenden Arten ,' zwi- {chen welchen diefe der Gröfse. nach das Mittel hält, ar -Z. 1717, Blaßgelb; auf den Oberflüsgeln an = ' "der „.hintern Hälfte »gezähnte Querlinien, zwo ! rundlichte fchattengraue Makeln ‘an der vor« dern; zwo Binden auf den Hinterflügeln. je Pyralis limbalis. Flübner Zünsl. «23, n. 8. Fig. 72,73. „Wohnort : auf Spartium fCoparium, bey. Griesbach nächft Aichach, & Raupenzeit > Juniuse Anms Ich’kenne nur die Raupe. a Z. 1718. Dünnflüglig: auf den Ober= ‘ » Bügeln zwo Querlinien auf der hintern Rälfte, ‚ein Kreis an der_vordern fehättenbräunlicht. Pyralis hyalinalis, Hübner Zünsl. 23.2.5. Big. 74. Wohnort : in Gebülichen. ! Haine Au 1ZI0. Die Oberflügel am Grunde weißlicht gelb mit einem fattern Neze, dann fehimmernd ° gelbbräunlicht : 2 .der Hinterrand ausgefchweift: | .die Franzen weifs und bräunlicht gewechfelt, , Pyralis nemoralis. Wienerverz. 123. m 34, — Hübe. ner Zünsl. 17... 7. Fig, 100, Phalaena nemoralis. Scop. carn, 618. _ Heimat : Neuburg an der Donau. Flugzeit: May. a en | Anm, nn nn En a nme TER nn mn m nn Zünslen Es Anm. Nach-dem hellgelben Grunde fpielen die Flügel etwas kupferfarben, dann kömmt.ein dunkel ocherbrau- ner Punkt, und von ihm an find die Flügel ocherbräun- licht. Die Unterflügel fchattenbräunlicht mit einem Gold- fchimmer und einer [chwärzlichten Querlinie. Länge des Infekts vom Kopfe bis zum Ende des Ober. flügels — zZ, Kupferfchielender Z, un Scharz , kupferröth- licht fchielend, Pyralis nigralis. Hübner. Zünsl. 30. n. 25. Ei . 46. Heimat : ‚um Ingolftadt, Selten. Weifsbandirzer Z. 1721. Schwarz oder dunkelgrau: die. Hinterrandsfranzen, und ein Querftrich durch alle Flügel, und auf den obern ein „Punkt weiis, Pyralis fafcialis. Pyralis anguinalis, Hübner Zünsl, ı 3.0.7. Eig. 30, La teigne cordeliere. Geoffr. paris, II, 194. », 32, Wohnort: auf Wiefen um Ingolftadt. ‚Flugzeit : May. Anm, Er fpannt mit beyden Flügeln gi aus. Weifsgewellter Z. 1782. Schwärzlicht; mit einem gewellten weitslichten Sa Habe, durch alle Flügel. Pyralis undulalis, Wohnort: auf dem Donaumoore, Anm. In der Sonne und beym Kerzenlichte fpielt der Zünsler mit einem fehr lebhaften Metallglanze, Er ift der kleinfte aus allen mir wo immer her bekannten Zünslern. Fauna beoica. 2. B. 2, Abth, E Weifie 69 Zunsteew HWeifsfireifiger Z. 1723. Schwärzlicht zit ‘einem gefchwungenen weifsen Querftriche" durch als’ le Flügel: die Franzen fchwarz. " AN Pyralis cingulalis, Wienerverz. 123. m. a1. ze — Hibe ner Zünsl, 13. n, ‚6. Fig. 30, 5% Wohnort: Graspläze. Flugzeit : Auguft, Weifsfleckiger Z. 17224. Seidenfchwarz; die Flügel- milchweifs gefleckt, weifslicht Sefranzet; der Brufrücken am Flügelgrunde gelb. +) Pyralis guttalis. Hübner Zünsl. 20. in, 4. "Pin, 75. Heimat: in Baiern;. Hr. Hübner, : Rafen Z, 1725. Die: Unterflügel'-fchwarz mit zween gelben Querftreifen, Pyralis cefpitaliss, Wienerverz. 123, m. 32. = Hüba ner Zünsl, 15. Big. 39..1er it 27 Wohnort : ‚auf Aeckern, um Ingolftadt, \- v Flugzeit: Julius. : ER Anm. Ich finde bey unverfiogenen Stücken die Ober« Hügel zimmetbraun mit einem fchwärzlichten Staube und einem verlofchenen gelben Querftriche; allein | man weis bereits, dafs bey diefer Art die Farbe der: Oberflügel viel= fältig abändere. | Porphyr Z al Die Oberlügel fchwärzlicht roth mit einem oranienrothen Flecke . und Feinigen Punktens die Unterflügel fchwarz ; eine ein- zige gelbe Binde. | Pyralis porphyralis, een 3a% 2m 50. = Hübner Zünsl. 14, n, 10. -Pigs.36« Wolmorts auf Angern, u Weiß“ Zunsien 67 Weifßdorn Z. ı727. Die Oberflügel dunkel purpurroth (Er), oder röthlicht fchattenbraun (Sie) mit einer fchrägen gelben Fleckenbinde; die Unterflügel fchwarz; eine Binde und ein Punke gelb, ! Pyraiis pürpuralis. Wienerverz, 124. n. 42 Zlüb- ner Zünsl. 14. m. 12, Fig. 35 Schäffer icon, 19. Fig. 14 18. Wohnort: auf Weifsdorn. Anm, Vor dem Hinterrande der Unterfükel zuweilen sioch eine kurze kleingefchlängelte gelbe Querlinie, zuwei- ien ftatt ihrer nur em glänzender dunkelpurpurner unbe- gränzter Querftreif, aber enbls geichlängeit. -Purpurrorhber Z, 1723. Die Oberflügel Sattrotn: am Grunde, ein Pufikt, und 'eine Schrägebinde gelb ; die Unterflügel fchwarz: eine querlan- ge Auffenrandmakel, eine gefchwungene Binde, und ein abgekürzter Querftrich am Hinterrande gelb, Pyralis punicealis. Wienerverz. 317. 49, ZZ Hübs mer Lünsl. 14. n. 11. Fig. 34. Wohnort: auf Graspläzen; Weiden, Diftel Z, ı729.: Die Oberflügel weifs weinfuppenfärbig mit fSleifchfarbenem Auffenrande und einer fchiefen abgebrochenen nufsbraunen Binde. Pyralis caraualis, | N, Wohnort: vermuthlich auf Difteln: wenigftens auf - und unter ihnen allein fah ich diefen kleinen Zäünsler in der Abenddänmerung am 8, Auguft herumichwärmen, E 3 Aum. 68 Züunslen Anm, Er ähnelt fehr einer Motte, vorzüglich wegen feiner fchmalen Oberflügel, die jedoch rückwärts fchief ab- gefchnitten find, wie es bey der Gattung Sitte ift, Sie ‘find weifs mit einem weinfuppenfarbigenBlicke, aber längs des ganzen Auffenrandes herab herrfcht ein blaffes Rofen« roth, das fich einwärts verliert; vom Innenrande läuft um die Mite der Flügellänge eine nufsbraune Binde fchief her- ab, die jedoch den Rand nicht erreicht, fondern fich in der Röthe verliert. Länge eines Oberflügels — 3, Mehl Z. 1730. Die Oberflügel röthlichtbraun: der Grund und der Auffenwinkel fatter; ' zween weifse gefchwungene Querftriche durch alle Flügel, Pyralis Zarinalis. Mienerverz, 123, n.33, — Hüb- ner Zünsls I nm 5 Fig. 95. ä La phal&ne & ventre releve, . Geofr. paris, II. 167. üs, II3e _Reaum. Inf, II. ı. Tab. 2. Fig, 4 Schäffer icons 95. Fig. 8. 9 Wohnort: in Häufern, Wicklen * Grüne, | Eichen W. ı731. Die Oberflügel hellgrün mit zween geraden Querftrichen, Tortrix quercana. Wienerverz. 125. m IT. Tortrix bicolorana. Fäüefsl, [chweiz, ». 798 Röfel Inf, IV, Tab, 10 IB Wohns nn nn nn un Wieklexw 69 Wohnort : Eichen. Heimat: Hr, v, Göbl hat ihn bey len Kto funden. Raupenzeit : May. Raupe: fittichgrün mit einem Een Seitenftreife und einem kleinen Zapfen auf dem zweyten Ringe. Ruhe: auf dem Blatte im Pupenftande 3 Wochen lang. Hageichen W. 1732. Die Oberflügel hellgrün mit zweer fchiefen gelben Querftrichen: der Hinterrand „ die Füßse und die Eunlkörper roth, Tortrix prafinana. Aihende, 125. m. % Pyralis fagana. Fabr. Spec. inf, IL 276. %, % Röjel Infs IV. Tab, 22. Wohnort: Eiche, Büche, Heimat: Weltenburg, Anm, Hr. Fabricius führt ihn aus Röfel IV. Tab, so, an; aber der dafelbft abgebildete Wickler ift die vorige Art. Kahneichen W, 1733. Die Oberflügel rein hellgrün; die Unterflügel fchattenbraun. . Tortrix viridana. HWienerverz. 125, %. 3e Röfel Inf, I. Cl, 4. pap. no. Tab. 1. Wohnort: Eichen. \ Kaupenzeit; May, Junius, | Raupe : gelbgrün: auf: den erften Ringen unrein grün, auf allen zwey Paare Ichwarzer Punk- te: die der hintern Paare entfernter, die der vordern Paare gröfser; die Luftlöcher fchwarze Punkte. Auch der Bauch fchwarzpunktirt, aber kleiner, Pupenftand ı4 Tage. E3 Flug- 2) | Wicklexw Flugzeit : Junius, Weiden W. 1734, Die Oberflügel grün, weifsgerans det; die Unterflügel weißs, Tortrix chlorana, Wienervers, 126. M % Röfel Inf, I. Ch. 4 pap« noch, Tab, 3: Wohnort: Weiden. 'Raupenzeit: Julius , Auguft. ‚ Raupe: grünlichtgrau, bucklicht, "Ruhe: im Pupenflande über der Erde 14 Tage bis 3 Wochen lang, Flugzeit: April und wieder Auguf, September. %*%* Metallreiche, Ahor»a W. 1735. Die Oberflügel, wie der Kopf, ora« nienfärbig roftgelb: mit fchwärzlicht filbernen Buchftaben I. L., und Hinterrandseinfäffung, Tortrix Lecheana. Wienerverz, 126. m 3. — Hüb- mer Beyım. I 2. 19 Sad. 34 Fig, O, zu : dunkel. - Wohnort : Ahorn. Anm, Auch der Bruftrücken und ein Fleck am Grunde trüb filbern. Die Oberflügel unten, die Unterflügel bey» derfeits Ichwarz, Dergm ännifcher WW. 1736. Die Oberflügel gelb, mit _ vier fchrägen vergoldeten Querftrichen: der lezte mit dem Hinterrande sleichlaufend, „Tortrix Bergmanniana, Hienerverz, 12% nm, 6 Heimat > Ingolftadt, | Flugzeit: Julius. - ! Anm d a a En nn nennen Wickles ER Anm, Lang. 3 ıf2'!, Die Silberftriche oraniengelb gerandet, ı - 3 vom. Auffnrande gegen den Innenrand, ' und bis an ihn , der vierte am Hinterrande. Einige Silber- punkte an der Spize des Auffenrandes, Die Unterflügel und alle Uncerfeiten blafs fchattenbraun. Schriftzeichen W. 1737. Blaß fchwarz;, Kopf, Bruftrücken und Oberflügel fatt roftfarben mie ..den filbernen Buchftaben C L am Hinter rande, ; Tortrix .litterana, Heimat : , um, Ingolftadt, ‘Der Wohmore: vielleicht auf der Erle, | 2 Flugzeit : ‚Junius, Anm. Länge des Oberfügeis Eng: fa, Breite des Wicklers bey gefchloffenen Flügeln T ı ıf2’/l, Am Auf- fenrande des Oberflügels über der Hälfte einige fattere fehr fchiefe Striche, zween fchwärzlicht filberne zwifchen ih- nen, davon der hintere mit einem Stric] elchen ein deutli- ches L bildet; weiter zurück ein gelblicht filbernes C. Stablpun ktiger DW, 1738. Gelb si gelbbraun gefleckt, mit Stahlpunktens Tortrix ‚chalybeana, „ Wohnsrt :. in Hecken um Ingolftadt,. Flugzeit :, Julius, Anm, 'Er if: von den kleinern Wicklern einer, Die Oberflügel find: gelb, haben aber eine große braune Ma- kel, die zwo Binden. vorfteilt, welche. gegen.den Innen- rand ineinander verfliefsen: fie. it unter dem Suchglafe gelbbraun. Ueber die Flügel find zahlreiche Punkte ausge- fäet, weiche die- Farbe des angelaufenen Stahls haben. E4 Apfel 33 rn Apfel W. 1739. Die Oberflügel fchwarzbraun,, weißs- grau quergeftrichelt; ein grofser braunrother Fleck am Innenwinkel mit zwey gegeneinander gekehrten goldenen Halbkreifen, . Tortrix pomonana, Wienerverz. 126, n, 1% Röfel Inf. I. Ch, 4. pap. nodt, Tab, 1% Wohnort: Stein - und Kernobhft, Raupe: bekannt genug. Sie geht zur hrecwandiue in die Erde, und in Obfibehältniffen bohrt fie fich wohl auch zwifchen die Fugen der Bret- ter ein, derer Späne fie abnagt. Afterfireifiger W. 1740. Die Oberflügel bräunlicht afchengrau, an der hintern Hälfte dunkelbraun mit roftgelbem Staube und kürzern und längern - Silberftrichen, Tortrix anana, Heimat: um Neuburg an der Danıı. | Flugzeit: May: Anm, Die vordere Hälfte der Oberflügel bräunliche afchengrau , die hintere tiefbraun und faft fchwarz, aber -zwifchen den Silberlinien mit einem roftgelben Staube be- ftäubt, acht Silberftriche an diefer Hälfte am Auffenrande: ein längerer, fchräger, zween kurze, nur angefangene, abermal ein langer fchräger, der bis an den Hinterrand reicht, dann drey angefangene, endlich eine 'querlaufende Silberlinie am MHinterrande felbft, die mit der zweyten fchrägen Linie ein rechtwinkliges Dreyeck bildet, davon fie die kleinere Seite, die fchräge aber die Hypothenufe ‚ausmacht. Zween Silberftriche am Innenwinkel,, die gerade find, aber zween Bogen zu bilden fcheinen , weil der Flü« el dort gewölbt ift, ® & Penk=- Wicklern 23 / Penklerifcher W. 1741. Die Oberflügel grau und gelb . gemengt, mit Silberftrichen : zwo weißlichte Binden und der Auflenrand grau und weißlicht gewechfelt, Ä — Tortrix penklerianas Wienerverz, 124. m 12. Fabr, mant, II. 236. n. 107. Wolbnort : auf den Wiefen des ehemaligen Donaumo- res, bey Pöttmes, | Flugzeit : Auguft, September, Sechspunktiger W. ı742. Die Oberflügel erdbraun mit zwo nufsbraunen Binden und mit metalli- fchen Zeichnungen; drey fchwarze Punkte auf den Hinterrandsfranzen« Tortrix fexpunctana, Fleimat : um Ingolftadt. Anm. Die metallifchen, Zeichnungen haben die Farbe. einer auf Silber aufgetragenen und geglätteten Schwärze, Der Hinterrand aller Flügel mit bräunlichtweifsen Franzen befezt: drey fchwarze Punkte auf ihnen: ı am Auffenwin= kel, ı am Innenwinkel, ı in der Mitte, } Mond W. 1743. Die Oberflügel mit einem weißen Ges meinmonde , und matten, Silberftrichen. Tortrix lunulana. HWienerverz. 127. m. 15. Pyralis dorfana. Fabr, fl. entom. 654» "1. 52a Heimat: um Ingolftadt. Anm, Er gehört unter die kleinern feiner. Gattung, Die Oberflügel fchwärzlicht gelbbraun-, fchielen aber unter gewiffen Richtungen mit einer Goldfarbe; um die Mitte ihrer Länge ein gemeinfchaftlicher milchrahmfarbener Halb- E53 Ä mond; 74 Wicklem mond;- am Auffenrande, einige. milchrahmfarbene Flecke, und ‘gegen den Auflenwinkel zween filberne, oder viel- mehr ftahlfarbene. Striche. Die Unterflügel bleyfarsen. Birn W, 1744. Die Oberflügel oraniengelblicht roftfar- | ben: am Auffsarande eine dreyeckiges weilse Makel, i Fortrix holmiana. Miüller.prodr. n. 1510% Wolmore: auf Birnblättern, nach Liune, Heimat: um Ingolliadt. Flugzeit: Auguft, Glimmerflägliger W. 1745. Schwärzlichtgrau: eine aus vier Strichen zufammengefezte Binde über die Mitte der Oberflügel,: eine. andere fchief aufwärts vom Innenwinkel weiisgrau.. Tortrix micana. Vienerverz. 127. 3 174. Wohnort x in Erlengebüfchen, Flugzeit: Julius. "Anm. Das bloße Auge. fieht den Schmetterling nur fchwarzgrau, mit den beyden weilsgrauen Binden: bemerkt aber dennoch in der querdurchlaufenden die Trennungen; eine mäflige Glaslinfe zeigt den Flügelffaub glimmerig, aber weniger regelmäßig ; ; die beyden Binden und einige Punkte am Auffenrande find dann Kazenülber, die. Grund- farbe des Flügels. kömmt, von fchwarzem Glimmer , und: gegen das obere Ende der fchiefen Binde, die vom Innen- winkel aufwärts nach dem Auffenrand hinläuft, ‚ohne ihn. zu erreichen, ift De Kazengold.. Armer MW. a Schwärzlicht afchengrau ; über die Obertlügel eine ftaubgraue Binde, und, am.In- | nenwine W Lresk.t © rt. 7-5 nenwinkel eine weifßse Gemeinmakel; ff in Querfriche gefzinmelte Lahlfärbige Punkte, ‘ Tortrix pauperana, Wohnort: in Hecken um Ingolftadt und Neuburg, Flugzeit: Julius, | Anm. Die Stahlpunkte, oder fchmuzigen Silberpunkte bilden faft Striche, find aber kaum durch das Suchglas fichtbar genug, diejenigen ausgenommen, die am hintesn Flüseltheile in zween fchiefe Striche gefammelt iind. ER Gelbe, 2 Kirfchben K: 1747, Die Oberflüget gelb , braun be- ftäubt , mit einer braunen Querbinde, „Tortrix cerafana. Flübmer Beytr. I. 1. 14. Tab, 2. Fig. H. | Wohnert : Kirfchen - Schlehdornblätter , zur Zeit der Blüthe des Baums.- Raupe: grün mit einem Ichwarzen Kopfe. Flugzeit : May. n Hecken W: 1748. Die Oberflügel citrongelb mit einen tederbraunen Wiederhacken am Innenwinkel. Tortrix hamana. _ Wienerverz, Dres, > Li Faun. fuec. m. 2309. a “ Wohnort: in: Hecken um Ingoläadt,; Flugzeit: funius, Julius. \ Anm, Er hat das Anfehen einer Motte, gleichbreite Oberflügel, und’ faft die Größe der Angermotte. Die Oberflügel' citrongeib mit vier kaum- meiklichen bräunlich- ten Flecken am Auffenrande; vom Innenwinkel des Him- terrandes zieht fich in das Flügelfeld ein Iederbrauner ftie- felf üre 78 Wicklen felförmiger Streif hinein, davon die Kappe am Winkel if; höher am Innenrande fizt ein anderer kürzerer fchiefer Streif von gleicher Farbe, Die Unterflügel fchattenbraun, Sonft kömmt er auch fo vor: | Die Oberflügel ftrohgelb: ein Banke;i in PR Mitte und eine Hackenzeichnung vom Innenwinkel bis gegen die Mitte roftroth, Randmakliger W. 1749.. Ledergelb; auf ei Obere flügel eine tiefbraune Auffenrandmakel und ein blafsbrauner fchräger Strich. “Tortrix coftana, HWienerverz, 127. M. Heimat : um Ingolftadt, r Flugzeit Julius. Bart fiernifeber W. 17506. Die Oberflügel, blafsgelb,, mit rofenrothen. Gitteritreifen. Tortrix Chriftiernana, FXienerverz.. 128. #.9e, Schäffer. icon. 145. Fig. 4. Heimat: um Regensburg und Gern. Saalmweiden W. 1751. Braungelb. mit einer gemein-. fchaftlichen grofsen fattgelbbraunen Makel am Grunde der Oberflügel. Tortrix Ameriana, ‚Lin, fyfl. nat. 877. n. 298. Reaum. Inf. III. Tab. 18, Fig. 1, 35 4» 5» 6%, 7, der Schmetterling fchlecht. Wohnort : . Weiden, Flugzeit : May. Anm, Die grofse. Makel der Oberflügel ift von dem übrigen Felde durch eine fchmale gefchlängelte weifse Li- nie getrennt; der Auffenrand ift an feinem hintern_Ende braun und weils gewechfelts ra” Wine A ng an nn nun a Wieklee 7Y Winkelbacken W. 1752, Schwefelgelb: auf den Ober« fligeln zween gemeinfchaftliche rothbraune Winkelhacken: .der hintere kürzer, _ Tortrix biangulana, Wohnort : um Schamhaupten in den Waldungen, Flugzeit: May. Anm. Von der Größe des Heckrofenwicklers, aber weniger breit, Der Leib oben und die Oberflügel fchwe« fe!gelb, mit zwo gemeinfchaftlichen gelbbraunen Binden, die am Innenrande fo gebrochen find, dafs fie an der Ver- einigung der beyden Flügel zween gleiche Winkel bilden, die nach dem Bruftrücken hin fehen, und davon fie die Schenkel find, jedoch fo, dafs die Schenkel des hintern Winkels kürzer find, als die des vordern. Auf dem erften Anblick könnte man diefe Art für Tortrix gnomana oder Tortrix avellana halten, befonders, da die Winkel, die die beyden Binden jedes Oberflügels mit denen des andern am Innenrande machen, nicht fehr von einem rechten abweichen , allein man vergleiche die Linnäifchen Befchreibungen diefer Wickler- x), und man wird den Unterfchied finden. Hartmannıfcher W. 1753. Hell oraniengelb: auf den Oberflügeln einige Makeln und ein gemein» fehäftlicher Kreisumrifs braun. Tortrix hartmanniana. Hübner Beyer, I. 2. 1% Tab, 3. Fig. N Wohnort: in den Filäken um Ingolftadt; EA KRRoh Rothe, Bäüches #) Faun, fuec. n. 133%. 78 Wicktlern Büchen W. 175% Die Oberfligel biafs röthlicht: der Auffen - und Hinterrand,, und zwo Auffen« tandsmakeln gelb; die Fühlhörner auswärts dicker. “Tortrix Fagana HWienerverz. 287 Wohnort : Rothbüchen, Flugzeit: Julims, _ RS Braune, : Wogelkirfchen W. 1735. Dunkel kaffeebraun mit drey fchiefen noch dunklern Binden, Tortrix padana. | La chappe brune. Geofr. parif, II, 160, m. 119. Wohnort: auf Vogelkirfchen um ‚Neuburg, Flugzeit : Junius. Dh | Zwerfehgen W. 1756. Die Oberflügel bräunlicht mit- dunklern: gepaarten Binden; die hintere unyolla ftindig. ' Tortrix operama. Wienerverz. 129. m. 2. ‚Röfel uf. L Ch 4 pap. nech, Tab. 2 Wohnort: Abrikofen - und Pfaumenbäume; dee Mehlbeerftrauch ; die Heckenkirfchen, Flugzeit: Junius, Änm. Auf jedem Gberdügei ein ganz abgefonderter Fleck auf. dem erften Drittel ihrer Länge, über die Mitte eine fchräge Binde, und eine andere gegen den Hinterrand fchräge einwärts fchmälere om lezten Drittel, Wollenkraut W, 1757. Die Oberflügel N oben mit einem dunklern undentlichen Neze; die Unterflügel beyderfeits bräunlichtweiis. Torwix F wYickileY „9 Tortrix verbafcana. 1" Wohnörs: auf dem Wollkraute unter den Wolls | krautmotten. | Arm, Er ift ar TEN | Pre een 7,1758. Die Flügel .bräunlicht mit | „fehr en dunklern Querftrichen fall ge- | gittert. 2, Tortrix heparana, Mienerverz. 1282,38 Y Heimat: um Gern, Et Be W. 1759. Kaffeebraun: an den Öberfkü- : geln’der Grund , .zween Bogen, und ein Paar 4 ‘ Punkte am: Auffentande weißsglänzend. Tortrix fcopolian., Mienerverz. 129, m ıı, — Fabr. mant. II, 238. m, 127. Schäffer icon. 165. Fig. 5. 6s fcheint Sanz unfer Wickler zu feyn. "Wohnort : auf fumpfigen Wiefen, um 1 Pörtmes, Flugzeiz: Auguft , September. RR RR KR Graue, ! Be ikocheriper Hi, 1760 Weiß: die Oberffügel mit zwo Binden aus trüben, Flecken und Schwarzen und braunen Höckern: eine Ora- nienmakel am Auffenwiakel, Tortrix verrucana, . Heimat: um Ingolftadt. Flugzeit : Julius. Anm. Die Oberflügel unten ! fchattenbraun mit ‚weisen Punkten am Auffenrande;. die’Unterlügel oben fchatten- braun), unten grau mit einem‘-Kieledräwrder Mitte, über x welchen go Wiıcklee welchen fchattenbraune Striche ziehen; der Kopf und Bruft= rücken weifs, auch der Hinterleib unten, aber oben fchat« tenbraun mit weifsen Rändern der Ringe, Schmagsgrauer W. 1761. Schwarzgrau: auf den Oberflügeln eine breite, einwärts' verengerte , weifsgraue Binde mit einem vorfpringenden Winkel gegen den Hinterrand, Tortrix Cinerana. Heimat : um Ingolfadt. Flugzeiz :. Julius. as! Speinkellnerifcher W.. ı762. Graw mit einem fchwärzlichten S auf den Oberflügeln. Tortrix Steinkellneriana. Wienerverz. 130, %. 17. Heimat : um Ingolftadt, Anm. Die Oberflügel afchengrau mit einigen "kleinen. fchwärzlichten Punkten und einem grofsen fchwärzlichten S, das nirgends den Rand berührt, ausgenommen den in= nern mit feinem untern Ende. “ Korbweiden W. 1763. Erdgrau; auf den Oberflügeln zween fattere Querftriche. Tortrix vitelliana. Wohnort: Weiden. Raupenzeit : Junius, Raupe: grün, mit fchwarzen Punkten : die auf dem Rücken weifs eingefafst; der Kopf fchwarz= braun. | Revayifcher W. 1764. Tief afchengrau: zwo gleich- färbige fchwarzgerandete Wellenbinden, und ein.rothbrauner: a auf den obern. Tortrix Br Wwucekie® sı Tortrix revayana. Pienerverz, 130, n. 18, Heimat: um Gern, | | | Anm, Länge des Vorderflügels — 4%. Ein dünner tief[chwarzer Schrägeftrich vom Grunde des Auffenrandes an den Innenrand, als wenn es ein zurückgelegtes Fühlhorn wäre; vier fchwarze gewellte Querlinien paarweile genä- hert; zwifchen beyden ein rothbrauner Funkt. Graumwelli ger W. 1765. Hellgrau; dunkelgraue Flecke und eine fchiefe Binde am Auffenrande der Oberkügel; der Auffenrand felbf hell und dunkelgrau fcheckig. Torttix fuidana. Wienerverz. 318. m. 39. IVohnort; in Hecken um Ingolttadt, Flugzeit: Julius. Anm. Von.den kleinern. Die Oberflügel ziemlich bell- grau, am Auffenrande mit abwechfelnden dunklen und hellern Stricheichen, unter weichen fich vorzüglich die , vier leztern dunklern auszeichnen. Um die Mitte eine et- was dunklere faft abgebrochene bindenförmige Zeichnung; ein breitlichter Streif von der Mitte des Hinterrandes fchief nach dem Auffenrande hin, den es nicht erreicher, von dunkelgrauer Farbe, und weifslicht fchmal eingefafst, da- durch wird das Feld des Auffenwinkels abgefchnitten, Gewälferter W. 1766. Efelgrau; auf den Oherflügeln — M 4 | eine Binde, und auf der hintern Hälfte drey | ineinander fliefsende Zeichnungen weißslicht, | Tortrix rivulana.- Scop. cars, m. 600, l Wohnort: um Ingolftadt, Fauna boica 2,B, 2, Abth, AR Ann. - | 92 Wıckle rn Anm. Die Binde ift gerade, aber nicht aus zween; fondern, genau betrachtet, aus vier weißlichten Strichen zufammengefezet. Auf der hintern Hälfie drey weifslichte Zeichnungen , wie Binden., - jede längs ihres Mittels dunk=- ler: die erfie vom Auffenrande ‚gegen den Innenwinkel; . die zweyte vom Innenrande auf die Mitte der vorigen; die dritte vom Hinterrande gegen den Grund der erften, Fünf Paare weifser Strichelchen am Auffenrande , ds Feld zwifchen jeden zwey Paaren dunkler. “ Eichenbufch W, 1767. Die Oberflügel dunkelgrau, mit einer weifsen Binde vor dem Hinterende und einem fchwarzen Punkte in dcrfelben, Tortrix roberana. Hienerverz, 131. n. 127. Pyralis cynosbana,, Fabr. mant, II. 238. m. 127. Wohnort; Eichen, um Ingolladt, Flugzeit Julius. Anm. Lang 4'". Die Oberflügel länglicht, eyförmig : gerundet, dunkel afchengrau, vor dem Hinterende eine weiffe Binde mit einem tieffchwarzen Punkte auf ihrer Mitte; über diefer Binde grundwärts eine übelbegränzte fchwärzlichte, die breiter ift als fie fcheint, weil fie gleich an ihrem Grunde mit einer dunkel afchengrauen abwech- felt, die von der Grundfarbe der Flügel grundwärts nur durch einen fchwachen gewellten Querftreif geirennt ift. Zw eygütliger W, 1768. Schwarzgrau; zwo weile gerade Binden über die Vorderflügel, . Tortrix alpinana. | Wohnort: auf dem Gebirge bey Steingaden. Flugzeit: Junius, Anm. Länge der Oberflügel 2 ıf u, Sand= r / | | Wiceklern 83 Sundgraner 'W. 1769. Die Oberflügel afchengrau , trüblicht gewälfert, mit zwo ganzen und einer ° angefangenen (chwärzgrauen Binde, ° Tortrix glareana, | Be "Wohnort: in Gefträuchen, | Beh "Anm, Lang 5s!!!, i Weifsbandirter W. 1770 Die Oberfügel fchwärzlicht afchengrau, mit einer breiten weisen Binde nahe am Hiinterrande. Tortrix fafciana, Wienerverz, 131.2, 30, + Wohnort: hier und da auf dem Lande, Anm. Der Hinterrand felbß Ichwärzlicht grau, Ari “ die weille Bilde darein vertrieben, Bandweiden W. 1771. Blaulicht era ‚die Ober« . Aügel längs der Innenfeite weifslicht, „... Tortrix falicana,' Mienerverz, 131. n.:37. Tinea falicella. Lin. fl. nat, 887. 2.367. n Röfel Inf. 1. Cı. 4. pap. nolt. ‚Tab. Yan 8 Wohnort: Weiden, N | x Raupenzeit : Junius. „| °? Rampe: fchwarz mit weiffen Punkten, n Flugzeit: ‚Julius, KRRRCHR Düftere, _ ! Wachskuchen W. 1772. Die Oberflügel grau: der Im . ‚.ı »ı menrand breit braunrofigelb , fchwarzpunktirt. Tortrix cereana. Blohm fehwed, Ab. 1764 13, Tab, 2. Fig. 1-5 ‚Reaum,: Inf, III. ı, 313 -:333. Tab, ı9. P Bi Pe2 Wohn- . Wickler ‚„Wobnort: in den „alten Wachskuchen der Bienen- | . ftöcke, | Raupe: fleifchfarbig beinweißs , mit rannen Kopfe. Flugzeit : Julius. FAR ‚Schwalbenfchwänziger W. 1773. Die Oberflügel düfter mit einem beinweifsen Längsftriche und vielen zufallenden Strichelchen ; der Auffen« winkel gefchwänzt, _ Tortrix hirundana, Heimat: um Ingolftadt. Fingzeit : May» , Anm. Der beinweifse Längsftrich, dem rechts und links fehr kleine Schrägeftrichelchen zufallen, erreicht dennoch das Ende der Flügel nicht; er theilt die Breite des Flügels in drey Theile, davon er felbft den mittlern ausmacht, Hochgelbmakliger W. 1774. Schwärzlicht; auf den Oberflügeln eine breite Gemeinmakel und Zeiche nungen am :Auffenrande goldgelb, Tortrix Trauniana. Vienerverz, 132, 9 4. Wohnort : in Gebüfchen um Ingolftadt, Anm, Unter den kleinern. Schwärzlicht grau; eine gemeinfchaftliche goldgelbe Querbinde über die Oberflügel um die Mitte ihrer Länge, aber verkürzt, dafs fie nicht bis an die mittlere Flügelbreite reicht. Der Auffenwinkel bräunlicht -goldgelb, und in feiner Nachbarfchaft einige Strichelchen und Punkte bräunlicht goldgelb- mit Ichwar= zem Mittel, er Karten W. 1775. Der Bruftrücken glatt, eine erhabe» ..ne Querlinie, und ein getheilter Schopf am | Schild» s.» vn . wu .— ‚we ieckler 8% Schildchen fchwarz ; die Oberflügel fchwärz- lichtbraun mit dintenblauen und erdgelben Zeichnungen und erdgelbem Gemeinbande, Tortrix dipfacana. Wolmort: im Blütheboden der wilden Kartendiftels Raupenzeit : Junius, Flugzeit: Julius. Anm, Vielleicht Tortrix Jacquiniana des Wienerver« zeichniffes, Liedes W. 1776. Die Oberflügel trüb afchengrau mit drey graubraunen Binden; die Unterflügel fehwärzlicht : am Auffenrande weifslicht, Tortrix tiliana, SR Wohnort: Lindenblätter. Raupenzeit : Junius, : Raupe: hellgrün; auch der Kopf, aber blaßs; ' zween kleine braune Punkte auf dem erften Ringe, $% Flugzeit: Julius. | Anm. Von den drey dunklern Binden eine am Grunde, eine über die Mitte; eine am Hinterende; die Schnauze ftumpf; der After (des Weibchens) roftgelb. Düfterer W. 1777. Grau; die Oberflügel fchwarz: zwo erdfarbene Gemeinmakeln, und zwo andere am jedem Auffenrande. Tortrix obfcurana. Heimat: um Ingolftadt, Anm. Lang 4 ıf5',. Die Farbe der Makeln auf den Oberhügeln gelblicht erdgrau, die Randmakeln kaum von | F3 einan- 36 'W. 14 € ik. ler A „einander getrennt%, der Rand felbf# fehr fehmal weiß. Die Vorderf üßse afchengrau und {chwarz geringelt, Hagrfiran g W. 1778..-Die Schnauzen hornartig krummz der Bruftrücken gelb; die Oberflüger braun- gelb mit einem fchwarzen Punkte, rückwärts gerundet, T; | . Tortrix heracleana, Lin. fyf. nat. 380:"n. 326. — term Reaum. Inf ILoız goisTeb. 136 ibig! 1 - 4 Schäffer Abhand, I. 124. Tab, 2, Fig. ı - 5. „Wohnort :, das. Geweb. der Raupe fand ich um In- golftadt an den Dolden des ofücinellen Haar- ftrangs, und, dann fpäter zwifchen Neuburg und Pöttmes in den Dolden der Möhre; aber Pupe und) Schmetterling fand ich nicht, Anm. Ich fürchte, dafs unter diefer Art mehrere an= dere vermgnes find. Nech, habe ich nicht: Rei ge ch keine ee zur Veailıne eebrache habe, Allgemei ne Anmerkung. | wi Raupen diefer- ‚Gattung find , meiftens grün oder Schwarz , mit zeritreuten Punkten ‚befezet, und diefe Punkte haben oft eine ganz verfchiedene Farbe. Einzelne Haare fiehen hier” und da auf dem Leibe, Sie find meiftens fehr lebhaft, “und willen ihrer Gefangenfchaft, fo bald Gefahr droht, fchnell auszuweichen. "Sie wickeln die Blätter der Pflanzen, worauf fie fich nähren, zufammen, aber die ver- fchiedenen Arten Ben fich -dabey fehr verfchieden, Einige legen nur ein Stück’ des Blattrandes um, heften die= | fes Hua ‘Stück an die Blattläche mit Häften von Seide Fede x mot te 87 ‚Seide künftlich an, und: verbergen fich in. der:Höhlung, „Andere rollen ‚die Blätter in mehrere-Gewinde; und wie- der andere, fpinnen‘ mehrere Blätter oder Blüthen zufam- ‚men. Endlich giebt es einige, welche im Marke der Pianzen oder in ihren markigen Früchten leben, die dann derjenigen , welche im Wachfe der Bienenftöcke lebt, und die man fonft unter die Motten gefezet hat, womit | fie ihrer Geftalt wegen im Widerfpruche ift, eine Aufnah- me in diefer Gattung verfchaffen mögen. _ ea te Ari ie fi engras F, 177% SS: hwarz, mit Rarkk gekämmten Fühlhörnern ; die Flügel durchfichtig. Ichwarz, gerundet, (Er). Flügeltos m raupenf? örmig. (Sze). ‚Pfiyche Graminum, i Tineı graminella. Wienerverz. 133. m 1 Phal. Bomb, atra. Ziz, ‚pa! nat. 323: N. 49, Bhal. Bomb. graminella. Borkhaufen Narurg. III, 279. w. Schevn Naturf, XX. 59-71. Tab. 2. Fig. ren: Fürfsly Arch. IE (wo ich ihre Naturzefchichte ge- liefert habe), Reaum, Inf: III. ı. Tab, ı1.. ,Eig, 10, HWolmort :. Gras, / ‚Die Verwandlung geht im Hacke der Raupe vor fich; den fie an den Baumflämmen oder andern dergleichen hö- her in die Luft ragenden Körpern befeftiget.. Dies-ift eben fo bey allen folgenden Arten. \ FA Ann; 88 | Federmotte Anm. Das Weibchen legt zuverläfig zuweilen Eyer, daraus Räupchen hervorkommen, ohne dafs eine Begattung vorhergegangen wäre; aber fie wachfen nicht grofs, Die Raupe wohnt in einem Sacke, den fie fich aus abgenagren Stücken von Gras - und andern Blättern macht, die‘ unordentlich an das feidene Unterfutter angeheftet find. Wicken FR 1780. Afchengrau, mit. ftark gekämmten, Fühlhörnern ; die Flügel gerundet ( Er). Ein pupenförmiger Sack (Sie) Pfyche Vieiae: Tinea viciella. HWVienerverz. 288. Tab, ve Fig. 7. ' Wohnort : Wicken und anverwandte Pflanzen. Die Raupe wohnt in einem eckigen Sacke aus dürren "feinen ordentlich quergelegten Grasftengeln oder Blattribben. Anm, Auch bey diefer Art fah Hr. Abbt Schiffer - mäller die Räupchen aus den gewi/s unbefruchteten Ey- ern auskriechen ; aber fie wuchfen nicht grofs, Steraufigras F. :1781. Schwarz; mit ftark gekämmten Fühlhörnern, und rußig fchwarzen gerunde- ‚ten Flügeln (Er). Sackförmig, flügellos, gelblicht: die Ober- feite der vorderften Ringe glänzend fchwarz ; der Kopf eingebogen ( ee ”Pfyche Agroftidis. . Phal. Bombyx atra. Borkbaufen Naturg. III. 285. Wohnort: im Grafe auf en auch ein auf Aeckern, Raupenzeit : April und Junius, | Ann. Federmotte® 89 Ans. Vielleicht ift diefe Federmotte die Tinea hir= $utella des Herrn Schiffermüällers y). Die Raupe, wie bey der erften Art, aber fchwärz« lichts Der Sack mit vielen Reihen von Blattflücken abgenag- er 'Grasblätter, und zuweilen einem oder dem andern Halmfücke unordentlich ährenförmig befezt. Beym ausge- wachfenem Infekte ift diefer Sack, um die Hälfte es als bey der erften Art, P7 Nahrung: Gras. Ich fand diefe Federmettenart fo« “ wohl in ihrem Raupenalter als auch in vollendeter Ges falt allemal fehr fparfam und einzeln. Allein im Mayıno= nate 1791. erfchien fie in.den Gegenden von Wolfraths- haufen und Tegernfee in fo ungeheurer Menge auf Wie- fen, und felbit auf Aeckern, dafs fie Aufichen und Be= ftürzung erregte. Die Larven fchienen wie gesäet zu feyn, Der Landmann, der fich nicht zu helfen wufßste, ftellte öffentliche Gebete an, versäumte aber dabey nicht, in der Hauptftadt Anzeige zu thun, und Rath zu begehren, Ich erhielt daher Briefe, in welchen man mein Gutachten ver« langte. Ich habe an einem andern Orte erzählt, was ich gerathen habe, Näher hieher gehört: eine Beobachtungz welche Hr. Geiftl. Rath Maurus Magola: an. Ort und Stelle gemacht hat: die Raupen fanden fich nur auf fchlecht beforgten und ungedüngten Wiefen ein. Auf gedüngten war ihnen nämlich das Gras bereits viel zu flark gewor- den, um davon geniefsen zu können. Ich habe felbft die Bemerkung gemacht, dafs fie nur junge und erf heran- F3 wach= 4) Wienerverz, 318. 2, 2* 3. 90 Federmott® wachfende Gräfer benagen, aber ficher aus Hunger um- kommen , wenn man ihnen diefelbigen Gräfer, aber bereits ausgewachlen, vorlegt. Die Pupe, wie bey der erften Art, Aus den Raupen, die im Maymonate erwachfen find , erfcheint ‚der Schmetterling im halben Junius nach einera Pupenflande von etwa drey Wochen, Das Weibchen ift ein fchmuzig gelber geringeiter Sack, kaum mit einer geringen Spur von Fülsen, und äußerft unbshilfich, Der Kopf ift an die Bruft gebogen, wie bey den Cicaden, und fieht einen Larvenkopfe irgend einer Blattwefpe. gleich ; das vordere Eude macht daher der 'er- fte Leibring aus, der nebft dem zweyten cben glänzend fchwaız ift, Ben gebüch en F. 1782. Die Oberflügel glänzend braun- grau, an der Innenieite und am Hinterrande geiranzet (Er), Raupenf‘ Örmig, fchmuzig weils „ mit braunen Bin "den (Sie), Pfyche Carpini. Phal. Bombyx cafta, Pallo: 3 Kov. ade nae, cur. II p» 4 437« Phal. Bombyx nana. Borkhaufen Nazurg. IIE 28%. La teigne A tuyau fait de brins de gramen,. Reaum, Inf, IIL Tab. 11. Fg.5,6e 09 La teiene & fourreau de paille. fimple, Geofr. pa- rif, II. 203. m 50. | Füefsly Arch. H, Fig, ı - 7. (wo ich ihre Gefchichte Ä erzähle), Göz. Naturf, XIX, 75. Tab. 4 Fig. 10-1% Wohn ee mh. Federmotte ‘gr Wohnort: auf Hagebüchen, Rüftern, Schlehen, | «. Raupenzeis: Junius, Anm, Mir giengen die ifolirten Weibchen diefer Art allemal zu Grunde, ohne, wenigftens fruchtbare , Eyer zu legen, die doch Resumür zuweilen erhalten hatte, Endlich trag ich im J. ı789. gegen das Ende des Junius ‘r3 Raupen. die ich alle auf Schlehen sefammelt hatte, und die noch auf meinem Studierzinmer , und inGiafe, wo ‘ich «fie zur Beobachtung hingeitzet hatte, herumkrochen, nach Hauie, Doch war es fchon hohe Zeit; die meiften begaben fich an das Papier, das ich auf“ das Zuckerglas gebun en hatte; und da ich ein paar Tage darauf friiches Futter geben wollie, hatten Ge fich ichon felt'gefponnen, und zu ihrem Pupenftand angefchickt, Den $. Julius waren die meilten von denen, die am Papier hiengem, ausge- krochen, und hiengen noch an ihren Säcken: denn es waren lauter Weibchen, Ich. ftellte ‚nun .das Zuckerglas uneröffner auf meinen Schreibtifch hin, weilich von den übrigen noch Männchen erwartete, Den ı2. Julius öffnete ich das Glas, um die Männchen, die etwa ausgekrochen , und. fchon. ‚wieder geitorben, feyn mochten,, zu fuchen; und nun fand ich, dafs zwey Weischen.Junge gezeuget hatten, die.fich bereits auch .fchon Säcke gemacht hatten, in allen Stücken den Raupen diefer Art gleich fahen, und am mütterlichen Sacke, munter herumkrochen. Defto eifriger fuchte ich nun nach. Männchen, und fand keines, Nun: öffnete ich die Säcke, an denen ich keine ausgekro- chene Weibchen fah, und fand ı) eine noch unverwandelte Raupe, 2) eine Raupentödter Hülfe, darin der Raupen- tödter fchon völlig ausgebildet war, 3) ein Weibchen, das in feiner Pupe vertrocknet war, 4) ein Weibchen , das 92 Federmotte das zwär'fchon aus feiner Pupe ausgekrochen, aber todt, obgleich noch weich war. Der ganz gerathenen weibli= chen Schmetterlinge waren neun; das find nun,. die vom Raupeniödter aufgefreffene Raupe dazu gerechnet , 13 Rau- pen, davon ıı Weibchen, und unter diefen zwey ohne Begattung fruchtbar waren. Sollte man einen Verdacht haben , ob. nicht diefe beyden fruchtbaren: Weibchen ihre Pipe fchon. im Freyen. verlaffen hatten, und von einem Männchen. befruchtet worden feyen, fo. verfichere ich, dafs fich wenigftens eines davon unter: denen Stücken befunden habe, die fich am papiernen Deckel meines Zuckerglafes felt gemacht hatten. Wargenflechten F. 178% = = = Pfyche Lichenum. Fürfsl. Arch, II, Fig. & 0. 'Reaum. Inf, III 1. Tab. 15. Fig VIII- x, Wohnort : an, Eichen und Föhrenfläimmen,, wo die Räupe ihren Sack mit den Trümmern kleiner Schuppenflechten und Warzenflechten überklei- det, denen fie auch nach der Länge gelegte dünne Splitter. oder Trümmer von Föhrenna- deln einmengt. Den Schmetterling fah ich nicht, Allgemeine Anmerk ung. Um. die-Angaben zu.einerNaturgefchichte diefer in man cherley Rückfichten höchft merkwürdigen Gattung beyfam- men zu haben, will ich noch dasjenige fammeln, was mir aus. andern Schriftftellern. davon bekannt geworden ift., Mit v Federmotte. 03 Mit einem erheblichern Theile ihrer Gefchichte kenne ich nur noch zwo hiehergehörige Arten, nämlich: Eichenbufch F, Graufchwarz; der Bruftrücken gemein- grau Zottig; die Flügel gerundet (Er), Madenförmig , flügellos; der Kopf fehr klein» unausgebildet; die Füße nur ee ( Si 2 2) - Pfyche Quercus. | RR Phalaena Bombyx Xylophthorus. Pallas nov, ad, nat, cur, III. a3. Göz Natur, XVYIl. 200, da, 4 Fig, »0, DI, 2% Wohnorz: auf Eichen, davon die Raupe die Blätter benagt,. Raupenzeit! May. Raupe unrein beinweifs oder beingelb, mit einem trübern Rücken; über die drey erften Ringe ‚oben zwo mit jedem Ringe‘ unterbrochene Tchwarze Längsftriche, r Flugzeit: Juniüs, | Anm, Die Weibchen diefer Art fah Hr. Pallas ohne worhergegangene Begattung Eyer legen, aus welchen nichts deftoweniger muntere und fcheinbar gefunde Räupchen in grofser Menge ausgekrochen, die gleich darauf anfiengen, den mütterlichen Sack zu benagen, und fich aus den abge= nagten Spänen einen Ueberzug für die. ihrigen zu berei- ten. Aber fie wuchfen nicht fort. Pflaumen F. Weifsgrau mit (chwärzlichten Querlinien und einem Mittelkreife auf den Obertlügeln (Er) Sackförmig (Sie) Pfyche 94 . Beeidieumia Hrie Pfyche Pruni. t Der grofse Sackträger. Kühn Natarf, VII, 171; sage Bi az 9 v, Scheven Naturf, XX, 63. Tab. 2. Io Be. Wohnort: Eichenflämme,, Pfaumenbäume, davon die Raupe die zarten Blätter benagt, Ranpenzeit : Junius, | Raupe : wie bey der vorigen Art, aber die Grund« ” farbe graugrünlicht,. Anm, Kühn fah von einem Weibchen diefer Art, ohne vorhergegangene Begattung, gelegte Eyer, aus, welchen ‚nach einiger Zeit grüne Räupchen auskrochen,, und fich aus den Spänen des alten Sackes eine Bekleidung für den ih- zigen machten. Es gelang ihm doch, drey davon bis in den Herbf: mit zarten Pllaumenblättern zu erziehen, aber fie wurden immer fchwächer „, und farben endlich. | Die Schevenfche Federmotte fcheint Enahr zu mei« aer erftien Art, als zur gegenwärtigen zu gehören. - # & “ Aus diefen Beobachtungen gehen nun gerade und ohne: Confequenzmacherey folgende Wahrheiten und völlige : Thatfachen hervor; Erfle Tbarf: ache, Die Männchen diefer ei find fpihnerförmig; die Weibchen "piumpe Eyersäcke, wie ein blofser Entwurf einer äufsern thierifchen Bil- dung, N Augenzeugen diefer Thatfäche find; bey der a. grasfedermotte, die ae und ich; bey der Fi- cken= u x Federmott« 95. shenfedermotze ift.es Hr... Schiffermüller, und mit ihm find es alle diejenigen ,„ welche damal im, Therefi.num wohnten, und an der Erfcheinung Theil nelimen wellten;, ich habe von diefer Art keine Raupe zur Verwandlung gebracht. Bey der Szraufsgrasfedermotte bin ichs; bey der. Hagebüchenfedermotte find es Reaumür, Hr. Pallas, und ich; bey der Eichenbufchfedermorte ift es Hr. Pallas, und bey der Pflaumenfedermotte it es Kühn, Da fehlt dann nur eine einzige. Art, wovon man die Raupen erzo= gen, aber nicht zur Verwandlung gebracht hat, und viel= leicht vier, wovon man die Raupen nicht kennt. Viel-' leicht, fage ich : denn ich glaube, dafs wohl eine oder die andere der von mir angeführten Arten darunter flecken möchten. r Jedoch diefe erfte Thatfache bedarf diefer vielen Be- fiättigungen nicht; defto nöthiger find fie bey der zweyten. Zweyte Thatfache, Die Weibchen diefer Gat- tung legen zuweilen fruchtbare Eyer, ohne empfangen . zu haben, Diefe Thatfache fahen bey der Miefengrasfedermotte ich: Wickenfedermotte Hr, Schif, . ermäl “ und die Therefianiften; _ Hagebüchenfedermotte Rinne, Hr. Pallas, und ich; | Eichenbufchfedermotte Hr, Pallas; Pflaumenfedermorte Kühn, Von der Straufsgrasfedermotte hat’ auffer mir, meines 1 Willens , noch niemand die Raupen beobachtet, und meine Raupen - 56 Federmotre Raupen giengen bis auf drey alle-zu Grunde, weil ich nicht wufste, und erft durch ihre Erziehung felbft dar- über belehrt wurde, dafs fie nur junges Gras freffen. Die Warzenflechten- Federmötte endlich hat, meines Wiffens , noch niemand zur Verwandlung gebracht, Ergo NON omne ovum ex coitu. Diefe Thatfache ift fo fehr erhärtet, als es etwas in der Naturgefchichte feyn kann, Ich berufe mich hier nicht weiter auf Hrn. Kähns und des großen Reaumärs Anfehen; beyde haben die Erfcheinung unter Umftänden sefehen, die über die Richtigkeit ihrer Beobachtungen kei- nen Zweifel zurücklaffen ; aber fie haben fich darüber ver« wundert, ohne in der Folge eine eigene Aufmerkfamkeit darauf verwendet zu haben. Hr, Pallas hingegen hat diefe Erfchei- nung oft, und mit Aufmerkfamkeit beobachtet ; ganz imitden Folgen feiner Beobachtung bekannt, ganz bekannt mit den Widerfprüchen, die fie erregen könnte, kündiget fie diefer grofse Beobachter fchon’in dem Tirel feiner Abhandlung mit - den dürreften Worten an: fine habito cum mafculis commer- co Foecunda ova parit. Hr. Schiffermäller sönderte drey weibliche Pupen feiner Wickenfedermotte in ein be= fonderes Glas ab, das er aufs genauefte verfchlofs ; gleich=- wohl brachen aus zwey Stücken die Räupchen aus, die - bey diefer Art ichon ‘im Leibe der Mutter Eyerh entkrie- chen. Meine Beobachtungen habe ich bereits erzählt , fie _ find fo, dafs fich nichts dagegen erinnern läfst, befonders da ich nicht einmal die Papiere, womit ich meine Zucker- gläfer überdecke , mit Nadelfichen durchlöchere, Unmög- lich konnte bey der angewandten Sorgfalt ein Izrthum ein- _ fchleichen, i Ich Kedermobte 07 Ich "weis wohl, dafs Hr, v. Scheve» und Hr, Borkbaufen wegen diefer Thatfache einige Bedenklich- keiten gehabt haben. Aber die ‚Raupe meiner Hagebü- chenfedermotte, die fich an dem papiernen Deckel meines Zuckerglafes befefigte, war denmodoch gewifs Raupe: denn weder Pupe noch weiblicher Schmetterling diefer Art "vermögen an einem Glafe aufzukriechen , vielweniger fich an dem Papiere, das man darüber gebunden hat, anzu- | Ipinnem, Unter den dreyzehn Stücken, die ich allein im Glafe hatte, war kein einziges Männchen; gleichwohl er- hielt ich von diefem und noch einem andern Weibchen aus feiner Gefellfchafc muntere Räupchen. Nun gilt aber ein einziger pofitiver ,„ wohl beftättigter Beweis mehr, als tau» ı fend negative, Dritze Thazfache, Diefe. Geburt ohne vor- hergegangene Begattung ift gleichwohl eine ziemlich fel» tene Erfcheinung. Ich habe meine fruchtlofen Beobachtungen mit abge= | Tönderten Raupen der Hagebüchenfedermotte erzählt, und alle diejenigen, weiche die zweyte Thatfache durch nega- tive Beweife zu entkräften fuchen, aan eben damit die dritte, Vierte Thbatfache. Die ohne vorhergegangene Begattung aus den Eyern ausgekommenen Raupen wach- fen nicht grofs. | Diefe ’Thatfache ift gerade diejenige, welche durch “ |Beobachtungen am fchlechteften unterflüzet wird, Sie 3 gründet fich blos darauf, dafs es noch niemanden geglücket hat, fie grofßs zu erziehen. Diefe negativen Beweife würden weniger kräftig feyn, wenn die Erziehung diefer .“ Fauna boica, 2. B, 2, Abih, G Rau- 98 .>Bedermott® Raupen, die man bereits weit genug herangewachfen ges fangen hat, weniger fchwierig wäre. Kühn und Hr. Schiffermüller befalsen den Willen und die Gefchick=- lichkeit, die ausgekommenen Räupchen zu erziehen, in ei= nem hohen Grade; doch’gelang es ihnen nicht, Fünfte Thatfache, In diefer Gattung ift die Anzahl der Weibchen bey weitem größer als die der Männchen, Diefe Thatfache gründet fich lediglich auf meine Beob- achtungen an den Hagebüchenfedermotten und Straufßsgras- federmotten, bey welchen ich aus einer fehr grofsen An- zahl Raupen, die ich nach und nach gefammelt hatte, kaum eines oder das andere Männchen erhielt. Von den übrigen Arten habe ich nur wenige Stücke erzogen. Ueb- rigens dringe ich nicht ftark auf diefe meine Beobach- tung. ‘So fonderbar auch der Fall wäre, dafs mir von diefen beyden Arten gerade faft lauter Raupen in die Hän- | de hätten kommen follen, die Weibchen geben würden, = if er doch nicht unmöglich. Gemein= 99 Gemeinmotte, u Mit geraden Schnauzen, m ® Mit breit gerundeten Oberflägeln. Schwarzpunktirze G, 17394s Die Oberflügel ‚graun ein fchwarzer Punkt in der Mitte. Tinea colonella. Wienerverz, 133. 9. I» Wohnore : Wiefen. Fiugzeit: Junius, Diefe Motte kömmt gerne des Abends an das Licht, ‚und zwar beyde Ge- fchlechter. \ Anm, Länge der Motte = 7 ıf'!; auch 84, Die Fläche der Oberflügel ift in .drey Felder getheilt, da= von das erfte und hinterfte gemeingrau find, das mittlere röthlichtgrau it, und einen fchwarzen Punkt hat, Zackenfiriemige G, 1785. Blafsrothgrau mit einer gleichfärbigen dunkler gerandeten gezackten Binde auf den ÖOberflügeln. Tinea tribunella. HWienerverz. 31% Wohnort : Wiefen, Anm. Kaum kleiner als die vorige, ohne Pünkt auf den Oberflügeln, aber dafür zwo ftark zackige Querlinien über die hintere Hälfte derfelben, G 2 ' Anger 100 Gemeinmottg, Anger G, 1786. Die Oberflügel bleichgelb : ein filber- ner Längsftrich, mit rückwärts zufallenden Streifchen; der Hinterrand fchwarz punktirt, Tinea pafcuella. HWienerverz. 134. n. 4. — Lm ‚faun. fuec. n. 1367. Wohnort : Graswurzeln auf Wiefen und Weidepläzen, Flugzeit : Sommer. Anm, Dem hintern filbernen Geradftreife fallen gegen das Hinterende einige kleine filberne Streifchen zu. Hecken G. 1687. Die Oberflügel unrein weinfuppenfar- ben, mit zween fchiefen braunen Geradftrichen vom Innenrande an den Auffenrand herab, Tinea arbuftella, Wohnort: in Hecken, um Ingolftadt. Flugzeit : Auguft. | Anm, Gröfse und Umriß, wie bey der Angergemeins motte. Die erfte bräunlichte fchiefe Linie fängt um die Hälfte des Innenrandes an, die zweyte ift um eine Linie weiter entfernet. Gabelfreifige G. 1783. Die Oberflügel unrein wein- fuppenfarben, mit einem einfachen geraden, am Ende zweyfpaltigen, San: die Um terflügel fchwärzlicht. Tinea fufeinella. Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Auguft. Anm, Von der Gröfse der Angermotte, von welcher ‘ fie fich unterfcheidet, 1) dafs dem filbernen Geradftreife keine filbernen Strichelchen zufallen, fondern er felbft fich, - ohne Gemeinmoötte 1or ohne breiter zu werden, in ein paar kurze Strichelchen auf= löfet, die aber den Hinterrand nicht erreichen; 2) dafs die Unterflügel nicht weifslicht, fondern, wie die Unterfeiten aller Flügel, blafs dintenfarben find, fchaftliche weiislichte Raute über beyde Ober- flügel am Innenrande. Tinea cinerella, Göze Beyzr, III. 4. 164. n. 27% Le lozange cendre. Geeffr, paris, II, 192, n. 26. Wohnort: in Erlengebüfchen um Ingoiftadt, Flugzeit ; Auguft, Anm, Lang 34, Der gemeinfchaftliche Rautenfleck fizt eigentlich in der Mitte der Flügellänge, und ift der grölste Fleck; aufferdem fizt noch ein anderer am Innen- winkel nahe am Hinterrande, und ein kleiner zwifchen der Flügelwurzel und dem Rautenflecke. Perlenftreif G, 1790. Schwarzgrau; "längs der Ober- flügel ein filberner, zweymal unterbrochener, Geradeftreif. | Tinea margaritella. Wienerverz, 134. m 5. La teigne 4 rayure d’Argent, Geofr. paris. IE 185. 2.2. wi Wohnort »- um Ingolftadt, Flugzeit: Julius, Anm, Von der Gröfse und dem Baue der Angergemein- motte, | Föhren.G, 1791. Die Oberflügel bräunlicht oranien= gelb, mit einem zweymal unterbrochenen fil- bernen Längsbande. Rautenfleckige G. 1739. Afchengrau ; eine gemein- | G3 | Tinea 102 Gemeinmottg Tinea pinetella. Knoch Beyer, 1, 69. Tab, 4 Fig. 7. Wohnort: Föhren. Aum. Das filberne Längsband ftellt ein nie faft sleich« fchenkliges Dreyeck vor, das durch zwo braune ichiefe Querlinien zweymal (in der Mitte, und an feinem Grunds, der nach dem Hinterrande hin gekehit it) unterbrochen wird, Wurzel G. 1792. Die Oberflügel filbergrau mit blaß- bräunlichten Aderftrichen „ und einem. Mitrtel- punkte; der Hinterrand mit einem fchwarzen Querftrichelchen , und einigen (4-5) Punkten, Tinea culmella, Wienerverz, 135, % 9. — Lm ‚faun.' fuec, 9. 1370. Wohnort : Wiefen ,„ Viehweiden. Flugzeit: Frühling und Herbfl, Anm. Gröfse, Bau und faft Zeichnung wie bey der Angermotte« Perlenfarbene G. 1793, Die Flügel oben perlfarben, glänzend, unten fchattenbräunlicht. Tinea. perlellas Scop, carn, n, 6208 — Knock Beyer, I. Tab, 4 Fig. 6 KFohnortz; auf Wiefen, Flugzeit: May, und wieder Auguft. ' Anm. Faft-fo groß als die Angermotte; oben durchaus einfärbig, / | Ochergelbe G. 1794. Die Schnauzen lang, fammt - Kopf," Brufrücken, und den Oberflügeln blals ochergelb, NS Tinea luteella nn ? Tinea Gemeinmottg 103 2 Tinea flavella. Scop, carn. n, 639. Heimat : um Ingolfadt, ‚ Flugzeit: Junius und Auguft. Anm. Eine von den längften Gemeinmotten, faft 74 lang. Die Unterflügel beyderfeits, und die Oberflügel un= ten höchft blafs fchattengrau. Eingewickelte G. 1795. Durchaus bleyfarben; die Oberflügel eingerollt, oben auf bleyfarbenem Grunde fchwärzlicht afchengrau; die Schnauze lang, gelblichtgrau. ‘Tinea involutella. ? Tinea convolutella. PWienerverz. 334. m, 15+ . Heimas: um Ingolftadt, Flugzeit : Auguf. Anm. Lang vom Kopfe bis zum Ende der Oberflügel zMl;, Länge der Schnauze ı ıfa''. Das ganze Iniekt, die Oberfügel oben und die Schnauze ausgenommen, un- getrübt bleyfarben.. Die Oberflügel oben dicht mit fchwärzlichten, doch etwas in Gelb blickenden , Schuppen bedeckt, und davon ungefieckt afchengrau, doch wifchen fich diefe Schuppen leicht ab, und dann blickt der bley= farbene Grund durch. Kopf und Schnauzen genau von der Farbe des Hafenbalgs, das if, blafs roftgelb und fchwarz gemifcht. Arme G, 1796. Die Oberflügel beinfarben mit vielen erkürzten fchwärzlichten Aderftrichen,. einer metalilenen Hinterrandsborte, und drey fchwar- zen Punkten vor derfelben am Innenwinkel. . Tinea £alfella, HWienerverz, 134. m, 16, GA Wohn- 1204 . Gemeinmotte Wohnort: Viehweiden, Anm. Von der Gröfse der Angergemeinmotte. Die Oberflügel unten, und die Unterflügel zu beyden Seiten bleyfärbig, leztere mit einer weifslichten Borte am Einr terrande, Hülfenaasförmige G. 1797. Kurzfchnauzig, gran; die Oberflügel flach aufliegend » mit drey un- deutlichen Binden am Auffenrande: ein helle= rer Fleck zwifchen der zweyten und dritten. 'Tinea phryganella, Wohnort: um Ingolftadt Flugzeit: Auguft. Anm. ‚ Lang vom Kopfa bis ans Ende der Oberflügel 6 ıf!!,. Durchaus erdgrau: die Oberflügel etwas in Gelblicht ziehends Die Oberflügel haben drey fchwärz= licht graue, undeutlich begränzte Binden vom Auffenrande - einwärts, auch wohl eine vierte unfern des Hinterrandes, die aber fehr unmerklich ift; zwifchen der zweyten und dritten Binde ift nahe am Auffenrande ein hellerer Fleck, Die Motte trägt ihre Oberfügel nach Art vieler Zünsler wie eine offene Scheere, Pfriemenblüthe G. 1798. Einfärbig afchengrau ; die \ Schnauzen lang, gerade, mit einem aufrech- ten Zahne in der Mitte; die Fühihörner weils und afchengrau geringelt, Tinea fpartiellas Wohnort: in den Blüthen des gemeinen Pfriemen- krautes (Spartium fcoparium ), von derer Blu- menblättern und Staubgefäfsen fich die Raupe nährt. | Die «* Gemeinmotte 105: Die Verwandlung geht-in der Erde vor. "Flugzeit: Julius, "Anm. Lang etwa 3%, Einfärbig afchengrau. Die Schnauzen find lang, gerade, ftark behaart; in der Mitte einer jeden fteht ein kleines gerades Horn fenkrecht in die Höhe; zwifchen den Schnauzen eine Rollzunge, Die Au- gen klein und fchwarz; die Fühlhörner weifs und afchen- grau geyingelt, Serichmaklige G, 1799. Mattfchwarz ; auf den Ober- Nügeln eine filberne Gemeinmakel aus vier. Querftrichen zufammengefezts Tinea compofitella, Fiabr, JE. enzom, 663. n. 46. = Preyfiler ie Mayer phyf Auf. I. 120. | Tinea quadrillella, Göze. N IIL 4 Pr 163. n. 268: La teigne & quadrilie, Geoffr. peris, IE 189, m ı7. Heimat : um Ingolfad, — Die Motte fliegt häufig auf Wiefen -zwifchen dem Wiefenklee „ und an, Weifsdornftauden. | Flugzeit : May. Anm, Die Stirne weißs; der Auffenrand: der. Oberfü- gel mit acht Silberftrichelchen, Weinfuppenfar bige. G, 1800. Die Oberfiügel blafß. weinfuppenfarben mit rufsigem Auffenrande und einer weinfuppenfarbenen Auflenrandslinie, Tinea vinacella. | Heimat : um Ingolftadt. Anm, Länge des Hinterleibes 4’. Kozf, Bruftrücken en Oberflügel find blafsweinfuppenfarben und am Auffen- G 3 rande. 106 Gemeinmotte, rande blaß berufst, jedoch geht längs des Auffenrandes felbft noch ein weinfuppenfarbener ‚Strich nicht, völlig bis ‚zum Auffenrandwinkel hin, Vor dem Hinterrande 3 bis 9 fchwarze Punkte ; und die Hinterrandsfranzen filbern. Bandweiden G. 1801. Die Oberflügel: gelb, hinten faft abgeftuzt, am Auffenrande ein weifser dreyeckiger Fleck mit einem Hacken an der Spize Tinea fligmatella, -Fabr, mant. II, 246. ». 57. Z Römer Berl, Schrift. XI; 164. Tab. 3. Fig, 3. Wohnort: in den Bläctern der Bandweide , welche die Raupe faft einer gefchloffenen Tüte ähn« lich zufaminenrollt, Raupenzeit,; Julius, Auguft, Flugzeit: Auguß, September. *%* Mit fchmal’gerundeten Oberflügeln, Pelz G, 1802. Metallgrau mit roftgelbem Kopfwirbel;* die Oberflügel blafsgrau mit einem fchwärzlich- ten Punkte, ’Finea pellionells Fabr, mant. IE 246. z. 54, Röfel Inf. I. Cl, 4. pap. no, Tab. 17. Wohnort : in Pelzwaaren, | / Raupe: weifslichtgelb mit einem Surchfcheihenden rothen Eingeweide, (In einem Sacke, den fie fich aus Pelzhaaren gemacht hat.) Pupenfkand: etwa ı4 Tage lang. ' Bogenfriemige G. 1803. Die Oberflügel limonien- gelb: ein Punkt und eine bogenförmige Binde olivenbraun, Fi ineg Gemeinmott« 107 Tinea arcuazellas Tinea ocella flava. Kühn Berl. Befeh, III Tab, ı. Fig. 9. Heimat : um Gern, Linden & 1894. Die Oberflügel gerundet, blendend weils, grau gefprengt, Tinea tiliella. 2 Tinea argyrellaa . MWienerverz. 135. 1. 29. 2 Teignes & fourreau en croffe, Reaum, Inf, III, Tab. 16. Fig. 1— >. Kühn Naturf. X, 169. Tab, 1, Fig. 2 Wohnort: Linden „Schlehen (Eichen? ). Anm, Die Hülle oder der Sack,. welchen die Larve mit fiih herumträgt, ift fchwarz, pupenähnlich, vorzüg- lich den Pupen der Blattkäfer ähnlich ; man entdeckt Coder glaubt es doch) daran fogar die Flügelfcheiden. Er it übrigens ganz aus der Seide der Raupe gemacht, und \ wird von ihr immer aufrecht getragen.‘ Länge des Sa- ee | Die Verwandlung gefchieht auf einem Blatte des Baums, worauf fich die Raupe genährt hat, indem fie jezt ihren Sack mit dem üuntern Ende daran befeftiget, Die Motte weiß, geradichnauzig: die Schnauzen kurz, Die Oberflügel fchmal,, blendend weifs, mit fchr kleinen grauen Punkten gelprengt ; ; unten und die Klinter- flügel allenthalben fehr blafs fchattengrau. Die Fühlhörner vor der Länge des Körpers, gelbgrau und weifs geringelt: das erfte Glied dick „ mit Federchen bedeckt, einwärts bartig. Im Leben fireckt ‘fie "das Infekt gerade vor fich hin, wie die Phryganeen, Wiefen 108 Gemeinmotte Wiefen G, 1805. Die Oberflügel grau, mit fchwarzen » Punkten gefprengt: ein weißer am Ende zer« fplitternder Längsftrich. 2 Tinea pratella. Wienerverz, 135. n. 30. Wohnort; Weidepläze, Anm, Von der Gröfse und vom Baue der. Wurzelge- meinmotte, | Wechfelhindige G, 1806. Weifsgrau ; auf den. Ober- flügeln drey geweilte düftergraue Binden, Tinea alternella. Wienerverz, 135. m. 33». Flugzeit : Julius. Anm. Die Farbe ift überhaupt: blafs. afchengrau; aber die Oberflügel werden durch drey düftergraue eckige Bin- den fo durchfchnitten, dafs es fchwer ift, zu fagen, welche von beyden Farben Grund, welche Zeichnung fey, Die. erfte Binde bilder faft einen Bogen, die zweyte geht fchief nach dem Innenrand. Bu und die dritte nimmt das: Flü- gelende ein. Atomen», G. ı801. Die Flügel afchengrau: auf den obern, Stäubchen , Punkte am Rande. und im Mittel, fchwarz: zween Queritreife fchwärzlicht, "Tinea difparella, Phalaena Tortrix atomana. Knoch Beytr. III. 112, Tab. 5. Fig. 9- 13. — Tab, 6, Fig. ı. 2. Wohnort: Weilsbirke, Aefpe, Linde, Eiche, Ha« gebüche, Rothbüche, davon die Raupe die Blätter doppelt zufammennäht, Raupenzeit: Auguft, September, _ Ranpe: Gemeinmott« 109 Raupe: gelbgrünlicht; das dritte Fufspaar länger, feitwärts geflreckt: das lezte Gelenk ' unten eingefügt in das vorlezte kugelförmige, Flugzeit: Frühling. Anm, Das Weibchen hat vier lanzettförmige Flügel, womit es nicht fliegt, Dreypunktige G. ı808. Flachsbräunlicht; auf jedem Oberflügel drey fchwarze Punkte. Tinea tripunctella. Mienerverz. 319. ®, 36- 37 = Fabr, mant, II, 248. a, 85. Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit : Julius: Anm. Klein, von der Farbe Ze reifen Leinkapfeln , der Kopfwirbelbufch faätter; um die Mitte jedes Obertlü- gels 3 fchwarze Punkte, nämlich 2 und ı, Die Fühlhör: ner fchwarz, Gelbfchopfige G. 1809. Der Kopf fchopfig „ nebft dem Grunde der Fühlhörner und—einem Punkte beyderfeits am Bruftrücken vor den Flügeln bleichgoldgelb ; die Flügel auf hellgrauem Grunde von zufanımenfliefsenden Punkten . Tchwarz fcheckig. Tinea crinitella. Heimat: um Ingolfzdt., Flugzeit : Julius. | Anm, Länge der Vorderflügel ZT 34, Die Füßse aus« wärts mit abwechfelnden fchwarzen und bleichgoldgelben Bändern 53 die Schienbeine der Hintern mit einem langen Barte, Die Oberflügel kann man eigentlich von keiner be= flimme- 110 Gemeinmotteg ftimmten Farbe benennen $ auf einem grauen Grunde find häufige kleine, aber zufammenliefsende, Punkte ausgesäet, die ihnen ein fchwärzlichtes aber doch fcheckiges Anfchen geben. Affelgraue G. 1810, Durchaus efelgrau, glänzend: un ten heller; die Fühlhörner fchwarz, Tinea mutinella, Phalsena murinella, . Scop. carn, n, 668. Heimat : um Ingolitadt, Flugzeit : Junius. Anm, Länge der Oberflügel — 3 ıf3'l, ihre Breite — 1; Länge eines Fühlhoerns — 2, *% Mit gefpizten Oberflügeln, Prifmenfack G. ı311. Die Oberflügel glänzend grau mit dunkelbraunen Strichelchen und Punkten 3 ein durchfcheiniger eingedrückter Punkt in der Mitte; die Stirne brandgelb. "Tinea hemerobiella, Scop, carn, m, 650» Frifch, Inf. Deut, I. 37. Woimort: auf Obftbäumen. Der Sack ift. gelblicht oder braun, fall walzenförmig, doch in der Mitte etwas di- cker, und gegen das vordere Ende prifinatifch® Er ift von purer Seide, und das Räupchen fchleppt ihn allenthalben mit fich herum, ‚Raupenzeit : den ganzen Frühling hindurch, Anm. 3 ıf'l lang, Die Augen groß, fchwarzz der Kopf zottig roftgelb. Die Oberflügel lanzettförmig , eben glänzend grau mit vielen dunkelbraunen Punkten und N Gemeinmotte« 1004 und Fleckchen ,„ die ineinander fliefsen; mitten auf ihnen ein eingegrabener Punkt, der das Licht durchläfst. _ Unten find fie dunkelgrau; die Unterflügel beyderfeits und die Fühlhörner hellgrau; der Körper und die Füfse glänzend , aber abgebleicht,, ifabellfarben.. | Silberfehnur G, 1812, Die Oberflügel mattgelb mit drey Silberftrichen: der mittlere der längftes unterbrochen. Tinea vinetella. Fabrs mane. II. 242. m. 23. Wohnort: um Ingolftadt. Anm. Lang 5', Die Oberflügel fehr fchmal, blafs mattgeib, mit drey Silberfirichen: 2 aus dem Grunde, auseinander fahrend; der dritte aus dem erften Drittel der Länge: er fezt bis an die Spize fort, ift aber unterwegs einmal unterbrochen; am Auffenrande fallen ihm drey Sil- berftrichelchen zu, Die Unterflügel fehr fchmal, fehr fpizig; fehr breit gefranzer, | | Goldbogige G. ı813,. Die Oberflügel filbern: ein Bos gen und eine Makel gemeinfchaftlich und golden, Tinea aureila, - Heimat: um Ingolftadt, Flugzeit: Julius. Anm. Nicht gröfser als die Kornmotte. Die Flügel “ dachförmig : die obern filbern:; über die Mitte ein mit den Schenkeln rückwärts ftehender Bogen, und hinter dem« felben eine Gemeinmakel: beyde golden, Saztel G. 1314, Die Oberflügel braun vergoldet: ein breites weifses, ‘in der Mitte unterbrochenes, Längsband, N Tinea i12 - Gemeinmotte Tinea ephippiella, . Fabr, gen. inf, 297. Heimat: bey Gern. Anm. Sehr klein; der Kopf glänzend weis die Ober- Rügel blafsbräunlicht vergoldet; ein breites, auch auf der Unterfeite fichtbares, weifses Band läuft (beyden Ober= flügeln gemeinfchaftlich) am Innenrande nach der Länge herab, wird aber von einer blafsröthlicht goldenen Binde unterbrochen. Sanftmarmorirte G, 1815. Silberweils und matt ‚ küpferroth vertrieben gefcheckt; Kopf und Rücken fchneeweifs. ' Tinea marmorella. Phyf. ai 12 Heimat: bey Waldach, Flugzeit: September, Apfelbl att G, 13816. Die Oberflügel ee, hin« ten mit einer‘goldenen Makel, und einem fehwarzen Punkte vor dem Schwänzchen, Tinea mälella. © Wohnort: unter der Blatthaut der Apfelblätter, wor unter die Raupe Gänge minirt, Flugzeit: Junius. | | Anm. Lang 2'!!, Weifs; der Kopf und die Bruft nie- dergebogen, mit einer deutlichen Zunge , und nebenher zwo geraden Schnauzen; die Fühlhörner fo lang als das Infekt; die Flügel etwas gerollt; die obern weifs, über der Hälfte mit einer länglichten Goldmakel und drey Ichwärzlichten ‘ strichen von diefer an den Auflenrand ; am Hinterrande ein Schwänzchen : an defien Grunde ein tiefichwarzer Punkt; * die Unterflügel fchwärzlicht; ein f[chwärzlichtes Schöpf= chen auf dem Nacken. Clerks Gemeinmotte 113 Clerks G. 1817. Die Flügel filbern, fchmal: auf den 1% obern, gefchwänzten, ein goldener Längsitrich, _ und vor dem Schwänzchen ein tieffchwarzer Punkt. Tinea Cierkella, Lin. faun, dr 2. 1411, — Fahr, Jyit. entom, 666. n. 66, Wohnort : in Gebüichen um. Ingolftadt, Flugzeit: September, Anm.. Länge des Oberfügels ı ıfa!“, Das ganze In- fekt filbern: der Hinterleib rußig gelb, und’ die Flügel unten zwar filbern i aber beruft. Die Fühlhörner kürzer als die Flügel. ‘Die Oberflügel fchmal , mit einer golde- nen Längsfurche; gefchwänzt: vor dem Schwänzchen :ei- nige graue Querlinien und ein tieffehwarzer Punkt; das Schwänzchen gablig. Die Unterflügel fehr fchmal, lanzett- förmig, langgefranzet, Ä Harrers G. ı813. Durchaus filbern$ die Schnauzen von der halben Länge der Fühlhörner, bruft- wärts gelegt; die Flügel {pizig. | ''Tinea Harrerella. ER Wohkort : vermuthlich unter der a der eis, um Ingolftadt. ERALN Flugzeit: Aug. - Anm, Lang ı, Die Fühlhörner von der halben Länge des Thierchens, Hubn G, 1819. Silbern; die Oberflügel lanzettförmig; gefchwänzt, blafsgolden; drey Gemeinmakeln und eine abgebrochene Binde filbern; das Schwänzchen fchwarz. Fauna boica, 2, B. 2. Abth, H Tinea 114 Gemeinmottg Tinea gallinella, Wohnort; in Erlengebüfchen, Flugzeit: Auguft. Anm. Lang ı ıfa'!, Die Oberflügel blafsgolden mit drey filbernen Gemeinmakeln am Innenrande, davon die am Grunde länglicht; eine filberne abgebrochene Binde, die vom Auffenrande einwärts läuft, und noch eine zweyte, fehr fchmale, die der dritten Gemeinmakel unter einem fpi- zigen Winkel begegnet; endlich ein fchmales filbernes Streifchen vom Flügelgrunde bis an die zweyte Ge= meinmakel, Das fehwärzlichte Schwänzchen der Oberflü- gel trägt die Motte, wie eine Henne, aufgerichtet, und die Spize der Fühlhörner krümmt fie fo, dafs fie dem freyen Auge oft kolbenförmig vorkommen, Die Schnau= zen find äuiseıft kurz, | | 2'B * Die Schnauzen krumm, * Mit breitern geründeten Oberflügeln. Wollkraut G. 1920. Die Flügel fach aufliegend: die obern flachsbräunlicht mit 3 fchwarzen Punk- ten auf jedem; die vordern kleiner, Tinea verbafcella, Hienerverz, 136. .n. 36. Schäffer icon, 145. Fig. 2. 3. Wolmort: die Wurzelblätter des Wollkrautes, die Häupter des Ampelkrautes, ‚Ranpenzeit : Junius, i \ Flugzeit: Julius, Anm Gemeinmotte&, L15 Anm, Das hier aus Schäffern angeführte Citat hat! Göze bey T. padella, und wieder bey T, culmella angeführt. Ich weis. gar nicht, ‚wie es möge gekommen feyn , ' dals man. diefe nicht ‚fchlechte Abbildung bey fo fehr'verfchiedenen Arten anführen konnte, Feuerfchwamm G. 1821. Gelblicht fandfarben ; auf den Oberflügeln dunkel gezeichnet ; drey fchwärzlichte Längslinien auf dem Bauche, : Tinea boletella, RNEN, Noctua Boleti,.. Fabrs gen, inf. 282. "Wohnort: im Feuerfchwamme, Flugzeit: Auguft. Weidendorn G, ı322. Die Oberflügel bleicı fandfär- big: eine Auffenrandmakel am Grunde, und drey Punkte längs der Mitte fchwarz, Tinea Hippophadila, Wohnort: in den Spizen des Sanddorns, Ranpenzeit': Junius. 5 Flugzeit: Ende des Julius, - Anm, Die Flügel flach aufliegend. -Ueberhaupt viele Aehnlichkeit mit der Wollkrautmotte, aber kleiner, und die Raupe wohnt .einfam, da hingegen jene gefellig ift, Schiefergelbe G, 1322. Schiefergelblicht ; die Oben Hügel breitlicht gerundet; eine Brandmakel um die Mitte, und eine Reihe fchwarzer Pünkt« chen vor den Hinterrandsfranzen, | Tinea liturellae HWienerverg, 137, I, 4 Heimat: um Ingolitadt, Flugzeit: Julius, | | Hoasın ; ‚Anm, » 116 ‘ Gemeinmotte Anm.‘ s'U lang; alle'Flügel vor den Franzen des Hinterrandes mit einer’ Querreihe fchwarzer Punkte, Die! Schienbeine , Fufsblätter, und. Fühlhörner ‘fchwärzlichts übrigens das ganze Iniekt von der graugelben Farbe der Solenhofer Schiefer; die Brandmakel ‘und noch: ein‘ paar: kaum merkliche Pünktchen der Oberflügel ausgenommen, Die Schnauzen fchr flark. Dunkelgefprengre G, 1824. Bleich Einderai, dun« kel gefprengt. Tinea atomella, Wienerverz, 1937.06; Heimat: um Ingolftadt. Sie flog Nachts auf den 1. Auguft in mein Zimmer, vom Lichte ge- lockt; auch um Neuburg, ichon im Junius. Anm. Die krummen Schnauzen fehr grofßs und lang, fat von der Hälfte der Fühlhörner; die Fühlhörner auf - der Unterfeite fehr kurz- und zart t gefranzer- Länge des Infekts — Aue Zweymaklige G 1908. Durchaus gelblichtweifs; die Flügel dachförmig; auf.den obern nahe am Ä Auffenrande eine braune Makel. _ Tinea bimaculella. 2 La teigne ä& queue d’hirondelle. Geoffr, per. II, ı82. n. ı. wahrfcheinlich, Heimat > bey Ingolftadt. Anm. Lang faft Hl, Vom Anfehen eines Spinners 3 mit abhangenden Flügeln; durchaus einfärbig bis auf .die Makel an jedem Oberllügel, die mit einigen Punkten be= gleitet ift, Röf el G, 1826. Die Oberflägel zimmetbraun: ein bo- genf DEMIEEHBDERIET Längsftrich am Innenrande, der Gemeinmottg '11y der Hinterrand und ein Fleck nebf ‚Kopf, Bruftrücken, und Schnauzen fchwefeigelb, Tinea probafcidella. Sulzer Gefch. 163, Tab, 23. Fig. I4e 15. 3 © | Heimat: um Gern, Anm, Lang 5 ıf2. Die Sulzerifche Abbildung feilt das Infekt ftatt zimmerbraun faft rofenroth vor. | Lappen G. 1827. Bräunlichtgrau : drey no, auf den Oberflügeln, "Tinen lobella. MWienerverz. 138. m. 9. | ‚Anm. Die Flügel dachförmig: die vordern 4!!! lang, mit drey Höckern auf jedem in einem Dreyecke: die bey- den vordern in einer fchiefen Linie (zuweilen ihrer drey), der hintere aus zween zufammengefezt. * %® Mit fchmälern geründeten Oberflügeln. Fleifchrandige G. 1828, Die Oberflügel gelb, am“ - Auffenrande breit Hleifchroth ; der Auffenrand felbft weifs, \ Tinea carnella. Fabr, Shecs- inf, II. 295. m 21. Sulzer Geföh. Tab. 23. Fig. ı2, Wohnort: auf Wieien. Hageichen G. 1829, Schwärzlichtgrau , mit zwo fchie= ‚fen weilsen Querbinden auf den Oberflügeln, Tinea roborella, Hienerverz, 138. n. 14. Reaum. Inf, III Tab, 3, Fig. 9 - ı1 N Wohnort: unter der Blatthaut der Eichenblätter , wo die Raupe erftens einzeln und gangweile, dann gemeinfchaftlich und in Flözen minirt. | 12:3 E : Spin- 118 Gemeinmotte Spindelbaum G. 1830. Die Oberflügel oben fchnee- weifs mit vielen fchwarzen Punkten; die Um terflügel, fchattenbraun mit‘ weifsen Franzen, ‚ Tinea evonymella, Fienerverz. 138. m. 18, ‚Reaum, Inf. IL 1. n. 25% en Röfel Inf I. Cl. 2. pep. mol, Tab. 8%: Wohnort : Spindelbaum. | ‚Raupenzeit : May, Junius, ‚Raupe: gefellig;, gelb mit fchwarzen Punkten und fchwarzem Kopfe, We gelkir [chen G. ı831. Die Oberflügel trübweifs mit vielen ichwarzen Punkten; die Unterflü= fügel fchattenbraun mit gleichfäri igen Franzen, ’Tinea padella. #ienerverz, 139. #. 33a Reaum, Inf, II. ı. 250, Tab, ı2, ‚Röfel Inf, I. Cl, 4. psp noäl. Tab, 7. Holmort: Pllaumenbäume , Traubenkirfchen -, nach Ä Reaumur, auch Aepfelbäume, 'Raupenzeit : Frühling. Rampe : gefellig 5 fchmuzig gelb mit fchwarzen Punktreihen und fchwarzem Kopfe. Tifch G. 1832. Die Oberflügel blafs graubraun, mit zween einwärts gegeneinander geneigten wei» fen Geradfirichen, Tinea trapezella.. Heimat : um Ingolfiadt, Anm, Von der Geflalt eines Zünslers. Die Oberflügel unten rufsig; nur der hintere weifse Geradftrich ift aueh unten (aber bräunlicht) weiß zu fehen, Som- Gemeinmotte 119 Sommerfproffen G. ı833. Die Flügel gerollt: die obern weils: zahlreiche Punkte, und ein gro= fer im Mittel jedes Oberflügels fchwarz, Tinea lentiginella. Phyf. Auff. 220. ? Tinea' plumbella. Wienerverz. 139, n. 34. Wohnort: in den Laubhölzern um Weihering, Flugzeit: Julius. Wierpunktige G, 1934. Mattfchwarz ; auf jedem Oberflügel zween weißslichte Punkte über der Mitte, Tinea quadripunctella, Fabr. fpes inf. II, 298. n. 52 # Flugzeit: May ; um Ingolfadt. ‚Anm. Lang 3/4, Sie trägt die Flügel aus@Mänderfah- rend und ein wenig abhangend,, faft wie ein Wickler ; fie find, wie der Leib, mattfchwarz, glanzlos; auf den obern it etwas weiter hinterrandwärts, als genau in der Mitte der Länge, am Innenrande ein querlänglichter gelblicht- weifser Punkt, und ein anderer noch weiter rückwärts am Aulfenrande, aber etwas kleiner und weniger läng- licht; beyde zufaminen ftellen auf den erften Anblick eine weifslichte unterbrochene Binde vor, Die Füise und die Unterfeiten der Flügel find dunkel afchengrau. Bleichfchwarze G. 1835. Die Oberflügel fchwarz | (Er) oder fchwärzlichtgrau (Sie); der Kör- per weifßslicht; die Fühlhörner körperlang, weils und fchwarz gewechfelt., Tinea obfcurella. Fabr, a II. 248. m. 83. Ha Anm, 120 Gemeinmott® Anm, Lang 3", Die Flügel fchmal ; die vordern ge rundet, Aehnlich der Pfriemenblüche- Gemeinmotte ; aber krummfchnauzig, und dunkler. Pepen G, 1836. Die Oberflügel dunkel feten au mit einigen fchwarzen länglichten Punkten, Plyf, Auf). 217. Tinea populella. Lin, faun, fuec. n, 144% , Heimat : um Weihering, Flugzeir : Julius, Zwifchenftrich G. 1837. Die Oberflügel etwas ein- gerollt, hell gelbbraun, mit einem erhabenen fchwarz und weifsen Längsftriche, Tinea parenthefella. Phyf. Auff, 219. — Lin, faun. fuec. n. 1435. Heimat : um Weihering. Flugzeit: Julius. \ Vierfiriemige G. 1338, Bleygrau, mit vier dunklern Querftrichen äuf den Oberllügelm, Tinea quadriftrigella. Heimat: zu Ingolßadt; fie kam mir ans Fenfter, Flugzeiz: Junius. Be Anm, Länge vom Kopfe bis zum Ende des Oberflü- gels — g/l, Die Fühlhörner fehr fein, von der. Länge des halben Infektes, Die Oberflügel licht bleygrau mit vier fchmalen. Querbinden, davon die erfte etwas vor der Hälfte der Flügellänge und entfernt, die drey andern an dem lezten Drittel derfelben,, und ziemlich genähert vom Innenrande an den Auffenrand herüber laufen, Das In- ‚fekt trägt feine Flügel flach_aufliegend. Kleider Gemeinmotte® - 42x Kleider G. 1830. Die Flügel afchengrau; am Bruftrü» cken beyderfeits ein weifser Punkt, Tinea farcitella. Mienerverz, 139. m, 41. Wohnort: wollene Kleider, wollene Tücher und Zeuge überhaupte Aum, CTalmer fchreibt diefer Motte den levitifchen Kleiderausfaz zu z), der aber viel wahrfcheinlicher ein blofses Ausfallen der Haare war, was von nr enols herrührt a). Weifse G, 1940, Weiß; die Augen fchwarz; die Fühl- hörner und Fülse verbleicht gelblicht. Tinea alabaftrella.. Wienerverz. 139. n. EN L’Albätre, Geoffr. parise II. 168, Me 115. Wohnort: um Ingolftadt. Flugzeit: Julius. Anm, Lang 3°", Vom Baue der Kleidermotte, aber: garz weils und ohne Punkt; gleichwohl find die Ober- flügel ein bischen weniger reinweifßs. Sie gehört nicht ge- nau in dieie Familie, Weifs bauchige G. 1841. Die Oberflägel grau, mit einem grofsen fchwarzen. Gemeinpunkte, am Hintere tande fchwarz mit einem grauen Saumpunkte, Tinea leucogaftrella, Heimat: um Ingolftadt, Fingzeit: Auguft, Anm. Lang 4‘, faft, Die Flügel eingerollt; die obern, wie das ganze Infekt, afchengrau, mit einem grofsen eg oa fchwar« 2) Proleg. I. go. @) Michaelis mof, Recht, IV. 202, 122 Gemeinmotte, Schwarzen Gemeinpunkte an der Mitte ihrer Länge; auch der ganze Hinterrand (der dicht - und feinfranzig if) nebft feinen Franzen fchwarz. Der Bauch, weiß. Die Zunge länger als der halbe Leib, Harzbeulen G, 1842. Schattenbraun; die Oberflügel mit gesättigtern vergoldeten Querlinien durch- zogen. Tinea refinella. Lin, ff. nat. 892. n. 406, Röfel Inf, Cl. 4. pap. nod, Tab, 16, Wohnort: an Kieferzweigen „ in harzigen Beulen. Raupenzeit : Herbtt, Flugzeit: May, Junius, Rainfarru G, 1343, Metallifchgrau ; auf den Oberflü- geln am Hinterende eine tieffchwarze Querlinie vor den Franzen, und ein fchräger weifser Strich vom Auffenrande an den Innenwinkel, Tinea tanacetella. :Wolnort: an den Blüthen des Rainfarrn, Flugzeit : Julius. Anm, Die Flügel faft eingerollt, fehr fchmal. Länge des Infekts — 3, Viertropfige G. 1844. Schwarz; auf jedem Oberflü- gel zween gegenüberftehende gelbe Punkte. _—- Tinea minutella. Wienerverz. 140. 2.50 Wohnort : Ingolftadt. Ich fieng fie am Fenfter mei- nes Wohnzimmers, Flugzeit : May. Anm, Sie ift mattfchwarz oder fätt rußig; über die hintere Hälfte der Oberflügel geht ein gelber, in der Mitte untel=- Gemeinmott« 123 Cd Unterbrochener, Querftreif. Sie ift fo klein eben nicht, als der Name anzuzeigen fcheint: die Länge des Oberflügels, die Franzen mitgerechnet, — g/l, Neblichte G, 1845. Trüb afchengrau: der Hinterrand der Oberflügel dunkler mit einem lichtern Querfiriche, eine angefangene fchmale Binde . vor der Längehälfte fchwarz. Tinea nebulella. AWienerverz, 140, 2. As Heimat: um Ingolftadt. rg Flagzeit: Junius , Fulius. Anm, Lang 3 ıf2'“. Durchaus afchengrau, Die fchmale Binde am Rande der Oberflügel noch vor der Hälfte der Flügellänge ift eigentlich aus zween, etwas in die Quere gezogenen, Punkten zulammengefezt, Der After ift gelb- licht, A Frifchifche G. 1846, Schwärzliche, goldgeglättet; die Fühlhörner ungeheuer lang, “weiß, am Grunde fchwarz, “ Finea Frifchella.. Pienerverz, 140. ®. 53. Tinea fcabiofella. Sulzer Gefch. Tab. 23. Fig. 1% Phalzena fcabiofella. Scop. carn, n, 644. De Wohmort: Wiefenz; der Schmetterling felbft fizt gern auf Scabiofenköpfen, Flugzeit: May, Junius, Aum, Lang 4a ıf'9, das Fühlhorn 10%, Die Flügel fchwärzlichtbraun, vergoldet, unten fchwarz, Die Fühl- hörner vom Grunde bis an die Mitte fchwarz, dann weifs. Die Unterflügel kupferblau. X Dis a24 Gemeinmotte, RR Die Oberflügel gefpizt,, Y Dorterblumen G, 1847. Schwärzlicht goldgeglättet ; der Kopf gelbzottig; die Fühlhörner kaum fo lang als der Körper, Tinea Calthella. Wienerverz. 144. m 36. — Lin, Jaun. fuec. n. 1432, 2? Phalaena rufimitrella, Scop. car. n. 649% Wobnort : Dotterblumen, Flugzeit : May. Aum,. Um mehr dann die Hälfte kleiner als die vorige Art, weniger golden; die Unterfeite fchwarz; die Fühl- hörner kurz, fchwarz. Fufsbinden G. 1848. Die Oberflügel linienförmig, gol- den mit.drey fchwarzen Binden, die Unter- flügel golden mit zwo fchwarzen Binden, Tinea pedella. Lin, faun. fuec. m. 1433. Wohnort: in Laubhölzern um Neuburg. Die Raupe foll, nach Liune, die Blätter der Erle mi- \ ..niren. Flugzeit: Junius. Anm, Lang 2 ıf'!, Die Unterflügel beruft, — Linn fcheint nur ein Stück gefehen zu haben. Ste ufanmcn G. 1849. Die Oberfügel fehwarz: längs It | herab ein breiter, beyderfeits fehr buchtig aus= gezackter weifser Streif, Tinea fequella. Lin, faun. fuec n. 1365. Phalaena tinea pufiell, Adübner Beyer. L I, © Tab. ı, Fig, D, I-4 Phalaena Gemeinmott«& 125 »Phalaena tinea fcalacellaa Kühn. berl. Befchäft, III, 26, Tab. uishrg:i6; . ‘Tinea fcalicella, Fabr, fpec. inf. II. 294. „28. ‚ Tinea fcalella. Scop. carn. n. 654 Wohnort: auf Steinfaamen. ‚, Anm. Von der Gröfse ‚der Vogelkirfchen - Gemein« motte;.. durchaus weils: auf den Oberilügeln ein gemein- fchaftliches beyderfeits ausgezacktes Längsband am Innen« rande, und verfchiedene Zeichnungen am Auffenrande, fchwarz; die Unterflügel filbergrau, Tieffchwarze G. 1350. Schwarz mit vier gelben Punkten, . Tinea atrella. MWienerverz. 140. m. 60, Heimat: um Ingolftadt. Flugzeit : Juniuse Anm, Schwarz; auf jedem Oberflügel unweit des Hine terrandes zween mattgelbe Punkte in fchiefer Richtung, Silberfrich G. 1851. Bleygrau; Kopf und Bruftrü- cken fchneeweißs; die Obeiflügel mit Silber- ftrichen; die Fühlhörner am: Grunde gebartet, Phyfs Auff. 170. . ® Tinea pennella. HWienerverz. 140. n, 64. Wohnort : auf Wiefen , um Neuburg,i .> Flugzeit: Junius. i Münchnerifche G. 1852. Schwärzlicht filbergrau ; die Oberflügel lanzettförmig, einfärbig Ichwarz, Tinea monacella. ' Heimat: um München, Flugzeit: Junius. | Anis 126 Gemeinmotte »..* Anm Länge der Oberflügel — 2 ıf/!, : Die Ene den der Füfse faft völlig filberweifs, Weidenröschen G. 1853. Roftgrau mit drey bräun« lichten Querftrichen; der Kopf weißlicht, Tinea epilobiella. Wienerverz. 141. n. 56, } | Wohnort: am grofsblumigen Schotenweiderich, an deffen noch nicht blühenden Zweigen die Rau< pe die obern Blätter unordentlich zufammen« fpinnt auch wohl umbeugt. | Die Verwandlung geht zwifchen eben die= fen Blättern vor fich, Flugzeit : Auguft, a Anm, Kaum 3 Jang. Die Oberflügel ftumpf; die Unterflügel bleygrau, fehr fpizig, am Auffenrande flark ge= franzet, Heckenkirfchen: G. 1854. ‚Schattenbraun: längs der Oberflügel . ein gemeinichattlicher ‚beyderfeits gezähnter weifslichter Streif, Tinea xyloftell.. HWVienerverz, 137. N. 54. Röfel Inf. I. Cl. a. pap. nodl, Tab, 10, - Wohnort: Heckenkirfchen, Schlehen. Flugzeit ., Julius. url # Reiche G. 1955. Die Oberfügel am Grunde, filbern, dann golden mit zween Silberlecken am Auls fenrande,. | | Tinea locupletell. Wienerverz, 141. m. 7Ie Wohnort: um Ingolftadt. Flugzeit; Junius. | Anm. Lang 2 ıfal!l, Der Leib allenthalben, auch Kopf und Fülse, filbern; die Unterflügel fchwarz, Die Obere - Gem einmotte 127 Oberflügel lanzettförmig, filbern, aber dies Silber verliert fich um die Hälfte allmählig in Gold; im goldenen Theile am Auffenrande zwo filberne kleine Makeln, Bleichfleckige G. 1856. Blank bräunlichtichwarz : ein fchiefer unvollendeter Querftrich am Grun« de, ein Punkt an der Spize, und der Hinter« rand bleichgelb. Tinea acceflella. HVienerverz. 141. m. 74. Heimat: um Gern. Der Schmetterling hält fich viel auf Scabiofenköpfen auf. Flngzeit: Heumonat, ‚Anm, Lang 3 ıf2'!", Auch der Halskragen mit einer bleichen Binde. Die Flügel fpielen auf braunfchwarzem Grunde in Gold. Wann die Motte alt ift, = bleichen oo die gelben Theile, ' Schlehben G. 1357. Die Oberflügel etwas ae braun. grau, mit kurzen dunklern Strichelchen. , Tinea pruniella. Lin. faun, fuec. m 1386. Wohnort: auf Schlehenftauden, Anm. Sehr klein; etwa fo lang als ein Roggenkörn« chen, aber vom Körpergehalte kaum über die Hälfte der sröfsern Bälgleinklappe. Leuwenhoecks G, 1958. Metallifch glänzend fchwarz; die Oberfügel oben tieffchwarz: ein oranien- gelb goldener Geradfirich von drey blafsgolde- nen Binden unterbrochen, Phyf Auff. 221. Tinea Leuwenhoekella, Fabr. mant, II, 252. n. 125, Heimat : bey Weihering, Flugzeit ; Julius, Korn 128 Gemeinmoftte Korn G, 1859. Silberweifs- mit braunem Kopfe,; und | fchwarzen Flecken und Stäubchen auf den Oberfügeln, Tinea granella, Wienerwerz. 121. n. 77. — Gefner Zürch, Abb, I, 256. TInb, ı. Röfel Infx I. Cl, 4. pap. nodl, Tab. 12 Wohnort: aufbewahrtes Getreide, vorzüglich Roggen. Flugzeit: May, Junius, RC * Schnauzenios, _ * Mit gerundeten Oberflügeln, Swammerdams G. ı860., Die Fühlhörner fehr lang; die Oberflügel blafs meflingfarben. Tinea Swammerdamella. Pienerverz. 141, n. 2% Wohnort: Hecken ; um Ingolftadt. Flugzeit : May. Anm. Lang 4 ıfa!!l, Wachskuchen G. ı361. Die Flügel grau? die obern hinten röthlicht grau; der Bruftrücken fchwarz, am Ende weiß. Tinea mellonella. Fabr. fpec. inf. II. 296. m, 36, Reaum, Inf, III ı. Tab. 19. Fig. 7-9. Wohnort: in den Wachskuchen der Bienen. Tapeten G. 1862. Der Körper fchwärzlicht: die Stirne weifs ; die Oberflügel zur vordern Hälfte matt- fchwarz , zur hintern weifs mit fchwärzlichten. Flecken gefchecket. Tinea Gemeinmotte® 129 Tinea tapezella,. Mienerverz. 142. #. 1» ZZ Lm Faun, fuec. n, 1414. | La teigne bedeaude & tete blanche. Geoffr, paris, IL 187° 12, 13. Reaum, Inf. IIl, Tab, 20. 122 I-4 Wohnort: Tapeten, Flugzeit : Junius. Anm. Der Körper fchwarzgrau, vorne fatter, die Af- terfpize und die Stirne weißs ; die Füße weißlicht:; die Fufsblätter weifs und fchwarz geringelt. Die Oberflügel am Grunde.bis faft zur Hälfte ganz fchwarzgrau, die übrige Hälfte weils: am Hinterrande fchwärzlichtgrau mit einer braungelben Makel amı Auffenwinkel; ein fchwarzer Fleck an der Mitte des Auffenrandes, und die Gegend herum ge= trübt,. Die Unterflügel reinfchwärzlicht afchengrau. Sammetfchwarze G. 1863, Durchaus fammetfchwarz; die Oberflügel {chmal , gerundet, an den Adern behaart, ; Tinea walofellas i Wohnort: zu Ingolftadt. Ich fieng fie 1791. den 19. May am Fenfter meiner Bibliothek, Anm. Durchaus tieffchwarz ; nicht ganz 3! lang... Sie trägt die Flügel dachförmig, die nicht mit Schuppen, fondern mit Haaren, und zwar blos an den Adern, be- deckt find; der Saum ift mit gleichen , aber längern, Haa- ren eingefa t, Auch die Hinterfüfse find mit Haaren ge» franzet, Kleinfte G, 1864. Bleyfarben;_ ein weißser Querfirich über die Oberflügel, Fauna boica. 2. B. 2, Abth, | I Tinea 130 Gemeinmott« Tinea exiguella, Fienerverz, 143. m, 2Is Wohnort: im Lendinger Holze nächft Ingolftad«s Flugzeit: May. Anm. Kaum etwas länger als ein großer Flh, *:® Die Oberflügel gefpizt, Degeers G. 1865. Die Fühlhörner fehr lang; die Ober- Aügel güldifch braunfchwarz, mit einer Gold- binde, Tinea Degeerella. Lin. faun fuec, n, 1333. Wohnort : Laubhölzer, Flugzeit, Julius, Anm, Höchft ähnlich der folgenden Art, aber die Fühlhörner fehr verfchieden. Sulzers G. 1866. Die Fühlhörner mittelmäfßsig, länger als der Körper; die @berflügel braun mit Goldfchimmer : eine gelbe Binde, Tinea Sulzella.. Wienerverz. 143. m 23 * «Wohnort: Wiefen, | Anm, Lang 2 ıfj'!!; aber die Länge eines Vorderfiüs - gels — 3 1/3’, und die Länge eines Fühlhorns nur 4’, da fie bey der vorigen Art noch über ı' if, .Das Infekt ichwarz mit zerftreuten Goldfchuppen; der Kopf und die Fühlhörner bis über die Hälfte bläulicht rothgolden ; die . untere Hälfte der Fühlhörner etwas dick, deutlich gefchup- pet, dann ungefchuppet, dünner, gegen das Ende weiß, Ueber die Mitte der Oberflügel eine gelbeBinde, die vey- lenblau SRLUP, ilt, Dotrzer- N Gemeinmotte 13X Dortermweiden G. 1867. Die Fühlhörner fehr lang; fchwarz : die Oberflügel mit Goldglanz; die Stirne weiß. Tinea Reaumurella MWienerverz, 113. m, 24. — Lin, faun, fuec, n, 1392e Wohnort: auf Wiefen, Flugzeit: Mays Gödarts G, 1868, Die Oberflügel, golden: zwo Bin- den und &rey Makeln filbern, - a Tinea Goedartella Wienerverz, 143, n, 29, Z Lin, Dit. nat. 897. m. 430% Wohnort: in Gehägen, Flugzeit : May. | Anm, Von den drey Makein eine am Grunde, eine am Auffenrande, eine am Innenwinkel, | \ Goldfrich G, 1869. Schwarz: auf den Oberflüseln ein Längsftrich am Innenrande , ein anderer am Auffenrande und eine wunterbrochene Binde golden, Tinea Schrankella. Göze Beyer, III. 4, 167. m. 284. La teigne ä bande doree et anneau blanc aux an tennes. Geoffr, paris. II. 198. m. 4% Wohnort: zwifchen Feldgebüfchen. Anm. Die Längsftriche kurz; ein weißer Ring um die Mitte der Fühlhörner, Die Motte fehr klein. Merianifche G. 1870. Die. Oberflügel ichwarzgolden mit drey Silberbinden: die erfte grundwärts, die dritte fpizewärts gebogen, io Tinea 152 Gemeinmotte -Tinea Merianella, Lin. faun. fuec, m. 1402» Wohnort: Gehäge, Erlenblatt G. 1371. Die Oberflügel golden: auf der vordern Hälfte eine Längslinie durch die Mitte und eine gemeinfchaftliche am Innenrande, auf der hintern drey Makeln am Auffenrande und zwo gemeinfchaftliche filbern (Er). Oben golden; an jedem Oberflügel ein Längsftrich, eine rückwärts vor[pringende un« terbrochene Binde, und drey Stricheichen. am Auffenrande reinweifßs (Sie). ‚ Tinea Rayella, Lin. faun. fuec. n. 1407. Phalaena chryfargyria alni. Degeer edit. galls I, 440. Tab. 31. Fig. ı - 1. — UÜeberf; I. 3. Qu. 37... Lab. 91. Big 1 = 42 Wohnort: auf der Unterfeite der Erlenblätter unter der Oberhaut, wo die Raupe zwifchen zwo Seitenribben -plözlich minirt, dabey das Zellge- webe der Unterfeite an diefer Stelle aufzeh- tet, aber das der entfprechenden Oberfeite ver- fchont, das dann fortfährt fich zu ernähren; dadurch wird aber die Oberfeite dort gewölbt, und das Oberhäutchen der gegenüber liegenden | "Seite bildet eine lofe Falte, was dem Räup- „.ghen freyen Spielraum verfchafft. > Der Schmetterling ift.2/* lang, hat dach- förmige Flügel, die Füfse und die körperlan- gen Fühlhörner find oben fchwarz, unten fil- bern; die zwo vordern filbernen Gemeinma- keln find rautenförmig, und die vordere Auf fenrandmakel fezt weit ins Flügelfeld hinein. Das Gemeinmott®& 133 Das Weibchen ift etwas verfchieden: es hat kein Silber, fondern dafür Weils. Ueber dem Bruftrücken am Flügelgrunde ein fchmaler weißer Strich; auf jedem Oberllügel ein wei- fer Längsftrich vom Grunde bis an das Ende des erften Drittels, dann zween fchiefe gegen den Hinterrand geneigte Striche: einer vom Innenrande , einer vom Auffenrande, gerade gegen über, aber in der Mitte,=wo fie fich begegnen follten, !affen fie aus; hinter diefen drey Binden, die-nicht ganz an den Innenrand reichen: alle reinweifs; auch haben alle weiße, Linien eine fchwarze fchmale Einfaffung. Die 'Fühlhörner nicht ganz von der Länge des Körpers, Weifsdorn G. 1872, Schwärzlicht bleyfarben ; die Fü fe und Fühlhörner trüb roftgelb, Tinea fpinella, / | Wohnort : auf den jungen Blättern des Weifsdorns, Anm. Sie gehört in die Familie derjenigen Motten, die fich aus den Blatthäuten einen fat walzenförmigen , an einer Seite etwas fchneidigen Sack mit einer dreykantigen Oeffnung bilden, und die Resumür (b) Blattmotten nennt, REN Länge des Infekts — all, a Beyftrich G, 1873. Schwärzlicht mit gelblichten Zeich- nungen auf den Oberflügeln. | Tinea commatella. | ‚ Heimat: zu Ingolftadt; fie kam mir des’ Nachts im Julius durch das offene Fenfter ins Zimmer. ig Anm, 134 Gemeinmotte Anm, Nur 5/4”! lang, nicht dicker als ein etwas dicklichter Beyftrich; durch das zufammengefezte Mikro- skop gefehen, hat fie ein etwas zottiges Anfehen, Die Füfse find nackt und gelblicht, der Leib dünn behaart, und beruist gelblicht, *: D. * Noch unbefimmte Familie, Aufser den angeführten Motten fah ich noch einige andere, die ich um der Vollftändigkeit Willen anführen mufs, ‘obwohl ich fie in keine Familie ordnen kann. Die meiften fah ich doch in ihrem vollendeten Zuftande ; aber fie waren zu klein, um nicht durch die Aufbewahrung feibft zu leiden, oder ich konnte fie gar nur in der vol- len Freyheit beobachten und befchreiben: in beyden Fäl- len war es mir nicht möglich, über die Bildung der Schnau- zen Zuverläfigkeit zu erhalten, Von einigen fah ich nur. die Raupen, | Rehfarbene G, 1874. Die Oberflügel lanzettförmig, breitlicht, oben nebft dem Bruftrücken durch- aus rehfarben ; die Bruft filbern, Tinea cervinella Phalaena cervinella. Scop. carı. 7. 636« Wohnort: am Donaumoore, Flugzeit: Junius. Weifibörnige G, 1875. Die Oberflügel lanzettförmig, | fchwärzlicht, goldfchielend, mit zwo weißs- lichten Makeln.. % Holhn- m‘ 2 Tinea leucocerella, Scop. carn n. 664% N Gemeinmotte 135 Wohnort : um Ingolftadt. Flugzeit: May. Anm, Lang ı ıf2'!, Eine Makel am Auffenrande, die andere am Innenrande. Die Fühlhörner länger als der Körper, auswärts weils. Gegenmaklige G, 1876. Schwarz; eine Auffenrand- makel am Grunde, und eine abgebrochene Binde der Oberlügel gelb. Tinea oppofitella. a, Alueita oppotitella. Fabr. Puff. entom, 670. m. 2. Wohnort : um Ingolitadt, Anm. Sehr klein. Zufaz: Sie gehört, wie mich fpätere Beobachtungen lehrten, in die Unterabtheilung #%*°* der Familie B. Wilkifche. G.. 1877. Der Kopf weißs; die Flügel fchwarz mit vier.filberweifsen Binden, Tinea Wilkella. Lin. faun, fuec. n, 1403 Heimat : um Ingolftadt, Anm. Kaum eine Linie lang. Allee G, 1978. Die Flügel gerundet; die obern mit wechfelweifen fchwefelgelben und kupferro= then faft viereckigen Flecken, Tinea alleella. Narurf. IX, 106, Tab, 2, — Fabr, See. inf, Il. 509% Heimat > um Gern, Anm. Die kupferrothen Flecke mit Silber eingefaßt, Schnmeeköpfige G. 1879. Kopf und Bruftrücken weils; ‚die Oberflügel einförmig gelb, 14 Tinea 136 Gemeinmoötte Tinea lucella. Alucita lucella. Fabr. fpec. inf. Il, 667. n. 4. Heimat: bey Gern, | Anm, Ich fah fie nur einmal, und in der Freyheit. Weifsgürtlige G. 1880. Die Flügel flach, fchwarz: eine filberne Geradbinde auf den obern. "Tinea cinctella, Lin, SR. nat, 891. 1. 390% Heimat: um Ingolttadt. Anm. Ich fah fie nur einmal im Juiius in einem Ge= büfche, Sie ift etwa 2!’ lang. Flieder G. 1881. Die Fiügel fichelförmig aufwärts ge- “bogen: die obern gelblichtgrau mit weifslich- ten Fleckchen und Strichelchen, Tinea fyringelia. | = Tinea Denifella. Neu München. Abb, II. 387, Wolmsrt: unter der Oberhaut der Fliederblötter, die fie pläzlich minirt. ; Ranpenzeit : April, May: } Bogenftrichige G. 1832. Weifsz, die Flügel faft ge- rollt; -am Grunde der obern ein Längsftrich und über die Mitte ein Bogen blafsbraun, Tinea arcella. Fahr, gen. inf. p. 295. ° | Heimat : um Ingolftadt, in Gebüfchen, Flugzeie: Auguft, E Anm, Die beyden Bogenfchenkel fchliefsen ein eyför- 2 miges Feld, jedoch unvollkommen , ein. "Der Schmetter- ling etwa 3“ lang, : Schwarz- Gemeinmotte 139 Schwarzdorn G. 19893. Bräunlichtgrau: auf den Ober- flügeln ein Längsitrich und der Hinterrand weiislicht. Tinea oxyacanthella. _Fabr, mant, II, 242. n. 22. Wohnort; um ingolftadt; auf Schlehenftauden? Da flog fie, | | Flugzeit : May. Gefchmackvolle G, 1884. Die Oberflügel nelken« braun: eine Gemeinbinde und zween Mittele fiecke auf jedem reingolden. Tinea fpeciofella, Heimat : um Ingolftadt. : Flugzeit: May. Anm. Nicht größer als Tipula hirta; ich konnte fie daher nicht fangen, um fie näher zu unterfuchen. Sie hat die Geftalt eines Spinners- mit dachförmigen Flügeln. Die Oberflügel haben die Farbe, wie des Dornfalters von der Rochneffel ; unweit des Grundes durchzieht fie eine fchma= le Binde, und im Mittelfelde jedes Flügels befinden fich zween grofse Punkte, alles fehr feingolden, ; Kienfproffen G. 1835. Die Flügel roftgelb und filber- | . weils bunt; der Bruftrücken dottergelb, +, Tinea turionella, Lim faun. fuec. n. 1420. Wohnort: in den neuen Kieniproffen, um Neuburg, wie ich aus Amtsberichten fehe, Eichel G. 1986, Die Flügel aufliegend: die obern bräunlichtgrau, braun gewölket. Te Tinea glandella. R Reaum, Inf. IL, 2. 326 a Wohnung 138 . Gemeinmatte Wohnort : in Eicheln. Flugzeit: Julius. Anm. Die Raupe bohrt fich bald nach dem Eichelfalle aus und geht in die Erde, fich zu verpupen. Ich fah den Schmetterling. felbft nicht, aber wohl die Raupe, Hafel G. 1837. - - - T, Avellanella, Wolmort : unter der Blatchaut der Hafelftande, Raupenzeit : September „ Oktober. Anm. Ich. habe diefe Art verfchiedene Male zahlreich bis zur Pupe gebracht; ich war aber allemal auf dem Lande, und vermuthlich litten die Pupen durch das Fah- ren in der Nachhausreife: ich brachte nie einen Schmettere ling aus. Die Raupe minirt pläzlich , faft fo wie die Erlenblatt- Gemeinmotte, Schlingenbaum G. 1888. - - - T. Lantanella, Wohnort: auf der Unterfeite der Schlingenbaums blätter. Anm, Den Schme ne kenne ich nicht, Die Raupe minirt auf der Uhnterfeite der Biätter einen länglichten Fleck zwifchen zwo Nebenribben des Blattes, däs dann dort eine Falte macht. Ausgewachfen fpinnt fie fich an eben der Stelle unter der minirten Oberhaut eine weilse feinfeidene Hülfe, in welcher fie ich verwandelt; aber häufig erhält man ftatt der Motte einen Raupentödter, Weiderichblart G, 1889. - - T. clandefinella, Wolmort: in den Blättern des grofsblumigen Scho- tenweiderichs. Anm: Geiftchen 139 Anm, Die Raupe minirt einen mäfligen eyförmigen Fleck unter der untern Oberhaut des Blattes; fie greift das obere Nez gar nicht an, daher man auch keine Spur von einem Minirräupchen findet, wenn man nicht gerade die untere Seite unterfucht. Die Verwandlung geht unter eben demfelben Oberhäutchen vor fich. Die Pupe ift ichr hell fchildkrötenbräunlicht. Rofenblart G. 1800. =. -\T. rofella, Degeer Ueberf, I. “ ‚Quart, 41. Tab, 3ı. Fig. 1%, - 21. Ä Wohnort: unter der Oberhaut der Rofenblätter, welche die Raupe gangweife minirt. - Raupenzeit; Herbil. Anm, Die Raupe har ı8 häutige Be aber gar kei= ’ne hornartigen Bruftfüfse. Beilchen Dreyfireifiges G. 1891. Die Oberflügel fichelförmig, braun, zweylpaltig, mit drey weißen Quer- firichen; die Unterlügel fchattenbraun, drey- | fingerig; die Fülse weils geringelt. Alucita trichodactyla. HWienerverz, 145. m. 3, Schäffer icon. 93. n. 7, Heimat: um Gern, Winde G. 1892. DieFlügel hell mufchelbraun : die obern mit einem fchwarzen Punkte, zweyfpaltig; die untern dreyfpaltig. | Alucita ah Wienerverz.297. Tab. L Fig. 8. .Wolbn- 149 Geifttchem Wohnort ; Feldwinde, Zaunwinde, Raupe: wenig behaart, meergrün, mit einem breit- “ lichten purpurnen Rückenftreife;, der Kopf blafßsgelb mit fchwarzbraunen Flecken, Graues G. 1895. Die Oberflügel röthlichtgrau, fchwärz- licht gefleckt, zweyfpaltig; die Unterflügel afchengrau, dreyfingerig, Alucita megadactyla, Wienerverz. 146. n. % Heimat: um Ingoiftadt. . Anm. Ein bräunlichter Punkt bey der Theilung der Oberflügel, ein anderer am Auffenrande. Schlehen G. 1894. Schneeweifs; die Oberflügel zwey- fpaltig „ die Untertlügel dreyfingerig. Alucita pentadactyla, Wienerverz. 146%. n.9. Röfel Inf. I. Cl. 4. pap. nodt, Tab. 5. Fig. 1-6. Wohnort: Schlehendorn, Pflaumenbaum, Raupenzeit: May, Junius. ‚Raupe: affelförmig, uneben, mit fparfamen weg- ftehenden Haaren, blafsgrün, hellgeftreift, fchwärzlicht punktirt, gelbgerandet an den Seiten; der Kopf blafsgelb. Betrach- 143 Betrachtung über | die fyftematifche Anordnung der Sschmetterlinze. Kein Theil der sämtlichen Thiergefchichte ift noch von fo vielen Beobachtern ftudieret worden, als die Naturge- fchichte der Schmetterlinge; dennoch hat man die fyftema- tifche Anordnung in keinem Theile mehr vernachläfiget , als gerade in diefem. Linn kannte in diefer ungeheuren Abtheilung nicht mehr als drey Gattungen! Papilio, Sphinxe und Phalaenı, Um in fein endlofes Verzeichnifs der dahin gehörigen Arten einige Erleichterung zu brin- gen, fah er fich wohl genöthiget, Artenfamilien zu er denken, und weil auch diefe in der lezten Gattung, der artenreichften aus allen, nicht hinreichten, fammelte er -diefe Familien in einige größere Haufen, denen.er befon- a dere 142 Betrachtungen dere Namen, und diefen deutlichere, beffer begränzte; Beftimmungen gab, als bey den übrigen Familien nicht ge- ' ‚fchehen war. DBombyx, Nodun, Geomerra, Pyralis, Tortrix, Tinea, Alucita, find deutliche Namen von Gat- tungen, und die Kennzeichen, welche, er dafür angiebt, find wohl eben fo gut, als die Kennzeichen, welche er von manchen Käfergattungen angegeben hatte, Es fehlte nur noch ein Schritt, diefe grofsen Familien für das zu erklären, für welches er fie ftillfchweigend wirklich zu halten fchien, für Gattungen, Ich weis gar nicht, was ihn mochte abgehalten haben, diefen in der That gar nicht gewagten Schritt zu thun, Hr, Fabricius kam, und that ihn, Er that noch mehr. Die Gattung Spbinx theilte er in drey neue Gat= tungen ab, Spbinx, Sefa und Zygaena, und aus der gro-= fen Linnäifchen Phalänenfamilie Tinea machte er zwo Gat« tungen, Tinea und Alucita, indem er die Gattung der Geiftchen mit dem Namen , Prerophorus belegte. Auch von der Linnäifchen Noätua fönderte er die Schmetterlinge mit Ichwachgekämmten Fühlhörnern saus MM Aeleupen unter dem Namen Hepialus ab. Da fich fein Syftem lediglich auf die .Mundtheile und die Fühlhörner, befchränket, und der Bau der erftern we- nig Verfchiedenheit an die Hand giebt, fo wars freylich nicht wohl möglich ,„ auf diefem Wege die nöthigen An«= gaben für viele Gattungen zu erhalten. Gleichwohl wä=« zen auch nach diefer Methode noch manche weitere Zer« f ällungen in mehrere Gattungen möglich gewefen. Es if z. B. gewils, dafs verfchiedene Spinner und Eulen faft zungenlos find; das Dafeyn oder der Mangel eines fo we= Sentlichen über die Schmetterlinge 143 fentlichen Organs, welches Hr. Fabrieius bey den wefpenartigen Infekten allemal forgfältig bemerket hat, if doch wohl ohne Vergleich ein erheblicheres Kennzeichen, als die Kolben - oder Beilform des Endes der Frefsfpizen, oder die um Eins grötsere oder kleinere Anzahl der Glie- der an denfelben ,„ oder eine Haafenfcharte an der ‚Unter- lippe. Nicht überall haben die Bärte oder Schnauzen ei- nerley Bau; nicht überall find fie von derfelben Anzahl, Die weitere Zerfällung diefer noch immer ungeheuern Gattungen ift alflo möglich. Sie ift aber auch dringendes Bedürfnis. Die Angaben der Kennzeichen bey den Arten werden mit jedem Tage fchwankender, weil bey dem gro= fen Fleifse unferer Sammler mit jedem Tage neue Arten hinzukommen; und für die Trivialnamen finden fich in unfern dickften Wörterbüchern bald keine Worte mehr, Dem erften Bedürfniffe hat man dadurch abzuhelfen ge= fucht, dafs man diefe grofsen Gattungen in verfchiedene Familien vertheilte, von welchen man deutliche Kennzei= chen feftiezte. Oder man theilte fie in Horden ein, und gab den Horden weitere Unterabtheilungen, die gleichfam fo viele Familien der Horden find. | Beyde Methoden find aber bey ihren unverkennbaren Vorzügen nicht ohne eigene Befchwerlichkeiten. Macht man die Familien zu klein und artenarm, fo laffen fich die dahin gehörenden Schmetterlinge wohl allerdings in einer gefchmackvollen Ordnung in der Sammlung aneinander rei= hen, aber die Gränzlinien der Familien können nicht fcharf genug gezogen werden. Dadurch laflen fie, wenn nicht einige zufällig fehr auszeichnend find, den, welcher einen ihm bisher unbekannten Schmetterling auffucht, in Un- gewils- 144 | ‚Betrachtung, gewifsheit, ob er auch die rechte Familie getroffen habe, Dies gilt von den Eulen und Spannern noch mehr als von den Spinnern, obgleich auch bey dielfen manche Familien, ohne dafs man fich bereits eine beträchtliche Uebung ver« fchaffet habe , fchwer genug zu errathen find. Macht man fie aber nach den Angaben deutlicher und ftandhafter Kenn- zeichen grofs und fcharfbeftimmt, warum fchleppt man fich ferner mit dem Familiennamen, und nennt das, was man gemacht hat, nicht eine abgelönderte, für fich befte= hende Gattung ? | Die andere Methode ift eigentlich das, was Linne eine fynoptifche Darftellung nennt, und was man fonft bey’ andern Gefchäften eine tabellarifche Darftellung zu nennen pflegt. Sie ilt vortreffiich, um eine grofse Menge von Gegenftänden gleichiam auf einem einzigen Blicke zu überfehen , aber fehr unbequem zum Auffuchen; fie if vortrefflich zum Vortrage, indem der Lehrer vom allge meinen auf das fonderheitliche fortgeht, aber es ift {chwer, diefen Weg zurück zu gehen, weil gerade in dem fonder= heitlichen Stücke keine der Eigenfchaften liegt, welche dazu dienen könnte, an die Synoptiiche Ordnung zu er- innern. x Eigentlich befteht die Befchwerlichkeit der Synopfe nur darin, dafs man fich auf eine Menge Dinge erinnern mufs, wozu man kein finnliches Hilfsmittel vor Augen hat. Die Schwierigkeit liegt nur in der Darftellung , nicht | . in der Sache felbft. Ein Beyfpiel mag das Gefagte erklären. Hr. Borkhaufen legt bey den Schmetterlingen die ‘drey bekannten Linnäifchen Gattungen, nebft den grofsen Abtheilungen der lezten ebenfalls als Gattungen betrachtet, zum über. die Schmetterlimge, 145 ; zum Grunde; jede Gattung. theilt, er „in Horden,. jede;, Horde in Familien, diefe zuweilen in Linien, und. diefe,: oder unmittelbar die, Familien ,-. in -Arten. Der Rof-gras- » falter z. B, ift. eine, Oreade, welches d’e viere Familie. der Nymphalen ift, die die erfte Hörde der Falter ausma= , chen. Sezt man die Charaktere des Falters, der Nympha- le, der Oreade überall befonders an, fo mufs ich bey. ar ” i * : * , ) Vergleichung des Stücks, das ich vor mir habe, che ich noch wegen der Art nachfchlagen kann, drey verfchiede- ne, ziemlich zufammengefezte , Beg:iffe aus eben fo vie« len Stellen des Buches zufammenlefen : den Begriff des Fal- ters, der Nymphale und der Oreade. Man feze aber die _ wefentlichften, den wenigften Ausnahmen unterworfenen , Beflimmungen diefer dreyerley Begriffe zufammen, und . fchreibe den Namen Oreas bey, fo hat man eine Gattung. Das mühefame Zufammenfuchen der auf verfchiedene Seiten zerftreuten Kennzeichen wird dem Lefer erfpart, und. zween Nametı , die fein Gedächwmifs nur vergeblich be- fcehweren, Papilio und Nymphalis , fallen weg. Aus diefer Urfache haben die Botaniften von jeher die fogenannten natürlichen Pflanzenfamilien in viele künfts liche Gattungen getrennt: ‚denn was bey dem Entomolo- gen Papilio, Bombyx, Noctua, Tinea ift, das ift beym Botaniften Gramen, Calamaria, Afperifolia, ‚Stellara, Wirk«.: lich ift Lycopfs pulla von Anchufa offeinalis weniger. ver- - fchieden, als Papilio Hermione vun Papilio Machaon.,. Da- her wird man auch wohlkhun, wenn man im Deutfchen die bereits üblich gewordenen Namen Falter, Spinner, . Eule, Motte u. f. w., als Namen. der Gattungsfamilien . beybehält, und nur durch einen leichten Zufaz zu Namen Fa auna boica. 2, B, 2. Abth, RK der 146° Betrachtungen der verfchiedenen neuen Gattungen erhebt, wie wir im Deutfchen Ruchgras, Kammgras, Rofsgras u. f. w. fagen. So habe ichs wenigftens bey der Gattungsfamilie der Fal- ter machen zu müffen geglaubt, wo ich Dickfälter , Edel=« falter , Stuzfalter u. f, w., zu Gattungsnamen “chuf, Man denkt vielleicht, es liege wenig daran, ob man diefe Neuerung belieben, oder ob man es beym Al ten laffen wolle. Ich bin anderer Meynung.. Man hat den Himmel und die Hölle des Heidenthums geplündert, alle Helden wider und für Troja vorgeladen, die ganze übrige heroifche Gefchichte in Requifition gefezt, und alle Idyllendichter durchfucht, um die Schmetterlinge mit Na- men zu verfehen. Durch die Menge diefer ganz willkür= lichen Trivialnamen geht aber der Zweck völlig verloh- ren, den man anfänglich dabey gehabt hatte, durch die Seltfamkeit der Benennung dem Bilde des Gegenftandes ei- nen lebhaftern Eindruck zu verfchaffen. } Die viel beffern deutfchen, und zum Theile auch la- teinifchen , Benennungen „ die man entweder von einigen an dem entwickelten Infekte wahrgenommenen Eigenheiten, oder vom Futter der Raupe entiehnet hat, werden eben fo fchwankend. Man hat wohl wenigftens zwölferley Spinner, die ihr Futter von der Eiche nehmen, So vor- trefflich aber, fo lehrreich die vom Futter hergenomme- nen’ Namen der Schmetterlinge find (die beften aus allen), fo fchwankend werden fie, wenn man fich in diefem Falle mit Synonymien fchleppen mufs: denn die Worte Truff- . eichen, Kahneichen, Schmwarzeichen u. f, w., heifsen in ge= genwärtigem Falle doch weiter nichts als Eichen, fo fehr verichieden, und So wenig gleichgiltig ihre Bedeutungen N jonft über die Schmetterlinge, 147 font auch feyn mögen. Da hätten wir denn zehn bis zwölf Eichenfpinner , von denen keiner dem,,andern gleicht , und bey denen ihre Trivialnamen um nichts bef fer" find, als wenn man fagte: Eichenfpinner Num, 1; Eichenfpinner Num. 2, u. f. £ RR Aber, ganz anders verhält fich die ke wenn diefe verfchiedenen Schmetterlinge ‘nicht mehr ‚von einerley Gat- tung find. Der Pelzfpinner der Eiche (Lafocampa Qunercus —. Bomb. Quereu:) wird nun nicht mehr. mit dem Streck- beinfpinner der Eiche (Laria :nivofa — Bomb. nivofus) verwechfelt: werden können; und die Benennungen eines Augenfpinners vom Schwarzdorne (Sazurnia Spini — Bomb. Spinzi), oder eines Augenipinners der Büche ( Saturnia Tau — Bomb. Tan) werden ganz andere Begriffe gewäh- ren, als dieBenennungen eines Sichelfpinners vom Schwarz- dorne ( Drepana Spinula — Bomb. Spinula), oder eines Sichelfpinners der Büche ( Drepana Hamula — Bomb. Ha« mula ). Diefe Betrachtungen bewogen mich, nicht nur nach dem Vorgange des Hrn, Fabricins die Linnäifche Gat- tung Sphinx in mehrere Gattungen zu trennen, und feinen Hepialus als eine eigene Gattung, jedoch mit einiger Ver« änderung, anzunehmen, fondern auch den von ihm unzer= theilt gelaffenen Linnäifchen Papilio in mehrere Gattungen zu zerfällen, Gerne hätte ich dies auch bey den folgen- den großen Familien gethan; allein ich gefiehe es, dafs es mir dazu an den nöthigen Beobachtungen fehle. Der Ge- danke, dies für die Schmetterlinge zu thun, was man für alle übrigen Infekten fchon lange gethan hat, entftand erit in mir bey der lezten Bearbeitung diefes Stückes mei- Ka ner 148 Bstnachtungeyäüber. Sr ner Fauna, im Winter, wo ich. gar keine andere zuverläß fige Hilfsquelle haben konnte, als meine gar nicht ftarke Sammlüng. Bruchftücke hätten fich wohl angeben laffen, die aber dadurch die Gattungsbeftimmung ‚des Reftes noch zweydeutiger gemacht haben. würden, Es war ohnedies nicht in meinem Plane, ein Syftem zu bearbeiten ; nur die Thiere eines befondern Landes aufzuzählen,, war meine Ab- ficht, das mufste wohl mit Ordnung gefchehen, aber diefe Ordnung konnte durch jedes bereits eingeführte Sy-' ftem erhalten werden. Auf unbedingte Vollkommenheit mufs man bey dergleichen Schriften ohnehin Verzicht thun, bey denen es immer etwas auszufeilen geben wird, fö lange die Natur Beobachter haben wird. Unterdeffen mögen zu weiterer Bearbeitung diefe Bruchftücke hier folgen, wo fie abgeföndert ‚und aus dem Ganzen enthoben , da ftehen, und eben darum keine Verwirrung Und Undeutlichkeit veranlaffen können. Spin- ‘ de Pr RRGN * x dc hr > u er Ai , n = 5 h 149 Spinnerförmige Schmetterlinge. Lepidoptera bombyciformia, / Augenfpinner. _ Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: beide Saturnia, Reihen faft in EReHey Fläche ver- breitet. Zunge: fehlt. Aaaaın: zwo, behaart Flügel: dicht befchuppet, in der Ruhe aufiiegend, ziemlich verbreitet: die obern breit. us, ii Raupe; nackt, walzenförmig, mit bor- ftig geftirnten Warzen, | Hieher rechne ich die Familie B, des Wie- ‚nerverzeichniffes nebit dem Bombyx T, aus der vorhergehenden Familie. Alfe 1,>Saturnia Pyri. "Bombyx Pyri meiner Fauna n, 1420. s. Saturnia Spini. N | Bombyx Spini meiner Fauna n. 1421 3. Saturnia Carpinis "= Bombyx Carpini meiner Fauna n, 1422, 4. Saturnia Tau. | Me Bombyx Tau meiner Fauna n, 1419. K3 Seiden- 159 Spinnerförmige Schmetterlinge, Seidenfpinner. Füblhörner : zweyreihig gekämmt: die Bombyx.. Reihen gegeneinander eingerollt. Zunge : undeutlich, Schnauzen: Zzwo, zottig. Flügel: in der Ruhe fchwach abhangend, ungefchloffen, Ranpe: völlig nackt, vorwärts flark ver- fchmächtiget; der Kopf klein. . Hlieher ziehe ich: ı. Bombyx Mori meiner Fauna n. 1415. 2, Bombyx verficolor meiner Fauna. n. 1416. Streckbeinfpinner. Fühlhörner : zweyreihig gekämmt : die Laria, Reihen gegen einander geneigt, Zunge: äufserft kurz. Schnauzen: zwo, behaart. Flügel: dichtbefchuppet, in der Ruhe ‚dachförmig: die obern länglicht.r Füfse: in der Ruhe die vordern flark vorgeftreckts die Schenkel zottig. ‚Raupe: pelzig: die Haare..(meiftens) an r __ verfchiedenen Stellen in Büfcheln ge=» fammelt. Hieher ziehe ich die Familien D, G und H, des Wienerverzeichniffes ;, namentlich ı. Laria nivofa. ; Bombyx -nivofus meiner Fauna n. 1425. 3. Laria Salicis. Bombyx Salicis meiner tes tt. 14266 3. Laria chrylorrhoea, Bombyx chryforrhoeus meiner Fauna n. 1427. 4, Larie "1 „Spinnerförmige Schmetterlinge, 151 4. Laria auriflua, Bombyx aurifluus meiner Fauna m, 14084 &, Laria Monacha. ? Bombyx Monacha meiner ee N. 1429 6. Laria difpar, Bombyx difpar meiner Fauna n, 1430. #, Laria pudiıbunda, Bombyx pudibundus meiner Fauna n. 1444 8. Laria abietis. Bombyx abietis meiner Fauna n. 1445, 9. Laria fafcelina, Bombyx fafcelinus meiner Fauna n. 1446 ıo. Laria Coryli. Bombyx Coryli meiner Fauna n. 1447. . Laria antiqua. | Bombyx antiquus meiner Fauna n. 1449. 2. Laria Gonoftigma, | Bombyx Gonoftigma meiner Fauna n. 1449s [ 33. Laria Anaftemofis. Bombyx Anaftomofis smeiner Fauna n. 1450 24. Laria Curtula. Die Flügel röthlichegelb : auf den obern vier weifslichte Querlinien, eine rothbraune ee Makel am Auffen= winkel, Bombyx Anachoreta. Ejper. eur, Jebmett. III, Tab. 5ı. Fig. 5. Ph, Bombyx Curtula, Lim, faun‘ fun =, 1124. Ä 15. Laria Anachoreta Bombyx Anachorera meiner Fauna n. 1451: Ka 16, Laria 152 ° Spinnerförmige Schmetterlinge, E 16. Laria Recluf. “222 2% Bombyx Reclufa meiner Fauna n, 1452. Bärenfpinner. Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: die Rei- “ Arctia. | hen gegeneinander geneigt; oder bor- - ftenförmig. Zunge: kurz, Schmauzen: ZWOs behaart, SIHEICH, Brujkrücken : : fchojflos. Flügel: feidenähniich dicht befchuppet : .die obern länglicht, ‚Raupe : dichtpelzig, mit langen wegfte- henden Haaren auf Knöpfen, Hieher rechne ich; | 2, Arcıia Caja, Bombyx Caja meiner Fauna n. 1431. 2. Arctia Hebe, Das Halsband roch; die Oberflü- gel J[ammerfehwarz mie weifs gelbgefaumten Bändern ; die Unterflügel feharlachroth, fehwarz gefleckt. .n Bombyx Hebe, Hienerverz, 5. n. 2, _ Ef $ per europ. Kamen III, Tab. | x Arctia Hera. Bombyx Hera meiner F auna n. 1432. 4. Arctia plantaginis. Bombyx plantaginis meiner Fauna n. 1433 4. Arctia Marronula. Bombyx Matronula meiner Fauna n. 1434. 6 Arctia Aulica. Bombyx Aulica meiner Fa auna n. 1435« 7. Arctia Villica, Bombyx Villica meiner Fauna n, 1436. 8. Arctia „Spinnerförmige Schmetterlinge. 183 8. Arctia Dominula. j Bombyx Dominula meiner Fauna n, 1437. 9. Arctia purpurea. Bombyx purpureus meiner Fasingi n. 1438, 0. Arcıia 'maculola. : Die Oberflügel graubraun 5 febwarz gefleckt; die ae 'roth 5’ fchwarz gfleckt. Ph. Bombyx nuculalke Kasch Beyer. EHI. ı009, Ib, ie 11. Arctia fuliginofa. Bombyx fuliginofus meiner Fauna n. 1439. 12. Arctia grammica. b Bombyx grammicus meiner Fauna n, 1440, 13. Arctia Ruflula, Bombyx Ruffula meiner Fauna n, ‚lAtte 14. Arctia Menthaftri. Bonbyx Menchaftri meiner F auna n, 1448, 15, Arctia Lubricipeda, | Bombyx Lubricipeda meiner nn n, 1443. 16. Arctia mendica. Braungrau.(Er) .oder weiß (Sie): auf den Oberflügeln vier [ehwarze Punkte im Vierecke; die Schenkel reingelb, ‘Ph, Bombyx 'mendica. Knoch Beyer, III. 47. Tab. 2 re Pelzfpinner, Fühlhörner: zweyreihig gekämmt: die "Lafiocampa, Reihen gegeneinander geneigt. | Schnauzen: zwo, zottig , falt kürzer als der nafenfürmige Stirnfchopf. Zunge: klein, Flügel: in der Ruhe abhangend , fpiz» dachförmig, Ks Raupe: 134 Ren Spinnerförmige Schmetterlinge. „Raupe: pelzig, mit niederliegenden ver- worrenen Haaren, Hieher zähle ich: 2, Lafiocampa quercifolia, Bombyx Quercifolium meiner Fauna #, 1453. . Lafiocampa ilicifolia, ‚Bombyx ilicifolium meiner Fauna n, 1454 s. Lafiocampa Pruni. Bombyx Pruni meiner Fauna n. 1455«. 4. Lafiocampa Pini, Bombyx Pini meiner Fauna n, 1456. 6. Lafiocampa potatoria. Bombyx potatorius meiner Fauna n. 1457% 7. Lafiocampa Rubi., ‚ Bombyx Rubi meiner Fauna n. 1458, % Rn Quercus, »«Boinbyx Quercus seiner Fauna n. 1460. 0 Lat iocampa Roboris. Bombyx Roboris meiner Fauna n, 240, | 10. Lafiocampa Trifolii. | i Bombyx Trifolii meiner Fauna m 1462. s1. Lafiocampa dumetis Bombyx dumeti meiner Fauma n. 1459. ı2. Lafiocampa Rimicola , , rözhlichtgrau, einfärbig 5 auf den Oberflügeln ein weifser Mittelpunkt. Phal, Bomb. Catax. Efper europ, fchmett, 1II, Tab. 16. Fig, 1-5. 13. Lafiocampa laneftris, Bombyx laneflris meiner Fauna mn. 1463. 14, Lafiocampa Catax, | | Bombyx Catax meiner Fauna n. 1464. ; 15. Lafie- Spinnerförmige Schmetterlinge. 155 .15. Lafiocampa .neuftria.. Bombyx neuftria meiner Fauna n. 1465. 16. Lafiocampa ‚caftrenfis. Bombyx caftrenfis meiner Fauma n. 1466. ‚Gabelfpinner. Fühlhörner : - zweyreihig- gekämmt: die Cexura, Reihen‘ gegeneinander geneigt: die Enden kammlos. Schnauzen: ZWO, zottig. Zunge: äußerft kurz, Flügel: dachförmig. Raupe: ı4 füßig: der Schwanz mit zween Gabelarmen, Hieher gehörige Arten find ; 16 Cerura terrifica. Die Flügel weifslichegrau: auf den obern am Innenrande zwo Zeichnungen 5 auf den umtern eine Makel am Innenrande [chwarzs Phal. Bomb. Vidua, Koch Bor. I . 48. Tab, 2. Fig. 2 » 2, Cerura Fagi. | Bombyx Fagi meiner Fauna m. 1480, 3. Cerura Vinula, | Bombyx Vinula meiner Fauna n. 1481. 4. Cerura Furcula. Bombyx Furcula meiner Fauna m. 1482. | Sichelfpinner. Fühlhörner: zweyreihig kurzgekämmt: die Drepana, Reihen gegeneinander geneigt. Schnauzen: fehr kurz , kaum befiedert. u Zunge: fehr unmerklich, „Kopf: völlig fchopflos, Flügel ; 156 «Spinnerförmige Schmetterlinge. Flügel: fehr abhangend: die obern faft von der Breite der untern, Raupe: 14 fülsig, nackt; der Schwanz erhoben , gefpizt : die Spize einfach. Hieher gehören: | 2, Drepana Sicula. Die Oberflügel mit einem fichel= förmigen Hinterrande, roftgelb: eine Binde ocherbraun. Phal, Bomb, Sicula. Ejper europ. fehmett, III, Tab, 74 9. Drepana Falcula. Bombyx Falcula meiner Fauna n, 1483. 3. Drepana Flexula, Bombyx Flexula‘ meiner Fauna ns 1484. 4. Drepana Hamula, : Bombyx Hamula meiner. Fauna n. 1485 &. Drepana Lacertula. . Bombyx Lacertula meiner Fauna n. 1486, 6. Drepana Spinula, | Bombyx Spinula meiner Fauna :n. 1487. Eulen- nr ‘ i 1 ah 35 | we It ee NER “ ; ak Fi Fülcnförmige Schmetterlinge. ni si "su. Lepidoptera.\ Noctuaeformin, Scheckeule, Fühlhörner : borftenförmig: unten mit ei- » Poecilia. . ©. ner zweyreihig ‚feinbehaarten Richten ! Rinne, Schnauzen: zwo, fichelförmig , Kafaie,; Flügel: dachförmig: die obern etwas breitlicht. i Raupe : nackt oder fehr armhaarig , gleich-« dick. ‘ Hieher gehören : I. Poecilia Perla, | Noctua Perla meimer Fauna n, 1515, 2. Poecilia aprilina. » N Noctua aprilina meiner Fauna n. 1516, 3+ Poecilia Runica, I Noctua Runica meiner Fauna n, 1517. Kapuzeule, Fühlhörner : borftenförmig: unten mit einer Cucullia, | beyderfeits feinborftigen Rinne (Er) oder rundlicht (Sie), Schnauzen: zwo, gerad, ftarzzottig: am Ende nackter. Zunge, lang, eingerollt. & 3 Brufi 258 Eulenförmige Schmetterlinge, == Brufträcken: "mit einem fpizkappenförmf« gen Federfchopfe. Flügel: die obern lang, fchmal , lanzett« Ba. A förmig;- in der-Ruhe abhangend,: pr, = Best ""Ränpe: nackt, gleichdick. Hieher gehören: ’ohne:'alle Ausnahme die in die Eulenfamilien G und H meiner Fau- na, oder in die Eulenfamilien IT und K des Wienerverzeichniffes ae Schmet» zu! Hirenlinge, Die Eulenfamilien Mund N des Wienerverzeichniffes (K und L unferer Fauna) liefsen‘ fich etwa füglich in ei= nerley Gattung 'zufäinmienftelten, die den Namen Gemein= eule, Nous, haben könnte; eben fo glaube ich bey Vergleichung meines geringen Vorrathes aus den Familien O:und P .(in der Fauna M und’ N‘), dafs fie wohl zu- fammen eine einzige Gattung ausmachen dürften, welcher ich den Namen Hadena, Trübewle, geben würde: Ich _ bemerke von beyden diefen vorgelchlagenen Gattungen , dafs die Männchen, fo weit mir mein in dielem‘ Stücke fehr geringer Vorrath Beobachtungen erlaubt,, ‚gefranzte Fühlhörner haben: deütlich..find. bey einem Stücke, das ich vor mir habe, diefe Franzen Kämme;; aber bey andern fcheinen es nur Haarfranzen, oder höchftens' feine Bürften- kämme zu feyn. Die Familie X des Wienerverzeichniffes (unfere Fao milie V) könnte eine eigene Gattung geben, die ich, weil meiftens die untern Flügel fchöner als die obern find, Ca- zocala, im Deutfchen fchlechtweg Prachreale, nennen würde, Aber ich denke, dafs ZU diefer Benennung wohl auch 2 Eulenförmige Schmetterlinge, 159 auch die vorhergehende Familie Anfpruch machen könnte, von welcher ich keine Raupe, und nur ein Paar Eulen=! arten felbft beobachten konnte. Sogar über die Arten der’ Familie X glaube ich nicht Beobachtungen genug beyfam-' men zu haben, um nur halb und halb. leidentliche Cha= ractere anzugeben; | 5 Endlich glaube ich, dafs man die beyden lezten Fa- milien, davon die Raupen zwölffüfsige Spannraupen find, wohl in eine gemeinfchaftliche Gattung verbinden könnte; aber eben die Hindernifle , welche ich bey. den beyden vorigen Familien beklaget habe, fühle ich auch hier. | Weit fchwerer dürfte es werden, das nicht minder ‚zahlreiche Heer der Spanner in Gattungen zu vertheilen, Die Füßse, die Schnauzen, und die Zunge geben keine deutlichen Unterfchiede an; die Fühlhörner erlauben nur, es in zween: Haufen zu theilen, was bereits Linn ge- than hat; und fieht man zugleich auf die Raupen, fo mag man wohl aus den Spannern von zwölffüfsigen Raupen eine eigene ärmliche Gattung errichten, wodurch aber die Menge der zurückbleibenden Arten faft gar nicht vermin- dert wird, Gar nicht theilbar fcheint mir das Heer der Wickler zu feyn. Ich fand an allen erheblichern Theilen ihres Körpers keine folche Verfchiedenheit, wie ich fie für die Bezeichnung einer Gattung fodere., Auch find die mir be= kannten Raupen im Ganzen alle nach einerley Modelle ge- baut: alle find Walzen mit fechzehn Fülsen , davon aber die Bauchfü'se gegen die Bruftfüßse und die Fülse unter dem lezten Binde etwas zu kurz find, woher der diefen Raupen 160. Eulenförmige Schmetterlinge. Raupen eigene Gang feine Erklärung ‚erhält, der vorzüg-. lich dann (ehr feltfam. ift, wann. fie eilen, Ihre Sitten, find zwar nicht. genau diefelbigen durch die ganze Gat- tung, aber der Unterfchied ift doch auch eben fo gar be trächtlich nicht; ‚und die Sitten eines Thieres können kein Kennzeichen abgeben, das gefchickt wäre, Gattung von. Gattung zu unterfcheiden, i Allein, wie mir fcheint,, völlig erfchöpfen laffen fich die Zünsler und die Motten nicht, von welchen leztern ich gleich anfänglich, als gar nicht dahin gehörig, meine ‚Fe- dermotten abfondere; dafür ich ihnen aber die motienför«e migen Eulen wieder zugefelle, | Zünslers 93 16£ Bias Schmetterlinge, Lepidoptera Ryralidiformia, Vielbartzünsler, Fünlkörner : (des Männchens) ge- ‘ Poiypogon. kimmt, Schnauzen: zwo, einfach, länger als der Bruftrücken, oder gleich, Zunge: Einger ollt, Körper : fchmächtig, Raupe: -'-.2.20 Hieher gehören: 2, Polypogon barbalis. Drausgran:. auf den Ober- flügeln eine Binde und ein Punkt olivenbraun, auf allen ein weıfslichter Querflrich. Pyralis barbalis, dlübuer Zünl, » m 5, Fig, 18. | ei 2. Polypogon tentaculalis. Die Flügel ocherbräun= licht, zween Querflreife -auf den unterng drey und ein Punke auf den obern Schwärzliche- braun, | Pyralis tentaculalis, Hübner Zünsl. MIO, Fig, 6, Kurzbartzünsler. Fählbörner: (des Männchens) ge- Pyralis, kämmnt, Fauna boica. 2. B, 2, Abth, L Schnan=- 162 Zünslerförmige Schmetterlinge, Schnauzen: zwo , einfach, kürzer als der Bruftrücken. Zunge : eingerollt, Körper : fchmächtig, Raupe: - => = = - Hieher gehört: 1, Pyralis pinguinalis meiner Fauna n. 1705. ' Vierbartzünsler. Fühlbörner : borftenförmig. Nymphula, Schnauzen: vier, einfach » kürzer als der Bruftrücken, Zunge : eingerollt. Körper : fchmächtig, Raupe: = - = wis Hieher gehören : 1. Nymphula potamogalis. Pyralis potamogalis seiner Fauna n. 1714, 2: Nymphula nymphaealis, Pyralis nymphaealis’ meiner Fauna n. 1715, Bürftenzünsler. Fiühlhörner: borftenförmig, unten flach, Scopula, beym Männchen gebürftet, u Schnauzen: zwo, kegelförmig. Zunge : eingerollt, Körper : fehmächtig, Raupe: el NL - Hieher gehören : 1. Scopula paludalis, Pyralis paludalis meiner Fauna Mm. 1713. 2, Scopula dentalis. Pyralis dentalis. zeiner Eon UMR Ne . 1706. Langbart= Zünslerförmige Schmetterlinge, 163 Langbartzünsler. F.:blhörner : borftenförmig, Hypenn, - Schnauzen: zway einfach, länger als der Biuttrücken,,. oder gleich, Zunge: einge rollt, Körper : fchmächtig, Raupe : >» na. Hieher gehören : 1. Hypena proboicidalis. Pyralis probofcidalis meiner Eame n 1702. 2, Hiypena roftralis, Pyralis roftralis meiner Fauna m. 1703. 3, Hypena palpalis. Die Oberflägel ocher braun : auf der hintern Hälfte eine graulichte Binde; die Unterflügel einfürbig erdgrau: ein fehwarzes & Mondchen im Mittel, Pyralis palpalis. Hübner Zünsl, 6. BE Fig. 9. Beilbartzünsler. Füblhörzer : borftenförmig. Agrotera, Schnauzen: ZWO, zufammengedrückt,, dreygliedrig: das zweyte Glied beil- förmig gebartet, das lezte dreyeckig. Zunge: eingerollt, Körper : fchmächtig, Raupe: => = = = . Hieher gehört: \ 1. Agrotera nemoralis, Pyralis nemoralis meiner Fauna n. 1719. | Kleinbartzünsler. Fäühlhörner : borftenförmig, Pyraufta, Schnauzen: zWOo, einfach, kürzer als der | | Brußrücken. L2 Zunge: 164 Zünslerförmige Schmetterlinge, Zunge: eingerollt. Körper. : fchmächtig. Raupe: Ss = = =. Hieher gehören : 7. Pyraufta cinzulalis. Pyralis cingüulalis meiner Fauna n. 1723; 9. Pyraufta lemnalis, Pyralis lemnalis meiner Fauna m, 1711. * Pyralis forfcalis fcheint mir gablige Schnauzen zu ha= ben. Beftättiget fich dies an einem frifchen Stücke, fo macht fie eine eigene-Gattung aus, fie mag Gefährten ha- ben oder nicht, Motten» 165 Mottenförmige Schmetterlinge, | a Lepidoptera Tincaeformia, | Motteneule. Fühlbörzer: borftenförmig: unten mit ei« Setina. ner zweyreihig feinbehaarten Rinne, Schnauzen: zwo, einfach, kurz, Zunge; eingerolit, Flitgel: dünn: die obern fchmal, in der Ruhe etwas eingerollt ; -die untern breit, in der Ruhe gefaltet. Körper. fchmächtig. Raupe: behaart, vorwärts und rückwärts dünner; der Kopf klein; die Haare auf Knöpfen, Hieher gehören $ z, Setina Quadra. Noctua Quadra meiner Fauna n, 150%, 2. Setira uni | $ Noctua unita meiner Fauna m, 1505% ü 3, Setina luteola. Noctua luteola meiner :Fauna n, 1508 4. Setina fororcula. h Noctua fororcula meiner Fauna n, 1506s 5. Setina complan, Noctua complana meiner. Fauna m, 1507. L3 6. Se 166 Mottenförmige Schmetterlinge. 6, Setina deplana. Noctua deplana meiner Fauna n. 1307 * 1508. 7. Setina depreffa. Alle Flügel beiderfeits bleich- febwarz , gelbgerandet, Noctua depreffa, Efper eur v2 fehmert, IV, Tab. ale, 8, Setina eborina. . 9 ‚Noctua eborina meiner Fauna n, 1509, 9. Selina aurita. Alle Flügel oraniengelb mit länge lichten fchwarzen Punkten: auf den obern in drey Querreiben, auf den 'untern am Hinter- rande, | Noctua aurita, Ejper europ, fchmett, IV, Tab, 94 Fig, |1-.2. ıo, Setina rolcida. Noctua rofcida meiner Fauna n. 1510. Iı. Setina irrorea. Alle Flügel oraniengelb: die ...obern in drey Querreihen beyderfeits fchwarz i punkeirt , unten im Mittelfelde afchengran, Noctua rofeida, E/per eur. . fehmert. IV, Tab, 94 Fig. 3. 4. 12, Setina Cribrum. Noctua Cribram meiner Fauna n. 1511. 23. : Setina pulchra. “ Noctua pulchra meiner F: auna n. 1512. 14. Setina rubicunda. Die I-lägel blafsroth: die obern vollroth gerandet , mit. zween bis drey, zum Toeile unterbrochenen fehwarzen Querzägen. Noctua rubicunda., Wienerverz. 68. n. 10. . Phal, Bombyx rofea. Ej/per europ. Sehmett, III, Tab. en EB L-.3 13. Se=- } \ Mottenförmige Schmetterlinge. 167 y3;. Setina rubricollis. Noctua rubricollis meiner Fauna n. 1513. 16. Setina Jacobaeae., : | ‚ „Noctua Jacobacae meiner Fauma'n. 1514. 17. Setina Ancilla.. Die Oberflügel braungrau mit einigen weilsen Punkten; der Hinterleib gelb: „febwarz punktirt. Noctua Ancilla, . eurap- nen, Iw. Tab, 85. Fig: ı- Fadenmotte, Fählhörner : u Nemap.»gon, . Schnauzen : zwo, fadenförmig, einfach, Zunge: eingerollt. | Flügel: fchnal , dachförmig, kaum einge» rollt Körper: fchmächtig. „ „Raupe: nackt. - - = « Hieher gehören: » Nemapogon Frifchellus. Tinea Frifchella meiner Fauna n. 1846. 2, Nemapogon granellus. Tinea granella meiner Fauna n, 1859. 3. Nemapogon Leuwenhoeckelluss ee ‚Tinea Leuwenhoeckella meiner Fauna #. 1860, 4. Nemapogon Rayellüs, Tinea Rayella meiner‘ Fauna n, 1871. Gemeinmotte. Fähllörner : borftenförmig. Tine, - Schmauzen: 4, einfach, gerade: die obern Rn kürzer. L a BER Zunge: 168 Mottenförmige Schmetterlinge; Zunge: eingerollt. | Flägel: die obern fchmal, eingerolit, er Korper: fchmächtig. Ranpes nackt => = - » Hieher gehören : ı. Tinea fuicinella meiner Fauna n. 1788. 2. Tinea luteella meiner Fauna n, 1794. 5 Tinea culmella meiner Fauna n. 1792 4« Tinea falfella meiner Fauna n, 1796. E; Schnauzenmotte, Fählharner : borftenförmig. ‚Setella, Schnauzen: 4: die obern einfach, ge= ftreckt; die untern fehr kurz, Zunge: eingerollt, Flügel: die obern fchmal, eingerolle, Körper: fchmächtig, Raupe: nackt, = = = = Hieher gehört: 1. Setella marmorella. Tinea marmorella meiner Fauna n. 1815. Sichelmotte. _Fühllörner : borftenförmig, Harpella, - sSchmauzen: 4: die untern aufgebogen einfach; die obern fehr kurz, Zunge : eingerollt. Flügel: die obern fchmal: eingerollt, » ‚Körper: fchmächtig, Raupe: 1 Te 2 - Flieher gehört?! _ RN 3. Harpellı probofcidella. | Tinea probofcidella meiwer Fauna n, 1326s Gabel- Mottenförmize Schmetterlinge, Gabelmotte, } Pluteila, » Fühllörner : borfienförmig. gablig, eingerolit. fehmächtig. eingeroilt. Schnauzen: zwo, Zunge: Körper r Flügel :; Raupe: Nac kt, an! Sr - ad Hicher gehört: 3. Plutella xyloftella, Edelmotte, Stigmella, Fühllörser: borftenförmig. Schmauzens fehlen, Zunge: eingerolit. Flügel : Körper : fehmächtig. - Raupe: nackt. RE 169 Tinea xyloftella meiner Fauna n, 1854 n die obern fehr fehmal, Tee x Ich meyne, dafs die mir nicht hinlänglich be= kannte Motte, ‘ minirt, "hieher gehöre. Vebrigens besürfen alle diefe welche die en ätter gangweife Mottenbeftim- mungen, die nur nach getrockneten Stücken ge= macht ind, noch der Berichtigungen nach frifchen, und, wo möglich, felbft erzogenen Stücken, Sollte a diefen, a: als Bruchftück „ höchft unvoll= ftändigen Entwurf mit einiger Genauigkeit ausführen , follte ich nur diefen -Bruchftücken» die nöthige Befimmtheit ge- ben, fo.würden einige Jahre dazu erfodert werden, um die nöthigen Beobachtungen zu machen. Ich lege aufrich- tig das Gefländnifs ab, die Schmetterlinge machen in der ganzen Zoologie denjenigen Theil aus, den ich am wenig- ten fkudiret , den ich am meiften vernachläfliget habe, und L5 dem 170 Mottenförmige Schmetterlinge, dem ich in der ungünftigften Lage erft. dann meine Auf merkfamkeit fchenkte, als der Entfchlußs. gefafst war, ge- genwärtige Fauna zu fchreiben, indem ich ihn, als einen ergänzenden Theil, nicht weglaffen durfte. Es foll auch diefer Entwurf gar nichts anders feyn, als eine Erklärung meiner Idee , die ich mir über die Bile dung von Gattungen bey diefer Abtheilung von Infekten mache, die man in diefem Stücke noch gar {ehr vernach- Jäliger hat Die verfchiedene Bemalung, felbf die Bildung des Hinterrandes der Flügel, kann nicht wohl zur. Bezeich- nung der Gattungen angewendet werden: fie find zu wenig wefentlich, wenigitens zu wenig merklich, mit der Oekono-= mie,de:-dahim gehörenden Arten verbunden, Man hat in vie= len Käfergattungen Arten mit abgeituzten Flügeidecken, und nahn die verkürzten Flügeldecken niemal unter die Gat- tungskennzeichen auf, ausgenommen wann .diefe Eigen- fchaft mit mehrern andern, die man für erheblicher an« fieht, fo in Verbindung kam, -daßs kein Stück unverkürzte Flügeldecken hatte, dem jene andern Eigenichaften zukom- men. Aber die Art, wie das Iniekt feine Flügel in der Ruhe trägt, hat man fchon lange bey den Schmetterlingen als unterfcheidend angefehen: Linne giebt bey den Fal- tern und Spannern faft kein anderes Kennzeichen an. Man | darf auch in diefem Stücke feinem Beyfpiele mit größerm Rechte ficher folgen, als es anfänglich fcheint, Dieie Er= ; gene Stellung der Flügel, wann fie außer Händlung, wann fie in Ruhe, wann fie in ihrer natürlichen, durch keine ‘ Willkühr geftörten, Lage find, fezt eine eigene Lage, Bildung, Verbindung der dazu gehörigen Muskeln vorausy die dann ie, da ihrer mehrere find, eine ganz f verfchie« Mottenförmige Schmetterlinge. | N 1YR verfchiedene Bildung des Thierchens, dem fie zukommen, bewirken, eine Bildung, die auch oberflächlich bemerklich, obgleich nicht allemal mit Worten deutlich erklärbar,, feyn würde, wenn nicht durch die dicht 'aufliegenden Staub- federchen alles verdeckt würde, Die Fühlhörner, '-die Schnauzen, die Zunge , find nach Hın. Fabricius. durchaus Theile, davon der be» fondere Bau zur Bezeichnung der Gattungen dient, Sie find bey den Schimetterlingen eben fo. undeutlich nicht, ausgenommen wenn das Thierchen fehr klein ift, in wel- chem Fälle cie nämliche Schwierigkeit jeden andern Theil eben fo gut treffen würde, Bey einigen Schnetterlingen ift die Zunge fehr klein, und zugleich fehr verfteckt,. diefe Lepidopzera eryptoglofja, die man wohl fchlechtweg zungen=- los nennen darf, zeichnen fich aber eben dadurch von den deutlich gezüngelten aus. \ Die Raupen, denke ich, dürfen und müffen, bey dem Mangel an andern genugfam auszeichnenden Kennzeichen, mit unter die Charaktere der Gattungen aufgenommen werden, Die Botaniften, welche ihre Syfteme von der Frucht hernehmen, haben doch immer ein Auge auf die Blüthe geheftet, und hellen dadurch wechfelweife die vor- kommenden Dunkeiheiren auf. Die Raupe ift die,Blürhe des Schmetterlings. Es ift wahr, fie it nimmer da, wann man den Schmetterling vor fich hat, Ift der Fall des Bo- taniften anders ? ‚Aber bey der jedesmaligen Rückficht auf die Raupen mufs man den daher entlehnten Begriffen einen gewiffen Spielraum laffen, Die Gabelraupen z. B, find nichts weni ger als nach einerley Modelle gebaut; wollte man hier den Raupenbau zu ängftlich zum Grunde legen, fo würde man % 172 . Mottenförmige Schmetterlinge, man. faft fo viele Gattungen bilden, als man Arten hat. | Die! Raupen, .aus welchen die gefchmückten Eulen (meine Prachteulen }) kommen, haben verfchiedere Erhöhungen an ihrem Körper , aber diefe Erhöhungen haben bey den ver« fchiedenen Arten auch eine verfchiedene Geftalt, Die Raupen der Spanner. laffen fich gewilfermaffen in zwo Gattungen bringen, in glatte, und in unebene; aber die Bildung der einen wie der andern Jäfst fich nicht wohl mit allgemeinen Worten ausdrücken, Aus diefer Urfache glaube ich, dafs man von ihnen bey Errichtung neuer Gat- tungen wenig Hülfe zu erwarten habe, “Die Schöpfe auf dem Brufrücken find zwar keine or= ganifchen Theile; aber dies hindert nicht, dafs fie dem Syfiematiker nicht vortreffliche Dienfte thun könnten, Die Hörner der Hirfchgattung,, die Zähne der Säugthiere find nicht organifcher, Gleichwohl möchte ich eben nicht gar zu viel darauf bauen: fie find zu vergänglich. - Nicht nur be ey bereits etwas verflogenen Stücken, fondern auch fogar bey. denen, «die man fe! bft' erzogen hat, und die man vor der Unterfuchung denn gleichwohl auch fangen mufßs, ge- hen. fie gar zu leicht verloren. Doch die Sache hat Aus- nahmen, und Uebung, mit Aufmerkfamkeit , verbunden, wird den beobachtenden Syftematiker lehren, hier das rechte Mittel zu treffen, Wie dem-immer feyn mag, fo find die von mir ent- worfenen Gattungen zwar von verfchiedenem Werthe, aber die wenigften ganz verwerllich. Dies ift genug, um zu beweifen, dafs die logifchere Einrichtung eines Verzeich- niffes der Schmetterlinge für diejenigen Natrurforfcher, die fich mit diefen, Infekten mehr befchäftiget haben, als io keine Schwierigkeit haben könne, Pe ' Nez- 173 Nezilüslen Semblis, Prefsfpizen: 4, faft gleich: die vordern Erkal , viergliedrig : das lezte Glied dünner, fpizig; die hintern dreygliedrig: das | lezie Glied dicker, zufammenge- 8 drückt, Flügel: in der Ruhe übereinander ge= Klar - legt, faft gleich, After : gefchwänzt. | \ Waffernixe, 214, Fühllörner: borftenförmig, Unholdinn, 215. Fühlhörner : borfienförmig, Peria. Frefsfpizen: 4, ungleich: die vordern länger, fadenförmig: die Glieder faf gleich. | Flügel: in der Ruhe dachförmig, faft gleich, | | After: fchwanzlos. : Hülfenaas. 216, Fübllörner : borftenförmig. Phryganea. Frefsfpizen: 4, ungleich; die vordern fünfgliedrig: das zweyte und dritte Glied die längften, das lezte läng- licht, ‚flumpf, | Flügel: in der Ruhe dachförmig: die hintern kleiner. Blatt» 174 Ne z Eli gelherr. Blattlauslöwe, 217. Fühlbörner.: borftenförmig, 2. Hemerobius, Frefsfjizen: 4, ungleich: die vordern | viergliedrig: das zweyte Glied än« ger; .die hintern dreygliedrigz das lezte Glied walzenförmigs Flügel: übereinander gelegt, faft gleich. Ameifenlöwe. 218, Fühlhörner: allmählig dicker, ge- Myrmelceon, bogen, Tu . Frefsfpizen: 6, ungleich ; . die. hin- teriten die längften, Flügel : gleich. Trugjungferchen. 219. Fühllörner: fadenförmig, mit Aicalaphus. einer Keule am End, Freffpizen : 6, faft gleich. Haft, 220. Fühlbörner: haarförmig. Ephemera. Flügel: aufgerichtet: die untern kleiner, Schwanz : borflig, Libelle. 221. Füblbörner: haarförmig, Libellula. ‚Kopf: halbkugelförmig. | | Flügel: in der Ruhe aurgefpannt. Unterlippe: zweyfpaltig , abgeftuzt;; eine Deckfchuppe am Grunde der Spalte, Waffertocke, 222. Fühllörner: haarförmig. Aecshna, Kopf: halbkugelförmig: die Augen ge- nähert. Unzerlippe. dreyfpaltigs die Stücke | gleichlang: die beyden äufsern ge- zäade abgelftuzt, / Nymphe, Waffernixe 175 Nymphe. 223. Fählliörner : haarförmig. Agrion Kopf: querlang: die, Augen entfernt, Flügel: in der Ruhe über dem Rücken aneinander gelegt, etwas .aufge- richtet. ni Unterlippe: dreyfpaltig: die Stücke faft gleichlang;. alle zweyfpaltig. x Skorpionfliege. 224. Kopf: in einen fehnabelförmigen Panorpa, Rüffel verlängert, Kameelhals. 225, Brufffück: vorwärts in einen abge- Raphidia. ftuzt kegelförmigen Hals verlän« | gert, Walflernixe Doppelfchwänzige W. 1895. Schwarz; der Schwanz zweyborfiig: die Borften von der Länge des ' Körpers ; die Flügel beraucht glasfarben , auf= liegend. ul - Semblis-bicaudatas Fabr, fpec. inf. I. 386. m. 6. Phryganea bicaudata, Enum. inf auf, m, 607. — Sulzer Gefeh. Tab. 24. Fig. 8, Schäffer icon. 37. Fig. 4 5. Wohnort ; an Flüfsen. | | Neblichte W. 1396. Afchengrau; der Schwanz zwey- borftig: die Borften kurz; die Flügel gerolity neblicht. Semblis nebulofa. Fabr, fpec, inf. I. 397. = 7. Phryga-- 176 . Wiaflflernixze - Phryganea nebylofß. Erum, inf: aufs n. 610, Schäffer icon. 37. Fig. 2. 3, Wohnort: an Flülfen , - Bächen. uf © Anm Bey Scopoli fcheint diefes Infekt unter dem p ' Namen Poryganca obfufcara vorzukenmen b), Das Männchen ift gar viel kleiner als das Weibchen, übrigens ilım vollkommen ähnlich. Aber gar oft trifft man .es unter einer fehr verichiedenen Geftalt an; die Unterflügel reichen: dann nur bis an die Spize des. Hin« terleibes, die Oberfllüget find fehr kurz, lanzettförmig, verkürzten Flügeldecken ähnlich, und, wie die Füfse und Fühlhörner, roffärbig bräunlicht. Sehr viele Achnlichkeit hat dann ‘das Infekt mit einem Stüzbockkäfer, Es ift fehr gewöhnlich, dieies miisgeftalrete Männchen in der Begat- tung anzutreffen, ‘und an fandigen Ufern findet man es "häufig tod, Die Urfache. dieler Erfcheinung beftehr, wie mich die Beobachtungen belchret haben, darin: das Männ- chen ift-aufserordentlich geil; kaum hat es noch feine Pu= pengeltalt abgelegt, als es. fchon ein Weibchen auflucht, “ das fich feinerieits willig finden läßt; fo mit noch g:nz unentwickelten Gliedern; die zum Fluge gehören , begattet es fich, erfchöpft fich, und fürbt, Befchriebene W, 1897. Lichtbraun : die Flügel auf liegend, geiblicht glasfarben; der Schwanz zwevborltig, an der Strne ein fchwarzes V, Semblis grammatica. Phryganea grammatica. Erum. inf, auf. n. 608% Poda graec. 99, #2. 3 e ” f Wohn« Ges NY #) Eutom, caın, n, 695. N Waffernixe 177 Wohnört : um Burghaufen, Flugzeit: May, Junius, Dreypunktige MW. 1893 Gelb; drey erhabene Punk- te an der Stirne, und die Augen fchwarz5 der Schwanz zweyborftig, die Flügel auflie- gend, gelblicht glastarben. Semblis tripunctata, Phryganea tripuncrata. Enum. inf. auff. n. 609. Wohnort: an Flüffen, Flugzeit: Junius. Anm, Die drey erhabenen Punkte an der Stirne find die Aeugelchen. Allgemeine Anmerkung. Es ift ziemlich gewifs,. dals die Larven diefer Gat- tung im Wafler eben, aber nicht fo gewils kennen wir den Bau und die Sitten diefer Larven, Johann von Mwuralt zeichnet die von der doppelfchwänzigen Waf- fernixe faft wie Libellenlarven , aber mit zwo Schwanz- borften; fie follen aber in einer hornartigen Schale den Pupenftand zubringen, und an Pflanzenftengeln befeftiget feyn, fonft aber im Waffer herum kriechen, ob mit, oder ohne Hülle, wird nicht gefagt, aber nach der Zeichnung it eine Hülle nicht wohl möglich c). Hingegen fpricht Hr. von Poda von den Larven, aus welchen.er die be= Jebriebene Waffernixe erhalten hat, wie von Hülfenaaslar- ven. Ich habe gar keine Beobachtung, die mich leiten könnte, die Muraltifche aber ift verworren, und faft einer Verwechfelung verdächtig. . Unhol- c) Ephem. Nat. cur. dec. II, aun, II. p. 192. Fauna boica, 2, B, 2. Abth, M 178 Unholdinn Morajt U. 1899. Schwanzlos, fchwarzbraun ; die FIü- gel fchmuzig, fchwarzaderig, dachförmig ab- hangend, Perla -lutaria, | Semblis lutaria. Fabr, fpes. inf I. 387. n. 8. Hemerobius lutarius. Degeer Ueberf. IL. 74. Tab, 22. Fig. 14 - ı% Tab. 23, Fig. 1-15 Schäffer icon, 37. Fig. 9, 10, Wohnort: Teiche, Moräfte, Rosrhfüfige U, ı900. Schwanzlos, fchwarz; die Flü- gel braun, dachförmig abhangend; der Hals braunroth, zweyhöckerig, Perla ruficrus. Phryganea ruficrus. Erum, inf. aufl. n. 6146 Wohnort: kleine ftehende Wäller, Selten. Anm, Sehr ähnlich der vorigen, aber die Flügel - durchaus gleichfärbig, weniger nezförmig, und der Hals “ eharacteriftifch, Schwarze U, ıgo1. Schwanzlos, durchaus fchwarz; die Hinterfüfse roftfarben mit fchwarzen Schen« keln; die Flügel dachförmig, Perla nigra. Wolmnort : die Schutter ep Ingolftadt. Blugzeit ; April, May, dass N Ausmeffung, # Länge vom Köpfe bis ans Ende / der Oberflügel en ra der Fühhömerr . = - 5 Sebeckige U, 1902, Schwanzlesz die Flügel abhangend, mit weifßslichten Makeln und Punkten; - die vordern Frefsipizen länger als der Kopf, nebft den Fülsen blafs bräunlichtgrau. Unholdinm 179 Perla variegata, Phryganea variegarı, Müller proar. w. 1670, Wohnort: in Gebüfchen an Wäffern um Ingelitadt, Flugzeit : September. | Hülflenaas : Grofses H. 1903. Grau, dunkler gefleckt, auf jedem "Oberflügel drey weißse Punkte in einem fchie- fen Dreyecks Phryganea grandis. Lin. ff. mat. 909 n.Y% \ Schäffer icon, 109. Fig. 3. 4 Röfel Inf. IT. -aquat,. 2. Tab. ı% _ Degeer Ueberf, Il. ı. 388. Tab. 13. Fig, 1- Ide Welmort: an Wällern; der Larve, wie das der übrigen Arten, im Wafler, wo fie fich ein kunftlofes Gehäufe macht , indem fie die näch- fte befte röhrige Pflınze abbeifst, und diefe Röhre inwendig austapeziret; oder fie nimmt auch mit den nächften beften faulen Pfanzen- Ma theilen 180 Hülfenaas. theilen vorlieb, die fie in ihr Gewebe fe einwebt, dafs fie die äußere Bekleidung def- felben ausmachen, ' Enlenförmiges H, 1904. Afchengrauz; auf den Obere flügeln ein fchiefer Fleck und eine runde Ma- kel weifs, Phryganea noctuaeformis, M' Wohnort : um Ingolftadt. Anm, Die angegebenen Kennzeichen verhalten fich nur fo, wenn man das Infekt mit freyem Auge ficht, Die Füße unrein roftfarben; die Oberflügel gelblicht. afchen- grau; ein fchiefer Fleck in der Mitte und eine Makel am lezten Viertel weils. Länge eines Oberflügels — 4 ıfp, Rautenförmiges H. 1905. Blafs bräunlichtgelb ; die Oberflügel fchief abgeftuzt x drey weilse Fiecke auf jedem: der dritte am Hinterrande, enshe! Phryganea rhombica, Fabr, fpec, inf, 1,389. n. ıe, i Schäffer icon. ‚90. "Fig. 5.6, Wohnort: bey Burghaufen. Nierenfleckiges H.. 1906, Olivenbraun; ein Nieren- . Neck auf jedem Oberflügel, und hinter dem- felben eine verwifchte Binde weiis; der Rande punkt dunkler. Ä Ä " Phrvganea renalis. Wolmort: in der Schutter, um Ingolftadt, Flugzeit : Junius. | Anm. Dem rautenförmigen Hülfenaafe ähnlich, und, wie es fcheint, mit demfelben bisher vermengt , aber feine Farbe ift dunkler , feine Flecke find ns. undeutlicher, und _ Hülfenaas. 181 ünd die. Flügel hinten nicht fo genau rautenförmig zuge- fchnitten. Grau gelbes H, 1907. Getrübt graugelb; an dem Auf- « fenwinkel der Oberflügel ein länglichter fchwarzer Tropfen. + Phryganea grifea, Lim, faun. fuec, m. 1484. Degeer Üecberf, II. 2. 597. Tab. 13. Fig. 18 - 21. Wohnort: in allen Gräben. Ich kenne gleichwohl nur die Larve, die fich aus parallel aneinander gelegten Pflanzenftengeln eine Röhre baut. Gefingertes H: 1908. Hellbräunlicht rofffarben , die Adern der Oberflügel deutlich, um die Mitte verbunden, dann eine fingerförmige Zeich- nung vorftellend; der Hinterleib braun, Phryganea digitata. Enum inf. auf. n. 616. Phryganea collaris, Enum inf. auft, n. 615. Wohnort: bey Gern. Anm. Von der Gröfse des grofsen Hülfenaafes. Teichfand H, 1909. Die Oberflügel gelbgrau mit drey fchwarzen Binden ; die vordern Frefsfpizen fehr lang , zottig. Phryganea Sabella. Die fchwarze oder graue Konifche fandige Sabelle mit gerader Endfpize, und. gesäumter Mündung. Schröter Elufsconch. 14. III, Tab. ı1. D. Fig, 9. Die Hüfe, Wohnort: in Teichen und Gräben mit dem ausein- ander fahrenden Hahnenfußse, Flugzeit: Junius. M 3 Die 282 Hülfenaans ‚ Die Larve baut fich aus dem Schlammfande eine dünne; faft walzenförmige Röhre, Der Verwandlung nahe befe= fliget fie die dietelbe an irgend einen Pflanzenftengel paral= el mit feiner Länge, Anm. Das vollkommene Infekt erdgrau mit rothem After; vom Kopfe bis zum Ende der Oberflügel gilt lang, da unterdeffen die haarfeinen, weifsgrauen, fchwarz fche- ckigen Fühlhörner 6’ lang find. Die vordern Frefsfpizen : verblafst fchwarz, Die Oberflügel gelblicht grau mit drey breiten fchwarzen Binden. Die Augen kaftanienbraun. Zweyfleckiges H. ıgıo. Schwarz; die Flügel blafe fchwarz: zween weifse Flecke auf jedem des obern. Phryganea bimaculata. Lim faun. fuec. ». 1487. ‘Anm. Von der Gröfse der vorhergehenden Art, Phryganea bimaculata Fabr, ift ganz eine ande= re Arts Schecki ges H. ıgıı. Mattfchwarz; die Vorderflügel erdgelb getropft: zween gemeinfchaftliche erd« gelbe Flecke am Innenrande, Phryganea variegata, Fabr. fpec. inf I. zor. m, 175 Wohnort : an der Donau. "Flugzeit: an den Mayabenden tanzt es in Schaaren am Ufer in der Luft, Kit: {Rufiges H. ıgı2, Schwarz; die Flügel rußig, unges' fleckt, Phryganea fuliginoß, Wohnert: auf dem Salzaüufe, Hülfenaas 183 Anm. Etwas kleiner als das geflügelte Männchen der seblichten Waffernixe, Die Flügel -durchfcheinig , aber zußsig, Schwarzes H. ıg913. Schwarz, ungefleckt ; die Fühl- hörner dreymal länger als der Leib ; die vor- dern Frefsipizen gebartet, Phryganea nigra, Fabr, hei. inf. I, 390. m 1% Phryganea tineiformis. Erum. inf. auft. n. 620, Schäffer icon. ızı. Fig. 4-6. Wohnort: in Bächen ,„ Teichen, #weyliniges H. 1914. Schwarz; die Fühlhörner fehr lang; an beyden Rändern der Oberflügel wei= fe Linien, Phryganea bilineata. Fabr. fbec. inf. L gı0, m. 19. Wohnort: an Bächen, bey’ Gern. Gefangen: den 2. Auguft r782. Anm. Die Fühlhörner fchwarz und weiß geringelt; die kurzen Querlinien auf jedem Oberflügel fo: = ; — Länge des Infekts — 3 ıfa!H, | Dreybandirtes H, ı915. Schwarz; die Fühlhörner vielmal länger als der Leib; drey fchmale weifse Binden auf den Oberflügeln ; die Frefs- fpizen weißs. ; Phryganea trifafciata Wohnort: am Rothfluffe; in den Sommermonaten häufig. Anm, Länge des Oberflügels — 2 ıfal, Vollkom= aien dem fchwarzen Hülfenaas ähnlich, nur dafs die vor- dern Frefsfpizen, und drey fchmale Querlinien auf den M4 Ober- 184 Hülfenaas, Oberflügeln, davon die lezte gebrochen ift, fchneeweiß find, Goldftaubiges H, 1916. Braun, haarig; die Oberflü- gel mit goldgelben Stäubchen besäet ; die Fü- fse gelblicht, Phryganea atomaria.. - Wolmort: bey Gern und Ingolftadt an bewäfferten Stellen. Flugzeit : September, Anm. Von der Gröfse des fchwarzen Hülfenaafes, Die Fühlhörner fo lang als dieOberflügel , braun und graubraun geringelt. Der Kopf ftark haarig. Die Oberflügel mit niederliegenden Haaren , braun, mit goldgelben „ nur durch das Suchglas fichtbaren, Stäubchen befprengt. Die Unter- flügel fchattenbraun, beyderley Flügel am Innenrande ge- franzet. Der Leib um die Hälfte kürzer als die Oberflü« gel; die Füfse gelblicht. Gelbhörniges H. 1917. Der Hinterleib grün; die Flü- gel bleich bräunlichtgrau: am Innenrande {chwarz punktirt, 438 Phryg'nea flavicorniss, Phyhk.-Auff, a2e, Z Fabr, mant. II, 245. n. 11. Wohnort: an Gräben bey Weihering. Flugzeit : Julius. Gebändertes H. 1918. Die Fühlhörner fehr lang, weils; die Oberfügel roftbraun , fchwarz- bandirt. Phryganea 4 fafciatas Fahr. fyfl. entom. 308. n. 16. Wohnort: in den Feflungswerken um Ingolftadt. Flugzeit: Auguft, \ | Aus» Hülfenaas 185 Ausmeff: ung. Länge vom Kopfe bis zum After — 3 ıf/W, eines Oberfkügels, A.» ZE4 eines Fühlhörns. = = ID Anm, Kopf und Bruftrücken fchwarz und glänzend? der leztere oben flach niedergedrückt mir einem Höcker in der Gegend des Schildchens. Die Augen "mufchelbraun mit fehwarzen Flecken; die Fühihörner weifs, vorwärts geftreckt, Sehr lang: zwar ichwätzlicht geringelt, was aber nur mit. Hilfe einer Glaslinie bemerket wird. Die Flügel alle-rußig: aber die obern werden von roftgeiben niederliegenden Haaren roftgelb, welche Farbe von eini- gen (ich zählte nur drey) ichwarzen Binden unterbrochen wird; Ich konnte keine Aeugelchen bemerken. z angbörniges A. 1919. Die -Oberflügel erdfarben , fehwarz gefprengt; die Fühihörner fehr lang, Phryganea longicornis. Lin. faun Juec. m, 1492. ' La frigane & ailes tachetdes et longues antennes, | Geoffr. paris. II. 249. n. 7. Wohnort: Wäller; um re Flugzeit > Julius. “ Anm, “Lang 3". Die Fühlhörner 1o/l Jang, weißs und fchwärzlicht gewechielt. Zünslerartiges H. 1920. Die Flügel einfärbig, fchwärzlicht ftaubgrau; der Körper oben | fchwärzlicht, unten , nebft den Füfsen blafs roftfärbig ; die Fühlhörner körperlang ,„ weils und fchwarz gewechfelt. ES pyralina, _ Scop,. car. 9, 698» Wohnort : Ingolftadt. 2 Ms Fing- 186 Hülfenaas Flugzeit : Juliusg ° Anm, Lang 2 ıf2", Allgemeine Anmerkung. Die Larven diefer Gattung leben sämmtlich im Waffer , und haben einen fehr gleichförmigen Bau. ‘Sie bewohnen bewegliche, an beyden Enden offene, Röhren, die mit ih- nen wachfen, weil fie während ihres ganzen Wachsthu= mes daran fortbauen, die fie auch verlaffen können, aber nie freywillig verlaffen ,„ bis die Zeit ihrer lezten Ver« wandlung: heran kömmt : dann ftößt die Pupe »eine der beyden Thüren auf, mit welchen vorher die Larve die Oeffnungen gegen die Feinde verfchloffen hat, kriecht an einer Wafferpflanze an die Luft herauf, oder fchwimmt nur (bey den kleinern Arten) an die Oberfläche des Waß- fers, fprengt die Pupenhaut , und fliegt nach hinlänglich abgetrockneten Flügeln als geflügeltes Infekt davon, Die. Säcke, in welchen die Larven wohnen, find inwendig von fehr feiner Seide. Um ihnen Feftiskeit zu geben , bekleiden fie diefelben auffen mit verfchiedenen fe- ftern Körpern, fogar lebendige Schalthiere weben einige Arten ein, Diefe Säcke bauen fie, fo lange fie felbft fort« wachfen , in einer Schraubenlinie fort, was bey einer Art, die ich nicht zur Verwandlung gebracht habe, fehr deut= lich ift. Sie lebt in einerley Waffer mit dem Wafferhah- nenfußs, von deffen kleinzerfchnittenen Blättern fie ganz kleine und genau gleiche Stücke abbeifst, die fie parallel aneinander auf der Auffenfeite des Sackes befeitiger. Da« durch bekömmt der Sack die Geftalt eines Haarzopfes , um | welchen man ein grünes Band fchr nett gewunden hätte: « denn Hülfenaas. 187 denn diefe Blattftücke: bleiben fehr lang grün, Reau« mäür hat diefe Art gekannt, aber er wufste nicht, woher das Infekt den Stoff zu feinem grünen Bande hernehme, Man mufs es im Junius auffuchen, Dies ift ungefähr der Umrifs der Naturgefchichte die» fer Gattung, Aber ich will einige Theile beffer entwickeln, Reaumürs, Degeers, und meine eigenen Beobachtuns gen follen mich dabey leiten. | Der Kopf der Larve hat viele.Aehnlichkeit mit einem Raupenkopfe, hat eine hornartige Bedeckung , wie bey ih- nen, aber nur zwey, dafür aber ziemlich große, Augen Auch ein Spinnwerkzeug mufs er haben: denn die Larve fpinnt wirklich, Der Körper hat ıı Ringe: der erfte und zweyte find, wenigftens oben, hornättig bedeckt; bey ei=- nigen Arten. auch der dritte, aber nur fleckweite. An die= fen drey Ringen fizen die Füße, von denen die vier hin« tern fehr lang, die mittellten aber aus alien die längften find. Auch die vorderften find länger als bey den Raupen, aber in Vergleichung mit den übrigen Füisen der Larve fehr kurz, Die übrigen Ringe find fufslos und weich; gleich auf dem vierten fizen drey fleifchige Warzen: eine oben ,„ eine an jeder Seite, die das Infekt ganz einziehen kann, aber gewöhnlich hervorftreckt, doch fo, dafs die obere einen abgeftuzten Kegel vorftellt, der an der Ab- ftuzung eine Vertiefung hat, die aber das Infekt nicht nur ausfüllen, fondern auch in eine Erhöhung verwandeln kann. Degeer ift ungewißs, was er aus diefen Warzen machen folle, Ich glaube, dafs fich das Infekt damit an den beliebigen Stellen feines Gehäufes anftemme, Von. dem fechften Ringe angefangen , fizen auf jedem Ringe zu beyden 188 Blattlauslöwe beyden Seiten zwey Paare weilser Fäden, die bey 'einigeh Arten einfach , bey andern zufammengefezet find. Reaz« mür und Degeer halten fie für Luftgefäße ;. wirklich fehlen dem Thierchen die bey andern Infekten gewöhnlichen Luftlöcher ; und Luft, fcheint es, müffen fie doch einath- men, Endlich fizt auf dem lezten Ringe beyderfeits ein hornartiges Häckchen , das offenbar zur Befeftigung des In- fekts an feine Röhre gehört, Diefe Larven leben gewöhnlich vom Pflanzenreiche; einige packen aber doch andere weiche Infekten, zuweilen fich untereinander felbft an, Hingegen fcheinen wieder an« dere fchlechterdings alle thierifche Koft zu verfchmähen, wohin vorzüglich das kleine Schraubenband - Hülfenaas gehört. Battlauslöwe Goldäugiger B. 1921. Schwarz, gelbgefleckt; die Flügel waflerfarben, nezförmig, fchwarz ge= fleckt, z Hemerobius chryfops. Sulzer Gefch, Tab. 25, Fig ı. aber die Flügel nicht blau, Hemerobius fulvicephalus. Erum, inf. auf, n, 622, Röfel Infect, III, Tab. 21. Fig, 3. | Reaum, Infect, III. 2, 147. Tab. 33. Fig. 10 - 15. Wohnort: bey Gern. Selten, Anm. Die Larve kurz, mit einem Höcker; fie deckt fich mit den Leichnamen der ausgefogenen Blattläufe, Grü- f Blattlauslöwe. 189 Grüner B. 1922. Grün; die Flügel weißslicht glashell, nezförmig : die Gefälse grün. Hemerobius Perla. Enum. inf. auft. m. 623, Schäffer icon. 5. Fig. 7. % Ju Röfe! Inf. IIL -Tab. 21. Fig. 4. 5. Reaum. Inf. III. 2, 136. Tab, 32. Fig,9, 10, — p.:139. . Tabı033, Fig. 2,4: 5.6, Gleichen Unterf. Anh. 5. Tab. 3. Wohnort: allenthalben in Gebüfchen , vorzüglich in | Erlengebülchen. Anm. Zerdrückt, ftinkt er wie Menfchenkoth. "Er legt auf die Blätter, Blattfliele und Zweige der Erlen, und (d) des Hollunders geftielte Eyer. Gegitterter B, 1923. Grün, fchwarz gefleckt ; die Flügel glashell, nezförmig: die Adern Ichwarz, Hemerobius cancellatus, | Hemerobius chryfops. Enum. infect. auff., n. 625, — Lin. faun. fuec. n. 1505. Degeer Ue- berf, II, 2. 68. _Tab. 22. Fig. I-2. Wohnort : in Gebüfchen, Anm, Auch er flinkt fehr widrig, wie der vorherge- hende , dem er überaus ähnlich ift. 0 Weifser B. 1924. Gelb, goldiugig; die Flügel weiß- licht , nezförmig ; die Gefäfse weis. Hemerobius albus, Enum, inf, auf; n, 1. 624, | Wohnort: in KEBEUEDSR: ; j a Spin- d) Garliep Ephem, nat. cur, des, II, ann, VII. et VI, P. 258. | 190 Blattlauslöwe; Spinnerförmiger B, 1925. Braunroftfarben ; die Vors derflügel am Grunde mit einem fpizigen Höcker, am kHinterrande ausgefchweift, Hemerobius phalaenoides., Enum, inf, auf. n, 628 ZT Degeer “raid IF. 2.73, Tab. 22. Fig, 12. 13 . Reaum. Inf. III. 2, 149. Tab, 32. Fig 3-8, Gleichen Blattl. a1. Tab. 3. 4. | Schäffer icon, 3. Fig. 10- ı2. Wohnort ; in Gebüfchen; feltner. Flugzeit : Junius. Anm. Die Larve länglicht„ rückwärts allmählig lan gettähnlich verfchmächtiget,, gelblicht braun, Sie lebr un« ter den Blattläufen, die fie verlälst , wann die Zeit ihres Larvenftandes zu Ende geht , um fich an einer Ecke des Zweiges eine feidene ftiellofe Hülle zu !pinnen, in wel= cher fie. als Pupe, der lezten Ausbildung zum geflügelten Iniekte entgegen harret. Nixenartiger B. 1926.. Die Oberflügel fchattenbräun licht, behaart, mit einigen roftgelben Punkten. Hemerobius femblinus. We Wohnort: un Ingolftadt, _ Flugzeit: May. Anm, Die Flügel nicht eigentlich nezförmig , onen wie bey den Hülfenäfern gebaut: Von den wenigen roth= ‚gelben Punkten ift einer am Innenrande gröfser, Das erfte Glied der vordern Frefsfpizen it abermal dreygliedrig: aber diefe Glieder find fat kugelförmig, die drey übrigen Glieder walzenförmig. Das Infekt: ut vom Kopfe bis . zur Spize der Flügel zit, i “Hop fi eu Blattlauslöwe 195 Hopfer B. 1927. Gelb; die Flügel nezförmig , glasfar- ben: die- Gefäfse weifs, fchwarz punktirt, Hemerobius Humuli. Enrum. inf, auf, n. 626. Reaum. Inf. III. 2. 150. Tab, 32. -Fig, 15. 16, Wohnort in Gebüfchen, | EN Rauher B, ı928. Gelb; die Flügel nezförmig,. waffere farben, bräunlicht gefleckt. Hemerobius hirtus. _Fabr, fpews inf: I. 399.:m 7 Hemerobius aphidivorus. Enum, inf, auf. n, 627% Wohnort : mit dem vorigen, Bauchiger B. 1929 Gelblicht; der Hinterleib gelb: am Ende braun; die Fühlhörner fo lang als der Leib, Hemerobius abdominalis. Fabr, fpec. inf. I, 394: | n. IM Ä Wolmort: um Eggenfelden. Flugzeit: um die Mitte des Weinmonates, Anm, Der Körper etwas über eine Linie lang, blafs wachsgelb; die Flügel länger als der Leib, glashell, mit einem faft weifsen Randpunkte an den Oberflügeln. Die Fühlhörner fo lang als der Leib, faft fadenförmig, dun- kelbraun , unmittelbar vor den Augen ; die Augen fchwarz. Der Bruftrücken höckerig; der Hinterleib eyförmig, am Ende dunkeibraun, Zweypunktiger B, 1930. Der Körper fchwarz, braun und grün oder gelb bunt; .der Hinter- leib eyförmig; die Fühlhörner zweymal fo lang als der Körper, Hemerobius bipunctatus, Daierfch, Reif, 252, Wohn- 192 Blattlauslöwe. Wohnort: um Gern und Starrenberg, Anm, Ich zähle‘ an den vordern Frefsfpizen deutlich fünf Glieder. Sraublaus 1931. Die Larve eyförmig; die Augen fchwarz ; die Hinterfchenkel gezähnelt, Hemerobius fatidicus. Fabr. Jpec. inf. I. 395% n. 16. Wohnort: in Infektenfammlungen, Pfanzenfammlun- gen, in ftaubigen Büchern. Holslar: 1932. Die Larve eyförmig; die Augen roth;z die Hinterfchenkel gezähnelt, Hemerobius pulfatorius. . Fabr. fpec, ‚infect. I 394. N. 15. Wohnort: auf. morfchem. Holze und im Bohrmehle verichiedener Holzkäfer. Anm. Es it gewiß, daß das lezte Infekt in feinem flügellofen Zuftande nur Larve ift:- denn es erhält im An« fange des Herbites Flügel, und eine andere Farbe, Wenn die vorlezte Art wahrhaft verfchieden it, fo.macht es wenigftens die Analogie wahrfcheinlich , dafs auch fie, fo wie wir fie kennen, nur Larve ift, X Rindenlaus 1933. ‘Die Larve am Hinterleibe fchwarz- gefleckt; die Hinterfchenkel zahnios; die Au- gen hervorragend , körnerig | Hemerobius Corticum. Er Wohnort: unter den Rinden der Weiden, Anm, Den beyden vorhergehenden Larven vollkommen ähnlich und gleich, das ausgenommen, was ich in den Kennzeichen angegeben habe, ‚Das entwickelte.Infekt kenne ich nichts R | Allges — | Blätslandlöwe 193. "Allgemeine Anme rkungen. Die Larven der Blattlauslöwen find länglicht, rück- wärts allmählig verfchmächtiget, fechsfüßsig, am Kopfe mit einem ftarken Apizigen Zangengebiffe (denn es find keine eigentliche Kiefer), zwo Frefsfpizen , derer fie fich ftatt der Hände bedienen, und einem Munde mit häutigen ‚Lippen, womit fie faugen, verfehen, wie Freyherr-voz Glei- chen beobachtet hat, Sie leben von Blattläufen‘, die fie ausfaugen, begeben fich aber zur Zeit ihrer Verwandlung von den Blattlausheerden weg, fpinnen fich eine doppelte Seidenhülle, wozu fie die Seide aus ihrem Hinterleibe nelımen, und verwandeln fich darin in eine Pupe, wor- aus nach einiger Zeit das gellügelte Infekt hervorkömmt, Die fünf lezten Arten gehören wahrfcheinlich nicht hieher, fondern fodern eine eigene Gattung; zwar kommen die geflügelten Infekten mit ihren Nezflügeln noch fehr den eriten Arten dieler Gattung gleich ; aber ihr eyförmiger Bauch, die merklich verfchiedene Bildung ihres Hinterleix bes , noch. mehr aber der fehr verfchiedene Bau der Larve, und ihre Naturtriebe, indem fie nicht das Blut aus den Wunden kleinerer Thiere faugt, fondern wirklich fefte Körper zerftört, geben diingende Winke an die Hand. Bauna boica, 2. B. 2, Abth, N Amei- 294 Ameifenlövwe Gefleckter A, 1934. Die glashellen Nezflügel mit dunks lern Gefäfsen und fchwärzlichten Flecken, Myrmeleon formicarius,. Myrmeleon formicarium, Lin. ff}. nat. g12. n. 3% Fourmilion. Geoffroy paris. II, 258. ZZ Poupart, ‚mem, de l’ Acad, de Par, 1704. Formicaleo. Reaum, Inf. VI 2. ı31. Tab, 32. ; 39% Tabs EN Pe EI | Röfel Inf. III. 103. Tab. ı7 - 20, Wohnore: um Weltenburg im Sande auf unbetrete= nen Felfen, Anm. Als Pupe bringt er fünf Wochen, zu. Ungefleckter A. 1935. ‘Die glashellen Nezfügel dunk- ler geadert, ungellickts nur ein weilser Rand» punkt auf allen. Myrmeleon Formicalynx. Lin. ff. nat. 914. n. 4 Myrmeleon formicarium, Enum. inf. auft, n. 631 Reaum, Inf. VI. 2. 160. Tab. 34. Fig. 14, Röfel Inf. III, Tab. aı. Fig. 2. Schäffer icon, 22, Fig, 1.2 Wohnort: um Gern, Anm. Die Larven von beyden Arten find ganz gleich gebaut , und haben einerley Naturtriebe, Allge=- Ameilenlöwe 195 Allgemeine: Anmerkung. Die Larven diefer Gattung find niedergedrückt eyför- mig, fleilchig, oben ecwas gewölbt,, behaart, warzig, unten faft flach, mit fechs Fülsen. Am K«pfe kein Mund, fondern ein Paar hörnerförmige vorwärts geltreckte, fichel- förmige, lange Fangzangen, die inwendig hohl, undan der Spize durchbohrt find, womit diefes Raubinfekt an- defe Infekten, die ihm zu Theil werden, austaugt. Es kann feinen Raub nicht vertolgen, weil feine Fülse fo ge= baut find, dafs es nur rücklings gehen kann; =es höhlt fich derowegen einen ver:ieften Trichter im Sande aus, verfteckt fich felbft in der Spize defleiben, aus wel.her €es nur feine Hörner hervorftreckt. Infekten , welche auf die fteile Abdachung diefes Trichters gerathen , rollen fammt den beweglichen Sandkörnern deffilben in die Tiefe, werden da augenblicklich gefangen , und ausgefo- gen. Dies geichieht nun vorzüglich Ameifen;, aber auch kleinere Fliegen, Mücken, Raupen fogar, haben öfter die= “ fes Schickfal zu eriahren. Trug ankeidrefen, Wälfches T. 1936. Schwarz; die Nezflügel mit fchwarzbraunen Gefäisen: die obern am Grunde mir zween gelben Flecken; die un- tern am Grunde fchwarz, in der Mitte gelb, am Hinterrande abgewilcht, Afcalaphus italicus, _Borkhaufen in Seribais Beyır. zur es Il, 161. = Assalaphuc even Shelkrrmrn Sulzer 196 - Trugjungferchen, Sulzer. Gefeh. Tab, 25. Fig. 4 Schäffer icon. ı92. Fig. 3. i Wohnort : um Regensburg, nach Schäffer, Um Weltenburg ; zwifchen Häfenlohe,, und Mün- chen häufig. “ Flugzeit: Junius, Anm, Die Larye und Naturgefchichte des Infekts. ift unbekannt, Es fcheint ein Raubthier zu feyn. Auch.um - Eichftädt ift diefes Infekt zu Haufe; und eben dort ift auch diejenige Ameifenlöwen - Larve, welche Bonner und Vallifnieri kannten, und welche das Eigene hat, daß fie nicht rückwärts, fondern vorwärts geht e), zu Haufe, wie mich ein gefchickter Beobachter verfichert. If fie etwa die Larve diefer Art? | Hafıe * Der Schwanz dreyborfig. . Gemeiner H. 1937. Der Schwanz dreyborfliig; die Flügel fchwarzbraun gelleckt. Ephemera vulgata. Enum. inf, aufl. n. 60%. = Degeer Ueberf. II. 2. 7. Tab, 16, Tab. 17. Fig. 1-10 s . Wohnort: an Bächen und Teichen ; gemein. Anm, Die Larve mit einem dreyborftigen Hinterleibe: die Borften gefiedert. Die doppelten Kiemenfloffen an den . Seiten ebenfalls -gefiedert, S$chwar- umemuraon zo e) Reaumur 1, 6, 161. % Hafı* 107. Schwarzer H. 1938. Schwarz; die Flügel und der .. .dreyborftige Schwanz 'glasfarben. Ephemera vefpertin.. Degeer Ueberf, II, 2, 25 Tabiyay anogsinı - 186 Röfel Inf. II. aquat, 34. Tab, ı2. WE Wolmort: um Ingolftadt. | Ausmeff un g- Länge des nfekts - =. 0 2, des Schwanzes > - 5, 1fll, Anm, Die Larve mit einem dreyborftigen Hinterleibe, Die. Birften einfach. Die doppelten Kiemenfloffen ganz, lanzettförmig , lang{pizig. | Gelber H, 1939. Der Schwanz dreyborfiig; der Kör« per gelb; die Flügel neztlüglig. Ephemera Jutea. Enum. inf “Re. n. 603. Wohnort: Bäche, Gräben Anm. Der Körper oft nur f;hmuzig gelb, Die Ober- flügel eiwas trüb, die untern weifs, aber rein, Rorhaugiger H. 19406. Der Schwanz dreyborflig, - icheckig, der Körper berufst gelb; die Augen roth; die Flügel rein die hintern' {ehr klein, Ephemera erythrophthalma. - Wolmort : um Ingolitadt. Flugzeit : Junius, | Anm. Beträchtlich kleiner als der gelbe Haft. Die Schwanzborften grau, mit fchwarzen Gliederenden. N3 Gerate Rn 198 u BE LE 30% Gerandetevr H. 1941. Der Schwanz dreyborftig; der’ Körper fchwarz; die Flügel weis; am Aul- fenrande braun, Ephemera marginata. Fabr. Je. inf I. ae n, 38 Wohnort: um Ingolftadt, * Flugzeit: Maye Ann, Erwas kleiner als der gelbe Haft, Saumflügeliger H. 1942. Der Schwanz dreyborftig; die Borften gefiedert; der Leib oben braun, unten weifßslicht; die Flügel am Eintgstande gefranzet : die hintern fehlen, Ephemera halterata, R 2 Ephemera halterata. Fabr, gem, inf, 244 Wohnort : um Ingolftadt. Flugzeit : Julius. 7 Anm, Lang 2 1/3", Die Schwanzborften weißs, von der Länge des Körpers. Die Flügel wafferfarben: am Auf fenrande kommen zwo Längsribben fehr nahe zufammen, daher fie dort bräunlicht fcheinen. Kleizfter H. 1943. Der Schwanz dreyborfig; die Flü« gel weils: die vordern am Auffenrande rufig; die hintern fehlen. Ephemera minima. Müller prod, n, 1644. Wohnort; um Gern. Flugzeit: Augufts September. "Anm, Der Körper kaum gröfser als ein Floh, R’® Der Hase 199 *=* Der Schwanz zweyborftig. Zweyängiger FH. 1944. Der Schwanz zweyborfigz der Körper gelb ; am Kopfe zween gelbe FHö- : cker; die Unterfügel fchr klein. Ephemera bioculata, Fabr, fee. inf. I. de m. Te Wohnort: um München. Kurzlebender H, ı945. Der Schwanz zweyborflig; die Flügel weis: am Auffenrande fchwärzlicht; die Hinterdügel fehlen. Ephemera horaria. Lin, faun. fuec. n.. 1476. Wohnort: am Canale zu Nymphenburg. Schmuziger H. 1946. Der Schwanz zweyborftig; oben fchattenbraun , die Füße blaß: ein fchwarzer Punkt an jedem Schienbeine; die Flügel etwas fch wärz! icht, Ephemera Fufcula, Wohnort: in der Donau. Anm. Der Schwanz zweyborftig: die Borften von der Länge des Körpers; die Hinterfügel nicht {ehr ‚kurz: alle Flügel am dünnern Rande gefranzet, Zweyflügeliger H, 1947. Der Schwanz an. gelb; die Hinterflügel fehlen; die Vorderflü- gel am Hinterrande franzenlos, am Auffenrande _ rußsig gelblicht mit weißsen Zeichnungen. Ephemera diptera. Lin. faun. fuec. ns .1477%, Degeer Ueberf, II, 2. 31. Tab. 19, Fig. 3 Ze ' Wohnort: München. Flugzeit; September, Na Vere 200 EEE Ei: Wertrauter H. 1984. Der Schwanz zweyborftig; die Flügel farbelos, ungefleckt: die. hinterften äufserft kurz: alle ungefranzet; der Körper fchmuzig, Fphemera familiaris. Wohnort : um Ingoiftadt, _. Flugzeit : Auguft, Anm. Um’die Hälfte kleiner als die Singfchnacke. Strohfarbener H. 1949. Der Schwanz zweyborftig, blals mattgelb, auch an den Flügeln, Ephemera Nava. Enum, inf. auft. n. 605, Wohnort: um Straubing und Ingolltadt, Flugzeit. Herbit und Frühling, Aums Die Augen (im Leben) grün, Allgemeine Aumerkung. Die fechsfüßsigen langgezogenen Larven diefer Art ha- ben gewöhnlich (vielleicht allemal ) am Hinterende ihres Körpers drey lange, auseinander fahrende Borften, und Jings des Körpers fizen mehrere blattförmige Körper (fo viel ich aus Erfahrung und aus Büchern weis, aliemal fie= ‚ben Paare), die zugleich Kiemen und Flöffen find, und. gewöhnlich vom Infekte in beftändiger fimmernden Bewe- gung erhalten werden. Die Pupe ift der Larve vollkom- men ähnlich, frifst fogar; nur die Flügelfcheiden unter fcheiden fie, . Das vollendete‘ Infekt, nachdem es wirk- lich fchon einige Zeit in diefem Zuftande gelebet hat, und. fogar geflogen ift, häutet fich noch einmal, AREEEINIETIETZER Libelle, Ben ie EEE ET TEE EEE 20L Wiermaklige L. 1950. An denHinterflügeln der Grund, und an allen der länglichte Randpunkt, .und ein anderer‘ Randpunkt in der Mitte der Läne ., ge ichwarz, Libellula 4 maculata. Fabr. fpec, inf. I 330, IR -La Francoife. Geoffr, paris, Il, 22a nm. 6. " Wohnort: an kleinen, langfam [chleichenden Flüffen, Anm. Eine länglichte gelbe Makel am Grunde des Auffenrandes der Hinterlügel; _der Leib MRRREBECKL, teinhaarig. Das ganze Infekt lang oo’, Flachgedrüäckte L. 1951. .Die Flügel ‚am. Grunde * braun ; gelbe breite Streife längs. des Bruft-, rückens ; ; der Hinterleib lanzeitförmig : gelbe Flecke an den Seiten, | \ relula, depreffa, Enzum. inf, ie N. 597. Röfel Taf, IL Waler, 11. Tab, 6. Fig. 4, ee Tab. 7. Bıg, 3. &) Der Hinterleib blau (Er). Schäffer icon, 1.6. Fig. 1. PA) Der Hinterleib bräunlicht gelb (Sie). Wohnort: an Bächen und Flüffen, 1: Gelblichte L. 1952.- Der Hinterleib walzenförmig ; der Bauch famt den Füfsen fchwarz ; die Flügel am Grunde gelb. Libellula flaveola, * N5 a) Oben 202 Libelle &) Oben gelblicht, MR Libellula Naveola. Fabr. fec. inf. I, 520. n.5 Libellula flaveolata, Lin. faun. füec. n, 1460. Schäffer icon, 4. Fig. ı | ß) Oben blutroth, Wohnort: an Wäflfern ; fparfam. Anm. Alle Schienbeine haben auswärts einen roßfar- benen Strich. Goldgrüne L. 1953. Die Flügel durchaus farbelos, der Bruftrücken goldgrün, ‚ Libellula aenea. Eabr, Jpew inf. I. 524. m. 27. L’Aninthe, Geoffr. paris. IL 226. m. ı0, _ ‚Röfel Infı IT. Was. II. Tab. 5. Fig Wohnort: in Teichen. Pe Anm, Lang alt, zit, Gemeine L. 1954. Die Flügel ungefleckt; der Bruf- rücken mit einem fchwarzen Striche in der ' Mitee, und einem an jeder Seite; der Hinter= leib walzenförmig : in der Mitte verengert, Libellula vulgata. Fabr. Joe, inf I. 522. n. 14 Röfel Inf. II. Wafer, II, Tab. 8. &) Roth, ß) Gelb. a Wohnort : in Teichen. Achtfireifige L. 1955. Sittichgrün; der Bruftrückes mit zween fchwarzen Strichen in der Mitte, und zween an jeder Seite; der Hinterleib wal- zenförmig, fchwarzgefleckt, Libel« Watlervoüke ' \.a9 Libellula vulgatifima. Fabr. fpee, inf I 521% N. 12. Röfel Inf. IL. Wafer. IL e5. , Tab. 5, Wohnort: an Teichen , und Waldbächen, Ww affer tocke Hacken W. 1956. Schwarz; Brußrücken und Hinter- leib gelbgelleckt, Aeshna forcipatas Fabr. fpec. inf. I. So) 2, T, Libellula forcipata Degeer Ueberfi II. 2. 5. Tab, 91,.. Fig. Tı Schäffer icon. ı60. Fig. 1. e£ icon. 186. Fig. ı. Wohnort: Teiche. | | Anm. Die beyden Hacken am Ende des Hinterleibes; wovon das Infekt den Namen hat, find nur beym DENN, chen zugegen. Gröfsse W. 1957. Gelb, roth oder grün; die Flügel ungefleckt ; drey fchwarze Stteife über dem Bruftrücken ; der Hinterleib buntfcheckig. Aeshna grandis. Eabr, Jpee» inf. I. 525. n. Röfel Inf. II. Waller. Il. 9. Tab. 2. 3. 4 Degeer Ueberf. II, 2. 46. Tab 19. Fig, 12 = 13, Tab, 20. Fig. 1 = 16% Wohnort: Teiche, Nympha Pr Ny mnnhe- Buntflägelige N. 1958. Die Flügel gefärbt. Agrion Virgo. _Fabr. fpec. inf‘ I, 556. n,ı, Libellula 'Virgo, Enum, inf. auft, n. 600, Röfel Inf. II. 2. 49. Tab. ıo, Wohnort : Flüffe, Bäche, Glasflügelige N. 1959. Die Flügel farbelos. Agrion Puella. Fabr. fpec. inf. 557, m 2 Schäffer icon 120, Fig. 4. 5. Wohnort: kleine Moraftwäffer, Anm. DBeyde Arten haben eine Menge Spielarten unter fich, welches bey der-zweyten. Art vorzüglich gilt, .bey welcher es ausgemacht ift, dafs fie fich untereinander ohne Unterfchied begatten, r / Allgemeine Anmerkung. Die Larven diefer, und der beyden vorhergehenden Gattungen find fechsfüfsig , und unbedeckt,, leben aber in diefem Zuftande nicht lange, ‚sie find noch ganz klein, und fehr jung, wann fie fich in Pupen verwandeln, von denen fie fich übrigens aur durch den gänzlichen Mangel der Flügelfcheiden unterfcheiden. Die längfte Periode ih- res Lebens ift der Pupenftand;; fie bringen darin wohl zehn bis eilf Monate hin. Das ift nicht fonderbar: einige Schmetterlinge leben in diefem Schlummer eben fo lang, und ich habe eine Pupe des Wolfsmilchfchwärmers in der Tempe« »Nymph«e 205 Temperatur meiner Bibliothek, die- im’ Winter nicht ge» heizet, wurde ,„ zwey Jahre lang gehabt. Aber diefe Pu» ‚pen gehen , jagen wie Kazen, freffen fogar. ‘Auch dies if nicht fehr fondefbar : wir haben’ bereits einige Pupen an- geführt, welche gehen, und die Pupen:.des Haftes frefien auch, : Allein die Pupen diefer drey. Gattungen wachfen, und gerade in diefem Zuftande wachfen fie am meilten, Ihre Jagd ift fehr fonderbar, und man kann fagen, dafs fie beftändig darauf ausgehen, Längfam , obgleich mit beträchtlich langen Füfsen verfehen , fchleichen fie am Waf- fergrunde herum, bleiben wohl auch lange wie auf, einem Anftande an. einerley Stelle Unbeforgt fchwimmen die übrigen Bewohner des gleichen Waffers vorbey: denn nichts kündet den fürchterlichften aller Räuber an; kein fchreckliches Zangengebifs ,„ kein Wafferftrudel , kein aufge- fperrter Rachen erfchreckt ; nicht einmal ein Maul erbli=- cken fie an dem Wefen, vor dem fie forglos vorbey fchwimmen. Aber ehe fie fichs verfehen, find fie gefan- gen, und’beynahe auch gefreffen, Das Infekt hat fürch- terliche Kinnladen , und itt ein ungeheurer Freffer ; aber es hält eine Maske vor dem Rachen, der zum Verfchlingen geöffnet it, und diefe Maske vertritt zugleich die Stelle eines Hamens, und ift awiferdem noch mit zwo Klauen verfehen. Sie ift bey verfchiedenen Arten fehr verfchie- den gebaut; aber man macht fich einen der Wahrheit ziem- lich nahe kommenden allgemeinen Begriff davon, wenn man fich vorfteilt, dafs ein Menfch feine beyden offnen Hände an der Kante der kleinen Finger aneinander lese, und fo Nafe und Mund damit bedecke. Wirklich find auch beym Infekte -Glieder da, welche ziemlich unfere Ar- me. in. diefer Haltung vorftellen; die beyden Hände ftellen die 206 Skorpionflieee,; ‘die Maske vor, Kaum fchwimmt nun ein kleineres’ Fifch- chen, 'oder ein weicheres Infekt vorüber, augenblicklich fpringt die Maske.vor, fängt das arme Thier, ‚bringt es eben fo fchnell zum Munde, und hält es%a fe, Ich habe dem Spiele oft 'mit'Bewunderung ‚aber auch mit einer Art von Entfezen zuüseichen, Unwillkührlich entftand in"mir das Bild eines Heuchlers, ‘der unter der Larve des Bieder- imannes über den ‚geraden , ofinen „: redlichen Mann. herfällt, Ein abfcheuliches Bild! Kömmt endlich die Zeit der lezten Verwandlung her« an, dann kriecht die Pupe an den Waflerpflanzen an die Luft herauf, klammert fich da feft an, und’ erwartet, bis die Abtrocknung ‘der ‘äuffern Haut, die dadurch fpröde wird, gefchehen it, Bald fängt das in’ diefer Pupenhaut verfchloffene Infekt an, durch ‘Drücken und Stoßen die Haut zu fprengen, und kömmt nun als Luftbewohner mit vier Flügeln aus derfelben hervor. Aber es hat nicht aus dem Lethe getrunken; es raubt nun, wie vorher, nur of fener. In diefem Zuftinde begatten fich die beyden Ge= _fehlechter ‚ und das Weibchen legt feine Eyer ab, womit die Gefchichte von neuem beginnt, Ba; Skorpionfliege Gemeine S. 1960. Die Flügel einander gleich, fehwarz gefleckt. ' Panorpa communis. Enum, inf, auf. m. 633. Degeer Deberf, II, 2. 86, Tabs 24. Hm Kameelhals ‚207 » Wohnort : in Gebüfchen. Anm. Die Larve ift noch unbekannt. Göze- vermus thet nicht ohne Grund , fie lebe in der Erde, Kameelha Ve; Gemeiner K. 1961. Der Bruftrücken walzenförmigz das Weibchen mit einem langen , aufwärtıs ge= bogenen , fadenförmigen..Legeftachel, Raphidia ophiopfis. Erum, inf; auf. n. 636 ZZ Degeer Ueberf. II, 2. 93. Tab, 25. Wohnort: in Gebüfchen, auch in Landhäufern, Eben nicht felten, aber immer einzeln, Anm, Man kennt die Larve und die Lebensart diefes Infekts nich. Linnd befchreint wohl die Lärve, aber er fagt nicht, dafs er eine ordentliche wiflenichaftliche Beobachtung angeftellet habe. Vielleicht (ah er gerade fo viel, und nicht mehr, als ich, Ich fand nämlich vor« mals in Oefterreich in Landhäufern , die von ihren Bewoh- nern felten befucht würden, einige Male Infekten, welche ziemlich genau dem Kameelhalie giichen ; kein Theil, der ohne nähere Unterfuchung fichtbar it, fehlte, ausgenom- men die Flügel, Ich fand fie allemal einzeln, allemal im Innern der Häufer, allemal im Erdgefchoffe, da, wo etwa Bretter oder fonft irgend hölzerne B:kleidungen an der Wand befeftiget waren, Ich erinnerte mich an die Be- ‘ fchreibung des Linn, dazu fie mir die Auslegung zu geben fchienen; aber ich erzog fie nicht, weil ich fchiech- terdıngs keine Veranlaflung hatte, auf irgend ein Futter zu rachen ,„ das ich ihnen geben konnte, GRETETTIRZSIZEN ‚ Welpen, 208 WW efi-n 2 n. zu Undique Numen - Confpicuum, WVires ac mentem agnofce creantiy, ».. ANTILUCR En Gallwefpe. 226. Fühlhörner : fadenförmig. °: Cynips, Leseftachel: aus dem Bauchgrunde , längs des linfenförmig zufammenge- drückten Hinterleibes fortgehend, Bauch: mit. einer Rinne die Länge herab. - Hohlbauch, 227. Fäblhörner:- ungebrochen, auswärts Leucofpis. dicker, Legeftachel: aus dem -Bauchgrunde, in der Bauchrinne verborgen; die Scheiden mit der Bauchrinne ver- wachfen, am Ende des Hinterlei- bes frey, nach dem Rücken. ge= bogen. Beutelwefpe, ong, Fühlbörner : gebrochen, ' Coelogafter, Legeftachel: aus dem Bauchgrunde, in der Bauchrinne verborgen, ge- u. radez Holzwefpe. 229, Sirex, Wekp om 209 radez die Scheiden mit der Bauch- rinne verwachfen, am Ende frey. Fühlhörner : fadenförmig, Flügel: flach. \ Kiefer: breit, ftark, am Ende abge- ftumpfet und gezähnt, Hinterleib: ftiellos, am Ende zuge- {pizt. Sichelfehwanz. 230. Füblbörner : fadenförmig. . Serphus, Faulwefpe. 231. | Arge, Blattwefpe. 232. Tenthredo. Hinterleib: in eine dünne hornarti- ge, abwärts fichelförmige Röh- re geendet Fühlhörner ; drevgliedrig, Flügel : flach , übsreinandergelegt, Legeftachel: aus zwo sägezähnigen Platten, verborgen. Fühlhörner: neungliedrig, Flügel: Nach, übereinander gelegt, Legeftachel: aus zwo sägeförmigen Platten, - verborgen. Kammwefpe, 033. Fühlhörner: vielgliedrig, kammför- Diprion, mig oder sägezähnig. Flügel: flach, übereinander gelegt. Legeftachel: aus zwo sägezähnigen Platten, verborgen, Sackleiterwefpe. 234. Fühlhörner: borftenförmig, viel- Pien, gliedrig. Flügel: Nach, über den Körper herliegend, Fauna boica. 2, B, 2. Abth, 6) Lege- 210 weßpem Raupentödter, 235, Ichneumong Mordwelpe, 236, N Sphex, Schildwefpe, 237. Crabro, Leimenwefpe. 238. Chryfis, Legeftachel: aus zwo sägezähnigen Platten ,„ verborgen. Frefsfpizen: 4: die vordern länger. Zunge: fehlt. Fühlhörner : borftenförmig, oder fa= denförmig , vielgliedrig; die Glieder fehr kurz, fehr zahl- ‚reich, Legeftachel: eine dünne Röhre zwi= {chen zwo Scheiden, hervor= ftechend, Frefsfpizen: 4: die vordern länger. Zunge : eingebogen. Fühlhörner : fadenförmig , ungebro= chen, Io - ı2 gliedrig: die Glieder walzenförmig, Seachel: in den Körper zurückge- zogen. Frefsfpizen: 4: die vordern länger, Zunge : fehlt. Kiefer: gezähnt, am Ende abge- fluzt, eingefchnitten. | Fühlhörner : fadenförmig, gebrochen, 12 gliedrig, Flügel: flach, ungefaltet. Frefsfpizen: 4: die vordern länger. Zunge: fehlt, 2 Kiefer : unzerfchnitten. Fühlbörner: fadenförmig ,„ gebro= chen, ı2 gliedrig, PB Werfp em 211 Flügel: Dach, ungefaltet, Zellenwefpe. 239. Frefsfpizen: 4: die vordern N, Veipa, Blendwelpe, 24% Secolia. Zunge: fehlt, Kiefer: gezähnt, am Ende fpizig. Tühlkörner : gebrochen, auswärts alle mählig dicker, Flügel: die obern nach der Länge in eine Ealte gelegt. - Zunge: eingebogen, fehr. kurz. Fühlhörner: fadenförmig: die "Glieder undenutlich, Kopf: die Stirnhaut mit einer Ecke Ä über die Augen herliegend: Flögel: ungefaltew = Biene. 241, Zunge: eingebogen. Apis, Fühlhörner: fadenförmig: die Glieder fehr zahlreich, wundeurlich. Kopf: die Augen unbedeckt. Dlägel: aufliegend , ungefaltet - Mutille. 242. Zunge: fehlt. Muulla, . Kiefer: ganz, am Ende fpizigs Fühlbörner : fadenförmig, vieigliedrig; die Giieder undewtlich, Flügel: ungefaltet, oder fehlen, Ameife. 243. Zunge: fehlt. Formica, Fühlbörner: gebrochen: das erfte Glied lang. Hinterleib: geftielt: der Stiel aus Knöt«- chen zufammengefezt, 02 Flügel: 212 Gallwefpe Flügel: wagrecht aufliegend, oder (bey den Gefchlechtlofen ) fehlend. Gallwefpe Heckrofen G. 1962. Schwarz; der Hinterleib rofffar- ben, am Ende fchwarz; die Füfse roftfarben. vn Cynips Rofae, Enum. inf. auff, n. 637. Reaum, Inf, III. 2.243 -251, Tab, 46. Fig. 1-7. et Tab, 47. Wohnort: in den Schlafäpfeln der Heckrofen , und in den angehäuften, faft kahlen, Gallen der Hundsrofe, die fich manchmal an den Enden der Zweige befinden. Eichenblatt G. 1963. Schwarz; der Bruftrücken 'ge- fireift; die'Füfse sciohiehngau 5 ; die Schenkel unten fchwarz. Cynips Quercus folii. Enum. infect. auftr. n. 638. Röfel Infect, III. Tab. 52 et 53. Wolmort: in den grofsen kugelförmigen Galläpfeln der Eichenblätter. Eichenbeer G. 1964. Schwarz; Kopf, Grund der ‚Fühlhörner, und Füise gelb, Cynips Quercus baccarum, Fabr, fpec.-inf. I 403: m Sale | 7 Wohnort: in den kleinen braunen kugelförmigen Galläpfeln auf der Unterfeite der Eichen- blätter. Anm. Gallwefpe ar Anm, Zweymal fo grofßs als ein Floh. Der Kopf gelblicht; die Augen famt der Stirne, der Bruft, und dem Bruftrücken tieff[chwarz, ohne Glanz. Die. Füße gelblicht ; die Fühlhörner braun : am Grunde gelblicht ; der Hinterleib flohfchwarz. | Achtfaamen G, 1965, =» » - Cynips octofporifex. Galles en Champignon. Reaum. Inf, III. =. 191. Tab. 42. Fig. $ - 10. mittelmäßig. Cynips inoculatus, Kühn Naturf. XVII. 21% Malpighi opp. II. 20. Tab. 7. Fig. 15. — Plant, anatom, II. 2. 25, Tab, 7. Fig ı5. Wohnort: auf der Unterfeite der Eichenblätter. Anm. Es erfcheinen im Spätfommer auf den Blättern der Eiche tellerförmige, beyderfeits flache , unten glatte, oben filzige Körper von 2 Linien im Durchmefler, aber auch darunter. Ihre Farbe ift anfänglich grün, und wird mit der Zeit graubräunlicht, auch braun. Sie fehen jenen kleinen Pilzen fehr ähnlich, die man wegen der acht Saa-= men, die fie in ihren durchfichtigen Gehäufen enthalten , Achtfaamen nennt, und ich hielt diefe Eichengallen anfäng- lich dafür, bis mich die Zergliederung eines andern be- lehrte. Sie find durchaus dicht, nur im Mittelpunkte ift eine fehr kleine Höhlung, und hier ift es auch, wo fie mittels eines fehr kurzen Stielchens auffizen. Die Larve und das vollkommene Infekt fah ich nicht 5 die Galle könnte daher auch wohl das Werk einer Mücke feyn, Eichenblartfliel G. 1966. Tieffchwarz; die Sta- chelfcheiden und Fufsblätter blafs roftgelb, Cynips Quercus petioli. Lin, faun, fucc, m 1523. 03 | Woln- 214 Gellwefpe Wohnort: in den Gallen der Eichenblattfliele und der gröfsern Ribben. Anm, Eıwwa noch einmal fo grofs als ein Floh, Die Fühlhörner fohbraun; fonft if das Infekt tiefichwarz; die Schienbeine bleichfchwarz, die Gelenke, die Fufsblätter, und die Scheiden des Legeftachels blafs roftgelb; der St2» chel feibft glänzend muichelbraun. . Unrichtig wird hier Röfel Inf. II, Tab, 35 und 36. angeführt, wo eine ganz andere Art abgebildet wird, Eichezreis G. 1967. Durchaus hell mufchelbraun; die Flügel waflerfarben; die Augen und der Le geltachel fchwarz, Cynips Quercus ramuli, Fabr, Jhee, infecz, I. 404. n. 8. Wohnort: in den weißwolligen Schlafäpfeln der Es che, im Frühlinge, Flugzeie x Junius. Eichenrinde G. 1968. - = - >» Cynips Quercus corticis, Lin. faun. füec, n. 1326, Bergmann fehwed, Abhandl. 1761. 140. Wohnort: in den Becherpiizförmigen Gallen der Ei= chenrinde , die ganz in diefelbe verferkt find. Ich fand diefe Gallen in mittelmäßig alten Eichen des Lendinger Waldes zur Genügez aber das Infekt konnte ich fo wenig als Bergmann entdecken, Knoppern G. 1969. Braun; oben mit bläffern Längs« ftreifen. >&. | Cynips Quercus calycis. Burgsdorf Schrift, der Berl, Gefell, IV, Tab. 1,2 Wohn Gallwefp« Ei: a1l5 Wohnort: in den Gallen ERRDRERN: der ERa kelche. Anm. Das Infekt felbft fah ich nicht, aber frifch ge= Sammelte wahre Knoppern. Die Urfache ift alfo da, weil die Wirkung da if. Aber warum find die Knoppern in Baiern nicht häufiger? Diefe ift die erfte Frage, Wäre es nicht möglich, fie bey uns häufiger zu machen, als fie find? Dies it die zweyte Frage. Werden fie auch mit den Hungarifchen (eigentlich Kroatifchen und Moldauifchen ) von einerley Güte feyn? Dies ift die dritte Frage, Man könnte noch eine vierte hinzufezen: wie reimt fich die vom Hın. von Burgstorf gelieferte f) Naturgefchichte des Knopperninfekts mit unferm Klima ? I. Wir kennen überhaupt noch zu wenig die Urfachen, die gewilfe Infekten an einen ‚Ort gleichfam hinbannen. Der Hauswurzfalter it in Baiern nur um Regensburg, Weltenburg, Sulzbach, Neuburg, und Hohenfchwanngau, und in lezterer Gegend in fo grofser Menge da, als es im flachen Lande die Kohifalter feyn können; fonft überall fehlt er gänzlich. Klima ift es nicht, was ihn in diefe Gegenden befchränkt: Hohenfchwanngau und Regensburg find nach ihrem phyfilchen Klima vielleicht fo fehr verfchie=- den, als Petersburg und Berlin; Futter auch nichts denn wer könnte einen Ort in ‘ganz Baiern nennen, wo der Mauerpfeffer (Sedum album), das Futter diefer Raupe, nicht wüchfe ? Es gehört ohne Zweifel eine befondere Verbindung von Umftänden dazu, wenn eine wilde Thier- art fıch von felb# in Ländern, oder Gegenden defleiben @4 Landes, [eos ee no} :N.2.0, 3: 2316 Gallwefpe. Landes , worinn ihm übrigens die Natur Futter im Menge, und anftändiges phyfifches Klima, vorbereitet hat, ausbrei- ten follte. Wirklich it das Knopperninfekt da, wo es in Baiern it, nicht fparfam vorhanden: der Landmann , bey dem ich auf einer von meinen Reifen zu Schönberg im Rentamte Straubing. und Landgerichte Bernftein die Knop- pern fah, hatte fich auf einem ganz kleinen Wege, durch welchen ibn ganz andere Geichäfte führten, einen ganzen Hut voll blos abgefallener gefammelt, und die übrigen nur deswegen liegen laffen , weil fein Hut nicht mehr fafe fen konnte. Die wichtige Urfache der Geringfügigkeit des inländifchen Knoppernvorrathes in Baiern liegt wohl darinn, dafs die Eichenblürhen fo fehr oft erfrieren, und das noch häufiger in den Niederungen, dem Standorte der Stieleiche, als auf den Bergen, wo die Traubeneiche zu Haufe ift, II, Aus dem, was ich eben gefagt habe, erhellet fchon genugfam, wie viele Schwierigkeiten die Natur uns entgegen feze, wenn wir diefes Produkt in Menge erzie- len wollten. Aber auflerdem würde es nahe an die Un- möglichkeit gränzen , ein fo kleines Infekt in fo ungeheu- rer Menge in unfere Waldungen zu bringen, als wirklich nothwendig wäre, wenn wir dieKnoppern in einer Menge, | die mit unferm Bedürfniffe in einigem Verhältniffe ftünde, erhalten woliten ; von der Unmöglichkeit nichts zu melden, fo winzige Infekten in vollkommner Freyheit, und auf hohen Bäumen wider ihre Feinde, wider Krankheiten , und taufend andere Unfälle hinlänglich zu fchüzen, wo es die Natur nicht thut. IIl, Ich zweifle aber fehr daran, ob unfere Knop- pern, hätten wir fie auch in Menge, die ausländifchen | entbehr- Gallwefpe 217 entbehrlich machen könnten. Baiern liegt zwifchen dem 47 und 50 Grade nördlicher Breite; die Moldau geht zween Grade tiefer in Süden hinab, und Kroatien liegt zwifchen dem 45 und 46 Grade. Mit Kroatien darf fich alfo Baierns Kliina nicht vergleichen; und mit der Mol- dau? Hier theilt freylich der 47 Grad Nordbreite das Land faft in zween Theile, davon wenigftens der nörd- liche mit dem füdlichern Theile von Baiern gleiche Brei- ten hat. Aber wir haben gerade in diefem geographifch füdlichern Theile ein fehr nördliches phyfifches. Klima, was in der Moldau ganz anders ift. Schon feine viel tie- fere Lage macht diefes Öftliche Land beträchtlich wärmer; der Oftwind kann dort nicht fehr kalt feyn, da er über das nahe [chwarze Meer kömmt, alfo eher Wärme zulei=- tet, als, wie es bey uns gefchieht, ableitet; der Nord« wind wird von den hohen Lebirgen abgehalten, die das Land auf diefer Seite hat, das überhaupt fehr ftark nach Siiien abhängt, wie alle feine Flüffe beweifen, die falt gerade nach Süden laufen. Durch diefe Lage mufs dann die Moldau ein fehr beträchtlich wärmeres Klima haben als Baiern. Nun lehrt uns aber die Erfahrung, dafs in wär« mern Klimaten die Pfanzenöle (überhaupt ihr Brennbares, von dem alle harzig adftringirende Kraft herkömmt) weit coneentrirter find; und gerade diefe Concentration der ad« firingirenden Kraft macht uns die Knoppern, fo unentbehr- lich, Bey diefem Theile der Lederbereitung, der Lohga- re, kömmt alles darauf an, auf dem kleinften Fiecke die gröfste Kraft anzubringen, um dem Leder die nöthige Feftigkeit zu geben, Hier läfst fich innere Wirkfamkeit nicht durch. eine gröfsere Menge des Lohftaubes erfezen, der unmöglich auf derfelben Fläche, die von einer klei- O5 nern 218 Gallwefpe. nern aber wirkfamern Menge bedeckbar if, beyfammen liegen kann. IV. Wären diefe Bedenklichkeiten nicht vorhanden, fo dürfte uns die Naturgefchichte des Knopperninfektes, wie fie Hr. von Burgstorf liefern konnte, nicht hin- dern, die Erziehung diefes nüzlichen Garmittels zu hoffen: denn ı) if das Infekt doch wirklich da; 2) beweift dag Auskommen eines Iniekts aus feiner Pupe auf dem Zim- mer eines Naturforfchers nicht allemal das Naturgeiez , . welches im Freyen beobachtet wird. Es hiefse Watler in die See tragen, wenn ich diefen Saz, welchen diejenigen Entomologen, die Schmetterlinge erziehen, alle Tage be= fättiger finden, beweifen woilte, Die fich felbft überlaf=. fene Natur verfpätet und befchleunigt diefes Auskommen nach Umftänden, die eben fo genau auf das frühere oder Spätere Treiben der geeigneten Pflanzen, als auf die Kör- perbefchaffenheit diefer Thierchen berechnet find, Nicht - eben gerade in diefem oder jenem aftronomiichen Monate, fondern im Blüthenmonate der Eiche entfchlüpft das Knop« perninfekt feiner Galle Aborn G. 197% - = = a Cynips Aceris, Wohnort : : in den kugelförmigen Gallen des weifsen "Ahorns, | Bachweiden 'G, 1971. Schwarz; die am Ende keulen- förmigen Fühlhörner und die Füfse gelb, | Eynips Salicis, Re Inf; IL We 47. Tab. 10, Ki: 1-4 Wolhn- Gallwefpe ‚219 Wohnore: in den länglicht kugelförmigen rothen oder gelblichten Gallen der Bachweiden, die Mitten ‚durch das Biatt durchfezen, "Bindweiden G 1972 Gelb; der Bruftrücken fchwarz; die Fühlhörner borftenförmig. - | Cynips viminalis, Lin. faun. fuec. n, 1529, Röfel Inf. II. Wefp. 51. Tab. ı0. Big. 5-7. Wohnore: in den rothen erbfentörmigen Gallen der Bandweiden. b Anm. Lang 2 2ßW, Blattwefpenförmig.: die Fühl« hörner fchwarz, neungliedrig. w Weidenrofen G, 1973. Sattfchwarz; der Bruftrücken grünlicht, Cynips falicis ftrobili. Lin. faum, füee. a, 153% Wohnort: in den föhrenzapfenförmigen Auswüchfen verfchiedener Weidenarten, die an der Spize der Zweige entftehen, und öfter in eine ro= fenförmige Geftalt auswachfen, | Gundermann G, 1974, Dunkelbraun; der Bruftrücken feinbehaart. , Cynips Glecomae, Lin. faun. fuee. n. 1520, . Pommes du Lierre terrefir, Reaum, Inf, III. 2 'p. 239. feg. Tab. 42. Fig, 1-6 Malpishi opp. II, 22. Tab. 9, Fig. 24. ZZ Anas, plant, EI. 28. Tal, 9. Fig. 24. Wohnort ; in kugelförmigen behaarten Gallen, die gewöhnlich an den Blattflielen (zuweilen auch am Blatte felbft) der Gundelrebe fizen, Flugzeit: May, Die Gallen ündet man den ganzen Some hindurch, Ana, 320 Gallwefpe, Arm. ‘Das vollkommene Infekt if fattfcehwarz , we- 4 nig glänzend; - die Flügel find wafferhell 5. die Fühlhörner fat fo lang’als derLeib, und, wie die Füfse, rochbraun. Krazbeeren G. 1975. Goldgrün, punktirt; die Schwanzborfte kürzer als der Körper, Cynips. Rubi. Enum. inf auf. n. 646. Reaum, Inf; Ill. 2. mem. ı2, Tab. 36, Fig. 1-15. Wohnort: in den Gefchwullten des Ackerbeeren- ftrauchs, Lindenblatt G. 1976. - = = = Cynips Tiliae. Reaum. ‘Inf. III. 2. 306, Tab, 34. Fig. 9. Wohnort: dieLarven wohnen einzeln in trefpenkorn- förmigen‘, auf die Oberfläche der Lindenblätter lothrechten, Gallen. Sie find, ihrem Baue nach, Gailweipenlarven, aber zur Verwand- lung konnte ich ‚fie nicht bringen. lass G. 1977. -Sattfchwarz , ungefleckt. Cynips Fagi. Enum, inf, aufs n. 640. Reaum, Inf. III. 2. 225. Tab. 38. Fig, 7 - 18. Wobnort:.in. den birnförmigen Auswüchfen auf der Oberfeite der Büchenblätter, Weifsdorn G. 1978. Dunkel goldblau, nunkeikes die Fühlhörner auf einem gemeinfchaftlichen Stie= le; die Füfse mattbraun und fchwarz, Cynips Oxyacanthae. Wohnort: in den Spizen der Weifsdornzweige mit rothwerdenden Blättern, die mit fadenförmi- gen Borften befezt (ind, Rau« Gallwefpe ar Raupentödter G. 1979. Glänzend fchwarz: Kopf und Füße roftgelb, Ei Cynips Ichneumonis, Cynips niger nitens , pedibus pallidis, ichneumonum aphidum, Geoffr. paris, Il. 305. m. 26, Göze Naturf. XII. 210, Wolbnort : in den ‘Larven der Blattlaustödter. Anm. Auch die Fühlhörner am Grunde roftfarben, Ich erhielt ihn, indem ich die aufgetriebenen bronze= gelben todten Blattläufe (in welchen fich Ichneumonen im’ Pupenitande befinden ) in ein Gias verfchloß, und das Aus« kriechen der Blattlaustödter abwartete. Aber fo häufig der- gleichen Blattläufe vorkommen, fo felten ift doch gegen- r wärtiges Iniekt. Hohlbauch Kleiner H. 1980, Sattfehwarz; zwo Binden auf dem- Bruftrücken , ein Fleck» auf dem Schildchen, zwo unterbrochene Binden auf dem Hinter“ leibe und das Ende gelb. Leucofpis Coelogsfter. v. Hohenwart Schrift. der Berl, Gef. VI. 344. Tab. 9, Fig, 3.4 Coelogafter. Schrift. der Berl. Gef I. 303. Tab. $ Fig. 4-6. ; Wohnort: um Paffau. Anm, Die Hinterfchenkel linfenförmig gezähnelt. Zwei» 222 ı Hohlbauch, Zweifelbafter H, 1981. Sattfchwarz ; die Fufsblätter rothbraun; die Knie gelb; die Hinterfcherkel keulenförmig linfenähnlich; am Innenrande ge- zähnelt, : Leucofpis dubia, Wohnort: um Ingolftadt, Anm, Lang all, breit ıfl!, — Wer einmal den . kleinen Hohlbauch gefehen hat, zweifelt keinen Augen- blick, dafs gegenwärtiges Infekt in die Gattung gehörez gleichwohl hat ‘es die von mir angegebenen Kennzeichen (die offenbar von einem Weibchen genommen find: — die Mundtheile zu unterfüchen, war mir bey gegenwärtiger Art unmöglich, wenn ich das einzige Stück nicht Zerftö- ren wollte) nicht. | Sa Der Hinterleib ift eyförmig, zufammengedrückt, ohne Legeftachel, ohne Bauchrinne, ohne Deckfchuppe ;’am Hin= terleibe keine Binden; aber fonft durchaus derielbe Bau. Sollte das Infekt ein Männchen feyn 2 Es kam zwar beym After ein milchrahmfarbener eyförmiger Körper her- vor ; wars Ey? oder Auswurf 2? If es nicht ein Männchen der vorhergehenden oder einer andern Art, fo macht es ficher eine eigene Gattung aus. Beutelwefpe Kegelbauchige B. 1082. Coelogafter conicuss Wohnort : Ich fieng fie 1787. den 27 May an einem Fenfter meiner Bibliothek, Anm Beutelwefpe ‘223 Anm. Lang 3, Breite des Hinterleibes am Grun- de — ıf2"! kaum. Schwarz ; Kopf und Bruftrücken fpie- len etwas goldgrün. Die Fühlhörner kurz, von der Länge des Bruftrückens, vorwärts geftreckt, gebrochen, faden- förmig: das erfte Glied lang, helibräunlicht roftfarben, die übrigen walzenförmig, gleich fchwarz, Der Hinterleib ftiellos, fpizig kegelfürmig, etwas zufammengedrückt, mu- fchelbraun „ welche Farbe fich fpizewärts in Schwarz ver- liert, an den Seiten auf Goldgrün fpielte Der Bauch der Länge nach hohlkehlig mit verichliefsbaren Lippen; in die= fer Hohlkehle liegt der gerade Legeftachel, den famt der Hohlkehle bis fat an den Rand des dritten Ringes eine Schuppe bedeckt, die nur in der Mitte , ihrer Länge nach, Sehr {chmal linienförmig , etwas hornartig, an den Seiten aber, die mit dem Bauche verwachfen find, häutig if. Die Schenkel fehr verwäffert mufchelbraun; die Schienbeine. und Fuisblätter fait ganz farbelos. Die Frefsfpizen fafk farbelos, faft gleichlang: die vordern faft fadenförmig, dreygliedrig; an der Seite der Unterlippe angewachfen, das lezte Glied etwas dicker, auswärts linienförmig, ein« wärts eyförmig; die hintern etwas kürzer , fadenförmig , dreygliedrig (?): die Glieder gleichlang, an der Unter= feite der Unterlippe befeftiget. Die Kiefer klein, breitlicht, mit Einbegriff der Spize an der Innenfeite dreyzähnig, Keine Zunge, Zufaz. Zu diefer oder der vorhergehenden Gattung Scheint auch Scopoli’s Sphex. orbicularis zu gehören. Holzs 224 Holzwefpe Grofse H. 1933. Die Fühlhörner, eine Makel hinter den Augen, die Schienbeine und Fufsblätter, und Grund und Ende des Hinterleibes gelb. Sirex Gigas. Enum. inf aufk. n. 694. Reaum, Inf: VI 2. 84. Tab. 31, Fig, Ka Weib- chen, Fig, 5, ee Schäffer icon, 10, Fig, 2 Wohnort: im Holze der a Min Anm, Die zulezt aus Schäffer angeführte Figur wird von den Entomologen fehr irrig bey Ichneumon mani- ‚Feltaror angeführt, Die Larve nährt fich vom Holze, in welchem fie lebt, Aber das entwickelte Intekt ift ein Raubthier: Söder- ber g fieng.es, als es eben eine Raubfliege davon trug g) Gefpenfkartige H. 1994. Schwarzbraun; der Bruft- rücken viereckig, gelblicht weifs gerandet. Sirex Spectrum, Lin. uff. nat. 929. m 4. Schäffer icon. 4. Fig, 9. 10 | Wobnort;: bey Gern und Ingoifadt, Anm, Lang 7 ıfa!'!. Die Füße des Männchens mu- fehelbraun: die hinterften fchwarz mit mufchelbraunen Schenkeln.- Zwo gelblichte Makeln am Hinterkopfe. Das Weibchen fatrfchwarz, gröfser, die Füfse hell braunroth mit weifslichten Knien; die beyden Makeln am Hinter- Gute memeen g) Lin, Amoen. Acad, VIII 86. Holzwefpe zig Hinterkopfe , und die beyden Streifen am Pruftrücken milchrahmfarben, Der Legeftachel von der Länge des Hinterleibes: die. Scheiden am Grunde braunroth. Die Flügel rußig, Szahlblaue H, 1985, Der Bruftrücken feinzottig; der Hinterleib fchwar , blaufangelaufen,z Sirex juvencus. Lin. faun. fuec. m, 1575, Degeer Ueberf, I. 4. 22. Tab, 36... Fig. 7, Sulzer Gejch. Tab, BERBE. DD. 19... Wohnort: um Ingolftadt, n Anm. Die Füfse rothbraun. Beym Männchen, das ich nicht näher kenne, ift, nach Sulzer, der ganze Hinterleib, ausgenommen die zween erftien Ringe, braunroth, SichelfchWanz, Karafläkeligdr $, 1986. Schwarz; at, Füßse, und der Hinterleib glänzend mufchelbraun | ‚Serphus brachypterus. Schrift. der Berl, Gl. L . 307. Tab. 8. Fig, 78% Muf. Lesk, I. p. 82. n. 545. Tab, 2. Pig. z48. 2 Ichneumon bellator. Müller prod, n. 1840, Wohrort:; bey Paflau und Ingolftadt, De Anm. Die vordern Frefsfpizen fehr kurz, Zzweyglie= drig: das zweyte Glied dicker; die hintern viel länger , fadenförmig, viergliedrig; das erfte Glied kurz, die übrie- gen fadenförmig , einander gleich, Die Kiefer - - an lem todten Infekte find fie feft gefchiofien , und laffen fich nicht Fauna beica, 2, B, 2, Abt, ER deute 226 Sichelfehwanz deutlich unterfcheiden, fcheinen aber nichts weniger als den Kiefern’ der Holzwefpe ähnlich, fondern eher vom Baue wie bey den Blattwefpen zu feyn. ö In diefe Gattung gehört auch das im Mufeum Leskea- num gleich nach dem gegenwärtigen befchriebene Infekt, FaulweTtpe, Hundsrofen F, 1987. Die Fühlhörner gegen die Spize dicker; der Körper fchwarz; die Schienbeine blafsgelb; auf den Oberflügeln ein brauner Fleck. Arge uftulata. | Tenthredo uftulata. Lim, fyfl. nat, 922. n. 13. Tenthredo®longicornis. Preyfsler in Mayer Samml. TER Wohnort; bey Gern. Anm, Neben dem Randpunkte der Oberflügel ein lan- ger, fchwärzlichtbrauner Fleck, der bis an die Spize reicht, Die Fühlhörner dreygliedrig: die erften zwey Glieder fehr kurz, das dritte lang, bis an die Spize immer dicker, faft prifmatifch ,„ mit ftumpfen Kanten, Das Infekt, wobey Degeer den gleichen Linnäifchen Namen angeführet hat, ift ganz ein andres, Ausmeffung. | Länge des Infektes ara, Breite des Hinterebes - — 11% Gelenk- = nr Faubwefpe SIR Gelemklofe‘F, 1988. Der Fühlhörner leztes Glied das längite; der Körper durchaus fchwarzblau. Arge enodis. | a Tenthredo enodis, Enum inf, auft. n. 651, Degeer Ueberf; II.2. 282. Tab. 60, Fig. ı - 6. HWolmort > auf Sahlweiden. Larve: am Hinterrande fpizig; 18 fülsig, grün, ‚fchwarzpunktirt, mit einem gelblichten Seiten- ftreife, die Länge herab 5). Gartenrofen F. 19389. Der Fühlhörner drittes Glied das längfte, unten bartig; der Körper fchwarz. Arge ciliaris, Tenthredo ciliaris. Lin. fl. mat, 922. m. ı2. Wohnort: auf der Rofe. Gefchichte, Die Larve fizdt zu Anfang des Julius auf den Rofenblättern, die fie wie eine Schmetterlingsraupe abfrifst. Sie ift in der Ruhe S- förmig gekrümmt. Sie ift 18 füßsig, perlengrau, auf dem Rücken gelb, durchaus mit zahlreichen fchwarzen , punktförmigen War- zen beiezt, aus jeder diefer Warzen entfpringen einige fchwarze Härchen, Die Seiten nackt, ganz unten mit eiw) ner Reihe fchwarzer Warzenpunkte befezt. Der Kopf wachsgelb: zween fchwarze Punkte an der Stirne. Sie gieng bey mir den 13. Julius unter die Erde, und verpupte fich unter einem florähnlichen Gewebe, in das fie Erde mit eingemengt hatte, Den 3. Auguft kam die Faulwefpe heraus. Sie if trä- ge, durchaus fchwarz, auf blau ziehend, oder vielmehr Piz eilen- h) Degeer a. 2.0, 228 Faulwefpe eifenblaus’ Die Fühlhörner dreygliedrigs die zwey erften Glieder fehr kurz, das dritte lang, faft prifmatifch, auf der untern Seite bartfig. Die Füfse durchaus eben fo wohl, als die Flügel, von der Farbe des Körpers, Länge - - - - - - m 3 1% Breite über den Hinterleib ie I» Sie fcheint übrigens in einem aftronomifchen Jahre zwo Generationen zu haben? denn ich fieng fchen um die Hälfte des Maymonates ein Infekt diefer Art, Hagebutten F. 1990. Der Körper gelb‘ Kopf, Bruft- rücken, Bruft, und ZEN URN der Oberflü- gel gagatichwarz, Arge rofincola, Reaum. Inf. V. ı. 144. Tab, 1. Fig 9- ı% Degeer Ueberf. II. 277. n. 27. Tab. 39. Fig. 14° 20% Wohnort :_ auf der Rofe, . Anm. Die Fühlhörner fattfchwarz, auch die Spizen der Schienbeine und der Glieder an den Fufsblättern, die Seiten des Bruftrückens gelb wie der Hinterleib und die Füßse; die Flügel mit einem gelblichten Scheine, der ge= gen das Ende hin verfchwindet. Die Larve roftfärbig gelblicht mit fchwarzen Punkten beat, an den Seiten und unten fittichgrün. Die Verwandlung geht unter der Erde vor. “Das Muütterinfekt legt die Eyer in die Rofenzweige in einer mit ihrer Axe parallelen Linie z). Degeer irıt, wenn er fein Infekt für Tenthredo Rosa fae des Linne hält ’ und dem berühmten Manne. einen Verweis i) Reaum. k c. Faulwefpe 229 Verweis giebt k), dafs er die Glieder der Fühlhörner un- richtig gezählt habe. Wir. werden das Linnäifche Infekt unten an. feiner Stelle anführen, wohin. es wirklich . gehört, Zimmetrofen F, 1991. Die Fühlhörner fchwarz, blau fchielend; der Hinterleib und die erfte Hälfte der Flügel gelb: über die Flügel eine rußige Binde. Arge bicolor, , Tenthredo bicolor. : Enum. inf, auf. m. 652, Wohnort : um Ingolftadt, Sauerdorn FE. 1992. = = = = Arge Berberidis, Woimort: an den Blättern des Sauerdorns. Die Larve perlengrau, fchwarzwarzig: die Wärzchen kurzborflig,; diefe Wärzchen fınd in der unterften Linie der beyden Seiten gröfser. Zwo Reihen gelber Flecke längs des Rückens, Der erfte Ring am Kopfe mit fechs ichwefelgeiben Höckern. Der Kopf und ein Fleck am Af ter glänzend Schwarz. / Sie gieng den 23. Julius. in die Erde, und bante fich eine feidene Hülle; aber es kam mir das Bo lronunene In- fekt nicht aus, ah a kmere Anmerkung. Die Larven diefer Gattung, welche ich kenne, haben durchaus helle- Farben, und find mit vielen punktförmigen fchwarzen Wärzchen „ aus welchen kurze Haare kommen, Da besäet; a k) aa 0. 230 Blattwetp®. besäet; in der Ruhe nehmen fie gerne die Geftalt eines $ an, und find nicht furchtfam , fallen auch nie wegen blo-» fer Berührung vom Blatte, ‚wie die der folgenden Gat- tung. Sie haben ohne Ausnahme ı$8 Füße. Das vollkommene Infekt unterfcheidet fich durch feine dreygliedrigen Fühlhörner, von denen die beyden unter- ften Glieder fehr kurz find, das dritte länger, als beyde zufammen, ift; noch mehr aber durch feine Trägheit. Es fizt tagelang auf demfelben Flecke; und läfst fich mit den Fingern fangen, ohne dais man nöthig hätte, die mindefte Gefchicklichkeit anzuwenden. Blattwefpe, * Mit kolbenförmigen fiebengliedrigen Fühlhörnern, Dickfchenklige B, 1993. Schwarz; die Kolben der Fühlhörner roftgelb, die Fühlhörner mufchel= braun, Tenthredo femorata. Lin. faun, fues n. 1533. Le Frelon noir & Echancrure, Geoffr. paris, II, 263. N. 3. y Degeer Ueberf; II, 2.229. n. 2. Tab, 34. Fe, 1-.6. Wohnort: auf Weiden, Flugzeit: May, Junius, IE, Anm. Lang 3/4, Durchaus fehwarz. Das Kölbchen und ein Theil der Fühlhörner unter demfelben roftgelb ; die Fufsblätter mufchelbraun, auch die Schienbeine. Die Schen- Pr Blattwefpe 251 Schenkel der vier hintern Füfßse zufammengedrückt; die Flügel Glastügel mit mufchelbraunen Adern. Die Larve grün mit drey Längslinien : die beyden äu- fern gelb, die mittlere blaulicht, Die Verwandlung geht über der Erde in einem feidenen Gewebe unter dem Moofe vor, das den Fufs des Baums bedeckt, auf dem die Raupe gewohnt hat, Hier über« wintert fie als Pup«, Be Gelbe B, 1994. Die kolbenförmigen Fühlhörner, der Kopf, und die Fülse roftroth; der Hinterleib gelb: die Ringe am Grunde, und der erfte durchaus fchwarz. Tenthredo lutea, Enum. infect, aufl. n., 650 — Degeer Ueberf. II, 2, 223. ». ı. Tab. 33. Fig, 8 - 16, Röfel Inf. IL. Weh. Tab. 13. Wohnort : Weiden. ’ Flugzeit : April und wieder Junius, Die Larve grünlicht oraniengelb mit einem blauer fchwarz eingefaumten Längsitriche, Die Verwandlung geht über der Erde, jedoch am Fuße der Weiden und unter dem Moofe vor fich, in einem Gefpinnfte, in welchem. diefe Infekten als Larven über- wintern. Sahblweiden B. 1995. Der Hinterleib unten und an den Seiten braunröthlicht; die Schenkel und Fufsblätter gelbbraunröthlicht, Degeer Ueberf. 232, n. 3. Tab. 33, Fig. 17 - 24. P4 Ten- u 232 Blattwefpe Tenthredo Amerinae, Lin, faun, füecı n, 1536. Wohnort: auf Weiden, ' Die Larve vorne dicker als hinten, hellgrün,. weißlicht bepudert. — Ich fah nur die Larve, aber nicht das vollkommene Infekt, Degeer fagt, dafs fie über der Erde ein feidenes Gewebe macht , darinn überwintert, und fchon im Frühlinge (in Schweden im Maymonate) als Blattwefpe auskömmt, Seidenglänzende B, 1996. Die Schienbeine, Fuß blätter, und Gefäfse der Flügel gelb; der Köra per metallgrün, ungefleckt. Tenthredo fericea, Baier, Reif, 58. Wohnort: um Gern und Steingaden, | Schwarzmaklige B, 1997. Fühlhörner, Schienbeine, Fußsblätter, und Gefäße der Flügel gelb; der .. Körper mertallgrün? ein ununterbrochener fchwarzer Fleck auf dem Hinterle ibe, Tenthredo nitens. Lin. faun, fuec. m, 3539. Wohnort : um Gern und Ingolftadt, | Anm. Ganz wie die vorige, nur mit Ausnahme der fchwarzen vertiefien Makel, die mitten über die lezten Ringe des Hinterleibes, vom vierten Ringe angefangen , bis an den After herabgeht, Zufaz. Mit diefen be yden Infekten find aus Unacht= (amkeit und Uebersilung mancherley Verwirrungen vorge- “ gangen. Linnd hat fie ‚richtig unterfchieden. De geer befchrieb eine Blattwefpe , die nach feiner vorausgefchick- ten Definition ! ) fehr genau mit 7. fericea L. überein- kömmt u; 6) Infest, Ueber, I; 2, 275. m 26, Blateweflp®e 353 kömmt, eitiret aber dabey nicht T. fericea L. , fondern T, nitens L. -Von feiner Blattwefpe fagt er, fie {ey ein Weibchen gewefen Nun wirft Hr. Fabricius bevde Blattwefpen in Eine Art unter dem Namen Tenthredo fe- ricea zufammen, und giebt T. nitens L, zugleich als Spiel» art, und als das Weibchen an »»), welches in jeder Rück- ficht ein dreyfacher Fehler ift: denn ı) fagt Degeer von feiner Blattwefpe, dafs fie ein Weibchen fey; die ift aber nicht Tenshredo nitens, wie er. unrichtig. anführt , fondern, der Definition zufolge, T, fericea L.; 2) kann unmöglich ein Infekt zugleich zufällige Spielart und flandhaft ver- fchiedenes Weibchen irgend einer Art feyn; 3) fagt De» geer im Texte ausdrücklich, feine Blarttwefpe habe nur dreygliedrige Fühlhörner, von dem Baue, wie fie feiner dritten Familie ( meinen Fauiweipen) zukommen ; nun ha» ben aber fowohl T. fericea als T. nitens fiebengliedrige Fühlhörner von einem. höchft verfchiedenem Baue, ‘Man vergleiche nur IR Degeer., Sie har keulenförmige, nur ee Stücken befte- hende Fühlhörner, davon die erften beyden dicht am Ko- pfe fehr kurz, das dritte aber, oder die Keule, gegen die andern beyden fehr lang ift, n | Wir Sie hat keulenförmige, aus fieben Stücken beftehende Fühlhörner , davon die erfen beyden zufammen nur ein faft ungetheiltes Knöpfchen ausmaghen , das dritte walzen- förmig und das längfte, das vierte etwas verkehrt kegel- Pz3 förmig on [U y m) Spec. inf, E, 407. m, 9 BB Blattwefpe förmig ift, die drey lezten aber noch kürzer, ineinander gefchoben, doch deutlich unterfcheidbar, die Keule, aus- machen. ; “ Endlich habe ich von Tenzhredo fericea wirklich zweyer= ley Stücke befchrieben , die gar wohl Weibchen und Männchen von einander feyn mögen. Wenigftens follte man allemal mit dem Machtfpruche; das :fE nur Spielarty oder: das if das Weibchen von jenem andern, fehr behut= fam feyn, und ihn.gar nie wagen, ohne ihn entweder durch zuverläfige Beobachtungen zu unterffüzen „ oder durch ein Vielleiche zu mildern, *%* Mit neungliedrigen, auswärts dicker werdenden hr Fühlhörnern. Sigma B. 1998. Der Körper fchwarz : ein Z2 am Grun- de des Bruftrückens, einige Binden über den wa : » Hinterleib, und die Schienbeine gelb, Tenthredo Sigma. | 2 Tenthredosmigra; abdominis annulis quatuor albis, Uddmann di. n. 83: Wolmort: bey Gern. ; Anm, Schwarz; das erfte Glied der Fühlhörner eyför- mig, gelb; das zweyte fehr kurz; das dritte lang; die folgenden fechs ineinander gefchoben, dick, daher fie eine langgezogene Keule vorftellen. Die Oberlippe rothbraun : ‘die Gegend um diefelbe gelb. Am Grunde des Bruftrü- ckens eine fchwefelgelbe Linie, die ein griechifches quer- überliegendes > vorftellt, deffen beyde Winkel an die Flügel gränzen ; ein einzelner gelber Punkt da, wo fich die beyden Schenkel des Z. enden, Auf dem Schildchen ZWEeR Blatt wieakp & 235 zween fchwefelgelbe genäherte Punkte, und über demfel- ben zween kleinere entfernte oraniengelbe. Der erfte und vierte Ring des Hinterleibes ‚gelbgelaumt, der gelbe Saum des vierten unterbrochen; der fünfte Ring hat nur etwas weniges Gelb in der Mitte und an den Seiten; die fol- senden alle gelbgefaumt, Der Bauch durchaus fchwarz, _ Zu beyden Seiten der Bruft ein fIchwefelgeiber fchiefer Strich und ein gleichfärbiger Punkt zwiichen dem dritten und vierten Fufse an jeder Seite. Die Füße gelb: die Schenkel fchwarz: die des erften- und zweyten Paares an der Vorderfeite gelb; bey allen Grund und Knie gelb, Ausme[fung. BE 00 nenne Breit über den Hntereb - - ıı% Sie ift der T. rzjlica L. fehr ähnlich, aber davon ge- wils verfchieden, nicht nur an Zeichnung, fondern auch nach allen Ausmeffungen etwas größer: ‚doch habe ich beyderfeits Weibchen verglichen, Geifsblatt B. 1999. Die Fühlhörner gelb; der Körper fchwarz; zween fchiefe Striche am Grunde des Bruftrückens , ein Doppelpunkt am Schild- chen, und Binden um den Hinterleib gelb; die Schienbeine und Fufsblätter oraniengelb, Tenthredo ruftic. Exzum, inf. aufl. m. 653% Degeer 'Ueberf. II, 2. 234. Tab. 34. Fig. 9-19. „ Wolmort: auf dem Geifsblatte, nach Degeer, Ich fand das entwickelte Infekt in Hecken, wo kein Geifsblatt, aber vielleicht der Hecken- kirfchenftrauch da war. Band» en. RER nie & Bandweiden B. 2000. Der Körper fchwarz} zween gelbe Punkte ‘am Grunde des Bruftrückens 5 _ die. Ringe des Hinterleibes , auffer dem zwey« . teny dritten, und fechsten, geibgefaumt, ' Tenthredo viminalis, Phyf. Auff 126 Wohnort: auf Weiden, um Ehekirchen, Flugzeit: September. Ä | Ungleichfüfsige B. aooı. _Sattfchwarz; die vier Vorderfüfse hochgelb; die Hinterfüßse fattroth, Tenthreda diverfipes. Wohnort: um Burghaufen, Anm, Durchaus fättfehwarz;5 die Oberlippe, die vier Vorderfüfse, und der Grund der Hinterfüfse limonien- gelb; die Schenkel und’Spizen der Schienbeine an den Hin- terfüfsen roth® ein fchwarzer Stzich. an der Rückfeite der .. Schenkel. ‚Sechsbändige B, 2oo2, Sattfcehwarz; der Hinterleib mit gelbgefaumten Ringen ; der zweyte, dritte, und fechste faumlos; die Fühlhöraer sägezähnig, Tenthredo fexannulata. Wohnort: um Ingolftadt. * . Flugzeit: Augufl. Aym. Lang fat 6, Dürchaus fattfchwarz. Ueber der Lippe ein Querftreif und ein Mondchen fchwefelgelb. Das erfte Glied der Fühlhörner roftfarben, das zweyte fehr ..Kurz, das dritte das längfte, Die Fühlhörner find über- haupt etwas zufammengedrückt, werden auswärts allmäh- lig dicker, und find unten sägezähnig. Am Bruftrücken zu beyden Seiten des Halfes ein Punkt, am Grunde R des Blattwefp« 237 des Bruftrückens vor der Einlenkung der Flügel ein vor« wärts gehender Strich wie eine Achfelfchnur , und an der Bruit: vor der Einlenkung des lezten Fufspaares ein Fleck ichwefeigelb. Die Fülse roffarben mit fchwarzen Flecken an den Schenkeln. Die Flügel etwas trübliche wafferheil: die äufsere Hälfte fchwärzlicht mit roftiarbener Randribbe, Der Hinterleib hat den erften, vierten, fünfe ten, fiebenten, achten, und neunten Ring gelbeingesaumt, aber nur die Säume des erften, vierten, und fünften Rin» ges gehen über den Bauch herüber, die Den bleiben an der Oberjeite zurück Ul men B..2003. Durchaus fchwarz ; ; die Flügel durch“ fichtig fchwarz; die Fülse gelb. Tenthredo Ulmis - La mouche - & - fcie noire & Date fauves. Geofa f froy paris. II. 286 N. 32. Wohnort (des entwickelten Infekt es): auf der Ulme. Flugzet: Auguft, Anm, Lang 2 apa, Die Hinterfüße find zuweilen fchwärzlicht. Linne und Fabricius führen das Citat aus Geof« froy bey T. Ceraf an; aber diefe Blattwefpe hat ein gel= bes Schildchen, und Geoffroy’s Infekt, wie das mei- nige, hat es weiß, Erf die Larve wird enticheiden können, Ob Reaumäürs Tetard 2) hieher, oder zu T. Ceraß gehöre, wie Linne und Fabricius glauben ,„ oder eine andere Art bezeichne, müffen gleichfalls Beobachtungen« erft enticheiden, Korb 2) Inf, V, Tab, 1%, Fig, I»6 338 Blattwefpe Korbweiden b. 2004. Der Körper gelb; der’ Kopf fchwarz mit gelber Lippe; die lezte Hälfte des Bruftrückens „ und die ‚ganze Seitenribbe der Oberflügel fchwarz. Tenthredo Salicis, Enum. inf, auf, n. 683% Wolnort ; auf Weiden. Flugzeit: May, Junius, Anm, Auch das Ende des Afters, der Schienbeine und der Fuisblätter fchwarz. KR Fadenförmige neungliedrige Fühlhörner, Braunwurzel B,. 2005. Die Fühlhörner auswärts et- was dicker, gelb; die Hinterleibsringe gelb eingesaumt; der zweyte und» dritte ganz fchwarz. | Tenthredo Scrophulariae. Erum, inf. auft. n. 663. Wohnort: auf der Braunwurz. °’ | Anm. Die Larve 22 füfsig, raupenförmig, reinweißs, Ichwarz gefleckt. Häufig, wo fie vorkömmt. ‚Flugzeit: Auguft. | Gelbhörnige B. 2006, Die Fühlhörner gelb; der Kör- per gelb: der Kopf und das Ende des Hinter- leibes fchwarz. Tenthredo flavicornis. Fabr. fbec.. inf. I. 410, m. 20, Tenthtedo flava. Scop. carn, n. 731. __ Pod graec, 102, m. 5. 3 Tenthredo poecilechroa. Enum, inf. aufl. n, 654. Schäffer icon. 7. Fig. 12, Wohnort : in Oberbaiern, Anm. Blattwefpe 239 Anm. Der Kopf fehwarz; die Mundtheile gelb ; die, Fühlhörner und Füfse.oraniengelb, doch haben. die Schen-. ' kel unten etwas Schwarzes und die hinterften find faft ganz fchwarz; zwifchen der Einlenkung des dritten und vier- ten Fufspaares ein gelber Punkt. , Der Bruftrücken oranien- gelb mit fchwarzen Zeichnungen und zween gelben Punk- ten über dem Schildchen. Der Hinterleib faft roftgelb: vom fünften Ringe fchwarz, Die Flügel wafferfarben mit einem gelben Blicke; die Spize fchattenbraun , der Auffen= sand oraniengelb, Ausmeffung. Eine. = 1e, - - 5 ıfalt, Breit über den Hinterleib - I 2. Grüne B. 2007. Der Körper srün: der Hinterleib über die Mitte herab fchwarz, Tenthredo viridis, Enum. inf, auft, n. 674. Tenthredo mefomela. Scop, carn, 723. Schäffer icon, 7. Fig. ıı, . Wohnort: Birkenwaldungen; Erlengebüfche, Gelbaderige B. 2008. Der Körper tieffchwarz ; der | Auffenrand der Flügel oraniengelo; die Rän- der der Ringe des Hinterleibes an den Seiten weils, Tenthredo fulvivenia, Enum, inf, auf, m, 682. Wohnort: bey Burghaufen, Flugzeit: April. Anm, Tieffchwarz; die Oberlippe und der Rand der Vorderflügel oraniengelb ; die Flügel felbft tief fchatten- braun; die zween geltielten Punkte um die Gegend des Schild» 240 Blattwefpe Schildchens weifs, Die Ränder der Ringe am Hinterieibe an den Seiten weils mit einem Blicke in Grün, Ausmeffungen. Länge. des Infektes = - soll, des Fühlhorns. o = 1,188 des Vorderflügels = ee Breite des Infektes - - ae 'Rosherlen B. 2009. Der Körper fchwarz; der Bruft= rücken roth. - Tenthredo ovata, Enum. inf, auf, n. 688. Degeer Veberf, LE 2,257: ns. Tab, 35. Fig, 1 =- I. Wohnort: auf Rotherlen, Anm, Eine der kleinften. Die Larve if matt und bleich meergrün, und durch- aus mit einer abwilchbaren weiisen wollenähnlichen Sub= ftanz pudelartig bekleidet. sie kömmt felten vor’; ich fah fie nur einmal, Ä H KeisKol: en B, 2010. Der Körper fchwarz; die Füßse und drey Glieder des Hinterleibes rothbraun. Phyf, Auff, 171. _ en Tenthredo pavida. Fabr. [hec. inf. L-aıı. 2. 27, Degeer Ueberf. II, 2. 244. m 8, Tab, 35, Fig; 12 =71%, Schäffer icon, 7. Fig. 10. Wohnort: auf der Rofe, „ “ Die 'Larve zwanzigfüfsig, oben dunkelgrün , unten aeg: der KOpR rothgelb, = 'Rotba us Bieattwetpe. 241 Rotrhbindige B, 2oı1, Der Körper fattfchwarz ; der Hinterleib walzenförmig: vier Ringe braun- roth ; die Mundrheile. fchwarz. Tenthredo ligataa Müller prodr, ». 1732, Schäffer icon. 7, Fig. 5. Anm, Der 2, 3, 4 und 5te Ring des Hinterleibes durchaus braunroth. Zuweilen ilt die lezte Hälfte des vierten Ringes fchwarz, : : an "Männchen. Weibchen, Baer un aa u — “ Breite des Hinterleibes = ı - ı 1/4. Einfa me B. 2012. Der Körper gagatfchwarz ; der Hin= terleib linienförmig: die vier mittlern-.Ringe rothbraunz; die Mundtheile gelb, Tenthredo folitaria, Enums inf, aufl, ‘ns 658. Wohnort: um Burghaufen, Anm, Vielleicht it T. blanda 0) eine von den in mei- nem öfterreichifchen Verzeichniffe unter der angeführten Nummer befchriebenen Abarten, Tannen B. 2013. Der Körper Ichwarzs der Eisileih faft fachgedrückt; vier Ringe braungelb; die Flügel rußig. | Tenthredo Abietis. Lin. faun, fuec. n. 1546. Wohnort: vielleicht auf Tannen, wenigftens in der Nachbarfchaft von Tannenwaldungen habe ich, wie Linne, fie gefunden. Flug- 0) Fabr, fyft, entom. 323. n. 30, Faunaboeica. 2.,B, 2. Abth, Pe) 242 ., BilTetwWelpe . Flugzeit: April, May, Rothbauchige B, 2014. Der Körper fchwarz; der _ Bruftrücken am Grunde, und der ‚ganze Hin terleib gelbroth, | Tenthredo fulviventris. Emum, inf, auf, n, 679. Scop. carnı n,736.: Tenthredo germanica. Fabr, fpec. inf. je 412, 2, 296 Wohnort:‘um Ingolftadt und am Leche, Flugzeit: May und Julius, | Anm. Die Flügel fchwarz: der Auffennerve und Randpunkt tiefer {chwarz. Weijshörnige B. 2oı9, Die Fühlhörner an der Spize weifs; der Körper gagatichwarz ; die Flügel waflerfarben : gegen das Ende fchattenbräun« licht ; die Schienbeine roftfärbig. | Tenthredo albicornis, Fabr. ec. inf. I.a12. m 3I. ‘Wohnort: bey Gern und Flohenfchwanngau. Anm. Die .lezten drey Glieder der Fühlhörner weiß; die Oberlippe mufchelbraun? an den Seiten weiß; die Schienbeine und die Fufsblätter roftfarben mit einem gel=- ben Scheine , gegen die Spize fchattenbräunlicht:; die Ribbe am Auffenrande roftfarben. - Ausmef[fung,. | Baue., ma u De aa Breit über den Hinterlib - 11 Gering elte B. 2016. Die Fühlhörner an der Spize weifs; der Körper gagatfchwarz; die Schien- beine mufchelbraun; die Flügel durchaus wa£- Terfarben. { Tenthre» Blattwefps 243 Tenthredo annularis, Emm, inf auft, n. 655. Wohnort: um ‚Burghaufen, Gern und Neuburg aa der Donau. BRofßfärbige B, 2017. Die Fühlhörner an der Spize weils; der Körper bräunlicht roflfarben ; Baus rücken , Bruft und Scheitel fchwarz, „ Tenthredo ferruginea. Enum. imf. auf. n..656. " Schäffer icon. 115. Fig, 4. ZZ ion, 191, Tip. 2, 3% Wohnere: Wiefen, Anm. Hält man diefe dreyerley Blattwefpen gegenein - Srinde allt, Breit über den Hinterleib - ı ıf. Wienerifche B. 2031. Die Fühlhörner fpizewärts et- was dicker; der Körper fehwarz: fünf gelbe Binden auf dem Hinterleibe; die Flügel waf- ferfarben: ein grofser iIchattenbrauner Fleck am Auffenwinkel. Tenthredo viennenfiss Erum. inf auft, n. 666, Wolmort : bey Gem, : Flugzeit: Julius. Q5 Rüben 250 Bıasawetpe Rüben B. 2032. Die Fühlhörner fpizewärts etwas di- cker;: der Körper fchwarz; das Schildchen gelb mit einer fchwarzen Binde; die meiften Ringe des Hinterleibes oben, unten alle gelb= gefaumt. Tenthredo Rapae, Enum, inf, auf. ms 676. 2 Tenthredo nigra , abdomine annulis feptern nigris, Uddmann difl n: 85. Wohzort : auf Schirmpflanzen kömmt das entwickelte Infekt käufig vor. Trauernde B. 2033. Der Körper unten gelblicht weis, oben fchwarz mit weifsen Zeichnun= gen, Tenthredo luctuofa. ? Tenthredo mefomeila. Ein. faum fuec, n. 154% Wohnort: bey Burghaufen, | Arm. Die Fühlhörner durchaus fehwarz. Die ganze Einfal- - $uag der Augen , die Gegend des Mundes, dieMundtheile, die Bruft, derBauch gelblicht weiß: auf derBruß zwo fchiefe Linien und ein länglichter Fleck zu beyden Seiten fchwarz; die Füfse gelblicht weifs: auf ihren Rücken fchwarz. Der Bruftrücken fchwarz: zwo weifse längsherabgehende Linien am Grunde; an der Einfaffung der Oberflügel ein weifser Punkt; das Schildchen, nebf zween Punkten. über demfelben, weifs; an der Verbindung, des. Hinterleibes mit-dem Bruftflücke ein weißer Querftrich, Der Hinter- keib oben fchwarz: das Weifse des Bauches zieht fich bald mehr, bald weniger, an den Seiten herauf, er Weifsbartige B. 2034. Schwarz; die Mundtheile , zwey Schüppchen am Schildchen; die Ränder | ; des Blattwefpe, e5L #000 0% des Hinterleibes, die Knie, eine halbe Binde an den hintern Schienbeinen, und die Vorder= feite der vier eıften Schenkel perlenweiß. „Tenthredo albipalpis, Wehnert : um Ingolftadt, Flugzeit : May. Blarfchildige b. 2035, Der Körper Eher; der Bruftrücken. zu beyden Seiten vor den Flügeln zoth; der Randpunkt und die Randribbe der Oberflügel fchwarz, Tenthredo haematodes, Erum. inf. auf, m. 678 Wohnors: bey Gern, Flugzeit : May. Beißgelenkige B, 2036. Der Körper fchwarz; der Grund desBruftrückens dunkelzoth; die Schien= h beine am Grunde weiß, | TFenthredo leucogona. Wolzort : auf Erlen bey Gern und Ingoladt, Flugzeit: Auguft, Ana Durchaus. gagatichwarz, aufser an den genann- ten Theilen, Die Flügel wafferfarben : die Randribbe mit dem dazu gehörigen Randpunkte fChwarz, Ausmeffung. Lang = - a Sf, Breit über den Hinterleib: 1 ıfall!. ‚Sie ändert ab mit Fühlhörnern, die unten fpizewärts weifs und zufammengedrückt find, Gelbad erige B. 2037. Der Körper fehwarz; die Auf fenribbe der Oberflügel oraniengelb.. } Fen« Pe a - Blatrtwefpe Tenthredo fulvivenia, Eins inf. nn n, 682. Wolmort: um Burghaufen. Rorbleibige B, 2038. Der ganze Hinterleib und die Füße roftroth ; die Flügel fchattenbraun, Tenthredo rufl. Wohnort : bey Gern. / Ausmeffung. Lang - BR = Breit über den Hinterleib - ı 1fa. PLA Gelbfüfsige B. 2039. Schwarz; die Mundtheile und die Füfse fchmuzig roftfarben ; die Flügel waf- ferfarben. Tenthredo flavipes. Erum, inf. ur n. 686. Wohnort: um Ingolitadt, Flugzeit: Junius, Julius. Anm. Lang ', Kammwefpe. Plartkö pfige K. 2040. Sattfchwarz; der Kopf flach- * gedrückt, rückwärts gelb eingefaumt; der Grund des Bruftrückens gelb eingefaumt; vier gelbe Binden über den Hinterleib, Diprion Cephalotes, Tenthredo Cephalotes, Fabr, ie Pr 7, re n. 14. 2. Schäffer icon, 130% Fi. ER Wohnort: bey Gern. \ Wach- Kammwefipe 253 Washholder K. 2oyı. Schwarz; die Seiten des Hin- ‚terleibes gelb; der Bruftrücken glatt. Diprion Juniperi. Tenthredo Juniperi.' Lin. fl. ieh 923: P. 15% Tenthredo pterophorus Sulzer Gefih, Tab. 26. Fig. 56, Tenthredo atra, antennis uno verfu pectinatiss Udd- mann di, n. 91. Tab. 2, ig, 12; Wolmore: auf Wachholder, Flugzeit: May. | Anm. Die Fühlhörner des Männchens kammförmig, I die des Weibchens sägezähnig. Die Gröfse des Infektes | it nur unbeträchtlich, | | Fichten Ks 2042, Die Fühlhörner doppelt gekämmt ; der innere Kamm kürzer ; der Körper fchwarz: die Hinterleibsringe an den Seiten, und der lezte durchaus, gelb (Er), Die Fühlhörner sägezähnig; der Körper fchwarz : unten durchaus, oben die Ränder . der Bruftrückenfücke, der Grund, das Ende, und die Seiten des Hinterleibes fchmuzig gelb (8 ie) Diprion Pini. Tenthredo Pini, 'Degeer Ueberf. IL, 2.247. =. 10, Tab, 36. Fig. ı - 28. Tenthredo Eques, New. entom. Mag. I. 288, Tenthredo nigra, antennis duplici verfu pectinatis, Uddmann diff. 43. n. 90. Tab, 2. Fig. 13% Schäffer icons 68. Fig. 7. 8a Wohnort : auf der Fichte, Flug- 254 Kammwefipe _Fingzeie : Julius Die Larve fehr blafsgrün, beyderfeits mit zwo Reihen fchwarzer Flecke, Die Verwandlung ia einem Gefpinnfte an den Fichtens' zweigen E Allgemeine Anmerkungen Die Larven der beyden fo eben abgehandelten Gattun« gen kommen fowohl in ihrem Baue ais in ihren Sitten mit einander fehr überein. Sie haben alle eine mehr’ oder we- niger halbwalzenförmige Geftalt, fechs kegelförmige Füfse unter den erften Ringen ihres Körpers, aber nicht einer- iey Anzahl von Hautfüfsen, indem einige Arten fechsy andere fieben, und wieder andere gar acht Paare Bauchfü= fe haben. Erfchreckt rollen fie fich in eine Schraubenlis nie, die nur Eine Fläche hat, zuweilen doch in-ein Paar Schraubengänge aufgezogen it, zufammen, und fallen fo vom Blatte ins Gras herab, wo fie meiftens Zeit genug haben, zu entfliehen, ehe man ihnen nachfpüren kann. ihre Verwandlungen gehen fie in einem Gefpihnfte durch, das fie über oder unter der Erde machen; ihr Pupenftand dauert nur eine fehr kurze Zeit, aber eine fehr lange brin- gen fie als Raupen in diefer feidenen Hülle zu, die man ‘nicht öffnen darf, wenn die Larven nicht vertrocknen , und, was die Folge davon ift, fierben follen, a, . Sack« 255 Sackleiterweflpe Birnfirauch S, 2023. Mattfchwarz; die Flügel be raucht glasfarben; die Fühlhörner braunroth, Pfen Pyri. » Degeer Ueberf. II, 2. 288. und 293. Tab. 40, Pig, 18, 16,524, 25, 26 — Reaum. Inf, IV. 1. 9.238. Tab. ı5, Fig.7,9, 10 Wolmor: : auf Birnbäumen , nach Reaumür, De= geer und Göze; ich fand fie im ]J. 1782 auf Weifsdorn, wo lich diefe Larven ein ge= meinfichaftliches Nez bereitet eh denn fie leben gefellig. Die Larve g'H lang, über 4 breit; der Kopf zläne zend fchwarz, halbkugelförmig, wenn die Frefszangen nicht eine mäfsige Verlängerung machten, Die Fühlhörner | fiebengliedrig, ziemlich lang ( ıf2!), und fpindelförmig ‚die Glieder fehr hell kaftanienbtaun,, iedes gegen das Ende kin, gelblich. Der Rumpf ift in zwölf Rifige gerheilt , naeh der Quere runzlicht (ich habe auf jedem Ringe drey a zu denen aber die vierte hinzukönmt, wann das Infekt zufammenzieht ), wachsgelb „ und ei= nigermafsen durchfichtig: denn man fieht nicht nur unten, | .fondern auch oben die gröfsern Eingeweide, wann fich das Infekt vollgefreffen hat, durchfcheinen , obgleich fehr fchwach, Gerade hinter dem Kopfe fiat zu beyden Seiten des erften Rumpfringes ein fchwarzer herzförmiger Fleck, deflen breite Seite gegen den Kopf gerichtet ift; ein kiei+ E ner 256 Sackleiterwefpe. ner fchwarzer Punkt fizet zu beyden Seiten unten, An den Seiten des Bauches ichlängelt fich ein Wulft die ganze Länge des Iniektes hin, und über demfelben ftehen 'et= was höher die aufserordentlich kleinen, faft unfichtbaren Narben oder Luftlöcher, Die fechs Bruffüße find fehr kurz, fizen an den erften Ringen des Rumpfes, haben ei- ne kegelförmige Geftalt, und. find aus drey Gliedern zu- fammengefezet, davon fich das lezte in eine fcharfe Spize endiget; ihre Farbe ift der des übrigen Körpers vollkom- men gleich, nur das äufserfte Glied fällt in kaftanienbraun, Bauchfüfse find fchlechterdings nicht vorhanden; aber am lezten Ringe fizen noch ein Paar Füße, ganz wie die Bruftfüfse gebaut, aber faft wagrecht nach den Seiten aus= gefireckt, Diefes ift zugleich im Ganzen der Bau aller bekannten Larven diefer Gattung, ‚der fie nörhiget, ihre fortichrei= tenden Bewegungen auf eine _lehr fonderbare Art zu ma- chen. Gegenwärtige Art kriecht, auf der Erde, und auf einem etwas rauhen wagre:ht liegenden Brettchen noch Ziemlich gut auf die gewöhnliche Art, mittels ihrer Bruft- füßse und eiher wellenförmigen Bewegung des ‚Leibes fort, wobey die Höcker, die am Seitenwulfte durch das Inein- anderfchieben der Ringe entftehen , ‚die Stelle der Bauchfülse vertreten, während die beyden feitwärts ausgeflteckten Füße am lezten Rınge das Infekt vor dem Umfallen fichern, | Aber nicht alle Arten find im Stande, auf diefe Weife von der Stelle zu rücken; auch die gegenwärtige Art kann unmöglich an der Wand einer hölzernen Schachtel herauf, oder an einem hangenden, obgleich meinetwegen rauhen, n Sackleiterwefpei 257 rauhen, Blatte fortkriechen. Dies bewirken diefe Larven auf eine Art, die man nicht errathen würde, und die mir zur deutichen Binennung der Gattung Anlafs geze- ben hat: | Die Larve zieht fich aus ihrem weitläuftigen G-fpinn« fte fo nach dem Blatte hin, dafs fie mit dem Rücken auf dem Biatte zu liegen kömmt, So bald der Kopf auf dem Blatte liegt, zieht fie einen fehr feinen Seidenfaden über ähren Körper herum, indem Ge fick nacheinander halb- rechts und halblinks umwendet, um ihr an das Blatt zu befeltigen, während die hinteriten Fütse noch im Gelpinne fte ängeklammert find. In. diefen Faden fchiebt fie das erfte Paar ihrer Brufffüßse vor, zieht einen. neuen Faden, dann einen dritten, vierten und fo fort, fezt nacheinander in alle diefe Fäden \ihre Brufffüßse, wie in eine Strickleiter ein, und zieht fich fo, immer auf dem Rücken liegend „ fort, während, fie gleichfalls ihre Füßse am zwölften Leib“ ringe imtner in andere und andere Fäden eishäckelt, um fich vorm Falle zu fichern. Zaunlilgen S. 2644. Der Kötper fHachgedrückt, fchwarz mit fparfamen weißlichten Zeichnune gen, die Hinterleibringe an den Seiten weiße gerandetz Pfen Caprifoliis Schäffer icon, 49. Fig. 8. % Wohnort: in. der Gegend von Burghaufen, Anm, Schwarz, äuch die Fühlhörter; die Mundtheite ‚ fatt mulchelbraun; ein Punkt zwifchen den Fühlhör- nern, uhd-einer.beyderfeits an der Stirne am innern Au- genranide Weifsgelb; drey weilsgelbe Striche längs des Fauna beica, 2, B, 2, Abth, R Hinter 558 Sackleiterwefpe, Hlinterkopfes. Der Bruftrücken gagatfchwarz, mit fünf ‚weifsgelben Punkten; der Hinterleib gagatfchwarz; die Ringe an den Seiten weifsgerandet, Die Füfse gelb, aber die Schenkel am Grunde fchwarz. An den Fühlhörnern find das erfte und dritte Glied die längfien , und lezte= zes ift fo lang als drey der folgenden zufanmen, Das Schäfferfche Citat kömmt nicht genau mit meinem Infekte überein, | Wald S, 2045. Der Körper fchwarz; die Fühlhörner, Füfse, und einige Zeichnungen auf dem Bruft- rücken gelb, Pfen fylvaticus. Tenthredo fylvatica. Fabr. Jhece inf. II. 416. m 52. — Degeer Ueberf, II, 2.29%. m 36. Lab, 20. Fig. 23. Wohnort: um Burghaufen und Ingolftadt; auf der Fraubenkiriche, nach Degeer. Flugzeit : May. | | Ausimef[ungs, Lang’ ie = > ing sin, Breit über den Hinterleib - ı 1/% For Mia 0046, Der Körper fchwarz; die Fühlhörner, Füße und der EHin:erleib roftfarben. Pfen lucorum.- Wohnort: um Burghaufen und Tnzalledr. Flugzeit ; Junius. Ausmeffung. | „Lang - - 5 4 bis zit, . Breit über den Hinterleib = ı bis i 1% > P An Hleı _Sackleiterwefpe, 259 Anm. Ganz wie die Wald- Sackleiterwefpe, aber, aufser dem angezeigten Unterfchiede, fehmächtiger. Auch gänzlich verfchieden von der Hayn-Sackleiterwefpe p), bey - welcher der Hinterleib heilgelb, und alles Ueorige bläu- - licht tiefichwarz it, Sie kam mir auch vor mit ichwarzen Flecken über die lezten Ringe des Hinterleibes. | | Flachgedrückte S. 2047. Kopf und Bruftrücken- fchwarz mit gelben Zeichnungen; Füßse und Hinterieib. gelbroftfarben. ER Pfen depreflus, ; Tenthredo depreffas‘ Exum inf, auf. 'n:. 691. ‚Wohnort: in Erlengebülchen um Ingolftadt, Flugzeit: Junius | Erlen S, 2008 - « - - Pfen Alnı, | I Wohnort: auf Erlen,‘ davon die Larve die Blätter . tütenförmig rollt, Einzeln, Raupenzeit: im Maymonate, Anm. Die. Larve ift, wie die Larven diefer G Gattung ge= baut, durchaus. grün, ‚auch .der Kopf,, nur fätter, Sie kömmt auf dem Bauche liegend gar nicht von der Stelle, fondern blos auf die diefer ‚Gattung eigene \V eife, Ä Es’ gelang mir nicht, die Larven zur Vereandiins zu bringen. Vielleicht: geben fie die vorhergehende Art... Kleine 8, 2049, Durchaus tieffchwarz ; die Sturne fein« r warzigs ; { Ra = Pfen Sur. menu 2) Pfen Taltunm Tenthredo Saltuım, Zeum infecth auf, N, 657. 260 | Sackleiterwefpe Pfen minutus, ‚Wohnort : in Gebüfchen um Ingolftadt, Flugzeit : September. Ausmef[ung. Länge ds nkts - - Z am, eines Oberflügels TEN, Anm, Durchaus an allen Theilen tieffchwarz, Die Flügel zwar farbelos, aber doch etwas fchwärzlicht ge» trübt: an den obern Jie Randribbe und der Randpunkt . defichwarz. a a Allgemeine Anmerkung. Nur wenn man die Larven diefer Gattung in den al= ierlezten Tagen ihres Larvenftandes in die. Gefangenfchaft bringt, darf man hoffen, dafs fie auf dem Zimmer. des Naturforfchers ihre Verwandlungen durchgehen werden, Aber völlig unmöglich ift es, fie in Schachteln oder Gli« fern aufzufüttern. Sie kommen von aller Befinnung, wenn man fie vom Blatte wegnimmtz; vergeblich legt man fie auf ein anderes: fie fpinnen da keine Sackleiter mehr, können fich gleichwohl ohne fie nicht erhalten, und ge= hen fo zu Grunde, Eben das gefchieht, wenn die Blätter . nur etwas zu trocken werden; fie fuchen fich andere, kommen dadurch auf den Boden der Schachtel oder des Glafes, und finden den Weg nickt mehr zurück. “Ihre Dummheit, oder vielmehr ihre äußerfte Unbehilfichkeit macht fie in ihren Gefängniffen ficher allzeit verhungern, Das einzige Mittel , fie mit Erfolge aufzufüctern, möchte feyn, wenn man im Garten die Bäume hätte, die fie be- wohnen, an diefen Bäumen fo vielen Blättern, als man | ge | Larven D Raupentödten 26r Larven hat, eine Tütenform gäbe, in diefe Tüten, die Mündung aufwärts, die Larven brächte, und dann den ganzen Zweig mit weilsem Schleyer überzöge, Raupentödter, ® A* Der Hinterleib geftielt, zufammengedrückt, Pielgürteliger R. 2050. Die Fühlhörner fchwarz ; | der Körper fchwarz: alle Ringe des Hin- terleibes weilsgerandet; die Füfse mufchel= braun. 2 Ichneumon polyzonius. Schäffer icon, 105. Fi % / Wohnort: um Gern. s Anm, Die Freßfpizen roftfarben ; über der Oberlippe .zween roftfarbene Punkte; die Flügel bräunlicht; das Schildchen fchwarz. Ausmeffunges Eänge vom Kopfe bis zum After - ZZ ııllı, des Legelachls - - - Im Breite des - mäßig zufammenge- | drückten Hinterleibes = ee Vielleicht von Ichneumon perfuaforiss nicht verfchieden. Dolden R. 2051. Schwarz ; die Füfse, die lezte: Hälfte des erften Hinterleibringes, der zweyte ganz, und der dritte ‘oben. mufchelbräunlicht roft« gelb ; des Hinterleib kurzgeftielt, "mäßig zu= fammengedrückt, | R3 Ichneu-- 262 Raupentödter Mr Ichneumoh umbellatarum. : ee inf; aufts‘ a. 749: 5 | IT Baier, Reif, 8.261, r u Wobnar: auf Doldenblüchen, ai A RE EM Ausmef[fungen % Länge Fe = = BUT, Breitenüber den Elinterleibg = 1 ZE 4 3fa, Gelbfüfiger R, 2052. Die Fühlhörner Fbrai: . der Hinterleib fehr zufammengedrückt, fichel- NEN ACHNE 3 rothhtaun ; Kopf, Bruß: und Brufrüs ; cken (chwarz. 6 8: Ichneumon zanthopus. Wolmart : in den Pupen, des Hundszungefpinners, An Die vier Vorderfüßse ganz: und an den Hinter füfsen die Fufsblätter oräniengelb; der erfie und zweyte Ring des Hinrerleibesoben, und beym Männchen die lezten durchaus fchwatz ; En WRINEDeR find auch die lezten . ratlıhraun. Ausmeffungen Bangs des Infektes wie m gl, » des Legeftachels beym Weibchen .—. 1/44 Breite: des„Hinterleibes - ra Sl. Gelben R. 2053. Durchaus roftgelb; der Brufrücken ge- us . Rreift,; der Ilinterleib fichelförmig, ftark zU- ' fammengedrückt, [or ßi Ichneumon. luteus. Ezums inf. .oufs 2, 750. zZ Degeer Ueberf;- 11. 2. 170, Tab. Fi 18. 20a Schäffer icon. 1. Fig. 1% Wolmort: in den Raupen des Bandweidenfpinners. Nicht Selten, AFEe a \ e Re: Anm, 7 x ‚Raupentödten 263 Anm. Beyde Gefchlechter einander bis auf die Ge- fchlechtstheile gleich. Der Legeftachel fehr kurz. “ Die Eyer find fchwarz, und die Larve lebt blos auf- fen an der Raupe, die fie ausfaugt. Vielleicht gehören aber diefe Eyer, die ich-nicht felbft beobachtet habe, der folgenden Art zw Schwarzafteriger R, 2054. Durchaus roftgelb; der Hinterleib zufammengedrückt , fichelförmig : am Ende fchwarz, 7. 2. Ichneumon ramidulus. Enum. inf, auf. 'n. 751° Wobnort:: allenthalben, dach etwas feltener als der vorhergehende, Roflfarbexer R. 20554: Roftfarben; ‚gie Bruft und das Ende des fichelförmigen Hinterleibes fchwarz. 2. un achte Ichreumon glaucopterus. Lin, faun. fuec, m. 1630 "olmort: bey Gern. Anm. Durchaus braun roftfarben , nur. der Kopf vor= wärts, die Bruft und die lezten Ringe des Hinterleibes find fchwarz. Ausmeff[ungen, A a a des Lesellachele %* - ca >... 1/2, Breite des Hinterleibs - - ıp. Dickbeiniger R. 2056. Schwarz ; der Hinterleib fichel= - förmig, mit drey mufchelbraunen Binden; die hinterften Schienbeine 'kolbenförmig. 7, Ichneumon affeetator, Scopoli car. 2 7560: Schäffer icon, 60, Fig. 4» s2; Ri Wohne 264 Raupentödten Wohnort : um Gern und Ingolftadt. Flugzeit : Junius, Rn ' Anm. Durchaus fchwarz, auch die Fühlhörner ; der Hinterleib zufammengedrückt, fichelförmig (das Infekt hebt ihn ftark aufwärts), mit drey mufchelbraunen Binden über den 2, 3 und gten Flinterleibsring, davon aber die dritte gebrochen ift. "Die erflen vier Schienbeine graubraun, die hinterften fchwarz; am Grunde mit. einer 'weifsen Binde, dann kolbenförmig und etwas zufammengedrückt, Beyde Gefshlechter einander gleich, Ausmeffunge». Länge des Infektes > - = gi des begellachels, N -' ‘sm, Breite über den Hinerleib -» ZZ ı% Blurfüfsiger R. 2057. Ganz fchwarz; der Hinte= leib etwas zulammengedrückt, allmählig er- weitert; nur die Füfse braunroth „ ungerin- gelt, fa er Ichneuimon haematopus, Baier, Reif 260. Wohnort: um Poffenhofen und Ingolftadt, Anm, Der Legeftachel beym Weibchen fehr kurz, Die hinterften Fufsblätter fallen ins Weißslichtgelbe, Gelblippi ger R. 2058. Ganz fchwarz; der Hinterleib etwas zufammengedrückt : auf dem zweyten und dritten Ringe eine Makel, und die Füfse hell honigbraun; die Unterlippe gelb, Js Ichneumon labiatus | Schäffer icon. 120. Fig. 9 Wobzore : um Ingolitada | Ä ; \ Flnge EN FÜ Raupentödten 265 Flugzeit ; Junius, Anm. Von der Gröfse des vorhergehenden, Die hin terften Fufsblätter (chwärzlicht. Jagender R, 2059. Ganz fchwarz; der Hinterleib ftark zufammengedrückt , fichelförmig, am Ende abgeftuzt; die Füfse gelb: an den hinterften die Schenkel und. Spizen der, Schienbeine fchwarz ; der zweyte Bauchring rothgelb. Q R Ichneumon venator, Lim. faun, füeca 9 1612 Wolnert: um Ingolfadt, Anm, Der erfte Ring des Hinterleibes nach dem Stiel- chen ift unten rothgelb, | | Diefer Raupentödter ift etwas kleiner als der fchwarz= afterige. Der Legeftachel fehr kurz. Harlekin RB. 2060. Die Fühlhörner ungeringelt, fchwarz : unten gelb; der Körper fchwarz ; der Bruftrücken gefleckt, die Stirne und drey Flecke auf dem mufchelbraunen Theile des Hinterleibes ‘gelb. SA Ichneumor hiftrio. | L’Ichneumon Arlequin, Geoffrey paris, II 348 R« Öle - Wolmort: um Eggenfelden, Anm, Die Mundtheile, die Einfafflung der Augen, die Stirne, gelb; ein fchwarzer Strich mitten auf der Stirne, Die Fühlhörner fchwarz, unten nach ihrer ganzen Länge gelb, Bruf und Bruftrücken fchwarzı oben am Grunde zween gelbe dreyeckige Flecke, die mit ihren dünnen - Schenkeln faft bis an das Schildchen reichen, Ein gelber R5 Punkt 266 Baupentödten Punkt an. der Einlenkung jedes Vorderflügels, nebenher bruftwärts ein anderer, eine ‚gelbe fchiefe Linie bey der Einlenkung ‚des Hinterflügels ; am Ende des Bruftrückens drey gelbe Punkte. An der Bruft hinter dem erften Fuß- paare eine gelbe Querlinie, eine andere zu beyden Seiten herab; ein. gelber Punkt an jeder Seite um die Gegend des hinterften Fufspaares. Das erfte Paar der Hüften zanz gelb, das zweyte Paar gelb: am Grunde fchwarz, das dritte [chwarz. Die Füße gelb: die Fufsblätter oranien= ‘gelb, - ‚Der Hinterleib zufammengedrückt} das erfte Glied haibtrichterförmig, fchwarz am Grunde, dann gelb; das zweyte rothbraun mit zween gelben Flecken; das dritte rothbraun ; die übrigen fchwarz mit einigen BEHgER von _ ‚Rothbraun oder Gelb, Ausmef[ungen. Länge des Infektes - - ei Breite, über den Hinterleib - N | bei gef: aumzer R. 2061. Schwarz; die Hinterleibse ringe fchwefelgelh eingefaumt, . Ichneumen volutatorius, F. nbr. it inf, I. 423= Be 30s Wohnort: um Gern. Flugzeit : Julius _ Anms Die Kölbchen am Grunde der Fühlhörner oben fchwarz, unten gelb; die Fühlhörner felbft oben fchwarz, unten rothbraun , oft durchaus rothbraun. An der Stirne zu beyden Seiten neben den Augen eine gelbe Zeichnung, übrigens der Kopf fchwarz. Der Bruftrücken fchwarz: ein gelber bs am n Grunde jedes Oberflügels, und ein an« derer Raupentödter | 267 “derer nebenher; . die Schildchenftelle gelb... Die Bruft | fchwarz; die Füise faft oranıenfarben. Der Hinterleib fchwarz : alle Ringe gelb eingelaumt, Er ändert ab mit einer gelben Binde auf dem Bruft« rücken zwiichen dem Schildchen und der Einlenkung des Hinterleibes, und ohne dieleibe, Ä Ä Spielender R, 2062. Schwarz; die Fühlhörner unge= ringelt; das Schildchen gelb; die Frefsfpizen und die Füfse braungelb; der Hinterleib ZU= fammengedrückt: oben an den drey erften Rin- gen rarhbraun.. Ya > Ichneumon ‘Ludio, | Schäffer icon. 1905. Fig, 3. 4: Wohnort: um Burghaufen und Regensburg. Amn, Die Fühlhörner fchwarz, unten braun; die Ein- faffung der Augen gelb: die Frefsfpizen, die Spizen der Kiefer, und die Füfse braungelh Der Brufrücken und die Bruft fatıfchwarz , ungefleckt (Schäffer ‘eis feinen Raupen- tödter gefleckt zeichnen‘, aber er ift wohl nur eine Spiel» art), Der Hinterleib zufammengedrückt: der erfte Ring am Grunde fchmal und fchwarz, dann. fich. -erweiternd und gelblicht rothbraun; der zweyte rothhraun <, an der Spize gelblicht,; der dritte rothbraun , welche Farbe fich hier allenthalben in fehwarz verliert, Ausmeffung. a Lang na mie ll | Breit über den Hinterlib => = > aß. Fabrizifcher R. 2062, Schwarz; der Hinterleib We= nig zufammengedrückt „ glänzend; der 2, 35 | ale 268 Raupentödtenr, ste Ring fammt den Füßen rothbraun ; auf den zween lezten Ringen oben eine weißse Linie, 2. Ichneumon Fabricii. Schäffer icon, 107. Fig. 4. Wolmort : in Oberbaiern, Ans. Durchaus (aufer den genannten Theilen) tief fchwarz, ungefleckt. Ueber den fechfien und fiebenten Ring des Hinterleibes läuft oben eine weifse Linie herab, Ausmef[[ung. Länge des Infektes > u Ei Alt, des Legeftachels =» E eu TB, Breite über den Hinterleib = Ar ERSEWTERGEdEÄRKTEN R. 2064. Schwarz; der Hin= - terleib fichelförmig, ftumpf: der zweyte Ring am Rande, der dritte und vierte durchaus N rothbraun; die.Füfse braungelb : an den hin- terfien die Schenkel fchwarz, die Fuisblätter er braun, fe Ichneumon compreffus. Wohnors: in Oberbaien, Ausme[fungen, Länge des Körpes = - ZEN TRNE Breite des Hinterleibes - DIE Yan Rufsflügeliger R. 2063. Durchaus fättfchwarz, glän- zend; die Flügel beruft: an den Enden heller. 2. Ichneumon corrufcator, Liz, faun, fücc. m. 1606. Raupentödtenr, 269 Wohnert: um Ingolftadt, Flugzeit: Julius Anm. Durchaus fattfchwarz, klein. Der Legeftachel länger als der Körper, [4 * B®%* Der Hinterleib faft walzenförmit, geflielt: Prächt; ger R, 2066. Die Fühlhörner durchaus fchwarz 5 das. Schildchen gelb; auf jedem Ringe des fchwarzen nn beyderfeits ein gelber Fleck, 9. Et Ichneumon fuperbus en. inf, du: 1.707» Schäffer icon. 81, Fig. 4 Wohnort: bey Tegernfee, Regensburg, Anm. Viele Aehnlichkeit mit gegenwärtigem hat der im m Mufenm Leskeanum 1. p. 58. n. 156, bs. befchriebene und abgebildete Raupentödter , der aber verichieden zu feyn fcheint, Weifsmündiger R en Schwarz; die Freisfpizen weifs; die Füfe famınt den: Hüften roth- braun. 9. Ichneumon compunctor, Enum. inf. auftr. n. 720. 2 Ichneumon leucopalpus. FPreyfsler in Mayer. Samml. IIL, 173. 2 Degeer Ueber]. 2. 166. Tab, 29. Fun 6-% Schäffer icon, 110. Fig. 3. Wohnort: in der Raupe des Bändweidenfpinners ; um Ingolitadt, Anm, Ich kenne zween hiehergehörende Raupentöd« ter, die fich aufler der Größe, und dem Verhältniffe ih- | tes 270 Raupenrödten, res Legeftachels vollkommen eleich find: aber:eben wegen der lezten Eigenfchaft wohl verfchiedene ‘Arten feyn 6 1ıfalll, A. Länge des Infektes - SR des Legeftachels >» De 1 Te B. Länge des Infektes - ZEN des Legeftachels - N iu Hüftkeule R. 2068. Schwarz; die Frefs{pizen und die Füfse rothbraun; die Hüften keulenförmig ; der Legeftacheil fehr lang. 9% * Ichneumon extenfor, Lin. faun fuec. n. 1612. L’Ichneumon brun en filer, Geofr, paris, II, 3596 n.. 80% Wohnort: - = Er kömmt in den Städten in die Häufer, | Ausmeffung. Länge des Infekes - - er EU nü des Legeftachels you = Alan Anm, Durchaus fattfchwarz ; nur die langen Freifpie zen und die Füße rothbraun: an diefen die ‚Schienbeine und Fufsblätter des erften Paares fchwarz. "Die S- 'henkel find durchaus fadenförmig, aber die Hüften, das ie, die Grundglieder, in welche die Schenkel eingelenket find, find kolbig. Meet,‘ Y Ä F adenfür mi ger R. 2069. Schwarz; fehr (ehlank; die 2 Fühlhörner auswärts allmählig dicker; die hin . teriten Schienbeine keulenförmig ; der ‚Leges flachel fehr lang, am Ende weiß, D ) Ichneu» Raupentö dten ayE Ichneumon jaculator. Lin. faum fuec, m. 16096 Reaum Inf IV, Tab, 10. Fig. 14 15. mittel- } mäfsig. Wolmort: in den Larven verfchiedener a. „ nach Linn: Um Ingolitadt, Flugzeit: Julius. Ausmelfungen, Känzerdes Infektes' 1 = ar 2. ZI. ZU des Legeftachels ne an Ä der Fühlhörner - ne E18, Anm. Die Zeichnung ändert etwas ab; an meinem Infekte war die Farbe durchaus reinfehwarz ‚„.nur die Spize des Legeffachels ausgenommen , die weifs war: Die Fühl- hörner kurz, nicht borftenförmig, wie in der Gattung; fondern auswärts allmählig dicker. Der Kopf if vom Bruff« ftücke durch einen langen Reifen Hals abgeföndert. Der Bruftrücken hat am Grunde zween kleine vorwärts ftehende Zähne. Das erfte Glied des Hinterleibes ift fehr lang, fehr dünn, die übrigen werden allmählig dicker, An den Hin- terfüfsen find die Schenkel Sehr Kurz, fehr dünn; das Schienbein befteht aus zwey Stücken: das erfte oder obere Stück ift dicklicht,, das a keulenförmig, ‚fehr dick , am dünnen Grunde innenher weiß, Zufaz. Die fonderbare Stellung des Hinterleibes im Fluge, die Reaumär bey diefem Infekte. fo fehr bewun- - dert, ift-allen Raupentödtern mit langem geftielten Hinter- deibe mehr oder weniger eigen, nachdem. ihr Körperbau dem des gegenwärtigen Iniektes. mehr oder weniger ähnlich if. Es hält nämlich unfer Raupentödter feinen Leib wäh- tend des Fluges faft feiger in die Höhe, aber dies thut er nur \ 273 Raupentödte® nur im Flute, der eine fehlige Richtung hat ;' wie die übrigen Richtungen von dieier mehr oder weniger abwei- chen ,„ fo weicht auch der Winkel, den der Hinterieib mit dem Bruftfücke macht, mehr oder weniger vom rech- ten Winkel ab, Der Kö:per des Thieres ohne Hinterleib ift ein ungleicharmiger Hebel , der feinen Aufhänfepunkt in der Axe hat, die von dem Flügelgriinde der einen Seite nach dem der andern herüber geht; der Kopf mit dem lan- gen Halfe wird durch die keulenförmigen Hinterfüfse hin länglich aufgewogen: äber nirgends wäre ein Gegenge- wicht tür den Hinterleib, der feine größte Schwere am Hinterende hat, Das Thier erhebt ihn alfo lothrecht , aber auch dann nicht in einer geraden Linie, fondern in einer _ gebogenen, fo, dafs die Mittelglieder faft über die Mitte des Bruftrückens ftehen, So fällt das Gewicht fat in’den Ruhepunkt {elbit, * C°® Der Hinterleib verkehrt lanzettförmig. Diftelfalter R. 2070. Durchaus gagatfchwarz ; die Füße braungelb: die hinterften Fußblättee fchwaru + 2. Ichneumon Cardui, Döier. Reif. S 124 Ichneumon; Certator, Möller prodr, nm, 1822. Schäffer icon. 72%. Fig. 4. Wohnort: in den Pupen des Diftelfalters, und des Wafferweidenfalters.. | Flugzeit : Julius, \) Anm, Die Fühlhörner ungeringelt; das Schildehen fchwarz ; der Hinterleib lanzerförnig, | Aus Raupentödten 273 Ausme[[ung Lang re BSR hir 12 20 Breit über den Hinterleib - Is Er ändert ab: | 1. Mit ganz fchwarzen Fühlhörnern, 2. Mit Fühlhörnern, die unten braun find; der Kopf ganz ichwarz, N 3. Mit gelbem Munde, 4. Mit einer gelben Linie an der innern Augen« ‚gränze, ! % Gefangen giebt er einen Rofenhoniggeruch vor fichs Der Legeltachel bey den Weibchen ift unter dem vorlez- ten Ringe verborgen, und. die beyden häutigen Scheiden {ini nur von der Länge des Ringes, 3" Gelbgerandezer R,. 2071. Schwarz; die Hinterleibs- zinge, den erften und fünften ausgenommen, gelbgefaumt: die Einfaffung des vierten Ringes | in der Mitte gebrochen, Ichneumon vaginatorius, Fabr, EN af 223 #, 19, Wohnort: allenthalben auf dem Lande, doch if er etwas felten, | Anm, Bey ineinem Infekte das Schildchen gelb die Fühlhörner ungeringelt, : Müller R. 2072, Schwarz; die Schienbeine der vier Vorderfüfßse bläffer; die Flügel a waflerfarben. Ichnzumon molitorius, Fauna boica, 2, B, 2. Abth, 5} a) Die 274 Raupentödter. a) Die Fühlhörner weißsgeringelt; eine weiße Linie an der innern Augengränze. Lang ı1’! , breit falt of, s Ichneumon molitorius. Fabr, rec. inf IL 422% 8.18, b) Die Stirne, das Schildchen, der Grund der hin- tern Schienbeine und Fufsblätter, und ein Paar Punkte auf dem Bruftrücken vor den Vorderflügeln weißs; die Fühlhörner durchaus fchwarz. Lang 8, breit 3a’, Ichneumon deliratorius, Enum inf. auf. n. 706% Ichneumon fabricatoriuss Müller prodr. n, 1790, c) Durchaus, auch an den Hinterfüfsen, fchwarz; die Fühlhörner weißsgeringelt; das Schildchen weißs, 2. d) Durchaus, auch Hinterfüße und Schildchen , fchwarz; die Fühlhörner weifsgeringelt, f'. Ichneumon comitator. Enum, inf. auf. n, zı2. Z Lin. faun. fuecs n. 1600. - e) Schwarz; der Ring an den Fühlhörnern, das Schildchen, die Spize des Hinterleibes, und der Grund der Schienbeine weiß. Y'. Ichneumon molitorius Lin. fan, fuec, m. 1587. f) Schwarz; das Schildchen gelb; die Fühlhörner weifsgeringelt; die hintern Schienbeine am Grunde fchwärzlicht mufchelbraun. /. 2» g) Schwarz; das Schildchen, ein Strichelchen un- ter jedem Vorderflügel, ‘und ein anderes vor demfelben weiis; die vier vordern Schienbeine hell mufchelbraun; | ® etwas Raupentödten 275 .etwas' Mufchelbraunes an den Seiten des Hinterleib- grundes. „% Ichneumon edictorius. Enum, inf, auf, n. 70% — Linne faun. fuec. n. 1596, Vielleicht auch h) Schwarz; das Schildchen weiß; der Bruftrl« cken und die Fühlhörner ungefleckt; die Fülse roftfar« ben; die hintern Schienbeine fchwarz, weilsgeringelt, Ichneumon glabratorius, Müller prodr, n. 178% i) Das Schildchen fchwarz; die Fühlhörner und die Schienbeine weifsgeringelt ; der ganze übrige Körper fchwarz, . | Ichneumon Sorex, Müller prodr. n. 1806. Anm, b-g find alle von einerley Gröfse, Baue, und, ohne Rückficht auf die Farbe, einander höchft gleich, a if: größer, aber vollkommen ähnlich; h und i kenne ich noch nicht näher, Dafs geringelre und ringlofe Fühlhör- ner, gelbes oder dem Bruftrücken vollkommen gleichfärbi- ges Schildchen in eben derlelben Art gar oft abwechfeln, habe ich auch bey andern Arten bemerkt, | Rotbringeliger :R. 2073. Schwarz; das Schildchen fchwarz; . die Fühlhörner fchwarz:: mufchel- braun geringelt * unten bis zum Ringe mufchel» braun ; die Füßse rotlıbraun, Q. Ichneumon ruficingulus, Ann, Die hinterften Fufsblätter fchwarz, Gelbflirniger R. 2074. Schwarz ;. die Fühlhörner un« _ ten braun; die Füße durchaus rorhibraüun, die 23 Strne 276° | Raupentödten Stirne gelb; ein weißer Punkt am Grunde des fchwarzen Randpunktes der Oberflügel, Ye ° Ichneumon flavifrons. Enum. inf, auflr. n, 731. » Schäffer icon. 105. Fig, 5 Anm, Ich bin geneigt, diefes Männchen für das Männ- . chen des unmittelbar vorhergehenden Infektes, und beyde für Abarten des Müllerraupentödters zu halten. Alle die oben befchriebenen Männchen find, die Farbe ausgenom- men, untereinander und mit dem gegenwärtigen gleich, alle haben einen fchmächtigen, etwas lang ausgezogenen Hinterleib ; abermal find alle oben befchriebenen Weibchen untereinander und mit der vorhergehenden Art gleich, ihr Körper ift etwas breiter, und dem Anfcheine nach kürzer, der Legeftachel fehr kurz, kaum von der Länge eines Hinterleibringes, und fteht nicht über das Ende des Hin- terleibes hervor. Roftleibiger R. 2075. Schwarz; der Bruftrücken ge- fleckt; das Schildchen geib; der Hinterleib roftgelb ,-unten mit einem Kiele, %. Ichneumon fuforius. Lin, faun, fuec. n, 1598. Wohnort; im Rentamte Burghaufen, Flugzeit : Frühling, » Anm. Die Stirne gelb; ein gelber Kreis um die Au- gen » der auswärts rofifärbig wird; die Fühlhörner Schwarz; der Bruftrücken fchwarz : am Grunde beyderfeits eine gegen die Flügel gerichtete fchwielige gelbe Linie; ein gelber Punkt an der Bruftfeite unter den Vorderflü- - . geln; zween kaum merkliche mufchelbraune Striche über das Feld des Bruftrückens, Das Schildchen gelb, Die Flü- \ L- gel Raupentödte® ar gel wafferhell mit einem roftgelblichten Scheine, einem roftgelben Randpunkte an den obern; und einem bräun- lichten Hinterende, Die Füfse durchaus roftgelb, nur die Hüften (nicht\ die Schenkel) fchwarz, Der Hinterleib durchaus roftgelb, am Hinterende fehr wenig bräunlicht , unten unter dem 2, 3, 4ten Ringe (den Stiel für den erften gerechnet) mit einem Kiele, der unter dem Such- glafe gefranzet erfcheint, Der Stiel nur am. Grunde Schwarz, Raubender R. 2076. Schwarz; das Schildchen el licht die Fühlhörner weilsgeringelt; der Bruftrücken ungefieckt ;, der zweyte und dritte Ring des Finterleibes gelbbraun, die folgenden “am Ende weißgellecku %, 9. ichneumen raptoriuss, Enum,, inf, auftr, s. 696% Kob Baumtr. Tab, 2. Fig. 13, ‚ Wolmort: auf dem Lande allenthalben. Anm. Der Legeftachel des Weibchens fehr kurz, kaum von der Länge eines Bauchringes hervorragend. Der vierte Ring des Hinterleibes ift ganz fchwarz , ungefleckt. ß) Mit blafs gelbbraunen, an der Spize fchwärz» lichten , weißsgeringelten Fühlhörnern, Braungürtliger R. 2077. Schwarz; das Schildchen fehwarz, der zweyte und dritte Ring des Hin- terleibes und die Schienbeine roftbraun, 2 Ichneumon euipator. Wohnort: um Gern, Steingaden , Ingolfadt, $3 düse 78 - ; Raupentödter, Ausmeffung, Lang A) = Pt sin, zn, Breit über den Hinterleib - :fa 5; Flugzeit : Auguft. Anm. Der Hinterleib langgezogen. a) Die Fühlhörner weifsgeringelt. b) Die Fühlhörner durchaus fchwarz, Schwarzerndiger R. 2078. Schwarz; die Fühlhörner ' weißsgeringelt; das Schildchen fchwarz ; der Hinterleib rothbraun: am Grunde und an der Spize fchwarz. ?- Ichneumon reluctator. Lim, faun, fuec. n. 1623. Wohnort: bey Gern, Flugzeit : Junius. Ausmeffungen. Länge des Infekte Mt m m le des Legeftachels TE ET Breite des Infektes - - = FEST! fa Anm, Der 1, 2, 3 und ate Ring des Hinterleibes rothbraun, die übrigen, und der Grund des erfien, famt Kopf, Bruft und Bruftrücken fattfchwarz. Die Füfse roth« braun: die Schienbeine des erften Paares gelblicht, etwas kolbig; die des zweyten PaareS rufsig; die des dritten Paa= res famt den Fufsblättern, fchwarz, .Gemalter R, 2079 Das Schildchen gelb ; die untere | Hälfte der Fühlhörner durchaus brandgelb, ‘ die obere fchwarz; der zweyte und- dritte Hinterleibsring braunroth, die übrigen fchwarz, weifsgerandet. Ichneu- - Raupentödter. 279 Ichneumon pictus, Enum, inf, auf, n. 702. Schäffer icon. 43. Fig. 1. 2. — ion 61. Fig. 4% auch (?) 7. auch (?) com, 73. Fig. 9, Wohnort: um Kehlheim und Ingolftadt, Fiugzeiz: Junius. Anm, Das zweyte Citat, welches ich aus Schäffer an- geführet habe, wird von Hrn, Fabricius, mit Unrecht bey einem ganz fchwarzen Raupeniödter, dem Ichn. faru- ratorius angezogen, Zweypunktiger R. 2080. - Schwarz; das Schildchen gelblicht ; die Fühlhörner weifsgeringelt; der Bruftrücken ungefleckt; zween weifßse Punkte am Grunde des zweyten, zween am Grunde des dritten Hinterleibringes. - | Ichneumon bipunctatus. Schäffer icon, 84. Fig. 9 Ausmeffung. Lang - - n 7. 1fall, Breit - - - a Anm, Die Füfse braunroth ; das erfte Paar Punkte klein, leicht zu überfehen. Bey einigen auch die lezten Hinterleibringe weifsgefaumt. Von Müllers 9) I. IV, punctarus dadurch verfchie- den, dafs der Bruftrücken auch am Grunde fchwarz it. Vierpunktiger R. 2081. Schwarz; das Schilächen gelblicht ;. die Fühlhörner geringelt; der Bruft- 54 rücken \ RS 2.0.0 zu. Su en 1 4) Müller prodr, n, 1773. 230 Raupentödten, ‚ rücken ungelleckt ; zween weifse Punkte des zweyten und dritten Hinterleibringes, „". Ichneumon fugillatorius Enum. inf. auf, n, 695, Anm, Beyde Arten einander ungemein ähnlich, Roffäürbi ger R. 2082. | Gelbbraun; das Schildchen braunroth ; der Bruftrücken braunroth gefieckt ; die Augen und das Ende des Hinterleibes fchwarz Ichneumon ferrugineus. Exum, inf. auf. m, 097% Wohnort: um Ingolftadt. Anm, Die Fühlhörner fchwarz , weilsgeringelt, Bothbauchiger R. 2083. Schwarz; das Schildchen ‚rothgelb; die Fühlhörner weifsgeringelt,; der Bruftrücken gefleckt; die drey erlten Rings des. Hinterleibes braungelb. J. Ichneumon culpatorius. Lin, faun, fuec. =, 1583. Wohnort: bey Gern, Flugzaizs Julius | - Ausmef[fung, Lang | a C = = I 7 ofatle, y Breit u,“ a a Rs Anm, Schwarz ; die Mundtheile , die Stirne, und die Einfaffung der Augen roflfarben ; eine fchiefe braunrofifar- bene Linie vom Grunde des Bruftrückens bis an die Flü- gel; zwo braunrothe Parallellinien längs des Bruftrückens; das Schildchen roftgelb ; die erfien drey Ringe des Hinter- jeibes, die Bruf, und die Füßse braungelb, die übrigen Ringe und eine‘ Binde über die hintexften Schenkel Ichwarz ER BE ja fr 0#= | | | | Raupentödter 281 Cisrongelber, R. 2084. Das Schildchen gelb; Fühl- hörner, Bruf und Bruftrücken fchwarz; Hi terleib und Fülse rothgelb, Y% i ‘ IJchneumon eirrogafter, Erum, inf, auftr. n. 703, 2 Ichneumon fuforius. Lin, ft. nat. 933. 2. 21; Wohnort : um Burghaufen, N pä hbender R, 2085, Roftfarben oder mufchelbraun s der Legeftachel aliein fchwarz ; das Schildchen gelb, = . \ Ichneumon fpeculator, Scop. car, ©. 753% Schäffer icon, 61. Fig. 10 Wohnort: um Burghaufen und Weltenburg. > Anm. Die Augen (im todten Infekte) olivenfärbig, al- les übrige brandgelb ‘(oder auch mufchelbraun, und dann der zweyte und dritte Ring des. Ilinterleibes gelbgerandet); das Schildchen gelb... Nur die Scheiden des Legeftachels find fchwarz, Aber mit einer fammetartisen Bedeckung - habe ich mein Infekt nicht gefehen, Die Flügel haben etwas gelbes, 3 Ausmeffungen, Länge des Infektes = - a des Legeftachels = 2%: 2%, Breite des Hinterleibes kg NET Un, 3fa- Sportender R. 2086. Durchaus fchwarz; der 2, 3, : te, äte Ring des FHinterleives und die Füße rothbraun: die hinterften Fufsblätter fchwarz. % | Ichneumon delufo» Erum inf, auf, m. 734. Wohnort; auf Wiefen. k- | Ag s3 Fiug- De 282 Raupentödtenr Flugzeit : Auguft, Anm. Auch das Ende der Hinterfchenkel ift zuweilen fchwarz, | Begenleibiger R, 2087. Schwarz; das Schildchen un- gsefleck,; die Fühlhörner weifsgeringelt; die Füfse fchmuzig wachsgelb; die Hinterfchenkel rothbraun mit fchwarzen Schienbeinen und Fufsblättern; der Hinterleib rothbraun: am En» de fchwarz, 9, Ichneumon curvus. Wohnort: bey Eggenfelden, Anm, Von der Gröfse des vorhergehenden Raupentöd- ters, davon er. vielleicht das Weibchen ift. Der Hinter- leib ift ficheiförmig gebogen, gleichwohl verkehrt lanzett=- förmig ; die drey erften Ringe rothbraun: der erfte (das Stielchen) am Grunde fchwarz. Der Legeftachel von der Länge -des Hinterleibes ohne den erften Ring oder das. Stielchens | ‚Roftgürtliger R. 0088. Schwarz; der zweyte, dritte und vierte Ring des Hinterleibes und die Füße röthlicht; die hinterften Schenkel fchwarz. \ Ichneumon elongator. Fabr. fyf. entom, 337. 2.53. - Woimort : um Ingolftadt, Anm. Fafb wie der vorige Raupentödter. Die vor« derften Schenkel amı Gründe, die mittlern auf 2f3, die hin- terfien durchaus fch warz. Gemifchter R, 2089. Schwarz; die Oberfeite der Fühlhörner fchwärzlicht, die Unterfeite fchmu= | ziggelb; Raupentödter. 283 ziggelb; der Hinterleib fichelförmig lanzettähn- lich kolbig: der 2, 3 und gte Ring roftfar- ben; die Füße gelb. @. Ichneumon mixtus. Pallich pfälz. Be 1780, 281%. Wohnort : um Ingoiftadt, Anm, Die Hinterfchenkel fchwarz; die Spizen der hinterften Schienbeine an der Spize braun, Der Legeftachel. ‚ ift mit freyem Auge kaum zu fehen. Der Körperbau wie bey den Raupentödtern mit a ar Ay Hinter- leibe. Lang 4", Ä Vierfleckiger R. 2090, Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; das Schildchen gelb; auf dem zwey- ten und dritten Ringe des Hinterleibes beyder- feits eine gelbe Makel; die folgenden am Rande weifs, 9. Ichneumon quadrimaculatus, Schäffer icon. 52. Fig. 5. Wohnort: Hr, Dr. Frölich "hat ihn bey Ingolftadt gefunden, Ausmeffung. ” Lang - - - EL Breite über den Hinterleib RENT. Anm, Eine gelbe Linie am innern Augenrande$ die Fühlhörner unten weit herauf mufchelbraun; ein gelber Punkt vor dem Vorderflügel, ein anderer an der Seite, ' Das Schildchen gelb, Der zweyte und dritte Ring des rhnferleiues beyderfeits mit einem grofsen gelben Flecke, ' die folgenden fchmal gelblichtweißs eingefaumt; auf dem Bauche der zweyte und dritte Ring (den erften macht das Stiel« 284 Raupentödter, ] Stielchen aus) gelb: jeder beyderfeits mit einer gelben Ma- kel; die folgenden zween gelb eingefaumt; die Füfse gelb : an den hinterften die Schenkel und Spizen der Schienbeine fchwarz, Der Stachel nur von der Länge eines Bauch- ringes. ” ® Ich zweifle nicht, dafs die Schäfferfche Abbildung diefe Art vorftelle. Zwar find die vier gelben Flecke ganz zufammengefloffen , und fellen zwo Binden vor ; ich glaube aber, das Infekt komme zuweilen fo vor: denn auch bey dem meinigen find die Makeln des zweyten Ringes am “ Grunde durch eine fchmale Linie verbunden. Schwarzäugiger R. 2091. Roftfarben; die Augen, das Ende des Hinterleibes, und die Scheiden des Legeftachels fchwarz. 2. Ichneumon melanops. Exum. inf, aufls ®. 75% ‚ Schäffer icon. 198. Fig. % Wohnort: in Feldgebüfchen, Zwiebel R. 2092. Schwarz; der Hinterleib braunrotk: | Grund und Ende fchwarz; die Füfse braun- zoth; die hinterften Ichwarz, z Ichneumon ceparum. Wohnort: - = Er fchwärmt gerne über Zwiebel- | bettem, | A) Schwarz; der Fühlhörner Unterfeite braun; die . Mundtheile mufcheibraun ; die Füfse rothbraun:: die hinter- ften Schenkel fchwarz; der Hinterleib rothbraun: das erfte Glied am Grunde fchmal, fchwarz, fich erweiternd, dann rothbraun wie die’ folgenden vier; die leztern fchwarz, Der Legeftzchel äufserft kurz, Das. ganze Infekt mit einem äußert Raupentödten 285 ein gutes Suchglas fieht. Lang a'!, Breit aß’, 9. B) Wie das vorige Infekt, ausgenommen; ein fehwar« zer Querftrich ‚auf dem zweyten Ringe des Hinterleibs, und dann nur noch zween Ringe (mithin in allem drey) h Aufserft feinen Sammet überkleidet, den man nur durch rothbraun, Lang a", Breit pH, NM a L’ichneumon noir ä pattes e£ milieu du ventre faug ves. Geofroy paris, II. 357.. m. 2. . C) Schwarz; die Fühlhörner durchaus, auch unten, fchwarz; die Lippe fchwarz; die Freisfpizen mufchelbraun; die Hinterfchenkel fchwarz; der Hinterleib rothbraun: das. erfte Glied am Grunde fchmal, fchwarz, fich erweiternd, dann mufchelbraun, wie die nächften vier; die foigenden fchwarz. 5 D) Wie C., Die mittlern Schenkel fchwärzlicht= braun. Q, ' Ichneumon devaftator, Exum, inf. auf. n, MAL. Brandrotber R, 2093. Schwarz; der Hinterleib fuchs- roth: am Grunde fchwarz, mit zween Zähe nen; die Fühlhörner unten rofibraun oder gelb, Ichneumon rutilator, A. Die Stirne fchwarz; die Fühlhörner unten, und die vier Vorderfüfse roftbraun, Ichneumon rutilator, Fabr, uf, entom, 3364 #%. 506 - B. Die 386 Raupentödten, ‚Bu Die Stirne gelb; die Fühlhörner unten gelblicht;, die vier Vorderfüfse roftbraun, Ichneumon rutilator, Lin. faun. fuec. n, 1607. ER Die Stirne, die Fühlhörner unten, und die vier Vorderfüße fchwefelgelb. Ichneumon rutilator. Enum, inf. auf. m, 742. Wohnort: um Ingolfadt, Er befucht gerne die Schirmblüthen, Flugzeit : Junius. Dreyfarbiger R, 2094. Schwarz; des Hinterleibeg drey erfte Ringe oranienfarben , die übrigen nebft dem Grunde des erften fchwarz : alle gelbgerandet ; der Bruftrücken gelbgefleckt ; die | Fühlhörner unten, und die Füße En o. Ichneumon tricolor. Schäffer icon, 116. Fia. 5. Welmort: um Ingolitadt. Anm. Lang 6, Die Stirne, die Mundtheile, die Einfaffung der Augen, die Unterfeite der Fühlihörner, zween Flecke am Grunde des Bruftrückens, einer vor je dem Flügel, einer zu beyden Seiten der Bruft, einer,am Schildchen „ einer oben am Saume eines jeden Hinterleibs- ringes, fchwefelgelb. Die erfien drey Ringe, mit Ausnah- me des Grundes des erften, oranienfarben; die Füle gelb und oranienfarben; alles übrige fchwarz. Am erften Hin- . terleibsringe noch am. fchwarzen Theile beyderfeits ein- - Zahn. nn a, Zahnlofer R. 2095. Schwarz; der Hinterleib fuchs- toth, am Grunde fchwarz und zahnlos; die Fühlhörner durchaus fchwarz. i . Ichneu- 7 Raupentödten | 287. Ichneumon anodon, Wohnort und Flugzeit : mit dem. vorlezten. Aum, Um ein Drittel kleiner als der vorlezte, Die Vorderfüfse zimmetbraun. Vielleicht nicht wefentlich ver= Schieden, MAbeehähser R 2096. Die Fühlhörner fchwarz , ungeringelt; das Schildchen wie der ganze Körper fattfichwarz; die Füfse rothbraun: die hinterften Schienbeine fchwarz und weils ge ringelt. 2, Ichneumon variegatus.- L’Ichneumon noir, & pattes pofterieures panach&es, Geoffr. paris. II. 351. m. 67. Wohnort : in Oberbaiern. Anm, Die Fühlhörner unten braun. Viele Aehnlich- keit mit dem Ichn. a: aber gewifs verichieden, Aüsm ef[u ng. | Linge des Infektes - ET EN & des Legeftachels = Se Pd: Breite des Infektes - ae 1/2» Mittelmakliger R. 2097. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; der 2, 3, 4 und ste Ring des Hin- terleibes und die Füfse roftroth ; die hinterften Fufsblätter fchwarz, ‚Ichneumon lituratorius, Lin. faun, fuec, n. 1594. Wohnort : um Ingolftadt., | Flugzeit : Auguft, Anm, Lang 2 ıfa!!!, Die Fühlhörner unten bräunlicht; die hinteriten Schienbeine am Grunde fchwarz mit en weißen 288 | Raupentädten, weifsen Ringe, Die Einfaffung der Augen, ein Punkt vor den Flügeln, und das Schildchen gelblicht weiß, Bauchgürtliger R. 2008. Schwärz; die Füße famt den Hüften rothbraun ; drey weifse Binden auf dem Bauche, 9, Ichneumon ventrifafcius, Wohnort : in -Oberbaiern, Anm. Das Infekt ift durchaus fchwarz, auffer an den genannten ’Theilen, AISRCH ROHR Länge des Infektes - pl, des Legeftachels = 8 2/8, Breite des Infektes = per ıß. Gelbbauchiger R. 2099. Schwarz; die Füße amt den Hüften rothbraun ; ; der Hinterleib unten am: Grunde gelb; die vier hinterfien Hüften auf der Auffenfeite mit einer vertieften Linie, 2. Ich®eumon zanthogaftrius, | Anm. Dem vorigen Raupentödter vollkommen’ ähnlich, aber kleiner (kein Beweis fpecififcher Verfehiedenheit in diefer Gattung), Schwarz; die Fühlhörner unten tiefbraun die Füße famt den Hüften, welche an den lezten zwey Fufspaaren auf der Auffenfeite nach ihrer ganzen Länge v eine vertiefte bräunere Rinne haben, rothbraun; der Bauch, das ift, die Unterfeite des Hinterleibes, am Grunde gelb, Ansnellungen Länge ds nes > - Zz gıflll ‚des Legeflachels ” , =... Breite ds Dektts - - Z ı% Raupentödte® 239 Blurfüfsiger R. 2100, Schwarz ; der Bruftrücken ge« fleckt; die Füfse mufchelbraun ; die hinterften Schienbeine weils: die Spize und die Fußbläts ter fchwarz, Y. 9. Ichneumon trichopus, Wohnort; um Ingolftadt, Flugzeit: May. Anm, Ganz ichwarz; ein weifser Punkt unter den Fühlhörnern mitten an der Stirne. Die Oberlippe, die Spizen der Kiefer, und die Frefsfpizen gelb; ein gelbes Strichelchen auf dem Bruftrücken vor. den Oberflügeln, die Fülse famt den Hüften gelblichtweifs; an dem hinterften Fufspaare die Schienbeine weifs: die Spize und die darauf folgenden Fußsbiätter fchwärzlicht. Der Legeftachel äu« ferft kurz, Beym Männchen der Bruftrücken ungelleckt, Eine Spielart (?): der Kopf durchaus fchwarz mit eis nem weifslichten Striche am innern Augenrande ; der erfte Bauchring, der Grund des zweyten, und die Hinterränder der vier folgenden milchweiß, aber oben der Hinterleib durchaus fchwarz, 9. Weifsbauchiger R, 2101, Schwarz; die Mundtheile gelblicht; die Bruft, der Bruftrücken und die Füfßse braunroth; die Bauchhaut weiß. 2. Ichneumon leucogaftriuss Wohnort : um Ingolftadt, Flugzeit: Junius. Anm, Durchaus fchwarz, aufser an den genannten Theilen, Die Seiten des Bruftfückes und die Gegend des Schildchens fchwarz: ein braunrother Punkt auf lezterer, Fauna boica, 2, B, 2. Abth, T Nur 290 Raupentödter Pm Nur die Bauchhaut ift; weißs 5 da fie nun fehr dünn it, erfcheint nach: dem: Vertrecknen der: gröfste Theil des Bauches fchwarz, doch fo, dafs diefes Schwarz durch ei« nen weifsen Schleyer durchblickt. Die Fühlhörner unten bläffer, Recht genau betrachtet, find auch oben die lez- ten Hinterieibringe weils gefaumt. Der Legeftachel äufserft kurz. Länge des Infektes — z'M, - ‚ Schmächtiger, R. 2102. Schwarz; die Fülse mufchel« braun : .die hinterften Schienbeine und. Fufs- blätter fchwarz ; -der Hinterleib fehr dünn, /'. Ichneumon gracilis. AV ohrort: um Burghaufen. Ausmeffung. Lang = ER zur, Breit N ce > 13er. Anm, Durchaus fchwarz ; der Grund der Fühlhörner auf der Unterieite weiis; die Freisfpizen ‚„ und ‚die Spizen der Kiefer weils; die Hüften des erften und zweyten Fufs- paares weils; die Füfse müufchelbraun; die Schenkel des dritten Futspaares mufchelbraun, die Schienbeine und Fuß=- . blätter fchwarz. Der Hinterleib fehr dünn, unten am zweyten und dritten Ringe gelb. | x Weifsfoliger R. 2105. Schwarz; der Hinterleib faft linienförmig: der 2, 3 und a4te Ring, und die langen Füfse rothbraun: die hinterften Fuß- blätter weiß. y% Der Hinterleib durchaus fchwarz. Q. Ichneumon cothurnatus. Erum, infect, aufer, n. 716. Wohn- Ranpentödter | 297 Wohnort: um Ingolftadt und Gern. Er fchwärme gewöhnlich um die Johannesbeerftauden herum, Fiugzeies Auguft. Anm, Der. ölterreichifche Raupentödter harte, wie die um Ingolftadt gefangenen, weifsgeringelie Fühlhörner , ein weilses Schildchen, und einen .ungeflleckten Bruftrücken z bey allen den Stücken aber , die ich häufig um Gern fande. hatte der Brußrücken ver jedem Oberflügel eine kleine gelbe Linie, und eine andere unter demfelben 5; die Fühl- hörner waren ganz ichwarz, und das Schildchen hatte ej= ne gelbe Spiz« Uebrigens nöthiger. mich der ganz eigene Körperbau diefes Iniektes beyderley Raupentödter für ee nerley Art zu halten, Der Legefachel des Weibchens keine Linie lang, Weränderlicher R, 2104. Schwarz; die Fühlhörner weilsgeringelt; der Bruftrücken ungelleckt; . Füfßse und Hinterleib rothbraun, ES Ichneumon variabilis, Wohnort: um Gern, no Flugzeit: Auguft, | A, Das Schildehen blafsgelb; die hinterften Schien= beine ug die F "ulsblätter fchwärzlichtbrat ins das vorlezte Fußsblatt weißs, „7. Ichneumon punctofius. Müller prodr. 7. 13T. Anm. Der weifse Ring an den Fühlhörnern fchliefst nicht ; das Stielchen des Hinterleibes am Grunde fchwarz. Lang 4’; Breit ıfa!!!, ; B. Das Schildchen fchwarz; die hinterften Fußblätter einfärbig, 2» | | | 5 2 Ich® 292 Raupentödtenr. 2 Ichneumon varex, Müller prodr. ». 1801, Anm. Wie das Männchen, die genannten Uhnterfchiede ausgenommen. Die hinteriten Schienbeine und Fufsblätter zußsig rotıbraun, | Lang 5 ıfal!, Breit 17, Der Legeftachel 24 lang,, ML i ; Kniebändiger R. 2105. Sattfchwarz; die Fühlhörner ungeringelt ; ‘das Schildchen, die Frefsfpizen , der Rand des erften Hinterleibsringes weils; der Bruftrücken gefleckt ; die Füfse gelbbraun : die hinterften.Schienbeine fattlichwarz mit ei= nem weißsen Ringe, 2. Ichneumon perifcelis, Wohnort: bey Gern, Flugzeit: Auguf. Anm, Neben den Augen geht eine weifse Linie vor- bey. Drey fchiefe, kurze, weißse Striche, davon der mittlere getheilt ift, vor jedem Oberflügel; ein weifser Punkt am Grunde der Hinterflügel ; die vordern Füfse ha- ben gelbe Linien. Der Legeftachel reicht gerade fo weit hervor, dafs man ihn noch mit dem Suchglafe finden kann. Re Ausmef[fung. Lang = - - 3 ıflı, Breit - = > Is Würgerartiger R. 2106, Durchaus fchwarz; der erfte und zweyte Ring des Hinterleibes roth- braun; die Flügel rufsig, Ichneumon fphegoides, Wohn Raupentödten _ 293 Wohnort: um Ingolftade, Flugzeit: Junius. Anm, Das ganze Anfehen von einer Mordwefpe, aber keine Zunge, Lang 2 234. Die vier vordern Schien- beine fchwärzlicht mufchelbraun; die zwey erftern Glieder des Hinterleibes rothbraun, auch das dritte, aber ganz am Grunde. Die Fühlhörner ı2gliedrig: die Glieder 3-13 walzenförmig. Leerbauchiger R, 2107. Oben fchwarz , unten a Ichneumon inanis, Wolnort: in den Larven der un einzeln, Flugzeit: Julius, Anm, Lang 3 ıf3'', Der Hinterleib, fchmal; der ‚Bauch durchtcheinig, n Weilshaftiger R. 2108, Durchaus fchwarz,; der 2, 3, 4te Ring des Hinterleibes und die Füfse müfchelbraun ; ein weiiser Punkt auf dem lez- ten Hinterleibsringe. | Ichneumon fperater. 2 Ichneumon fperator, Müller prodr. n. 1929. Wohnort: auf Weiden. Flugzeit: May. | Anm, Lang 3". Die Flügel wafferhell, Hälftiger R. 2109. Oben fchwarz; das Schildchen, zween Punkte auf dem dritten Ringe des Hin- terleibes , und unten durchaus gelb, Ichneumon dimidiatuss Wohnort: um Ingolftadt, Flugzeit: May. MN . 2:3 Anm 29 . Raupentödten Anm. Lang 3, Die Stirne, die. ganze Unterfeite - der Fühlhörner , die Bruft, eine Längslinie vor den Flü- geln „ der Bauch , die Füfse fchwefelgelb; die Hinterfchen- kel licht mufchelbraun, die Schienbeine trüblicht weiß. Oben durchaus fchwarz; das Schildchen und zween Punk- te auf dem dritten Ringe des Hinterleibes gelb, Sichel[chmänziger 'R. zı10.. Schwarz; die Füße durchaus ,„ und der zweyte, dritte und vierte Ring, des Hinterleibes mufchelbraun; der Leg& ftachel aufwärts fichelförmig, Q. Ichneumon harpurus, Wohnort: um Inzolftadest z \ ! Flugzeit : Julius, Aum, Lang 3 ıfa', Der Legelftachet afattt kanz, Auch den Hinterleib, der am Grunde etwas gewölbt if, trägt ‘er fichelförmig. Er ift nicht Ichzeumon ‚Felcasor > denn die Hinterfchenkel find dünn ;. auch nicht Degeers Schlupfwefpe aus den Larven der Gallen der kriechenden Potentille, welcher in eine ganz andere Familie gehört. Türkifcher R. 2ıır. Schwarz; zwey Mondchen an | der Stiine und die Kiefer gelb; der Hinter= leib und die Schenkel mufchelbraun: die Schienheine verblafst gelb. . | Ichneumon turca. Wohnort; um Ingollftadt. Flugzeit: Julius. ne Anm Größer als der vorhergehende, Die Fühlhörner ‚durchaus unrein gelbbraunz der erfte Ring des Hinterlei= bes ftielchenförmig, fchwarz ; der zweyte oben mit einem ; fchwar= Raupentödter 295 fchwarzen Flecke; die lezten dunkler und unrein. Der Bauch vom Stielchen bis über die Hälfte ı feiner‘ Länge wachsgelb. Kohlaugiger R. zır2. Durchaus bräunlicht ora- niengelb; die Augen und die Aeugchen fchwarz. f'. | Ichneumon clavator, Müller prodr, m 1820 Wolmort: in Gebüfchen um Ingoiftadt. Tlugzeit : September: . "Anm, Lang z'l!, der Hinterleib allein 3 1/4 lange Alles am ganzen Infekte, äuch der: Randpunke an den übrigens farbelofen Flügeln ,„ ift mufchelbräunlicht gelb. Lengbauchiger R, 2113. Schwarz, ungefleckt ; ‚der zweyte, dritte, vierte Ring ‘des Hinterleibes und die Füße rothbraun: die Hinterichenkel fchwarz.: ’ E - Ichneumon oblongus. Woinort:. um Ingoiftadts Flugzeit: Auguf. i Anm. Lang 3'!/, Die Fühihörner fadenförmig , Tchwarz; der Kopf, die Bruft und der Brufrücken fchwarz ; die Frefsfpizen gelb; die Füfse rochoraun; die Schenkel des zweyten Paares zur Hälfte, die des dritter durchaus roth= braun ; die hinterftem Schienbeine: fehwärzlicht getrübt,. Erlenblatr R, 2114 Schwarz ,„ ungefleckt; die Füße bräunlicht blafsgelb * am hinterften Paare .eine Binde über die Schienbeine und die Fufsblät- ter fchwarz, f'. Schneumen Rayellae, o Ta 2. Fohn- 296 „Raupentödter. ‘Wohnort : in der Minirraupe der Erlenblätter, Anm. Lang el!!, fehr dünn; die ‚Flügel he, die Unterfeite der Fühlhörner rußsig braun, x D* Der Hinterleib eyförmig, geftielt, Schnackenmartiger R. 2115. Sattfchwarz; die Fühl- hörner weifsgeringelt; die Schienbeine braun; aufsen mit einer weifsen Makel. Q. Ichneumon culex. Müller prodr. n. 1797. Wohnort: bey Gern. Anm, Lang 4 ungefähr, Der Legeftachel äufserft kurz. ! “ Kirfchfarbener R. 2116, Kohlfchwarz; Fühlhörner und Schildchen ungefleckt ; der Hinterleib. hell- blutroth; die Flügel Ichwarz; ein wafferfar- benes Mondchen auf den vordern. /. 2. Ichneumon denigrator. Enum. inf: auft, n, 737. Ichneumon incertus. Sulzer Gefch, 190. Tab.-26, Fig. 16. i L’Ichneumon noir & ventre couleur de Cerife, Geofre paris. 11. 352. m. 96. Schäffer icon, 20. Fig. 4 5« Nicht felten, Oranienfarbener R, 2117. Kohlfchwarz; Fühlhör« ner und Schildchen ungefleckt; der H.i.terleib oranienfarben; die Flügel fchwarz, unge= fleckt, fr 2 % Ichneumon impoftor. Erum. inf, auf. 9% 736. Schäffer icon. 53%, Fig. 1. Eben fo gar felten nicht; in Gebüfchen.- Anm, ex Raupentödter. 207 Anm. Alfo kommen von beyden Arten Männchen und Weibchen vor; folglich, da befonders das Roth der vo-= zigen Art wohl nicht in Oranienfarbe verbleichen kann, fondern in Rofenroth, Fleifchfarbe oder Weifs, und-auch noch der Mangel des Mondchens bey der zweyten Art da= zu kömmt, mögen fie noch immerhin ,„ bis auf genauere . Beobachtungen, zwo. Arten ausmachen. Schwarzjlieliger R, 2118. Schwarz ; die Fühlhörner - weifsgeringelt; das Schildchen ungeleckt; der Hinterleib rothbraun. Y4 2. Ichneumon profligator. Fabr. freu inf, L 427. DB. AA, Wohnort : in Gärten. Anm, Die Schenkel fchwarz; die Schienbeine roth« braun. | Ausmeff[ung. Länge des Infektes = - u al des Legeftachels = ai 12.1 Breite des Infektes = Se Rd. Zufazs Die Aehnlichkeit mit dem Zwiebelraupentödter it fo groß, dafs ich fie beyde, ohne auf das Maas des Hinterleibes Rückficht zu nehmen, lange für einerley Art hielt, bis ich von beyderley Arten mehrmal beyde Ge- fchlechter erhielt; und dann unterfcheidet auch bey ge- genwärtiger Art der viel gröfsere, allemal über das Ende des Hinterleibes vorftehende,, Legeftachel. nn gefpizter R, 2119, Sattfchwarz; das Schildchen und die Spize des Hinterleibes weifßs; der Bruftrücken ungelleckt, hinten vierkielig, zwey=« zähnig, Tz ae 298 Raupentödter, Ichneumon faturatorius. Fabr, fpec. inf, IT. 422, m. ır, Wohnort: bey Paffau. ‘Anm. Die Mundtheile fchmuzig weifs; ein weifses Strichelchen (das aber auch fehlt ) unter den Flügeln; die Fühlhörner mit einem weifsen Halbringe; die Fülse roth= braun, Von. der Grölse des oranienfarbenen Raupen-« tödters, g | Müllers Ichneumon earnifex r)-, der fich, der Mül- Jerfchen Namenbeftimmung zufolge, nur durch den Man-« gel der Weifse am Schildchen unterfcheidet, dürfte viel=« leicht blofs eine Spielart. feyn. Auch Linne’s Ichneumon - eonftrictorins s) fcheint nur eine Spielart zu feyn, Aber wie kann man. die Schäfferfche Abbildung kon, 61. Fig. 4. bey gegenwärtigem Infekte anführen ? Lin= s& has zuerft diefen Fehler begangen, und jedermann hat nachgefchrieben, BODIERDIERESeN R, 2120, Brauntoth; die Fühlhör« ner weifsgeringelt; Kopf, Bruft und die zweyte Hälfte des Hinterleibes fchwarz. ©. Ichneumen harufpex, ' Müller prodr, n, 1902. Wohnort: bey-Gern, Anm. Die drey. erften Ringe des. Hinterleibes braun= roth ; die Füise mufchelbraun : die Hinterfchenkel ichwarz, Ausmeffungen Länge des Infektes - ei; lnigehh ji des Legeftachels - a U, Breite des Infektes m Er U Lau=. Sesam — ° ”) Prodr, rn. 170% s) Faun, fuec, m. 1535; „ Raupentödtten 299 La» ferder, R. oı21, Tieffchwarz , flügellos ; der Grund de. Fühlhörner, die langen Füfse, das Stiel- ur chen, und der Rand des erften Hinterleibrin- ges‘ muichelbraun; ‚der Hinterleio kurz ge- ftielt,... Ichneumon curfor, Schrift. der Berl. Gefellfch, T.,308% \ Wohnort: um Amberg. * E. * Der Hinterleib fieltos, Reizbares R, 2122. Schwarz; die Fülßse roftgelb ;Tder Hinterleib lanzettförmig: unten 'an den erften fünf Ringen. weils mit zwo fshwarzen Punkt= reihe, Q. Piy/. Zufl. #26. Ichneumon punctator. Müller prodr, n. 1831. Wohnore: um Pöttmes, Braungehörnter R. 2123. Durchaus roftfarben ; die Fühlhörner fchattenbraun ; die Augen, Aeug« chen und Pölfterchen zwiichen den Fufsklauea fchwarz ; der Hlinterleib lanzettförmig, fiel» los. 2. Ichneumen fufeicornis, Wolpore : bey Gern. Flugzeit: Junius, _ Anm. Allenthalben ift er mit einem überaus feinem fammetartigen Wefen bekleidet, So lange er lebt,‘ giebt er einen Rofengeruch von fich. Ansmeffungen, Länge des Infektes - u ag. fallt, des Legeftachels _ HIER Breite des Infektes - — 1/2. Wef- 300 Raupentödtes Wefpenartiger R. 21246 Durchaus fchwarz , gänfe- AN häutig punktirt ; vier Ber B'nden am Hinter« BR : leibe, „Ichneumon vefpiformis, Enum, inf: aufl. n. 728. Wohnort: in den Larven des Albernfpinners, Bekümpfender R, 2125. Schwarz; die Fühlhörnee auswärts etwas dicker; zwo Binden auf dem walzenförmigen Hinterleibe und die Füße bellgeib. /. 2. Ichneumon impugnator. Enum, inf. auf. m, J44s Wohnort : in Getreidefeldern, Anm. Auch am Grunde des Hinterleibes ein gelber Fleck, und oft noch eine dritte, aber fchmale, Binde am fechften Ringe ; die gewöhnlichen und beiden Binden ge- hen über den dritten und vierten Ring. Der Legeftachel äufserit kurz, . Dig Schienbeine find zuweilen fchmuzig wachsgelb, Harzmottentödter 2126, Schwarz; der Hinter« ib halbwälzenförmig; die F üfse alle Belbr braun. 9: . Ichneumon Refinellae. Lin. faun. Fe E22 61, Degeer Üeberf, II. 2. 165. Wehnsrt: in der Larve der Harzmotte. Anm. Lang z'!!, Auch der Grund der Fühlhörner fchwarz, den Linz! gelb fah, Ulmenwicklertödter 2ı27, Schwarz; der Hinter leib walzenförmig: der Bauch ausgehöhlt ; die Fühlhörner unten, und die Freisipizen blafs- bräunlicht; die Füfse mufchelbraun. j/'. Ichneu- v Raupentödten, 30x Ichneumon Ulmanae, | Wohnort : in der Raupe des Rüfterwicklers, Flugzeit : Julius, Anm. Lang '5''. Schwarz. Die Fühlhörner unten nach der ganzen Länge graubräunlicht; die Freffpizen wachsgelblicht ; die Fülse mufchelbraun : die Schienbeine ‘und Fußblätier der zwey erften Paare, und der Grund der Schienbeine des lezten Paares wachsgelblicht ; die Fußs- blätter des lezten Paares fchwarz; der Bauch nach der ganzen Länge vertieft, mit einem Kiele in der Mitte, Grasmottentödter 2128. Schwarz; die Füße mu- fchelbraun : die Schienbeine der zwey hintern Paare einmal, die Fufsblätter mehrmal weiß- geringeit. 9. Ichneumon gramineliae. 3 Wohnort: in der Raupe der Wiefengras - Feder« motte, Flugzeit: Junius. Anm. Lang'etwas über 4/!, Der Legeftachel 1 af! lang. Schwarz ; die Fühlhörner auf der Unterfeite braun; der Bauch am Grunde hohl, mit weifslichten Rändern der dortigen Bauchringe, ' | * F, * Kleine Raupentödter, Weifsbüchen R. 2129. Schwarz; die Frefsfpizen und vier vordern Füfse {chwefelgelb ; die Hinterfüfse mufchelbraun? an den Schienbeinen und Fuls« blättern weifs und fchwarz geringelt. oe Ichneumon carpinellae, Wohn: 902 Raupentödtenr Wohnort: in den Raupen der Weifsbüchen » Feder« motte, "Anm. Lang 2 sfalll, Der Hinterleib lanzetiförmig , kurzgeftielt, Die Fiügel vollkommene Glasflügel mit fei= nen fchwarzen Adern, und einem mufchelbraunen Aufsen« randpunkte, Karten R, 2130. Sattfchwarz, der Brufrücken am - Ende beyderfeits einftachelig ; die Vorderfchien« beine mufchelbraun ; die Flügel rußig. Js Ichneumon dipfacanae. Wohnort: einzeln in den Pupen de Kartenw ricklers, F Iuggeit: Jukus, ® Anm, Der Hinterleib am Ende gert Be die Fühlhör« mer fadenförmig. Die Länge des Infektes etwas über a’, Bebender R. aızı. Flügellos, fchwarz; der Grund der Fühlhörner und die Füfse rothbraun. Ichneumon agilis. Fabr, uf. entom. 344. m. 97. Wohnort: bey Gern. Anm.\Lang ı 3/a/'!, Sehr ähnlich dem laufenden Rau= ‚ pentödtere Wegerichlarvenzödter 2132, ‚Schwarz; eine Binde? des Hinterleibes rothbraun; das Weibchen fü= apellos. dh 0 Ichneumon pedeftris. Falbr, ff. entom. pP. 244 Ns Io . ’ ; ! 5 3 2, Degeer Ueberf. II. 805. Tab, 31. Fig. 21. Wohnort: in den Larven der Rülselkäfer des Weges zichs um Amberg, Ant Raupentödten 303 Anm, Die Fühlkörner auf der Unterfeite nicht ganz _ bis an die Spize mufchelbraun ( beym Weibchen). Der zweyte und dritte Ring des Hinterleibes famt den Fü« fen müfchelbraun. Gefchwärzter R. 2133. Tieffchwarz ; die Flügel fate zufsig;5 die Fülse durchaus roftfarben; den Hinterleib eyförmig , fielios, 2. Ichneumon atrarus, | Wohnort: bey Gern, Ausmeffungen Länge des Infekts ‘ - ya des Legeftachels Ze ıN 5 Breite des Iniektes - E 1f2, Satebrauner R. 2134. Schwarz; die Füfse und des . zweyte Ring des Hinterleibes rothbraun; die Vorderfügel wafferfarben mit zwo fchwärz« lichten Wolken, 9. | Ichneumon fufcatus. Fabr. Jhec. inf. I,-437. #. 108, Wohnort: um Eggenfelden, Ausme/[ungem Länge des Infektes = = Hr afaf des Legeitachels - = 1/2 Breite des Infekte = AUEEn ıf2. Schwarzgürzeliger R, 2135. Schwarz ; Fühlhörner und Fütse mufcheibraun; die Flügel waflerfar= ben; zwo fchwärzlichte Binden auf den vor= dern, 9. | Ichneumon einctus, Enum, inf, auf, m, 745. Ä Weohn« 304 Raupentödtern Wohnort: an Weiden; er kömmt öfter an die Fentter. Flugzeit: May, Bichenbufehb R. 2136. Schwarz; die Fühlhörner durchaus fchwarz ;- das Schildchen gelb; zwo rothbraune Binden auf dem Hinter- leibe, X. 2. Ichneumon querceti, Wohnort : er kömmt Öfter auf Eichen vor, n Anm. Ganz fchwarz; die Frefsfpizen , eine Linie am innern Rande jedes Auges, und die Einlenkungen der Hüf« ten gelblichtweifs. Der Hinterleib ftiellos lanzettähnlich ; der Saum des zweyten und dritten Ringes rothbraun. Die Fülse mufchelbraun. Ausmef[fungen. Länge des Infektes - Dr a, des Legeftachels = 20fGe Breite des Infektes - ze. 9 Ringel R, 2137. Schwarz; die Frefsfpizen und Füße softfarben ; die hintern Schenkel braun, X. 2.» Ichneumon Neuftriae, Wohnort: in der Ringelraupe gefellig (5 bis 6 in . einer einzigen Raupe). Wann die Raupen- tödterlarven aus dem Körper der Raupe her- vorbrechen , dann webt fich jede für fich eine weifse Hülfe, daraus nach ı2 Tagen der Rau- pentödter hervor kömmt, | Anm. Raupentödter 305 Anm. Lang ı ıfa'@,. Tieffchwarz; die Flügel waf- ferfarben ; die hinterften Schenkel mufchelbraun, oft fafk fchwarz, | SDR BT NE [pinkenaer R. 2138. iz , die Füße "durchaus roftfärben. . 9. Ichneumon globatus, Eat, 3 inf. .auft, ‚n..762, Degeer Üiberfi I. 4. 2 Tab. 16. Fig. 1-6, Wobnort. in den RE fat ohne Unterfchied ‘ ‚der Art, sefellig, Die ausgekrochenen Larven ‚{pinnen . einen gemeinfcha aftlichen‘ Knzul von ‚»weifser WoHe.; Aus einer einzigen Larve des I «Bandweidenfpinners erhielt ich über zo diefer Raupentödter; fpäter bohrte fich noch ein Zwirnwurm-durchz; endlich kamen roch meh-« zere Fliegenlarven hervor, gerade um die Zeit, zu welcher die Raupentödter fchen flüg-= ‚ge waren ne Seachelbeer R, 2139. Schwarz; die Füße und der Grund des Bauches reftoraun, '» 2, \ „Ichneumon grofulariatae. Wohnort: in der Raupe des Stachelbeertp en gefellig. Schlebendornjpinner R, 2140. Durchaus roßgelb; die Augen und Aeugelchen fchwarz , der Hin- terleib verkehrt lanzettförmig, , Ichneumon_Spinulae, | Wohnort: in der noch jungen Raupe des Schlehen- dornfpinners, Flugzeit; Julius, Fauna boica, 2 B, 2 Abth, U Ans 306 Raupentödter Anm. In der Gegend 'des.'Schildchens und amerften Ringe des Hinterleibes ein Ichwärzlichter Fleck. Die Raupe klammert fich, wann die Raupentödterlarve zur Vollkommenheit gekommen ift,, an ein Blatı felt an, ftreckt fich , wird walzenförmig, fteif und glänzend; end- lich kömmt nach etwa ı4 Tagen der Raupentödter durch ein Loch hervor, das er an ilırem Balge ausgebrochen hat, Köhl R, 2141. Schwarz; die Füfse gelb. Ichneumon glomeratus, Enum. inf; auft. n. 765. Wohnort: in den Larven des Kohlfalters; häufig. Die herausgekrochenen Raupentödteriarven le- gen ihre gelben Zellen übereinander auf Hau- fen an, Mörderifchber R, 2142. Schwarz; der Hinterleib verkehrt lanzettförinig , zufammengedrückt ; eine Binde, die Mundtheile und Füfse roth- braun; die Hinterfüfse fchwarz, rothbraun geringelt. „'. ladayns ‚Ichneumon latrator., Fabr. fpec. inf. I. a31. n. 69. Anm, Lang 2 ıf2'!. Die braune Binde des Hinterlei- bes nimmt bey dem Raupen’ödter, den ich vor mir habe, nicht fo viele Ringe ein, als Hr. Eabricins angiebt, Die Glieder der Hinterfüfse find alle am - Grunde: licht rothbraun,, dann fchwarz. Wickler R. 2143. Schwarz; die Vorderfüfse und der Grund der Schienbeine an den übrigen ver- blaflet ; der Hinterleib ftiellos,, eyförmig, et- was niedergedrücket, 8 Ichneu- Raupentödten 307 Ichneumon Tortricis. Enum., infect. auftr. n. 763. Wohnort: in den Larven der Wickler; gefellig, Flugzeit: Junius. - Anm, Die Verwandlung geht zwifchen den Blättern vor, die die Raupe zufammengelponnen hatte, in aufge- häuften weifswolligen Pupenhülfen, die noch obendrein mit einem gemeinfchaftlichen Neze überzogen find. Schlafapfel R. 2144. Goldgrün; die, Fühlhörner fchwarz; die Füfse roftroth, - Ichneumon Bedeguaris. Lin, faun, fuec. m. 1634. ZZ Degeer ÜDeberf; II. 2. 186. Vefpa rofea Menzel Ephem. Nar, Cur, dec. IL ann, II, p.. 3%» Tab. 6. | Wolmort : in den Gallwefpenlarven der Schlafäpfel an der Rofe, Anm. Von der Gröfse der kleinften Ameife, wie fich Linn richtig ausdrückt. Pupentödter 2145. Goldgrün; der Hinterleib eyför- mig , ftiellos ; die Füfse blafsgelb. Ichneumon Puparum. Enum. infect. auft. n. 758. 2x Degeer Deberf, 11,2, 190, | Wolmort: in den Pupen der Falter, befonders des Kohlfalters , gefellig, Blattlaustödter 2146. Schwarz; die Mundtheile gelb; der Hinterleib gefielt, länglicht , bräun- licht, oranienroth, fchwarz getrübt ; die Vor« derflügel mit einem Randpunkte. Ichneumon Aphidum.. Lin, faun, fuec. n. 1643. — Degeer Ueberf, II, 2, 179. Tab. 30. Fig. - 13. i 3 Ua Wolm- 308 Raupentödter Wolmort: in den Rofenblattläufen; einzeins Labkrautlaustödter 2147. Schwarz; die Fülse bläffer ; der Hinterleib geftielt, eyförmig , kurz ; die Flügel punktlos. Ichneumon aphidiphagus, Wohnort: in den Blattläufen des fleifborftigen Lab- krautes, H Blattfaugertödter 2148. Schwarz ; die Füfse an den. Gelenken blafs; der Hinterleib ftiellos, eyför- mig, kurz; die Flügel mit einem großen fchwarzen Randpunkte, Ichneumon Chermetis. & Wohnort : in den Blattfaugern der Erle, Anm. Noch einmal fo grofs als der vorige. Kartenlaustödter 2149. Rofigelb ; der Kopf, die Fühlhörner und der Bruftrücken fchwarzz drey Paare dunkler Fiecke auf dem Bauche, Ichneumon Dipfaci. Ki Wohnort: in den Blattläufen der Kartendiftel, Anm. Der Hinterleib elliptoifch, Schildlaustödter 2150. Metallifch fchwarz; die Füfse fchmuzig gelb; der Flinterleib ftahlblau, Ichneumen Coccorum.. Lin, faun, fue. n. 1640, Wohnort: in Schildläufen, | Kolberbörniger R, 2151. Oben goldgrün mit einem Bronzeflecke auf dem Schildchen 5; unten fchwarz ; die Füfse gelblicht; die Fühlhörner am Ende kolbig, | » Ichneu= \ Raupentödter 309 Ichneumon Larvarum, Lin. faun. fuec. m 1637. — Degeer Ueberf. II, 2. 194. Tab. 31, Fig. 1.09. Wohnort : in den Larven der Schmetterlinge; gefellig, Anm, Das erfte Glied der Fühlhörner macht ihre Länge aus; die folgenden find faft kugelförmig und klein; das lezte fehr dick. Die Verwandlung geht in den Raupen felbft vor, dar inn fich jede Raupentödterlarve eine Zeile bereitet, daher auch der Raupenbalg eine höcker'ge Geftalt bekömmt,- als wenn er aus lauter Raupentödter - Zellen zufammengefezet wäre, Scehlingenbaum R. 2ı52. Schwarz; die Füfse, der Rand der Oberflügel, und der Randpunkt ochergelb. | Ichneumon Viburnellae, Wolmort : in der Raupe der Schlingenbaummotte, Anm. Die Fühlhörner fadenförmig, fo. lang als das ganze Infekt. Der Hinterleib kurz, fchicf abgeftuzt , zu= fammengedrückt, am Grunde beyderfeits roftgelb, | Büchengallwefpentödrer 2153, Sattfchwarz; die / Füfse gelb; der Hinterleib fliellos , faft wal- zenförmig; die Fühlhörner behaart, lang- borftig, e Ichneumon fpinicornis, Wohnort: in den Gallwefpen der Büchenblätter. Anm, Viel kleiner als ein Floh; durchaus fattichwarz, ‚ glanzlos; die Mundtheile gelbbraun,; die Füfßse gelb, die Flügel farbenlos, adernlos. Die Fühlhörner anliegend be- | vw. 3 t haart, 310 Raupentödter. haart, mit einigen langen borftenförmigen Haaren dazwi- fchen,, die fich nach dem Tode des Thiers in kleine fta- chelförmige Bündel zufammenlegen. Kleidermottentödter 2154. Schwarz 5; Fühlhörner und Fülse fatt mufchelbraun ; die Flügel adern« los, aufliegend. Ichneumon Veltianellae, Degeer Ueberf.; II. 2. 185. Tab 30, Fig, 14 - 19. Wohnort : in den Kleidermotten. Flugzeit x Junius, Anm, Von der Größe eines Flohes. Sonnenkäfertödter DIsH Sattfchwarz ; die Augen grün, der Kopf, die vorderften Füfse,‘ und das Ende des geftielten BE ee mufchel- braun. O a Ichneumon Coceinellae, Wohnort : in den bereits entwickelten Sonnenkäfern, Anm, Die Larve kroch einem entwickelten Sonnenkä- fer durch die Afteröffnung zum Leibe heraus, machte ein lofes zerrüttetes Gewebe gleich auf der Stelle des Blattes, an welcher fie hervorkam , und nahm unter demfelben die Pupengeftalt 'an. Nach etwa drey Wochen gieng aus die- fer Pupe der Raupentödter hervor, Der, den ich fah, war ein Weibchen, und fein Legeftachel hatte die halbe Länge des geftielten eyförmigen Hinterleibes. Weifsdornmückentödter 2156, Dunkel goldblau: der Hinterleib ‘dunkler, faft fchwarz; die Fühlhörner kurz; die Fufsblätter weiß. 2 Ichneumon tipularum, Wobr- Raupentödter, sır “Wohnort: in den: Larven, welche an den Endeblät- tern der Weilsdornzweige fadenförmige Aus« wüchfe bilden, und die rothe Farbe und kraufe Geftalt diefer Blätter veranlaffen. . Ich halte fie für Mückenlarven, aber ihre Verwandlung konnte ich noch nicht fehen. Allgemeine Anmerkungen. J, Lyoner glaubtz), die Raupentödter werden nicht sichtig von den Raupen genannt, die fie im Larvenitande bewohnt haben; denn, fagt er, einerley Raupentödter Jegt feine Eyer an verfchiedenen Raupen ab, und eben diefelbe Raupe ernährt oft mehrere Arten von Raupentöd= tern. Ich bin anderer Meynung. Allerdings würden Tri= | vialnamen , die ihnen gleichfam an der Stirne gefchrieben ftünden , aus ‚allen bey weitem die beiten feyn. Eine folche Benennung ift die, welche Linze von den kamm« förmigen Fühlhörnern einer Art Raupentödier hergenom=- men. hat; "eine folche if auch jene, welche wir oben von den kolbigen Fühlhörnern einer andern Art entiehnet ‚haben. Einige andere Benennungen nähern fich diefen von Ferne, aber fehr viele, und bey Linn die meiften, find fehr willkührlich, und nicht viel beffer als blofse Nummern. Das kömmt lediglich daher, weil diefe Infek= ten meiftens gar keine Kennzeichen an fich haben ,„ die fich mit einem Worte, oder meinetwegen mit zwey Worten, wenigftens vergleichungsweife, angeben liefsen. Ich habe die Linnäifchen Namen im Deutfchen vielfältig nach mei- nen Beobachtungen über den gewöhnlichen Wohnort. der U4 EaRE Larven menge 2) Lefser theol. des Infect, II, 20. note *, 312 Raupentödten Larven oder irgend eine fichtbare' Eigenfchaft verändert, und, wo ich eine neue Art vorzuführen glaubte , diefes Gefetz auch im Lateinifcehen beobachtet. Diefe neuen Na» men find aus der Naturgefchichte diefer Inf.kten felhft her= geholt , haben alfo wirkliche Bedeutung, die toxar öfters belehrend ift , find alfo in der That gut, obgleich als Tri«- vialnamen nicht bezeichnend, Aber Lyoneers Einwurf ift fo ftark nicht ‚„alser ane fänglich zu feyn fcheint. Die Larven von eineriey Rau- pentödterart .leben in verfchiedenen Arten: von Raupen, fagt er. Sehr verfchieden können -diefe Raupen nicht wohl feyn. Die Larve ift unfähig, fich um eine Ernährerinn umzufehen , wenn die erfe Raupe ihre Lebensperioden gefchwinder durchgeht, als es die zugemeffene Zeit des Larvenflandes diefer Raupentödterlarve fodert ; wir dürfen es der Natur zutrauen, dafs fie die Mütter mit einem In» flinkte verfehen habe, der fie lehrt, zwifchen Raupe und Raupe zu wählen, ‘wenn es darum zu thun if, ein Ey in einen fchicklichen Körper abzulegen. Sogar die Erfah» ‚zung kömmt diefem theoretifchen Gefetze zu Hülfe.:: die» 'jenigen Raupentödter, welche Reaumür,.Linne, Degeer „,Geoffroy aus gewiffen Infekten auskommea fahen , fah auch ich aus ebendenfelben Infekten auskommen, Das war nicht Zufalls denn mehr als einmal habe ich die von diefen Schriftftellern als Wohnftätten gewiffer Raupen- ‚tödter angegebenen Infekten blos zu diefem Ende gefam- meit, und in einiger Menge erzogen, um den: Raupentöd- ‚ter zu erhalten, Es if wahr ; ich erhielt auf diefem Wege zuweilen einen-andern , von welchem fie nicht fprachen, aber ich verfehlte doch nicht, auch den zu Erlen „ von welchem fie en Hier Raupentödten 313 ' Hier. ‘begefne ich Lyozers zweytem Einwurfe, Mehrere Raupentödter bewohnen diefelbe Raupenart, fagt es Das if vollkommen wahr. ' Aber darum. wird der Trivialname, den man dem .einen von der Raupe, die er bewohnt,’ gegeben hat, noch nicht fehlerhaft; der andere wird vielleicht eine andere Eigenheit an die Hand geben, die ihm feinen Trivialnamen verfchaff, Etwas ganz an- deres wäre es, wenn man die Wohnung als Unterfchei- dungszeichen, wohl gar als ausfchlicfsendes Unterfchei- dungszeichen,, vanwenden wollte; aber Namen find noch keine Deänirionen , fondern nur die Worte ,„ welche de» finirt werden follen, Geftehen mülfen wirs auch, dafs wir felbft Beyfpiele gehabt haben, die uns lehrten, dafs einerley Raupenröd- ter in verfchiedenen Raupen vorkommen, Aber aufferdem, dafs die Fälle ziemlich feiten waren, fo waren doch auch diefe Raupen weder von fo verfchiedenen Gattungen , noch von fo verfchiedenen Familien, dafs ihre Säfte, ihre Le= bensperioden , ihre ganzen Gefchichten fehr wefentlich von einander abgewichen wären, Es giebt allerdings einige Raupentödier, die falt keine Raupe verfchmähen; die Kleinen, welche -gefeliig leben, und ein gemeinfchaftliches weißses Geipinnft verfertigen, unter welchem fie ihre fon= derheitlichen Hülfen bauen, gehören dahin. Das beweifßst aber nur, dafs man fich bey diefen Arten hüten müffe, ihnen von einer befondern Raupenart Namen zu geben, Die Beobachtung BEICHEANE* die Regel, ‚aber hebt fie Hicht auf. | II. Wie man übrigens die Sache auch anitellen ‚air fo fällt es doch äußerft fchwer, den verfchiedenen Arten BUS a 7 der g1a Raupentödte der Raupentödter nicht nur fchickliche Namen, fondern überhaupt, ihnen Nanıen zu geben. - Diele Schwierigkeit entfteht allemal bey Gattungen „ die aufserordentlich ar= tenreich find, Doch. liefse fich .diefe Gattung leicht in mehrere vertheilen, wozu ‘der Bau der Fühlhörner , den fchon Degeer zur Vertheilung in Familien benuzet hat, eines der vorzüglichften unterfcheidenden Kennzeichen lie» fern würde; nur möchte es, allein genommen, die Grän» zen der künftlichen Gattungen nicht fcharf genug angeben, Ich habe zu fpät das Bedürfnifs, diefe ungeheure Gattung in mehrere kleine zu vertheilen, wahrgenommen, um im Stande zu feyn, es zu befriedigen. Seit der langen Zeit von ungefähr zwanzig Jahren ‚„ als ich an der Sammlung für gegenwärtigen Fauna arbeitete, giengen mir mehrere Arten wieder zu Grunde, und die kleinern Arten leiden allemal zu fehr beym Aufftecken, als dafs fich ihre, be= reits etwas zu alten, Leichen in Rücklicht auf eine _ Clafüfication hinlänglich ftudiren liefsen, Wollte fich jemand diefer Arbeit. ‚unterziehen, . fo müfste er, um dabey nicht müde zu werden, bey einem noch kleinen Vorrathe .an die Bildung neuer Gattungen denken , der ganze Haufen müfste in zween fehr ungleiche zerfället werden : I. Raupentödter mit gebrochenen Fühl- hörnern, und I]. Raupentödter mit ftäuıgen Fühlhörnern ; bey diefen leziern wären dann wieder die Fühlhörner. (A) äftig.oder (B).einfach; die mit diefen leztern Fühl- hörnern würden noch immer viel zu zahlreich feyn; man: . verfuche alfo die Bildung des Hinterleibes, feine Verbin- dung mit, dem Bruftflücke,, die Bildung des Bruftftückes felbft „ vielleicht auch die des Kopfes , nach und nach in, die Gattungskennzeichen aufzunchmen , und teile bey jedem 4 neu Raupentödter. 915 neu hinzugekommenen Infekte die errichteten Gattungen Torgfältig aus. Ich zweife nicht, dafs man auf diefem Wege aus. der bisherigen Gattung IJchneumon nicht wenig- ftens iöchs deutlich verfchiedene, obgleich nur sünttliche, Gattungen machen könnte, z B« Alpwefpe, Frefifpizen: vier: die vordern länger, Ineubus. Zunge: fehlt. Fühlhörner; ftätig, fadenförmig, vielgliedrig: die Glieder deutlich. Hinterleib: verfchieden, Stachel (des Weibchens) hervorragend, Beyfpiel Inceubus Aphidum — Ichneumon Aphidum. Miteffer. Frefsfpizen: vier: die vordern länger. Comedo, Zunge: ‚fehlt. Fühlhörner: gebrochen, einfach. Hinterleib: verfchieden, Szachel (des Weibchens ):. vorragend, . Beyfpiel, Comedö Larvarum — Ichneumon Larvarum. _ Drudwefpe. Frefifpizen: vier: die vordern länger. Pnigalio.e. Zunge: fehlt. Fühlhörner : äftig , armgliedrig. Hinterleib: verfchieden. Stachel (des Weibchens) : vorragend. Bey- 316 Raupentödtes; Beyfpiel. Pnigalio pectinicornis —Z Ichneumon pectinicornis. L. Wehrwolf. Frefifpizen: vier: die vordern länger. Panifcus, Fählbörner: ftätig, einfach, vielgliedrig, borftenförmig, Finterleib.: fichelförmig. Stachel (des Weibchens): vorragend, Beyfipiel Panifcus luteus ZZ Ichneumon luteus, Raupentödter. Fiefifpizen: vier: die vordern länger, ichneumon, Zunge: fehlt, Fühlbörner : flätig, einfach, vielglie» drig, borftenförmig, Einterleib: niedergedrückt, Stachel (des Weibchens): o. Beyfpiel, Meine Raupentödter mit verkehrt lanzettförmigern Hinterleibe, Schlupfwefp e Frefifpizen : vier: die vogern länger; Ephüaltes, Zunge: fehlt. . 14 Fühlhörner: flätig, einfach, vielgliet - | drig „ borfenförmig. Hinterleib: rund, Stachel (des Weibchens) : vorragend. % Bo „ Bey« Raupentödtem 917 Beyfpiel Ephialtes compunctor — Ichneumon cCompünctor, TIL, Wäre uns übrigens die fonderbeitliche Naturges fchichte der einzelnen Raupentödrer befler bekannt, als fie es nicht ift, fo würde ganz gewiis die bisherige fo auffer- ordentlich weitläuftige Gattung beträchtlich einkriechens Zwey Dinge vermehren d:e Anzahl der Arten in unfern, Verzeichniflien?: 1) die verfchiedene Bemalung , vielleicht auch manchmal ein etwas verfchiedener Bau , der beyden Gefchlechter ; 2) dıe vielen Spielarten,. Um zur Hebung der erften Schwierigkeit etwas beyzu'ragen , habe ich über= all, wo mir diefes deutlich war, angezeigt, was ich für ein Gefchlecht vor Augen hatte, und forgfälig bemerkt , wann mir beyde Gefchlechter bekannt waren, Brachte ich eine Anzahl Raupentödter zufammen, die bey völlig ei= neriey Baue an der Bemalung gleichfam in fanften Schatti= zungen von einander abgiengen,, fo ftell’e ich fie als Spiel= arten zufammen. Unbedingre Gewiisheit täfst fich in die« fen beyden Stücken da, wo die Abweichungen der Abar« ten, oder der Gefchlechter, etwas erheblicher feyn dürfs. ten, von einem Naturforfcher nicht erwarten, der in der Stadt wohnt, und durch viele andere Gefchäfte zerftreut' wird. Aber Naturforfcher, welche auf dem Lande leben, würden durch folgenden Vertuch viel Licht über diefe Dunkelheiten verbreiten. Sie müfsten verfchieiene Raupen geiellfchaftlich in wohl verfchloffenen Zuckergläfern vom Eye an erziehen, in die verfchiedenen Gläfer Raupentöd« terweibchen aus Arten, von denen das männliche Ge« fchlecht noch nicht bekannt it, beyfetzen, und zufehen, ob, und welche Raupentödter fie auf diefem Wege er=. halten “ 318 Rıaupentödter halten werden. Das Weibchen felbft wäre das eine Ge= fchlecht, und es müfste feltfam feyn , wenn unter den mehrern Eyern, die es in diefem Zuftande in oder an die Raupen abfetzen würde, nicht auch männliche wären. Da alle diefe Eyer von eben derfelben Mutter kämen, fo wür- den fie zwar vielleicht auf einerley, vielleicht aber doch auf verfchiedene Weife bemalte Raupentödter geben: fo würden, wenn diefe Verfuche mit der möglich größten Anzahl von Ratpentödtern wiederholt würden, nach und nach die Gefchlechtsunterfchiede in diefer Gattung bekannty. und die Abarten zu ihren Arten zurückgeführet werden, | IV. Ich habe noch nichts von der allgemeinen Na=' turgefchichte der Gattung gefagt. Ich kann das, was da- von bekannt ift, mit zwey Worten fagen. Der Legefta- chel, welcher beym Weibchen zwifchen 'zwo häutigen Halbfcheiden offen daliegt, ift eine hornartige Röhre, womit das Infekt eine Raupe, oder ein anderes weiches Infekt (durchbohret oder anbohret, und an die Stelle der‘ gemachten Wunde ein Ey durch eben diefen Canal hinab=- rollen läfst. Es giebt fogar Schlupfwefpen, welche ziem- lich: fefte Körper , dergleichen die Pflanzengallen find, an- bohren, um das darinn wohnende Infekt mit einem Eye zu befetzen. Gewöhnlich wohnen die Maden, welche aus diefen Eyern entfchlüpfen , im Innern der befezten In- fekten, die ihrer Gäfte ungeachtet fortfahren, zu freffen, {ich zu häuten, zu wachfen, und allen Anfchein von vollkommener Gefundheit zu haben ,„ indem diefe Gäfte die zum Leben gehörigen Organe ihrer Wirthe Torgfältig fcho= nen, bis fie felbft ein reifes Alter erreichet haben, wor«’ auf fie dann entweder im Leibe ihrer Wirthe die Pupen- geftale Mordwefp« 319 geftalt annehmen, und fich erft’ bey ihrer völligen Ent= wickelung durchbeifsen , oder noch als Larven an die Luft hervorkoimmen , eine feidene Hülle fpinnen,, und: in .der- felben ihre. Verwandlungen durchgehen. ‚Es giebt aber auch Arten, von welchen die Maden nur auffen am Kör- per der behafteten Infckten ankleben, und fich begnügen, fie auszufaugen. Die übrige Narurgefchichte diefer leztern kömmt ‘übrigens im Wefentlichen mit jener der. andern. überein, Mordwefpe * Der Hinterleib langgeftielt, Sand M. "2157. Der Hinterleib langfielig: der Stiel zweygliedrig: das zweyte Glied nebft dem darauf folgenden Ringe des Hinterleibes roft« braun ; die Lippe fchwarz. Sphex fabulofa, Enum, inf. auft. n. 768, = Des geer Deberf, II, 2. 148. Tab, 28. Fig. 7. &% Schäffer icon, 835. Fig. ı. ß. Sphex. hirfuta. Enum, inf, auft, n, 769. das Weibchen. Kob Baumtrockn. Tab, II. Fig. ı Wohnort: in fandigen Gegenden „ wo fie ihre Zel- len in den Sand gräbt; auch -fonft in, jedem Erdreiche, nur nicht in ungebrochenem Thon. Anm. Angenehm war mir das Schaufpiel, das mir eine weibliche Mordwefpe diefer Art gab, Sie fchleppte eine ganz 320 Mordwefpe ganz ausgewachfene, äber todte und aufgefchwollene z Raupe vom Weißsdornfpinner daher. indem fie. diefelbe zwifchen ihren Füfsen mit dem Maule vor fich .hinzogz! Beyde Infekten zulammen gaben mir im der Entfernung der! - Höhe meines Auges (denn die Sache gieng”an’der Erde vor) einen poffirlichen, aber undeutlicheny Anblick, Ich; langte darnach , das, wie ich glaubte, feltene Thier ‘zu: kafchen ‚ und bekam die Raupe zwifchen diesFinger , in«‘ dem die Merdwefpe auf die Seite fprang, aber nicht: wege; flog, vielmehr, als wenn fie zümnte, gegen meine Hand fefnurrte, Ich wärf ihr die Raupe allogleich”"wieder vor, und fie hafchte fie in demfelben Augenblicke, zog fie bis an ein etwa einen Fufs weit entfernrtes Loch in der Erde, fort, und liefs fie vor demfelben liegen. Jezt holte fie einige kleine hineingefallene Erdeklöfe heraus , und gieng dahn rücklirgs hinein , gleich als wollte fie verfuchen, ob alles in der kleinen Höhle.nun rein wäre, aber bald kam fie wieder zur Hälfte hervor, und zog nun die Raupe zücklings nach fich hinein, 3 Ich habe vor vielen Jahren die Mundtheile und den Stachel eines Weibchens diefer Art zergliedert. Hier if der Auszug meiner Beobachtungen, Kiefer: fichelförmig , fpizig, an der Innenfeite drey= 5 Zzahnig, | Zunge: die Scheide ftumpflanzettförmig, Zweythei= lig: jede Halbfcheide inwendig häutig, ein häufiger liacken an der Spize.- Die eigentliche Zunge in der Scheide verfteckt, zweytheiligs die Theile federähnliche weise Körpen Erefi- Mordwefpe, 321 . Frefifpizen: vier, gleichlang: die vordern vierglie= dig: die Glieder lang, ungleich, an den En« den knotig; die hintern fünfgliedrig: die Glieder gleich , -länglicht, an den Enden knotigs ' Stachel: vier aneinander gelegte hornartige Spie= fe zwifchen zwo haarigen Scheiden im Leibe verborgen. Tbongrabende M, 2153. Der Hinterleib langfielig : der Stiel zweygliedrigs das zweyte Glied nebft dem darauf folgenden Ringe des Hinterleibes roftbraun; die Lippe filberhärig.’ Sphex luturia. Fabr. mant. I, 273. m. % Wohnorz: um Ingolfadt. Anm. Das Männchen hat oben auf dem zweyten | Stielgliede und erften Hinterleibsringe einen fchwarzen Fleck. Diefe Art ift der vorigen durchaus ähnlich, aber | fehr viel glatter, auch fchwächlicher. Dickfchenklige M. 2159. Schwarz; der Stiel des fehr kurzen Hinterleibes und die hinterfen, keulenförmigen, gezähnelten Schenkel gelb, Sphex fifpes. Fabr. fpec. inf. I, 446. n. 21. Sphex myrifex. Sulzer Gefih. Tab. 27. Fig, ı. Wohnort: bey Gern. Ein eben fo feltenes als felt« fames Infekt, Ausmeffungem Länge des ganzen Infektes - des Hinterleibes ohne Stiel = ı 1/A. Breite des Hinterleibes, nicht völlig — TI. Fauna boica, 2, B, 2. Abth, x Anm, gilt, 922 Moräwefpe, Anm. Die Fühlhörner nach dem erften Glieie gebre- chen , fadenförmig, etwas dicklicht, Auf der Stirne ar der innern Seite jedes Auges ein limoniengelber Punkt; die Einlenkung des Vorderfügels mit 'einem gelben Punkte bedeckt; die ‘beyden erften Füfse gelb: die Schenkel am Geunde, und die Schierbeine an der innern Seite fehwarzz das zweyte Paar fchwarz: die Schenkel an der Spizes und die Schienbeine an Grund und Spize gelb, die Fuß“ blätter mufchelbraun; das lezte Paar ganz Schwarz die Schenkel linfenfärmig,, rückwärts fein sägezähnig, allent- halben gelb, fchwarz :gefleckt, Das Stielchen des Hinter- leibes oben gelb, fonft überall fchwarz. Am Ende des Hinterleibes ein gelber Punkt. Das Gelb ift allenthalbem ein hohes Schwefelgelb, Töpfer M. 2160. Schwarz; die Stirne, Oberlippe ‚und die Ränder Ger Hinterleibsringe filberfchielend. Sphex Figulus, Fabr. fpec. inf. I. 444. n. 10, Sphex leucoftoma. Enum. inf. auf, n. 771s Wobnor:: in den ‘hölzernen Pfählen der Gaitenge- länder. #°%* Der -Hinterleib kurzgeftielt, Spianenwäürger 2 2161. Schwarz, glatt; die erftem drey. Hinterleibsringe rothbraun ; die kinterften Schienbeine sägezähnig;; die Flügel berufst. Sphex fufca. ‚Erum. inf. auf. n. 773% —Z Degeer ‚Ueberf. II, » 174. Tab. 28. Fig. 6s Wohnort: in feftem, doch mit Sand gebrochenen, Boden, wo er dich Löcher baut, gelähmte Spin N... Mordmeipe 323 Spinnen Hinein fchleppt, ein Ey dazu legt, und fo für die auskommende Larve forgt. Dunkle M, 2162. Schwarz, glatt; die erftien drey Rin« ge des Hinterleibes rothbraun ; die hinterften Schienbeine glatt; die Flügel blafs fchatten- braun. Sphex obflcura Wohnort: bey Gern und Ingolftadt, Flugzei: : junius, Julius. Anm. Wollkommen wie die vorige Art, aber kleiner, und die hinterften Schienbeine glatt. Allerdings eine Sphex nach den Grundsätzen des Hın, Fabricius, und vielleicht ner das Männchen der vorigen Art, Äusmejfung. Lang Bi ; = m ® Eu sin, Breit über den Hntrlib = 078 Weg M, 2163. Schwarz; die Flügel berufst; die erften Ringe des Hinterleibes rothbraun: mit fchwar- zen Binden. _ Sphex viatica.. Enum, inf u n, m = De geer Ueberf; II. 2.154. Wohnorz: : in der Erde auf Waldwegen, Anm, Ihre Sitten find denen der Sandmordwefpe gleich. Degeer, " Gefleckzte M. 2164. Schwarz; der Brufrücken weifs« gefekt; am Hinterleibe der erfte Ring braun= roth, die übrigen beyderfeits mit einem wei- isen Querftrichelchen. ! 2. Sphex 224 ‚Mordwefpe Sphex maculata. Fabr. mant. I. 277, x. 59. Wohnort: um Ingolftadt, Flugzeit: May. Anm, Ich fah fie nur einmal, als fie eben über einem Loche langfam herumfchwärmte, um es auszufpähen, Sie war faft von der Gröfse der Wandzellenwefpe, Weifsmaklige M. 2165. Schwarz; der Hinterleib am Grunde rothbraun ; die Flügei rußig: die obern mit einem weifsen Punkte an der Spize. Sphex albomaculata. Enum. inf. aufl. n. 775. Sphex exaltata. Fabr, fpec. inf. I, 449, m, 42. Wolmort: bey Gern und Ingoiftadt, Flugzeit : Julius bis September, ‘Anm. Die vordern Frefsfpizen fehr lang, die hintern fehr kurz. Zwerg M. 2166, Schwarz; der Hinterleib vom Grun- de bis zur, Hälfte rothbraun. Sphex gibba, Scop. carn, n. 786. — Fabr, free. inf, I. 448. m 34. Wohnort: bey Gern und Ingolftadt, Flugzeit: Julius. Anm, Die drey erften Ringe des interleihes roth- braun. Die Flügel find bey meinem Infekte durchaus waf= ferfarben; bey einem andern, gröfsern, etwas rußig. Ausmef[ung. Lng - - = “ PLA Breit = = a = Ie Köib- Mordw efpe S25 Köbler M, 2167. Ganz fchwarz ; die Schienbeine und Fufsblätter bläffer ,;, die Flügel wafferfarben,, ein wenig berufst. Sphex carbonaria. Scopoli carı, 2. 782 Wohnort: bey Gern. Ausmef[ungs Lang - ne - sin, Breit , = = = 9 Anm. Ganz fchwarz. Die Schienbeine und Fufsblät= . ter bläffer, die des erften Paares wohl gar dunkel mu- fehelbraun; die Flügel wafferfarben, nur etwas rußig getrübt. Allerdings eine Sphex nach Hrn. Fabricius, Tieffehwarze M, 2168. Durchaus_ tieffchwarz; die Flügel flark rufsig; an den Enden gesätiigter, Sphex nigerrima. Wohnort : bey Gern. Ausmeffungen, Länge des Infektes - zer ja eines Oberflügels lee Breite des Infektes ” Ba ER Anm, Die Hüften der mittlern und hinterften Füße haben, aus gewillen Gelfichtspunkten betrachtet , einen geib- lichten Schein. ! Ebenfalls eine. Spbex, wenn man fie nach Hın, Fa- bricius beftimmt. Buntfürbige M, 2169. Sattfchwarz; auf dem Hin- terleibe drey weifsgelbe kleine Flecke; die 8 Schen- 426 Mordwefpe Schenkel und Schienbeine des hinterften. Fufs« paares braunroth; die Schienbeine sägezähnig. Sphex verficolor. Scop. car m 783: Wolmort : bey Gern auf, Schirmpflanzen, Ausmeffung. Lang ® . 2 4 2ß3!. Breit - - - L 1f2e Anm. Auf dem zweyten Ringe des. Hinterleibes; zween weifsgelbe Punkte, einer auf dem vierten, Die Flügel fchwärzlicht, auswärts gesättigter, _ Spbex rufipes L. fcheint eine ganz andere Art zu \ feyn. Weißafterige M,. 2170. Schwarz; ein weifser Punkt „am, After. Sphex -Punctum. Fabr, rec, inf, L 448. m 35. Wohnort: um Gern. Anm. Bey meinem Infekte. find die Füfse fats braun zoth,, die Fiügel ungefärbt wafferklar, Der weiße Punkt am After erfcheint nicht nur dem- freyen Auge fo, Ton« dern: auch durch ein fchlechteres Suchglas niche anders } eigentlich find es aber. die beyden lezten , etwas ineinan- dergefchobenen ‘Ringe des Hinterleibes, die weiß. find, und diefen Punkt bilden. — Lang 3, Rauhfüfsige M, 2171. Schwarz; ziemlich glatt; der Hinterleib an ‘der vordern Hälfte mit einer breiten rothen ungebrochenen Binde; das erfte Fufspaar gefranzet. Sphex pectinipes, Lim Faun. Sue. m 1654. Wohms - Mordwefpe 327 BWFohnort: in den Gebüfchen bey Gerolfing nächfk Ingolftadt. Flugzeit: Auguft. Ausmef[ung Lang - - - 3 nfalts, Dick an der Bruft NL Iıfa am Hlinterleibe > i. kaum, Anm. Durchaus fchwarz; ärmlich und fein behaart, Die Kiefer mufcheibraun; der Hinterleib länglicht eyför- mig, glänzend, Die braunrothe Binde fchliefßt fich am Bauche; oben nimmt fie den gröfsten Theil des erften Ringes ein, doch. fo, dafs der Grund fchwarz bleibt; fie zieht fich über den ganzen zweyten Ring hin, und fchliefst noch den Grund: des dritten ein, an dem fie fich ‘ an den Seiten weiter hinterwärts zieht, Die Schienbeine find alle behaart, aber die vorderften find an der Vorder- feite glatt, an der Hinterfeite haben fie lange wegftehende Haare von weifslichtgrauer Farbe „ von welcher Farbe auch alle übrigen Haare find, Breitfchenklige M\, 2172. Schwarz; die. vier hinter« ften Schenkel kolbenförmig, zufammengedrückt, famt den Schienbeinen rothbraun, Sphex palmipes. Enum, inf auft. B. FUN Wohnort: auf Schirmblüthen., Anm, Vielleicht it Müllers Sphex ferotina eine Abänderung davon.. Allgemeine Anmerkung. Die Naturgefehichte der Mordwefpen ift weniger bekannt, als die der Raupentödter. Man hat nur 4 diey 928 Mordwefpe. drey bis vier Arten in Handlung angetroffen, aus welchen Beobachtungen gleichwohl fo viel hervorgeht, dafs die Mütter fchief in die Erde niedergehende Löcher arbeiten; in jedes derfelben legen fie ein Ey, fliegen dann weg, und gehen auf den Fang weicher Infekten aus, Hier theilt fich ihr Gefchmack; einige Arten machen auf die Raupen Jagd, andere auf Spinnen. Das gefangene Infekt ftechen fie mit ihrem Stachel, der im Hinterleibe, hohl, und wie bey den Bienen, derer Gefchichte wir uns nähern, mit einem Giftbläschen verbunden it, das durch diefen Canal feine betäubende Flüfigkeit in die Wunde erzgiefst. Das fo betäubte Infekt, ‚das gewöhnlich gröfßser als fein Mörder ift, wird dann an der Erde in die Grube gefchlep- pet, und, wenn es zur Nahrung der Larve, die aus dem Eye hervorbrechen foll, hinreichend grofßs ift, fo wird über ihm die Grube mit düurchkneteter Erde verfehloffen ; im widrigen Falle wird noch ein zweytes, wohl noch ein drittes, herbey gefchleopet, Aber nicht blos in die Erde, fondern auch in morfches Holz graben einige Mordwelpen ihre Zellen, wie ich felbft gefehen habe; diele fopfen die gegrabenen Löcher, nachdem fie ein Ey hineingelegt haben, mit kleinen nackten Räupchen aus, die fie im Flu- ge herbey. zu tragen vermögen. Die fufslofe Made zehrt an diefer Nahrung, bis fie ausgewachfen ift, verwandelt fich in der Höhle, die ihre Wiege war, und durchbricht endlich die Thüre von Erde, die fie einfchiofs und ver- barg, um das Spiel von vorne zu beginnen. 5 Te 2 u. 329 Schildwefp e. Gemwappnete Sch. 2173. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; der Hinterleib mit. gelben Binden: die dritte und vierte unterbrochen, 9. Crabro afpidiphorus. Wohnort: bey Gern ; fie kömmt auf Doldengewäch- fen vor., | | Anm, Ich habe nur diefes einzige Weibchen unter mehrern Stücken der folgenden Art gefammelt, oder we- nigftens nicht verfchenkt, weil ich vor Hrn. von Sche- mens Erinnerung die anders gebrochenen Binden für unbe» trächtliche Verichiedenheiten hielt. Gröfser in allem Betrachte als die folgende Art; fatt« fchwarz: Kopf und Hinterleib glänzend. Das erfte, lange Glied der Fühlhörner und ein Fleck auf den Kiefern geib, Der Bruftrücken feinhaarig, am Grunde eine unterbiochene gelbe Querlinie, und an jeder Seite ein gelber Punkt ; die Deckfpize der Vorderflügel gelb; das Schildchen fchwarz. Der Hinterleib glänzend , doch etwas, befonders am Ende, behaart ; oben über den erften Ring eine breite gelbe Binde; eine andere, nur durch ein unmerkliches Strichelchen unterbrochene, auf dem zweyten; der dritte und vierte beyderfeits mit einem querlänglichten Flecke; der fünfte mit einer: ganzen Binde; die beyden folgenden ' ineinandergefchoben, ungefleckt.. Unten drey ichmale ‚ Querbinden, nämlich eine über den dritten, eine über de vierten, und eine über den fünften Ring. Die Schienbeine X5 und ... Schildwefpe und Fufsblätter durchaus gelb, leztere gegen das Ende bräunlicht. Die erften und lezten Schenkel ganz fchwarz, doch ein gelber Strich auf der Vorderfeite der leztern; die mittlern nur am Gründe fchwarz; auch die Knie ichwarz. | Schäffeltragende Sch. 2174. Schwarz; der Bruft- sücken gefleckt, geibe Binden. auf dem Hin- terileibe: die zwevte und dritte. gehrochenz die Schilde. (des "Männchens ) punktirt, Erabro patellarius, 'Sphex patellaria. Schreber Nora XX, 95 Sphex cribraria. Enum. inf. aufr. n. 779. — Degeer Ueber II, 2, 140. Tab 28. Fig, 2-5. Siebbeine. Göze Naturf, IL ar. Tab, 2. Schäffer. icon. 177. Fig. 7. Männchen, Schäffer icon. 81. Fig. 2. 3. Weibchen. Apis atra, abdomine annulis quinque flavis, fecund® et tertio interrupto. Uddmann diff. ms 97. das Weibchen, Wehnore: Sie kömmt auf a nicht fehe | felten vor. Gefebildete Sch 2175. Schwarz; der Bruftrücken ungeleckt ; gelbe Binden auf dem. Hinterleibe: die drey erften unterbrochen ; die Schilde (des Mänachens) undeutlich punktirt,. vor= wärts braun geftreift,. N Crabro clypearius.. Sphex clypearia. Schreber Naturf. XX, 9% Sphex clypeata. Enum, inf, auftr. n. 780. Schreber Nazurf, XV, 90, Tab, 3, Fig, 19 - 2% Schäffer Schiläwefpe 332 Schäffer icon. 177. "Fig. & 9. | Wohnort: Sie ift fehr felten, wo. fie dann auf Doldenblüthen vorkömmt, Siebtragende Sch, 2176. Schwarz; der Bruftrücker kaum gefleckt ; auf dem Hinterleibe gelbe Bin- den.: die zweyte, dritte und: vierte unter« brochen, 9. Crabro cribrarius, Sphex cribraria, Lin. fäun, füec. n. 1673. Apis nigra, abdominis fafciis fex flavis: intermadis tribus interruptis; tibiis anticis lamellis perforatis inftructis 'Rolander fübwed, Ab, 1751. 60. Tab, 3, Eig, L Hobnort : um. Gern, Aum. Etwas kleiner als. die fchüfeltragende Schild“ wefpe, Silberhaare an der Lippe, das erfle Glied der Fühlhörner unten gelb; zween fehr kleine gelbe Punkte am Grunde des Bruftrückens: jeder auf einem er.öhten Zahne; fat 7 gelbe Binden über den Hinterleib: die lezte fehr fchmal, die zweyte, dritte, wierte- weit unterbrochen, die erfte breit. Die Schenkel fchwarz; die Schienbeine an einer Seite. fchwarz, an der andern gelb, Unterirdifche Sch 2177. Schwarz; der Bruftri= cken gefleckt; auf dem, Hinterleibe beyderfeits fünf gelbe Flecke:: die vier hinserften paarweife- verbunden ; die Füße roflfarben. Crabro. fubterraneus, Fabr. full. enzem.. 374. n. As Wohnort: bey Gern und Pöttmes. Sie kömmt auf Doldenblüthen vor, Auch har fie Hr. P, Dallinger bey Bettbrunn gefammelt. Flugzeit: Julius, Augufts 2 Ans, 23% Schildwefpe. Anm, Schwarz; die Lippe mit filberglänzenden Här- chen bedeckt; das erfte Glied der Fühlhörner gelb , dann find fie ein wenig rothbraun , endlich fchwarz, Am Grun- de des Bruftrückens eine unterbrochene gelbe Linie , ein ‚gelber Punkt an der Einlenkung jedes Vorderflügels, und ein anderer vor diefem an der Seite der Bruft. Auf jedem der fünf erften Ringe des Hinterleibes zu beyden S:iten ein weifsgelber Fleck , davon aber die des fünften Ringes, und faft allzeit die des vierten, zufammentlieisen und eine Binde bilden. Die Fülse roftfarben. Ausmeffung. Lang - = - - all, Breit - - 5 = 1 ıf. Grabende Sch. 2178. Schwarz; der Bruftrücken un- gefieckt; auf dem Hinterleibe beyderfeits fünf geibe Fleke: die lezten verbunden; die Schen« kel fchwarz, die Schienbeine gelb, Crabro foflorius. Fabr. fl. entom, 374, m 3. Sphex folfori. Zin. faun, fuec, m, 1662. Wolnort: um Gern, | Anm. Ungemein ähnlich der vorigen Art; nur fehlt die gelbe Linie am Grunde des Bruftrückens, und die Füfse find anders bemalt. . Die beyden am Grunde des Bruftrü- ckens vorwärts ftehenden Dorne find fchärfer, und der "Bauch endiget fich in eine ftarke Stacheltpizes Quellfand Sch, 2179, Schwarz; die Fühlhörner und Füfßse roftbraun; der Bruftrücken gefleckt; vier gelbe Binden über den Hinterleib; die zwo erften unterbrochen, - Crabro Schildwefp« 233 Crabro fabulofus. Fabr. mant. I, 296. m 17. Wolmort: um Ingolitadt, Flugzeit: Junius. Ausme[[ungen. Länge des Fühlhorns =” ZI Vera des Bruftrückens en EN des Hinterleibes + za, 18, Breite des Bruftrückens = zz an fo, des Hinterleibes - zur n.E1/O, Anm, Von der Geftalt und Größe der fiebtragenden | Schildwefpe. Die Mundtheile und‘ die Augen rofbraun; auch die Fühlhörner und Füfse, aber heller: ein geiber Punkt an jedem Knie. Eine flätige Querlinie am Grunde des Bruftrückens; ein Punkt am Grunde vor jedem Ober- flügel , ein anderer feitwärts vor demfelben, zween Punkte am Schildchen, gelb. Der Hinterleib eyförmig, unten rotbraun: jeder Ring am Rande fchwarz ; oben ift der Hinterleib fchwarz : am erften Ringe eine faft unterbro- chene roitbraune Binde, eine flark unterbrochene auf dem dritten und vierten, eine zerfchnittene auf dem fünften , und eine flätige, vorwärts gekerbie,, auf dem fecliften Ringe, | | Dreyfpizige Sch, 2180. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt, am Grunde beyderfeits ein Dorm, | ein dornlofes Höckerchen zwiichen inne; der Hinterleib gefpizt, beyderfeits fünf gelbe Fie=- cke: die zween leztern verbunden, Crabro triceufpis. Phyf% Auf]. 127. Wolmort: bey Pöttmes, Flugzeit ; September, Mini- 334 Schrldäwelpen, Minirende Sch. 2131. Schwarz; der Bruftrücken und das Schildchen gefleckt; auf dem Hinterleibe fünf geibe Binden: die des erften Ringes ge= brochen ; der lezte Ring vierkielig, Trabro Cinicularius, Wohnort: um Gern, Sie kömmt auf Doldengewäcks fen vor. Plugzeit : Hochfommer, Ausmef[[ung. Lang = > - 5 1/59, Breit » - - 1; Anm, Schwarz3 ausgenommen: die Oberlippe gelb, fchildförmig wegftehend; ein gelber Fleck an jedem Kie- fer, ein gelber halbıunder Fleck an der innern Seite jedes Auges; das erfte Glied der Fühlhörner durchaus fchwarz, die übrigen tief mufchelbraun,, oben fchwarzz; zween gelbe Punkte am Grunde des Bruftrückens, ein anderer an der Einlenkung des Vorderflügels; über das Schildchen eine gelbe Querlinie (keine fernern Punkte). Der erfte Ring | des Hinterleibes Ichmäler mit zween geiben Punkten, auf jedem der vier nächffolgenden eine gelbe Binde, die in der Mitte äufsert dünn wird, und am zweyten Ringe all zeit, öfters auch am dritten-wnterbrochen if, Der lezte Ring ungefieckt, vierkielig , abgeftuzt, Die Füfse orz= niengelb. u ee Fünfbandirre Sch Bias. Schwarz ; Bruftrücken und Schildchen gefleckt; auf dem Hinterleibe Bin- en:‘ der erfte Ring ungefleckt, der lezte zweykielig. Crabro | Schildwefpe 335 Crabro 5 cinctus ii FVolmort: mit der vorigen Art Anm, Durchaus wie die vorhergehende Art; aber die Stirne ganz gelb; daserfte Glied der Fühlhörner unten gelb; auf dem erften (verengerten) Ringe des Hinterleibes nichts gelbes, auf den fünt folgenden eine gelbe Binde; der lezte (Giebente) Ring zweykielig, abgeftuzt, Die Füfßse gelb; die Schenkel und hinteriten Schienbeine fchwarz gefleckt, Zweyzähnige Sch. 2193. Schwarz; der Bruftrücken und das Schildchen gefhieckt; vier selbe Bin- ‚den auf dem Hinterleibe;; de? ‚After abgeftuzt, zweyzähnig, | Crabro bidens, \ Wohnort: mit den vorigen; auch um Ingolftadt, Anm. ‚Ganz wie die minirende Schildwefpe, alısge= nommen: Lang 4'!, breit ı'*, DieLippe gelb, famt der Stirne und der Ünterläite des erften Gliedes der Fühlhör- ner. Der lezte Ring des Hinterleibes zweyzähnig ; zu beyden Seiten des vorlezten raßt ein kleiner, länglichter , ‚drüfenförmiger Körper zahnähnlich hervor, Die Füßse gelb; - die Schenkei fchwarz gefleckt, ß. Der .erte Ring des Hinterleibes ungelieckt; ; die vorlezte Binde gebrochen, Sasdgräber Sch. 2184, Schwarz ; Bruftrücken und , Schildchen gefleckt : noch zween gelbe Punkte am Ende des Bruftrückens; der erfte Ring des Hinterleibes mit zween gelben Punkten, vier Binden über die folgenden, der lezte vier- kielig, Sphex 336 Schildwefpe / Sphex arenaria. Lim. faun, fuec, m. 1660, . Wobnort ; mit den vorigen, Anm. Wie die minirende Schildwefpe ; nur : die Fühl- hörner unten bis an die Spize mufchelbraun; zween kleine gelbe Punkte noch am Ende des Bruftrückens, Diefe leztern vier Arten haben untereinander fo viele Aehnlichkeit, dafs man in Verfuchung geräth, fie für Spiel- arten von einander zu halten, Mond Sch, 2185. Schwarz ; der Bruftrücken ungefleckt;z gelbe Binden über den Hinterleib : die drey erften unterbrochen; die Schilde (des Männ- chens) punktirt und geftrichelt, Schreber Na-- zurf. XX. 98. Tab, IL Fig. 6.7. Crabro peltarius, a Wohnort: um Ingolftadt. Flugzeit : Junius. Anm. Schmal und lang ; der Hinterleib lanzettförmig; durchaus fattfchwarz , ausgenommen die folgenden Theile: Die Lippe von dicht anliegenden Silberhaaren glänzend, auch der Innenrand der Augen, Die Füfse fchwefelgelb , aber die Schenkel fchwarz, oder doch mit fchwarzen Streifen; die Schilde der Vorderbeine fchwarz, ausge- fchweift aufsen mit feinen weifsen Punkten im Mittel und _ Strichen am Rande, inwendig durchaus weifsgeftrichelt, Fünf ichwefelgelbe Binden über den Hinterleib: die drey erften unterbrochen, Die Fühlhörner säbelförmig, an der Unterfeite flachgedrückt; das erfte Glied beträchtlich lang, unten gelb, die folgenden kurz, und, die erftern nach dem langen, unten gebartet._ Sechs=-. Schildwefpe 337 Sechsgürtlige Sch, 2186. Schwarz ; der Bruftrücken gelleckt:: fechs gelbe Binden über den Hinter- leib's: die drey erften gebrochen. Crabro fexeinetus. Fabr, fpec. inf. 1. 470. m 7. Wohnort : mit den vorhergehenden Arten, Flugzeit: Augußs Anm, Durchaus fchwarz. Die Lippe filberglänzend ; das erite Glied der Fühlhörner gelb; am Grunde des ‚Bruftrückens eine untergebrochene gelbe Querlinie, zween gelbe Punkte unter jedem Vorderflüge, Ueber dem 2, 34 A, 5ten Ring des Hinterleibes gelbe Binden : die drey erften. unterbrochen; die zween lezten Ringe ganz gelb, Die Schenkel fchwarz , die Schienbeine unten Schwarz gelleckt Au 5% eff n ge R Lang & & ö = ö zin, Breit u = en) = 1: Achtmaklige Sch. 2187. Schwarz; der Bruftrücken und das Schildchen gefleckt; an den vier er- | ften Ringen des Hinterleibes beyderfeits vier gelbe Punkte, die lezten mit gelben Binden, Crabro 8 maculatus. ? Crabro 8 maculataa Preyfsler in Mayer, Samınl, III; 372. Wohnort: mit den vorigen, | Anm, Ganz wie die vorhergehende Art, äber etwas größer , und ein gelbes Strichelchen quer über das Schild- chen; auch der erfteRing des Hinterleibes zu beyden Seiten gelb gefleckt, und die lezten an den Rändern fichwarz, Fauna boica, 24 B. & Abth, Y \ Dre y- 938 ; Schildwefpe2 Dreyglürtelige Sch, 2188. Schwarz; der Brufkrüs ckn gefleckt; drey gelbe Binden auf dem Hinterleibe: die beyden erften unterbrochen, / . Crabro vanrus. Fabr. Se. inf. I. 471 N. 10, Schäffer icon. 94. Fg 4 5. Wohnort: mi: den vorigen, Aum. Die Lippe filberglä:zend ; . das unterfte Glied der Fühlhörner, zween Punkte am Grunde des Bruftrüs ckens, zween Punkte (oder ein Strichelchen ) auf dem 'Schildchen, die Binden des SEDISEOBER und die Schien- beine gelb, Das Schildchen if auch ungefleckt, oa der dritte - Ring -des Hinterleibes kömmt mit zween geiben Punkten vor; der fechfte Ring des Hinterleibes hat am Grunde eine äufserft [chmale geibe Binde, die in der Ruhe vom vorhergehenden Ringe bedeckt ift. Mondmakelige Sch. 2189. "Schwarz; ein mondförmi- ges Strichelchen am Grurde de: Bruftrückens? " zween Punkte, und eine Binde des Hinterlei- bes, und die Spize weils’; der lezte Bauchring Ä nachenförmig, Crabro lunatus. Wolmore: mit den vorigen. „ Flugzeit: Auguft. Anm, Die hintern Frefsfpizen fehr kurz; zwo weilse Lin‘ 'ien an den innern Angengränzen; ein weifser Punkt zu beyden Seiten des Halies. etwas weiter zurück am Bruft« rücken eine mondförmige” weifse Querlinie; ein weifser Punkt auf jeder der vier lezten Hüften, und einer noch ; Vor .» Sehildwelpe | 339 5 vor den: hinterften;‘ das Schildchen mit einer weifsen : Querlinie; auf dem erften Ringe des Hinterleibes beyder= . feits ein querlänglichter weiiser Punkt; der obere Rand ; ' des zweyten, vierten und fünften und fechsten Ringes weils: aber ciefe drey lezten Ringe ineinander sefchoben,, - ‘daher das ganze Ende weils erfcheint, Unten ift der Hin« 'terleib ungefleckt, und der lezte Bauchring tritt hachen- förmig hervor, in deffen Höhlung der nicht ganz verbor= \ gene Stachel des Weibchens liegt, Die Füfse- find braun« | roth, un! .die hinterften (ehr lang; wie dann überhaupt das Infekt viele: Aehnlichkeit mit den Raupentödtern hat, und vielleicht nicht genau in gegenwärtige Gattung ge= hört. Wirklich find die Fühlhörner wie bey den Mord« wefpen, aber es ift keine Zunge da. Ausmef/fung, Inf =» = - 3 fl, Breit Be = ıf2. Veränderliche Sch. 2190 Schwarz, dürchaus ver tieft punktitt; Bruftrücken und Schildchen 'un« gefleckt ‚ fparfame Binden auf dem ilinterleibe, und zween Punkte auf dem dritten Bauchringe gelb. | Crabro variabilis, Wohnort: um Bettbrunn, wo - Hr. P. Daltin- | ger gefammelt hat, Ann, _ Ven der Gröfs der Geländer - Zellenwefpe, Die Lippe, die Stirne, die Schienbeine gelb. Eine Binde _ am Grunde des zweyten Hinterleibringes , eine breite über den dritten , und gleich an ihren beyden Seitenenden , Ya doch 340° Schildwefpe doch am Bauche ,„ ein Punkt, gelb ; der erfte Hinterleib- sing fchmal, faft ftielförmig. Bisher ift alles ftandhaft, aber nun: ‚Erfte Spielart: der fünfte Ring des Hinterleibes am Hinterrande mit zwey gelben vollen Drevecken, der . Sechfte mit einer oranienfarbenen breiten Binde. | Zweyte Spielare: der fünfte Rirg ungefleckt; der fechfte Ring am Hinterrande mit zwo verbundenen halb- runden Makeln, Dritte Spielart : die beyden Makeln am fünften Rin- ge; der fechfte unter diefem verfteckt; die erften zwo Binden in der Mitte gebrochen, Baierfche Sch. zıgr. Schwarz; der Bruftrücken un- gefleckt,; zween Querfiecke auf dem zweyten und dritten, und ein winkliger auf dem fech« ften Ringe des Hinterleibes gelb. Crabro bojus, Wohnort: um Ingolftadt. Sie kömmt auf Blü- “then, vor, - ;: Zr Flugzeit: May. Anm. Dürchaus fattfchwarz ; die Lippe ‚mit Silberhaa- zen bedeckt, auch zween Striche an der Stirne, fo lang als das unterfte Glied der Fühlhörner , filbern, Die Fühl- hörner kurz, walzentörmig, ziemlich dünn, unten ein we nig gebartet 3 das Grundglied lang, unten weifs. Die Füfse gelb; die Schenkel des erften Paares oben: die des zwey- ten oben und unten mit einem fchwarzen Striche, die des dritten Paares ganz fchwarz; die Schenkel des erften Paa- res haben Unten eine fchmale Längstläche mit einem Seiten- zZahne, / Schildwefpe 348 aahne, Die Flügel getrübte Glasflügel; fie haben noch über dem fchwarzen Randpunkte einen andern fchwärz« lichten Punkt am Rande, Tieffehwarze Sch. 2192. Durchaus tieffichwarz , glanzlos ; die Flügel am Ende rußig, Crabro nigerrimus, Sphex nigerrima, Scop. car. 784. Wohnort: um Ingolftadt; fie kömmt in Gebüfchen vor. Anm. Lang 4'!; der Vorderfüügel lang 3’, Durch- aus tiefflchwarz , ohne alle andere Farbe; durchaus punk- tirts, Die Glieder des eyförmigen Hinterleibes am Grunde und Hinterrande verengert , daher der ganze Hinterleib ein wechfelweife aufgetriebenes und geichnürtes Anfehen ge- winnt, Gehalfterte Sch, 2193. Tiefichwarz; der Bruftrücken gefleckt; die Lippe und ein Strich an den Augen über den dritten und fechften Ring des Hinterleibes eine Binde, und auf dem zwey=- ten und vierten beyderleits ein Punkt, ‚gelb. Crabro capiftratus. Phyfi Auff. 128. Wohnort : bey Pöttmes. Flugzeit : September, Allgemeine Anmerkungen. | Die Schildweipen haben die Sitten der Mordwefpen, Die Mutter findet oder gräbt fich ein Loch in lockere Erde, (oder in altem Holze) legt ein Ey hinein, ftopft eine oder zwo gelähmte Raupen dazu, und vermauert die Oeff- v3 nung, - 442 Schildwe fpe ‚chen. Infekten, fcheint aber doch auch B.ürhenftaub zu nung. Die Raupen dienen .der Larve zur Koft, bis fie grols gewachien it; fie verwandelt fich dann in die der Gattung zukommende Pupengeftalt, aus welcher fie zur gehörigen Zeit als Wefpe hervorgeht. In diefem Zuttaade durchbricht fie die Mauer ihres Gefängniffes „ begarret fich, und beginnt die. Gefchichte von. vornen, -bDas voll kommene Infckt felbfi lebt ven Mücken und andern weis freflen, Die Männchen ven einigen. (vielleicht mehrern, viel« teicht allen) Arten haben an dem erften. Fufspaare einen fonderbaren Bau.. Eine unten- vertiefte, cben gewölbte ” Platte fizt am Ende der Schienbeine , oder es find: wenig- ‚ftens (bey anlern) die erften Glieder ‚der Fufsblätter in eine ähnliche Platte ausgezogen. Diefe Platten. find bey den meiften der bekannten Arten durchfcheinig punktirt. Rolander 4) hielt diefe durchfichtigen Punkte für Lö- cher, die Schilde, die damit befezet find, ‚für Siebe, und bildete fich im Ernfte ein, unfere Infekten häben den Auf« trag, den Blüchenflaub. zu fieben, um ihn dadurch zu feinen Abfichten gefchickter zu machen, Es ift in der That ein droliger Einfalt, wena man den Blüchenflaub Sieben. läßt, als wenn er Mehl -oder Haarpuder wäre; aufserdem find diefe Kapieln, welche wir Blüthenfaub. nennen, wohl gewöhnlich viel zu groß, als dafs fie dusch . diefe Siebe durchfallen könnten; endlich haben Degeer w), und noch befer Gäze x) überzeugend dargetkan, dafs ei dieje #) Schwed, Abhand, 1751. 59. ww). Ueberf. II, 2. 14% i x) Naturforfch, IL, 2%, / Schildwefpe 343 diefe durchfichtigen Punkte keine Löcher feyen. Noch mehr: fie find nicht einmal durchfichtig: ich habe den Schilden der Schüffeltragenden und der fiebtragenden Schild- weipe verfchiedene farbige Plättchen untergelegt, und fie unter dieier Vorrichtung fowohl im durghgehenden, als im zurückprellender Lichtftrale betrachtet, und allemal die Farbe des unterg: legten Plättchens verbleicht durchfichei- nen fehen, was wohl auf Durchfcheiaigkeit, die auch ei- nem dünnen Plättchen von Perlmutter zukömmt, aber nicht auf ORRSLSAHEST welehe dem Glafe eigen ift, _ hinweißst, _ N De geer und Göze haben diefen Schüffelchen einen ganz andern Zweck beygelegt. Sie glauben, dafs fie die= fen Männchen dazu dienen, fich währender Begattung an den Weibchen zu halten. Oh fie. Recht haben, mufßs die Zeit lehren, Da ähnliche Schüffeichen an den Vorderfü- {sen gewiffer Wafferkäfer vorkommen, fo hat man ihnen ähnliche Zwecke zugefchrieben : es ift aber doch gewilfs, dafs nicht alle männlichen Individuen derfelbigen Käferart it diefen Schüffeichen verfehen feyen. & Eeimeaweipe, Schimmernde L. 2194. Glatt, glänzend ; der Bruft- rücken und der erfte Ring des Hinterieides blau , die übrigen roth, vergoldet: der lezte vierzähnig. Chryfis fulgid.. Enum. inf, auf, m. 7893. Wohnort : an alten Pfählen und Fenkerrhmen. Ya Feuer- 244 Leimenwefpe. Feuerglänzende L, 2195. Glatt, glänzend 5 der Bruftrücken blau oder grün; der ganze Hin- terleib goldgrün, roth -fchielends der lezte Ring vierzähnig, | Chryfissignita. Enum inf. auftr, n. 732. ZZ De ger Uebof, II, 3, 155, : Tab, 28, Fig 17 = 21. Wohnort; mit der vorigen, Veylenblaue L. 2196. Durchaus veylenblau und gold» grün gemifcht ; der Bruftrücken zweydornig ; der lezte Leibring vierzähnig, Chryfis violacea. Wohnort: im Köfchinger Forfte; Hr, P., Dal- lin ger. Anm, Durchaus vom Baue und von.der Gröfßse der vorhergehenden Art, aber anders gefärbt, Zahnlofe L. 2197. Der Bruftrücken. grünlichtblau ae Gold; der Hinterleib goldgrün, rothfchielend s . zahnlos, Chryfis. edentula, / La gu£pe dorde ä corcelet verd et dernitres anneaux du ventre liffes. Geoffr, paris. IL 383. n. 2ı. . Wolmort : die Welpe kömmt auf Doldenblüthen vor, Anm, Von der Gröfse und dem Baue der folgenden, Edle L. 2198. Goldgrün; der Vordertheil des Brufttü- ckens und der zahnlofe Hinterleib vergoldet roth,. ‚Chryfis nobilis. ‘Enum. inf, auft, n, 784 Chryfis Iucidula, Fabr, ff entom, 358. n, 9. ’ Schäfer ,Leimenwefpe. 345 Schäffer icon. 74. Fie. 7. 8 Wolmore: die Wefpe felbft ziemlich gemein, an Gartenpfählen, Fenfterrahmen und Geländern, ERSURDIER? L. 2199. Glatt, glänzend; Bruftrücken und Hinterleib lafurblau‘: der lezte Ang diey- zähnige Chryfis cyanea. Fahr, fpec. info L 456. m. 12 Wohnort: an Fenfterrahmen; an dürren der Sonne ausgefezten Pfählen, Anm. Ganz klein, Goldgrüne L. 2200. Durchaus goldgrün ; der lezte | Ring des Hinterleibes zweyzähnig, Chryfis aurata. Enum. inf auft, n. 785. Schäffer icon. 31. Fig. 5. | Wohnort: die Wefpe kömmt auf Schirmpflanzen vor. Anm, Hr. Fabricius führe das Schäfferfche Citat unrichtig .bey der vorigen Art an. Auch ift das von eben diefem Gelehrten aus Scopoli angeführte Citat ein Un- ding, wenn es nicht ftatt 697 heifsen follte 793, wo eine Sphex vivlacea vorkömmt, die kaum für die lafurblaue Lei- menwefpe gelten kann, weil fie einen zahnlofen After hat, und unten grün ift, Indigblaue L. 2201. Blau; der Bruftrücken am Hin- terende zweyftachlig ; der lezte Ring des Hin- terleibes vierzähnig, Chryfis indica.’ Wohnort: im Köfchinger Forfte hat fie Hr, P, Dal- Jinger gefangen, Ys Anm. 346 oLeimenwefpe, Anm. Von der Gröfse und dem Baue der erften Art, . 7 von welcher fie verfchieden it 'ı) durch die Farbe P .2) durch” die beyden Stacheln oder Zähne, wovon fich „an jeder Seite des Bruftrückens am Abichnitte einer befin- det. Sie ift, in vollem Lichte betrachtet, durchaus hoch- blau, nur der Brußrücken hat etwas grün, und die Füfßse find ganz grün; nach der. Seite angefehien,, (pielen die En- den des Hinterleibes in Grün, und das Mittelfeld in Vey= | lenblau, Sie ift alienthalben mit eingegrabenen Punkten ftark besäet, | Sie mag eine Spielart von Chryfs nitidula y) feyn, was ich wegen der unzulänglichen Beichreibung, die wir da- von haben, nicht beftimmen kann. | | ‚Allge meine Anmerkung. Ich kenne keinen Naturforfcher, der uns mit der Ge- fchichte die/er fchönen Gattung bekannt gemacht hätte, "Nach meinen Beobachtungen wohnen fie in dem Löchern alter Holizwände, oder.anderer Dinge von Holz, die durch : " Zeit und Witterung dahin gebracht worden, dafs fie fich "mit dem Nagel bröckeln laffen. Sie ziehen wenigftens in "den Löchern, die ffe dort gemacht, eder gefunden haben, aus und ein, bleiben oft lange darinn, und fcheinen eine -Vorliebe dafür zu haben. Diegeer fah eine hieher.ge- ‚hörende. Art, weiche. unter die kleinern gehört, aus einer _ Fichtengalle auskommen 2); aber er ift ungewifs, ob fie aur in der Galle unıchuldıg gewohnt, oder die Erbauerinn | | 7 | der Vrmmmn nam 4) Fabr, fyf. entom, 359. n, 1% „.2) Infect, Ueberiez, Il; 2, 15% Zellenwefpe 347 der Galle, da diefer berühmte Naturforfcher wirklich keine finden konnte, "aufgefreffen ‘habe, Für fchuldiofe infekten hatte ich die Gattung nicht, fondern bin geneigt, “ihnen mit den Mordwefpen, mit welchen fie fonft in ih- sem Betragen fo viele Achnlichkeit haben, auch gleiche * Sitten zuzumuthen 5 | Degeer fhgt, dafs fie mit ihrem Stachel nicht fie- chen; ich habe aber erfahren, dafs fie diefes eben fo gut, nır feltener, thun, als die Mordwefpen und Schildweipen, ‘Der Stieh ift fehmerzhaft genug, aber, wie bey den ge= nannten Infekten,, ohne alle Folgen. Zellenwefpe Hornif 2202. Der Bruftrücken ungefleckt, Schwarz: vorwärts rothbraun ; der Hinterleib gelb: : die Ringe am ‚Grunde fehwarz:‘ die Schwärze mit drey vorfpringenden Ecken, Vefpa Erabro. Enum, Inf. auf. n, 786. Le Frelon. Reaum, Infece. VI. ı. 261. Tab, 18, Schäffer icon, 53. Fig. 5, = icom. 136. Fey Wohnort: in hohlen Bäumen in Voorhölzern; auch auf Kornböden, wo fie gute Dienfte leifter, weil fie den Kornwurm verzehrt, Anm. Die Ockonomie und das ganze Betragen der Hornifs ift im Ganzen, wie bey der folgenden Art, aber das Papier, das fie bearbeiten , ift gröber , weniger faltig, brüchig fogar, und zerreiblich SE Gemeis Duzwosrmuueaem #) Reaumur I 6 348 Zellenwefpe Gemeine Z. 2203. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; das Schildchen .mit zwey Paaren gelber Quer- ftriche; der Hinterleib gelb: die Ringe alle am Grunde nebft drey Punkten fchwarz : der mittlere mit dem Grunde verbunden, | Auch die Seitenpunkte mit dem Grunde verbunden (Sie). Velba vulgaris, Enum. inf, auf. nm. 787. Reaum. Inf, VI, 1. 200. Tab, 14. Fig. u. 2 Arbeitswefpen. Fig. 3. 4, Drohnen; Fig. 5, 6. Mütter, Schäffer icon. 35. Fig. 4. Wohnort : in Waldungen unter der Erde; auch auf Kornböden, wo fie das Verdient mit den Horniffen : theilt. | ‘ Anm. Die Nefter find elliptoifch, kugelförmig , ey- förmig, oder nähern fich zuweilen einem parabolifchen ‚Kegel. Durchaus, nach allen ihren Theilen find fie von einer Art Papier gemacht, das die, Wefpen aus den von Sonne, Luft und Regen geröteten Holzipänen verfertigen. Das ganze Neft ift aufsen mit einer Hülle umgeben, die aus lauter ineinandergefchobenen mufchelförmigen Papier- ‚flücken befteht,,. und mehrere Schichten hat. Die Kuchen (ebenfalls papierene Kuchen) find wagrecht und geftürzt, in vielen Stockwerken » die Zeilen fechsfeitig mit ebenem Boden, der hier eigentlich das Dach ift, Die oberften Kuchen werden zuerft gebaut, die untern an die obern ‘durch eine Art von pz=piernem Säulenwerk befeftiget; der Raum zwifchen den Stockwerken ift anfehnlich. Die Zellenwefpe 349° Die ganze Colonie wird im Frühlinge von einer einzi= een Mutter angelegt, Aus den erftern Eyern, die fie legt, - kommen lauter 'Arbeitswefpen, die gefchlechtlos find, "und, wie fie Wefpen werden, die Arbeit mit der Mutter theilen, und endlich faft allein verrichten. Erf im Auguft werden die Zellen für männliche und weibliche Eyer ge- "baut, dıe gröfser find, und fich in befondern Stockwer- ‚ken befinden. Die Drohnen find ftachellos, und der Mut= terwefpen kommen mehrere Hunderte aus. Die Stifterinn ‚ der Colonie beforgt im Son:mer und Herbfte blos die Jun- \ gen und Eyer; die Drohnen verrichten aufser dem Zeu- gungsgelichäfte nur kleine Hausarbeiten, ‚alle übrigen Ge= fchäfte liegen auf den Arbeitswefpen , die fogar das Fut= ter für die Weibchen, Drohnen und Jungen herbey ho- len , und leziere , wie die Vögel ihre Küchlein, äzen, Noch vor dem Winter entfteht eine allgemeine Nieder- mezelung der Jungen, die ihre Zellen noch nicht gefchloß fen haben ,„ ohne Unterfchied des Geichlechtes; im Win- ter fterben alie Drohnen , alle Arbeitswefpen, und die. meiften Mütter. Diejenigen wenigen Mütter, die .den Winter überlebet haben , verlaffen im Frühlinge das Neft, zeritreuen fich,, und legen neue Colonien an 5). Dies ift die Gefchichte der gemeinen Wefpe unter ei- nem Himmel, wie der von Paris und von Deutfchland if, Es wäre wohl der Mühe werth, dafs ein Beobachter im untern Italien, oder im füdlichen Spanien dieie Ge- fchichte neuerdings unterfuchte. Vermuthlich haben unter dem dortigen Himmel wichtige Abänderungen Platz ; ver« muth-» ne een, %) Reaum, loc, cit, 350: Zellenwefpe ; muthlich werden. dort die‘ Jungen nicht getödtet; die Männchen werden in den lezten Menaten wohl ‘ebenfalls an Entkräftung fterben „ aber nur wenige Weibchen ; zer- ftreuen ‚werden -Gch die Weibchen wohl ebenfalls, aber nicht/ ert im Frühlinge, fondern.das ganze Jahr hindurch, ; Die Urfäche aller -diefer Erfcheinungen, wie ich fie mir - in. diefen füdlichen Gegenden vorftelle , ift die fortdauernde Wärme der Luft und der Ueberflufs an Mahzuagı der? das ganze Jahr hindurch da if. Rösbgeibe Z, 2204. Schwarz; eine Tchiefe Linie an ' den Seiten des Brufirückens, und vier Ficcke ! am Schildchen (die leztern kleiner) selb; der Hinterleib gelb, am Grunde rerhgeib: alle © Ringe am Grunde fchwarz. | Vefpa rufa. Enum, mf. auf. m. 788, Sulzer Gefchh Tab. 27. : Fig. 13: ; Schäffer icon. 81. Fig. 6% Wohnert : in Waldungen, - | Baierfche Z. 2205. .Schwarz; eine fchiefe Linie an jeder Seite des Bruftrückens und vier Flecke am Schildchen (die leztern kleiner) gelb; der Hinterleib fchwarz: die Ringe geib einge faumt, | | | | Velpa bavarica, Vefpa thrace lineolis tium parium äferentium ; ; punctis nigris incifurarum connexis. Geoffrey parif, 11. 370, wa > 'Erifeb Inf, Deufeh, IX. Tab, re. Fon Schäffer icon. 74. Fig ge ne ‘Wohnort: Waldungen. Zellenwefpe“ Pe. Anm; Lang 5 ıf2'". Der Hintrleib breit 1 2ßHr, Sie hat fehr viele-Aehnlichkeit mit der rothgelben Zellen= : | wefpe, Die Kiefer gelb, auch die Lippe: ein fchwarzer ' Punkt in der Mitte. Die untere Seite des erften Gliedes ‚der Fühlhörrer gelb; ein gelber, oben zweyzähniger Fleck zwifchen ihnen ; eine gelbe Linie vom Grunde des Biüfte \rückens bis an jeden Vorderflügel; ein gelber Punkt unter ‘ ‚demielben; vier gelbe Punkte oder kurze Querftriche am \Schildchen. Die Ringe des Hinterleibes gelb eingefafst \ mir drey hervoripringenden Winkeln aus dem fchwarzen ‚Grunde jedes Ringes. Die Fütse gelb: die Schenkel. Schwarz mit einer gelben Linie nach ihrer Länge, Meine Wefpen hatten. einen Stachel, und fachen; dies | welche Geoffroy hatte, waren Männchen: das Infekt \ift, alfo. keine bloise Spielart, auch nicht biofs verfchiede= Ines Gelchlecht. WW ald Z. 2206. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; drey Paare gelber Punkte an der Gegend des Schildchens ; alle Ringe des Hinterleibes gelb eingefaumt: drey hervoripringende Winkel aus dem fchwarzen Grunde, I" | | Vefpa communis, Vefpa thorace lineolis quatuor parium differentium | Hlavefcentium , punctis nigris incifurarum cons nexis. Greofroy paris. II. 371 Frifch Inf, Dew. 1%, Tab. 12. Fig, 3 Wohnort: Waldungen, 2 Anm, Lang 4 ıf!!!, Der Hinterleib breit ı ıfalll, ‚ Die Kiefer gelb, mit einem gezähnelten fchwarzen Mittel ; ZWeenR 252° Zellenwefpe zween gelbe Punkte zwifchen den Fühlhörnern; ein gel- ber Punkt im zurücktretenden Winkel der Augen an der Seite der Fühlhörner : eine gelbe Linie vom Grunde des Bruftrückens bis an jeden Vorderfllügel: ein gelber Punkt unter demfelben; zwey Paare gelber Punkte am Schild- chen: die . leztern kleiner; zween andere am Ende des Bruftrückens, gröfser, Der Hinterleib wie bey der vori=« gen Art; die Füße gelb: die Schenkel am: Grunde fchwarz. “Auch von diefer Art hat Geoffroy nur Männchen gehabt , während die meinigen Arbeitsweipen find, Pfahl 12 9207. Schwarz; der. Bruftrücken gefleckt; drey Paare gelber Purkte am Schildchen: die zwey lezten länglicht;5 die Ringe des Hinter- 1 leibes gelbgefaumt: auf dem zweyten zween b gelbe Punkte. Vefpa gallica Enum, inf. aufl. n. 759, Reaum. Inf VI, ı. 285, Tab. 25, Schäffer icon. 55.. Fig. 5. — icom, 24. Fig. 5. " Röfel Inf IL Welp. 29. Tab. 7. Wohnort: an Geländerpfählen. und auf Heckenfau= den, wo fie ein hialbkugelförmiges Neft baut, das. mittels eines kurzen Stieles an der Wand befeftiget, fonft frey if. Es befteht aus. eie nem bis drey übereinander gefezten Kuchen, ift ohne Hülle, und die fechsfeitigen Zellen "haben ungefähr eine wagrecht liegende Stel- lung. Auch hier if eine einzige Mutterwefpe die Stifterinn der Colonie; aber fie ift fehr unfruchtbar, und daher fowohl fie felbft, als BE die Zellenwefpe 353 die Arbeitswefpen , ihre Töchter , wenig _em- fig: flundenlang fieht man’ fie‘ müfig\ am Rü- cken ihres Niftes gleichfam lauert; und, gleich - als. fühlete d’ei@ Art ihre Machtloüigkeit, man kann diefes:Neft. fogar mit. einiger Behutfam- “keit abnehmen, und wegtragen, ohne dafs fich die Wefpe zur: Wehre fezetes Gefährlicher wird die Sache, wann die Mutter einmal Gefpielin- nen hat; aber auch dann find diefe Wefpen noch furchtfam, ‚und laffen ‚fich lange necken,, ehe fie zürnen.» N Anm, Linne, und nach ihm Hr, Fabricius has ben ‘das Röfelfche Citat üunrichtig bey der: Wandzellen- wefpe angeführt, Röfel bildet offenbar die: gegenwärtige Art ab. ig anailretasei Wand Z, 2208. Schwarz; der Bruftrücken' gefleckt; das Schildchen mit zween‘ gelben Punkten; die erften fünf Ringe des tn gelb ein- ' gefaumt: der‘ zweyte der gröfste, Vefpa parietum. Exrum. inf, auflr. m. 92. ?_ "Schäffer icon, 27. Fig 3. =? icons24s Fir. 2% Wohmort: an hölzernen Geländern, Geländer Z. 2209. Schwarz ; eine "unterbrochene Querlinie am Grunde: des Bruftrückens , eine Querlinie über das Schildchen ‚und: die Ein- faffung ‘der erften fünf Hinterleibringe der zweyte größser. Vefpa parietina. ?. Vefpa parietina, ‚Lin. faun, fuec. n, 167% Fauna boica, 2,B, z,Abth, Z Schäffer :354 i ‚Zellenwefpe. Schäffer: icons 24% Fig. 2 „Wobnert: fie kömmt nicht felten auf Doldenblü- ‚then «vor. g ' Anm, Sehr ähnlich der Wandzellenwefpe, aber um die Hälfte kleiner. Die Lippe und die Unterfeite des er- ften Gliedes der Fühlhörner gelb, ein gelber Punkt zwi- "fehen ihnen, 'Am Grunde des ‚Bruftrückens eine gelbe | ‚Querlinie „'die’in der Mitte getheilt it; ein kleiner gelber "Punkt an der Einlenkung ' des‘Vorderflügels;“ ein gelber ° Querftrich über das Schildchen ( genau mit.dem Suchglafe detrachter, zeigen fich noch .vor''dem Schildchen zween entfernte: fehr kleine Punkte, .die ‚auch zuweilen fo groß {ind, als’ die übrigen). Der Hinterleib , wie .bey der vorigen. Arte. ‚Die Schienbeine und Fufsblätter gelb. - 1 Der Bruftrücken ift am Grunde faft fo breit als'um die ; Mitte, und.etwas ausgefchweift abgefchnitten ,. fo dafs die : Seitenecken. vorfpringen. ‚Bey der. vorigen Art verengert er fich vorne-eyförmig, und-ift. an diefer Verengerung ein-, ‚fach abgeftuzt..) "Diefer verfchiedene ‚Bau ift Bohr genug, diefe beyden Arten zu trennen, ’ | Zw eyzähnige Z. 2210. ‚ Schwarz ; der- Brufrücken an feinem Hinterende zweyzähnig; drey Ringe „des Hinterleibes gelb eingeiaumt, . »Vefpa: bidens. Fabr. oe. inf L 464 m 37. | : Wohnort: Sie kömmt zuweilen auf den Doldenblü- 1 then vor, 'ift aber felten. } Ausmeffung. Lang = - = = at, Breit über den Hinterleib - Te Anm. | Zellenwefpe. 355 Anm. Schwarz, ausgenommen folgende gelbe Stellen: zween runde Runkte am Grunde des Biuftrückens; einer zu beyden Seiten unweit der Einilenkung der Vorderflügelz zween an dem Schilächen,; die inderMitre halb unterbro- chene Einfallung des erfien Ringes am Hinterleibe, und die ununterbrochene des zweyten und fünften Ringes; end» lich die Fülse, grölstentheils, Die beyden Zähne am Ende, des Bruftrückens neigen fich gegeneinander, und nehmen zwifchen fich einen run- den Bufen auf. Auch am Grunde des Brufträckens fizen zween kurze fpizige Höcker. Zweyfpizige Z, a2ıı. Schwarz; der Bruftrücken am Grunde mit zwo vorwärts ftehenden Spizen ; auf dem Hinterleibe vier Flecke und drey Bin« den gelb. Vefpa mucronata. Wohnort : um Gern. ‚Anni, Lang 4 ıfatn, der Hinterleib breit 1 1/3”, ‚Die Lippe mit feinen. ülberglänzenden Härchen bedeckt 5 das erfte Glied der Fühlhörner allenthalben gelb; am Grunde des Bruftrückens zween kurze vorwärts gerichtete Dorner am Fuße jedes Dorns ein gelber Punkt, ein anderer an jeder Seite des Bruftrückens weiter zurück ; das Schild- chen ungelieckt. Zweeu grofise gelbe Fiecke, wie eine unterbrochene Binde, auf dem erften Ringe des Hliinterleibes, zween kleinere auf dem dritten; über den vierten, fünfe ten und fechften eine Binde, die den Rand Schwarz läßt Die Füße gelb; .die Schenkel. fchwarz: an dem erften Paare die Vorderfeite gelb. un\e „8 Feld % 356 Zellenwefpe Fela Z, 2212, Schwarz; am Bruftrücken die Grundlinie, zween Punkte und das Schildchen gelb; vier gelbe Binden über den Hinterleib : die erfte halb unterbrochen, Vefpa campeitris, Fabr. fpec. inf. I. 465. m. 4. Schäffer icon. 117. Fig 3. Wohnort : allenthalben auf dem Lande, aber fparfam, Ausme/fungs Lang - - BELUBRTNE N „atl, Breit über den Hinterleib - #3 11j2, Anm, Der Grund der Oberlippe , ein Punkt auf jedem Kiefer, und ein Punkt zwiichen den Fühihörnern gelb; die Linie am Grunde des Bruftrückens ; ein Punkt an der Einfenkung jedes Vorderflügels, und ein andtrer unter demfelben oraniengelb; das Schildchen mit einem Quer- ftriche; vier gelbe Binden am Hinterleibe:: die erfie brei= ter, vorne tiefeingeichnitten ; ; auf dem 'zweyten Ringe zween gelbe Punkte. Die Füfse fchwarzbraun, ee Z. 2213. Schwarz; vier gelbe Pünkte | am Schildchen, fechs Binden am Hinterleibe : : die ‚erfte entfernt, | 0 Vefpa fexcincta, Wohnort: um Gern. Ausmeffung. Fe ‚8 Lang mw | = nr - rin, 5 Breit über den Hinterleib a ne HL Pe | 4 Anm. Die Lippe, ein Punkt zwifchen den Fühlhör-' men, und die Kiefer gelb ; das erfte Glied der Fühlkör- ner! Zellenwefpe, 357 ner unten gelb; eine gelbe Linie am Grunde des Bruft- rückens, ein gelber Punkt an der Einlenkung jedes Vor- derfügels; vier gelbe Punkte am Schildchen, wovon die zween hinterften fehr klein find. Sechs Binden am Hinter- leibe: die erfte von den übrigen fehr entfernt (fie find die gelben Ränder der Ringe, und der zweyte Ring ift der größste). ‚Die Fülse gelb: die Schenkel oben fchwarz, Fünfgürtlige Z, 2214. ‚Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; das Schildchen mit einem gelben Querftrichelchen : die erfien fünf Ringe des Hinterleibes AN die Schenkel alle zalı nlosı Vefpa 5 - fasc iata. Wohnort: Sie befucht die Doldenblüthen. Selten, Anm, Noch einmal fo grofßs als die vorige, Die Fühl« hörner unten durchaus gelb; die Lippe gelb; ein Quer» firich am Grunde des Bruftrückens, zween genäherte Punkte zu beyden Seiten, und eine Querlinie über das Schildchen gelb ; die Schienbeine und Fufsblätter der vier Vorder- füfse und die Hinterfüfse durchaus roftfarben. | Viergürtlige Z, 2215, Schwarz; der zweyte, vier= te, fünfte und fechfte Ring des Hinterleibes mit einer gelben Binde am Grunde, Vefpa tefferazonia. Wohnort: Sie kömmt im Auguft auf die Dolden- blüthen. Selten, Ausmeffung, Lang - E - 2afa!, Breit über den Hinterleib " - I. 23 Anm, 358 Zellenwefpe Anm, Schwarz. Däs- erfte Glied der Fühlhörner, zween Punkte am Grunde’ des Bruffrückens, vier ganze Binden am Hinterleibe (die Ränder find alle fchwarz), und die Schienbeine gelb, H Sechsbandirte Z, 2216. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt, das Schi Idchen ungelleckt ; 5- Techs Binden über den Hinterleib. Vefpa 6 falciata, "Fahr. Jpece inf. I, en. N. 42e Wohnort: um Ingolftadt, Anm. Etwa von der Größe der vorhergehenden Art Das erfie Glied der Fühlhörner unten, . die Lippe, ein Punkt zwiichen den Fühlhörnern, eine eckige Querlinie am Grunde des Bruftrückens, und die Ränder der erfien ' fechs Ringe des Hinterieibes gelb, der zwöyte Ring grö- fer, Die Füßse gelb: die Schenkel! zur Hälfte fchwarz, Geflielte Z. 2217, Schwarz; ‘der Bruftrücken gefleckt; h der erfte Ring des Hinterleibes fehr enge, flielförmig, ‚der zweyte und dritte mit einer gelben Binde, der vierte zweymakelig, der fünfte ganz gelb. | Vefpa petiolata. : | | Sie kömmt auf die Doldenblüthen, "Arm, Von der Gröfse der folgenden Art. Eine Linie an der innern Augengränze , die Uhnterfeite des erften Gliedes der Fühlhörner , die Schienbeine, Fufsblätter und die Schenkel gegen das Ende, ‘gelb; der erfie Ring des Hinterleibes durchaus ‚fielförmig „die folgenden beyden mit einer ‚geiben Binde quer über ihre Mitte, der fünfte ganz gelb; der vierte. zu beyden Seiten mit einer kleinen 1 gelben Makel, Triche ; zellenwefp e ‚359. Trichferbauch Z. ‘2218. "Schwärz; der‘ erfte "Ring 's des Hinterleibes‘ trichterförmig, ‘der zweyte fehr grofs: beyde zweyfieckig. / 2 Vefpa coarctata. Enum, inf, auf, n. 790. a‘ Schäffer icon. 52, Fig. ' wohhe.: im Köfchinger Forfte, wo fie Hrn PD, Dallinger:gefammelt hat, Anm. “Alle Ringe gelbgerandet, ' Allgemeine Birhe Ran Wir haben bereits. gefagt , dafs die Zellenwefpen, wie die Bienen , dreyerley Gefchlechter haben, Mutterwef- pen, Drohnen und Arbeitswefpen ; aber fie unterfchei- den fich in ihrer Haushaltung von den Bienen darinn, 1) dafs die vielen Weibchen keine Partheyen, folglich keine Schwärme, veranlaffen ; 2) zwar die Arbeitswefpen die meifte Arbeit verrichten, aber doch auch die beyden übrigen Gefchlechter einen Theil davon übernehmen ; 3) dafs fie weder Wachs noch Honig bereiten, fondern ihre Zellen aus Papier bauen, und zu ihrer und ihrer Jungen Koft mit jedem faftigen Körper vorlieb nehmen, Uebrigens bauen fie wie die Bienen ihre Zellen fechseckig, _ trauern und werden muthlos, wann ihre Mütter getödtet wird , oder font unwiederbringlich vom Nefte wegkömmt. Diejenigen, von welchen wir die Gefchichte ‚wiflen , er= - wachfen ‚zu gröfsern oder kleinern Völkern, von wel- chen jedoch eine einzige Mutter die Stifterinn if, Unter= deflen giebt es doch vielleicht. Arten, die einfiedlerifch le- ben. Deeger behauptet dies lezte unbedingt, und er Z4 ' ver« 360- B.len.dw.e[pe ‚ verdiente,Glauben ,. wenn es gewils wäre, dafs er nicht einige Schildwefpen unter die Zellenwefpen gefezer habe, s ’ ’ “ D z Blendwefpe Pfälzifche B. 2219. Durchaus' tieffchwarz; zwo ge= näherte Binden über den Hinterleib gelb, Scoliä palatina, | Wohnort; um Amberg. Ich habe fie im erften Frühlinge bey noch kalter Witterung, da ich in einem dortigen Sandhügel nach Verfteine= rungen grub, in ihrem Winterfchlummer ge- funden, Anm. . Durchaus_ tieffchwarz ; rn über den zweyten und dritten Hinterleibring geht eine breite Binde, die blos durch die fchmale Gränze beyder Ringe, die fchwarz ift, in zwo getheilet wird. Aus dem ganz fchwarzen Bauche zieht fich beyderfeits in die vordere Binde eine fchwarze Makel, und aus dem fchwarzen Grunde. des dritten Rin- ges ein fchwarzes Dreyeck gegen das Mittelfeld der zwey- ten Binde hinein. Die Flügel find fchwarz, und fpielen röthlicht blau. Die Füßse find, wie in der Gattung, fehr ftark mit Stacheln, Zähnen und Steifborfien befezt, wele ches anzuzeigen fcheint, dafs diefe Infekten BURGER feyen , in die Erde zu graben. An den vordern Frefsfpizen, die ich Fe diefem In- fekte allein noch unterfuchen kann, aber deutlich unter- fcheide, zähle ich volle fechs Glieder, Doch ift mein a Infekt Blendwefpe 36X Infekt ganz gewifs eine Scola= “denn, die Gröfse und‘ Bemalung ausgenommen, ift es den SS, favifrons, hae- morrhoidalis und 6- maculata, ‚die ich aus Hungarn vor mir habe, vollkommen gleich. Ausme/fungen, Länge vom Kopfe zum Afte ZZ og, . eines .Vorderflügels ..... es 3f2. in ‚eines Hinterflügels eh =. 21/2. Breite des Hinterleibes Allgemeine Anmerkung. Namen find willkührlich ; aber doch pflegen die Na- turforfcher , wenn fie ihren "Gattungen Namen ‚geben, wofern fie nicht eben einen bey den Alten üblichen Na- men anwenden, gerne bedeutende Namen zu geben. ‚Ich glaube, dafs dies der Fall mit dem gegenwärtigen, vom Hrn. abricins gewählten Namen feyn foll; wahrfchein- lich hatte er das griechifche Wort ‚Zrwälo;; das einen Dorn, oder eine Pfriemenfpize bedeutet, ‚im Sinne , ‚und wolite dadurch den in diefer Gattung üblichen Fufsbau an- zeigen. Mir gab der über die fonft eyförmigen Augen her- liegende Zipfel der Stirnhaut,. der fo fehr einer Pferdebiende ähnlich ift, Anlafs, der Gattung den Namen der Blend- welpe zu geben, | | 2.5 Biene, 362 B Vlbe:ne. * Rauhhaarige oder pelzige Bienen. H uamiüm.e Iını z& Zimmerbolz H, 2220, "Schwach pelzig, fattfchwarz ; * die Flügel fehwärzlicht’ veylenblau. Apis violacea. Erum, inf, auf. n. 798. Reaum. Inf. FI. ı..47. . Tab. 5. 64: Perce- boise Wohnort: im morfchen Holze; um Ingolftadt. Anm, Die Mutterbiene gräbt in ein morfches Holz eie nen, oder "mehrere Canäle von etwa 12 bis 15 Zollen , lothrecht oder wagrecht s wie es die Umftände erlauben, aber immer fo, dafs der Zugang zu diefem Canale feit« wärts angebracht ift; "dann theilt fie diefen Canal in Zeile len ab, davon jede, etwa einen Zoll lang it, füllt jede Zelle vollauf mit Futterbrey , und fchliefst fie mit con- centrifchen Kreifen auf einerley Fläche äneinandergeleimten Sägefpänen, Die Larven werden nach verzehrtem Fatter- breye Pupen, die allemal geftürzt find, das ift, mit dem Kopfe gegen das ‚hinterfte oder unterfte Ende des Canals ‚gerichtet liegen , "und bey der hinterffen (unteriten) Ocfi nung hervorkommen. Die Drohne ift ftachellos , übrigens der Mutterbiene ähnlich, und faft gleich c). Erd H, zanı. Pelzig, fchwarz; eine gelbe Binde am Grunde des Bruftrückens ; der Hinterleib am Grunde gelb, in der Mitte fchwarz, am Ende weißs, | S Apis x Y un N u nnd 1“ ” 6) Reaum, loc, cit. 1 Biene 363 Apis terrefiris, Enum, inf, aufl, m. 796. Reaum. "Infece." VI, ı.: Tab. 3, ie 1; Schäffer icon. 69. Fig. 7. Wohnert2:-auf Wiefen, über der Erde, Anm, Alles, was wir von der Gefchichte des Stein« hummels fagen Wera gilt auch von der gegenwärtigen Art d). Ar ab | Garten H,. 2222.-- Pelzig, ie der Bruftrücken und Ilinterleib am Grunde A das Ende (des Hlinterleibes weiß, Apis hortorum. "Enum, if ehe n, 797 Wolmore : Gärten | Wald H, 2223. Pelzig, gelblichtgrau; eine fchwarze - "Binde über den Bruftrücken, eine andere über den Hinterleib, und deffen Ende ee >» Apis fylvarum, Scop, can, m. 822. = Fabric, -fhec, infe 2770 0. 188 Wohnort: in Wäldern; fparfam, Ausmeffung. Lang - ER ge 7 fall, Bieit BE ee 3ıR. Anm, Durchaus der Körper fchwarz, aber der Pelz gelblichtgraß , eine Binde ausgenommen , die quer über die Mitte des Bruftrückens geht, ünd eine andere über die Mitte des Hinterleibes; der Pelz: der lezten Ringe Schön roftgelb, Schuzt 'd) Reaum, l c. 364 Buene Schutt H, 2224.‘ Pelzig; Bruftrücken und Hinterleib „grau: über beyde eine fchwarze Binde; Phyf. Auff. 129. Apis rüderatay > Fabr, Pf. entom.'380. n. 3 nn» Wohnort: bey; Pöttmes, Diftel H, 2225, ""Pelzig; fchmuzig' weifsgrau: eine Binde über die Mitte des Bruftrückens und der ! Grund. des. Hinterleibes/fchwarz. Apis carduorum, Apis fylvarum, Enum. inf; aufn. 807. Wohnort: in Vorhölzern, wo fie (im Herbfte) häu= fig die Diftelblüchen befucht, Rüechende H.:2226; ‘Pelzig; fchmuzig blaßsgelb; 5. auf dem ‚Bruftrücken eine fchwarze Binde, Apis fragrans. Pallas Reifen Is app. m. 75% ‚»Apis pratorum, Febr. fpec. inf, L-478. m 2% Wohnort: um Gern; felten. "Ansmeffun £ Lane oe. nenne 2 Tfal, Breithiar sc .#1Umr Jean) 318 Anm, Der Kopf, die Füfsey die Bruft, s» der Bauch, (‚welcher fat. vollkommen nackt it) fchwarz; auf.der Stirne einige Pelzhaare; der Pelz auf dem Brufrücken. (in: der. Mitte ift. er fchwarz, und bildet eine :breite Bin-, de) und Hinterleibe ftark, arın an den. Seiten der Bruf,. überall fchmuzig blafsgelb, ausgenommen auf dem zwey-, ‚ten Ringe des Hinterleibes, wo er in das Gelbbraune zieht, Stein H.- 2227. Pelzig, tiefichwarz; das Ende des’ Hliinterleibes oranienfarben. & ©" Apis 8 BIiEme 365 Apis lapidaria. Enum inf. auf. m 799. Reaumur Inf VI, ı. 6. Tab, x. °° Schäffer icon. 69. Fig. 9: Wohnort: auf Wiefen,; in Kleefeldern, Anm. Die Nefter find über der Erde, Kugelabfchnit= ten ähnlich , davon die Sehne etwa einen halben Fufs, die Höhe 3 bis 5 Zolle beträgt, und aufsen allenthalben mit Moos bedeckt, mit einem Zugange am Grunde des Neftes; die Höhlung diefes Gewölbes wird in der Folge mit Vorwachs überzogen. Die Nefter f.Ibft find keine Kuchen, fondern eine, zwo, oder drey eyförmiger Hül- fen von dreyerley Größen, die fich die Hummellarven diefen Hülfen, und-an ihren Seiten befinden fich unförm= liche Haufen eines fchwärzlichten Futterbreyes, und in diefen Haufen die Lärven. Jede Schicht hat über dies noch drey bis vier Becher oder Hafen, aus einer Art von Wachs gemacht „ und ungefähr .von ‚der; Größse einer, Hülfe, die mit gutem Honig: gefüllt find'e). are Be, Man findet diefe Biene überhaupt von‘ drey fehr be= trächtlich verfchiedenen Gröfsen; die 'gröfsten find>-die Weibchen; die mittlern find theils Arbeitsbienen , . und haben einen Stachel, theils Drohnen, und find ftachellos; die kleinften find biofßse Arbeitsbienen. Uebrigens arbeiten alle ohne Ausnahme, auch die Drohnen und Mütter; es ift fogar wahrfcheinlich, dafs die eriten Anfänge des:Ne- ftes das Werk einer einzigen Mutterbiene' feyen f). . vu. a, 2 Den ) f “ e) Reaumur a. & O, f) Reaumur a, a, O, 366 Bueong Den 2.,September. 1793. fieng ich bey. einem Spazier- gange diefe Biene in Begattung. Beyde:Gefchlechter befan- den fich an der Erde, wohin fie aus. der Luft vor meinen . Augen niedergefallen ‚waren, fchienen ‚ermattet zu ieyn, und liefsen lich mit der, Hand nehmen, In der Gefangen- Schaft trennten fie fich bald. Ich packte fie in ein Stück Papier , und trug fie nach Haufe, . Kaum Öffnete ich. auf meinem Zimmer das Papier , fo fprang das Männchen auf den Rücken des Weibchens, und liefs nicht ab davon, obwohl fie zufammen über den Tifch hinabgefallen waren, vom Fußboden wieder aufgejagt, und endlich am Fenfter mittels eines darauf geflürzten Zuckerglafes gefangen WUr= den ,: ‚zwifchen dem, und der Fenftertafel ich ein Stück ‚Schreibpapier vorfchoby um fie einzufchließsen. Während des Auffliegens wars. nur das Weibchen, welches flog; das Männchen trug nichts dazu bey. an ‚Nachdem in: diefer neuen Gefangenfehaft einige Zeit verftrichen’ war, fieng die Begattung’felbft an, die völ« lig fo gefchah, wie fie bey den Fliegenkäfern gefchiehr, Da die befondern Umftände davon eben nichts Lehrreiches haben, fo übergehe ich fie. Sie dauerte fünf Viertelftunden : lang. Gleich darauf waren beyde Geichlechter etwas matt; zuerft wurde das Männchen wieder munter, ‚dann auch das Weibchen, Zwo Stunden darnach fah ich wieder -nach dem 'Glafe, und fand fie wieder in völliger -Begattung,, aber-ruhiger als das erfte Mal, und erit:nach vollen zwo Stunden trenneteir-fie fich: wieder ,. zwar„fehr matt, ‚aber beyde gefund und wohlbehalten. Ich konnte die Beobach- "tungen über das Eyerlegen, die Fertigung des Neftes , und ihre übrige Haushaltung nicht weiter, verfolgen , weil \ < den S =. “ 4 ae Bei zu EEE TE NE Bıe ne 367 ich am folgenden, Tage, eine: Reife :zu machen hatte; ich - gab derowegen-meinen beyden ‚Gefangenen noch am felbi= gen Abende die Freyheit, die fie mit Munterkeit an« nahmen, Schwarzgelblichre H. er Pelzig; ha der Brußtrücken in der.Mitte.tieffchwarz; der Hin- .terleib am Grunde ‚graufchwarz „ dann roflfär« big fchwarzbraun, - _ Apis fulvefcens, | ® Apis tropica, .Fabr. Jhec, in]. L 1790. Mei 30% Wohnort : : um Burghaulen. Anm. Kopf, Boult, Füfse tieffchwarz.: eine tief. fchwarze breite Binde über die Mitte des Bruftrückens; | der zwifchen ‘dem Pelze durchfcheinende fchwarze Hinter- leib giebt diefem unter gewilfen Richtungen einen Glanz, und zugleich eine braune Farbe; eigentlich ift aber diefer Pelz auf dem erften Ringe graufchwarz, dann roftfarben braun, und am Ende roftgelb.'“ " Unterirdifche H, 229. Pelzig;' tieffchwarz: das Ende des Hinterleibes bläffer, 'Apis fubterranea, F. Fabr.s' fpec. infect. I, 279: 'n.06. L’abeille noire A ventre brun vers‘ Pextremite. uur3 ei paris Il. 416. N. 20, A us me nel, Junge | 2 ya ee Breit en > > 2 ıf. Anm. Tieffchwarz ; .nur..die lezten Ringe. des Hinter leibes zußig, weifs. Die Flügel rußsig. Gras 368 Biene Gras H, 0230. Pelzig; der Bruftrücken braun oranien- gelb, an den Seiten blafsgelb ; der Hinter- leib grünlichtgelb. | Apis mufcorum. Enum, inf. auf. n. 801% ‘"B. Eine fchwarze Binde über den Hinterleib; die Aftergegend ‘weißslicht. (Sie). Apis hypnorum, Fabrs fpecs inf, I. 478. n, 21. Wohnort: auf Wielen über der Erde, Anm. Die Naturgefchichte diefer Art it mit der Ge- fchichte «der Steinhummel diefelbige g). ° Weifihündige PH. 2031. Pelzig ; die vordern Fufsblät» . ter weils, breitßedrückt , zöttig gefranzet® - die Zotten weils; ’rgie PRINT. ehe keulen- förmig, Ä | Apis, lagopoda. Sulzer Gefch. Tab, | 27-. Fig. 17, ’ Wohnort; freye ‚Waldpläze, Ausmeffung. aan BER Rg ie, Breit = une NEN „Anm, - ‚Das eine Gefchlecht. hat einen durchaus weiß- lichtgrauen .„ das andere einen gelblichten Pelz, Sr Afchenfarbene H, »2232,\ Armpelzig,; grau; eine fchwarze Binde zwifchen den Flügeln, eine andere über den am Ende ar al Hin- terleib, Apis cinerea Eine” weifshaarige Hummel ‘mit fchwarzem Buckelftreif und gelblichtem Hintern. Frifch Inf. Deut. IX, 25. IX. Aus» Si g) Reaum, Inf, VL r. 6. Tab, 2. Fi 1-2 Biend 369 | Ausmeffung. Lang vi. BrNEM M N j Breit - - - - 2 Anm, Die fchwarze Binde geht über den dritten Theil des Hinterleibes ,„ die folgenden drey find grau rofigelb. Maurer H. 2233. Pelzig; fchwärzlicht ftahlblau 5 der Bruftrücken und Hinterleib fchwärzlicht ftahl- blau 29 oder gelblicht braun (E a Apis Muraria. | L’Abeille magonne, Reaum. Inf, VI. u 71. Tab 7. ' Maurerbiene. Schäffer Abbandl, II, ı, | Wohnort: um Regensburg an Felfen, und mörtello« fen Gebäuden 5), am Vorichuffe der Fenfter u.f. f, Allemal an der Oft- oder Weitfeite, niemal an der Nordfeite, Anm, Die Drohnen ftachellos; fie arbeiten nicht; es giebt auch keine Arbeitsbienen. Jede Mutterbiene mufßs da- her für ihre Nachkommenfchaft felbft forgen, Sie fängt oft im April an, ihr Neft zu bauen, Nachdem fie fich den Plaz dazu ausgefehen hat, fucht fie in der Nachbarfchaft den dazu gehörigen Sand, der doch 'etwas lettig feyn .mufs, auf; mit einer Art Leim, der aus ihrem Munde | „tritt, klebt fie Körnchen an. Körnchen , bis das Klöfschen die Größe eines Haafenfchrotes hat, Mit diefem.: Mörtel ‚baut fie zuerit die fingerhutförmigen Zellen, eine nach der andern, jede etwa einen Zoll hoch, und einen “halben"im Durch» Grunnen A) Schäffer a, a. 0. Fauna beoica, 2. B. 2, Abth, Aa | 370 at Durchmeffer. Sie find auffen uneben, inwendig glatt Während eine Zelie gebaut wird, wird fie auch.nach und nach mit Futterbrey gefüllt, ein Ey hineingelegt, und end- lich geichloffen. Vier bis acht Zellen machen das. Neft aus; die Zwifchenräume werden mit Mörtel gefüllt „. und das ganze Neft wird mit einer Mörteldecke gefchloffen i). Allgemeine Anme rkung. Unter ‘den Hummeln hat man ganz gewiis den Bou- Burg des Ariftoteles k) zu fuchen, der über der Erde unter Steinen fein Net anlegt, demfelben zween oder _ ‚mehrere Zugänge giebt, und eine unvollkommene Art von "Honig bereitet, Plizias, durch die Namenähnlichkeit verleitet, erzählt J) von feinem Bombyx Allyrius gemein- fchaftlich das, was Äriftoteles voh feinem Bombylios erzählt, und das, was wir .beller von der chinefifchen Seidenraupe (Bombyx Serius oder Serum) wiffen, viel« jeicht auch mit einiger Vermengung deifen, was die Als ten beffer als wir, vom Bombyx der Infei Kos wufsters Julius Caefar Scaliger, der über die Natur com» mnentirt hat, die er nicht kannte, nimmt’des Plinizs Vermengung für baare Wahrheit an =), ohne zu bemer- ken, dafs der Compilator vermenget habe, was die Al- ten, feine Vorgänger, vom Bembyx und von Bombylns ‚erzählet haben. “ER Wen ) Reaumur ioc. cit, #) Hill. anim. IX, cap, 67% i) Hiß, mund, XI, 22. :») Commeit, in Ari, hif, anim. P. Pe Biene et: #% Weniger pelzhaarig, das. erfte Glied der Fühlhörner lang, das zweyte fehr kurz , „das: dritte läng« licht, die übrigen fehr kurz. Wei Sgürtlige DB. 2234. Schwarz; drey weifse Bine den über ‚den Hinterleib, Apis leucozonia, - Erum. inf, aufs n. den Wohnort: nicht fehr felten, Anm. ‘Der Hinterleib’ glänzend fchwarz , .mit drey «oder vier) weißen Binden, weiche ‚von‘ den dichten Haaren herkommen, welche am Grunde des (zuweilen zweyten). dritten, vierten und fünften Ringes angebracht find, und fraff anliegen. Zuweilen if eine .oder die an- ‚dere diefer Binden unserbigeben., weil die. Haare abgenuzt find Umgürtete B, 2235. Der Bruftrücken peizig gelblicht s der Hinterleib glatter mit vier weifsen Binden. Apis füccineta, Lin. faun. füec. m 1694 Ahdrena fuccincta, Fahr, fpes, inf, I. 47% 2. 18% Schäffer icom 32. Fig, Hohbnort; um Ingolkadt, Anm, Die Binden am Rande des erften, zweyten, drit= gen und vierten Ringes, ebenfills aus weißen niederlie= genden Haaren, . Die Größe diefer Biene ändert ab, Hetsor) ifche B. 2236. Schwarz; der zweyte Ring des Hinterleibes retrhbrauns drey fchwarze Punkte darauf: ' Apis hattotfiana. Andrena hattorfiana. Kobr. if. entom, 389. ”. ©. Wehnort: bey Gein» Bag re Am, 972 Biene, Ann, &) Lang 6’, breit 2’, Schwarz; der zweyte Ring des Hinterleibes rothbraun mit drey kleinen fchwar- zen Punkten; die Hinterfchenkel oben glatt, unten ftark gebartet, | hs a) Lang 3 ıf2!'!, breit 1. ' Schwarz ;’ der zweyte Ring des. Hinterleibes rothbraun , mit 3 verhältnifsmäfsig grofsen {chwarzen Punkten ; die Hinterfchenkel ungebarter, Minir:B. 2237. Ziemlich pelzig; der Bruftrücken-roft« gelb; der Hinterleib nackter „ fchwarz 5- ‚die ‘‚Füfse allenthalben zortig. Apis cunicularia.. Enum, inf; auf, n. 8IT Wohnort: in der Erde, wo fie im April und May= monate, auch fchon im Märzen, wenn die Witterung warm genug ift, einzeln (äber doch nicht eben »einfiedlerifch ) »Gänge gräbr, ohne fie mit etwas auszutapeziren. Sie trägt den Futterbrey an allen ihren Füfsen,„ aber nire gends in Klümpchen gefammelt, ein. Anm, Sehr ähnlich der Honigbiene, Diefe Biene begattet fich gewifs und zuverläfig im ei- gentlichften Verftande ; ich habe fie darüber am 18. März 2 RE EN 1791. angetroffen. Die Begattung geht genau fo vor fich, wie bey den Maykäfern, aber beyde Gefchlechter haben dabey ihre. ganze Unterfeite nach den gerade ENIGEBENEE" | fezien Himmelsgegenden gekehrt Bonnet glaubte noch im J. 1780. n) etwas diefer Beobachtung ganz, zuwideres von den AIOBIERIENER: auf das en | WBenncereme n) Werke der Naturg, 1. 19. \ | *%) Päfel gründl. Unterr. 37, \ ee a | 373 Wort eines gewiffen Debraw, Apothekers zu Cambridge; allein die vorgebliche Beobachtung diefes Mannes wird durch die meinige höchf zweifelhaft gemacht :, denn ı1)-be- 1rog ich mich dahey gewifs nicht : beyde Bienen kamen, | fchon in der völligen Begattung begriffen ,.. in das noch | kaum keimende Gras aus der Luft herab , und liefsen. mir do viel Zeit, dafs ich mich niederlegen , "und ihnen genau zufehen konnte. 2) If es allgemeines Naturgetez , von | welchem die, welche ewig wider die Nomenclatoren, wie fie die Methodiften zu nennen belieben , fchreyen, frey lich keine Anwendung machen können, es if ein all gemeines | Naturgefez , fage ich, dafs Körper, welche in einerley | Gattung. gehören, auch einerley Eigenfchaften haben ; ' nun gehören die Minirbiene und die Honigbiene nicht nur in einerley Gattung, fondern fehen fi ch fat in allen Stü= | cken einander fo ‚gleich , dafs man entweder Methodit | feyn,, oder recht viele Uebung haben mußs,. ‚um eine von \ der andern zu unterfcheiden, Dazu ‚kömme nun noch 3) Hrn. Pöfels, oder vielmehr Hrn. Fanfeha' S, oder, ‚noch ‚tichtiger , . ‚beyder Zeugnifs 0), das fie nach hun« dertfältigen ‚Beobachtungen ablegen , dafs die Bienenköni- ginn von einer Drohne während eines kurzen ‚Schwärmens | befruchtet werde, noch mehr: 4) Hr. ‚yon NA und Hr. Riem haben der. Handlung. mit Mufe, ‚zugefehen , und fie ausführlich befchrieben. 2). "Man hat hier eine Tharfache , die oft, die hundertmal geliehen, worden, die | Hr. Pö fe el mit allen Umfländen anführt , und die dadurch fo YE Aa 3 ZU= L; f aa adrähe e 4 DIRERE p) Huber neu. Beob, 38, und 44. RL TEEEETTEEN 37a Biene zuverläffg wird; org fie alle ee, weit aufs wiegt. } Aber, fagt‘ man, wenn "die Königian nur einmal in ihrem Leben befruchtet wird, wozu eine einzige Drohne doch vermuthlich hinreicht, zu was die ungeheure Menge Drohnen, die alle Jahre erzeugt werden? Ich antworte® ı) It es nicht‘ gewiß, dals die Königinn nur einmal in ihrem Leben befruchtet werde; Hr. Pöfel, da er diefes behauptet, kann fich auf keine Beobachtung, fondern nur auf Nichtbeobachtungen ftüzen,, die aber einen philofophi= fchen Zweifler mit Recht nie beruhigen Können. 2) Sah er mehrere Drohnen fich mit dem Weibchen nacheinander begatten. 3) Sind wohl auf den Fall mehrerer Königin» nen, alfo auch mehrerer Schwärme , mehrere Drohnen nöthig. 4) Auch feheinen die Drohnen, die zur Begat- tung gelangen, zu leiden, Ja, fie leiden - wirklich, fie fterben augenblicklich davon Dr es waren daher auf den Fall, daß mehrere Weifel bald nacheinander umkommen A oder auch die Begattung für den Weifel felbft übel aus“ fällt, frifche Drohnen nothwendig, die fich‘ mit den neuen Weifeln begätren können. 5) Wenn nach S chi rachs Beobachtungen alte (oder viele) Arbeitsbienen Weibchen find, die nach Hrn. Riems Wahrnehmungen wirklich fruchtbare Eyer legen, fo mußten ‚diefe befruchtet wer= den, und da ‚die Drohne bey der Begattung firbt, und fich nicht mit zwo Bienen paaren ‚kann, fo mußte eine große Anzahl vorhanden feyn. 6) Da fich jede Königinn, wenn fie bıauchbar feyn foll, bald nach ihrer Vollen- dung zur Biene begatten muß, diefes Gefchäft aber, we= nigftens 5) Albrecht ia Fubers Becb, 3% Biene 375 nigftens gewöhnlich , dräufsen in freyer Luft gefchieht; fo mufste eine-groise Anzahl von Drohnen da feyn, damit die Königinn, wann fie immer in diefer Abficht ausfliegen würde, ficher ein Männchen anträfe, Ä “Eraurückige B. 2238. Tieffchwarz ; der Bruftrücken weifsgrau. zottig mit einer tieffchwarzen Binde 3 der Hinterleib fafl nackt, „ Apis eineraria, Fabr, fpec, infs I. 481. m. 42, . Hoimore : um Ingolftade. Anm, Die Gröfse wie bey der Honigbiene,. Der Hin- terleib glänzend, ‚etwas in ‚Schwarzblau ziehend. Die Flügel gegen das Ende etwas rufsig. Die Füfse durchaus {chwarz. RR | Schäffers Abbildung ( Icom a2, Fig. 5. 6.) mag wohl hieker gehören, aber mufterhaft ift, die Farbe des Hinterleibes nicht aufgetragen, RER Alle Glieder der Fühlhörzer etwas lang. Ban ghörnige B. 2239. Der Bruftrücken pelzig, roft- gelb; die Fühlhörner fo | lang als der ganze. Leib. . , Apis Tongicornis. Scopok cam 794. — Falr. fee. infeer. E 186. 9.90 Eucera longicornis, Scop, ann, Difk, nat. IV, p. 8 Br Te Apis tumulorums "Sulzer Gefch;. Tab, 27. Fig: 12. L’äbeille & longues antennes. Geofr, paris. II :413+ 9% 1% a Ze Wehnort: um Gern. Sparfam, Bir Aa DEU N Sons 476 AT a 3 Siebenzüngige B. 2240. Der Bruftrücken arm grau« pelzig; die Fühlhörner fchwarz, fo lang als der Körper ; der Hinterleib ichwarz.' Apis linguaria. gFabr. uff. enzom. 388. m. 60% Wohnert: um Burghaufen fand ich diefe Art nur einmal, auch um Ingolftadt nicht öfter, Anm, Gröfse und alles übrige genau wie bey der vo= rigen Art; nur die Farbe des Pelzes am Brufrücken durch- aus weifsgrau, der Hinterleib ag glänzender; die Zunge fiebenfpaltig, Kleinlinige B, 2241. "Schwarz; die Fühlhörner halb- körperlang; der Hinterleib länglicht: oben zwey Paare- weißer Strichlein ; die Fußblätter roftgelb, Apis lineolata.. Wolmort: um Ingolftadt, Anm, Lang 3 ıfal!!, breit 1/4, Die!’ weifsen-Linien des Hinterleibes find feine Haarc beyderfeits am Grunde des zweyten und dritten Ringes. | Gelbfü ‚fige B. 2242. Der Körper fchwarzbraun ; der Mund und Si Füße gelb. Akad, Reif. BI Apis flavipes. . Fabr. mant; I, p. 305. m. 89. Wohnort: - am Kochelfee, auch um Ingelftadt; im September auf den: Blüthen nicht felten. Gelbbeinige.‘B. 2243. Schwarz; der-Mund und die BR Schienbeine gelb; die Fufsblätter- roftbraun ; der Hinterleib mit weilsen Haaren ae Apis tibialis, RR aan, Wohnort : in den Gebüfchen um Ingolfadt | Anm. Fern ee u nen 2 nn ee een ni To Biene 277 Anm, Von der: Gröfßse der vorhergehenden , aber auch größser. Der Grund vor jedem Hinterleibringe mit. einem Gürtel von weifsen Haaren umgeben, Steinbockhörnige B, 2244. Schwarz; der Hinter leib in .der Mitte. rothbraun; die Füfse fchwarz; die Fühlhörner halb fo lang als der Körper: die Gelenke knotig._ Apis ibicicornis. Wolnort : um Ingoiftadt, © Anm,‘ Vielleicht nur eine Abart von ee albipes Fabr. | Klein , nackt; der erfte Ring des Hinterleibs am Ran- de, der zweyte ganz, der dritie bis an den Rand rothe braun ; der Rand des dritten und vierten Ringes metal- _ lifch grünlich, | | | Abänd, Fat ‚nackt; auf den et Ringen eine fchwarze Makel ; die folgenden Ränder glänzend roftgelb.- Schwarzafterige B. 2245. Schwarz;' der Hinterleib rothbraun: am Ende fchwarz. Apis gibba. Ä a. | Nomada gibba, Fabr, Sf. entom. 389. 1. So Wohnort : = - auf Blüthen. a Auguft , September, Ansmeffung. ann ER ®% Lang i = he: 8 ıfe!ll, 3 fa, Breit » - 5A 53 1. r Aa5 Arm, 478 Bin Anm. Hr. Fabricins führt hier ‚Nomada fuccineta des Scopoli an; aber es fcheint nicht, dafs die lezte mit unferm Infekte einerley Art fey, 1.» Kleine B, 2246. Der Kopf vorwärts 'geftreckt; der Kör« per‘ fchwarz ‚. linienförmig; die Fühlhörner unten rothbraun, 2 Apis minuta, Enum. inf auft. nm, 329. Wohnort: in den Löchern alter ;Pfähle. ß- Die Mundtheile und. Fülse: gelb; 'Y, Die Fußblätter und, ein. Fleck auf den Kiefern milchrahmfarben. KRUER Alle Gl jeder der Fühlhörner, das erfle ausge= nommen, kurz. | Gefleckte B. 2247. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; auf dem Hinterleibe zu beyden: Seiten fechs gelbe Querflecke; der lezte Ring zahnlos, Apis maculata. Fabr, ns inf, r ar nr a ön Schäffer icon. 32. Fig. ı | ne Wohnort: um Gern und Ro Wi Ausmef[ung, Lang - Fr = =. = zit, Breit - = le 2 1. Anm, Schwarz; auf 2 Oberlippe, zween akoliche gelbe Flecke, über diefen, noch unter den Fühlhörnern , zween andere fiumpf dreyeckige; zween röthlichte Punkte am Grunde des Bruffrückens, zween andere an der innern Gränze der Fiügel neben ihrer Einlenkung, zu beyden Sei- ten einer; an der a in ba Schuppe, die die Flü- gelein« BrenKe 379 geleinlenkung' deckt, beyde Ränder gelb, :Das Schildchen hat um feinem Rand herum vier rothgelbe Punkte, Die fechs Ringe. des 'Hinterleibes haben zu beyden Seiten eine gelbe Querlinie.. Die vordern Schenkel fchwarz, die vier hintern rothbraun; die Schienbeine, und Fufsblätter gelb; die Bruft ift mit einem grauen, der Bauch, mit einem roft« farbenen Pelze ‚bedeckt, . Hackenafterige B. 2248. Schwarz; der Hinterleib beyderfeits mit fechs angefangenen gelben Quer- “binden; der vorlezte Ring zweyzähnig, der lezte dreyzähnig, Apis uncata, Schäffer icon. 32. Fige 13: Wohsers: um Ingolitzdt, »Seltem - Anm, Gröfser als. die vorhergehende, und ihr ähn=" lich, Durchaus fchwarz; aber die Mundtleile gelb ange- ftrichen, die Stirne: und. der Bruftrücken armzottig, die Seiten. des Bruftrückens und ‚die Bruft, dicht pelzig: Pelz und Zotten. grau; zween. kleine Punkte hinten am Kopfe, und zween | verloichene auf der Deckfchuppe des ‚Flügel- grundes gelb. Der Hinterleib auf jedem. ‚Ringe zu beyden Seiten. mit einer. angefangenen gelben Querbinde; auf dem zweyten noch zween kleine mondförmige Pan te gelb; auf dem dritten ein fchwarzer ,_ aus dem Ringfelde in. die Bindenanfänge eintretender, Punkt; auf dem vierten Ringe ein fehr kleiner fchwarzer Punkt in den Bindenanfängen felbft. Die erften vier Ringe beyderfeits mit einem fuchse zothen Haarbüfchel ; der fechfte Ring beyderfeits mit ei= nem fchwarzen Hacken ; der fiebente Ring ungefleckt mit zween ‚Seitenhacken und einem Mittelzahne, / $ Fü nf= 380 | Biene Fünfzäbnige B. 2249. Schwarz; der Hinterleib bey« derfeits. mit "fechs angefangenen: gelben (Juer« binden 5 der lezte Ring fünfzähnig, Apis manicata. Fıbr, Jpec. inf: I, 482. m 45. Schäffer icon. 32. Fig. ı1. 12. Wohnort: um Regensburg; fparfam. Zu Ingolftadt fieng ich fie im Julius auf den Blüthen des botanifchen Gartens, und zwar mit der :blo= ‘fen Hand, ohtie geftochen Zw. werden ; ich konnte.aber auch durch Drücken'keinen Stachel hervorlocken. 'Fierzüähnige B. 2250, Tieffchwarz; mit: gelblicht- braunen Gürteln am Hinterleibe: der lezte Ring vierzähnig: die Mittelzähne gabelförmig. Apis quadridentäta, Lim: fa; fuec, n. 1703... Wohnort : :bey Bettbrunn wurde fie von Hr, PB; Dallinger gefunden, Anm, Lang 3 ıfa/ll, Die Farbe der’Biene eigentlich tieffchwarz, aber die Stirne und die Seiten des Bruftrü- ckens fehr zottig, und diefe Zotten gelblichtgrau, Der Hinterleib eigentlich eyförmig, aber am Grunde abgeftuzt; vier Gürtel von gelblichten Haaren umgeben ihn oben, von denen aber der erfle unterbrochen ift, vier ganze Gürtel unten. Der vörlezte Ring hat zu beyden Seiten gerade am Rande ein kaum bemerkbares Zähnchen; der lezte Ring endet fich in vier flarke Zähne, davon jeder der zwey mittlern eine Gabel bildet, deren Fläche auf .. die Fläche des Körpers lothrecht ift, R Bartige B, 2051. Tieffchwarz , am, Kinne weifsge- bartet ; 5 die Bruft weißszottig; die Fufsblätter roth- Anna Zoe here Sr Zalman Alan. and nn Due u er Bien 381 rothbraun; der lezte Ring des Hinterleibes gezähnelt, Anis 'barbata. Woinort: bey Gern; fehr felten. *» Ausmeffung Lane * ee E 4 ıfalll, Brelk .= - - - I 1fz, Anne Tieflchwarz: die Stirne an den Augen weißs- licht ; unter den Kiefern zu beyden Seiten des Kopfes weifse Zotten; die Bruft weißszottig; der Brufßrücken ‘durchaus fafr näckt; "die Fülße mit 'weifsen Haaren , ‘die Fußsblätter rothbraun: die vorderften mit einem weilsen Barte, Der lezte Ring des Hinterieibes am Hinterende viel- fach (nicht vierfach) gezähnelt, davon die mittlern Zähn- chen länger- "find, und hinter: fich‘.eine Einbucht laffen. Auch der vorlezte Ring hat. unten..in der Mitte..einen ftar= ken Zahn. at EN Kegelbauchige B. 2252... Schwarz; . der Hinterleib "kegelförmig fpizig: ‘die Ränder feiner Ringe weils oder mattgelb. Apis conica. Enum, inf, aufl. n. 809. Reaum. Ina VI ı. mem“ 4. Tab. ı1. Wohnort; unter der Erde, wo fie ihre. Zellen aus Rüfterblättern gerade fo baut, wie fie die r0= fenzellige Biene aus Roienblättern anfertiget. Gelbbauchige B, 2253. Tieffchwarz , ungefleckt , ein« färbig; auf dem Bauche eine kurze, dichte, limoniengelbe Wolle; Apis xanthogaftria. Wohnort : um Ingolftadt, Ause 282 Biene vr Ausmeffurg “ Länge des Iniektes - = mg ıjgllh, Breite des Hinterleibes = Penn? RG \ Anm, Das@Infekt' durchaus tieffehwarz, unbehaart,; glanzios (wegen der unzählbaren eingegrabenen Punkte), Der Hinterleib kurz , halbwalzenförmig, am Bauche mit einer feinen limoniengelben Wolle bedekt, mittels welcher diefe Biene, wie die beyden folgenden , den Blüthenfaub einträgt, "Auch die Schienbeine mit {parfamen limoniengel- ben Haaren beiezt. Gra ubauchige B, B254, a ungefleckt, en grauhaarig; ‚die, Ränder des eyförmigen Hin« tesleibes weifslicht ; auf dem ran® eine ‚graue Wolle, Apis pubefcens. Fahr. fpec. inf: 1. Bi n..57. Wohnort: um Ingoißadt,. Ich fand fie, todt an ei= ‚nem Feniter meiner Bibliothek ; ‘im Julius, N 3 m, mW Aßsme/fen gs Anke des: Infektes tw n Ta, des Hinterlebes := ZZ rıß. Breite des Hinterleibes - 1. 1fA, kaum Anm. Die ganze Biene‘ ift ieffchiwakz, aber durchaus mit einem armhaarigen grauen Pelze bekleidet, der ober an den Hinterrändern des 2, 3, 4, Sten Ringes dichter if, und dert Schmale Binden bildet; auf:dem Unxterleibe if er „noch dichter und länger, und fellt dort einen grauen „Filz VOr.ss;;; Rofenzellige e 2253. : Schwarz; der Hinterleib oben mit einigen weißlichten Querlinier 5 auf ‚dem Bauche eine kurze dichte Wola | Apis Boah 383 Apis eentuneularis. Enrum. if aufn. 815. Wohnort: unter der Erde, wo fieihre Zellen aus Rofenblättern bildet, Sie gräbt nämlich zuerft einen ‘fat wagrechten. cylindrifchen Canal: in „ns indie Erde, tapezirt dann. diefen ‚mit großen halbellipfenförmigen Ausfchnitten .des Roien» blattes; In diefem' Canale baut fie aus ähnlie chen Blattausichritten die liegenden 'Aängerliut« förmigen Zellen, davon 6 bis 7 z.faft wierdie Fingerküte in den Kramläden ,. ineinander fie= cken. Jeder Fingerhut beftekt aus drey übers einander liegenden Schichten folcher Blattflücke, und , hat. einen aus drey. bis vier Kreisfllächen beftehenden Deckel, Der‘ ei ilt fait Aüfig, Die Pupen überwintern. r), Aum, Am Grunde jedes Kiefers ein auf dentelben loth= rechtes Horn von der Eonlftenz des Kiefers felbft, Stengelbohrende Bs 2 0256. Tiefichwarz; die Stirne, der Brufirücken, und die Ränder der a jeibringe oraniengeib zottig; 3 die Flügel er am Hlinterende beruist, Apis caulicola, £. ? Apis fuliginofa. Scopoli aun. bil, war. IV, 15. Wohnort : in den Stengeln der Himmelskerze. ._ Aum,. Zu Anfang des Septembers 1793, fand ich in ‚einem alten Stengel der Himmelskerze ein abwärts gehen“ ‚des, Sehr regelmäfsig eyförmiges Loch. Ich. fplitterte dem Loche nach, und fand eine walzenförmigd, an den bey= | den BEImew. een nr) Reaum, Iaf, WI, 1. 132. Tab, ıe, 284 Biene den Enden gerundete Zelle «von einer elaftifchen Subftanz und biaunro:ber Farbe, Ich warf fie weg, weil ich fie - fürıdie Hülle einer. Raupentödterpupe hielt, Aber ich er- hielt beym weitern Nachbrechen eine zweyte und eine dritte Zelle, und als ich dann mit Behuifamkeit den Sten- gel fpaltete, "eine ganze Kette folcher Zellen, die aus 20 bis:@2 Gliedern beftand, von denen immer: das obere von dem untern durch eine Art körnerigen Breyes; abgesöndert war, ‚ Diefer Brey bildete: eine Art unten flacher, oben höhler Schüffelchen, und immer fteckie die obere Zelle in der Höhlung eines: folchen Schüffelchens, wie eine Eichel ı in’ ihrem Kelche. Diefer Brey war trocken und körnerig, und hatte fehr das Anfehen, als wenn er aus dem Kuh- mifte genommen, wäre: aber eingeweicht, und zwifchen den Fingern gerieben, gab er- keinen übeln Geruch von fich, und der Geruch beym Verbrennen war: vegetabilifch ohne Spur von Animalität. Die Zellen felbft waren voll= kommen gefchloffen ‚„ rothbraun und ziemlich durchfichtig, aber nirgends 'war eine Nath oder ein Gefäßs zu fehen, alfo wohl nicht von irgend ‚einer Pflanze abgebiffen, wie bey der rofenzelligen Biene, fondern aus einer Art Geifer gemacht, Deutlich fah man, dais fie fchlechterdings nichts als eine zufammengebogene Larve, und gar keinen Futter- brey enthielten. Diefes inachte mich glauben , dafs die Verwandlung nahe fey, und dieLarve keines Furters mehr ‘bedürfe, Ich" nahm die Kette gliedweife aus dem Stengel heraus , und verwahrte die Zellen in. einem Zuckerglafe, Allein der erfte Winter gieng vorbey, ‘ohne dafs fich eine Veränderung .der „Larven ergeben hätte, Im folgenden Sommer von 1794., und im zweyten Winter, während defien ich das Glas in meinem Schlafzimmer aufbewahrte, vi " begoßs i bepofßs Ich. diefe Zellen öfters mit Wafler, das ich bald wieder ablaufen liefs, Ich fuchte dadurch das Abwechfeln feuchter und trockener Witterung nachzuahmen,, dem die Larve im Freyen ausgefezt gewefen wäre. Endlich fien- gen die Bienenlarven im April 1795. an, fich zu verpupen, aber nur eine kam mir aus, und auch diefe war nur ichwach, und ftarb. bald nach ihrer völligen Entwicke= lung.» | | Die Biene ift durchaus fattfchwarz, wenig glänzend, und ziemlich kahl, lang etwa 4 ıfa!!, mit kurzen kurz- gliedrigen Fühlhörnern, An der Stirne, in der Gegend der Fühlhörner hat fie einen wirbelförmigen Büfchel von niederliegenden oraniengelben Haaren; folche Haare bilden auch auf dem Bruftrücken mehrere Zotten, und bilden einen Franzenfaum an den Rändern der Ringe des Hinter- leibes. Auf dem Bauche kommen fie ‘aus der ganzen Flä- che der Ringe hervor, und bilden dort einen kurzhaari- gen Pelz, wie bey der gelbbauchigen und rofenzelligen Biene, der aber unter gewififen Stellungen’ des Infektes ge gen das Licht ganz zu verfchwinden fcheint, und am kenntlichften it, wenn man die Fläche des Bauches gerade gegen das Auge kehrt. Die Flügel find trüb, aber doch in ihrem Mittel durchfcheinig, ihr Hinterrand hingegen ift breit rufig, Der Zungenbau ift gerade fo, wie ihn Scopali von feiner Apis s) befchreibt, Das Infekt if alfo fehr mit demjenigen verwandt, das Reaumur feidene Zellen machen fah #), aber doch nicht s) Ann. hift. nat. IV. 3) Infect. VI. 1. mem, 5, Fauna boica, 2,B, 2. Abt, Rb dalele 336 Biene daffelbige, weit diefes nach Scopoli eine Eucera, nach Fabricius eine Andrena -feyn würde; das aus dem Stengel der Himmelskerze hingegen eine fichere Apis if.» etwas braunpelzig; die hinterfien Schienbeide gefranzet, an, der. Innenfeite querftreiig, Honig B. 2257+ Ziemlich behaart; auf dem Brufrücken Apis melliica, Erum. inf aufbs 2. 813, Herberge die Bienenftöcke. | Anm. Schon Ariftoteles hat die Bemerkung gemacht, dafs eine jede Biene bey jener Blüthenart bleibe, aus wel- cher fie bey ihrem Ausfluge zu fammein angefangen hat, ohne bis zu einem neuen Ausfuge die Blüthe einer andern ‚ Pflanzenart zu berühren #). Diefe Beobachtung hat ein fleifsiger Naturforfcher, Artkar Dobbs;, in unfern Zeiten öfter wiederholt, und richrig befunden »), ob fie gleich Reaumur zu läugnen x) fcheint,. Ich habe die- felbe Beobachtung wiederholt, welche- Ariforeles und Dobbs vor mir gemacht hatten, und gleiche Erfcheinung gehabt, Aber man muß fie im Frühlinge, und weit ge- nug vonBienenftöcken entfernet, anftellen, wo bereits nur einzelne Bienen fammeln, fich mit großer Geduld wafi- nen, und mit dem leifeften Schritte nachfchleichen. Hat die Biene- ihre: Sammlung mit einer Schlüffelblume angefan- gen, fo wird fie die. wohlrieckendften Veilchen verfchmä; hen, und nur auf Schlüfelblumen. fortfammeln, Diefer #) Hift. anim. IX, Cap, 63, w) Oekon. phyf, Abh, IX, Th, $. 23% 2) Infest, Vr 2 86, | ... Eigen - Ai eier ee nr > FE ORBFEE Birne | 987 Eigenfinn ift den Bienen wicht ohne weife Abficht gegeben. Würden fie ohne Unterfchied, noch mit dem Staube der einen Pflanzenart bedecket, auf einer andern fammeln, fo würden fie häufige Pfanzenbaftarde veranlaffen, die weni ger fruchtbar find, und allmählig völlig ausgehen, und aus« geben müffen , wie ich anderwärtig y) dargethan habe, Ich halte mich übrigens damit nicht auf, die ganze Naturgefehichte diefes merkwürdigen Infektes zu erzählene Die Bücher, die mian darüber geichrieben hat, mächen ei ne Bibliothek aus. Nur einige Anmerkungen will ich noch hinzulezen ” die ‚vielleicht nicht ganz allgemein finde . TurHr; Riems. a Schir achs Bemerkungen , dafs aus fehr jungen, Larven, die Arbeitsbienen geben foll« ten, Königinnen werden konnen‘, folgiich überhaupts die Arbeitsbienen ‚zum Weiblichen Gefchlechte gehören a aufmerkfam gemacht; 'beobachtete jezt: “feiner Seirs felblts, fand Schirachs Bemerkungen über diefen Punkt nicht nur unzweifelhaft, fondern fand fogar,' dafs auch die Arbeitsbienen. Eyer legen a), aber dafs diefes Vermögen vielleicht nicht.allen, zukomme, daher es dann erklärlich werde, wie Svammerdam und Reaumur keine Ey=- erftöcke finden. konnten b).. In der Folge gab Needham Vor 5. 65, gebe in ‚den Bienenföcken König Sinnen ven:der‘ Ee Ar, a B Bros: ‚ Geflalt . 4) Briefe an Nau, N En '&) Bonnet Werk, der nat, Gefch, I, 93, a) Das. 133 6) Dafelb, 156. NENNEN, 288 Biene Geftalt der gemeinen Bienen c), und diefe Behauptung ,- fo unphilofophifch und vorurtheilvoll fie auch im Grunde; war, gefiel dem berühmten Bonner fo wohl, daß er geneigt ward, zu glauben, die deutfchen Beobachter haben fich von diefen angeblichen kleinen Königinnen hintergehen laffen. Die Behauptung der dreyerley Gefchlechter bey den Bienen ift alt, und neuere Beobachtungen haben fie zu be- ftättigen gefchienen. Gleichwohl mufste die Erfcheinung einer folchen Einrichtung jedem andern als dem Naturfor- fcher, der an die Wunder gewöhnt ift, und dem Land- wirthe, der fie benüzet, befremdend fcheinen. Drey Gefchlechter bey einer Thierart find eine Ausnahme: von der Regel, die wir allgemein kennen, Man hätte fich wohl über die Ausnahme wundern und fie bezweifeln fol- len; aber es konnte nicht befremden, wenn Beobachtun- gen folgten, welche bewiefen, dafs diefe Ausnahme nur fcheinbar fey. In’ der That war das dreyfache Ge- fehlecht, für welches man: die allerbündigften Beweife hätte fodern follen, nicht fcharf erwiefen, Swammerdam: und Reaumur fanden in den wenigen Arbeitsbienen, die fie zerleget haben, keine Gefchlechtstheile; dies ift der Beweis dafür, zwar flark, weil diefe Männer die fchwere Kunft zu fehen gut verftanden ,„ aber doch blos negativ,‘ und. “der daraus gezogene Vernunftfchlufs würde jenem ähnlich feyn, welchen‘ ein Neger , der nur feine Lands- leute kennt, über die Farbe machen würde, die dem ' menfchlichen Körper zukömmt, Die Herren Scebirach und nn nn} se) Ebendaf 132. Biene 39 \ und’ Riem haben das weibliche Gefchlecht der Arbeits bienen in der Folge durch pofitive Thatfachen erwiefen , und, ob fie gleich unter einander in einem. fcheinbaren Widerfpruche find, fo laffen fie fich doch, ganz füglich miteinander vergleichen. Ich will über diefen berühmt ge= wordenen Streit meine Meynung fagen, ı) Es ift durch Schirachs Verfuche ( die man in Deutfchland häufig nachgemacht und richtig befunden hat) fo gut als erwiefen, dafs jede Arbeitsbienenlarve unter fchicklichen Umftänden Königinn ( Mutterbiene ) werden . könne 4). | 0) Es ift. nach den. Wahrnehmungen der Herren Riem e) und Wilhelmi f) gewils, dais einige, oder viele, Arbeitsbienen Eyer legen; aber. diefe Eyer find, wie es fcheint g), nicht zahlreich, 3) Es ift gewifs b), dafs man in vielen Arbeitsbie« ‚nen keine Eyerftöcke finde: fie hätten font von Swam= merdam und Reaumur nicht überfehen werden kön= "nen, Hr, Riem fand von 6 Bienen, die er zerlegte, nur in zwoen Eyerftöcke ;). | Bb a | nn 4) Wenn e) Dafelb, 173 e) Daf, 133%. 7) Dat, 186. 8) Ebendaf, 158. %) Ebendaf, 12% s) Ebendaf, 158. 200 Bie ne 4) Wenn aus gemeinen Larven Königinnen werden follen, fo müffen I. fie fehr jung feyn k); II, ihre Zellen müffen erweitert-werden 7); und fie felbft II, häufigeres und anderes Futter bekommen m). Aus diefen Vordersäzen folgt, dafs die Arbeitsbienen krüppelhafte Weibchen feyen, welche aber vorzüglich an denen Theilen, die fich bey allen Thieren fpäter + und oft nicht gehörig entwickeln, den Gefchlechtstheilen, aus Mangei der‘ Nahrung Schaden genommen. Ganz gewißs find die ‘kleinen Drohnen in dem. nämlichen Falle: fie find in kleinen, blos etwas verlängerten, Zellen erzogen worden, erhielten 'alfo weder Nahrung noch Raum genug, fich ganz zu entwickeln. Aber zwifchen dem’ vollkomme- nen Mangel"der Gefchlechtstheile (unbedingter Unfähig- ‚ keit), und zwifchen ihrer gänzlichen Ausbildung (unbe- sränzter Zeugungsfähigkeit‘) giebt es eine Menge Zwifchen- ftufen;.. die. »beyden -äufßserften; Gränzen nehmen einerfeits ‚die Weifel-mit den. \grofßsen Drohnen,, andrerfeits die wirk- lich gefchlechtlofen Bienen‘ ein; .in der. Mitte ftehen Need=- hams kleine Königinnen, die, .. wenn man nicht fchikani- zen will, doch gewifs nichts anders, als minder verun- | glückte Arbeitsbienen find ; vielleicht auch die_ kleinen Drohnen. - ; ; Ueberhaupt ift Gefchlechtlofigkeit bey Individuen or- ganifcher Körper, .„ wenn der Art ein Gefchlecht zukömnt, I er blos k) Dal. 172. 2) Ebendaf, 174. m) Dafelb, 85. Biene 292 bios eine durch Umflände bewirkte Verunftaltung, die, wenn fie fo. allgemein vorkömmt, daß fie gleichfam zur Regel wird, darum nicht aufhört, Verunftaltung zu feyn, aber die grofse Fähigkeit dazu fezt- alsdann y meinen Bemerkungen zufolge, weife Abfichten veraus, die fich vom Foricher oft erräthen. laffen »), Aber warum legen die Arbeitsbienen blos Drohnen- eyer ? Ich kann antworten, dafs ich diefer Frage dann genugzutbun füchen werde, wenn man genugthuend' wird gezeigt. haben, wie es komme, dafs eine Frau Vvorzüg- "lich Knaben, eine andere faft lauter Mädchen zur Welt bringt, Im Einfchachtelungsfyffeme möchte fich. die Sache wshl gar nicht erklären laffen ; aber der Epigenefft könnte fagen, der urfprüngliche Kein, der fich im Leibe der Mutter in feinen erften Uranfängen bereits gebildet hat, habe fich noch gar nicht in eine ganz beflimmte Geftalt kry- ftalliiet, es komme erft auf die Verhältniffe der Kräfte der beyden Aeltern an, nach welchem Modelle er an= Schießen folle 0), faft fo, wie eine Knofpe in ihrer er= ften "Anlage noch gar nicht beflimmt ift, ob fie Blüthe, oder ob fie Blätter geben werde p). In diefer Voraus fezung würde es erklärlich feyn, wie die großen Droh- nen in Needhams kleinen Königinnen die wenigen vorhan- denen Eyer in Drohneneyer ausbilden, hingegen durch die Begattung mit dem Weifel eine fo ungeheure Menge Bb 4 weib- .n) Phyf. Auff. 38T 0) Vergl, Briefe an Naw, p) Aftheimer phytol, gen. Cap, IL SR 92: Biene weiblicher Eyer erzeugen können, Wird die Begattung ei= nes Weifels zu lange verfpätet q), fo hat in der Zwi- fchenzeit diefe zu alt gewordene Bienenmutter ihre volle‘ Kraft verloren ; dieEyer werden nun zwar eben fo wohl der Kraft des flärkern Theiles folgen, aber diefer it nun die Drohne r), und im Stocke erhält man Faulbrut. II. Die fechseckigen Zellen diefer Bienenart haben zu jeder Zeit die Aufmerkfamkeit und die Bewunderung der Gelehrten gereizet. Unfere gefchickten Künttler , fagt fchon Abulpharagius s), müffen mit hoffnungslofer Nachahmung die Sechsecke und Pyramiden einer Bienenzelle betrachten; und in unfern Zeiten hat Reaumur die Ma-= thematiker von ganz Europa aufgefodert, die Oekonomie die= ° fer Bauart durch ihre Rechnungen und Meflungen zu be- leuchten, Aber richtig ift Gibbons Bemerkung 7), die vollkommene Harmonie der Auflöfung der theoretifchen Aufgabe mit den wirklichen Meffungen erhebe das Werk‘ ‚auf Koften des kunftreichen Infekts, indem ja die Bienen j in. | Bi" Sehne nenn g) Huber Brief. $. 38. v) Vergl. Hubers Brief. 6$. 90, 91. s) Bey Gibbon Abn, u. Fall, X. 41. — Diefer Schriftftele ler, Gibbon, fchrieb eine bandreiche Gefchichte über den Verfall der römifchen Monarchie in Epigrammen. Gleich« wohl hat Ifelin die Erfcheinung beffer, wenigftens deutli« cher, in zwey Kapiteln feiner Gefchichte der Menfchheit erklärt, und Hr, Meiners hat fie in einem einzigen Bänd« chen mit allen hiftorifchen Belegen ausgeführt, : #) &. as OÖ, B:ii.e. ie 293 in theoretifcher Geometrie nicht erfahren find. Nach mei-- nem: Gefühle widerlegt nichts mehr, als diefe Harmonie ,- das unphilofophifche Gefchwäz unferer Zeiten, das von- einigen Kunfthandlungen der Thiere fich berechtiget zu feyn glaubt, ihnen Abficht, Ueberlegung, Vorfehungskraft, Erfindungskunft, mit einem Worte, den großen, den, ich möchte fagen, unendlichen, Vorzug des Menfchen , die Vernunft, beyzulegen. Im Grunde hat man das Wune der vergrößert, um es mehr anftaunen zu können, Die Bienen bauen ihre Zellen nicht fechseckig, und haben das Bewufßstfeyn nicht, dafs ihre Arbeit fo vollkommen, fey. Von ihnen werden die Zellen gleich, und rund ge= baut, und möglichft enge aneinander; die Mauern find äufserft dünn , und von einem fehr biegfamen Stoffe, der im warmen Stocke noch mehr nachgiebt , hier entfteht nun ganz natürlich , wie auch Hr, Riem bemerket hat x), durch den allenthalben gleichen Druck und Gegendruck eine eckige Geftalt, und diefe Geftalt mufßs unter diefen Um- ftänden fechseckig feyn: denn nur Sechsecke haben die doppelte Eigenfchaft, einen Raum vollkommen auszufüllen, und durch den Druck und Gegendruck von gleichen Krei=- fen (oder, wenn von geometrifchen Körpern die Rede ift, von gleichen Walzen) zu entftehen, Jede andere Walzen von einer gleichweichen Mafle, parallel, und in Menge aneinander gedrücket, müfsten fich wechfelweife in eben folche Zellen. verwandeln; nur die-äufsern, die keinen’ weitern Druck empfinden , würden an der Auffenwand rund bleiben; und dies ift genau der Fall auch bey unfern Bienene Gere #) In Hubers nen, Beob, 165. \ 394 | EUR: Bienenzellen, wie bey .einem gewiffen Backwerke von weichem Teige,‘ das unfere Köchinnen der Achnlichkeit wegen ein Wefpenneft nennen, Uniere Infekten haben demnach für ihre Gebäude nicht zweyerley Modelle im Kopfe, davon das eine fechs= eckig für die Drohnen und Arbeitsbienen, das andere sünd für die Königinnen it: fie bauen durchaus rund, aber die genau aufeinander liegenden Zeilen drücken fich fechseckig, und die freyen Königlichen bleiben rund, Wie aber die unden Zeilen der erften Art dürch. Druck und Gegendruck fechseckig werden, hat Bonani w), finnreich dargethan. Man denke fich, fagt er, eine hohfe Walze von weichem Wachs. Eine Anzahl gleichgröfser. ‘ anliegender Walzen fchließe_ fie von allen, Seiten ein. Es ift erwiefen, ı) dafs diefe Anzahl weder. die Zihl Sechs’ “ überfteigen , noch darunter feyn könne; 2) dafs:jede die- fer Walzen, außer der eingefchloffenen, und zwoer mi te einfchlieffenden, noch drey andere berühren könne, ‚das. it, wenn die Anhäufung fortgefezet. wird, ihrer Seits felber zu einer von fechs andern eingefchloft: n werde; was ich alfo von der erften mittelften Walze, die ich A "nennen will, darthun werde, wird von allen gelten. Ine dem nun eine Biene durch A zu wiederholten Malen aus= und einzieht »„ dehnt Ge die Dicke der Zeile nach allen. Seiten aus; aber die Zelle kann an den Berührungspunkten mit den Zellen Ds 0 3 A457 5, 20 nicht nachgeben, weil auch diefe Zeilen von aus - und einziehenden Bienen ausgedehnt werden ; dafür ift zwifchen den Berührungs- h punkten, _ an w) Recreat, ment, et -ocul, probl, 13, “ x | Bien“ 7898 „punkten der Zelle A mit ı und 2, und dem ‚gemeinfchaft« lichen Berührungspunkte von ı und 2 ein. krummieidig dreyeckig prifmatiicher leerer Raum, und folcher Räume find um die Zelle A herum fechs; die gefchmeidige Wachs« wand wird alfo in denfeiben hin ausweichen, dadurch werden dfechs -Ecken entftehen, und weil gleiche, Kräfte (gleichfalls aus- und einziehende Bienen) auch die Zellen Is 25 35 45 5,» 6 nach diefen prifmatifchen ‚Leeren hin gleichzeitig ausdehnen s .knd dies alles fo. fortgeht, bis fich die Seiten auf .halbem Wege begegnen, die krummli= nisen Winkel und die Leeren verfchwinden , fo folgt, dafs regelmälsige fechsfeitige Zellen entltehen müffen, Dies if} der einfache Weg, auf welchem die Bienen, ohne es zu willen, feit Jahrtaufenden die für fie höchft wichtige Aufgabe praktifch löfen: Es foll mit der möglich- ‚fen Erfparung von Machs unter allen regelmäfsigen Figuren der .gröfste körperliche Raum eingefchloffen x), und zugleich follen alle unnüzen Zwifchenräume vermieden werden, Die fechsfeitige Geftalt der Bienenzellen it von jeher beobachtet , von jeher bewundert worden. Aber diefe fechsfeitigen Prifmen werden aa ihrem Hintergrunde mit einer Pyramide gefchloffen, die aus drey, an ihren klei- nern Durchmeflern gebrochenen, Rauten befteht. Diefe Beobachtung wurde erft im gegenwärtigen Jahrhunderte gemacht y), und erft Reaumur verfiel darauf, was wir en jezt £) Bofcovich fuppl, ad Se philof, recent, II, 498, m; 66. 4 660, 9» Maraldi mem, de l’Acad, de Par, 1712, 2 Bieuk, "jezt gewifs wiffen x), dafs auch hier der kleinfte Wachs- “aufwand ohne Nachtheil des Raums erhalten werde a); ‘zugleich werden auch hier alle unnüzen Nebenräume zwi- fchen den gegenüberftehenden und mit ihren Hintergründen ich begegnenden Zellen ausgefchloffen, und die Dienen, die wir fo gerne als Mefskünftlerinnen betrachten, beneh- men fich dabey fo einfach , fo fchuldlos an dem geometri- fchen Kunftwerke, wie beym Baue des fechsfeitigen Prif- ma, nur läfst ich diefes Benehmen nicht fo leicht, wie | das vorige , olıne Abbildungen deutlich machen, Aber da die Bienen diefe Zellen ‘nicht abfichtlich fo künftlich bauen, da diefe Zellen nur durch willkührliches 'Stofsen und Hinundwiedergelhn diefer Thierchen fo bewun- dernswürdig werden, da zu ihrer Vollkommenheit gleich- zeitige Anwendung gleicher Kräfte in den verfchiedenen Theilen einer Wabe erfodert werden, fo follte es fich doch öfters fügen, möchte man denken, dafs hier kleine Unrichtigkeiten vorfallen; und das ift wirklich der Fall fowohl in Rückficht auf die Zellengeftalt, als auch in Rückficht der hohlen Grundpyramide, wie fich dies durch die Betrachtung eines jeden Wachskuchens bemerken läfst, ' III. Der grofse Haufe behandelt die Bienen noch über- all, wie es jenes Volk in Amerika machte, das die Obft« bäume fällte, um die Früchte pflücken zu können ; man tödtet die Bienen mit Schwefelrauch, um fich ilires gan- zen Vorrathes von Wachs und Honig bemeiftern zu kön- | nen, x) Bofcovich loc, eit, n. 66I » 630% a) Reaum. Inf. V. 2. 1% Biene | 597 nen. Das Verfahren ift eben fo unfinnig als graufam, weil man wegen einiger nichtiger Tropfen, die man noch zu gewinnen hofft, die Quelle verfiegen macht ,„ welche ‘im künftigen Jahre reichlich gefloffen wäre. Es it hier der Ort nicht, die Weifen anzugeben, wie fich klügere Landwirthe ftatt diefes Tödters zu benehmen haben, ‚Die Sache ift übrigens wichtig genug, dafs man auch bey der Gefezgebung bereits darauf Rückficht genommen hat. Es. gab in Toskana ein Gefez 5), welches das Tödten der Bienen unter einer dem Gutbefinden des Richters überlaffe= nen Strafe verbot, und Reaumur wünfcht, dafs die= fes Gefez überall möchte gegeben werden. Ich bin ande- zer Meynung. Strafgefeze gegen Mifsbräuche in ganz willkührlichen Dingen haben nur gar zu oft die gänzliche Hinweglaffung folcher Dinge zur Folge. Um vom Gefeze nicht gezwungen zu werden, einen landwirthfchaftlichen Zweig, den man nur als Nebenfache anfieht, vernünftig zu behandein, weicht man dem Gefeze dadurch aus, dafs man ihn gar aufgiebt, Belohnungen würden wirkfamer feyn, und niemal fchaden; es wäre nicht nöthig , dafs fie 'koftbar wären: wenn man fie mit Ehre verbindet, find auch kleine Belohnungen wichtig. Eine Medaille, dem befsten Bienenwirthe eines Dorfes oder eines gröfsern - Bezirkes mit einer gewiffen Feyerlichkeit gegeben, die er an feinem feyertäglichen Rocke zu tragen befugt wäre, würde Wunder thun. Die böfe Gewohn- heit, die Bienen zu tödten, würde gleich anfänglich für eine jener ökonomifchen Sünden erkläret werden müffen, | die re %) Reaum, Inf, V, 8, 355. 208 Biene die alle übrigen Anfprüche auf diefes Ehrenzeichen unkr&f« tig machen. Diefes Ehrenzeichen müfste zwar immer ein | Eigenthum desjenigen bleiben, der es verdient hat, aber die Befugnifs, es tragen zu dürfen, müfste durch grobe nachfolgende Fehler in der Bienenwirthfchaft verwirkt wer= den können. Be Gefatzelte B. 2258. Schwarz; der Pelz des Bruftrü- ’ ckens , und die Innenfeite der hintern Schien« beine gelb, Apis ephippiata, Wohnort : um Ingolftadt, ‘Anm. Um die Hälfte kleiner als die Honigbiene, durchaus fcehwarz, auch die: Zotten an der Stirne, und die kurzen und armen Zotten an den verfchiedenen The len des Hinterleibes. Nur der Bruftrücken mit langen rothgeiben Zotten. pelzig; die hinterften Schienbeine an der Innenfeite mit einer rothgelben Bürfte, » Krummbörnige B. 2259. Schwarz‘, fein weifshaarig; die Fühlhörner am Ende in einen Knoten ein- gedreht. AN | Apis eurvicornis. Ka ; | Eucera eurvicornis, Jcop, ann, hifl, nat. IP, 9. Pe, Ye a Schäffer icon. 32. Fig. 9 Im Wohnort: bey Kehlheim, | Halbgürtlige B. 2260. Schwarz ; drey bis vier weilse Flecke zu beyden Seiten des Hinterleibes, hol : Biene 399 Apis riparia. Scop, carm n. 802, Nomada riparia, Scop. ann, bift. nat, IV, 45, n. 1. Anm. Die Gröfse und der Bau wie bey der weifss gürteligen Biene, von welcher fie. nur (außer den Fühle hörnern) dadurch verfchieden ift, dafs zu beyden Seiten des erften, zweyten, dritten, auch vierten Ringes des Hinterleibes am Endrande eine weifse Linie ift, die von weifsen niederliegenden Haaren herkömmt. Geringelte B. 2261. Schwarz; zwey Strichelchen an der Stirne, und Binden an den Füfsen weiß, Apis annulata. Lin, faun, füec, n. 1706 Wohnort: auf Blüthen, Ausmeffungs Lang L [_ » > [} 2) ıfztlt, Beer wa cn m, =- = ıf2, Anm. Schwarz; die Stirne und Lippe weiß: am Grunde des Bruftrückens ein Paar äufserft fchmaler Quer- linien; ein kleiner gelber Punkt an jeder Seite des Bruft- rückens zwifchen ihm und der Bruft; eine weifse Binde am Grunde der Schienbeine, eine andere am Grunde der Fufsblätter, | Zuweilen if die ganze Stirne gelb. Glattbauchige B, 2262. Schwarz, fat glatt; der Hinterleib braunroth, glänzend; die Flügel beraucht, ah Apis glabriventris, Fauna boica, 2,B, 2, Abth, Ce Wohn« ®@ 400 —Bienk Wohnort : bey Bettbrunn hat fie Hr. P, Dallin® ger gefunden. Ausmeffung. Länge vom Kopfe bis ans Ende des Bruftrückens - vor oil, des Hinterleibes » VAR: Anm. Die ganze Biene fchwarz, gar nicht zottig, wes nig behaart, und, aufser am Hinterleibe, glanzlos, Die ‚Flügel von der gelben Farbe berauchter Gläfer,. Der Hin« terleib eyförmig, glatt, glänzend, bräunlicht roth. IRozhbbauchige B. 2263. Schwarz; der Hinterleib glänzend, bräunlicht roftfarben mit fchwarzen Makein auf jedem Ringe, am Ende fchwarz. Apis fulviventri. Enum, inf. auf, m. 828. Wobnere: um Zwiefel und Gern. Anm, Klein; vom Baue der Blüthenfchläferinn, Der Hinterleib ändert fehr ab, indem die fchwarzen Makeln bald auf diefem, bald auf Jeuen Ringe das gänze Feld einnehmen, Zweybändige B. 2264 Schwarz; zwo weißse Binden über den Hinterleib; die Ränder aller Ringe bläffer , roftfärbig braun Apis bieincta. Enum. inf. auft. n. 826: Wohnort: auf Blüthen. Anm, Vielleicht ift Apis 4 cinsta Fab, eine Abändet zung diefer Art, und fie feibft der vorhergehenden, - Gelb« . ’ Biene ‚401 Gelbbamhige B. 2265. Schwarz; ‚oben glatt; der Hinterleib fat walzenförmig: der Bauch mit einem feinen gelben Pelze, Apis maxilloa. Lin. Sf. nat, 952. m ın Wobrore: in vorgefundenen Löchern alter Stöcke, vielleicht auch der Steine ; um Gein und ‚In- . golffade. Selten. Anm, Sie baut im Auguft, | Oben durchaus vertieft punktitt. Unter dem Suchglafe erfcheinen die Ränder des Hinterleibes feingefranzet. Alte B. 2266. Glänzend fchwatz ; Stirne, Bruft und Bruftrücken weißszottig; die Fülse weilsbartig. Apis fenilis. Fabr. fee. inf, I. 479» Rs Zr Wohnort: um Ingolftadt, Anm. Sehr ähhlich der gräurückigen Biene, aber um die Hälfte kleiner ‚ ohne fchwarze Binde auf dem Bruft- tücken, und die Fühlhörner verfchieden. Leichrferrige B. 2867, Schwarzz die Stirne und der Bruftrücken etwas pelzig; der Hinterleib glänzend ; die Fülse allenthalben behaart 2 die Haare heller, Apis AI ma, Enum. inf. nn n, ar, Wohnöre: = - Nicht felten auf Blüchen, Blütbenfchläferinn B. 2268, Schwarz; der Hin- terleib halbwalzenförmig : der vorlezte Ring beyderfeits mit einem Zahne ; ; die Enden der Schienbeine mit einem Dorne: die der lezten mit einem doppelten. / | Gc3 or Apis 402 Biene Apis florifomnis. Lin, faun. fuec. m 1704 Wohnort: um Ingolftadt. Anm, Die Ränder der fünf erften Ringe des Hinter- leibes mit roftfarbenen Härchen dicht befezt, daher fünf roftfarbene Querftriche über den Hinterleib, Lang 6, breit 2‘ ; die Augen grün mit fchwarz fpielenden kleinen Längsftrichen, | Es ift eine Drohne, was ich befchreibe. Grundmakelige B. 2269. Schwarz; am Grunde des Hlinterleibes ein rother Fleck 3 am: Grunde des zweyten und dritten Ringes beyderfeits ein weifses Strichelchen; die Fufsblätter roftgelb, am Grunde weifser. Apis bafimacula, Wohnort: um Ingolftadt, in Gebüfchen. Flugzeit :_ Auguft, Ausmeffung Lang u - - 3 fall, Breit - - „ end, Anm. Sa, fehr wenig behaart, ausgenommen an der Stirne, die bis an die Fühlhörner hinauf mit fehr kurzen weifsen Haaren wie bepudert ift. Die Fühlhörner werden auswärts allmählig etwas dicker , und find roft- gelb an der Unterfeite. Die Fülse durchaus fchwarz; aber “die Fufsblätter durchaus roftgelb, doch fo, dafs fie am 7 Grunde, wo fie mit dem Schienbeine in Verbindung find, einen weilsern Ring haben, Ueber den erfien Ring des Hinterleibes geht eine rothe Binde herum; der Grund | des Biene 403 des zweyten und dritten Ringes hat beyderfeits ein weifses Querftrichelchen von niederliegenden Haaren; der Hinter» leib ift-länglicht eyförmig ,„ und etwas gebogen, Trauernde B, 2270. Tiefichwarz , afchengrau feinzot- tig; der Hinterleib herzförmig, glatt: auf jedem Ringe . beyderfeits ein weißer Punkt; ein weilser Punkt auf jedem Schienbeine, Apis luctuofa, Erum. inf. aufl. n. 816. — Preyfi= ler Verz.. I. Hund, 80. m 7». Tab. u Fig. 6. | Apis fcutellarise Fabr, fpec, inf. I. 487. m. 2. Wohnort: um Ingolftadt. Eckmaklige B, 2271. Tieffchwarz , durchaus glatt; der Bruftrücken etwas pelzig; die Ringe, des »faft kegelförmigen Hinterleibes an den Rän- dern beyderfeits mit einer weilsen dreyeckigen Makel. Apis trigona, Akad. Reif, 6u Wohnort: um München, &KERK%* Wefpenähnliche Bienen. Gefeffelte B. 2272. Schwarz; die zween erften) Ringe des Hinterleibes rothbraun ; die Schienbeine am Grunde weifs; der Bruftrücken gelleckt. Apis vinculata, Wohnort: um Gern; auf Blüthen, cs Aus. 404, Biene Ausmeffunge Lang - - A = 3 1fa, Breit über den Hinterleib - “Er Aum, Schwarz; an jeder Seite der Stirne ein drey- eckiger gelber Fleck; eine fchmale gelbe Binde am Grunde des Bruitrückens: ein gelber Punkt an ihren beyden En- den, ein anderer an der Einlenkung des Vorderflügels ; zween von einander entfernte weißlichtgelbe Punkte am Grunde des Schildehens. Der Hinierleib eyförmig: der erfte Ring allenthalben , der zweyte am Grunde rothbraun, dann , wie die übrigen durchaus, fchwarz : alle am Rande bläffer, faft afchenfarben. Die Füfßse fchwarz : alle Schien- beine am Grunde wi | | Dalli ngerifche B. 2273. Schwarz; das Schildchen und vier Binden über den Hinterleib fchwefel-e gelb: eine über den eriten Ring, die Füße, und die Mundtheil ie oraniengelb, . Apis Dallingeri, Wohnort: bey Bettbrüun, wo fie Hr. P. Dal- linger gefunden hat, | | Anm. Nom Baue und von der Größe der vorherge- henden ;. aber anders bemalt, Bl ii e B, 2274, Schwarz; der Hinterleib ftumpf eyför- mig, braunzoth; auf den erften drey Ringen beyderfeits ein fchwarzer. Punkt; ;. vier fchwarze Punkte beyderfeits auf dem Bauche, Apis coeeutiens, Tabr, ff. enzom 397. m 1. . Holm _ Biene AoS Wohnort: bey Gern, Selten; ich fieng fie nur IS einmal. en Ausmeffung. TRON, Lang i = _) = = 3 Bl, Breit - = = = I. "Ann, Der Kopf fchwarz: das Gebifs, und das zweyte und dritte Glied der Fühlhörner: fchwarzroth; der ‚Bruft- rücken und .die. Bruft fchwarz: die Seiten unter den Flü- geln von ftraff niederliegenden Härchen weiß; der Hin- terleib braunroth; auf jedem der drey erften Ringe des Hinterleibes zu beyden Sgiten ein fchwarzer Punkt; auf allen bilden einige :niederliegende Härchen zu beyden Sei- ten einen weiisen Punkt; auf dem dritten und vierten Ringe find mehr. gegen. die Mitte des Randes noch zween folche weifse Punkte, Auf dem Bauche ift der erfte Ring am Grunde fchwarz; die. vier folgenden haben beyderfeits einen fchwarzen Punkt. Am Ende des Hinterleibes zween krumme Zähne, Die Vorderflügel ringsherum blais be- saucht. : Zellenwefpen B. 2275. Der Mund, das Schildchen ; die Füfse braunroth 5. auf dem braunrothen Hinterleibe drey gelbe Binden: die erfte un- 'terbrochen. Apis vefpiformis. Erum. inf, auf, m. 825. Apis ruficornis, Lin. faun, [uec. m 1707. — Fabr, fpec. inf. I. 488. f. 4 Wohnort: Ich habe fie. im botanifchen Garten zu Ingolftadt gefangen R Ce + Jum 406 Biene Anm. In der öfterreichifchen Biene das Schildchen und vier Streiffe vom Grunde des Bruftrückens bis an das Schildchen rothbraun, In der Baierfchen Biene das Schildchen gelb; keine Streifes Sind es zwo. Arten ? . Mordwefpen B. 2276. Der Mund gelb; die Fühlhör= ner unten rothbraun, oben fchwarzbraun; dag Schildchen ungefleckt ; der Hinterleib röthlicht mufchelbraun mit gelben Binden. Apis fphegoides, EnumPinf, auf, n. 824. Woehnort: um Falkenfels, Zweypunktige B, 2277. Schwarz; der Bruftrücken gefleckt; ‘das Schildchen gelb; vier gelbe Bin- den über den Hinterleib, und zween zufam= menfliefsende Punkte auf dem erften Ringe, Apis bipunctata. 2 Sphex punctata, Fabr. fpec. inf I. 446. ". 22« Wohnort: bey Gern; Hr. P. Dallinger hat fie , auch im Kölchinger Forfte gefunden, Anm. Von der Gröfse der vorhergehenden Art. Die Kiefer fchwarz; die Lippe mit filberglänzenden Härchen dicht bedeckt, auch die innere Einfaffung der Augen; das erfte Glied der Fühlhörner unten gelb; ein gelber Punkt unter. jedem Vorderflügel; über die Mitte des zweyten, - dritten, vierten Ringes des Hinterleibes eine gelbe Binde, die in der Mitte ein wenig gebrochen a; der fünfte Ring Er gelb; auf dem erfien Ringe zween querlänglichte | Punkte. Bi en.eis 407 Punkte, Die Schenkel fchwarz, die Schienbeine gelb, die hinterften etwas breiter, auswärts etwas sägezähnig; die Fufsblätter oraniengelb. Rorhhärnige B. 2278. Schwarz; die Fühlhörner, Füfse, Zeichnungen des Bruftrückens und Schildchens, und Hinterleib braunroth: auf dem zweyten und dritten Ringe zween gelbe Punkte, | Apis ruficornis, Nomada ruficornis. Scopoli ann. bift, mat. IV, 46% N. 5: Wohnort: um Gern. Ausmef[ung. Imre‘ « “ ni“ 3 ıfl, Breit. - - - - IL Anm, Die Fühlhörner braunroth, nur oben etwas fcehwärzlicht. Der Kopf fchwarz; der’ Mund braunroth. Der Bruftrücken fchwarz: eine kleine Binde am Grunde, die Schuppe an der Einlenkung des Vorderflügels, eine Warze noch vor demfelben, zween Punkte an jeder Bruff« feite, zween genäherte Punkte am Schildchen, und eine fchmale Linie darunter , braunroth, Die Füfse braunroth. Der Hinterleib braunroch: auf dem erften Ringe am Grunde zween fchwarze Flecke, auf dem zweyten zween gelbe Punkte, auch auf dem dritten, aber kleiner ; der vierte Ring hat eine verwifchte gelbe Binde; die Ränder aller Ringe find dunkler, Die Flügel rauchig, mit einem wa ferhellen Mondchen gegen die Spize der vordern. Cc5 i Fabri=- 408 Mwtille Fabrizi [che B. 2279. Schwarz; der Hinterleib braug« roth? vier Punkte gelb, die Spize dunkler. Apis Fabriciana, Lin, ff. naz. 955. m. 17. Wohnore: um Gern, Aum. Etwas gröfser als die kleinere Abart der fchwarz- afterigen Biene, Der Brußrücken ungefleckt, nur die Schuppe der Vorderflügel und ein Punkt vor derfelben braunroth; das Schildchen ganz fchwarz; auf dem zwey- ten und dritten Ringe des Elinterleibes beyderfeits ein gel- ber Punkt. Mutille Zweybindige M. 2280. Schwarz; der Bruftrücken _ vorne roth ; zwo weiße Binden über. den Hinterleib. | | Mutilla europaes Enum. inf, auf, nm. 839. Z- Sulzer Gefch., Tab. 27. Fig. 24. | Apis aptera. Uddmaen di, n. 98%, Fig. ı7. Wohnort: um Allach, Dreybindige M. 2231. Schwarz; der Bruftrücken durchaus roth ; drey weifse Binden über den Hinterleib, +. | Mutilla Schaefferi, Schäffer icon. 175. Fig, 4-6. MNohmore: wahrfcheinlich um Regensburgs wu Ameife, Ameife Große A, 2282, Schwarz, drey eingegrabene Punkte auf der Stirne ; die Seiten der‘ ‚Bruft, und der Grund des Hinterleibes roth mufchelbraun, Formica herculeana, Enum, inf, aufft, ©. 831. Wohnort: fie irrt einzeln auf dem Lande herum, und fchwärmt im September, N ebwarze A. 2283. Durchaus fchwarz , glänzend ; die Schienbeine bläffer. ; Formica nigra Euum, inf, auf. m. 2 Wohnort; in der Erde, Röshlichte A, 2284. Mufehelbraun ; ; die Augen und ein Punkt auf dem Bauche fchwarz; das Stiele „chen zweyzähnig, Formica rubra, Enum. inf. anf, #. 837 ‚Wohnors ; in der Erde; fie fchwärmt im Auguft, Roffarbne A. 2285. Der zufammengedrückte Bruftrü- cken roftgelb ; Kopf und Hinterleib Ichwärz- licht, Formica rufa., Lim fl. mat. 962. © 3. Wohnort: in den Nadelhölzern ,„ wa fie aus den Tam-. geln Haufen bildet, die ich in unferm Böh« merwalde, und in üelern Waldungen Schwa« bens 410 Ameife. “bens und: Oefterreichs oft “einige. Fufs, oft über Manns hoch gefehen habe, immer mit verhältnifsmäfsiger Grundfläche, Anm. Was Reaumur behaupter c), dafs die Amei- fen für den Winter nicht eintragen, fondern die zufam- mengefchleppten Saamen nur dazu dienen, ihre Haufen zu vergröfsern, ift in unfern gemäfsigten Erdlagen gewifs, Sie erftarren im Winter, wie alle übrigen Infekten, Aber in den heifsern Ländern giebt es die Jahrszeit nicht, die wir Deutfche Winter nennen. Dafür giebt es dort eine Monate lang anhaltende Regenzeit, die nach dem dortigen Sprachgebrauche Winter heifst. Da alle Ameifen den Re- gen und die Näffe fehr fürchten „ aber zur Regenzeit nicht erftarren, fo müffen fie wohl in den dortigen Ländern während der langen Regenzeit von dem Vorrathe leben, den fie fich, freylich in ganz andern Abfichten , gefam- melt haben. Die Ameife alfo, die für den Winter fam- melt, ift keine Fabel. | Allgemeine Anmerkung. Die Infekten diefer Abtheilung haben faft durchgehends fehr fchmale Flügel, die der Luft nicht Oberfläche genug darbieten, um das Thier fchwebend zu erhalten. Sie ha- ben zwar noch vier Flügel, aber die hintern find nicht breiter als die vordern, und häufig find fie kürzer. Man folite denken, es wäre befler für fie geforgt, wenn fie nur zweyfügelig wären, aber breitere Flügel hätten. Die f Sache [5 nee ee sn 22 | e) Infect, I, 1. mem, L. Amecife aır Sache hat unterdeffen doch einige Bedenklichkeiten wider fich. Diefe Flügel müfsten entweder in der Ruhe fleif vom Körper wegftchen, oder doch über ihm herliegen , oder wie ein Fächer in Falten gebröchen feyn, oder fchlaff um den Körper herum liegen. Schwach, folglich fehr zart, durften fie nicht feyn, fondern mufsten eine gewifle Steifheit haben, wenn das Infekt ein guter Flieger-feyn follte,;, den körperlichen Raum des Thieres durften fie fo wenig als möglich vergröffern , zumäl derjenigen, welche, wie die Bienen, Schildwefpen und Mordwefpen ,. enge Löcher häufig durchfchliefen follten ; fteife, aber fächerför- | mig in Falten gelegte, Flügel haben die Unbequemlich- keit, dafs fie der Luft unten immer eine wellenförmige Fläche darbieten, folglich der rückwärts facht ausweichen« den Luft Hinderniffe entgegen ftellen, und das Fliegen erfchweren. Allein es ift für alles geforgt, Die Flügel feyen im« merhin fteif und fchmal, und legen fich in der Ruhe über den Hinterleib in einer fchmalen Fläche übereinander, Um das Infekt zu einem vortrefflichen Flieger zu machen, find dem Unterflügel ungefähr um die Mitte feiner Länge ganz am Rande, aber auf der Oberfeite fteife Häckchen in be- trächtlicher Anzahl gegeben, die eine eigene Beugung nach dem Innenwinkel des Hinterflügels haben. Breitet nun das Infekt feine Flügel aus, fo greifen diefe Häck- chen in eine der innerften Adern des Oberflügels ein, und die Fläche der beyden Flügel, des obern und untern, wird auf diefe Weile ftätig, und zum Fluge gefchickter. Degeer 412 Ameife - Degeer hat diefe Häckchen zuerft bey den Raupen- tödtern d) und Ameifen e) „und Göze an den Hummeln ‚f) gefehen. Ich habe fie bey allen Gattungen und Arten .die- fer Abtheilung gefucht, und deutlich ünd zalılreich ges funden, | #) Veberfez. 1. Th. k. Quark, 2 s) Daf. II. 2. 316. f) Degeer I, Th, a, a. ©, r Ale REDE Bi NER ” TEN RZ ) BL Bi « un