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DIE NATURGESCHICHTE

DES

CAJUS PLINIOS SECUNDUS.

INS DEUTSCHE UBERSETZT UND MIT ANMERKUNGEN VERSEHEN

von

Prof. Dr. G. C. WITTSTEIN

in Minchen.

EBRSTER BAND: (— VI. Buch)

Dedication, Inhaltsverseichniss, Kosmographie und Geographie.

LEIPZIG. Druck und Verlag von Gressner & Schramm.

1881. pd

60170

2 Vorrede.

besitzen und zu wissen, welche es sind. lTch will daher die Rolle eines Anzeigers fibernehmen, und Dir zugleich be- merken, in welcher Ordnung er sie geschrieben hat, denn auch diess erfghrt der Stadierende gern.

Ein Buch Ueber das Spiesswerfen der Reiterei. Dieses verfasste er als Befeblshaber eines Flëgels!) mit ebenso viel Scharfsinn als Sorgfalt.

Zmei Bucher Lebensbesehreibung des Pomponius Seoundus,2) der ihn zirtlieh liebte, und dem er, gleichsam als schuldigen 'Tribut, darin die Erinnerungen an seinen Freund darbrachte.

Zmwanzig Bticher Ueber die Kriege in Deutseh- land, worin er alle von den Rimern mit den Deutschen gefuhrten Kriege beschreibt. Ein Traum veranlasste ihn dazu, als er in Deutsehland diente. Ihm ersehien nimlich die Gestalt des Drusus Nero5), der in Deutschland grosse Siege erfochten hatte und daselbst gestorben war; er empfahl sich seinem Andenken und bat, er mêge ihn der Vergessen- heit entziehen.

Drei Bicher betitelt Der ZUgling, wegen ihrer Starke in sechs Bande vertheilt, in welchen er den Ieder von den ersten Elementen an behandelt und endlich vollendet darstellt.

wihrend der Amtsfihrung fdr die noch @brige Zeit des Jahres ge- wiihlt wurde und weniger Ansehen hatte als der. welcher das Jahr begonnen [Consul ordinarius].)

') ala. $00—B00 Reiter.

%) Lucius Pomponius Secundus, aus Verona gebiirtig. war zweimal, in den Jahren 29 und $6 n. Chr. Congul und im J. 41 Oberfeldherr “ber die Legionen in Deutschland.

*) Drusus Nero Claudius, Sohn des Claudius Tiberias Nero und der Livin Drusilla (welche. ale sie noch mit ihm Kehwanger ging, von ihrem Gatten dem Augustus abgetreten wurde), Bruder des 'Tiberius, Gemahl der jéngercn Antonia, des Antonius und der Octavia Tochter, focht 11—8 v. Chr. erfolgreich gegen die Germanen, starb ru Mainz in Folge eines Sturzes vom Pferde, mit Hinterlassung von $ Kindern, des Drusus Germanicus, der Livilla und des nachmeligen Kaisers Claudius,

6 Vorrede.

lch habe diesen Brief sehr ausgedehnt, obgleieh ich nur, Deinem Wunsche gemiss, schreiben wollte, welche Werke mein Oheim hinterlassen hat. Ich glaube jedoch, daas Dir die tbrigen Naehrichten von ibm nicht weniger ange- nehm sein werden, als die Bicher selbst, weil sie Dich nicht nur zum Lesen derselben sondern auch zu #hnlichen Ausarbeitungen anregen kinnen. Lebe wohl“

C. Plinius Csseilius an seinen Freund 'Tacitas.!) (VI. Buch. 16. Brief)

sDu wlinsehest, dass ich Dir tber den Tod meines Oheims schreibe, damit Du ihn der Nachwelt um Bo ge- treuer berichten kannst. lch danke Dir dafur, weil ich sehe, dass seinem 'Tode, wenn er von Dir verherrlicht wird, ein unsterblicher Ttuhm bevorsteht. Denn, obgleich er bei dem Untergange der schinsten Gegenden, gleichwie Stadte und Valker durch einen denkwtirdigen Umstand als ewiger Sieger gestorben ist; obgleich er sehr viele und eine feste Daner versprechende Werke geschaffen hat, so wird doeh die Unsterblichkeit Deiner Schriften seinem steten Andenken das grisste Gewicht geben. Zwar halte ich dicjenigen fr glickselig, denen die Gtter verliehen haben, entweder &o zu handeln, dass es gehreibenswerth, oder so zu schreiben, dans es lesenswerth ist; jedoeh seheinen mir diejenigen die glfckseligsten zu sein, denen beides zu Theil wurde. Unter die Zuhl der letztereu wird mein Oheim durch seine und Deine Sehriften gehiren; um so freudiger empfange, ja fordere ich Deincn Auftrag.

Er befand sich zu Misenum*) und befebligte die kaiser- liche Flotte. Am 24. August um 1 Uhr Mittags meldete ilm meine Mutter, es zeige sich eine Wolke von umge-

YE. Cornelins Taeitus, ber@hmter romiseher Gesehichtssehreiler, Jurist und Redner, geb. 60 n. Ch

2) Stadt ml Vorgebirge bei Cuwse jn Cumpanien; jetat findet tan neck Trimmer der Stadt.

10 Vorrede.

Mutter zu Misenum. Doch das gehêrt nicht zu meiner Er- zihlung, und da Du nur einen Bericht Uber seinen Tod haben willst, so eile ich zum Schlusse. Nur eins fuge ich noch hinzu, nimlich, dass ich alles, wovon ich selbst Augen- zeuge war und was ich gleich anfangs ale authentisch ver- nommen, treu wiedergegeben habe. Du wirst nun das 'Wesentlichste daraus entnehmen, denn es ist ein Unter- schied zwischen einem Briefe und einer Geschichte; fur einen Freund schreibt man anders als ftr das Publikum. Lebe wok)

Wie schon erwilhnt, besitzen wir von den Schriften des C. Plinius Secundus nur noch die Naturgeschichte, welche aus XXXVII Bitchern besteht. Das 1. enthalt die Dedication an deu Kaiser 'Titus nehst dem Inhaltsverzeichnisse der folgenden. II. Kosmographie. III. bis VI. Geographie. VII. handelt vom Mensehen. VIII bis X1. Naturgesehichto der 'Thiere. XII. bis XIX. Naturgesehichte der Pflanzen. XX. bis XXVIL Arzneimittel von den Pflanzen. XXVIIL bis XXXIE Arzneimittel vom Mensehen, vom Wasser und von den 'Thieren. XXXIIL bis XXXVII Von den Metallen, Steinen und den bildenden Klnsten in Verbindung mit der Geschichte der vorztglichsten Klinstler und Kunstwerke.

Deutsche Bearbeitungen dieses Werkes sind schon mehrere Male unternommen worden. Die ilteste erschien zu Strassburg in Folio, aber nur theilweise, und zwar vom 1. bis V. Buche im Jahre 1509 ond vom VII. bis X1. Buche im Jahre 1542 vou Heinrich Eppendorf. Bald darauf gab Johann Heyden Bruchstticke einer Ucbersetzung des Plinius heraus. Von dieser sagt (irosse in der Vorrede Zum neunten Bande seiner Uebersetzung des Plinius: .lch habe die Hevdemsche Uebersetzung, erschienen 1580 zu

% Weitere Nachrichten &ber jene furchthare, mit Erdbeben be- gleitete Eruption des Vesuva, theilt der jdnwere Plinius in einem apiteren Briefe an Tacitus (VI. Buch. 20. Brief) mit.

aa

14 Vorrede.

mir griastentheils immer, wage ich nicht zu sagen gelungen ist, die Individuen der drei Naturreiche richtig zu deuten. d. h. nach der jetzigen systematischen Bezeichnungs- weise richtig zu nennen, ist eine Frage, deren Beantwortang mir am wenigsten zusteht; fiber manche derselben sind wir Ohnebin noch sebr im Zweifel, und werden es vielleicht far immer bleiben.

Zur leichtern Vergleichung der oft vorkommenden Miinzen. Maasse nnd Gewichte sowohl untereinander als auch mit den unsrigen, habe ich dieselben dem Teste voraasgeschickt. Die dazu nëthigen Data stitzen sich grisstentheils auf die eigenen Angaben des Plinins.

Die am Schlusse des Werks befindlichen Anhinge dirften ebenfalls als eine willkommene Zugabe aufgenommen werden.

MAnechen, 1880.

6. C. Wittstein,

15

Tafel 1. Lingenmaasse.

al EEl E ETE Ee B H di. Dk ES d 1 Er gr 100 gesoo asreees #st500| ET ia | ev] 25; 200 25000] 8388] 125000] || Ses ad at se aooo 18883] 20000 | 8oooo lssoooo Be 1 his 1000 | ssa3*s| BC00 | 20000 80000! 1

416%! 6es| 2800 | 10000! 1875

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1 Parasanga ist 5 Kilometer. 1.o, Parasanga des Herodot 1 geogr. Meile 7, Kilometer. Der rémikche Fuss (Pes) verhielt sich zum griechisch- olympischen wie 24:25. Eratosthenes rechnet den Schoenus zu 40 Stadien (— 7, Kilometer). Vergl. Plin. XIN, 14.

Tafel T.

Flichenmaasse. 14” 400 so] 1600 | a400 | 6400 ; 48000 * 250400 24040000 2208973 1 '100 ' 200 | 400 1600 | 12000 ! 87600 8760000 51498 (1 aal el sel ao | $T6 BT6OO] SEM 1 ] | H 8 60 | 288 28800 2157 ir Mad oa s0 | 14: 14400! 18 or] es 20 | s6 ssoo| sis 1) ms | os MIE 1 id 4% 480 | 46 j 1 100 9% | 1! oes

16

Tafel TIL Maasse fir Getreide und andere trockne Waaren.

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Tafel IV. Maasse fir Fliissigkeiten.

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17

Tafel V. Gevwichte.

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Folgende Unterabtheilungen des rêmischen Pfandes wurden mit einem bestimmten Namen bezeichnet:

Sestans 's As m9 Unzen Septunx “ha As 7 Unzen. Ouadrans— ', $ Bes si —a 8 Triens —l—mé Dodans sk —s 9 Ouincunx— *a— 5 Dean ii ——1M0

es ii m6 Dam Wa Semisis

Victoriatus als Gewicht hatte die Schwere eines halben Denars.

Tafel VI.

Mtinzen.

Das Geld der Alten iet von ibrem Gevichte abhingig. Die Rêmer hatten Gold-, Silber- und Kupfermiinsen; aber das Verhiltniss des Werthes dieser Metalle gegen einander war nicht immer daa nim- liche, wiewohl die Haupteintheilang des Pfandes (in Silber und Gold)

18

in seinen kleineren Theilen faat durchaus unverndert blieb. Unter den rêmischen Kupfermiinzen war die Einheit der Ass (As), deseen Multipla folgende sind: a) Dupondius —— 2 Assibus. b) Sestertius 29's. c) Tripondius seu Treseis —— 8. d) Ouinguessis 5. e) Seris mm 6. N) Septussis 7. g) Vigesin —— 20. Bis h) Centuasis seu Cen- tam pondium 100 Ansibus. Der rêmische Aas war anfinglich 1 Pfund Kupfer, und wirde etwa La Mark betragen haben. Bei den Rémern war aber der Werth des Kupfers anfinglich viel geringer und ver- hielt sich zum Werthe des Silbers nur wie 1 : 960. Doch hob sich der Werth des Kupters in der Folge als man den Aes nach und nach bis auf 1 Unze redueirte. In den alten Zeiten der rémischen Re- publik. wo der Ass 1 Pfund wog, galt der Silberdenar 10 Asa oder 10 DY. Kupfer. der Ouinar 5 Ass. die Sesterze 2'4 Ass. Die Li- belle. eine andere kleine Silbermtinze. galt einen pfindigen Kupfer- mes: die Sembelle oder Selibelle ' Ass: der Terunzius 1 @uad- runs von $ Unzen. Aber nach Verringerung des Asses (zuerst auf ein Sechatel seiner friheren Grisse. wobei der Ass noch 12 Cnzen hatte und wobei man den Triëns '; Ass oder 4 Unzen und den Guadrans ! Ass oder $ Unzen [dieser daher auch Teruneius ge- nannt, unterschied danm) bis auf 1 Unze Kupfer wurde beschlossen. dlass der Denar 16 solche Ass 116 Unzen Kupfer'. der @uinar 8. und die Sesterze deren 4 welten soll-. Jaher die letztere auch den Namen Ouadrans fibrtt. Uebrigens ist zu merken, dass man in allen Sum- men. wo Sesterzen oder Denare vorkommen, jederzeit nach altem Ge- Lbranche die Sesterze zu #Us Asa. oder den De zu 10 Ass zu ver- stehen habe. wenmn nicht die Schriftsteller ausdritcklich da: theil sagen. Der Silberdenar. weleher unter den Kaisern der Seld eines Soldaten war. hatte far diesen allein den Werth ron 1@ Ass, auch nach der Reduction. Die wrosse Sesterze (Sester- tium war keine wirkliche. sondern nur eine Rechbnungsminze. und gult lnoo kleine Sesterzen. Man Lezeichnete die trosse Sesterze durch die Bnuchstaben HS. 2. B. C H—S 10% wrosse 100000 kleine Sesterzen. Wenn die Zahl Gler 100006 steist. so werden die Worte: Centena millia von den Rémern gewihnlich ausgelassen. und es strhen dann lloes die Adverlia nunmeralia mit Nummêm oder Se- stertinm. 2. R. Vuinguagies Nummim s— 50000 kleine SEA grosse

Sester

ens

N Einmal warden soyar agcb halsonzenschwers Asse veprigt.

)

19

Zur beguemen Uebersicht der Minzen dient die folgende Tabelle:

RA ET |-Argenteus EES | s P | F EIER EER Ges ISTE) é “Inlos Inge & Eed GR 1 | soo | 1000 | 2s0@ | sooo] 10000 | 74, 50 100 250 soo] 1000 | 17, 25 | so | as 20] soe | Br 1 2 1 109 2% Ed ( 1 2 s| ao] 20] Om 1 yn B, 10) Ou 1] al al ou 1] TEE” 11 Oe

Das griechische Geld hatte mit dem Gewichte einerlei Einthei- lang. Pr unsern Zweek theilen wir nur Folgendes davon mit:

Attisch: | Tdiavro| Mva | deagun | VBokoe ET Mark

1 60 6000 86000 se0oo0 | 4se0 1 100 600 | 6000 ]

1 & | 60 om

1 10 | om

1] om

1 Drachme 1 Denar am Gewichte. 10 ., m1 Opathus, - 16 ; 1 Acetabulam

Erstes Buck.

C. Plinius Secundus an den Kaiser Titus Vespasianus.

Die Bucher der Naturgeschichte, ein unter den Schriftent) Deiner Rêmer*) noch neues Werk, erst jingst von mir vollendet, habe ich beschlossen, Dir, geliebtester Kaiser (dieser 'Titel, an den wir durch Deinen erhabenen Vater ) sehon lange gewhnt sind, sei auch der Deiner wllrdigste), in einer freimuthigen Zuschrift vorzutragen. Du pfiegtest ja meinen unbedeutenden Arbeiten einigen Werth beizulegen*) dass ich den Catull, meinen Landsmann, (Du kennst auch dieses militirische Wort) anzufdhren wage; denn derselbe bediente sich, wie Du weisst, nicht der

Camoenae, Musen, gelehrte Arbeiten.

*) Ouirites war eine ehrenvolle Benennung der Biirger in der “tadt Rom. Der Ursprung dieses Namens ist folgender: Nachdem unter Romulus zwischeu den Sabinern und Rêmern Friede geschlos- sen. beide Reiche mit einam vereinigt und Rom nls Sitz des ge- meinsehaftlichen Regimenta bestimmt war, wurde man eina, um den Sabinern doch auch einen Vorzug einzuriumenu, das fiir die Folge die simmtlichen Rimer mach der sabinischen Ntadt Cures: Guiriten beissen sollten. Der (rt, wo dieser Vertrag geschlossen wurde, hiesn Comitium. Livius 1. 18. Plutarch im Leben des Romulus.

”) Tit. Flav. Verpasinnus, geb. im Jahre $ naeh Chr. uad gestorb. jm Jahre 79 much Chr. Mein Sohn Titus wurde im Jahre 40 geboren und starb im Jahre B1. ie Stelle wus einem Gedichte Catull's an C, Nepos. (). Valerius Catullus. einer der besten rémischen Dichter, gebor. zu Sirmio im Veronesischen, lebte 86—48 v. Chr. zu Rou.

93 Erstes Buch.

wenn er sich dem Uberdiess noch erbetenen Urtbeile Deines Geistes unterwerfen will? Denn die Lage Derer, welche etwas ëffentlich herausgeben, 'ist verschieden von Denen, welche Dir speciell etwas widmen. In jenem Falle kênnte jch sagen, warum liest Du diess, mein Kaiser? Es ist fdr das niedere Volk, die Bauern, Handwerker, zum Ausfullen mllssiger Stunden geschrieben; wer hat Dick zam Richter bestellt? Als ich dieses Werk schrieb, warest Du nicht mit auf jener Liste. lch hielt Dich fur zu erhaben, als dass ich glauben sollte, Du wllrdest Dich soweit herab- Jassen. Ueberdiess giebt es ja auch eine #ffentliche Zurtick- weisung bei den Gelehrten. Ihrer bediente sich M. 'Tullius2), der doch tber alle Geistesarmuth erhaben ist, und liess sich, was mich wundert, durch einen Sachwalter ver- theidigen. Es ist nicht fur die gelehrtesten Manner be- stimmt; ich will nicht, dass Manius Persius, ich will, dass dunius Congus mich lese“. Wenn diess Lueilius?), der zu- erst eine satyrisehe Schreibart einfuhrte, von sich sagen “u mllssen glaubte, wenn Cicero solches von ihm entlehnte, namentlich als er (ber den Staat sehrieb, um wie viel eher habe ich Ursache, mich vor irgend einem Richter zu ver- Wwahren! Aber dieges Schutzmittels habe ich mich dureh meiue Zuschrift selbst hegeben; denn es ist ein grosser Unterschied, ob Jemand einen Richter dureha Loos erhalt oder ihn wablt; ferner sind die Zurlistungen bei einem ge- ladenen Gaste verschieden von denen bei einem unver- mutheten.

Wenn bei Cato, jenem Feinde von zudringlichen Amts- bewerbungen, der sich tber versagte Anstellungen, gleich- Bam als wiren sië unveriusserbar, freuete, die Bewerber in den `hitzigsten Versammlungen ihr Geld niederlegten, so

*) Marcus 'Tullius Cicero, der belkwnnte rimische “taatemann, Redner und Philosoph. geb. 106 v. Chr. bei Arpintum, 53 auf neinem formjunischen Landgute ermordet.

%) (. Lucilins aus Suessa in Capanicu um 159 v. Chr, rim. Ritter. (irossoheim des grossen Pompejus. der Schopfer der eigentl rêmischen Satyre.

26 Erstes Buch.

ist es zur Uebergabe an einen Erben bestimmt, um selbat den Schein zu vermeiden, als habe mein Leben nach Ebr- geiz gestrebt. lch riume Denen den Platz gern ein, welche ihn zuvor sehon inne hbatten, aber auch den Nachfolgern, von Denen joh weiss, dass sie mit mir ebenso, wie ich mit den vorigen, wetteifern werden.

Den Beweis meiner Denkungsart magst Du daraus er- sehen, dass ich die Namen der Schriftsteller diesen Bichern vorgesetzt habe. Es ist nimlich, wie ich glaube, billig und zeugt von edler Schaam, zu bekennen, wem man Bein 'Wissen verdankt, und es nicht zu machen, wie die meisten der von mir angefuhrten. Denn wisse, dass ich bei Ver- gleichung der Schriftsteller gerade unter den sich fr originell nusgebenden und neuesten solcbe fand, welche die Alten wêrtlich abgesehrieben und nicht genannt haben; nicht mit jenem Edelmuthe des Virgil, um zu wetteifern; nicht mit der Anspruchslosigkeit des Cicero, der in den Btlchern sttber die Republik* dem Plato gefolgt zu sein gesteht, der in der .'Tristung (ber den Tod seiner 'Tochter“ sagt: ich folge dem (Crantar; der in dem Werke ,tber die Pflichten* den Panstius!) zum Muster nahbm; Du kennst ja diese Werke, welehe studirt und nicht bloss tiglich in die Hand genommen werden sollten. Es verrath sicherlich einen schwachen und unglteklichen Geist, lieber auf dem Diebstahle ertappt zu werden, als das Empfangene wieder zu geben, da ja aus den Zinsen wieder ein Capital wird.

Hinsichtlich des Titels eines Buches herracht hei den Griechen eine wunderbare Fruchtbarkeit Einige Wkar- sehreiben Kreiov, was sie Honigscheibe genannt wissen wollen; Andere: Ké@as djtai$eias oder Horn des Ueber- flusses, so dass man aus einem solcben Buche Hithnermilch zu Bchipfen hoffen kinnte. Andere Titel sind: `Zwwid?),

Y) Von Rhodus, stoischer Philosoph aus dem 2. Jahrh. v. Chr. vou desaen Werken wir keins mehr besitzen. *) Veilchenbeet.

r die Grammratsik za en pichts ais orzeirige $ st die Eieptanten Lt wissen. dass wezer seiner ben Namen er- wart* . sugar ein Weib gesehrieben bat. and dass sich saber das Spriekwort darirt: man so'le sick einen Baum Zzam ËErbingen aussueier. let kann miet nickt entbalten,

izmtens vie Lieher passerden Worte des Censors “Are. Famit man daraus entrehme. wie sogar gegen itn ier unter dem Africanus. ja unter Hannibal

a: Vat. der items. terkrster ms

mann. Reiner und Schriststelier. kote 242—I$7 v. Chr. Von seinem

briften besitzen wir nor neck das Bach dber den Landbaa.

1. 2 8.

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AM. 25.

Kurzer Inbegriff der Naturgeschichte des C. Plinius Secundus.

Zweites Buch.

Von der Welt und den Elementen.

Ou die Welt Grenzen hat und ob sie einzig ist. Von ihrer Gestalt. Von ihrer Bewegung. Warum sie Mundus genannt wird.

. Von den Elementen und den Planeten.

Von Gott.

. Von den Gestirnen. Von dem Laufe der Planeten. . Von den Mond- und SOnnenfinsternissen. Von der Nacht.

Von der Grisse der Gestirne.

. Wer alle diexe Entdeckungen am Himmel zuerst gemacht hat. . Wann die Sonnen- und Mondfinsternisse Wwiederkehren. . Von dem Laufe des Mondes.

Der Lauf der Planeten und die Gesetze ihres Lenchtens. Warum sie zuweilen entfernter, zuweilen niiher erscheinen.

. Warum ihre Babnen ungleich sind.

. Allgemeine Bemerkungen Gber die Planeten.

. Woher es komm, dass sie ihre Farben indern. !

. Der Lauf der Sonne, und die Ursache der Ungleichbeit der Tage. . Warum dem Jupiter die Blitze zugescbrieben werden.

. Abstinde der Gestirne von einander.

. Musikulische Ranmesverhaltnisse zwischen den Gestirnen.

Geometrische Raumesverhiltninse der Welt.

. Von den plêtzlich entstehenden Gestirnen oder den Kometen. . Ihre Beschaffenbeit, Lage und Arten.

Hipparch's Ansichten von den Gestirnen. Wunderbare Erscheinungen am Himmel, durch geschichtliche Beispiele beglaubigt: Fackeln, Lampen, Spiesse.

82 Erstes Buck.

68. Welcher Theil der Erde bewohnt ist.

69. Dass die Erde der Mittelpunkt der Welt ist.

70. Von der scbrigen Lage der Erdgtirtel.

71. Von der Ungleichheit der Klimata.

72. Wo die Sonnen- und Mondfinsternisse nicht gesehen werden, und warum.

78. Welche Bewandtniss es mit dem 'Tageslichte auf der Erde hat.

74. Durauf bezugliche Bemerkungen tier die Sonnenuhren.

75. Wo und wann kein Schatten entsteht.

76. Wo zweimal im Jahre Schatten und wo das Gegentheil ist.

71. Wo die Tage nm kingsten und wo sie am ktiraesten sind.

78. Von der ersten Stundenubr.

9. Von der Bestimmung der Tagesduuer.

80. Verschiedenheit der Volker nach ihrem Wohnsitze.

B1. Vom Erdbeben.

82. Von Erdfzllen.

83. Merkmale eines bevorstehenden Erdbehens.

84. Halfsmittel gegen bevorstehende Frdleben.

R5. Wunder auf Erden, die nur einmal geschehen sind.

86. Wunderbare Erscheinungen beim Erdbeben.

. In welchen tiugenden das Meer zurdekgetreten ist.

88. Wie Inseln entstandun sind.

89. Welche und zu welchen Zeiten sie entstanden sind.

90. Welche Linder durch das Meer ubgerissen sind.

Van den Luftlichern der Erde Linder. welche immer zirt welchen Orten es nicht ie Mroge Wunder von Lindern.

n ser Natur der Ebbe und Fluth.

. Wo Elbe und Fluth von der Regel uhweichen.

. Wunder des Meerra.

Welchen Eintluss der Mond auf Landl- um Meer-Geschêpfe hat. Finflus- der “onne auf dieselten.

. Warm das Meer salzig ist.

We das Meer am tiefsten ist.

. Wunder der Guellen und Flisse.

7. Vereind Wun ves Feuers und Wassers.

Von der Maltha.

108. Von der Napbtla.

119. Welche Orte atets brennen.

4 Erstes Buch.

19. Der sechste Bezirk von Italien.

20. Der achte Bezirk von Italien.

21. Der elfte Bezirk von Italien; Italien jenseits des Po. 92. Der zehnte Bezirk von Italien.

28. Istrien und dessen Bewohner.

24. Die Alpen und ihre Bewohner.

26. Liburpien und Nlyrien.

96. Dalmatien.

27. Noricum.

26. Pannonien.

29. Moesien.

50. Die Inseln des ionischen und adrintischen Meeres.

Zusammen: Stadte und Vllker.

Berhmte Flisse. Die Zahlen Berthmte Berge. fehlen in allen Tnseln. Handschriften.

Untergegangene Stadte und Volker. 316 Giegenstiinde, Erz&hlungen und Bemerkungen. Von rémischen Schriftstellern sind benntzt:

Vurranius Gracilig, Corn. Nepos, T. Livius, der Censor Cato, M.. Agrippa, M. Varro, der Keiser Augustas, Varro von Atace, Hyginus, 1. Vetus, Mela Pomponius. Curio der Vater, Caelius, Arruntius, Sebo- rug, Licinius Mucianus, Fabricius 'Tuscus, L. Attejus Capito, Verrius Flaccus, L. Piso. Gellianus, Valerianus.

Von fremden Schriftstellern:

Artemidorux, Alexander Polyhistor, Thucydides. Theophrastus, Tsidorus, Theopompus, Metrodorus von Scepris. Callierates, Xenephon von Lampsacus, Diodorus von Syracus, Calliphanes, Timagenes.

Viertes Bach.

Von der Lage und Grêsse der Lander. Meere, Stidte, Hafen, Berge, Plagse und den Volkern, welche noch da sind oder da waren.

1. Epirus.

2. Acarnanien.

3. Aetolien.

4. Locrin und Phocis. 5. Der Peloponnes. 6. Achuja.

7. Messenien.

36 Erstes Buch.

rapion von Antiochien, Callimachus, Artemidorus, Apollodorus, Aga- thoeles, Eumachus, Times aus Sicilien, Myrsilas, Alerander Poly- histor, Thucydides, Dosiades, Anarimander, Philistides von Mallas, Dionysius, Aristides, Cellidemus, Menwchmuas, Aglaosthenes, Anticlides, Heraclides, Philemon, Xenophon, Pytheas, Isidorus, Philonides, Xena- goras, Astynomus, Staphylus. Aristoeriton, Metrodorus, Cleobulus, Posidonius.

Finftes Buch.

Von der Lage und Grêsue der Linder, Meere, Stadte, Hafen, Berge, Flfisse, und den Vêlkern, welche noch da sind oder da waren.

1. Mauritanien.

2. Numidien.

$. Afrika (im engern Sinne).

4. Die Syrten.

5. Gyrenaica.

6. Das libysche Mareotis.

7. Die Tnseln um Afrika.

8. Das innere Afrika.

9. Asien. Aegypten und Thebais. 10. Der Nil

11. Die Stidte in Aegypten.

19. Arabien, welches am igyptischen Meere liegt. 18. Syrien.

14, Idumiia, Palistina, Samarin.

15. Judia.

16. Deeapolis.

17. Phinieien.

18. Das antiochi

19. Das ibrige Syrien.

20. Der Euphrat.

21. Syrien am Euphrat.

22. Cilicien und die anwohnenden Vêlker. 28. Die Isaurer und die Homonader. 24. Pisidien.

93. Lyeaonien.

26. Pamphylien.

27. Der Berg 'Tagrus.

28. Lyeien.

99. Carien.

80. Lydien.

38 Erstee Bach.

$. Die Cappadocier. 4. Das themiscyrenische Land und seine Vëlker. Die Heniocher. B. Das colische Land, die Achser nad die ibrigen dort wohnenden Valker. 6. Der cimmersche Bosporus. 7. Meeotis und die um ihn wohnenden Vêlker. 8. Cappadoeien. ; 9. Gross- und Klein-Armenien. 10. Die Flaase Cyrus und Araxes. 1, Albanien, Tberien und die anwohnenden Vdlker. 12. Die caucasischen Pisse. 18. Die Inseln im Pontus. 14. Die Vêlker vom scythisehen Ocean an. 15. Das caspische und hyrcanische Meer. 16. Adjabene. 17. Medien und der caspische Paas. 18. Die Vêlker am hyrcanischen Meere. 19. Die scythischen Vêlker und die Linder vom #stlichen Ocean an. 20. Die Serer. 21. Die Indier. 92, Der Gangen, 28. Der Tndus. 9%. Taprobane. 26. Die Gedroser und die angrenzenden Provinzen. Die Arianer. 26. Schiffahrien nach Indien. 97. Carmanien. 28. Der persische und der arabische Meerbusen. 29. Die Linder der Parther. $0. Mesopotamien. $1. Der Tigris. 82. Arabien. 33. Der Busen des rothen Meeres. sa. Troglodytice. 3. Aethiopien. S6. Die Inseln des wthiopischen Meeres. 37. Von den glackseligen Inseln. 88. Vergleichung der Liinder miteinander nach ihrem Flacheninhalte, s9. Vertheilung der Linder in Parullelen und gleiche Schatten. Zusammen: 1195 Stidte. 876 Volker. 116 berihmte Flasse. 18 berBhmte Berge. 108 Inseln. 95 untergegangene Stadte und Volker. 2214 Gegenstinde, Erziblungen und Bemerkungen.

40 Erstes Buch.

22. Sehr feines Gehêr.

28. Beispiele von Ausdaner. -

24, Beispiele von starkem Gedichtnies.

25. Beispiele von Geisteskraft.

26. Beispiele von Milde und Grosgmuth.

27. Von hoher Berlihmtheit in der Leitang susserordentlicher Ange- legenheiten.

28. Von den drei grossten Tugenden und von der grêesten Unschuld einen Menschen.

29. Von der gréssten Tapferkeit.

SO. Beispiele von auagezeichneten Genie's.

s1. Dessgleichen von grosser Weisheit.

$2. Sehr natzliche Lebensregeln.

88. Von der Kraft des Weisssagens.

$4. Wer fér den rechtschaffensten Mann gehalten worden ist.

$5. Welche Frauen die keuschesten gewesen sind.

86. Beispiele hêchster kindlicher Liebe.

87. Ausgezeichnete Minner in den Ktinsten, der Sterndeutekunst, Spracbkunde und Medicin;

sê. Der Geometrie, Architectur;

$9. Der Malerei, Bildhauerei, der Kunst in Elfenbein zu arbeiten und getriebene Arbeit zu verfertigen.

40. Sehr hohe Preise fdr Menschen.

41. Von der hêchsten Glackseligkeit.

49. Seltene Beispiele von dauerndem Gl@cke in Familien.

AS. Merkwirdige Beispiele von Gldckswechsel. Ein zweimal Ver- bannter.

44. Merkwtrdige Beispiele von Ehbrenbezengungen.

AB. Die zehn hêchsten Guter bei einem Manne.

46. Widerwirtige Schicksnle des Kaisers Augustus.

47. Welche Menschen von den Gttern fur die gldcklichsten er- klirt sind.

48. Wen man mchon bei seinen Lebzeiten als einen Gott zu ver- ehren befoblen hat. Ein merkwêrdiger Blitz.

49. Von der litngsten Lebensdauer.

50. Von der verschiedenen Geburtszeit.

Verschiedene Beispiele von Krankheiten.

52. Vom Tode.

53. Welche Menschen gchon zu Grabe getragen und wieder auf- gelebt sind.

54. Beispiele von plotslich erfolgtem Tode.

55. Vom Begrabnias.

56. Von den Geistern der Verstorbenen; von der Seele.

B7. Wae ein Jeder im Leben erfanden hat.

(] Krstes Baoh.

14. Schlangen von ausserordentlicher Grisse.

15. Von den scythischen Thieren. Von den Bisons.

16. Von den nordischen Thieren; vom Elenthiere, dem Bonasts.

17. Von den Lêwen und ihrer Geburt.

18. Ihre verschiedenen Arten.

19. Ihre sonstige Beschaffenheit.

20. Wer suerst zu Rom einen Lêwenkampf veranstaltet hat. Wer die meisten Lêwen daru geliefert hat.

21. Wunderbare Begebenheiten von den Lêwen.

93. Wer von einer Schlange erkannt und gerettet worden iet.

23. Von den Panthern.

24. Senatsbeschlnss und Gesetze in Bezug auf die afrikanischen Pan- ther. Wer die afrikanischen zuerst, und wer die meisten nach Rom gebracht hat.

26. Von den Tiger. Wann der erste in Rom gesehen worden. Be- schreibung derselben.

26. Von den Kameelen und ihren Arten.

21. Von der Giraffe. Wann die erste in Rom gesehen worden.

28. Von dem 'Thiere Chama und dem Cephus.

29. Vom Rhinoceros.

80. Vom Luchs, den Sphingen, Crocotten und Meerkatzen.

$1. Die Landthiere Indiens.

82. Die Landthiere Aethiopiens. Ein Thier, welches durch seinen An- blick todtet.

$$. Von den Baailisken.

$4. Von den Wêlfen. Woher die Sage von Verwandlung in Wêlfe kommt.

$5. Die Arten der Schlangen.

$6. Vom lchneumon.

87. Vom Krokodil.

$8. Vom Scincua.

s9. Vom Flusspferde.

40. Wer zuerst ein Flusspferd und ein Krokodil zu Rom geseigt hat.

41. Arzneimittel, welche von Thieren entdeckt sind.

49. Anzeigen von Gefahren an Thieren beobachtet.

4$. Volker, die von Thieren vertilgt aind.

44. Von den Hylinen.

45. Von den Crocuten und Mantichoren.

46. Von den wilden Eaeln.

47. Vom Castoreum. Von Thieren, welche im Waaser und auf dem Lande leben. Von der Fischotter.

48. Von den Laabfroschen.

49. Vom Seekalbe. Vom Biber. Von den Btellionen.

80. Von den Hirschen.

ri Eretes Buch. G

Von fremden Schriftstellern:

Ktnig Juba, Polybius, Herodotus, Antipater, Aristoteles, der Phy- siker Demetrius, Demoeritas, Theophrastus, Euanthes, Agrippa der die olympischen Siege beschrieben hat, Kênig Hiero, Kênig Attahas Philometor, Ctesias, Duris, Philistas, Arehytas, Phylarchus, Amphilo- chus von Athen, Anazipolia von Thasus, Apollodorns von Lemnoe, Aristophanes von Mile, Antigonus von Cymee, Agathocles von Chioe, Apollonius von Pergamus, Aristander von Athen, Bacchius von Milet, Bion von Solis, Chereas von Afhen, Diodorus von Priene, Dion von Colophon, Epigenes von Rhodus, Euagon von Thasus, Éuphronius von Athen, Hegesias von Maronea, Menander von Priene, Menander von Heraclea, der Dichter Meneerates, Androtion der dber den Acker- bau geschrieben hat, Aeschrion desgleichen, Lysimachns desgleichen, Dionysius der den Mago tibersetzt, Diophanes der aus dem Dionysius einen Auszug gemacht hat, Kënig Archelaus, Nicander.

Neuntes Bach.

Von den Wasserthieren, 1. Warom die grossten Thiere im Meere sind. 2. Die Thiere des indischen Meeres. $. Welche im Weltmeere @berhaupt die grossten sind. 4. Von der Gestalt der 'Tritonen, Nereiden und Seeelephanten. 5. Von den Wallfsehen und Orken. 6. Ob die Fische athmen und ob sie schlafen. 1. Von den Delphinen. 8. Wen sie lieb gebebt haben. 9. Wo sie gemeinschaftlich mit den Menschen Fische fangen. 10. Andere merkwirdige Erzkhlungen von ihnen. 11. Von den Tursionen. 12. Von den Behildkrêten. Die Arten der WaserSehildkroten und wie sie gefangen werden. 18. Wer zuerst Schildkrotenschalen geschnitten hat. 14. Eintheilang der Wasserthiere nach jhren Arten.

sa

15. Welche behaart und welche nicht behaart sind; wie sie gebiren. “!

Von den SeckRlbern und Robben. $ 16. Wie viele Arten von Fischen es giebt. a 17. Welche Fische am grêesten sind. Ë

18. Von den Thunfischen, Cordylen und Pelamiden, welche, wenn sie

in Staeke gesehnitten und eingesalzen sind, Melaadsyn, Age lecti und Cybia heinsen. 19. Von den Amien und Scombern.

48

%. 28.

DB. BB.

Erstes Buch.

Von den Pfauen.

Wer zuerst Pfauen zum Eesen geschlachtet, wer sie zuerat ge- mistet hat.

Von den Hahnervëgeln.

Wie sie verschnitten werden. Von einem sprechenden Hahn.

. Von der Guns. . Wer zuerst Gênselebern zubereitet hat.

Von dem Commagenum. Von den Chenalopeces und Chenerotes, den Auerhihnen und Trappen.

. Von den Kranichen.

. Von den Stêrchen.

. Von den Schwiinen.

. Von den fremden Vêgeln die zu uns kommen; von den Wachteln,

dem Glottis, Cychramus und der Ohreule. Von den Schwalben.

. Von unsern einheimischen Vêgeln, welche fortziehen und wohin;

von den Amseln, Krammetsvogela, Staaren. Von den Vgeln, welche sich wahrend der Mauserzeit verbergen; von der Tur- teltaube und der Holztaube. Vom Fluge der Staare un. Schwalben.

. Welche Vêgel ein ganzes, welche ein halbes und welche ein viertel

Jakr bei uns bleiben. Vom Galgulus, Wiedehopf.

. Von den Memnons-Vêgeln.

. Von den Meleagris-Vêgeln.

. Von den Seleueis-Vogeln.

. Vom Tie.

. Welche Vogel an gewissen Orten nicht sind.

. Von den Arten der Singvogel und denen, welche ihre Farbe und

Stimme verindern.

. Von den Nachtigallen. . Von den Schwarskopfen, den Rotbkehlchen und Rothschwinzen.

Vom Oenanthe, dem Grinlinge, der gemeinen Amsel, dem Tbis.

. Die Heckezeit der Vêgel. . Von den Eisvbgeln und den nach ibnen benannten Tagen, an

welchen das Meer schiffbar ist.

. Von den Ubrigen Wasservêgeln. . Von der Geschicklichkeit der Vêgel im Baue der Nester. Wun-

derlbureErzihlungen von den Schwalben. Von den Uferschwalben.

. Vor Acanthyllis.

Vom Merops und den Rebhihnern. Von den Tauben.

. Ihre wunderbaren Verrichtungen und ihre Preise.

Von dem verschiedenen Fluge und Gange der Vogel. Von den fasslosen oder Huhlen-Schvalben.

50 Erstes Bach. F

90. Welche Fische den schirfsten Geruch besitzen.

91. Verschiedenheit der Thiere hinsichtlich der Nahrungemittel.

92. Welche von Gift leben.

98. Welche von Mrde leben. Welche durch Hunger und Durst nicht sterben.

94. Von der Verschiedenheit des Saufens bei den Thieren.

95. Welche unter sich in Feindschaft leben. Von der Freundschaft und den Abneigungen der Thiere.

96. Beispiele davon bei den Sehlangen.

97. Vom Schlafe der Thiere.

98. Welche Thiere trinumen.

Zusnmmen: 794 Gegenstinde, Erz&hlungen und Bemerkungen. Von rêmischen Bchriftetellern sind benutrt:

Manilius, Corn. Valerianus, die Acten, Umbricius Melior, Maasu- ius Babinus, Antistius Labeo, Trogus, Cremutins, M. Varro, Aemilins Macer, Melissus, Mucianus, Nepos, Fabius Pictor, T. Lucretius, Corn Celsus, Horatius, Deculo, Hyginus, Sasernus, Nigidins, Mamilina Sura.

Von fremden Schriftstellern:

Homerus, Phemonoë, Philemon, Boeus der aber die Zeugung der Vogel. Hylas der @ber die Auguricn geschrieben hat, Aristoteles, Theophrastus, Callimachus, Aeschylus, Kênig Hiero, Kênig Philome- tor, Archytas von Tarent, Amphilochus von Athen, Anaripolis von Thasus, Apollodorus von Lemnos, Aristophanes von Milet, Antigonus von Cyme, Agethocles von Chios, Apollonins von Pergemus, Aristan- der von Afhen, Bacchius von Milet, Bion von Solis, Chereas von Athen,. Diodorus von Priene, Dion von Colophon, Democritus, Diophanes von Niczen, Epigenes von Rhodus, Foagones von Thasus, Euphronius von Afhen, Juba, Androtion welcher (ber den Ackerbau geschrieben hat, Aeschrion desgleichen, Lysimachus desgleichen, Dionysius der den Mago Ubervetzt, Diophanes der einen Auszug aus dem Dionysius ge- macht hat, Nicander, Onesicritus, Phylarchus, Hesiodus.

Elftes Bach.

Von den Insekten. 1. Von ihrer zarten Beschaffenheit. 2. Ob sie athmen und ob sie Blut haben. $. Von ihrem Kêrper. 4. Von den Bienen. 5. Von der Ordnung in ihren Verrichtungen. 6. Von dem Commosig, Pissoceros und Propolis. 7. Von dem Erithace oder Sundarace oder Cerinthos.

Bg Erstes Buch.

46. Von den HOrern; welche bewegliche Hêrner haben.

46. Von dem Kopfe; welche 'Thiere keinen haben.

47. Vom Haupthaare.

48. Von den Knochen des Kopfes.

48. Vom Gehirn.

50. Von den Ohren: welche Thiere keine Ohren oder derartige Oeff- nung haben und doch hêren.

51. Vom Gesichte, der Btirn, den Augenbrauen.

52. Von den Augen. Von den'Thieren, die keine od. nur ein Auge haben.

58. Von der Verschiedenheit der Augen.

54. Vom Sehen. Welche Thiere des Nachts sehen.

56. Von der Pupille. Welche Thicre die Augen nicht schliessen. Welchen Thieren die Augen wieder wachsen, wenn man sie jhnen ausgerissen hat.

56. Von den Augenwimpern; welchen Thieren sie gunz fehlen und welche nur eine haben.

51. Welcbe keine Augenlider haben.

58. Von den Wangen.

58. Von der Nase.

60. Von den Backen, den Lippen. dem Kinn und den Kinnladen.

61. Von den Zthnen und ihren Arten; welehe nicht in beiden Kinn- laden Zihne und welche hohle Zihne huben.

62. Von den #fihnen der Schlangen uud ihrem Gifte, Welcher Vo- gel “hne hat.

63. Wunderbare Erzihlungen von ZRhnen.

64. Dass man an ihnen das Lebensulter erkennt.

65. Von der Zunge und den Thieren welche keine haben. Von der Stimme der Frosche. Vorm Ganmen.

6. Von den Mandeln am Halse, dem Zapfen, dem Deckel, der Luft- rohre, der Speiserthre, der Kehle.

61. Vom Nacken, dem Halse, dem Raekgrate.

6. Vou der Kehle, dem Schlande und Magen.

6. Vom Herzen, dem Blute und der Seele.

70. Welche 'Thiere dae grosste Hera, welche das kleinste, und welche Thiere swei Herzen haben.

71. Wann man angefungen hat, das Herz zu den weisaagenlen Ein- geweiden zu rechnen.

12. Von der Lunge; welche Thiere die grêsste, welche die kleinste, Wwolche nichts als eine Lunge haben und worin die Ursache der Schnelligkeit der Thiere besteht.

78. Von der Leber; Bemerkungen der Wahrsnger iiber den Kopf der Eingeweide; welche 'Thiere in gewissen Lindern mwei Lebern haben.

54 Erstes Buch.

109. Von den Knieen und Kniekehlen.

108. Welche Glieder des menscblichen KBrpers fr heilig gehalten werden.

104. Von den Krampfadern.

105. Vom Gehen; von den Fissen und Schienbeinen.

106. Von den Klaaen.

107. Von den Fissen der Vêgel.

108. Von den Fllssen der Thiere, von 2—100. Von den Zwergen.

108. Von den Geschlechtstheilen; von den Zwittern.

110. Von den Hoden. Drei Arten von Halbminnern.

111. Von den Schwiinzen.

112. Von der Stimme der Thiere.

116. Von den nachgewachsenen Gliedern.

114. Zeichen der Lebensdwuer und des Charakters, mensehlichen Glie- dern entnommen.

115. Von dem Afhem und der Nahrung.

116. Welche Thiere durch den Genuss von Gift nicht sterben.

117. Warum der Mensch seine Speisen nicht k(nstlich zusammen setzen sol. Von den Mitteln gegen onverdauete Speisen.

118. Wie der Kêrper zu- und wie er abnimmt.

119. Was schon in geringer Menge Hunger und Durst still.

Zusunumen: 2270 Gegenstinde, Erzihlungen und Bemerkungen. Von rêmigchen Schriftstellern sind benutat:

M. Varro, Hyginus, Seropha. Snserna, Corn. Celsus, Aemilius Ma- cer, Virgilius, Columella, Julius Aguila der Gber etraskische Einrich- tungen geschrieben hat, Targuitjus desgleichen, Umbricius desgleichen. der Censor Cato, Domitius Calvinus, Trogus, Melissus, Fabitnus, Mu- eianus, Nigidius, Manilins, Oppius.

Von fremden Schrittatellern:

Aristoteles, Demoeritus, Neoptolemus der #ber die Bienenzucht geschrieben hat, Aristomachus desgleichen, Philisbus desgleichen, Nicander, Meneerntes. Dionysius der den Mago ibersetzt hat, Empe- doele, Callimachus, Kênig Attaluy. Apollodorus der giftige Thiere besehrieben hat, Hippoorutes, Herophilus. Erasistratus, Asclepiades, 'Themison, der Stoiker Posidonius, Menander von Priene, Menander von Heraclen, Euphronius von Athen. Theopbrastus, Hesiodus, Kênig Philometor.

Zwêlftes Buch. Von den Biumen. 1. u. 2. Von ihrem Ansehn und Werthe. $. Von den fremden Biumen. Wann und woher die Platane zueret nach Italien gekommen ist.

56 Erstes Bach.

40. Vom Baume Stobrua. 41. Von der Glickseligkeit Arabiens. 42. Vom Zimmt und Holzzimmt. 48. Von der Cassia. 44. Vom Cancamum und 'Taron. 45. Vom Serichatam und Gabalinm. 46. Vom Myrobalanenbaume. 47. Vom Phoenicobalanus. 48. Vom wohlriechenden Calmus und Juncus. 49. Vom Hummonjacum. 50. Vom Sphagnus. 51. Vom Cyprus. 59. Vom Avpalathus oder KErysisceptrom. 68. Vom Maron. B4. Vom Balsambaume, Opobalsamum und Xylobalsamum- 55. Vom Styrax. 56. Vom Galbanum. 57. Vom Panax. 58. Vom Spondylion. 59. Vom Malobatbrum. 60. Vom Omphacium. 61. Vom Bryum, der Oenanthe und dem Massaris. 62. Von der Elathe oder Spathe. 68. Vom Cinnamum und Camacum. Zusammen: 974 Gegenstinde, Erzihlungen und Bemerkungen.

Von rémischen Schriftstellern sind benutzt:

M. Varro, Mucianus, Virgiliug, Fabianue, Seboeus, Pomponiue. Mela, Flavius, Procilius, Trogus, Hyginus, Kaiser Claudius, Corn. Nepos. Sestius Niger der in griechischer Spruche dber die Arznei- kunde geschrieben hat, Cassius Hemins, L. Piso, 'Toditanus, Anting.

Von fremden Schriftstellern:

Theophrastus, Perodotus, Callisthenes, Isigonus, Clitarchus, Anasi- wenek, Durik, Nearchus, Onesicritus, Polyeritus, Olgmpiodorus, Diog- netus, Nicobulus, Anticlides, Chares von Mitylene, Menechmus, Do- rotheus von Afhen, Lycus, Antaeus, Ephippue, Dion, Demoeles, Pto- lomeus Lagi, die Macedonier Marsyas und Zoilus, Demoeritus, Am- philochus, Aristomuchus, Alexander Polybistor, Juba, Apollodorus der Gber die Rauchwerke geschrieben hat, die Aerzte Heraclides, Archimedes, Dionysius, Democlides, Fuphron, Mnesis, Diagoras ond Jollas, Heraclides von Tarent, Xenoerates von Ephesus, Eratosthenes.

58 Erstes Bach.

$5. Von den Biumen in Asien und Griechenland; von der Epipactis. Erice, Granum gnidium oder Thymelea oder Chamelea oder Pyrosachne oder Cnestrum oder Cneorum.

$6. Vom 'Tragion und raganth.

$1. Vom Tragus oder Scorpio; Myrice oder Brya, Oatry.

88. Vorm Evonymus.

$9. Vom Baume Kon.

40. Vom Adrachne.

A1. Von dem Coccygiu, Apbarce.

42. Von der Fernla.

As. Von der Thapsi.

44. Von der Capparis oder dem Cynosbatos oder Opbeostaphylos.

46. Von dem Sari.

46. Vom kiniglichen Dornbaume.

47. Vom Cytisus.

48. Von den Biumen und Striuchern unseres Meeres; vom Phycos oder Praaon oder Zoster.

49. Vom Scemoose.

BO. Von den Gewiichsen im rothen Meere;

51. Im indischen Meere;

62. Im troglodytischen Meere; vom Ixis-Haare, vom Liebesauge. Zusammen: 468 Gegenstiinde, Frz#hlungen und Bemerkungen. Von rémischen Schriftstellern sind benutzt:

M. Varro, Mucisnus, Virgilius, Fabianus, Sebosua, Pomponiug Mela, Fabius. Hyginus, Trogus, Procilius, Kaiser Claudius, Corn. Nepos, Sextius Niger der in griechischer Sprache dber die Arzneikunde geschrieben hat; Cussius Hemina, 1. Piso, Tuditanus, Antins.

Von fremden Schriftstellern:

Theophrastas, Herodotus, Callisthenes, Taigonus; Clitarchus, Anaxi- menes, Durig, Nenrchus, Onesieritus, Polyeritua, Olympiodorus, Diog- metus, Cleobulus, Anticlides, Chares von Mitylene, Meneechnums, Do- rotheus von Afhen, Lycus, Antseus, Ephippus, Dion, Adimantus, Pto- lemaeus Lagi, Marsyas von Macedonien, Zoilus ebendaher. Demoeritus, Amphilochus, Alerander Polyhistor, Aristommchus, Kênig Jubg, Apollo- dorus der (ber die Rauchwerke geschricben hat, die Aerzte Hera- elides, Botrys, Archidemus, Dionysius, Democedes, Euphronius, Mne- sis, Dingoras und Jollas, Heraclides von Tarent, Xenoerates von Fpbesus.

Vierzehntes Buch. Von dem Weinstocke und dem Weine.

1. und 2. Von der Beschaffenheit der Weinatëcke; wie sie tragem. $. Von den Traaben und der Sorge far die Weinstêcke.

60 Erstes Bueh.

von Afhen, Diodorus von Priene, Dion von Colophon, Epigenes von Rhodus, Euagon von Thasus, Euphronius von Afhen, Androtion der @ber den Ackerbau geschrieben hat, Aeschrion desgleichen, Dionysius der den Mago (bersetzt, Diophanes der einen Ansrog aas dem Dionysius gemacht hat, der Arzt Asclepiades, Onesicritos, Kênig Juba.

Finfzehntes Bach.

Von den obsttragenden BAumen. 1. Von dem Oelbaume; wie lange jhn die Griechen kennen, waan er nach Italien, Spenien und Afrika gekommen iet. 2. Von der Beschaffenheit der Oliven und ihrem Wachsthume, $. Vom Oele, Arten und Kennzeichen derselben. 4. 15 Sorten Oliven. 5. Von der Natur des Oeles. 6. Von der Cultur der Oelbiume; von der Aufbewabrung der Oliven; wie das Oel daraus bereitet wird. 7. 48 Sorten gektinstelte Oele. Vom Cici oder Croton oder Seseli oder Sesamum. 8. Von der Amurca. 9. Arten der Baumfrichte und ihre Beschaffenheit. Vier Arten von Piniennilssen. 10. Vier Arten Ouitten; vier Arten Sperlingsipfel. 11. Sieben Arten Pfrsiche. 19. 12 Arten Pflaumen. 18. Von der Perse. 14. $0 Arten Aepfel. Wann und woher die fremden Aepfel zuerst nach Italien gekommen sind. 15. Welche in neuester Zeit erst dabin gekommen sind. 16. 41 Arten Birnen. 17. Von dem Unterschiede der gepropften, und von der Abwendung des Blitzes. 18. Von der Aufbewahrung der Aepfel und Weintrauben. 19. 29 Arten Feigen. %. Geschichtliche Bemerkungen von den Feigen. 21. Von der Caprification. 22. $ Sorten Mispeln. 28. 4 Arten Speierlinge (Arlesbeerem). %. 11 Arten Nusse. 26. 18 Arten Kastanien. %6. Vom Johannisbrote. 27. Von dem fleischigen Obste; von den Maulbeeren. 36. Von dem Unnedo.

632 Erstes Bach.

8. Welche Personen mit einem Laubkranse beschenkt sind. 6. 18 Arten Eicheln. 17. Von der Buche. 8. Von den @brigen Eicheln; von den Kohlen. 9. Von den Gallapfeln. 10. Was diese BlAume ausser den Eicheln noch tragen. 11. Von der Cachrys. 19. Vom Coccus. 18. Vom Agaricus. 14. Von welchen Biumen die Rinden gebraucht werden. 15. Von den Schindeln. 16. Von der Fichte. 17. Vom Pinaster. 18. Von der rothen und weissen Tanne. 19. Vom Larchenbaume und der Teda-Fichte. 90. Vom Taxus. 21. Wie der Theer und das Cedrium gemacht werden. 22. Wie der Theer eingedeckt wird. 98. Von dem Harze Zopissa. 24. Von welchen das Holz besonders geschatzt wird. ?6. 2 Arten der Linde. 26. 10 Arten des Ahorns. 9%. Vom Bruseum, Molluseum, Stepbylodendron. 28. $ Arten des Buxus. 99. 4 Arten der Ulme. SO. Von der Beschaffenheit der Biume nach ihrem Stande; welche wuf Bergen und welche in Ebenen wachsen. S1. Welche gern trocken, welche im Wasser stehen und welche das Mittel davon halten. $2. Eintheilang der Arten. $8. Welche BAume das Laub nicht verlieren. Vom Rhododendron. 'Welche nicht alle Blatter verlieren, und von welchen Arten kein Baum daa Laub verliert. 4. Von der Verschiedenheit des Abfallens der Blitter. $b. Von ihrer verschiedenen Farbe; welche Blitter ihre Gestalt ver- Andern. $ Arten Pappeln. 6. Welche Blatter sich alljtbrig wmdrehen. 87. Von der auf die Palmenblitter zu verwendenden Sorgfalt und ihrem Gebrauche. $8. Wichtige Bemerkungen von den Blittern. 89. Von der Ordnung der Natur in den Ausaaten. 40. Welche Biume niemals blihen. Vorm Wachholder. 41. Von der Empfingnisa der Biume; von dem Ausscblagen; der . Fruchtreife. s]

64 Erstes Buch.

79. Geschichtliche Bemerkungen #ber die Dauer der Hilzer.

80. Von den Holzwtrmern.

81. Von dem Bauholze.

82. Von dem Holze fdr Kinstler.

8$. Vom Leimen des Holzes.

84. Von den Brettern.

85. Von dem Alter der BAume. Biume, die von dem #ltern Africanus gepfianzt sind. Fin funfhundertihriger Baum in Rom.

86. Baume von der Zeit der Grindung Ronrs her.

R7. Biume um Rom. die alter als die Stadt sind.

88. Baume, die von Agamemnon gepfinnzt sind; Biume vom ersten Jahre des trojanischen Krieges; von dem Crsprunge des Namens Tum; BRume bei Troja. die alter als der trojanische Krieg sind.

89. Baume zu Argos. die von Hercules gepfianzt sind; von Apollo gepflanzte Baume; ein Banm alter als Afhen.

90. Welche Biume bald absterben.

$1. Biume d. durch besondere Begebenheiten in Ehren gehalten werden.

92. Welche Biume keinen eigenen Wohnsitz haben; welche auf m dern Baumen leben und in der Erde nicht fortkonmen; 9 ir ten davon. Vorm Cadrtas, Polypodium. Phaunus und Hippe phestam.

98. Drei Arten les Viscum; Stelis. Hyphear. Vou der Beschaffenheif des Viscum und #hnlicher Gewachse.

94. Von der Bereitung des Vogelleis.

93. Geschichtliche Bemerkungen vom Viscunt.

Zusammen: 1185 Gegenstinde, Erz#hlungen und Bemerkangen.

Von rimischen Schriftstellern sind benutztz

M. Varro. Fetialis, Nigidins, C. Nepos, Hyginus, Massurius, Cata, Mucjanus, L. Piso, 'Trogus. Calpurnius Bassus, Cremutius, Seztias NE. ger. Corn. Boechus, Vitruvius, (reeinus.

Von fremden Schriftstellern:

Alexander Polrhistor, Hesiodus, Theophrastas, Demoeritaa, He

merus, der Mathematiker Timus.

Siebenzehntes Buch. Von den angepflanzten Biumen.

1. Austerordentliche Preise fr Biume. 2. Von der Einwirkung der Luft auf die Badume. Nach welke” Himmelsgegend die Weinberge liegen mdssen. $. Welches Erdreich das beste ist. 4. Von den Erden. welche man in Griechenland und Galliem 8 Arten davon.

66 Erstes Buch.

45. Von den Nachtheilen des Beschneidens. Ti 46. Von der Dingung. 47. Verschiedene Heilmittel fdr die B#ume. Zusammen: 1$80 Gegenstinde Erz#hlungen und Bemerkungen. Von rémischen Schriftstellern sind benutst:

C. Nepos, der Cenesor Cato, M. Varro, Celsus, Virgilius, Hyginua, Saserna Vater und Sohn, Scropha, COalpurnius, Bassus, 'Trogus, Aemi- lius Macer, Grecinus, Colamella, Atticus Julius, Fabianus, Sura Ma- miliug, Dossennus Mundus, O. Epidius, L. Piao.

Von fremden Sebriftstellern:

Hesiodue, 'Theophrastus, Aristoteles, Democritas, Theopompus, Kinig Hiero, Kênig Attalus Philometor, Konig Archelaus, Archytaa, Xenophon, Amphilochus von Athen, Anaxipolis von 'Thasus, Apollo- dorus von Lemnos, Aristophanes von Milet, Antigonus von Cymse, Agathocles von Chios, Apollonius von Pergamus, Bacchius von Milet, Bion von Solis, Chiereas von Athen, Christus von Athen, Diodoras von Priene, Dion von Colophon, Epigenes von Rhodus, Euagon von Thasus, Euphronins von Athen, Androtion der (ber den Ackerbaa geschrieben hat, Aeschryon desgleichen, Lysimachus desgleichen, Dionysins der den Mago @bersetzt, Diophanes der einen Auszug aus dem Dionysius gemacht hat, Aristander der tiber Wunderzeichen ge- schrieben hat.

Achtzehntes Buch. Von den Feldfrachten.

1. Vom fleissigen Betriebe des Ackerbaues bei den Alten.

2. Von dem ersten Aehrenkranze in Rom.

$. Von dem Jugerom.

4. Wie oft und zu welchen Zeiten die Getreidepreise am niedrigsten gewesen sind.

5. Welche Minner am besten (ber den Ackerban geschrieben haben.

6. Was beim Baue eines Ackers zu beobachten ist.

1. Von der Lage der Landgtter.

8. Vorschriften der Alten (ber die Bebauung des Ackers.

9. Arten der Feldfrichte.

10. Ihre Beschaffenheit nach den einzelnen Arten; vom Getreide.

11. Vom Far.

19. Vom Weizen.

18. Von der Gerste und dem Reise.

14. Von der Polenta.

18. Von der Ptisana.

16. Vom Tragum.

68

60. 61. 62.

Ersteg Buch.

Von der rechten Zeit zum Bien der Winterfrichte.

'Wann die Hulsenfriichte und der Mohn zu sien sind.

Von den Feldarbeiten, und was in jedem Monate anf dem Acker geschehen sol.

. Was im Winter geschehen soll.

Was vom kirzesten 'Tage an bis sum ersten Frihlingewinde, Wan von da an Dis zur Frihlinge-Teg- nnd Nachtgleiche,

. Was von da an, und . Was vom Aufgange des Siebengestirns an geschehen sol. Vom Heu.

Von der Zeit der Sommer-Sonnenwinde.

. Ursachen der Unfrachtbarkeit. . Hilfsmittel dagegen. . Was von der Sommer-Sonnenwende an geschehen sol.

Vou der Erndte Von der Anfbewahrung des Getreides.

. Von der Weinlese und den Arbeiten im Herbste. s . Von der Berdcksichtigung und dem Einfiusse des Mondes und . den Windes.

. Von der Begrenzung der Pelder.

. Voranzeigen der Witterung: von der Soune.

. dem Monde,

den Sternen,

. dem Donner, . den Wolken, . dem Nebel,

irdischen Feuern,

. dem Wasser,

den Stirmen, den Wassertbieren, Vêgeln,

. vierfiesigen Thieren, . Kriutern und . Speiven,

Zusnmmen: 2060 Gegenstiinde, Ersiiblungen und Bemerkungen.

Von rêmischen Schriftstellern sind benutat: Massurius Sabinus, Cnssius Hemina, Verrius Flaccus, L. Piso,

Corn. Celsus, Turriunus Gracilis, D. Silanus, M. Varro, der Censor

Cato,

cropha, Saserna Vuter und Sohn, Domitius Calvinus, Hyginas,

Virgiliug, Trogus, Ovidius, Grwcinus, Columella, Tubero, L. Taruting der in griechischer Spruche Wber die Gestimne geschrieben hat, der Dietator Ciesur dergleichen, Sergius Paulus, Sabinus Fabismus, M. Cicero, Calpurnius Bassus, Attejus Cupito, Mamilius Bura, Aecigs welcher praktisehe Bemerkungen verfasst, hat.

Von fremden Schriftstellern: Hesiodns, Theophrastus, Aristoteles, Demoeritus, Konig Hiero,

70

MA. 26. %6. 1. 28. 29. $0. 1.

59. 61.

62.

Ersies Buch.

Von dem Krbids.

Von den weissen Raben und Steckraben.

Vom Rettig.

Vom Pastinak.

Vom Siser.

Von der Tnula.

Von den Zwiebeln, der Meerswiebel, dem Aram.

Von den Wurzeln, Bluthen und Blattern aller Gartengewachse. Welche die Blatter verlieren.

. Von den Arten der Zipollon. . Vom Porram.

. Vom Knoblauch.

. Am wievielsten Tage ein Jedes hervorkommt.

Von den Samen.

. Welche Gewichse nur eine Art und welche mehrere haben. . Beschaffenheit und Geschichtliches von 28 Arten Gew&chsen,

welche im (arten gebauet werden. Von den Latticharten.

. Arten des Intubus. . 4 Arten der Beta.

Arten des Kohls.

. Vom Spargel; von der Corruda. . Von den Disteln, . Von den Wbrigen Gartengewêchsen. Ocymum, Eruea, Nasturtium,

Von der Raute.

. Vom Hppich.

. Von der Minze.

. Vom Olusatrom.

. Vom Feldkimmel.

. Vors Ligusticum.

. Vom Lepidium,

. Von Gith.

. Vom Mobn.

. Von den Wbrigen, die in der Herbat-Tag- und Nachtgleiche ge-

niet werden.

. Vom Serpyllum und Sigymbrium.

. 4 ruthenartige Gewchee. Vom Hanfe.

. Von den Krankheiten der Gartengewichse.

. Hilfsmittel dagegen. Wie man die Ameisen vertilgt. Mittel

gegen die Koblrwupen und Micken. Welchen das Salzwasser ndtat.

. Von der Bewiisserung der Gitrten.

Von den SAften und dem verschiedenen Geschmacke der Garten- gewichse.

Von der Piperitis, Libanotis und dem Smyrnium.

Zuwammen: 1144 Gegenstinde, Erzihlungen und Bemerkungen.

74 Erstes Buch.

Von Aersten:

Hippoerates, Cbrysippus, Diocles, Ophelion, Heraelides, Hicesins, Dionysius, Apollodorus von Tarent, Apollodorus von Citium, Praza- gras, Plistonicus, Medius, Diegches, Cleophantas, Philistion, Aacle- piades, Cratevas, Petronius, Diodotus, Jollaa, Eraaistratus, Disgoras, Andreas, Mnesides, Epicharmus, Damion, Dalion, Sosimenes, Tlepo- Jemus, Metrodorus, Solon, Lycus, die Olympias von 'Theben, Pilinus, Petrichus, Micton, Glancias, Xenocrates.

Einundzwanzigstes Buch.

Von den Blumen und Krinzen.

1 und 2. Von den Krinzchen und Blumenguirlanden.

$. Wer zuerst verschiedene Blamen zu Krinzen geflochten hat, wann und warum sie zuerst Corollen genannt sind.

4. Wer zuerst einen Kranz mit goldenen und silbernen Blfttern ge- geben hat; duss sie aus diesem Anlass Kranzgeschenke genannt wurden. Von den Blindern an den Krimzen; wer diese zuerst von getriecbener Arbeit hat machen lassen.

5. Wie gross die Ehre, einen Kranz zu tragen, bei den Alten war.

. Strenge der Alten hinsichtlich des 'ragens der Krinze.

Wen das rémische Volk mit Blumen bekriinzt hat.

. Von den Friedenskronen; von den zusummengebundenen, den

aus Narden und mit Seide gefertigten Kranzen. 9. Welche Personen tiber Blumen geschrieben haben. Fine Hand- Jung der Konigin Cleopatra mit Krinzen.

10. 12 Arten der Rose. $2 Arzneien daraus.

11. $ Arten der Lilie. 21 Arzneien daraus.

12. $ Arten der Narcisse. 16 Arzneien daraus.

15. Wie der Same gefirbt wir, dass duraus gefirbte Blumen ent- stehen.

14. Wie alles wêchst, geset und behandelt wird, nach den einzelnen Arten. Drei Farben der Viole, 17 Arzneien daraua. Flnf Ar- ten der gelben Viole, 10 Arrmeien daraus.

15. Von der (altha und dem këniglichen Zweige.

16. Von der Baccharis, 17 Arzneien. Von dem Combretum, 1. Von dem Asaram.

17. Vom Safran, 920 Arzneien. Wo die besten Bldthen vorkommen. Von den Blamen zur Zeit des trojanischen Kriegs.

18. Von den Gertichen.

19. Von der Iris, 41.

2. Von der Saliunca, 2.

pyar

76 Erstes Buch.

51. Von der Colocasia, 2 Arzneien.

52. Vom Cichorium, Anthalium. Oetum, Arachidna. Aracos, Condrilla, Hypochseris. Caucalis. Anthriscus, Scandix oder Tragopogon, Parthenium. Strychnum, Corchorus, Aphace, Acinos. Epipetron- Was niemals und was immer blihet.

5. 4 Arten des Cnicus.

BA. Stachelige Kriuter. Eryngium, Glyeyrrbiza. Tribulne, Ononis, Phleos oder Stoebe, Hippopbaëe.

55. 4 Arten der Urtica. Lamium, Scorpionkraut.

26. Curduur, Acorna oder Phonos, Leucacanthos. Chalceus. Cnicus, Polyacanthus. Onopyxus, Helzine. $colymus. Chameleon, Tetralix, Mastiche acanthice.

51. Cactus. Pternisx, Pappus, Ascalia.

58. Tribulus. Ononis.

59. Arten der Kranter nuch den “tingeln. Coronopus. Anchusa, Anthemis, Phyllanthes, Crepis, Lotus.

60. Vnterscheidung der Kriuter nach den Blattern. `Welche theil- weise lltihen; welche lie Blatter nicht verlieren; vom Helio- tropium, Adiantoms, Poliom.

61. Arten der Achren tragenden Krauter. Cynops, Alopecurus, Ste- Tephurus, oder Ortyx oder Plantago. Tryallis,

62. Perdicjum, Ornithogale.

68. Welche er-t nach einem Jahre zum Vorschein kommen. Welche von der Spitze, und welché von unten an blihen.

64. Das Kraut Lappa. an welcher die Blume eingeschlosen wachat. Die Opuntia, aus deren Blatte eine Wurzel wird.

65. Jasione, Chondrylla, Picris. welche das ganze Jahr hindurch blahet. 66. An welchen die Blume vor dem Stingel, und an welchen der Stengel vor der Blaume erscheint; welche dreimal bldhen.

67. Von den Cypirus-Arten, 8 Arzneien. Vom Thesium.

68. Vom Arphodelus oder Konigsvpiess; Anthericus oder Albucus.

69. Von 6 Arten der Binse, 4 Arzneien.

70. Vom Cyperus. 14. Cyperis. Cypira.

71. Vom Holoschenus.

72. Von der wohlriechenden Binse oder Teuchites, 10.

78. Arzneien von den oen genannten Blumen; von der Rose, 22.

7A. Von der Lilie. 16.

75. Von der Narcisae, 28.

76. Von den Violen. 28.

71. Von der Baccharin, 17. Vom Combretum.

78. Vom Avarum, 8.

79. Vom gullischen Nardus, 8.

80. Vom Phu, 4.

81. Vom Bufran, 20.

78 Erstes Bueh.

lodorus von Citinm, Apollodorus von Tarent, Praxagoras, Plistonicus, Medius, Dienches, Cleophantaa, Philistion, Asclepindes, Cratevas, Pe- tronius, Diodotus, Jollas, Erasistratns. Diagoras, Andreas, Mnesis, Da- mion, Dalion. Sosimenes, Tlepolemus, Metrodorus, Solon, Lycus, die Olympias von Theben, Philinus, Petrichus, Micton, Glancias, Xenocrates.

Zwelundzwanzigstes Buch. Von dem Ansehn und Werthe der Kr&uter und Feldfrachte.

1 u. 2. Volker. welche sich der Kriuter ihrer Gestalt wegen bedienen. $. Vom Firben der Kleider mit Kriutern; vom Sagmen, der Verbena. und Clarigatio. 4. Von dem Kranze aus Gras und seiner Seltenheit. 5. Welche Personen allein damit beschenkt sind. 6. Wer allein als Centurio damit bekrinzt ist. 7. Arzeien von den Abrigen Kransblumen. 8. Vom Erynge oder Eryngium. $. Vom Hundertkopf, $0. 10. Vom Acanam, 1. 11. Von der Glycyrrhiza oder Adipeus, 15. 12. Von 2 Arten des Tribulus, 18. 18. Von der Steebe oder Pheos. 14. Von 2 Arten der Hippophye, 2. 16. Von der Urtica, 61. 16. Vom Lamium, 7. 17. Von 2 Arten des Scorpionkrauts. 1. 18. Von der Leucacantha oder Phyllon oder Ischias oder Polygonatos, 4 19. Von der Helxine. 12. 30. Vom Perdicjium oder Parthenium oder Urceolarie oder Astericam, 11. 21. Von 2 Arten des Chameleon oder Ixin oder Ulophonon oder Cy- mozolon. 12. 22. Vom Coronopus. 2$. Von der Anchusa, 14. 24. Von der Pseudoanchusa oder Echis oder Doris, $. 25. Vom Onochiles oder Arcebion oder Onochelis oder Rheria oder Enchusn, $0. 26. Von $ Arten der Anthemis oder Lencanthemis oder Chamemelum oder Melanthinm, 11. 21. Vom Kraute Lotus, 4. 28. Von der Lotometra, 2. 29. Von 2 Arten des Heliotropium oder Helioscopium oder Verroeasis. 12. Vom Tricoccum oder Scorpiuram, 14. vk SO. Von 2 Arten des Callitrichum oder Adiantam oder Ti oder Polytrichum oder Saxifraga, %8.

ie

30 Erstes Bneh.

73. Von der Kichererbse, %. 78. Von der Erre. 2. Von der Welfsbohne, 8. Vom lie oder Erysimpm. welches die Gullier Vela nengen, 15. 6. Vom Herminum, 6. Vom Leligm. 5. . Vom Hirsetod. 1. . Vom Bromus. 1. Von der Orobanche eder Crnomoriam. 1. st. Von den Thierehen auf den Halseufriehten. umd den Mitteln dgegen. s2. Von dem Getrinke Zythus und van lens Biera. Zusammwen: %06 Armeien, Erziklangen und Bemerkungen. Von Sclriftstellern sind benatets

Dieseiben wie

Fratos

is vorieen Bucbe und ausserdem noch: Chrysermus, es Gad Alveas.

Dreiundzwanzigstes Buch.

: von den

BEE

89 Erstes Buch.

51. Von den Granatipfeln, 26.

58. 14 Mundarzneien.

58. Vom Cytinus, 8.

60. Von der Granatblathe, 12.

61. Vom wilden Granatbaum.

62. Von den Birnen, 18.

69. Von den Feigen, 111.

64. Von den wilden Feigen, 42.

65. Vom Kraute Erineus, 8.

66. Von den Pfinumen, 4.

61. Von den Pfirsichen, ?.

68. Von der wilden Pfiaume, 2.

69. Von der Baumfiechte oder dem Limus, 2. 70. Von den Maulbeeren, 89.

71. 4 Mundarsneien.

72. Von den Kirschen, .

78. Von den Mispeln. 2; den Arlesbeeren, 2. 74. Von den Pinienntissen, 18.

75. Von den bittern Mandeln, 29.

76. Von den stissen Mandeln, 1.

71. Von den welschen Ndssen, 24.

78. Von den Hagelniissen, $: von den Pistacien, B; Kastanien 5. 79. Vom Johannisbrote, 5; von der Komnelkirsche, 1; vom Unedo. 80. Von den Lorbeeren, 6.

81. Von der Myrte, 60.

82. Von dem Myrtidanum, 18.

8. Von der willen Myrte, 6.

Zusammen: 1418 Arzneien, Frzi

lungen und Bemerknngen.

Von romisehen Sehriftsteller sind benutzt: C. Valgius, Pompejus Lenseus, Sextiuk Niger der in griechischer: Spraehe gesehrieben Dat, Julius Bassus desgleichen, Antonius Caator, M. Varro, Corn. Celxus, Fabianus, Von fremden Schriftstellera: 'Theopbrastus, Demoeritus, Orpbeus, Pythagoras. Magon, Menan- der weleher nitsliche Bemerkongen fir dus Leben geschrieben hat, Nieumder, Hamer, Hesiedu, Musweus, Sophocles. Anaxilaus,

Von Acrsten: Mnesitheus. Callimnchas. Phanins, 'Timaristas, Simus, Hippoera- tes, Cbrysippus. Digcles, Ophelion. Heraelides, Hicesius, Dionysing, Apolodorus von Citium. Apollodoras von Tarent, Plistonicas, Medins,. Dieuches, Cleophanta, Plilistion, Aselepindes, Cratevas, Pekronit Diodotus, Jollas, Erasistratur, Dingoras, Andreas, Mnesis, Epichs

N Erstes Bach.

87. Von der Weide, 14; von der amerinischen Weide. 1.

s8. Vom Keuschbaume, $8. *

89. Von der Erica, 1.

40. Von der Genista, 5.

A1. Von der Myrica oder Tamariske, 3.

42. Von der Brya, %.

48. Von der Blutruthe, 1.

44. Vom Siler, 8.

45. Vom Ligustrum, 8.

46. Von der Erle, 1.

41. Vom Epheu, 59.

48. Vom Cissus, 5.

49. Vom rothen Cissus, 2;-vom Zwergeisgus, 2; der Smilax, $; der Clematis, 18.

50. Vom Schilfe. 1.

BL. Von der Papierstaude, 2.

52. Vom Ebenbaume. 8.

s8. Vom Rhododendron, 1.

54. Vom Rhus, 8 Arzneien und 1 Mundarznei.

55. Vom rothen Rhus %.

56. Von der Firberrëthe, 11.

57. Von dem Alyssum, 2.

8. Von dem Struthion oder der Radicula. 18: vom Apoermum, 2.

59. Vom Rosmarin, 18.

60. Von der Cuchrys.

61. Von der Sabina, 7.

62. Von der Selayo. 2.

63. Vom Samolus. 2.

64. Vom Gummi, 11.

65. Vou #gyptischen oder arabisehen Dorngewichs, 4.

66. Von dem weissen DorngewAchs, 2; vom Acanthium, 1.

67. Von der Acacie. 18.

68. Vom Aspalathus, 1.

68. Erysiseeptrum oder Adipsatheum oder Diachetum, 8.

70. Vom Hingedorn, 8: vor Pyracantha. 1.

71. Vom Paliurus, 10.

72. Vom Aguifolium, ; vom Taxus. 1.

78. Von den Rubusurten, 51.

74. Vom Cynosbatus, 3.

75. Vom Rubua idwus.

76. Von 2 Arten des Rhamnus, 5.

71. Vom Lycium, 18.

78. Von der Sarcocolla, 2.

18. Von der Oporice, 2.

86 Erstes Buch.

115. Vom Exedum oder der Nodia, 2. 116. Von dem Philanthropus. 1 117. Vom Tordylum oder Syreum, 3. 118. Von dem Grase, 17. 119. Vom Dactylus, 5. 190. Vom Fcenum grecum oder Silicia. $1. Zusammen: 1176 Arzneien, Erziihlungen und Bemerkungen. Von rémischen Schriftstellern sind benutzt:

C. Valgius. Pompejus Lenwus, Sextius Niger welcher in grieehi- scher Sprache geschrieben hat, Julius Bussus desgleichen, Antonius Castor, Cornelius Celsus.

Von fremden Schriftstellern:

Theophrastus, Apollodorus, Democritus, Orpheus, Pythagoras. Magon, Menander der nitsliche Bemerkungen fr dus Leben geschrie- ben hat, Nicander, Homer, Heriodus, Museus, Sophocles, Anaxilaus.

Von Aerzte

Mnesitheus, Callimachus, Phanias, 'Timaristus, Simus, Hippoerates, Chrysippus, Dioeles, Ophelion, Heraclides. Hicesius, Dionysius. Appol- lodorus von Citium. Apollodorus von 'Tarent. Praxagoras, Plistonicus. Medius, Dieuches, Cleophantus, Philistion, Asclepiades, Cratevas, Pe- tronias Diodotus, -Tollas, Erasistratus, Diagorus, Andreas, Mnesis, Epi- charmus. Damien, Sosimenes. 'TIrpolemus, Metrodorus. Solon, Lycus, die Olvmpias von 'Theben, Philinus. Petrichus, Micton, (ilaueias noeraten.

Fanfundzwanzigstes Buch.

Tenheit, dem Ansehn und Werthe der wild- wachsenden Kriuter. 1. Von dem Ursprunge ihres Gebrauchs. 2. Welche Persvnen Gher ihren Gelruuch in lafeinischer Sprache gesehriehen haben. 3. Wann die Kenntniss davon zu den Rimern gelangt ist. 4 Von den geieehisehen Sehritstellern. welehe Kriuter ubgebildet

Von der Besch

tiriechen z

t Giber Kriuter geschricben haben.

6. Krituter, welch ! wunderbare Weise cntdeckt sind; warum ihre Heilkrifte wenig benutat werdvn. Von der Hundsrose, * Arz- neien; vom Dracunculus-Stingel, 1: von d. Kraute Britannica, 8.

7. Welche dis edlen Kriuter entderkt haben.

8. Von dem Moly, 8.

9. Vom Dodecatheon, 1. s

0. Von der Pseonia oder Pentorobus oder Glycysis, 1.

]

4. Van der Cametge. &.

4%. Von der Ioeria. 7.

sy. Kraurer. welke von TEieren anfgefumden sind: von derChelsdouin£.

31. Von der Canaria. 1-

st. Von Eipkoioesmm sder SewE.

58. Ver. Dietamsas. 8: vorm falschen Dictamnos oder Chomdris. Am weteben Oren die kriftuswten Eriuter wachsen. Daar mam

Arcadien der Kriuter weagem. welche die Taiere fresoeu. derem rd

UV Asitobsekia oder Clematiris oder Cretica oder Plistoloehia. “der viniwzte gen Loekia vder Erdaptel. “2. 35. v & ar T.W sê. V: T Vi Iy y

AaAAAAAAAAA

1. der Neuras oder Poreri

der Anarrbiram

81. Van der Foplea. 1. gt. Von 3 Artea des Pericarpa 88. Mittel gegen Kopfkrankberten:

era in ken Nrmj N f Vam Krante Poistarix. ee, F BA. Von der Lingulaca. 1.

By. Von der Cacalia oder Leontice &

90 Erstes Buch.

tes, Chrysippus, Diocles, Ophelion, Heraclides, Hieasius, Apollodorus von Citium, Apollodorus von Tarent, Prazagoras, Plisto- nicus, Medius, Dieuches, Cleophantus, Pl ion, Asclepiades, Crate-

vaa, Petronius Diodotus, Jollas, Erasistratus, Diagoras, Andreas, Mneëis, Epicharmus, Damion, Sosimenes, Tlepolemus, Metrodorus, Solon, Ly- cus, die Olympias aus Theben, Philinus, Petrichus, Micton, Glanoins, Xenoerates.

Sechsundzwanzigstes Bach.

Von den &brigen Arzneimitteln aus Kriutern, nach den verschiedenen Krankheiten zusammengesatellt.

1. Von neuen Krankheiten. 2. Was man unter Flechten versteht. $. Wann man sie zuerst in Italien kennen gelernt hat. 4. Vom Karbunkel. 5. Von der Elephantiasis. 6. Von der Kolik. 7. Von der neuern Arzneikunde. Vom Arzte Asclepiadea. 8. Wie er die alte Arzneikunde umschuf. $. Finige Worte wider die Magier. 10. Mittel gegen die Flechte; vom Flechtenkraute, 5 Arzneien. 11. Wider die Briiune. Von der Proserpinaca, 1. 19. Wider den Kropf. 18. Von der Bellis, 2. 14. Vom Condurdum, 1. 15. Wider den Husten. 16. Vom Bechium oder Tussilago oder Chammleuce, 3. 17. Von der Salvin, 4. 18. Wider Schmerzen der Seite, Bruat und des Magens. 16. Vom Molum oder Syrum; Amomum, 8. 20. Von der Ephedm oder Anabasis, 8. 21. Vom Geum, 8. 22. Fir die Leber, Nieren, gegen Erbrechen. Vom Tripolium, $. 28. Von der Gromphrena. %. Vom Malundrum, $. 25. Vom Chalcetum, 2; vom Molemonium, 1. 96. Vom Halus oder Colonea, 5. 97. Von der Chamerops, 1; von der Stwchas, 1. 28. Mittel fr den Unterleib. 29. Vom Antrugalus, 6. 80. Vom laadanum, 18. -81. Von der Chondris oder dem falschen Dictamnas, Hypocist oder Orobofhrum, 8 Arzneien.

92 Erstes Boch-

74. Gegen die Rose.

75. Zur Heilung von Verrenkungen.

76. Gegen Gelbsucht.

71. Gegen Furunkeln.

78. Gegen Fistelschaden.

79. Gegen Baftanhiufungen und Verhirtungen.

80. Gegen Brandschaden.

81. Fir die Sehnen und Gelenke.

82. Gegen Blutftuss.

83, Von $ Arten der Hippuris oder Ephedra oder Anabasis oder Eguisetum, 18.

84. Vom Stephanomelis.

85. Gegen Bruch und Verrenkungen.

86. Gegen die Liusekrankheit.

87. Gegen Geschwire und Wunden.

88. Vom Polyenemum, 1.

89. Zur Vertreibung der Warzen und Heilung von Narben.

90. Mittel gegen weibliche Krankbeiten.

91. Vom Arsenogonum, 1; vom Thelygonum, 1.

92. Vom Mastus, 1.

93. Far die Kopfhaare. Von der Lysimachia; von der Ophrys, 1.

Zuammen: 1019 Arzneien, Erzihlungen und Bemerkungen.

Von romischen Schriftstellern sind benutzt: M. Varro, C. Valgius, Pompejus Lemwus, Sertius Niger der is iriechischer Sprache geschrieben hat, Julius Bassus desgleichen, Am toniue Castor, Cornelius Celsus.

Von fremden Schriftstellern:

“Theophrastus, Apollodoruk, Demoeritus, Juba. Orpheue, Pytba- worux, Mugon, Menender der natzliche Bemerknngen fr daa Leben eschricben hat, Nicander, Homeros, Heniodus, Mustens, Sophoeles, anus, Angxilaus,

Von Aerrten:

Mneritheug, Callimacbas, Phanjus, 'Tinuristus, Simue, Hippoerstee, Chrysippus, Diocle, Ophelion, Heruelides, Hicesius, Dionysius, Apol- lodoruk von Citium, Apollodoruk von Tarent, Praragorae, Plistonicus, Medius, Dieuchek, Cleophantuu, Philition, Aselepindes, Cratevaa, Pe- tronius Diodotus, Jelhu, Frieistratux, Dingoras, Andrene, Mnesis, Epicharmus, Damion, Tlepolemue, Metrodorus, Solon, Lyeas, die .& Olympinx von Thebe, Philinus, Petrichos, Micton, Glaueiaa, Xeng ' erater.

94 Erstes Bnch-

40. Von 2 Arten Jet Crateogonum. 8. 41. Vorm Crocodilinm %. 42. Von der Cynosorchis ader Orchis. 4. 49. Von 2 Arten des Cbrysolachanum. 8; vom Coagulum terre. 2. 44. Von dem Culicus oder Strumus oder Strychnos, 6. 45. Von der Conferva. 2. 46. Vam Coccum Gnidium. 2. 47. Vou Dipeucus. 8. 48. Vom Dryopteris, 2. 49. Vorm Dryophonum. 1. 50. Von der Elatine, 2. ? petrus oder Calcifraga, 4. r Epipuetie oder Fllcborine. 2.

is oder Pteris nyma-

B6. Vom Feuur bubulam. 57. Von der Guleopsis oder taleobdolon ader (Gaijum. %. s8. Von der Glans. 1 . Vorm Glancinsr, %; vom Collsrium. 2.

. Von der - oder Psconia older Penterolmm, % 61. Vom Gnmpbalima oder Chamazelun. 6.

. Von der Gallidra . Vom Holeu- ed n der Hy 65. Vom Holosteun . Vem Hippe v

vey

Ven lsopyran weleer Plaseolus, 2. Van der Latbyris, 8. Vo Leontopetelum ler Rhapeicn, 2.

raelenm. 2. bi

mees, 1. id nee oder Mesoleuce order Leueas, 8.

76. Vom d

71. Vou der li 7. Von der Leweograpbis,

79. Vom Medium, 3.

80, Von der Myosota oder Myorotis, 3. Vom Myagrus, 1.

Erstes Buch.

Von rémischen Schrifistelleru sind beuukst:

C. Valgius, Pompejus Leneus, Sertins Niger der in griechisoher Sprache geschrieben hat, Jalius Bassus desgleichen, Antonius Castor, Cornelius Celsus.

Von fremden Schriftstellern:

“Theophrastus, Apollodoras, Demoeritas, Aristogiton, Orpheas, Pythagoras, Mago, Menander welcher dber nAtzliche Gegenstinde far das Leben geschrieben hat, Nicander.

Von Aerzten:

Mnesitheus, Callimachus, Timaristus, Simus, Hippoerates, Chry- sippus, Diocles, Ophelion, Heraclides, Hicesins, Dionysins, Apollo- dorns von Citium, Apollodorus von 'Tarent, Praxagoras, Plistonicus, Medius, Dieuches. Cleophantus, Philistion, Asclepiades, Cratevas, Petronius Diodotus, Jollas, Erasistratas, Diagoras, Andreas, Mnesis, Epicharmus, Damion, 'Tlepolemus. Metrodorus, Solon, Lycus, die Olympias von Theben, Philinus, Petrichus. Micton, Glaucias, Xeno- Crates.

Achtundzwanzigstes Buch. Arzneimittel von den Thieren. 1 und 2. Arzneien vom Menschen. $. Ob bei der Heilung die Worte irgend eine Kraft haben. 4. Dass Wunderzeichen ale Heilmittel verordnet und dadurch die Uebel vertrieben werden. 5. Von ihrer verschiedenen Anwendungaweise. 6. 2% Arzneien und Bemerkungen von MAnnmern. 17. Vom Speichel. 8. Vorm Ohrenschmulze. 9. Vom Haupthaare, den Zihnen etc. 10. Vom Blute, vom Beischlafe ete. 11. Arzneien vou Todten. 12. Verschiedene Frdichtungen der Magier. 18. Vom Unrathe des Menschen. 14. Arzneimittel, welche vom menschlichen Geiste uusgehen (nicht muteriell sind). 15. Vom Niesen. 16. Vom Beisehlafe. 17. Versehiedene Arzmeien. 18. Vom Harne. 19. Anzeigen des Befindens aus der Besichtigung des Harms, %0. d1 Arsneien von weiblichen Personen. “1. Von der Frauenmileh. 22. Von dem weiblichen Bpeichel,

%s Erstes Buck.

68. Gegen Epilepsie.

64. Gegen Gelbsucht.

65. Bei Knochenbrichen.

66. Gegen Fieber.

67. Bei Melancholie, Schlafsucht, Schwindsucht.

68. Bei Wassersucht.

69. Gegen die Rose und gegen Schleimergisse.

70. Bei Verrenkungen, Verhirtungen und Furnnkeln.

71. Bei Brandschiden. Von dem Ochsenleime und 7 Arzneien daraus.

79. Bei Schmerzen der Sehnen und bei Contusionen.

78. Zum Stillen des Blutes.

7A. Bei Geschwiren und Krebsschiden.

75. Gegen Kratze.

76. Zum Ausziehen dessen, was im Kêrper steekt und fdr Narben.

71. Bei weiblichen Krankheiten.

78. Bei Kinderkrankheiten.

79. Bei Traumen und Schweisa.

80. Mittel bei Liebeswerken und gegen die Trunkenheit.

81. Wunderbare Dinge von Thieren. Vom wilden Schweine, 12 Arz- neien; vom zahmen. 9; vom Hirsche. $; vom Wolfe, 27; vom Baren. 24; vom wilden Frel, 12; vom zahmen. 76; vom Esels- ftllenkothe, $; vom wilden Pferde. 11: vom Fallen, 1; vom zahmen Pferde, 42; vom Pferdekiise. 1: vom wilden Ochsen, 2; vom zahmen. 81: von der Kuh. 53: vom Kalbe. 59; vom Hasen, 64: vom Fuchse. 20; vom Dachae. von der Katze. 5; von der Ziege, 46; vom Boeke. 31: vom jungen Bocke. 21.

Zucammen: 1682 Arzneien. Frzihlungen und Bemerkungen.

Von romigchen Schriftstellern sind benutats M. Varro. L. Pieo, Fabjanus, Valerius Antjaa. Verrius Flaceus, der Censor Cato, Servius Sulpieius, Licinjus Maver. Celsus, Massuring, Sestius Niger der in griechischer Sprache geschrieben hat, Bythus von Dyrrachiunn der Art Opilius, der Arat Granius.

Von fremden Ncbriftstellern: Demoeritus, Apellonius der ber die Salben gesehrieben hat, Miletus, Artemon, Sextilins, Anteus, Homerus. Theophrastus, Lysi- manehus, Aftalus. Xenoerates, Orpheus der @ber besondere Natar- bildungen gesehrieben hat, Archelnus desgleichem, Demetrius, Sotiras, die Luts, die Elephantis, die Sulpe, die Olympins aus Theben. Dio- timas mas 'Theben, Jollas, Andreas, Marcion von Smyrma, der Are! Aeschines, Hippoerntes, Aristoteles, Metrodoras Scepsius, der Aai Teetidaa, der Arst Apelles, Hesiodus, Dalion, Cmeilius Bien. der die Krifte gesebrieben hat, Anasilaus, Konig Jubel

109 Erstes Buch.

Einunddreissigstes Buch.

Arzneimittel von dem Waaser.

1. Wunderbare Dinge vom Wasser.

Verschiedenheiten des Waeasers. 266 Bemerkungen.

$. Arzneien davon.

4. Welches Fruchtbarkeit hervorbringt und Raserei heilt.

5. Welches bei Steinbeschwerden gut ist.

6. Welches Wunden heilt.

7. Welches die Leibesfrucht anhilt.

8. Welches Leberfiecken vertreibt.

9. Welches Einfiuss anf die Farbe der Wolle hat.

10. Was es bei den Menachen bewirkt.

11. Welches Wasser das Gediichtniss starkt und welches Vergessen- heit macht.

19. Welches die Sinne schirft. welches Stumpfheit und welches die Stimme zum Singen gesehickt macht.

18. Welches Ekel vor Wein erzeugt und welches betrunken macht.

14. Welches die Stelle des Oels vertritt.

15. Welches salzig und bitter schmeckt.

16. Welches Felsen fortgeschleudert hat; welches Lachen und Weinen bewirkt: welches die Liebeswuth heilen roll.

17. Wasser. das nach dem Schêpfen die Wirme 3 'Tage lang behalt.

18. Wunderbare Frziblangen vom Wasser: in welchem alles und in welchem nichts untergeht.

18. Wasser, das tOdtlich wirkt; von giftigen Fischen.

20. Welches zu Stein wird oder Steine erzeugt.

21. Von der Heilsunkeit des Wisaers.

22. Von seinen Verunreinigungen.

23. Von der Gite des Wassers.

24. Ven der Agun Marcia.

25. Von der Agua Virgo,

26. Wo man Waaser vermuthen kann.

21. Merkmale. daan sich irgendwo Wasser befindet.

9. Unterschicd des Waasers nach dem Erdreiche.

29. Heachaffenheit des Wansers nach den Jahreszeiten.

wehichtliche Bemerkungen dber Wasser. wis plêtzlich hervor-

gekommen uad wieder versehwunden ist.

s1. Von der Leitung des Waasers.

82. Wie man die Mineralwitaser ggebranchen sell.

$$. Vom Gebruuche des Meerwissers. Was uns die Schifffahrt nAtet.

$4. Wie man sich Meerwiwser mitten im Lande machen kan.

5. Bereitang den Meerwuauermetlin,

s6. Bereitung den Waanermetlis.

]

104 Erstes Bach.

129. Von der Sympathie, Antipathie und der Feindschaft der Seethiere unter einander. Vom Galeas, 15; vom Mullas, 16 und vom Pastinak, 8.

18. Von den Thieren, welche auf dem Lande und im Wasser leben. 66 Arzneien und Bemerkungen von dem Castoreum.

14. Von der Schildkrite, 66 Arzneien und Bemerkungen.

15. Mittel von Wasserthieren, nach den Krankheiten eingetheilt.

16. Wider Gift und Giftmischerei. Vom Goldfisch, 4; vom Seesterne, 7.

11. Gegen den Biss der Schlangen und Hunde und gegen andere giftige Thiere. Vom Seedrachen, 3; von den eingesalzenen Fischen, 15; von den Sarden, 1; vom Cybinm.

18. Vom Seefrosch, 6; vom Flussfrogch, 52; vom Laubfrosch; $2 Be- merkungen dardber.

19. Von der Wasserschlange, 6. Vom Flusskrebse. 14. Von den Flussgehnecken, 7. Von den rabenschwarzen Fischen, 4. Von dem Meerschweine, 2.

Vom Seekalbe, 10; der Murene 1; dem Seepferdchen 1; dem Seeigel 11.

. Von den Arten der Auster, 89 Bemerkungen und Arzneien.

. Von dem Seetange, 2.

28. Gegen Glatzen, zum Parben der Kopfhaare und gegen Kopfge- schwre dienen: das Scepferd, die Seemaus, der Seeseorpion, die Blatsauger ete.

24. Fir die Augen und Angenlider: Fischfett. der Callionymus, die Galle des Coracinus. die Sepien, Ichthyocolla ete.

25. Bei Fehlern der Ohren: die Batia, der Bacchus oder Myxon, die Seelstuse.

26. Bei Zuhnschmerzen: der Hai ete.

27. Bei Flechten und Flecken im Gesichte: der Delphin, die Coluthia. oder Coryfhia, das Halcyonenma, der Thunfisch ete.

28. Bei Kropfen, (ieschwêren hinter den Ohren, Briune und Krank- heiten des Schlundee: der M:ena, Scolopender, Saurus, die Museheln, der Silurus etc.

29. Gegen Husten und Bruxtibel.

30. Bei $chmerzen der Leber und Seite: der Strombus oder die lange Muschel. die 'Tethea ete.

S1. (iegen Unterleibsbeschwerden: der Meerkohl, Mynx, Mitulus, Pe- loris, Seriphium, Mana, Erythinus ete.

$2. Gegen Milzs, Ntein- und Blusenschmerzen: der Solea, Rhombus, Blenden, Seenessel, Seelunge, Onyx ete.

83. Bei Darmbruch und Leiden des Afters: die Wasserschlange, der Mugil, Pelamis ete.

$4. Gegen Fettbeulen und gegen Fehler an der “chaam: der Sciena, Perca, Sguatina, Smaris etc.

dom Frame. 4 and SZber geprlgt ink; eaetie ed weiche Gelde

' Plateopbtbaley ss. St. 7 Arensien ase. j Armeien davon. bef sien Alten gehalten worde.

Minjums. und seine Anwendung in der Malerei. 41. V lick bereiteten; Guecksitber.

42. Von der Vergyiduog dee Silbers.

43. Vyn den Prubirsteinen.

MM. Arten des Silbers und Versuche damit.

45. Von den S In.

108 Erstes Bach.

6 Von den Leuchterm.

1. Von den Zierrathen der Tempel ans Erz.

8. Von den erzenen Tischen.

$. Welches GGtterbild in Rom zuerst ans Erz gemacht ist. Vou Ursprange der Bildsinlen und ihrem Ansehm.

10. Arten und Gestalten der Bildsinlen. Welche Bildsiulen zu Bom mit einem Panzer versehen sind. Welche Bildsiulen zu Bom die ersten waren.

11. Welchen Minnern suerst Bildsaulen gesetzt. welchen sie ruerst auf einer Saule gesetzt sind; wann man die Schiffssehnabel aaf die Rednerbahne gebracht hat.

12. Welchen Fremden zu Rom Bildsaulen sffentlich gesetzt sind.

13. Welche Reiterstatae zuerst zu Rom Gffentlich anufgestellt ist, und welchen Frauen in Rom dergleichen #ffentlich gesetat sind.

14. Wann alle von Privaten und Behêrden aufgestellten Bildsiulen von Gffentlichen Orten weggeschafft sind.

15. Welche Bildsiule zuerst von Fremden Gffentlich gesetrt ist.

16. Dass schon vor langer Zeit Bildgiesser in Italien gewesen sind.

1. Von ungeheurem Werthe der Bildnisse.

18. Von den ber@hmtesten Riesenstatuen in Rom etc.

19. $66 berhmte Arbeiten und Kanstler in Erz.

2. Der Unterschied des Erzes und seine Mischung. Vom Pyrop und dem campanischen Erze.

31. Von der Erhaltung des Erzes.

22. Von der Cadmia.

28. 15 Arzneien darans.

24. Von den Erzgchlacken. der Erablêthe und den Ersschuppen.

25. Von dem Stomoma; 47 Arzneien aus diegen vieren.

26. Vom Grimapan, 18.

27. Vom Hieraciam.

28. Von der Scolecia, 18.

29. Vorm Chaleitis, 7.

80. Vom Sory, 8.

$1. Vom Misy, 18.

82. Vom Chalcanthum oder der Schusterschwêrze, 16.

8. Vorm Pompholyx.

s4. Vom Spodos oder Spodium. 6.

S6. Vom Antispodos oder Antispodium, 15.

36. Vom Spegma.

81. Vom Diphrygen. 4

38. Vom vervilischen Drittelans.

89. Vom Eisen.

40. Statnen und getriebene Arbeit aus Eigen.

41. Der Unterschied des Eisenn und seine Mischung.

Wan die #rersée Malerei roere in Rom gewirdigt ist. WaLE zpd dark welche Mimner die Malerei raerst in Bom

Art 22 malen.

Persepen ikre Siege in Gem:den aafgestelk haben. .

r ratërlchen und ktnstiicken Farten und den Farbenm

Ver za" Malerei. ausser den metallischen. . Ven Éer sitopischen Erde. 11 Arzmeien darans.

. Ver, Boetie! nnd der Jemnischen Enie. 4 Armneien ans letzsterer. . Von der #gpriscben Erde.

Vors Orber. $ Armeien vors Rithe. Vos Leseepberam.

Ven der paratenisehen Erde.

Von der melischen Erde.

. Von dem getrannten Bleiweiss-

- Ven der

41. 42.

ep Erde. 6.

in der Malerei.

# ben nicbt nass aufgetragen werden.

. Mit weleken Farben die Alten gemalt haben.

. Wann zeerst die Kampte der Fechter tikdlich dargestellt sind. . Ven dem Alter der Malerei. 403 berahmte Gemalde nnd Maler.

. Welehe mit dem Pineel gemalt haben. was ein leder in der

Malerei erfanden hat. und was das Schwierigste in der Mar

lerei iet.

. Von den Arten der Malerei. . Von der Beschwichtigung des Gesunges der Vêgel.

- Welche enkaustich und mit dem Pinsel gemalt haben. . Wer zuerst Zimmerdecken gemalt hat

Decken gemalt sind. Ausserordentl Von der enkaustiechen Malerei. Von bemalten Kleidern.

43. Die Erfinder der Plastik. M. Wer zuerst Gerichter und andere Bilder abgenommem;

wann z2uerst gewlbte

e Preise far Gemalde.

d

112 Erstes Buch.

4. Welche Personen zuerst in Bearbeitung des Marmors bertihmt waren und wann. 225 bertihmte Werke und Kinstler in Mare mor. Das carische Mausoleum.

5. Weann zuerst der Marmor in Gebluden in Gebrauch gekom- men ist.

6. Welche zuerst Marmor geschnitten haben und wann.

7. Wer zuerst in Rom die Winde damit berdeckt hat.

8. Wann die verschiedenen Marmorarten zu Rom in Gebranch ge- kommen sind.

9. Wie man Marmor schneidet; von dem Sande, mit welchem man ihn schneidet.

10. Von dem nasischen und armenischen Steine.

11. Vom alexandrinischen Marmor.

12. Vom Onyx und dem Alabastrites, 6 Arzneien davon.

18. Vom lygdinischen, corallitischen. alabundischen, thebischen und Kyenitischen Steine.

14. Von den Obelisken.

15. Von dem, welcher als Sonnenzeiger auf dem Marsfelde steht.

16. Andere wunderbare Werke. Von den Pyramiden.

17. Von der #gyptischen Sphinz.

18. Vom Pharus.

19. Von den Labrrinthen.

20. Von den hingenden Garten und einer hingenden Stadt.

91. Von dem Tempel der Diana zu Ephesas.

22. Andere merkwirdiwe Tempel.

23. Von dem ftichtigen Steine. Von dem siebenfachen Echo zn

Cyzieum. Von Gebituden ohne Nigel, auch zu Rom.

. 18 bewunderungswirdige Werke in Rom.

. Vom Mugmetsteine, $ Arzneien.

6. Vom geyrischen Steine.

Vom sarkophagischen Steine zu Assus, 10.

. Von dem Chernites und Porus.

. Von knochenartigen und handf6rmigen $ en; von dem tdna-

rischen und caranischen Steine; vom schwarzen Marmor.

$0. Von den Mihlsteinen. Von den Feuersteinen, 7.

S1. Vom Ostraeites, 4.

32. Vom Geodes, 8.

33. Vorm Melitites, 6.

84. Vor (agates, 6

38. Vom Schwammsteine, 6.

36. Vom phrygischen Steine.

87. Vom Blutsteine, 8: vom Schiefer. 7.

114 Erstes Buch.

Alexander Polyhistor, Apion, Plistonicus, Durides, Herodotas, Euhe- merus, Aristagoras, Dionysius, Artemidorus, Butoridaa, Antisthenes,. Demetrius, Demoteles, Lyceng.

Siebenunddreissigstes Buch. Von den Edelsteinen.

1. Cryprung der Edelsteine.

2. Von dem Edelsteine des Tyrannen Polyeratea.

$. Von den Edelsteinen des Pyrrbus.

4. Von den berihmtesten Steinschneidern.

5. Von der ersten Edelsteinsammlung in Rom.

6. Von den Fdelsteinen, welche in dem Triumphe des M. Pompejus mitgebracht sind.

7. Wann zuerst die murrhinischen Geschirre gemacht sind, und von der Verschwendung damit.

$. Von der Beschaffenheit der murrhinischen (#eschirre.

9. Von dem Krystall und den Arzneien daraus.

10. Von der Verschwendung in Krystall.

11. Vom Bernsteine: was die Schriftsteller Falsches von ihm berichtet. haben.

19. Arten des Bernsteins und 6 Arzneien daraus.

18. Vom Luchssteine, 2.

14. Von den Edelsteinen nach ihren Hauptfarben.

15. 6 Arten des Diamante; 2 Arzneien daraus.

16. Von den Smaragden.

17. 12 Arten derselben.

18. Thre Fehler.

19. Vom Tanus und Kupfersmaragd.

20. B Arten des Berylls und jhre Fehler.

21. 7 Arten des Opals.

99. Thre Fehler und Prifung auf ihre Achtheit.

28. Vom Surdonyx, seincn Arten und Fehlern.

24. Von den Arten des Onyx.

9. 12 Arten des Karbunkels.

26. Ihre Fehler und Priifung auf ihre ichtheit.

21. Vo Anthracitin.

2. Vom Sandastrus oder Sundaresus.

29. 4 Arten des Lampensteins.

30. Vom carchedonischen Karbunkel.

1. B Arten des Sarda.

82. 2 Arten des Topas.

116 Erstes Buch.

53. 1. Galayias. %. Gulactites oder Leucogsas oder Leucograpbitis oder Svnnephitis. $. Gallaica. 4. Gussinnade. $. Glossopetra.

Gorgonia. 7. (Oniea.

60. 1. Hiliotropion. 2. Hephiestitis. $. Hermuredseon. 4. Hexeconta- lithos. 5. Hivraciti-. 6. Hammitis. 7. Hom des Hammon. 4. Hormesion. 9. Hywenie. 10. Hamatites.

61. 1. Tdzei dactyli. 2. Teterias. $. Jupitera Stein. 4. Indica. $. Ion

62. 1. Lepidotis. 2. Lesbiaa. $. Leucophthalmos. 1. Leucopzecilos. 5. Libanochrus. 6. Limonjatis. 7. Lipare. 8. Lrsimachos. 9. Leucoebrysoa.

68. 1. Memnonia. Medea. 8. Meconites. 4. Mithrax. 8. Morochi- tes. 6. Moriun oder Pramnium oder Alexandrinum. 7. Myr- rhites, 8. Myrmecias. 9. Myrsinitis. 10. Mesolencos. 11. Me-

2. Nebritis, 8. Ninparena,

65. 1. Oiea. 3. Oubrin pder Notia. $. Oritjo oder “ideritia. 4. Ostra- eias Ge O-tracitis. 8. Ophicurdelos. 6. Obsidiana. 7. Ono- carlia,

58. 1. Panebrus. Pangoniu-. 8. Paneros odu Arten des Pontiva. 3. Phlugino- oder Chry

%. Perileucos. 9. Paantid

. 4. Vier Phoenieitis. anides.

Panerast

oder (

vnodontiti chrus. 2. drei Arten.

69. 1. Venushaar. 2. 1. Zathe 2. Zunilempis. 8. ZOraMiseret. OE ne. welche nach tGhedern des Karpers bemannt sind. He-

atitis, Adadanephros. A telor, Triophthalmoes. Edvlsteine. welche ihren

Echitis. Scorpitis,

huos. Adadudac-

anpktin

non von 'Thieren haben. Carcinjas, Triglitis. Argopbrhahmns. Hyoph- thalmes, Geranit Aetitis. Myrmveeitis, Cantharias Lycophthalmes, Taos, Chelidonias, 78. Von den @brigen Steinen. Ammochr Cencbritis. Dryi Uigsitis, Nareissitis, Uyamea, Prren ie £] ritis, Polyzenus. . Phlogitis, Anthracitis, Enrgros, Volyt os, Drosolites, Melichrus, Melich- lere Rhorlitis. Chaleitis. d Sy noehiti, dd

nC Elon,

Erstes Buch. 117

16. Von der Prafang der Edelsteine. 71. Vergleichung der Natur nach den Limdern; Vergleichun der Nuaturdinge nach ihrem Werthe. Zusammen: 1900 Gegenstinde, Erz&blungen und Bemerkungen.

Von rêmischen Schriftstellern sind benutzt: M. Varro, die Triumph-Akten, Miecenas. Jacchus, Cornelius Boeehus.

Von fremden Schriftstellern:

Konig Juba, Xenoerates des Zeno Sohn. Sudines, Aeschylus. Phi- lexenu, Euripides, Nicander, Satyrus. Theophrastas, Chares, Phile- mon, Demostratus, Zenothemis, Metrodorns. Sotacns, Pytheas. Tiuieus aus Sicilien, Theocbrextus, Asarubas, Mnaseas, Theomenes, Ctesias, Mithridates, Sophoeles, Konig Archelaus, Callistratus, Demoeritus,

Tsmenias, Olympicus, Alexander Polyhistor, Apicn. Horus. Zoroaster, Zachalias.

Zweites Buch.

Von der Welt und den Elementen. 1

Wir haben Ursache zu glauben, daas die Welt und das. was wir mit einem andern Namen Himmel nennen, dessen Wilbung alles bedeckt. etwas Gittliehes, Ewiges, Unermesslicbes sei, welches weder erzeugt ist, noch unter- gehen wird. Ueber dieses binaus zu forschen. nfitzt weder dem Menschen. noch vermag sein Geist es deutend zu er- fassen. Sie ist heilis. ewig, Wnermesslich. ganz in dem Ganzen, ja sie ist selbst das Ganze: hegreuzt und doeh seheinbar unendlich. sicber in allen ihren Theilen und doek seleinbar unsicher: sie umf: alle Dinge in sich: sie ist zugleick ein Werk der Natur und die Natur selbst.

Es war tbërieht. dass Einise (ber ihre Grisse nach- dachten und dieselbe auszusprechen wagten: Andere wie- derum. diess benutzend, von unzihligen Welten redeten, s0 dass man eben so viele Natureu. ader. wenn Eine alle jene belebte. doch ebensoviele “Sonnen. ebensoviele Monde und die Ubrigen unermesslichen und unzabligen Gestirne in einer annebmen milsste: als wenn nicht, bei dem Wunsehe naeh einem Zicle, am Ende des Nachdenkens dieselbe Frage immer wieder kehrte, oder. weun diese Unendlichkeit der Natur dem Urheber aller Dinge zugesebrieben werden kinnte, sich jencs nicht leichter an einem einsigen, BO grossen Werke erkennen liese. [nsinn, wahrer Unsinr ist es, noch weiter au gehen und nach Dinger “” *

Zweites Buck,

180

haben,”) geht ans vielen Grinden hervor; denn von dort herabgefallenen und meistens vermischten aller Dinge entstehen besonders im Meere unz#hlige wunder- bare Gestalten. Ansserdem erblicken wir mitten in einem helleren Kreise”) #ber uns, hier die Gestalt eines Wi dort eines Baren, dort oines Stieres, dort cines Bachstalaa.”y leh werde hier noch an die einstimmige Meinung dér Valker erinnert. Denn, was die Griechen xoomos oder Sehmuek nennen. das nennen auch wir wegen ihrer vollkommenem Schinbeit Mundus. Den Himmel aber hat man nach der Erklêrung M. Varro's*) von der getriebenen Arbeit caolam genannt. Diesa beweist noch die Ordnung der Gegenstinde an dem sagenannten Thierkreise, welcher in 12 Thierbilder getheilt ist. und die so viele Jabrhunderte lang durch joue Bilder gleicbmissig gehende Bahn der Scnne.

1.

Aueh ber die Existenz von vier Elementen”) seheint kein Zweifel ru vbwalen. Das bicbste ist das Feuer; da- von eptstand jere gleich Aagen setimmerrde Menge von Sternen. Deresebs kommt die 1.72. weleke die Griechem ten Woerte 4 dre nemnen. les darekdricgerde. und mit allem

wêcbsetselsige Verbindung Verseti das Leicttere S2rvt Gewichte verhirdert su er! $ ë berghstêrse. in

sm des gemehinhen Delta sa $ Sermen bestrhende hell he bhemde Sterabid m der OasseE * Da Engen hie IV. 3. N Tervstsns Biame seiner led. waarde 1Ié *. Chr. gui. mnd ef Mack de Lehee dee wag ben FRmphen im Agrigesd ws de0 v. Cr)

182 Zweites Buch.

tbrigen Sternen ihr Licht. Sie ist herrlich, tiber alles er haben, allsehend und allbêrend, wie Homer,!) der Vater der Gelehrsamkeit, an einer Stelle*) so schun sagt.

5.

Tech halte es daber fur ein Zeichen menseblicher Sehwieke, das Bild und die Gestalt Gottes zu erforschen. Wer auch Gott ist, wenn es noeh einen giebt und wo er sich befim- det, so ist er ganz Sinn, Gesicht, Gehêr, Seele, Geist and ganz er selbat. Aber an unzihlige Gutter glauben und so- gar nach den Tugenden und Lastern der Menschen an einen Gott der Schaamhaftigkeit, Eintracht, Klugbeit, Hoff- nung, Ehre, Milde, Treue, oder (wie Demoerit?) sagt) an wei, ein Wesen der Bestrafung und Belohnung, zeugt von einem noch grisseren Unverstande. Die gebrechlichen und milhseligen Menschen haben, ihrer Schwachheit eingedenk, die Gottheit in Theile getheilt, damit ein Jeder den Theil verehre, dessen er am meisten bedarf. Daher finden wir bei andern Vêlkern andere Namen von zabllosen Gëttern; much sind unterirdische Dinge, Kraukheiten und viele bêse Scuchen in Gattungen getheilt, weil wir sie in zagender Fureht hesinftigt wissen mêchten.

So hat man auf dem palatinischen Berge einen Tempel des Fiebers, einen Tempel der Laren*), einen Altar fur die Orbona*! und fr das bëse Geschick einen auf dem exgui- Vinisehen Hazel eingeweiht. Die Zahl der Gatter muss grisser als die der Meusehen anafallen, weil ein Jeder fr sich so viele Gëtter maeht. indem er sich eine Juno") oder einen Genius'! wablr. Gewisse Vëlker aber halten Thiere und sogar sekmutsige. desgleiehen viele Dinge, die ich mich

' Der allbekangte griecbiscke Dichter, Aver dessen Lebensver- haltetese wir iets Nahenes Wrssen. de ME

vSeatidk eer

er berwabs st

evister des dred Veeeklechis. Geaien waren die bot peseer vies miaabchen Goechleekd

123 Zweites Bach.

6.

Wir wollen nun zu den @brigen Gegenstinden der Naturzurekkebren. Die Gestirne. welche wir angeheftete n: genannt haben. sind nicht. wie der gemeine Haufe glaabt, den einzelnen Mensehen zugetheilt. die hellen den Reichen, die kleinen den Armen. die dunkeln den Gebrechlichen, und leuchten nicht nach dem sSchicksal eines Jeden; denn. sie entstehen nnd vergehen nicbr mit dem Menschen, noeh bedeutet ikr Fall. dass Jemand sterbe. Wir haben keine s0 grasse Gemeinschaft mit dem Himmel. dass dort der Glanz der Gestirne mit uns sterblich ist. Jene geben, wenn sie zu viel Nahrung an Feuchriskeit mit feuriger Kraft an sich gezogen haben. den Uebertluss wieder von sich. und dann glaubt man. sie fallen: etwas Aehnliches nehmi€n wir an unsern hrennenden Oel-Lampen wabr. Ue- brigeps haben die bimmliscben Kêarper eine einzige Dauer, denn sie halten die Welt zusammen. und hilden durch die- ses Zusammenrhalten ein Ganzes. lhre Gewalt erstrekt sich vorztiglich auf die Erde. und wir kennen sie wegen ihrer Wirkungen. Klarheit und Grisse sehr genau. wie ich an seinem Orte zeigen werde.” Auch die Lehre von den Himmelskreisen werde ich sebicklicher hei der Erde) vor- tragen. da sie sanz dahin passt: nur von der Erfindung des Thierkreises muss hier das Nitbige gesagt werden. Der Erste weleer seine sSehiefe *, erkannt und mithin die There di des geiffhet hat. sull Anasimander von Milet gewesen sein, zur Zeit der jmsten Olvmpiade.5) Die Zeichen desselben. und zwar zuerst die des Widders

' Fisaterne. In XVIL und XVIIL Bucbe. wek be ver der Landwirthschaft kandei

bier drr Ekliptik, Olvmpiade war hei den Griechen vin Zeitraam von 4 Jah- ren. unsl die allgemeinste Zeitrechnu vriechenland, welche T16 v. Chr. anng. Die 5% Olvmpiwde ist also gleich S48—BA4 Jak v. Cbr. GE. 3

128 Zweites Buch.

durch die Kalte des Saturnns erhalt der zwischen beiden liegende Jupiter eine gewisse Missigung, die ikm wohl- thatig ist. Dann folgt die in 360 Theile getheilte Sonnen- bahn; damit aber die durch sie bewirkten Schatten bei ihrer Rickkehr dieselben bleiben, wurden noch 5%, Tage hinzugesetzt. Aus diesem Grunde bekommt jodesmal das 5. Jahr noch einen eingeschalteten Tag, um die Zeitreeh- nupg mit dem Laufe der Sonne in Uebereinstimmung zu bringen.

Unterhalb der Sonne l#uft ein grosser Stern, die V e- nus,!) mit abwechselnder Bahn, ?) und wetteifert durcb ihre Beinamen mit der Sonne und dem Monde. Erscheint sie nimlich vor Tagesanbruch, so heisst sie Lucifer, weil sie als eine zweite Sonne den Tag frtiher bringt; leuchtet sie aher vom Sonnenuntergange an, so heisst sie Vesper, weil sie den Tag verlangert und die Stelle des Mondes vertritt. Pythagoras *) von Samos erkannte zuerst das Verhêltnissm, obngef#hr um die 32. Olympiade, das ist im 113. Jahre der Stadt Rom. Schon an Girisse Ubertrifft sie alle anderen Gestirne,*) und ihre Helligkeit ist so bedeutend, daas durch ihre Strablen Schatten entstehen. Daher hat sie auch viele Namen. Einige haben sie Juno, andere Isis, anm- dere die Mutter der Gitter genannt. Durch sie wird alles auf der Erde erzeugt; denn indem sie bei ibrem zwei- fachen Aufgange einen belebenden Thau spendet, befruch- tet sie nicht nur die Erde, sondern reizt auch alle lebenden

len von der Sonne entfernt. Zwischen dem Jupiter und dem Mara entdeckte man 1801—1807 4 kleine Planeten, Ceres (1801), Pallas (1802). Juno (1804), Vesta (1507). denen man den gemeinschaft- lichen Namen Axteroiden gab. Seit 1x4) haben sich die Entdeckun- gen von Asteroiden so vermehrt, daas deren Anzahl bereits auf 200 westiegen ist.

* Sie ist etwa der Erde an (irisse gleich; der grosste Planet ist der Jupiter.

% d. h. rie geht ball vor der Sonne, bald folgt sie ihr nach.

2, Nchiler des Pherecydes, Sohn des Mnesarchus, geb. um S8é v. Chr. starb 79—BO Jahr alt zu Metapontum.

* Was natGrlich ganz irrig ist; siehe Anmerkung, 1.

Ps 182 Zweites Buch.

abnimmt und endlich ganz aufbêrt. Daber ist die Grenze des Schattens auch die der Luft und der Anfang des Aethers. Ueber den Mond hinaus herrseht durchaus reines und bestindiges Licht.”) Wir sehen des Nachts die Ge- stirne, gleichwie Lichter aug der Finsterniss, und ebendes- halb wird der Mond nur des Nachts verfinstert. Beide Arten von Finsternissen treten aber, wegen der schiefen Lage des Thierkreises, wegen der schon besprochenen, sebr ab- weichenden Bahn des Mondes und der nicht immer auf die kleinsten 'Theilchen zusammentreffenden Bewegung der Gestirne, nicht zu bestimmten Zeiten und Monaten ein. 8.

Dicse Betrachtung erhebt die sterblichen Seelen in den Jlimmel, und offenbart ihnen von da aus die Grasse der dreigrissten Naturkirper. Es kinnte nimlich die Sonne nicht ganz der Erde entzogen werden durch den Zwischen- tritt des Mondes, wenn die Erde grisser wire als der Mond. Der ungeheuere, die Erde sowohl als den Mond tbertreffende VUmfang der Scnne. ergiebt sich von selbst, und es ist da- her unnëthig, ihre Grisse durch den Augensehein und durch Vermutkungen zu erforsehen. Sie ist wnermesslich gross, denn sie wirft die Schatten der an den Wegen auf mehrere 1000 Mehritte hin stehendeu Biume immer in gleichen Entfernungen von einander, als wenn sie Uberall im Mittelpunkte wire; ferner bei der 'Tag- und Nachtgleiehe allen Bewohneru der heissen 7one zugleich tber dem Scheitel, und die Schatten der um die Wendekreise Woh- nenden fallen Mittags gegen Norden, und Morgens gegen” Westen. Alles dicss kënnte nicht eintreten, wenn die Sonne Dicht weit grisser wire, als die Erde: auch witrde sie bei ibrem Aufgange den Berg Ida nicht an Breite bertreffen, wahrend sie bei &o ungeheuerer Entfernung doch die reehte uud linke Seite desselben bescheint.

") Man s jetat, das auch andere Planeten, z. B. Jupiter und Naturn, lurch den Durchung ihrer 'Tribanten zwischen ihnen und der Somme verdunkelt werden.

184 Zweites Buch,

zugleich die Zeitrecbnung, Tage, Stunden, die Lage der Orte und die Art, wie den verschiedenen Vilkern diess alles erscheinen wtirde, mit bertieksichtigte. Naeh der Meinung seines Zeitalters bewerkstelligte er sein Vorhaben dadurch, dass er an den Rathschlissen der Natur 'Theil nahm. Gross und (ber die Natur erhaben waren diese Mê&nner, welche den schwachen Geist der Menschen, der bei den Finsternissen schwere Ungldekefglle oder den Untergang der Gestirne furchtete, von diesem Wahne be- freieten. Dass aber die Menschen sich bei Sonnenfinster- nissen gefurchtet haben, beweisen die erhabenen Ges&nge der Dichter Stesichorus!) und Pindar;”) man besehuldigte den Mond der Zauberei, und wollte durch heftiges Gerkuseh die Gefahr abwenden. Aus gleicher Furcht und unbekannt mit der wahren Ursache wagte es der atheniensische Feld- herr Niciag?) nicht, die Flotte aus dem Hafen zu fuhren, und veranlasste dadurch die Niederlage seiner Truppen. Dank daher eurem Scharfsinn, ihr Deuter des Himmels, die ihr die Natur der Dinge erfasst, die Grinde erforscht und dadurch Gétter und Mensehen besiegt habt! Denn sollte der, welcher alles dieses und die sogenannten bestindigen Arbeiten der Gestirne*) erkennt, nicht die Nothwendigkeit seiner Sterblichkeit einsehen?

Jetzt will ich die Ansichten (ber alle diese Er- scheinungen in einzelnen Abschnitten kurz bertbren, und an den Orten, wo es nuthig erscheint, die Griinde bindig hinzuftgen; denn erstens liegt eine solche Beweisfdhrang nicht in dem Plane meines Werkes, und zweitens ist es weniger zu verwundern, dass wir nicht die Ursachen von allen Dingen angeben kinnen, als dass wir es bei einigen im Stande sind.

') Aus Himera in Nicilien, lebte 5—600 v. Chr.

2) Aus Theben in ( henland. lebte von B20—442 v. Chr.

3) Er versiumte von Syrakus abzufahren und wurde von den Sy- rakusanern glnzlich geschlagon. $. Plutarch 83. 34. Thueydides VII. BO.

Virgilk Aeneide 1. 746.

186 Zweites Bucb.

wird, scheint er taglich um mehr als *, Stunden!) lAnger, wenn er abnimmt, um so viel ktirzer. Innerhalb 14 Graden der Sonne ist er stets unsichtbar. Hierin haben wir den Beweis, dass die tbrigen Planeten grésser sind als der Mond, da jene auch bei 7 Gradeu sich zeigen. Nur ihre Hihe macht, daas sie kleiner erscheinen. Ebenso verhindert der Sonnenschein, dass wir die Fixsterne am Tage sehen, obgleich sie bei Tag und Nacht leuchten, was sich aus den Beobachtungen wihrend der Sonnenfinsternisse und in tiefen Brunnen ergiebt. 12.

Die drei Planeten, welche, wie oben gesagt wurde, (ber der Sonne stehen, sind unsichtbar, Wenn sie mit ibr Zusammen kommen. Sie erscheinen aber frih Morgens wieder, .sobald sie nur um 11 Grade wieder entfernt sind. Darauf werden sie von den Sonnenstrablen bedeckt, und halten im Gedrittstein, nimliech 120 Grade von der Sonne entfernt, ihren Frithstand, welchen man auch den ersten nennt; auf der entgegengesetzten Seite erfolgt in einer Entfernung von 180 Graden ihr Abendaufgang. Nihern sie sich aber wieder auf 120 Grade von der anderen Seite, so halten sie ibren Abendstand, oder den zweiten; bis die Sonne sie in einer Nihe von 12 Graden verdunkelt, was dann der Abenduntergang heist.

Der Mars, welcher der Sonne niher ist, empfindet aneh im Geviertseheine, d. i. in einem Abstande von 90 Graden ihre Strablen, daher hat seine Bewegung den Namen ,erste und aweite Neunziger-Bewegung“, von beiden Aufgingen an gerechnet, bekommen. `Wenn er seinen Stillstand halt, verweilt er 6 Monate in den Zeichen, ausserdem nur 2 Monate, wêhrend bei den Ubrigen Planeten beide Stillstinde nieht volle 4 Monate dauern.

Die beiden unteren Planeten*) werden in der Abend- Zusammenkunft auf gleiche Weise verdunkelt, und halten,

*) AT Minuten. *) Venus und Merkur.

140 Zweites Buch.

aber in den ersten Stillstinden in die Hêhe gehen, weil dann zuerst die Zahl abzunehmen beginnt und die Sterne Zurtckgehen. Den Grund hiervon muss ich noch besonders angeben. Getroffen jn dem bereits erwahnten) Grade, werden sie durch den Gedrittschein der Sonne an ihrem geraden Laufe verhindert, und durch die feurige Kraft in die Hihe gezogen. Dies kënnen wir mit unsern Augen nicht geradezu wabrnehmen, sie geheinen also still zu ste- hen, nnd daher kam der Name: Stillstand. Dann geht die Macht jener Strahlen noch weiter, und die zurtckprallende Hitze nithigt sie zurtckzugehen. Noch weit mehr ist solches der Fall bei ihrem Abenduntergange, wenn die Sonne sich hinter ihnen befindet, denn sie werden zu ihren hichsten Apsiden getrieben mnd am wenigsten gesehen, weil sie am hiehsten steben und die geringste Beregung haben, die um so geringer sein muss, wenn sie in den hêch- sten Zeichen der Apsiden erfolgt. Vom Abendaafgange an geschieht die Bewegung in die Breite herunter, jetzt aber in weniger abnehmender Weise, nimmt jedoeh nicht vor dem zweiten Stillstande wieder zu, da auch die Hêhe sich vermindert. indem der Strabl von der andern Seite binzukommt und sie mit derselben Kraft zur Erde hinab- driickt. welche sie beim ersten Gedrittschein gegen den Himmel hintriel. So gross ist der Unterschied, wenn die Strahlen von unten oder von oben kommen. Weit ëfter ereignet sich diess beim Abenduntergange. So verhalt es sich mit den obern Gestirnen: schwieriger ist die Beschaf- #enheit der Wbrigen zu ergrinden. und noch Niemand hat Ver mir davon gehandelt. 14.

Zuerst will ich erkliren. warum die Venus nie weiter als 44 und Merkur nie weiter als 20 Grade von der Sonne entiernt sind. oft aber nuch unter diesen Graden naeh der Sanne zurtickkehren. Beide haben. da sie unterhalb der Sonne liegen. entgegengesetzte Apsiden, uud von ibrem

144 Zweites Buch.

17.

Die Sonne selbst aber bietet 4 Verschiedenbeiten dar: zwei jn der 'Tag- und Nachtgleiche, im Frikling und und Herbste, wenn sie senkrecht iber der Erde im 8. Grade des Widders und der Wage steht; zwei in sehr versohie- denen Tageslingen, nimlich im Winter, wenn die 'Tage Zunehmen, im 8. Grade des Steinbocks, und im Sommer, wenn sie abnehmen, im 8. Grade des Krebses. Die Ur- sache dieser Ungleichheiten ist die schiefe Lage des Thier- kreises, da die eine Halfte der Welt stets unter der Erde, und die andere Halfte iber derselben sich befindet. Die- jenigen Zeichen, welche bei ihrem Aufgange sich senkreeht erheben,') leuchten linger, aber die schief aufsteigenden ziehen schneller vorttber.

18.

Die meisten Menschen wissen noch nicht, was die ge- lehrtesten Minner durch ihre grossen Bemtihungen und die Himmels-Erscheinungen entdeckt haben, dass nimlich das- jenige, was wir Blitz nennen, Feuer ist, welches von den 3 obern Planeten und vorzugsweise dem mittleren (Jupiter) auf die Erde herabf&llt; vielleicht, weil er den zu grossen Andrang von Feuchtigkeit aus der obern, und von Hitze aus der untern Kreisbabn, auf diese Weise fortechafft. Daher ist das Sprichwort entstanden, dass Jupiter Blitze sebleudere. So wie sich aber von brennendem Holze eine Kohle mit Gerfusch ablist, ebenso von dem Gestirne das himmliscbe Feuer, und dieses ist dann bedeutungsvoll, da- mit auch nicht einmal der abgelaste 'Theil in seinem gGtt- lichen Wirken aufhêre. Meistentheils ereignet sich der- sleicken bei truber Luft, weil die gesammelte Feuchtigkeit jenen Uehberfluss zur Entladung reizt, oder weil die Laft durch die Geburt des gleichsum schwangeren Gestirnes getrubt wird.

19. Auch den Abstand der Planeten von der Erde haben

%) Krebe. Lowe, Jungfrau, Wage, Scorpion und Schatze.

1486 Zweites Buch.

zend, dass man ibn kaum ansehen kann; dabei zeigt siel in im ein Bild der Gottheit in mensehlicher Gestalt. Am dere sind rauh wie Wolle und mit einer Wolke umgeben. Einmal nur verwandelte sich eine Mihne in einen Spiesa, in der 109. Olympiade, dem 398. Jahre der Stadt.2) Der kiirzeste Zeitraum ihrer Sichtbarkeit wird zu 7, der lingste zu 80 Tagen angegeben. 98.

Einige Kometen bewegen sich nach Art der Planeten, andere sind unbeweglich. Gewiss ist, dass sie alle im Nor- den erscheinen, zwar nicht immer in einer bestimmten Region, meist aber doch in dem weissen Streife, welcher den Namen Milchstrasse erhalten hat. Aristoteles *) er- zihlt, es wiirden wohl auch mehrere zugleich gesehen; diess hat jedoeh, soviel ich weiss, Niemand weiter bemerkt. Sie zeigen starke Winde und Hitze an. Awch in den Win- termonaten, sowie am Stidpole sind sie sichtbar, dann aber obue Mihne. Ein furchterlicher Komet zeigte sieh den Bewohuern Aethiopiens und Aegyptens, der vou dem da- maligen Kiuige 'Typhon genannt wurde; er hatte einen feurigen Schein, war wie eine Spirale gewunden, von gr&as- liehem Anmsebn, und eher ein feuriger Klumpen als ein Stern. Zuweilen siekt man auch an den Plaueten und Ubrigen Sternen Haare. Niemals zeigt sich ein Komet am westlichen 'Theile des Himmels.

Meistentheils ist der Komet ein sehreeckenerregendes und nicht leickt zu versëhnendes Gestiru, wie der Burger- anfstand unter dem (Consul Octavius *) und der Krieg 2wischen Pompejus und (gar *) beweisen. Aueh in unserer Zeit sah man, als der Kaiser Claudius vergiftet wurde *), ferner unter der Regierung seines Nachfolgers

') Dieses Jubr fillt uber in die 106. Olympiade.

2” Der berihmteste Schiler dus Pluto, eb. 384 zu Stugira in Macedonien. starb 822 zu Chalkis.

”) 76 v. Chr.

9 49 v. Chr.

3) Seine Gemehlin Agrippina vergiftete ihn 54 n. Chr. Er hiess mit

150 Tweites Buch.

seinetwegen ersehienen und bedeute seine wachsende Grisse; und, wenn wir die Wahrheit gestehen sollen, so war diess much wirklich eine der Erde heilsame Vorbedeutung.

Einige halten die Kometen ftr bestindig dauernde Ge- stirne, die ibren Umlanf haben, aber nur, wenn sië von der Sonne entfernt sind, gesehen werden kénneu. Andere mei- nen, sie Beiën zufdllige Erzeugnisse von Fenchtigkeit und einer feurigen Kraft, uud lêsten sich von selbat wieder aaf 7.

MA.

Eben jener Hipparchus, der nie genug gelobt werden kann, da Niemand besser als er die Verwandtechaft der Gestirne mit dem Menschen, und dass unsere Seele ein Theil des Himmels sei, erwiesen hat, entdeekte einen neuen Stern von anderer Beschaffenheit, der zu seiner Zeit ent- standen war. Durch dessen Bewegung an dem Tage, wo er leuchtete, kam er auf die Vermuthung, dass diess Gfter gesehele, und dass sich auch diejenigen bewegten, welche wir fr feststehend halten. Er wagte auch ein frevel- haftes Unternehmeu den Nachkommen Sterne zuzuzihlen, und gie nach ihreu Namen zu ordnen. Ër erdachte Instru- mente, vermittelst welcher er den Standort und die Grisse ciueg jeden bezeichnete, damit man hiedurch nicht nar ihr Verschwinden und Entstehen, sondern auck (berhaupt, ob sie vortberzichen uud sich bewegen, ob sie grisser oder kleiner werden, leicht unterseheiden kinnte. So hinterliess er der Nachwelt den Himmel als eine Erbsehaft, wen Je- mand sich finde, der seine Berechnung begreifen wêrde.

25.

Es Jenehten auch Faekelu am Himmel, kinnen aber uur gesehen werden, weun sie herabfallen. Eine solehe ilog, wahremd eines von Germanicus Caesar?) gegebenen

' "Tye Brahe und Marstlin, Kepler Lehrer, cheinen soerst die Kometen als Himmelskêrper erkannt zu haben: Kepler wies iknea gerndlinige Wuhnen un. Der Danziger Astronom Hevelius makm varubolische Bahnen un, €bense Newton, dexsen Metbode von Hal susgebildet wurde.

*) Nelfe des Tiberius, Gemabl der ilteren Agrippina, Vs

162 Zweites Buch.

Beschaffenheit noch verborgen; daher kennen wir sie micht. so genau wie die oben beschriebenen Aufginge, Finsternisae nnd viele andere Erscheinungen.

28.

Man sieht auch Sterne bei der Sonne ganze Tage lang, welehe meistens die Sonnenscheibe wie einen aus Ahren geflochtenen Kranz umgeben. Ferner buntfarbige Kreise bemerkte man; ein solcher erschien, als der Kaiser An- gustus in friher Jugend nach Rom kam, um nach dem Tode seines Vaters desgen grossen Namen auf sich @ber- zutragen. Auch um den Mond und andere vorzlgliche Sterne, sogar um die Fixsterne, zeigen sich Krinze.

29.

Um die Sonne erschien ein Bogen unter den Consuln L. Opimius und @. Fabius?); eine Scheibe unter L. Por- cius und M. Aeilius*); ein Ring von rother Farbe unter L. Julius und P. Rutilius. ?)

80.

Auch ereignen sich wunderbare und langer dauernde Sonnenfjinsternisse, wie bei der Ermordung des Dieta- tors Cssar*), uud jm Antonianischen Kriege), wo die Sonne fast das ganze Jabr hindurch blass war.

1.

Auch siebt man zuweilen mehrere Sonnen auf ein- mal, aber weder oberhalb noch unterhalb vou ihr, sondern in schriger Richtung; niemals neben ihr, noch zur Erde gekehrt, noch des Nachts; sondern entweder beim Auf- oder Untergange der Sonue. Einmal sollen auch solche Sonnen Mittags am Bosporus gesehen worden sein, und vom Morgen

") 68$ nach Roms Erbauung oder 121 v. Chr.

2) 640 " - N ES EE - Sk 710 ed ps OC. Julius Cesw,

Mohn den Pritors jaeiehen Namens und der Aurelia, Cotta's Toeh- ter, geb. den 6. Juli 100 v. Chr, Seine Ermordung fiel aaf dee 15. Marz des genannten Jahres.

*) Krieg des Antonius gegen Octavianus Augustus; er 4 mit der Seeschlacht bei Actium, 721 nach R. E. oder 2

194 Zweites Buch.

36,

Auch scheinen die Sterne hin und her zu fahrem, jedoch nicht ohne Grund, deun die Entstehung heftiger Winde von derselben Seite her hêngt damit zusammen.

87.

Auch im Meere und auf der Erde giebt es Sterne. Tch selbst habe bei den n&chtlichen Feldwachen einen leuchtenden Schein von derartiger Gestalt auf den Spiessen der vor dem Walle stehenden Soldaten gesehen. Sie lassen sich auch auf die Segelstangen und andere Schiffstheile nieder. mit einem vernehmbarcn Gerausch, wie wenn Vagel von einem Sitze zum andern fliegen. Wenn sie einzeln er- scheinen, bringen sie Unheil, denn sie versenken dann die Schiffe und wenn sie unten in den Kiel fallen, so ver- brennen sie dieselben: zu zweien aber sind sie ein glinstiges Zeichen und verktinden eine gltckliche Fabrt. Darch ihre Ankunft sell jene schreckliehe und Unglitckdrohende so- genannte Helena *. verjagt werden. Deshalb schreibt mam auch diese Kraft dem Castor und Pollus ”) zu, und raft sie auf dem Meere als Gitter an. Auch die Haupter der Meusehen leuchten rings um in den Abendstunden. was von grosser Vunrhedentung ist. Die Ursachen aller dieser Er- seheinungen kennt man nicht genau: sie sind in der Hoheit der Natur verborgen.

EN

mu viel von der Welt selbst und den Gestimen. Num wolien wir zu den tibrigen Merkwiirdigkeiten des Himmels #bergeher: denn anch las nannten die Alten Himmel. was wir jetzt mit einem apderen Namen I.uit nennen. Dieser L bk nbar leeren Jaum ein. Um tz. und nech viel tiefer (wie mw€n nde wind sie. indem sich , s n Lui: mit einer tnendliehem H

158 Zweites Buch.

gestirn') heissen, an der Stirn desselben die Sueulae den Bootes, welcher dem grossen Biren folgt. 42.

Dass, abgesehen von den angefthrten Ursachen, aueh auf andere Weise Regen und Winde entstehen, will ich nicht in Abrede stellen; denn so viel ist gewiss, die Erde haucht einen feuchten, sonst aber durch Einfitsse der Hitze rauchigen Dunst aus. Auch die Wolken erzeugen sich aus der in die Hihe gestiegenen Feuchtigkeit oder nus den zu Feuchtigkeit verdichteten Diinsten. Dass sie eine ge- wisse Dichtigkeit haben und etwas Kêrperliches sind, geht unbezweifelt daraus hervor, dass sie die Sonne verdeeken, welehe doch sonst den 'Tauchern in jeder Tiefe unter dem 'Wasser sichtbar bleibt.

43.

Auch ist nicht zu leugnen, dass oben aus den Sternen ein solches Feuer (wie wir es oft bei heiterem Himmel sehen), in die Wolken fallen kann, durch dessen Schlag die Luft erschtittert wird, da ja auch abgeschossene Pfeile ein Gerausch machen. Sobald nun das Feuer in die Wolke gelangt ist, entwickelt sich ein zischender Dampf, wie wenn glihendes Eisen ins Wasser getaucht wird, und ein Rauchwirbel steigt empor. Auf solche Weise entstehen die Sturmwinde. Kimpfen in den Wolken Wind oder Dampf sich dringend, so haben wir den Donner; durchbricht die Glaht die Wolken, den Blitz; nimmt sie aber einen lAm- geren Gang, das Wetterleuchten; dieses zertheilt die Wol- ken, jener durehbricht sie. Die Donner sind also Stisse des andringenden Feuers, daher gleich darauf feurige Risge in den Wolken schimmern.

Auch die von der Erde aufgestiegene, aber durch den Gegenstoss der Sterne niedergepresste und von einer Wolke aufgehaltene Luft kann Donner erzeugen. So lange die Luft kampft, erstickt die Natur jeden Laut; bricht sie sich aber Bahn, 80 entsteht ein Knall, wie beim Zerspringen

*) Vergilie,

162 Zweites Buch.

chen Aparktias und Boreas. Nach der grssern Eintheilung kommen noch vier Winde dazwischen, nimlich: der Nord- nordwest'), mitten zwischen Nord und dem Solstitial-Unter- gange; der Ostnordost*) mitten zwischen dem Nordost und dem Aeguinoctial-Aufgange, vom Solstitial-Punkte an; der Sudstidost ?), mitten zwischen dem `Winteraufgange und Mittag; der Stdstidwest *) mitten zwischen Mittag und dem Winteruutergange, d. h. zwischen Sad und Sudwest) und da- her aus beiden (Namen) zusammengesetzt. Aber das ge- pligte noch nicht! Eiuige setzten nimlich zwischen dem Boreas und Cweiag den Nordostnord %), und zwischen den Eurus und Notus den Stdostsid.”)

Einige Winde sind nur gewissen [#ndern eigenthim- lieh, und gehen nicht ttber einen bestimmten Strich hinaus; wie z. B. bei den Afheniensern der $eciron, der wenig vom Argestes abweicht und dem tbrigen Grieckenland unbekannt ist. An andern Orteu, wo er etwas mehr von Norden weht, heisst er Olvmpias: allein gewêbnlich ist mit allen diesen Namen der Argestes gemeint. Auch den Ccias nenmen Einige Hellespontias. (eberhaupt haben dicselben Winde an versehiedenen Orten verscbiedene Namen. In der Nar- bonensisechen Provinz ist der Cireius der bedcutendste aller Winde. denn er steht keinem an Heftiskeit nach, und weht meistens (ber das ligurische Meer nmach Ostia hin. Der- selbe ist nicht nur in den tbrigen 'Theilen der Erde unbe- kannt, sondern er bertthrt auch nicht einmal Vienna, die Manptstadt jener Provinz, weil er, ungeachtet seiner Heftig- keit, nahe vor der Stadt durch eincn nicht sekr bedeuten- den Bergriieken aufgebalten wird. Auch Fabianus leugmet, dass der stdwind in Aegrpten wehe. llieraus geht ein Naturgesetz hervor, wonach auch den Winden Zeit und Grenzen gesetzt sind.

A Der Fribling erdfinet den Schiffern die Meere; bei sei- %) Thraseias. %) Cieeins. 3) Dhuaenix, ) Libanotus. %) Notas und Liba. *) Meses. 7) Euronotus.

164 Zweites Buch.

Herbst-Aeguinoctinm beginnt als Herbstwind der Nordwesti ihm ist der Stdostwind entgegen. Etwa 44 Tage machler tritt mit dem Untergange des Siebengestirns der Wimter ein, welcher Zeitpunkt auf den 10. November zu fallea pfiegt. Mit ihm beginnt auch der winterliche Nordost, vrel- cher von dem im Sommer wehenden sehr verschieden ist; sein Gegner ist der Stidwest. Sieben Tage vor und naeh dem ktirzesten 'Tage ist das Meer mit der Brut der Eis- vêgel bedeckt, woher auch diese Tage ihren Namen!) er- halten haben; die tbrige Zeit ist es Winter. Allein selbst durch die Rauheit des Wetters wird das Meer nicht ver- schlossen. Anfangs sah man sich nur aus Furcht, den Sceriubern zur Beute zu werden, mit Todesgefahr genê- tbigt, im Winter das Meer zu beschiffen; allein jetat ist die Habsucht die 'Triebfeder dazu. da.

Am kiltesten sind die Winde, welche, wie wir am- gegeben, vom Norden her wehen, wnd der ihnen benach- barte Nordwest. Dicse herrschen anch (ber die andern und vertreiben die Wolken. Feuchte Winde sind der SAdwest, und vorzuglich fr Ttalien der Stidwind. Auch im Pontas sol] der Ostnordost die Wolken au sich ziehen. 'Trockne Winde sind der Nordwest und Stdost, ausgenommen wenn sie ruhig wehen. Der Nordost und Nord bringen Schnee, der Nord und Nordwest Hagel, der $tdwind ist heiss, der Sudost und West lau, beide aber trockner als der Ostwind, und im Allgemeinen sind die von Norden und Westen kommenden trockner als die, welche von SUd und Ost. Der gesundeste unter allen ist der Nordost; der Stidwind nachtheilig und mebr trocken, vielleicht, weil er feueht, und darum kilter ist. Wihrend er wehet, sollen die Thiere weniger Hunger empfinden.

Die Passatwinde hêren fast immer bei Einbruch der Nacht auf und erheben sich um die dritte Tagesstunde”)

*) Haleyonides, 7) $ Uhr Morgens. Der 'Tag fing bei den Rêmern nach Dnserer Zeitrechnung um 6 (hr Morgens an.

166 Zweites Buch.

mel durchblieken lagsen. ËFudoxus `) glanbt, dass (wenu. man die geringsten Nebenumstinde beachten witrde) alle vier Jahre dieselben Wind- und Witterungswechsel wieder- kehren. Der Anfang dieser vierjihrigen Periode ist im Schaltjabre, beim Aufgange des Hundssternes. Soviel von den allgemeinen Winden.

49.

Nun gehen wir zu den plêtzlich entstehenden Winden (ber, welche sich, wie gesagt*), aus den Dilnsten der Erde @rzeugen, dann aber, mit einer Wolkenhtille umgeben, nie- dersttirzen und in vielfacher Gestalt erscheinen. Umher- schweifend und gleich reissenden Strimen fortstirzend er- zeugen sie (nach der oben angefthrten Meinung Einiger) ?) Donner und Blitz. Wenn sie mit grusserer Kraft und schnellerem Anlaufe eine troekue Wolke durchbrechen, so entsteht der Sturmwind, den die Griechen Eknephias nennen. Haben sie aber. enger zusammengerollt, die Wolke in einem flachen Bogen durchbrochen, jedoch ohne Feuer, d. h. ohne Blitz, dann bilden sie einen Wirbel, welcher 'Typhon oder gewirbelter Eknepbias heisst. Dieser nimmt ein abgerissenes Stick von der kalten Wolke mit sich, und, indem er eg wilat und drehet und seine Zerstêrung durch jenes Gewicht noch beschleunigt wird, zieht er in reissendem Wirbel von Ort zu Ort. Besonders den Scefahrern ist er ein gefihrliches Uebel, denn er zerbricht nicht nmur die Segelstangen, sondern die Fabrzeuge selbat. Mit einem sehr billigen Mittel kann man sich gegen ihu sehttzen; man giesat ihm namlich Essig, dessen Natur sehr kthlend ist, entgegen. Wird er nach heftigem Anprallen zurtiek- gestossen, so reisst er das Ergriffene saugend mit sich in die Huhe.

BU. Wenn er die gepresste Wolke in einer grssern Hêh-

*) Aus Knidor, ein Schtler des Plato. war Art und Geometer ond starb S48 v. Chr.

) Im 43. Cap.

3) Im 4. Cap,

168 Zweites Buch.

dann nur zu dtinnen, loekern Wolken. Allein im Fruklinge und im Herbste entstehen biufiger Blitze, weil die Ur- sachen, welche ihrem Entstehen im Winter und Sommer hinderlich sind, in jenen beiden Jahreszeiten wegfallen. Daher wird Italien oft von Blitzen beimgesueht, denn die. bewegliche Luft des mildern Winters und feuchten Sommers. gleicht gewissermaassen derjenigen im Friiblinge und Herbate. Auch in den mehr stidlich gelegenen Gegenden Ttaliens, wie um Rom und in Companien, blitzt es im Sommer sowohl wie im Winter, was in andern Lêndern nicht gesehieht. 62.

Man giebt von den Blitzen selbst mehrere Arten an. Die troeknen ztnden nicht, sondern zerschmettern nur; die feuchten brennen nicht, sondern sengen nur. Eine dritte Art, der helle Blitz genannt, ist von wunderbarer Beschaf- fenheit; er leert die Fisser aus, ohne sie im geringsten za beschadigen oder sonst eine Spur zu hinterlassen. Er schmelst Gold, Silber und Kupfer in den Beuteln, ohne die letztern zu verbreunen, und nicht einmal das wiehserne Siegel wird dadurch verletzt. Marcia, eine vornehme R8- merin, wurde wahrend ibrer Schwangerschaft vom Blitze getroffen, und blieb selbst ohne anderweiten Unfall am Leben, wihrend ihre Leibesfrucht getdtet ward. Unter andern Wunderzeichen wihrend der Catilinarischen Ver- sehwirung ereignete es sich auch, dass der Dekurio2) M. Herennius aus der Pompejanischen Pflanzstadt*) an einem heitern Tage vom Blitze erschlagen wurde.

58.

In den Schriften der Thuscer*) wird angegeben, dass neun (iutter die Blitze entsenden, und dass es elf Arten derselben gebe; Jupiter allein schleudere drei davon. Die Rémer haben nur zwei behalten, und sehreiben die am 'Tage erfolgenden dem Jupiter, die des Naehts entste-

* Rathserr in eine Pfianzetaat (municipiam). 2) Pompeji 3) Etruscer oder Hetrurier.

170 Zweites Buch.

gerufen werden kënnen. Eine alte Sage in Etrurien er- z&hlt, man habe, als einst ein Ungeheuer, Volta genannt, die Aecker verwlistete und die Stadt Volsinii bedrohete, Blitze herbeigerufen. Auch Porsenna!), der dortige Ka- nig, erfiehete Blitze; und dass vor ihm Numa*) daaselbe gethan, berichtet L. Piso”), ein glaubwiirdiger Schriftsteller im ersten Buche seiner Apnalen; T. Hostilius*) habe ihm darin, aber weniger glcklich nachgeabhmt, denn er sei vom Blitze erschlagen. Wir haben zu diesem Behufe Haine, Alt&re und heilige Gebriuche; uud neben dem Jupiter Stator*), Tonans ) und Feretrius7) haben wir auch einen Jupiter Elicius?) angenommen. Im gemeinen Leben hegt man hiertiber versehiedene Meinungen, die sich nach den Ansichten eines Jeden richten. Es ist ein kecker Gedanke, die Natur beherrschen zu wollen, und nur ein sehwacher Verstand wird behanpten, dass man Naturkriften durch Opfer ihren Einfiuss benehmen kanne; ja die Kenntnisg in der Erklêrung der Blitze ist sehon so weit gekommen, daas man durch Hulfe ihrer zuktinftige Blitze auf den Tag be- stimmt vorhersagt, und wie aus unzihligen Erfabrungen n Kênig von Clusium in Etrurien, im 6. Jahrh. v. Chr, zu dem der aus Hom vertriebene Targuinius fldehtete. Vergl. XXXIV. B. 14. Cap.

Num Powmpilius, der #weite rimische Kinig, Z15—670 v. Chr.

3) LL. Calpurniug Piso. vin verdienter Staatsmann, der 188 Ve Chr. das Consulat bekleidete.

*) Enkel des Hostus Hostilius, dritter romischer Kênig, 670—688| V. Chr. Vergleiche XVIIL. B. 2. Cap.

Romulus gelobte dem Tupiter einen Tempel. wenn er die vor den Subinern fliebenden Rimer zum Stehen bewegen w@rde. Liv. 1. 19.

“) Der Donnerer.

7) Romulus weihete dem Jupiter einen "Tempel und brachte ikm die dem Kênige der Ciimenser abgenommene Bente dar, welche auf einer Bahre (feretrum) getragen wurde.

*) Der herabgelockte. Numa roll nimlich die Kunst verstanden

haben, durch zauberische Gebriuche den Jupiter vom Olymp su sieh herabzulocken.

173 Zweites Buch.

Wo sie entstanden sind, wieder hineilen. Kommen sie da- her vom ersten Theile des Himmels her und kehren wie- der dabin zurtick, so verktfinden sie das grêsste Gltck, wie dergleichen dem Dictator Sulla ) widerfahren sein sol. Die Blitze, welche von den Ubrigen Theilen kommen, sind we- niger Gluck bringend oder Unheil verktindend. Manche Blitze soll man weder nennen, noch nennen hêren dirfen, eg sei denn, dass man einem Gastfreunde oder Verwandten davon erzihlte. Wie unsicher diese Beobachtung ist, hat sich in Rom erwiegen, als unter dem Konsul Scaurus%, welcher bald darauf der erste unter seinen Amtsgenossen wurde, der Blitz in den Tempel der Juno einschlug.

Blitz ohne Donner bemerkt man mehr bei Nacht alg bei Tage. Das einzige lebende Wesen, welches er nicht immer tGdtet, ist der Mensch, die (brigen sterben auf der Stelle. Die Natur scheint ihm diesen Vorzug deshalb ge- geben zu haben, weil ihu so viele Thiere an Starke tber- treffen. Alle Thiere liegen auf der dem Schlage entgegen- gesetaten Seite; der Mensch stirbt nicht, wenn er nicht auf die getroffene Stelle geworfen wird; die von oben Getrof- fenen werden sitzend, die wachend Getroffenen mit gesehlos- senen Augen, und die sehlafend Getroffenen mit offenen Augen gefunden. Nach religiësen Vorsehriften soll ein vom Blitz erscblagener Mensch nicht verbrannt, sondern beerdigt werden. Kein Thier wird, wenn es nicht sehon todt war, vom Blitz angeztindet. Die vom Blitze herrihrenden Wun- den sind kalter als der Ubrige Kirper.

56.

Vou allem, was die Erde hervorbringt, wird der Lorbeer- baam nicht vom Blitze getroffen, und nie dringt er @ber fAnf Fuss tief in die Erde. Daher halten Furchtsame sich in tiefen Hihlen, oder auch in Zelten aus den Fellen der Seekalber ftr sicher, denn diess Thier ist das einzige unter den Seegeschupfen, welches der Blitz nicht verletst, sowie

') Geboren 147, gestorben 78. v. Chr. 3) 115 v. Chr.

174 Z2weites Buch.

Hêrnerschall vom Himmel herab gehêrt worden sei. Abêr unter dem 3. Konsulate des Marius) sahen die Ameriner und Tuderter Wafien am Himmel, die von Morgen und Abend her gekommen so lange mit einander kimpften, bis die letztern zurtckgedringt waren. Dass selbst der ganze Him- mel brennt, ist keineswegs wunderbar und schon oft ge- sehen, weun die Wolken von einem grogsen Feuer ergriffen wurden. 59.

Die Griechen rihmeu von Anaxagoras*) aus Klazomend, dass derselhe im 2. Jahre der 78. Olympiade*) vermige Beiner Kenntniss in der Astronomie vorhergesngt babe, an welchem 'Tage ein Stein aus der Sonne fallen witrde, und dass diess wirklich in einer Gegend von 'Thbracien, am Flusse Acgos*) bei 'Tage gesehehen sei. Dieser Stein, von der Grisse eincs beladenen Wagens und von brandiger Farbe, wird noch jetzt gezeigt. Um jene Zeit stand auch ein feuriger Komet am Himmel. Wer aber an eine solche Vorkersagung glaubt, der muss nothwendig auch zugeben, dass die Weissasungskraft des Anavagoras ein noch grés- sores Wunder war; nnd unsere Finsicht in das Woesen der Dinge wirde in Nichts zerfallen, und in gimzliehe Verwir- rung gerathen, wenn entweder die Monne selbst cin Stein wire, oder man glaubte, dass jemals ein Stein auf ihr ge- wesen sei. Das aber dennoch hiufig Steine herabfallen, wird darum keinen Zweifel erleiden. In der Fechtsehule zu Abvdus5! wird noch heutzutage ein Stein, der zwar nur klein ist, dessen Herabfsllen mitten auf das Land aber Anaxagoras ebenfalls voraus gesagt haben soll, heilig ver- wahrt. Auch zu Cassandria, welches jetzt Potid#a) heisat,

*) 108 v. Chr.

* Geboren BO v. Chr, starh 48 zu Lampstus,

%) 467 v. Chr.

*) An der Strase der Dardanellen.

*) Es ab melrere Orte dieses Namens, einen in Troes, Einem in Thebais und einen in Japyggia.

*) Auf der Landspitze Pallene in Macedonien; jetzt heisaen ikre Ruinen Porte di Cagsandro.

176 Zweites Bach,

Tage ofter als in der Naecht und zergeht selneller als der Schnee. Nebel entstehen weder im Sommer noch bei' strenger Kalte; 'Thau fallt weder bei Kalte, noch bei Hitsze, noch beim Winde, sondern in heitern Nachten. Durch den Frost wird die Wassermasse verringert und wenn das Eis aufthauet, dieselbe Guantit&t nicht wiedergefanden. In den Wolken nimmt man verschiedene Farben und Gestalten wahbr, je nachdem das beigemischte Feuer die Oberhand hat oder untergeordnet ist. 69.

Ausserdem zeigen einige Orte gewisse Eigenthmlieh- keiteu. So hat man in Afrika im Sommer thaaige Nachte. In Ttalien zu Loerit) und am velinischen See?) erseheinen jeden Tag Regenbëgen. 7Zu Rhodus und Syrakus ist der Himmel nie so sehr mit Wolken bedeckt, dasa man nieht wenigstens zu einer Stunde des 'Tages die Sonne sehen kann. Alles dies werde ich jedoch passender bei den be- treffenden Orten vortragen. So viel von der Luft.

68.

Nun folgt die Erde, welcher wir, wegen ihrer grossen Verdienste, allein von allen Theilen der Welt den Namen und die Verchrung einer Mutter verliehen haben. Sie ist dem Meuschen das, was der Gottheit der Himmel ist; sie nimmt uns bei der Geburt auf, ernihrt und erhalt uns fortwabrend, und zuletzt, weun die tbrige Natur sich von uns lossagt, empfingt sie uns in ihrem Schoos und bedeekt uns als eine liebende Mutter. Durch kein Verdienst ist sie uns heiliger, als dass sie ns selbt heilig maecht; anch trigt sie unsere Monumente und Inscbriften, und pflanzt so unsere Namen und uuser Andenken weit (ber das kurze Leben hinaus fort. Im Zorne rufen wir sogar ibre Gottheit gegen die 'Todten an, als wenn wir nicht wiissten, daas sie es allein ist, welehe nie einem Menschen zurnt.

Die Wasser werden zu Regen, erstarren zu Hagel,

') Jetzt Motta di Burzano. Jetzt Rio de Luco oder Lagodella Marm.

178 Zweites Buch.

Ursache irgend eines Uebels wire, und nur gegen diese eine Seite der Natur sind wir undankbar. 7Zu welchem Vergntigen und zu welchen Schandthaten ist sie nicht dem Menschen behilflich? Sie wird ins Meer geworfen, oder, um Kanile zu bauen, aus dem Wasser hervorgegraben; mit Eisen, Holz, Feuer, Steinen und Fritchten wird sie stets gegutlt, mehr um des Vergnigens als der Nabrung willen. Das wttrde noch ertriglich erseheinen, was man an ihrer Oberfliche vornimmt. Allein wir dringen auch in ihr Inne- res, graben nach Gold und Silber, Erz und Blei; sogar edle und andere kleine Steine suchen wir in tief angelegten Schiehten. `Wir reiksen ihre Eingeweide heraus, um den Stein, welchen wir suchen, am Finger zu tragen. Wie viele 1nde sind bemtht, damit nur ein Glied glinzen kann! Wenn es unterirdisehe Meuschen gibe, wahrhaftig dureh jene habgierigen und schwelgerischen (#riber witren sie Jingst herausgescharrt. Sollen wir uns nun moch wundern, wenn sie efwas zu umgerm Nachtheil hervorgebracht hat! Denn die wilden Thiere, glaube ich, sehtitzen sie noeh und halten die riiuberiseken 1iude ab. (irhen wir nicht mitten unter Schlangen, und suehen die Goldaderu hei giftigen Allein die Gittin ist di b versihnt, weil alle se Ouellen des Reichthums zu Verbrechen, Mord und- Krieg fihrem, weil wir sie mit unserm Blute benetzen und mit wusern uubegrabenen Gebeinen bedeeken. Jedoeb, nach- dem sie wns gleichsam unsere Wuth vorgeworfen hat, be- deekt sie endlich selbst jene Gebeine, und verbirgt so die Mehleehtig n der Mensehen. Uuter die Verbreehen der Undankbarkeit mêiehte ich auch noeh das ziblen, dass wir mit ihrer Natar moe nicht gehirisg vertraut sind. GE

bre Gestalt aber ist das erste, worttber man einerlei Meiwung hat. Mit Hecbt nenuem wir sie Erdkreis, und geben zu, dass ihre Kugelforum von Spitzen wuscbloseen sei Denn bei der nngeleuren Hike der Berge und Fliche d Felder kann sie keine vollkommene Kugcl darstellen; al

160 Zweites Buch.

Dieser Meinung pflichtet auch Dicearchus*), ein sehr ge- lehrter Mann bei, der auf Befebl der Kênige*) die Berge ausmaass, unter denen er den Pelion *) als den hêchsten su 1250 Schritten nach der senkrechten Hihe angab und sagte, dass diese Huhe im Vergleich zu dem ganzen Umfange der Erde ganz verschwinde. Mir seheint diese Behauptung unzu- verlissig. denn ich kenne Alpenspitzen, die sich in langem Zuge bis zu 50,000 Schritten*) erheben. Aber am meisten widerstreitet der Pibel, wenn er sich die Oberfiache des Meeres auch als gerundet denken soll. Und doch giebt es in der ganzen Natur nicbts, was durch den blossen Anbliek be- greiflieher wire; denn auch herabhê&ngende Tropfen bilden Kugeln, und bringt man sie auf Staub oder wollige Blatter, so erscheinen sie ebenfalls in vollkommener Kugelgestalt, und in geftllten Bechern steht der mittlere Theil am hêeh- sten. Alles diess lisst sich ween der Zartheit und Weich- beit des Wasers leichter durch Vernunftsschliisse als durch den blossen Anblick einsehen. Noch wunderbarer ist die Erscheinung, dass, wenn man jn eincn geftllten Becher nur das Geringste von Fltissigkeit noch hinzugiebt, der- selbe ogleich tiberliuft, was hingegen nicht gesehieht, wenn man G@ewichte, selbst bis zu 90 Denarien schwer, hineinlegt. Der (irund davon beruht darauf, dass alles,” Was ins Innere der Fltssigkeit gelangt, diese in die Hêhe treibt, aber, was auf die gehon convese Fliche gegossen wird, herablduft. Darum sieht man auch von den Schiffen ans das Land nicht, was man von Mastbinmen aus er- bliekt, und darum scheint bei einem wegsegelnden Schiffe etwas (#linzendes, was an der Spitze des Mastbaumes befestigt ist, allmihlig hinabzusteigeu, und versehwindet Zuletat ana. Unter welcher a#ndercn Gestalt wirde endlich der (eean, den wir ftr das Aeusserste hale

ten, #ugammen halten und nicht herabfallen, da ihn keim F

' ! “* 3 dJutat Petrus in 'The-salien.

%) Eine viel zu hohe. offenbur durch Abkchreiber emtef-

nr

182 Zweites Buch.

67.

Von Gades *) und den S#ulen des Herkules?) an wird lings der Klste von Spanien und Gallien heutzutage der ganze westliche Theil der Erde befahren. Auch das Nord- meer ist grisstentheils beschifft, denn unter der Regierung des vergutterten Augustus fuhr eine Flotte um Germanien herum bis zum eimbrisehen Vorgebirge 5); von da gelangte man, nachdem man ein unermessliches Meer gesehen oder wenigstens davon gehêrt hatte, zum seythischen Lande und zu wasgerreichen, von Eis starrenden Gegenden. Es ist da- her gar nicht wahrscheinlich. dass da, wo ein Ueberfluss an VFeuchtigkeit ist, das Meer fehle. Ebenso ist im Oaten vom indischen Meere aus unter demselben Sternbilde der Kanze gegen das kaspische Meer liegende Theil*) durck die maeedonische Flotte unter der Regierung des Scleukus und Antiochus 5), welehe diese Gewisser auch nach ihren hen benannt wissen wollten, durchsehift worden. Un- weit von dem kaspischen Meere sind auch viele Kilsten des Oceans untersucht, und das ganse Nordmeer ist von dieser gowohl als von jener Seite his auf eine Strecke durehrudert. Dass aber dennoch den bloseen Vermuthungen noch kein Ziel gesteckt ist, beweist der Miotische See *) aufs deutlichste, von dem man jmmer nmoch nicht weiss, ob er, wie viele geglaubt haben, einen Busen jenes Oceans, oder ein stehendes, nur durch eine |andenge von ibm ge- trenntes Gewisser bildet.

"N Cudis in panien. *. Se birssen die briden Berge Afyla uml Cape au den Kasten alter, welche Herkulss auf jeder cite der Mceerenge errieb- tet halsen sol. um dv Mittelmeere einen Durclgung zu versehaffen und ein Denkuul za aetzen, wie weit er auf seine Reisen gekommen sei. seneup in Jiitland, Die hier gemeinte Fahrt unternahm 'neitua Anna. TL B. Jy der damaligen Ansichf bilsete dus Cuspische Meer einen Pusen des nirdlichen Oceans: s. ju VI. Bucb 15 und 17 Capitel.

*) Zu Ende des dritten und zu Anfunse drs zweiten Juhrhunderte v. Chr,

*j Das usowische Meer.

184 Zweites Buch.

kann, veranlasst mich, den ganzen bekannten Erdkreis, auf

welchem Niemand seiner Habsucht Scbranken setzt, gleieh-

sam vor Augen zu stellen, und zu zeigen, wie gross er ist. 68.

Schon frihe scheint man das feste Land als die Hêlfte der Erde betrachtet zu haben, als wenn dadurch der Ocean nicht zu kurz kime, da er doch das Ganze rings umgiebt, alle andern Gewiisser ausstrimt und wiederum in sich aaf- nimmt, indem alles, was in die Wolken steigt, von ihm ausgeht und er selbst so viele Gestirne ernihrt; welchem ungeheuren Raum muss er also einnehmen? Uebermissig und unendlich muss der Umfang dieser ungeheuren Masse sein. Nun denke man hinzu, Was von dem (Ubriggebliebe- nen 'Theile der Iimmel weggenommen hat. Die Erde wird nimlich in 5 'Theile getheilt, welche Zonen heissen. Alles was an den beiden &ussersten liegt, wird von heftiger Kalte und ewigem Eise eingescllossen, und grenzt an die bei- den Pole, von denen der eine Nordpol und der andere ihm entgegengesetste Stdpol heisst. In beiden herrscht ewige Finsterniss, der Anbliek der milden Gestirne ist ihnen fremd, und nur ein kirgliches, durch den Reif weissliches Licht ibnen verliehen. Der mittlere Erdgitrtel aber, den die Sonne umkreist, ist von der Hitze verbrannt und glnzlich ausge- dêrrt. Nur die beiden Zonen, zwisehen der heissen und kalten, sind gemissigt, stehen aber wegen des Brandes der Sonne nicht miteinander in Verbindung. So hat also der Himmel der Erde drei 'Theile entrissen; was der Ocean weggenommen, ist unbestimmt.

Aber ich weiss nicht, ob der uns noch (brig gebliebene Theil sich nieht in grisserer Grefahr befindet; denn der Ocean, welcher, (wie ich noch zeigen werde) so viele Bu- sen bildet, tobt mit solcher Wuth auf die benachbarten innern Meere ein, das z. B. der arabische Meerbusen nur noch 118,000 Sekritte vom i#gyptischen, und der kaspische See nur noch 375,000 Schritte vom pontisehen Meere ent- fernt ist. Ferner dringt er in so viele Meere, durch welche er Afrika, Europa und Asien von einander trennt; wie viel

186 Zweites Bach.

welcher sich an dem fr uns hêchsten 'Theile des 'Thier- kreises befindet, liegt nach Norden; der Brumalkreis nach dem andern Pole hin, mitten aber durch den 'Thierkreis zieht sich der Aeguinoctialkreis.

71.

Die Ursache der (brigen von uns bewunderten Er- soheinungen liegt in der Gestalt der Erde selbst; sowie ihre und mit ihr der Gewisser kugelrunde Form aus den- selben Griinden hervorgeht. Daher kommt es denn ohne “Ziweifel, dass uns die Gestirne am nêrdliehen Himmel nie- mals untergehen, hingegen die stdlichen niemals aufgehen; ferner werden unsere Sterne von den Bewohnern der stid- lichen Linder nicht gesehen, weil die Erdkugel den Blicken in den Weg tritt. lIm Lande der 'Troglodvten?) und dem benachbarten Aegrpten sieht man den Nordstern nicht; den Canopus”). das sogenannte Haar der Berenice, sowie das Gestirn, welches unter dem vergtterten Augustus der Thron des Kaisers genannt wurde, welche doch alle dort wahr- Zunehmen sind, sieht man in Ttalien nicht. Ja die Krim- mung der Erdkugel ist so merklich, dass der Canopus etwa nur um den vierten 'Theil eines Zeichens fitr Alexandrien (ber den Horizont hervorsuragen scheint, wahrend er zu Rhodus scheinbar die Erde streift; jm Pontus, wo der Nord- stern am hichsten steht, sieht man jenen gar nicht. Da- gegen ist der Nordstern auf Rhodus und noech mehr in Alexandrien unsichtbar; im November bleibt er wahrend der drei ersten Nachtstundeu*) verborgen, in den drei fol- genden erscheint er; zu Meroë erseheint er im Solstitium eine kurze Zeit des Abends, und wenige 'Tage vor dem Aufgange des Biren*) sieht man ihn gleichfalls bei Tagesanbruch.

Dergleichen Erscheinungen bieten sich am hiufigsten

* Nubien und Abessinien. Stern erster Grosee im sidlichen Ruder deu Schiffes Argo. ia. Die Rimer theilten die Nacht in vier Vigilien, jede von drei Stunden; die Griechen uber hatten bloss drei Vigilien, jede von vier Standen.

9 Am 21. Febraar.

188 Zweites Buch.

Mitte wohnten, als auch alle Andern wirden Tage und Nachte von zwêlf gleichen Stunden haben. 78.

Desbalb ist es auch nie auf der ganzen Erde zugleich Tag und Nacht, denn auf der der Sonne entgegengesetzten Halfte der Kugel entsteht Naeht, und durch ihren Um- schwung bringt sie dieser Halfte den Tag wieder. Diess beweisen viele Erfahrungen. In Afrika und Spanien wurden von Hannibal Thirme, und in Asien #hnliche Warten ge- gen die Ueberfslle der Seerduber erbauet; wenn man nan auf denselben das Signalfeuer um die 6. Tagesstunde an- Zindete, so sahen es, wie mehrere Falle beweisen, die dort absegelnden Schiffe bloes bis zur dritten Stunde der Nacht. Philonides, der Liufer Alexanders des Grossen, legte den 1200) Stadien langen Weg von Sicyon nach Elis in neun Stunden am Tage zurtick; von da aber, kehrte er, unge- achtet es bergab ging, erst in der 3. Stunde der Nacht zu- ritek. Die Ursache war, dass er hinwirts mit der Sonne ging, auf dem Ritckwege aber ihm die Sonne entgegen kam. Aus gleichen Griinden haben die nach Westen Segelnden, selbst am ktrzesten 'Tage, langer 'Tag als Nacht, weil sie gleichsam die Sonne begleiten.

74.

Nicht tberall kann man dieselben Stundenuhren ge- brauchen, weil sie sich alle 300 bis 500 Stadien mit dem Schatten der Sonne vertindern. So betrigt die Schatten- linge des Zeigers (welchen man Gnomon neunt) in Aegyp- ten am Tage des Aeguinoctii zur Mittagszeit etwas mehr als die halbe Linge des Zeigers. Zu Rom fehlt dem Schat- ten ts der Linge des Zeigers; in Ankona ist er um Hs langer; in dem 'Theile von Ttalien, wolcher Venetia heisst, gleicbt zu derselben “Stunde die Linge des Schattens der des Zeigers.

7 Auch erziklt man, dass z

') Jetzt Assuan.

H

Syene'), einer Stadt, welehe

190 Zweites Buch.

76.

Im ganzen Troglodytenlande sollen, nach Eratosthenes 2), die Schatten zweimal im Jahre 45 Tage hindureh anf die entgegengesetate Seite fallen.

71. d

So kommt es auch, dass durch diess Ab- und Zunehmen des Lichts, in Meroe der lingste Tag zwêlf Aeguinoetial- stunden und noch acht 'Theile einer Stunde 2) betrigt, in Alexandrien aber 14 Stunden, in Italien 15 und in Britan- nien 17 Stunden, Wo auch die hellen Nichte im Sommer das, was die Vernunft uns schon glaublich macht, bekriftigen. Nimlich zur Zeit des Sommersolstitiums, wo die Sonne dem Pole naher steht mnd der Umkreis ihres Leuchtens enger ist, haben jene Polarlinder sechs Monate lang be- stindig Tag, und, wenn sie sich zum Wintersolstitijum hin entfernt hat, ebenso lange Nacht. Dasselbe soll, wie Py- theas von Massilien”) berichtet, auf der Insel Thule*), welche seehs Schiffstagereisen nêrdlich von Britannien ent- fernt ist, der Fall sein; Einige behaupten dicss auch von der Insel Mona), welche von der britischen Stadt Ca- maldanum “) 200,000 Schritte weit liegt.

78.

Diese Lehre von den Mchatften und die sogenannte Gnomunik erfsnd Anaximenes von Milet7), ein Schtiler des sehon erwibnten Anasimander: er zeigte auch zuerst zu Lacediman eine Stundenuhr, Mciutherikum *) genannt.

Vou Cyime, lebte 277 106 vo Chr. *. Die Mten theilten die Stunde ju Marseille

te ie d.d . Ulir.

1-lond za Nur Plinius uad - Velstuptaner nafstellen. In den eig- ns enfihr. ist nur von einem

aar V " Selattenfi

192 Zweites Buch.

Grisge, die Sitten sind sanft, die Sinne seharf, der Geist fruchtbar und f&hig, die ganze Natur zu erfassen. Hier giebt es auch Staatseinrichtungen, die unter den entfern- tern Vélkern unbekannt sind, daher diese wegen ikrer Ent- fernung, und ihrer, durch die Strenge des Klimas bedingten abgeschiedenen Lebensweise jenen nie gehorecht haben.

81.

Die Babylonier glauben, dass Erdbeben, Erdfalle und alle tbrigen derartigen Erscheinungen, vom Einfiusse der Gestirne, und namentlich jenen drei, denen man die Erzeugung der Blitze zuschreibt') herrtihren. Besonders sollen dergleichen eintreffen, wenn sie mit der Sonne laufen oder mit ihr zusammenkommen, hauptsichlich aber, wenn sie im (eviertscheine stehen. Fine ausgezeichnete und, Wwenn man es glauben will, gittliche prophetische Kraft in Dingen der Art besass der Phrsiker Anaximander von Milet.3) Er soll die Lacedimonier im Voraus gewarnt haben, auf ihre Stadt und luser Acht zu geben, denn es stehe ein Erdheben bevor, und in der That fiel auch die ganze Stadt in 'Trimmer, wobei noch ein grosser Theil des Berges Taygetus”) in Gestalt eines Schiffshintertheils ab- gerissen wurde, und auf die zerstirte Stadt herabstrzte. Auch Phereeydes*), dem lLehrer des Pythagoras sehreibt man eine nicht minder gittliche Weissagung zu; er soll nimlich durch einen Trunk Wasser aus einem Brunnen ein Erdbeben daselbst5) vorhergesagt haben. Sind solche Er- zhlungen wabr, wie wenig migen diese Manner schon bei ihren Lebzeiten von den Gëttern unterschieden gewesen sein! Tch Uberlasse den Glauben an dergleichen dem Er- messen eines Jeden; dass aber die Winde Ursache von Erdbeben sind, mêehte ich nicht bezweifeln, denn die Erde wankt nur dann, wenn das Meer still und die Atmosphêre

ter und Mars en Thales, lebte im 6. Jahre, v. Chr, 2) Monte di Main.

-yrog im 6. Jahrh. v. Chr.

194 Dweites Bach.

heftigsten aber Morgens und Abends; meistentheils aber vor Tagesanbruch, und am Tage um die Mittagszeit; anch bei Sonnen- und Mondfinsternissen, weil dann keine Stirme sind; vorztglich aber dann, wenn auf Regen Hitze, oder auf Hitze Regen folgt.

83.

Auch die Schiffer kênnen sicher auf ein bevorstehen- des Erdbeben seblicssen, wenn die Wogen ohne Wind an- schwellen und sie von der Erschtitternng Stésse versptren. Alles, was sich auf den Schiffen befindet, wankt ebenso wie in Gebiuden, und verktindet durch das dadurch entstehende Gersuseh das Erdbeben. Sogar die Vigel bleiben fureht- sam Bitzen. Es giebt auch am Himmel ein Zeichen, was einem nahen Erdbeben vorhergeht; dasselbe erscheint, ent- weder am 'Tage oder kurz nach Sonnenuntergange bei heiterm Wetter, als ein langer schmaler Wolkenstreif. Dag Wasser in den Brunnen ist dann tribe und von widerlichem Geruche.

84.

Die Brunnen kinnen aber ehenso wie zahlreiche Hihlen als Hillfsmittel gegen Erdbeben dienen, weil sie die auf- genommene Iuft wiederum aushauchen. Diess zeigt sich bei einigen Stadten, welche, weil sie mit vielen umterir- disechen Kantlen zur Ableitung der Unreinigkeiten versehen sind, weniger von Erdbeben leiden. Noch sicherer sind die Grebaude, welche eincn huhlen Gruud haben, woron Neapel in Italien den Beweis liefert, dessen auf festem Grunde erbaueter Stadttheil jeuen Unfsllen weit mehr unter- worfen ist. Das sicherste Schutzmittel bieten die Gewêlbe der Gebaude, auch die Winkel der Winde und die Pfosten dar, weil diese durch den gegenseitigen Druck zusammen- gehalten werden. Auch auf Winde von Backsteinen wirkt die Erschutterung weniger sehidlich.

Ein grosser Unterschied findet selbst iu der Art der Erschutterung der Erde statt, denn diese erfolgt auf mehr- fache Weise. Am besten ist es, wenn sie schwingend auf- tritt, wobei die Gebiude ein wirbelndes Getise von sich

196 Zweites Buch.

tragen; im marrucinischen Gebiete'!), auf den Gttern des rémischen Ritters Vectius Marcellus, der Nero's Sachwalter War, wurden nimlich Wiesen und Oelgtrten, welche dureh eine Landstrasse getrennt waren, auf die entgegengesetsten Seiten versetat.

B6.

Zugleich mit den Erdbeben erfolgen auch Ueberschwem- mungen des Meeres, wenn dieses nimlich durch dieselbe Luft hereingetrieben und von dem Schlunde der sich sen- kenden Erde aufgenommen wird. Das stirkste Erdbeben eeit Menschen Gedenken ereignete sich unter der Regierung des Kaisers 'Diberius, wodurch zwêlf asiatische Stidte in ciner Nacht zerstêrt wurden.*”) Die hiufigsten erfolgten im punischen Kriege?), wo man in einem Jahre 57 der- selben nach Tm meldete. In demsgelben Jahre*) war die Sehlacht am trasvmenischen See *), allein weder die Punier noch die Rimer merkten wihrend des Kampfes die Erd- ersehtitterung. -— Das [rdbeben ist aber kein einfacheg Ungliek“). und seine Gefabr liegt nicht bloss in der Er- sehittterumg, soudern ein gleich grosses und moch grisseres Vebel wird dureh dasselbe angedeutet. Jn Rom fand nie- malg ein Erdbeben statt, was nicht der Vorbote irgend tines Ereignisses gewesen wire.

RT.

Erdbeben sind auch die Ursache ueuentstchenden Landes, da eheu jene Luft wohl fihig ist, den Boden zu heben, aber nicht ihn zu durchbrechen. Denu neues land ent- steht nicht loss dureh das Ansckwemmen der Flisse, wie z. B. die eehinadisehen Inseln 7) durch den Fluss Achelaus 5),

' Am Flusse Pescara, in der Gesgend vou Chieti. “IS n. Chr,

n pamiseben Kei

di Perngia, komt. nie alle # G arzolari senannt.

y detat eg Putame.

198 Zweites Buch.

spater Hiera 1) oder Automate”), ebenfalls Cykladen, und zwei Stadien davon entfernt entstand 110 Jahre spitter, nooh zu unserer Zeit unter den Konsuln M. Junius Silanus und L. Balbus*), am 8. Juli die Insel 'Thia.*) Vor unserer Zeit tauchte neben Italien nnter den #olischen Ingeln *) eine, desgleichen eine von 2500 Schritten L&nge und mit daraaf befindlichen warmen @uellen neben Kreta aus dem Meere hervor; noch eine andere, welche mit heftigem Winde be- gleitet brannte, zeigte sieh im 3. Jahre der 163. Olympiade im tuscisehen *) Meerbugen. Man erz&hlt auch, alle Men- schen, welche von den um dieselbe in grosser Anzahl schwimmenden Fischen gegessen hitten, wiren sogleich gestorben. Ferner sollen die pithekusischen Inseln7) im Campanischen Meerbusen auf #hnliche Art entstanden sein. Der Berg Epopus auf einer dieser Inseln?) wurde bald darauf, nachdem eine Flamme aus ihm hervorgebrochen war, der Ebene gleich. Ebendaselbst wurde anch eine Stadt vom Meere verschlungen, durch ein anderes Erdbeben ent- stand ein See, und bei einem dritteu durch zusammenge- sttirzte Berge die Insel Prochyta. 90.

Denn auch auf diese Weise hat die Natur Inseln ge- sohaffen; sie riss Sicilien von ltalien, Cypern von Syrien, Eubëa*) von Béotien '), Afalante ) und Makris 2) von Eu- bia, Besbykus 1”) von Bithynien, Leukosia ') vom Vorgebirge der Sirenen 15) los.

91.

Dann nabm sie auch dem Meere wieder Inseln, und

*) Die gross Kammeni,

*) d. h. die von selbt entstandene.

3) 770 nach Roms Erbauung. 26 n. Chr.

“*) Die kleine Kammeni.

*) Liparische Inseln.

*) toskanischen.

7) Aenariu (Ischia) und Prochyta (Prochila).

*, Aenaria. *) Negroponte. ') Livadien. '!) Talanda. ) Eler *) Kalolymno. ') Piaaa. ') Licoso.

200 Zweites Be.

der Pontus verschlungen, Elice und Bura gingen im corin- thischen Meerbusen unter, und Spuren davon erblickt man noch auf der hohen See. Von der Insel Cea versank plëêts- lich ein abgerissenes Stick von mehr als 30,000 Schritten nebst vielen Menschen. In Sicilien ging die halbe Stadt Tyndaris und das Stick Land, was Ttalien mit Sieilien verband unter. Auf gleiche Weise ging Eleusis in Biotien za Grunde. 95.

Doch genug von Erdbeben und von Ereignissen, welche nur verbrannte Trimmer von Stidten ubrig lassen. Reden wir lieber von den Wundern der Erde, als von den Griueln der Natur. Und wahrlich, die Erscheinungen des Himmels darzustellen war keine so schwierige Aufgabe als dieses.

Der Schatz an Metallen ist so mannigfaltig, so reich, so ergiebig, und witchst so viele Jahrhunderte hindureh nach, obgleich tiglich auf dem ganzen Erdboden Feuer, Zerstirung, Schifbruch, Krieg, Betrug so viel davon raabt und die Ueppigkeit der Menschen so viel davon vernichtet. Die Fdelsteine sind in ihrer Zeichnung so verschieden, andere (xesteine so bunt, und viele derselben von dem reinsten Wasser! Dazu noch: die Kraft der Mineralguellen, die go viele Jahrhunderte hindurek fortwihrend an mehreren Orten hervorleuchtenden Flammeu. Anderwirts dringen aus Gruben uder verpesteten Gegenden tidtliche Dimpfe hervor, dic hier nur fur die Vigel, wie Sorakte') bei ltom, dort fur die Wbrigen lcbenden Geschipfe ausser dem Menschen, 2uweilen aber auch diesem, wie im sinueskanisehen 2) und puteolanischen *) Gebiete, gefihrlich sind. Man nennt die- selben Dunsthiklen, oder auch Charons-Grotten, weil sie einen verderblicheu Ranch aushauchen. So giebt es fermer im hirpinisehen Gebiete zu Amsanktus beim Tempel der

' dJetzt Monte Nan Ores Sinueska. eine Koloni %) Puteoli

der Girenze von Kampanien. etzt Pnzzuoli in Kampanien.

202 Tweites Buch.

2wei Wilder herum, welche vom Winde getrieben, bald eine dreieckige, bald eine runde, niemals aber eine vier- eckige Gestalt annehmen.

97.,

Paphos hat ein berthmtes Heiligthum der Venus, aaf dessen einen Altar nie Regen fallt. Ebenso regnet es nicht zu Nea ?), einer Stadt in 'Troas, nm eine Bilds&ule der Minerva herum. Ebendaselbst verfaulen auch die Ueber- bleibsel der Opferthiere nicht.

98.

Bei der Stadt Harpasa?) in Asien steht ein ungeheurer Felsen, den man mit einem Finger berihren kann; stiast man aber mit dem ganzen Kêrper daran, so rihrt er sieh nicht. Auf der taurischen Halbinsel*), in der Stadt Para- Binum gibt es eine Erde, welche alle Wunden heilt. Um Assus %) in 'Troas wêchst ein Stein, der alle Kêrper ver- 4ehrt und daher Sarkophagus ”) genannt wird. Am Flusse Tndus stehen zwei Berge: der eine hat die Eigenschaft, alles Eisen festzuhalten, der andere aber stisst en ab. Wer daher Nagel in den Sohlen hat, kanu auf jenem den Fuss nicht erheben, anf letztern aber nicht auftreten. Man findet aufgezeichnet, dass zu Loerif) und Croton nie eine ansteckende Krankheit oder ein Erdbeben gewesen sei. Tu Lycien folgen stets auf ein Erdbeben 40 heitere Tage. Im arpanischen Gebiete geht das gestete Getreide nicht auf. In der Nahe der mucischen Altire im Vejentinischen, ferner bei Tusculanum 7) und im ciminischen Walde 5) gibt es Plitze, wo das, was in die Erde gesteekt ist, nicht wieder

') Jeniseheer.

2) Arpas Kaled.

%) Die jetzige Krimm.

* Bagtsehe RO.

%) Fleischfreswer. Aus dicsem Steine wurden S&rge verferkigt, daher dicse- Wort spiter von jedem Sarge dberhaupt gebraucht wurde. $. auch im XXXVI. B. %. Cap.

%) Bruzzano.

7) Fraseati.

*) Monte Fogliano.

204 Zweites Buch.

die nêmliche Gestalt zeige, da doch der Mond unter der Erde offenbar keinen andern lLauf und keine andere - Wirkung hat, als wenn er vor unsern Augen hinlduft.

Mannigfach ist ausserdem auch noch der Mondweehsel und zwar haupts&chlich von 7 zu 7 Tagen. Vom Neumonde nimlieh bis zum ersten Viertel ist die Fluth missig, von da an nimmt sie zu und beim Vollmonde steigt sie am hêeh- ten. Dann wird sie wieder sehwicher, am 7. Tage gleicht sie der ersten wieder, und im letzten Viertel wird sie aber- mals stirker. Beim Zusammentritt des Mondes mit der Sonne ist sie ebenso stark wie beim Vollmonde. Wenn er im Nordost und von der Erde weiter entfernt steht, ist die Fluth sehwêcher, als wenn er nach Sfiden gewandt mit grésserer Kraft auf die dann nihere Erde einwirkt. Nach Verlauf von aeht Jahren kehrt mit dem hundertsten Um- laufe des Mondes, der jene Anschwellung veranlaast, die anfingliche Bewegung und gleiches Steigen des Meeres wieder. Der jihrliche Umlauf der Sonne ist auch nicht ohne Wirkung auf die Fluth, denn diese nimmt in den Aeguinoetien bedeutend zu, und zwar mehr im Herbst- als im Frihlings-Aeguinoetinm; am ktirzesten 'Tage ist sie sehwach, und noch schw&cher im Sommer-Solstitium. Je- doech treten diese Verinderungen nicht genau in den genann- ten Zeitpunkten ein, sondern wenige Tage spater. Die beim Monde erwihnten Vertinderungen erfolgen auch nieht gerade beim Voll-. oder Neumonde, sondern kurz danaeh; ferner nicht sogleich, beim Aufgange oder Untergange des Mondes oder, wenn er sich von seiner mittleren Bahn ab- witrts neigt, sondern fast um zwei Aeguinoctialstanden spiter. Ueberhaupt zeigt sich die Wirkung eines jeden Ereignisses am Himmel auf der Erde immer spiter, als wir es erblicken, wie z. B. Donner und Blitz erweisen.

Vom Ocean gehen aber alle Fluthen weiter ins Land, als von den Ubrigen Meeren; sei €8 nun, wei] ein grosses Ganzeg mêchtiger ist, als ein 'Theil davon, oder weil die Kraft des weit um sich greifenden Gestirnes auf jene grosse Fliche starker einwirkt als auf einen engen Raum. Daher

206 Zweites Buch.

heit ist ein Brunnen in der Stadt Hispalis%), wihrend die tbrigen nichts Ungewibnliches haben. Der Pontus #liesst bestindig in den Propontis, aber nie geht Wasser aus diesem in den Pontus zurtck.

101.

Fast alle Meere reinigen sich beim Vollmonde, nur einige zu einer andern bestimmten Zeit. Bei Messana und Mylé wirft das Meer einen mistihnlichen Unrath ans Dfer, woher die Sage entstanden ist, die Rinder der Sonne hat- ten daselbst ihre Stalle. Hiezu fgt noch Aristoteles (da- mit ich nichts, was mir bekannt ist, dbersehe), das kein 'Thier zu einer andern Zeit, als wahrend der Ebbe sterbe. Am gallischen Ocean hat man dies vielfack beobachtet und ` Wwenigstens am Menschen bestatigt gefunden.

109.

Hieraus geht die Wahrscheinlichkeit hervor, daas der Moud nicht ohne Grund fir das Gestirn des Lebeng zu halten sei. Er sittigt die Erde, erfullt den Kêrper bei seinem Erscheinen, und entleert ilm bei seiner Entfernung. Daher wachsen auch, wenn er zunimmt, die Conchylien, und vornehmlich empfinden alle blatlosen Thiere seine be- lebende Kraft. Aber anch sogar das Blut der Menschen mehrt und vermindert sick mit dem Monde, und selbst Striiucher und Kriuter fahlen (wie ich an ihrem Orte noeh sagen werde) seine alles durchdringende Kraft.

108.

Durch die Gluht der Sonne aber wird die Feuchtigkeit hinweggenommen, und da sie alles ausdirrt und verzehrt, halten wir sie f@r ein minnliches Gestirn.

- 104.

So wird dem weiten Meere der Salsgeschmaek gleichaam eingekocht, vder, indem sie ihm die stissen und zarten 'Theile, welche gerade die feurige Kraft am leichte- sten an sich zieht, benimmt, liest sie alle gribern und dichtern Stoffe zurtiek. Daher ist auch daa Meerwaager in

”) Sevilla.

908 Zweites, Buch.

'Wassers, welches in der Naihe des Meeres wie aus Rihren hervorsprudelt; denn auch dem Wasser feblt es nicht an Wundern. Das stisse Wasser schwimmt auf dem Meere, ohne Zweifel, weil es leichter ist; daher trigt auch das schwerere Seewasser alles, wag hinein kommt, besser. Sogar sllsse Wasser schwimmen an manchen Orten auf einander, wie z. B. der Flusk?), welcher sich in den fuei- nisehen 3), die Addua, welche sich in den larischen*), der 'icinus, der sich in der verbanischen *), der Mincins, der sich in den benacischen 5), der Ollius, der sich in den sevi- nischen *), der Rhodanus”), der sich in den lemanischen*) See ergiesst. Der letztere liegt jenseits der Alpen, die Hbrigen aber in Italien; sie alle strimen auf viele tausend Schritte weit freundnachbarlich durch jene Seen hin, und nehmen nur ihr eigenes, und nicht mehr Wasser, als sie hinein- gebracht haben, wieder mit sich hinaus. Ein Gleiches soll auch beim Orontes”), einem Flusse in Syrien und bei noeh vielen andern stattfinden.

Einige Fltisse verlieren sich gleichsam, als hassten sie das Meer, in die Erde, wie 4. B. die @uelle Arethusa bei Syrakus; was man in diese hineinwirft, kommt im Alpheus 2), welcher durch Olympien fliesst und sich an der peloponne- Bischen Klste ins Meer ergiesst, wieder zum Vorschein. Der Lycus 1) in Asien, der Erasinus 12) in Argolis, der Tigris in Mesopotamien gehen in die Erde und kommen wieder hervor. Wag man in die (Juelle des Acsculaps bei Athen wirft, kommt im Hafen Phalerus wieder zum Vorsehein. In der atinatischen Gegend 2) kommt ein in die Erde ge- gangener Fluss 1!) erst 20,000 Schritte weiter wieder her- vor: dasselbe ist der Fall mit dem 'Timavug im Gebiete von Aguileja.

In dem Asphaltsee?) in Jndia, welcher Erdpech erzeugt,

laste di Como. * Lago Der Rhone. * Der Kepbalari. %) Afing ') Dus todte Meer.

910 Zweites Buch.

Arkadien, giebt es Wassermiuse. Die kalte @uelle des Jupiter zu Dodona 2) l6scht zwar hineingetanchte Fackeln aus, nihert man ihr aber die ausgelêschten wieder, so ent- zUnden sie sich. Mittags bleibt sie stets aus, daher heisst sie auch: die Aufhêrende.”) Spater fingt sie an zu wach- sen, ist nm Mitternacht ganz voll und nimmt dann allmêblig wieder ab. In Tlyrien ist eine kalte @uelle, welehe dar- iber ausgebreitete Kleider entztindet. Der See des Jupiter Hammon*) ist am Tage kalt, bei Nacht heiss. Die so- genannte Sonnenguelle im Lande der Troglodxten ist am Mittag stise nnd sehr kalt, dann f#ngt sie an warm zu werden und ist um Mitternacht heiss und bitter.

Die @uelle des Padus*) ist im Sommer des Mittags steta trocken, gleichsam als wenn sie unterdessen Rahe hielte. Fiue @uelle auf der Insel 'Tenedos tritt vom Som- miersolstitinm an stets von der 3. bis zur 6. Stunde der Nacht aus. Die (uelle Inopus auf der Insel Delos steigt und fillt gleiehzeitig mit dem Nile. Dem Flusse Timavus gereniiber liegt im Meere eine kleine Insel mit warme @uellen, welehe mit der Fluth steigen und mit der Ebbe fallen. Der Fluss Novanus im pitinatischen (iebiete, jen- seits der Alpem, wird jedesmal im Nolstitinm reissend, am kitrzesteu 'Tage dagegen troeknet er aus.

Im faliseischen Gebiete macht alles 'Trinkwasser die Ochsen weiss, in Bëotien der Fluss Melas die Schafe schwarz, der Cephissus, welcher aus demselben See 5) her- vorlliesst, weiss, der Peneus *) wiederum schwarz, der Xan- thus bei Ilium rothlich, woher dieser Fluss auch seinen

s ist der See Copais in Biotien; #llein der Cephissus ent- t nicht ans demselben, sondern bildet im erst, desshalb heisst is wachbei Homer der tephissische Mee (jetzt der See von Der Melas aber verliert sich sadlich vom See Copais in

Simpfen. ") Jetat Sulambria in Thessalien.

912 Zwoites Buch.

Apollo Clarius?) ist ein 'Teich, dessen Wasser den daraus Trinkenden die Wahrsagekunst verleiht, zugleich aber auch ibr Leben verktrat. Dass Flisse zuweilen eineu riek- gingigen Lauf nehmeu, hat man auch zu unseren Zeiten, in den letzten Jabren der Regierung Nero's gesehen, wie ich in dessen Lebensbeschreibung angefdhrt habe.

Wem ist es wohl uubekannt, dass alle @uellen im Sommer kilter sind als im Winter? Nicht minder wun- derbar erseheint es, dass Erz und Blei in Klumpen uuter- sinken, aber in dinuen Platten scbwimmen; ferner, dass einige Kirper von gleichem Gewicht theils sinken, theils schwimmen, dass sich [asten im Wasser viel leichter be- wegen lJassen. Der Stein Seyrius3) schwinmt in grogsen Stiteken, zerkleinert sinkt er aber unter. Frische Leich- vame sinken unter, subald sie aber angeschwollen sind, kommeu sie in die Hihe. Leere Gefisse lagsen sich nicht leichter aus dem Wasser zicken als volle. ltegenwasser ist in den Malzgruben besser es bildet sich auck kein Malz, wenn kein s Tr hinzukommt. Meer friert langsamer als jedes ndere, erhitat sich aber schueller. Tm Winter ist das Meer wirmer, im Herbste salziger. Alles N r wird dureh hineingegossenes Oel rubig. Die 'Taucher spritzen (Jel aus dem Munde, weil

dasselbe die Schirfe des Wassers mildert und ilmen Hellig- keit ve Auf hoher See fillt kein Schmee. Obgleich alles Wass irts fit, so springen doch die @uellen

von uuten herauf, und dies gesehieht sogar am Fusse des brennendcn Aetna mit solcher (iewalt. dass der Sand auf 150,000. Sehritte weit von der Fcuermasse fortgeschleudert wird. 107.

Nun miissen wir auch vom Heucr, dem vierten Ele- mente, tinige wunderbare Eigenschaften berichten, und 2war zuerst von den (ldssigen Kirpern mit feuriger Natur.

') Vou der Stult Clarus jn Kleimsien. wo Apollo einen Tem- pel nnd vier Ordkel hatte, 2) 8. NXXVL B. "6. Cap.

214 Zweites Buch.

vulkanisehen Berge, wenn man sich ibnen mit einer brennen- den Fackel nahert, so heftig, dass selbst Steine und Sand im Wasser glthen: dieges Feuer wird auch durch Regenwasser unterhalten. Wenn Jemand einen Stock an diesem Feuer auztindet und damit Furchen zieht, so sollen ihm Feuer- strime folgen. In Baktrien brennt die Spitze des Kophan- tus alle Nachte, in Medien und Sittacene, an der Grenze von Persien. giebt es ebenfalls brennende Berge. Zu Susa, beim weissen 'Thurme, brennen des Nachts 15 Krater, von denen dur grisste auch am Tage Feuer speit. Bei Babylon breunt eine “trecke Landes von der Grisse eines Fisch- teichs. Auch in Aethiopien jin.der Nahe des Berges THes- perius. glinzen die Felder des Nachts wie Sterne, chenso im megalopolitanischen Gebiete. wo der leuchtende Platz in eine angenehmen Walde. dessen tiberhingende Zweige jedwek nicht entztindet werden. verborgen licgt. Awch neben einer kalten (uelle brenut wmauilrlich der Krater des Nymplius. welcher, Theopompus 1, berichtet. den Alison . Sorlier “nael

seek

bei ein Frdharz aus. welles nur dere jene untrinkbare tiuelle geldseht werden kann: iibrizens ist es Hissiger als alies andere Harz. Duri wen kann diëss alles mech in Verwunderunsr setzen? Drannte dech mitten im Meere die Tnsel Hiera *: jn der Naibe von Italien sammt dem Meere mehrere Taze hindurei ur Zeit des Bundesrenossenkrie- west. bis eine Gesandtschaft des Senats es versihnte, Mit sten Flamme jedweh hrennt ein Bergricken in Methopien. der Gitterwagen geuannt. und speiet wahrend

sier g

de im AT "Orie. vlie den Niamen . is slerselbe, den er nie der Korinther (oder EE:

Vuledne.

Der “1 v. ti

216 Zweites Buch.

beginnt. In der salentinischen Stadt Egnatia entsteht, wenn man Holz auf einen daselbst ftir heilig gehaltenen Felsen legt, sogleich eine Flamme. Auf einem unter freiem Him- mel befindlichen Altare der Juno Lacinia') soll die Asche gelbst durch die heftigsten Stitrme nicht weggefthrt werden.

Sogar im Wasser und am menschliehen Kérper ent- stehen plotzlich Flammen. So soll einmal der ganze trasi- menische See in Feuer gestanden haben. Dem Serving 'Tullius *) brach in seiner Kindheit wahrend des Schlafes eine Flamme ans dem Kopfe hervor. Valerjus Antias ?) erzahlt dasselbe von L. Mareius, als dieser nach dem Tode der Secipionen*) eine Rede hielt und die Soldaten zur Rache aufforderte. Bald werde ich mehr und ausfdhrlicher davon handeln; gegenwirtig ktnnen diese Wunder nur vermischt mit den Ubrigen Gegenstinden der Natur erwibnt werden. Da ich nun aber die Erklêrung der Natur beendigt habe, so beeile ich mich, den Geist der Leser gleichsam an der Hand tber den ganzen Erdkreis zu fthren.

112.

Unger Erdtheil, von dem ich jetzt rede, und der (wie schon gesagt) auf dem ihu umgebenden Ocean gleichsam sehwimmt, hat seine grisste Ausdehnung von Morgen nach Abend, d. h. von Indien bis zu den von den Gaditanern verehrten Siulen des Hercules, welehe Entfernung nach Artemidorus *) #,568,000, nach Isidorus S) aber $,818,000 Scbritte betrigt Artemidorus fUgt noeh 891,000 Schritte hinzu, nêmlich, von Gades um das heilige Vorgebirge”)

* Unter diesem Beinamen wurde Juno in einem Tempel anweit Crotona in Italien verehrt, Dieser Tempel soll rom Kênig Lacinas, oder vom Herkules, der den Strassenriinber Lacinius in dieser Ge- gend erlegte, erbauet. sein.

2) Sechster rom. Konig, regierte 576-594 v. Chr.

% Tebte im letsten JABrh. F. Chr.

*) Im 2. ponischen Kriege. Vergl. Liniun XXV. B. 82.—86. Cap.

*) Von Ephesus im 2. Jabrh. v. Chr.

*) Von Charax im 1. Jahrh. n. Chr.

?) Cap St. Vincent.

918 Zweites Buch.

von da bis Koreyral) . . . . . . 87,800 Sehritte

. ks Akroeeraumia%) . . . . 182,500 "Os se Brundisium . . . . . . 87,500 s * ses ROM is ER

- , (ber die Alpen bis zum Dorfe Scingomagus?) . . 519,000 '

- durch Gallien an die Pyrenen bis TIliberis*) . . . 937,000 E

, bis zum Oeean und der Kuste Spaniens . . 881,000

sos bis zur Veberfalrt ae Gades 7,500 *

Alle diese Entfernungen betragen nach Artemidorus Berechnung zusammen: $,%45,000 Schritte.

Die Breite der Erde von Mittag zu Mitternacht wird etwa um die Malfte geringer angenommen, oder zu 4490,000 Sehritten. Hieraus ergiebf sich deutlieb, wie viel uns auf der eiuen Meite die Hitze und auf der andern die Kalte €ntrissen hat. Allein ich glaube nicht. dass diess der Erde geradezu fehlt, nder dass sie desshalb keine Kugelgestalt hat, sondern nehme bloxs an, dass beide 'Theile unbewohnt und uns noch unbekannt sind. Die Iutferuung der sad- liehen Grenze von der nirdlichen betrigt: von der Ktiste des athiopiscben Meeres, soweit sie bewohnt

ist, bis Meroë . . . . . 100,000 Sehritte von da bis Alexandrien s os Rhodus de ER , Bra SOU GE eo ed Ko 87,500 by mor nes BREER er ie 25,0U0 E AE g Samog ee TOOOO is my Ee ERG sy is Ven or n de 94,000 #

*)) %) Stancho.

220 Zweites Bach.

Diess ist eine kthne, aber so genau begrindete Be- hauptang, dass man sich schimen mtisste, ihr keinen Glau- ben zu schenken. THipparchus, der gowohl wegen seiner grindlichen Beurtbeilung des Eratosthenes, als auch wegem seines Ubrigen Fleisses Bewunderung verdient, ftigt noch etwas weniger als 26,000 Stadien hinzu. Anders verhalt es sich mit der Glanbwtrdigkeit des Dionysiodorus, und ich will diess auffallende Beispiel griechischer Eitelkeit dem Leser nicht vorenthalten. Er war aus Melus?) und zeichnete sich in der Geometrie sehr aus. Er starb als Greig in seinem Vaterlande, und diejenigen Verwandtens denen seine Erbschaft zufiel, besorgten sein Begribnisa. Als diese am folgenden Tage die herkëmmlichen Gebriuche verriehteten, sollen sie in seinem Grabe einen Brief, von Dionysiodorus an die Oberwelt geschrieben, gefanden haben, worin es heisst: ,er sei von seinem Grabe aus in das Tnnerste der Erde gelangt, und die Entfernung bis dahin betrage 49,000 Stadien.“ Es fehlie nicht an Geometern, 'welche erklêrten, der Brief sei vom Mittelpunkte der Erde aus geschickt, bis dahin sei von der #ussersten Oberfgche die weiteste Strecke, und letatere also die Halfte des Erd- durchmessers. Hieraus hat man nun berechnet, daas der Umfang der Erde 252,000 Stadien betrage. 118.

Eine harmonisehe Berechnung, welohe eine gleieh- fbrmige Uebereinstimmung der Natur voraussetat, fAgt za obengenanntem Maasse noch 12,000 Stadien hinzu, und hiernach ist somit die Erde der 96. Theil der ganzen Welt.

") Milo.

992 Drittes Buck.

vor dem Beginn ihrer Geschichte waren, aufgezahlt wêr- den; rie sollen also nur ein Namenverzeichniss von der Welt und der Natur sein.

Der ganse Erdkreis wird in drei Theile getheilt: Eu- ropa, Asien und Afrika. Wir fangen im Westen bei der Meerenge von (lades*) an, wo der atlantisehe Ocean ein- bricht und sich in die innern Meere ergiesst. Kommt man hier herein, so liegt Afrika zur Rechten, Europa zur Lin- ken, und Asicn zwischen beiden; die Grenzen zwischen diesen drei Erdtheilen bilden der 'Tanais?) und Nil. Die oben genannte Meerenge ist 15,000 Schritte lang, und vom Fleeken Mellaria *) in Spanien his zum weissen Vorge- birge*) in Afrika 3000 Schritte breit, wie 'Turranius Graei- lis 5), der daher gebltrtig ist, angiebt. Nach T. Livius und Cornu. XNepos betrigt die Breite an der schmalsten Stelle TOE und an der breitesten 10000 Schritte. Durch eine so unbedeutende Mimndung ergiesst sich eine so ungeheure Wassermagse, und keineswegs erklirt sich dieses Wunder durch eine sehr grosse Tiefe des Meeres. denn zahlreiche Weiss schimmernde Sandbinke machen daselbst die Fahrt gefihrlich. Daher haben Viele diesen Ort die Schwelle des mittellindischen Meeres genaunt. Da, wo der Pass am Cngsten ist, sehliessen ikn von beiden Seiten Berge ein, nimlich der Abila ") in Afrika und der Calpe in Europa, die letsten Werke des Merkules. Daher nennen die Eingebor- nen diese Berge auch die Siulen dieses (ottes, und glau- ben, dass er durch die Durchstechuus derselben dem vorher nusgesehlossenen Ocean einen Zugang verschafft und da- durch der ganzen Natur ein anderes Ansebn gegeben habe.

N Jetzt Meerengte von Gilraltar semannt. *) Dan,

* Favnte Ovejnna.

n Cap Npar eueh Aueped “i Ein nicht niher beksannter se olrife teller. ") Dsehilbel el Zatute.

"N Gibraltar.

994 Drittes Buck.

entspringen, und ergiesst sich endlich in das atlantische Meer. Das bier angrenzende tarraconensisehe Spanien zieht sich an der ganzen Seite der Pyrenien hin, breitet sieh vom iberisehen Meere”) ab bis zum gallisehen Oeean *) aus, und wird durch den Berg Solorius*) sowie dureh die ore- tanischen *), carpetanischen *) und asturisehen *) Gebirge von Batica und Lusitanion getrennt. 8.

Batica7), welches naeh dem ihn mitten durchsehnei- denden Flusse*) benannt ist, tbertrifft alle anderen Pro- vinzen durch seine reiche Kultur, Fruchtbarkeit und beson- dere Schênheit. Es enthalt vier Gerichtskreise, den gadi- tanisehen, cordubensischen, astigitanischen und hispalen- sischen. *) Die Gesammtzahl seiner Stadte betragt 175; darunter befinden sich 9 Kolonien 9), 8 Municipien “), 29 mit lateinischem Burgerrechte 1”), 6 freie, 3 Bundesstidte und 120 zinsbare. Von diesen sind erwibnenswerth oder wenigstens im Lateinischen leicht auszusprechen: Oroba 1), mit dem Beinamen Aestuaria an der MUndung des Anas; ferner die Zwischenfiisse'*) Luxia und Urium 15), die Maria-

*) Der heil des mittellindischen Meeres, in den sich der Ebro ergiesst,

*) Meerbusen von Gascogne.

3) Sierra de los Vertientes,

*) Sierr Morenu.

3) Monte de 'Tolede.

*) Sierra de las Asturias.

7) Urfusste Andulusien, den grissten heil von Granada, Eetre- madura und den westlichen 'Theil von la Mancha.

"N Bnetis, jetzt Gundalguivir.

”) Diese Namen kommen noch weiter unten vor.

': Die Rechte der Colonien waren verschieden pach den Reoh- ten der Mutterstidte.

' Fremde Stidte, die das romische Burgerreeht hatten,

') Dieses gestattete den Besitzern den Dienst in den Rêmischen Legionen und die Bewerbung um alle militarinchen Aemter und Ehrenstellen.

') Huelva. ') Zwischen dem Anas u. Baetis, ') Odiel u. into.

val

926 Drittes Buck.

der Tader?), der die Gegend von Carthago%) bewissert; jener entfernt sich wieder von diesem beim Grabmale des Seipio zu Iloreum *), wendet sich gegen Abend, nnd ergiesst sich, nachdem er der Provinz seinen Namen gegeben, im den atlantischen Ocean. Anfangs ist er mur klein, doek bald wird er durch viele Fliisse verstirkt, denen er Namen und Wasser entzieht. Aus dem Ossigitanischen*) Gebiete kommt er nack Baetika, und seine reizenden Ufer sind zu beiden Seiten mit zahlreichen Stadten besetzt.

Die bertihmtesten Stidte zwischen dem Batis und der Meereskllste im Innern des Landes sind: Segeda *), mit dem Beinamen Augurina, Julia oder Fidentia *), Urgao oder Alba 7), Ebura oder Cerealis %), Tliberi oder Liberini %), IN- pulate) oder Lans, Astigit) oder Julienses; Veseim) oder Faventia, Singili'”), Atteguai*), Arialdunum, Klein-Aglats), Bibro, Castra vinaria?), Cisimbrium!7), Neu-Hippo, Tlareo1s), Osca 2), Escua 2), Succubo, Nuditanum, 'Tuati vetus; alle diese nach dem Meere zu in Bastetanien und gehêren zum cordubensischen Kreise. Am Flusse Baetis selbst liegen: Ossigi, mit dem Beinamen Laconicum, TIliturgi) oder Fo-

*) Segura. ) Carthagena. %) Lorca.

* Von der Stadt Ossigi der Turduler an der Grenze vom tarra- Conensischen Spanien, jetzt Maguiz.

* $. Jago della Higuera.

*) Fuente del Rey.

”) Parchena.

*) Alcala la Real.

*) Ruinen bei Granada, auf der Sierra de Elvira.

n Loxa.

'n Alameda.

') Archidona.

') Mira Xenil.

*) Die wenigen Ruinen dieser Stadt fihren den Namen Tera veja.

Aguilar.

') Castro el Rio.

') Espeja.

'n Tora.

*) Huescar.

*) Escazar. *) Ubeda la vieja.

928 Drittes Bach.

neten Stelle in den Batis ergiesst, fliesst an der astigita- nischen Pflianzstadt Augusta Firma ?) vorbei, und wird vou da an schiffbar. Zu diesem Kreise gehiren die tbrigen von Abgaben freien Pflanzstadte: 'Tneci) oder Augusta Gemella, Itucei oder Virtus Julia, Attubi*) oder Claritas Julia, Urso *) oder Genua Urbanorum; zu diegen gehêrte nuch Munda *), bei deren Einuahme der Sol des Pompejus gefangen genommen wurde. Freie Stidte sind: Astigi ve- tus *), Ostippo 7); zinsbar sind: (allet, Caleeula ”), Castra gemina *%), Tlipula minor ?ë), Meraera?!), Saerana, Obulcula), Oningis. VUuweit der Kiste an dem ebenfalls schiffbaren Flusse Menoba wohnen dic Alontigiceler und Alostiger. Der tbrige noch nicht erwihnte Landstrich zwisehen dem Bitis und Anas heisst Baeturia, wird in zwei Theile getheilf und von eben so vieleu Vilkerschaften bewohnt; tmlich den Celtikernt), welche bis nach Lusitanien reichen, und im Hispalensischen Kreise wolnen, und den Turdulern, welche an der lIusitanischen wnd terraconensischen Grenze wolmen und zZum Gerichtsbesirk Corduba gehiren. Dass die Celtiker vou den Celtiberiern in Lusitanien abstammen, ergiebt sich deutlich aus ihrer lteligion. Sprache uud ihren Stidtenamen, welche man ju Bitica, zur Unterseheidung (von den gleichnamigen in Celtiberien) mit besonderen Bei- namen bezeichnet. No Teisst Serial!) auch Fama Julia, Nertobrigaj: Concordia Julia, “egida: Restituta Julia, Con- ributat” : Julia Ueultuniaeum. welehe auck jetat Turiga ge- maat wird, Laconimurgis!: Constantia Julia, 'Tereses 18): Furtunales, Callensestj: iei. Ausserdem liegen im Ge-

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*) Villa Dssome, 'r im pun. Eriege ht 2wisehen Caesar

3 Veriilt dareh eine N

Or

lu in Grenada n Esta, siek *) Olreru. Monelou. Hy Ein mtuum der Celten. *) Xeres de Valera la ede los Torres. ') Gom- - Puerte. '; Cavalla,

280 Drittes Bach.

Wer sollte nun wohl glauben, daas Agrippa bei seinem grossen Fleisse und der besonderen Sorgfalt, die er einer Arbeit widmete, durch welche er den ganzen Erdkreis der Stadt Rom zur Uebersicht vorzulegen gesonnen war, und mit ihm der gêttliche Augustus sich geirrt babe? Denn dieser vollendete den nach dem Plane und den Schriften des M. Agrippa von dessen Schwester begonnenen Bau des Por- tieus, der eben jene Augaben enthalt. 4.

Die ehemalige Gestalt des diesseitigen Spaniens 2) hat sich, wie die mehrerer Provinzen, etwas verandert; denn Pompejus der Grosse bemerkte auf den Trophien, die er in den Pyren&en errichten liess, er habe vou den Alpen an bis zu den Grenzen des jenseitigen Spaniens 877 Stadte unter die rémische Botmissigkeit gebracht. Jetat wird die ganze Provinz in 7 Kreise eingetheilt: in den carthaginien- sisehen, tarraconensischen, eisaraugustinischen, clunien- sischen, asturischen, lueensischen und bracarisehen. Dazu konmen noch die Inseln; ohne diese, welche besonders er- wihnt werden sollen, und ausser den 294, andern Orten zugezihlten Gemeinden enthilt die Provinz 179 Stadte, Von diesen sind 12 Colonien, 18 mit rimischem Btrger- rechte, 18 mit altlateiuischem Burgerrechte, 1 Bundesstadt uud 185 zinsbare.

Unmittelbar an der Kiste wohnen die Bastuler. *) Dann folgen der Reihe mach, in das Land hinein die Mentesa- ner ser %), Oretaner *) und am Tagus die Carpetaner *); daneben:

ny Es begriff mit Ausnahme der Batischen und lasitanischen Prorinzen dus ganze jetzige Spanicn in sich.

*) Pl. nennt sie auch Bastetaner. Sie waren kein eigenthêmlicher Volkwtamm. sondern bestanden aus einer Mischung von Phoniciern, Carthugern, Griechen und Romern. Sie wohnten vou Junovorgebirge an der Kaste hin bis Murgis in (ranada.

3 Eigentlich bloss der tidliche 'Theil der Oretaner, in dem Be- zirk von Chinchilla.

*) Diese bewohnten einen Theil vom west]. Toledo, den mittleren Theil von la Mancha, die Oxtspitze von Jacn und die Nordspitze von (#rannde. Ibr Land war der Huuptscbauplatz im punischen Kriege.

*) Ein iberiseher Stamm, der den grossten Theil von Toledo, die

Burgerrechte und berlhmt durch ihre 'Treue; der Pluss Uduba 7); das Gebiet der Tlergaonier. ”) Der Tberng*), ein von vielen Handelssehiffen befahrener Fluss, entspringt im Cantabrien, nnweit der Stadt Jaliobrica *) und durehstrimt eine Strecke von 450,000 Schritten; 260,000 Schritte lang, nimlich von der Stadt Varia) an, ist er sehiffbar; nach ihm haben die Griechen ganz Spanien Iberien genannt. Das Gossetanische land *), der Fluss Subi”), die Pfanzstadt Tarraco 5), von den Scipionen angelegt, sovie Carthago von den Puniern. Das Gebiet der Ilergeter ?), die Stadt Saburie); der Fluss Rubricatum'!), jenseits desselben die Laletaner 19) und Indigeter.”) Dann folgen der Reihe nach, gegen das Innere des Landes am Fusse der Pyrenden, die Ause- taneri), die Lacetaner!s), in den Pyren&en die Cerretanerif) und die Vasconeri"); an der Kiiste aber liegt die Pflanz- ntadt Barcino's), mit dem Beinamen Faventia. Stidte mit rémischem Btrgerrechte sind: BAtulo'”) und Iluro*); der Fluss Lanum!); Bland4), der Fluss Alba?”), die Doppel- jenseite des Iberus. Mit ihrer Eroberung durch Hannibal begann der zweite punische Krieg. Sie heisat jetrt Murviedro.

*) Mijares.

*) Zywisehen dem Mijares und Ebro.

7) Ebro.

9) Frias.

2) Logrono.

“) Die Vegering de Tarragona und de Tortosa.

*) Francoli.

*) Tarragona.

2) Der Kilstenstrich zwischen Tarragona und Bareelonu.

10) Ville nora.

*) Llobregat.

*2) Vegeriaa de Barcelona und de Maturo.

*) Vegeria de Gerono.

') Mit der Stadt Ausa, jetzt Vigue.

') Vegerias de Cervera und de Manresa.

n) Vegeriss de Puigeerda.

1) Provins Guipnscoa.

n) Barcelona.

'y Badalona an der catal. Kaste.

“) Pineda. *) Tordera. ) Blanas. 2) Ter.

934 Drittes Bueh.

oder Fibularenser, die Complutenser ), Oarenser 3), Cineen- ser *), Cartonenser *), Damanitaner *), Larnenser *), Lursen- ser 7), Lumberitaner *), Lacetaner *), Lmbienser 9), Pompe- lonenser'!) und Segienser.!”)

Zu Carthago gehêren 65 Vlkerschaften, mit Ausnahme der Inselbewohner. Unter diesen nennen wir die @emellen- ser von der accitanisehen Colonie 1%) und Libisosona 3) oder Foroaugustana, welche beide das italische Birgerreeht erhalten haben; von der salariensischen Colonte?) mit altlatei- nischen Rechten: die Castulonenser oder Cisari Venalesi%), die Setabitaner') oder Augustaner, und die Valerienser.!) Unter den zinsbaren sind am bertihmtesten: die Alabanen- Ber'”), Bastitaner?7), Consaburenser*!), Dianenser?), Egele- staner 2), Tlorcitaner*), Laminitaner*5), Mantesaner*) oder Oritaner, Mentesaner 27) oder Bastuler, Oretaner?) oder Ger- maner; Segobriga*), die Hanptstadt Celtiberiens, Toletum?) am 'Tago, die Hauptstadt von Carpetanien; endlich die Viatienser?) und Virgilienser.”?)

Zum cluniensisehens) Kreise gehêren 14 Vilkerschaften der Varduler, von denen ich nur die Albanenser*) nennen

') Alcala de Henarez. 2) Carascosa. 3) Cisuentes. *) Cordona. *) Mediana. *) Larna mezas. % Lumberitta. % $. oben. ') Lubia. *) Pampeluna. ') Sesma,

'3) Der vollstindige Name der Colonie war: Col. Julia Gemella Aecitana, jetat Guadix in Granada.

1%) Deren Ruinen liegen bei dem Dorfe Laguri unweit Cuenca.

'3) Cuzorle.

'y N sie ihr Gebiet an Caesar verkauft hatten.

'7) Daher die sudaria “Setaba. Vergl. die Dedication an Titus Vespasianus; jetat Xativa in Valencia.

'8) Valeria la Viega. ') Abeloda.

29) Baza in Grunada.

2%) Con-unara in Neu-Kastilien.

2) Denia. 2) Uniesta. 2) Lorca. 2) Alhambra. 2) Betanaez. 27. Baëza. 2) Oreto. 2) Priego. 2%) 'Toledlo. 3) Baëea. 3) Mureia.

33) Corunna.

3) Alvanu bei Vittoria. Die Varduler bewohnten das mittlere

Guipuskou. die Ostspitze von Alava und den westlichen Theil von Navara.

936 Drittes Buch.

genannten Varduler und (Cantabrier, liegen nach dem Meere bin.

Hieran grenat der asturische Kreis mit der prachtvollen Stadt Asturica 1) und 22 Vilkerschaften, welche in die Au- gustaner und 'Vransmontaner zerfallen. Unter ihmen sind zu erwihnen: die Cigurrer ?), Piisiker *), Lancienser *) und Zuler.”) Die Zahl stimmtlieher Bewohner wird auf 240,000 freie Kipfe geschitat.

Der lucensische *) Kreis hat 16 Vlkerschaften, die mit Ausnalme der Celtiker und Lebuner, unbedeutend sind und barbarische Namen ftihren; er enthilt aber 160,000 freier Kpfe.

Die 24 Gemeinden des beakarischen”7) Kreises enthalten 175,000 freie Kipfe; nnter ihpen lassen sich, ausser den Brakariern, nur die Iiballer, Cilerner, @alliker; Heguiisen, Limiker, @uerguerner, ohne Widerwillen neunen.

Die Lange des diesseitigen Spanicns betriigt, von den Pyrenden bis zur (irenastadt Castulo 5) 607,000 Schritte und bis an die Ktiste noch etwas weiter; die Breite von arraco bis zu der Kuste bei Olarso ”) 307,000 Sebritte. Vom Fusse der Pyreniien an, wo es zwischen zwei Meeren eingeengt, spitzig zuliuft, breitet es sich allmilig nus, and wo es mit dem jenseitigen Npanien zusammentrifft, wird es mehr als noch e€inmal so breit. An Metallen, mamentlich Blei, Eisen, Kupfer, Silber, (told hat fast ganz Spanien Ueberfluss; im diesseitigen gicbt es auck Frauenglas, in Bitica Zinnober. *) Auch Marmorbriiche sind dort. Der

Vin Cape de Penas. '. Nollaen. %) Vivero,

"n Die Huuptstadt hies: Lnens Asturam, jefzt Lug *) Div Hanptstadt hiese Bracariu Augusta, jetzt Br

so. Fason. Jarsoni. vin Vorgebirge zwischen Gallien und Mpanien aar der Nordkiste, ! Etwas tiefer lag anch eine Stadt gleichen Namei

*) minium, siehe NXXII. B., 46. Cap.

288 Drittes Buch.

Fltisse: Arauris ?) und Liria.”) Stidte giebt es @brigens wegen der grossen stehenden Gewisser, nur wenige; zu be- merken sind Agatha”), das friher den Maesiliensern ge- hêrte, die Landschaft der Volcae 'Tectosages *), und die Stelle, wo einst das von den Rhodiern erbaute Rhoda 5) stand; von letzterer hat der ergiebigste Fluss Galliens, der Rhodanus *), seinen Namen. Dieser sttrzt sich von den Alpen herab, fliesst durch den Lemanischen See 7), nimmt den trigen Arar 5), und die ihm an Wildheit gleichenden Strime Isara *) und Druentia's) auf. Zwei seiner Mtndan- gen sind von missiger Breite und heissen die lybischen, und von diesen wieder die eine die spanische, die andere die metapinische; die dritte und weiteste heisst die massa- Hotische. Einige Schriftsteller geben an, an der Mtndung des Rhodanus habe ehemals eine Stadt Heraclea gelegen. Jenseits befinden sich die vom Rhodanus ausgehenden Kanile des C. Marius?1), gleich berihmt durch ihre Aus- fthrung und durch ihren Namen; der Sumpf Mastramela 77), die Stadt Maritima Avaticorum!*), darlber die Steinfelder 14), ein Denkmal der Kimpfe des Herkules, das Land der Arna- tilier?), und im Innern das der Desuviateris) und Cavarert”. Wiederum vom Meere an liegt das Gebiet der Tricorer,

*) Hrault. %) Lez. ) Agde.

* Dep. Arriege, Haute-GGnronne, Aude. Tan und Hérault.

*) Soll das spatere Arelate sein.

“) Rhone. 7) Genfer See. *) Suone. %) lsëre. 'N) Durenee.

*) Im C'mbrischen Kriege (102 v. Chr.) angelegt; wahrscheinlich der jetzige Canal de navigation d'Arles au port de Bouc.

*2) Etang de Berre ou de Martiguez.

*) Martigues.

'%) La Crau. Herkules soll hier mit den Albion und (ieryon, SOh- nen des Neptun, gekimpft haben, ond als jhm keine Pfejle mehr zu Gebote standen, von Jupiter durch eincn Steinregen unterstitst wor- den sein. Pompon. Mel IN. 5.

' Arles.

%) Tarascon.

*) Zwischen Isêre und Durance.

240 Drittes Buch.

Stidte von lateinischem Bltrgerrechte sind: Agu& Sertia 7) der Salluvier, Avenio *) der Cavarer, Apta Julia *) der Vul- gientier, Alebaca *) der apollinarischen Rejer, Alba 5) der Helver, Augusta“) der 'Tricastiner, Anatilia 7), Aeria %), die Bormanner *), Comaeina, Cabellio 2%), Careasum der Vol- eischen 'Tectosagen!!), Cessero, Carpentoracte!”) der Me- miner; die (Cenicenseris), Cambolectreri*), welche auch Atlantiker genannt werden, Forum Voconiits), Glamum Livii'e), die Lutevaner'), welche auch Foroneronienser heissen; Nemausum !#) der Arecaomiker, Pisceni!”), Ruteni2o), die Samnagenser?!), die zu den Tectosagen gehêrenden 'To- Josaner?), welcho an Aguitanien grenzen; die Tasconer %), Tarusconienser**), Umbraniker?), zwei Hauptstidte des mit Rom verblindeten Staats der Vocontier, Vasi0%) und Lu- Cus Augusti.”) Ausserdem giebt es noch 19 unwichtige, sowie 24 den Nemausiensern gehêrige Stadte. Der Kaiser ialba*) hat noek von den Alpenbewohnern die Avantiker?) und Bodiontiker, deren Stadt Dinin 2%) heisst, in das Ver- Zeiclmiss eintragen lassen. Die [inge der narbonensischen Provins giebt M. Agrippa zu 370,00U, und die Breite zu 248,000 Schritten an. VG.

Von hier kommen wir mach Italien, und zwar zuerst nach Ligurien; dann folgt Etrurien, Umbricn, Latium, wo die MlUndungen der 'Tiber sind, und Rom, die Iauptstadt der Erde, 16,000 Schritte vom Meere entfernt. Darauf: die Kuste der Volseer und Campaniens, der Piceutiner, Lucaner und Bruter, wohin sich Italien von den mondfrmigen Ge-

"Ai. 3) Avignon. 2) Apt. ' Riez in der Provence. % Alpe, Dorf am Neontay. 5) St, Paul de trois ehateaux, nach Andern Aouste. 7) Afais. ") Mont Ventous. %) Uin Hormvs. ') Gavuillon. “) Car- Casronne. 5) Carpentras. ' Am Flusse Are, ') Cambo-Haut und Cumbo-Has de Clarence. ') Le Canet. Wy St. Remy. ) Lodêve. ') Nismes. D) Pézenas. 29) Rhodes. 2) Senez, 2) 'Toulouse. 2) Mon- tauban. 2; Taraacon an der Hhone. 2) Lombes, *; Vaison.

*) Lue in der Dauphiné. 2%) Regierte kaum ein Juhr und ward 69 n. Chr. ermordet. 2) Avangon, 2) Digne.

249 Drittes Buch.

hier nicht einmal die geistigen Fibigkeiten, die Sitten, die Menschen, nocb die durch Wort und That von ihm @ber- wandenen Vlker erwiihnen. Selbst die Griechen, dieses im Selbstlobe unersehupfiiche Volk, haben ihr Urtheil dar- (ber ansgesprochen, und wie gross ist denn der Theil von Italien, den sie Grossgriechenland nennen? Wir mllssen daher denselben Grundsatz, den wir bei der Betrachtung des Ilimmels befolgten, auch hier anwenden, und sowie dort nur cinige (fcstirne, hier nur einige Merkmale anfth- ren. Die Leser aber bitte ich zu bedenken, dass wir, um alle einzelnen Gegenstinde der Erde berthren zu kinnen, uns beeilen mlissen.

ltaliens Gestalt hat grosse Acknlichkeit mit einem Eichenblatt, denn es ist viel linger als breit: auf der linken Seite macht es eine hervorspringende Biegung '). und endigt danu in der Form eines Amazonenschildes*), indem es von dem mittlern Vorsprunge aus, welcher Cocinthus 3) heisat, zwei mondfirmige Iiusen bildet und zwei Npitzeu, deren reehte Leueupetra %, deren linke aber Laciuium %) heisst, hervorstreckt. Von der (irenze der Alpenm, bei Pritoria Au- gusta vi an, tber Rom und Capua bis Rhegiwm?), wel- ches gleichsam auf der Schulter vou lMtalien rubt, und von wo dann die Bicgung des Nackens begiunt, betrigt 1,020,000 Sebritte. Vi ser wtirde diess Maask Bein, wetn man [acininm als #ussersten Punkt annihme, allein die lichtung dieser Linie wird zu sehief und seheint zu sebr in die Breitc auszuweichen. Die Breite ltaliens ist versehieden: sie betrigt #wischen dem untern %! und obern Meere und den Fltissen Varust%) und Arsiat) 410,000 MSebritte. In der Mitte des landes, ctwa da wo Rom liegt, misst die Breite von der Mtindung des Flusses Aterpisi”), der sich in das adrintische Meer ersiesst, bis zum Ausfiuss deg 'Tiber 146,000 Schritte, und etwas weniger von Castrum

*) Provinz Otrantu. ) Dem Halbmonde ibnlich. 2) Cupo di Stilo. ”) Capo delf” Arm. 9) Cap della Colonné, *) Aosta. ) Reggio. *| Tyrrhenischeu. “) Adriatischen. ') Var. ') Arsa, 2) Pescara.

4 Drittes Bach.

cus!), die ligustische*) Ktste. Unter den Liguriern, welche jenseit der Alpen wohnen, sind am berthmtesten: die Sal- tuvier, Deeciater, Oxubier; diesseits der Alpen: die Venener?), die von den Caturigern abstammenden Vagienner *), die Statieller”), die Vibeller*), Mageller, Euburiater, Casmona- ter, Veliater und andere, deren Stidte bei der zuniohat liegenden Klste genannt werden sollen. Der Fluss Retuba?), die Stadt Albium Intemelium *), der Fluss Merula?), die Stadt Albium Ingaunum '%), der Hafen Vadum Sabatium 7), der Fluss Porcifera?9), die Stadt Genua, der Fluss Feritor13), der Hafen Delphini'$), 'Tigullia %), im Innern des Landes: Segesta 'Tigulliorum !9), der Fluss Macra 1), die Grenze von Ligurien. lm Ricken aller dieser genannten Staidte liegt der Apcnninus, das grêsste Gebirge Ttaliens, welches sich von den Alpen ununterbrochen bis zur Meerenge von Siei- lien hinzieht. Auf der andern Seite desselben bis zum Padus 'S), dem wichtigsten Strome Italiens, prangen ttberall die herrlichsten Stidte: Libarna ?%), die (oloniestadt Der- ona *, Jria *), Barderate 2), Industria 2), Pollentia 2%), Car- rea 2) oder Potentia, Forofulvi oder Valentinum *#), Augusta Vagiennorum z), Alba Pompeja 8), Asta?', Aguis Statiello- rum.?%) Diess ist nach August's Eintheilung der neunte Bezirk. Die ligurisehe Kiste dehnt sich zwischen den Flfssen Varus und Maera 211,000 Scbritte lang aus. 8.

An diesen Bezirk grenat der siebente, welcher Etru- rien umfasst und vom Flusse Macra anfingt. Er hat oft seinen Namen gewechselt. Vor langer Zeit wurden daraus die Umbrer von den Pelasgern vertricben, diese aber wie- deram von den Lydiern, welche nach ibrem Kinige den

. % Genuesichr, 2) Um Vinwlio. ' Tm westl. 'Theile 0. 5) In der Provinz Acgui. *) In d, Prov. Biella. . % Aroeia. 'D) Albengu, ') Vado. ) Pol- coveru. ') Bikagno. “) Porlo Fino. ') 'Trigoso. ') Sestri di Le- vante. ') Magra. ') Po. ') Monte Chinro. 2) Tortona. ) Vog- hiers. 2) Barde, 2, Verrua. *) Polenza. *) Curro. ) Valenza. 7) Vuseo. 2) Alba, 3) Af. 0) Acgui.

246 Drittes Buch.

nia '), Hortanum*), Herbanum *), Nepeta ), Novem Pagi5), die claudisehe Prifectur Foroclodium *), Pistorium 7), Peru- sin), die Suanenser*), Saturniner 0) fruher Aurininer ge- nannt, Subertaner '!), Statoner, Targuinienser 'S), Tuscanien- mer 1%), Vetulanienser 1), Vejentaner '“), Vesentiner 6), Vol terraner 17), etruseischen Voleentiner 'S) und die Volsinien- ser. !%) In diesem Bezirke haben einige Strecken den Na- men der vormals daselbst befindlichen Stidte behalten, so das Crustuminisehe und das Caletranische Gebiet. 9.

Der Tiberis sonst Tybris, und noch friher Albula genannt, entspringt ungeffhr in der Mitte des Apenninus an der Grenze der Aretiner. Anfangs ist er unbedeutend, und kann nur, gleichwie die in ihn mtlndenden Flttsse 'Tinia und Glanis?), dadurch sehiffbar gemaeht werden, dass man sein Wasser in 'Teichen sammelt und dann wieder auslisst, zu welekem Einsammeln, wenn nicht Regengtisse kommen, neun 'Tage erforderlich sind. Allein kann der Tiber wegen seines uncbenen und felsigen Betteg nur mit TF richtiger gesagt, nur mit einzelnen Balken befahren werden. Er durchfliesst in grossen Umwegen eine Strecke von 150,000 Sehritten bei 'Tifernum n, Perusia 2), und Oericulum 2) ver- bei und trennt Efrurien von den Umbriern und Sabinern. Dann seheidet er nicht ganz 16,000 Sehritte vhberhalb Rom das vejentinische Gebiet von den erustuminisehen und da- rauf das fidenatische und lateinische vom vaticanischen. Ahber unterhalb des aretinisehen Glanis nimmt er 42 Flitsse auf, worunter der Nar*) und Anien?), die bedeutendsten sind; der letztere ist selbst sehiftbar und sehliesst Latium von hinten ein. Da er nun durch die viclen in die Stadt

aleas *) Braceiung. % Orig- lo. n Piste ') Siterua. ') Sovretto, N Deon Kuinen b. Dort m eheu. Kirchenstaate, 5) Tos- vonella. 1) Vetulia. ') Valentana. ') Bisontia. ' Voltema. *) Grossetg. ') Bolsens, min um Chianu: letzterer neheidet

Etrurien vom Kirchenstaate. 2) Ti. #) Perugia. 2) Outricolo. *) Nera. 2) Teverone.

8 Drities Buch.

wesshalb sieh der Name Latium bis an den Fluss Liri 2) erstreckte. An der Grenze liegt Ostia, eine von einem rê- mischen Kênige *) gegriindete Colonie; dann kommt die Stadt Laurentum*), der Hain des Jupiter Indiges*), der Fluss Numicius *), Ardea, welohes von Danae, der Mutter des Perseus erbaut ist Ferner: das ehemalige Aphrodi- sinm 9), die Colonie Antium 7), der Flusg und die Insel Astura, der Fluss Nymphêus *), Clostra romana?). Ciroeji war nach Homer'!%) ehemals eine von einem unermessliehen Meere umgebene Insel, liegt aber jetzt in einer Ebene'). Hier- tber kinnen wir aus altern Angaben noch etwaa sehr Merk- wiirdiges mittheilen. Theophrastus n&imlich, der erste unter den Auslindern, welcher tiber die Rêmer schrieb, (denn Theopompus, vor welchem Niemand ihrer erwihnte, sagt blogs, dass Rom von den Galliern eingenommen sei, und Clitarchus!2) zunchat nach ihm nur, dass sie eine (sesandt- Kebaft zu Alexander gesehickt habe) giebt in dem Buche 13), welches er im Jahre 440 unserer Stadt (814 v. Chr.) dem Nicodorns, einer atheniensischben Magistratsperson, widmete, mit mehr Sicherheit als ein blosses Gertcht darbietet, die Grisse der Insel Circeji zu 80 Stadien an. Alles Land also, was sich ber diese fast 10,000 Schritte Umfang hal- tende Insel ansetzte, hat sich nachher mit ltalien vereinigt.

Eie andere Merkwtrdigkeit ist folgende: Bei Circeji

”) Garigliane.

2) Ancus Martius, der vierte Konig von Rom, regierte 6S8—GIR v. Chr.

3) Torre Vajanico.

*) Aeneas. Dié indigetes waren die vergëtterten Vorfahren, die ls Schutzheilige des Landes verehrt wurden.

*) Wahrscheinlich der Rivo di Nemi. ln ihm kam Aeneas im Kampfe mit den Rutulern ums Leben. Daher wurdv ihm der eben erwiihnte Hain am Ufer dieseg Flusses geweihet.

% Ein Tempel der Venus. *) Antio. % la Nympu. %) Torre di Fogliano. ') Odyssee X. 194 *) Siche oben.

N) Aus Aeolis, begleitete Alexander den grossen auf seinen Feld- gen und beschrieb dessen 'Thaten.

*) Historia plaat. V. B. 9 G.

250 Drittes Buch

findet man besseres Oel. Auch diesen Tummelplatz mensch- licher Wollust besassen die Oscer, Griechen, Umbrier, Thus- cer, und Campaner.

An der Kiste ist der Fluss Savo ?), die Stadt und der Fluss Vulturnam *), Liternum 3), Cuma *) der Chalcidenser 3), Misenum ), der Hafen Baja *), Bauli) der See Lucrinus ?) und Avernusi%), dabei die vormalige Stadt Cimmerinum). Dann folgt: Puteolit”), die diciarchische Colonie genannt; die phlegriischen Gefllde'%), der Sumpf Acherusia'4) in der Nihe von Cum. An der Kitste liegt das ebenfalls von den Chaleidensern gegriindete Neapolis, von dem daselbst be- findlichen Grabe einer Sirene Parthenope benannt, Hercu- lanum, Pompeji, unweit des Vesuvs am Flusse Sarnusis); das nucerinische Gebiet, und 9000 Schritte vom Meere Nu- cerja16) selbst: Surrentum'i7) mit dem Vorgebirge der Mi- nerva), der frithere Sitz der Sirenenim). Der Weg von Cireeji bis hierher betrigt zu Wasser 78,000 Schritte. Dieser ganze |andstrich von dem Tiber an, bildet nach Augustus Eintheilung den ersten Bezirk Ttaliens.

Tm Inneru des Landes liegen folgende Colonien: Ca- pus, von dem Worte Campus?) s0 genannt, Aguinum), Mucssa 2), Venafrum *), Nora, Teanum der Sidiciner *#),

Voltorne,

e di Patria. 9 Hei Baja,

2) Von Chaleis aut Folëa.

ii Miseno. ?) Custel di Baja, % Bacolo.

m Tihre 1638 durch ein Erdheben in einen stinkenden nlele.

"N Vergleiche Houers Oyssee, XE Be 1. 4, Vs

*) Campe tJuarte; hier tel der Kampf der Giganten mit den odtern vor.

'. ') Marno. '9) No ") Sorrente. 'N Capo della €am- panella. *) Homers Odyssee NIV. B. H.V

*) Nach Andern hatte vs srinen Namen von Cupys, dem Griinder dieser Stud, Jetzt N. Maria Maggior

*) um Untersehiede vou valseisehon Nuewsu Pometis, Suesa Auruncu genunnt; jetzt Sessu. 2) Venafro,

%) Teane. Ein anderes 'Tennum lag in Apulien.

252 Drittee Bueh.

in der besten und heilsamsten Absicht abgeschafften Na- men aus nnd musste bald daftr blssen '). Es seheint mir nicht nnpassend, hier eines alten religiësen Gebrauche zu erwithnen, der hauptschlich wegen dieses Verschweigens eingefuhrt ist. Die Guttin Angerona, deren Fest am 19. Decbr. gefeiert wird, hat nimlich an ihrem Standbilde einen verbundenen und versiegelten Mund.

Bei Romulus Tode hatte die Stadt drei oder (nach an- deren Angaben) vier Thore *). lIhre Mauern maassen, zur Teit als die Vespasianen die Kaiser- und Censorwtirde be- kleideten, im Jahre der Stadt 826 (74 n. Chr.) 18200 Schritte im Umfange. Sie liegt auf 7 Hugeln ”), ist in 14 Districte eingetheilt, und enthalt 265 D urchkreuzungspuukte der Strassen. *) Die geraden Entfernungen von dem auf dem hiehsten Punkte des Forum stehenden Meilenzeiger ”) bis zu den @inzelnen Thoren, deren jetzt 37 sind, betragen zu- sammen 20,765 Sehritte, wobei jedoch 12 nur einmal ge- recbnet, nnd 7, welehe nicht mehr henutzt werden, (ber- gangen sind. Das Gesammtmaass aber aller Wege von jenem Meilenzeiger an durch die Strassen bis zu den leta- ten Tldusern und dem Tager der, Pritorianer *) betragt etwas mehr als 70,000 Schritte. Bringt man nun noch die Hihe der Hituser dabei in Ansehlag, so wird man ein wabr- haft wirdiges Bild der Stadt bekommen und eingestehen mtlssen, dass ihr keine andere auf der ganzen Erde gleich- gestellt werden kann. lm Osten wird sie durch den Wall

- Unvorsichtigkeit hutte den Tod zur Folge.

2) Nimlich das earmentaliscbe, pandunische (saturnische) roma- nische und mugunische; nur letsteres erhielt sich.

* Der Palutinus, Capitolinus, Calius, (Vuerguetulanus, wo jetzt der Vateran steht), der Esguilinus mit dem Viminalis (jetet $. Maria und Nives), der (uirinalis (jetzt Monte Cnvallo), der Aventinus and dber den Tiber der Janicolus.

*) Compita Larjum. 5) Millsariom.

*) Die befestigten Kasernen der pritorianischen Cohorten wur- den von 'Tiberius angelegt. und befknden sich um viminslischen “Thor.

254 Drittes Bach.

ist auch Taurania 1) versehwunden. Dort liegen auch die Ueberreste des verfallenen Casilinum *). Ferner erzahlt Antias, der Kinig L. Targunius habe die lateinisehe Stadt Apiolae *) eingenommen, und von der dabei gemachten Beute den Bau des Capitole begonnen. Vom Surrmatum bis zum Flusse Silarus *) erstreckte sich 30,000 Schritte weit das den 'Tuscern gehêrige picentinische Gehiet, be- rubmt durch den von Jason erbaueten Tempel der Juno Argiva ”). Im Innern des Landes liegen die Stidte Salerni und Picentia. j 10.

Vom Silarus an beginnt der dritte Bezirk, und mit ihm das lucanische mnd brutische Gebiet. Auch hier haben die Bewolner oft gewechselt. Dieses Land besassen die Pelasger, Oenotrier *), Ttaler, Morgeter 7). Siculer, meist griechisehe Vilker; zuletst liessen sich die lucaner, ein samnitiscker Stamm unter ikrem Anfthrer Lucius dort nie- der. Die Stadt Pistum %), vou den Gricehen Posidonia genannt. der pistopisehe Meerbusen *, die Stadt Tlelia, jetzt Velia'0, das Vorgebirge Palinurum); hier weicht der Meer- busen !2) mehr zarick und die Ueberfahrt nack Columna Rbegia ') betrigt 10000 Sehritte. [hm zumichst folgem: der Fluss Melpes'). die Stadt Buxentum!?), von den Grie- chen Pyxus genannt. der Fluss |ais 19); friher gab es auch eine Ntadt dieses Namens. 2) Nun kommt die brutisehe Kiste, die Ntadt Blanda'*), der Plus Batum'*. der den

*) Torette 2 Uapwa. Apelosa, "Side

) Durselbe lag hei dem heutigen Dorfe St. Varra, ot Wan sitd- lieh vom 0.

*y Elenfalls vin pelasgis Vlien kam.

`) Mo genannt wach dem Kinig Moruva, weldwr ver uralten #ei- ten in Calabrien herrsehte. ': Pesti. % tjolfo di Salerno.

m 4 mare della Bruceu.

') Panta della Spartimento.

5) Golfo di Policastro. ') Culanna, M) Melpa. ') Policastro *) la. ') Laghino. ' St. Biaeio. ') Della Noee.

r Stamm. der water Oenotrius nach

256 Drittes Bach.

gallische und weiterhin das ligustische Meer; von diesem bis zur Insel Sicilien: das tuseische, welches einige Grie- chen das notische, andere das tyrrhenische, die meisten von uns aber das untere Meer nennen. Von Sicilien an bis zu den Solentinern nennt es Polybius !) das ausonische, dagegen bezeichnet Eratosthenes den zwischen der Mtndung des Oceans und Sardinien belegenen 'Theil mit dem Namen des sardoischen, den 'Theil aber von Sardinien bis Sicilien nennt er das tyrrhenische, von Sicilien bis Creta das siei- lische, und von da an das eretische Meer. 11.

Die ersten Inseln in diesen Meeren fuhren bei den Griechen, von einem fichtenartigen Strauche den Namen Pityusen, jetat heissen sie beide Ebusus 7), bilden einen mit uns verblndeten Staat und sind nur durch eine schmale Meerenge von einander getrennt. Ihre Lange betrigt 46,000 Schritte. Von Dianium) sind sie 700) Stadien entfernt, und cbenso weit liegt Dianium auf dem Festlande von Neu- Carthago. In gleicher Entfernung von den Pityusen liegen iu hobem Meere die beiden Balearen, und gegen Suero *) hin Colubraria.*) Die Balearen, deren Bewohner sich durch die Schleuder im Kriege auszeichnen, nennen die Griechen auch die gymnasischen Inseln.") Die grissere 7) hat eine Linge von 100,000 Schritten und einen Umfang von 475,000 Schritten. Die darauf befindlichen Stadte mit romischem Blrgerrechte sind: Palma) und Pollentia; mit lateinischem: Cinjum *) und (unieil0); Bocehoram ist eine Bundesstadt. 30,000 Schritte davon entfernt liegt die klei- pere Inselt), deren Linge 40,000 - und Umfang 150,000 Sehritte betrigt. Sie enthalt die Stadtgemeinden Jamno1%), Sanisera!”) und Mago.') Von der grossern liegt Capra- ria!s), in deren Nahe die Scbiffe haufig seheitern, 19,000 `

*) Von Megalopolis in Arcadien, lebte 205—129 v. Chr.

2) (vies und Formentera. 3) Denin in Spanien. *) Xueur in Spa- ien. %) Colambretes. *% Weil die Bewohner nackt (yuuvog) gingen. 7) Mallorka. %) Palma. ”) Sineu. ') Alcudin. ') Minorka. ) Ciu- dadela. ') Fornells. '$) Mahon. '$) Cabrera.

258 Drittes Buch.

Von grisserem Umfange sind Urgo'*) und Capraria?), von den Griechen Aegilon genannt; ferner Aegilium*), Dianium*) oder Artemisia, beide der cosanischen Kuste”) gegentiber; Barpana *), Manaria 7), Colambaria *) und Venaria.”) Tlya *) bei den Griechen Aetbalia, mit Eisengruben, hat im Umfange 100,000 und ist von Popularinm ) 10,000 Schritte entfernt; Planasia 1) liegt 28,000 Schritte davou. Nach diesen liegen enseits der Mtndung des 'Tiber im antianischen Meere Astura 1, dann Palmaria 24), Sinonia 1) und Formid *) gegen- tiber Pontig.*) Im puteolanischen Busen liegt Pandataria 1s) und Prochyta 22), die nicht von der Amme des Aeneas, son- dern weil sie von der Insel Acnaria fortgeschleudert sein soll, diesen Namen hat. Aenaria2%) fibrt ihren Namen vom Aeneas, der hier mit seinen Schiffen landete. Homer*!) nennt sie Inarime, die Griechen Pitheeusa, aber nicht von einer Menge dort befindlicher Affen, wie Einige geglaubt haben, sondern von den daselbst verfertigten fassfirmigen*) Tapfer- Waaren. Zwischen Pausilipus2%) und Neapel liegt Mega- rik 2); fermer SOOO Schritte von Surrentum entfernt, die dureh das Schloss des 'Diberius berthmte Insel Capreë 2), welche 11,000 Schritte im Umfange hat. 18.

Nicht weit davon liegt |eucothea 25), und ausser dem Gesichtskreise an der Grenze des afrikanischen Meeres: Sardinien, kaum 8000 $chritte von den #ussersten Punkten Corsica's entfernt, und dieser enge Raum wird noch durch einige kleine Inseln, welche Cupiculariae oder Hundsinseln ) heissen, ferner durch die Inseln Phintoni) und FossA *),

januti, 5) Hulhinsel Argen- ture," iche di Grosset. 7) Meleara. ) Palmajolu. 9) Cervoli. ' Ella, OM Piombino. ') Pianosu, 3: Noch jetat Astur. M) Pal- Ponza. 'N Ventotiene, ') Pro- ) z2ebogs Pass, 2) Posilippo. VOvo. 2) Capri. 2, Lange.

eigentlieh blosse Klippen. 10 an ler Zahl ond heissen

urisehen Inseln. 2 Lovossi.

260 Drittes Bach.

hatten. Vibo 1) gegentiber liegen einige kleine Inseln, welehe von der auf ibr befindlichen Warte des Ulysses die ithacesischen *) genannt werden.

14.

Ale andern Inseln aber tbertrifft S$iecilien an Ruhm; sie wird von Thucydides *) Sicania, von Mehreren wegen ihrer dreieckigen Gestalt Trinaeria oder Triguetra genannt. Ihr Umfang betragt 618,000 Schritte. Fruher hing sie mit dem brutisehen Gebiete zusammen, spêter aber riss sie das 2wischenstrimende Meer von ibm los und bildete eine 15,000 Schritte lange und bei der Columna Rhegia 1500 Schritte breite Meerenge. Wegen dieses Abreissens gaben die Griechen der an dem Endpunkte Ttaliens belegenen Stadt den Namen Rhegium. *) In dieser Meerenge befindet sich die Klippe Scylla und der Meerstrudel Charybdis, beide durch ihre Verheerungen bertlchtigt. Das Vorgebirge dieser dreieckigen Insel, welches der Scrlla gegentiber nach Italien zu liegt, heisst Pelorum *), das nmach Griecheuland zu lie- gende Pachynum *) mnd ist 440,000 Schritte vom Pelopon- nes, gegen Afrika hin das lilybaische 7) 180,000 Schritte vom Vorgebirge des Merkur 5) und 190,000 Sehritte vom caralitanischen in Sardinien entfernt. Unter sich aber sind diese Vorgebirge und Seiten durch folgende Zwischenriume vou cinander geschieden Der Landweg vom Pelorum zum Pachynum betragt 191,000 Nchritte, von da zum Lilybêum 200,000 und von da zum Pelorum 170,000 Mchritte. (Colo- nien sind 5, Stadte und “tadtgemeinden 63 vorhanden. Beim Pelorum an der Ktste des jonischen Meeres liegt

"n Bibona. * 'Poricelln. Bruce, Praca und andere Klippen ohne Numen.

Der gronste grieeh. ( tuwchreiber, Sohn des Oloros und der Hegesipyle, geb. zu Afhen 471 v. Chr. 401 nuf einer Reise nach Thracien von Ritubern ermordet.

* Von #ayreuas veissen,

%) Capo di Faro.

*) (up di Paaaro.

7) Cupo di Boco. *% Cup Von.

262 Drittes Buch.

lm Innern der Insel wohnen folgende Vlker mit latei- nischen Rechten: die Centuripiner 1), Netiner *) und Sege- staner. Zinsbar sind: die Assoriner *), Aetnenser *), Agy- riner *), Acestier “), Aerenser 7), Bidiner 8), Cetariner *), Ca- ner”), Drepanitaner!!), Ergetineri2), Echetliengeri?), Ery- einer ?), Entelliner 2), Eniner!$), Euguiner 7), Gelomer 19), Galatineris), Halesiners), Hennenser*!), Hyblenser”), Herbi- tenser *”), Herbessenser *), Herbulenser, Halieycnserë”), Ha- dranitaner?#), Imacarenser””), Tpanenser*s), Ietenser?”), Myti- stratiner *), Magelliner*%) Murgentiner?), Mutycenser 3), Menaniner*#), Naxier%), Noier%), Petriner “), Paropiner 8), Phtinthienser, Semellitaner, Scheriner *), Selinuntier thier, 'Talarenser *), 'Tissinenser 1), Triocaliner*), 'Tiracinen- ser 4) und die messenischen Zanelder#) an der sicilisehen Meerenge.

Gegen Afrika zu licgen folgende Tnseln: (@aulos *), Melita *). vou (amerina*) 87,000, von Lilybium 118,00 Mehritte entfernt, Cosvra 8), Hieronesos!?), Cine 5%), Galatas).

Note. 3) Asane. Y Nicoloei. AM Sin Fi sa N N, Giovanni di Bidini. Artesine udeliel,

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rgus dabin, ond lessene” vertmuseht, m von Khegium, Amaxe- her Abkunft). sich um Feit der marathoninchen Nehlacht i9%0 v. Chr derselben bemiichtigt Spiiterhin wurde Messra von den Mamertinern (Micthstruppen dus Agatkoeles von he) erobert. Diese @rmorduten alle miinnlichen Einwohner oranlassunsg des ersten punischen Krieger. Ty Auf Sieilien ) Pantalaria. ) Mure- lita.

#imo. my TE ey

264 Drittes Buch.

Varro *) dehnt es sich auf 86,000 Schritte aus, naeh An- dern nur auf 75,000. Unzihlige Fldase befinden sich an seiner Klste; aber besonders merkwirdig sind, bei Loori: (die) Sagra *), Spuren der Stadt Caulo ?), Mystia *), Castrum Consilinum *), Coeinthum *), welches Einige fdr das langste Vorgebirge Italiens halten; dann der seylacische 7) Meer- busen mit der Stadt Seylacium, welche von ibren Griindern, den Atheniensern, Scylletinm genannt ist. Die diesem Orte gegentiberliegende terin&isehe 5) Bucht bildet eine Halbinsel, auf welcher ein Hafen, Castra Hannibalis?) genannt, liegt. Nirgends ist Italien sehmaler als hier, denn seine Breite be- trigt nur 20,000 Schritte. Deshalb wollte der #ltere Dic- nisius an diesem Orte Ttalien durchschneiden lassen, und das getrennte Stick mit Sicilien vereinigen. Schiffbare Fltisse dieses Landes sind: der Carcines '0), Crotalus 1), Seminus 12), Aroas!*) und Targines.*) Im Innern liegt die Stadt Petilia 2), der Berg Clibauus, das Vorgebirge Laei- nium 1), vor welchem in einer Entferuung von 10,000 Sehrit- ten die Tnsel Dioscoron liegt, eine andere heisst Calypsus, welche ftr die Ogygia des Homer '") gehalten wird; ferner Tiris, Eranusa und Meloessa. 15) las Vorgebirge'”) selbat ist nach Agrippa 70,000 Schritte von Caulo entfernt..

An dem Vorgebirge Lacinium fingt der zweite Haupt- busen von Europa an; er macht einen ser grosgen Bogen und endigt mit dem in Epirus belegenen Vorgebirge Acroeeran- nium “), welches von jenem 75,000 Schritte entfernt ist. Hier liegen: die Stadt Croto), der Fluas Neathus 2), die

) Von Aface im narbonensischen (Gullien, ein rim. Diehter aus dem 1. Jabr. V. Chr.

* Sagriuno. 3) Hei Pietra Pereia. *) Maidu, 3) Consignano. * Stilo. 7) Golfo di Sguillace. '%) (olfo di $. Eufemis. %) Torre di Cantazaro. ') Gorsce. %) AN.) Sinmari. 3) Crocha. ') Tacina. *) Strongoli. 'S) Cupo dellu Colonne.

') Odyssee VIL 244. XI. 245.

*) Fast keine dieser Inweln esistirt jetzt mehr.

*) Lacinium. ) Capo Linguetta.

*) Crotone, an der M@ndung des Flusses Essaro. #) Nieto.

266 Driftes Buch.

Griechen nannten diess Land nach ibrem Feldherrn Mes pia, vorher nach Peucetius, dem Bruder des Onotrius, im alentinischen Gebiete, Peucetia. Die beiden Vorgebirge sind 100000 Schritte von einander entfernt. Die Breite der Halbinsel betrigt von 'Tarent bis Brundisium zu Lande 35,000 Schritte, viel weniger aber vom Hafen Sasina *) aus gemessen. Stidte im Lande, von 'Tarent an, sind: Varia %) mit dem Beinamen Apula, Messopia”) und Alatium *); an der Kitste: Senum, Callipolis*), jetzt Anxa, 75,000 Sehritte von Tarent. 32,000 Nchritte weiter liegt das Vorgebirge Aecra Japrgia"), woselbst Ttalien sich am weitesten ins Meer erstreckt. Dann folgt 10,000 Schritte weiter die Stadt Basta?) und noch 9000 Schritte weiter Hydruntum.”) Hier meheidet sich das adriatisehe Meer von dem jonischen; auch ist hier die ktrzeste Ueberfahrt nach Griechenland zu dem vegenttberliegenden Apollonia”), da die Breite der daswischen betindlicken Meerenge nicht (ber 50,000 Schritte betragt.o) s, Kinig von Epirus, fagste zuerst den Plan, auf bricken den Fustmarsch (ber diese Meerenge fortzu- setzen, und nach ihm hatte M. Varro, der im Kriege mit den Seersiubern die Flotte des Pompejus befehligte, dieselbe Absicht. Beide wurden aber durch andere Umstinde am ikrem Vorhaben verhindert. Von Hydruntum gelangt man zu dem jetzt wilsten Soletum !), dann folgt Fratuertium 9), der tarentinische lafen, die Schiffsstation Miltopi, Lupia 3), Ialesium 19), Cëlia 5), das von Hrydruntum 50,000 Schritte entfernte Brundisiami*), mit einem der besten Hafen Italiens, vou wo aus die sicherste, wenngleich lingste Ueberfahrt nach der 225,060 Schritte entfernten illvrischen Stadt Dyr- rhachium 1) stattfindet. An Brundisium grenzt das Gebiet

9) Latinna.

', Porto Crsareo, *) S. Maria di Varietto, ) Misag e *y Vaste. % Otranto.

ol. ' Cape di S, Mariu di

Meerenge seheint also in jener Zeit nicht so breit ge- wesen za sein. wie jetat.

*) Sulita, ') Cuperting. ) Levce, ') S. Marin delle Lisge ') Ceglin. 'S) Brindi. ') Durazza,

68 Drities Buch.

Colonien Lueeria?) und Venusia 3); die Stadte: Canu- sium 3), Arpi *), welches friher von geinem Griinder, dem Diomedes, Argos Hippium genannt wurde, nachher aber Argyrippa hiess. Diomedes vertilgte daselbat die Monader und Darder, sowie zwei Studte, Apina und 'Trica ”), deren Namen zum scherzhaften Sprichworte geworden sind.

Im Innern des zweiten Bezirkes liegen ausser der ein- zigen Colonie der Hirpiner, welche jbren fruhern Namen Maleventum, mit einem von besserer Vorbedeutung, n&mlich Beneventum) gewechselt hat, die Aeculaner7), Aguilaaer5), Abellinater ”) mit dem Beinamen Protroper, Campsaner 0), Caudinert), Ligurer!”), mit dem Beinamen Cornelianer, oder auch Bebianer, die Vescellaner, Aeclaner, Aletriner 2), Abellinater 1) mit dem Beinamen Marser, Atraner ), Aea- ner IS), Alfellaner 7), Aftinater 2), Arpaner ”), Boreaner *), (ollatiner 21), Corinenser **), Cannenser”), bekannt durch die bei ibrer Stadt erfolgte Niederlage der Rémer, Diriner, Focentaner 2), (#enusiner 2), Herdonienser*#), Hyriner *) Larinater 8) mit dem Beinamen Frentaner, Merinater ?) am

) Lueerat. Ven der (ieburtsort des Dichters Moraz. Vergl. Horaz Satyr. Bd. N. Nat. 1. v. 84.

”) Canosa. *) Arpino.

*) (ans nnbedentende, nichtige Dinge nannten die Rimer Tricus of Apinas.

"1 Benevento. *) Ruinen bei Mirabella. “) Monte Chilone. 9) Avig- Tiana, *) Conza,

'9) Forchis. In der Nihe von Caudium befiuden sich die cau- dinischen Engpiisse (farculae Cnudinae), wo einst die ganze rimische Armee unter den Consuln T. Veturius Calvinus und Spurius Postu- mius Albanus von den Samnitern gefangen und gezwungen wurde, durch das Joch zu gehen. Vergl. Liviuk IX. 2.

2) 'Taurasin. 3) Alatri. H) Marsico vetere. 3) Atripella. '$) Troja. 7) (GGuardla Alfiera. ') Afena. ') Arpaja. 2) Citta Borella.

“) Coglionisi. *) Cornito veechio.

2) Canne. Tm weiten punischen Kriege siegte Hannibal hier iber die Romer, 216 v. Chr.

2) Forenz. 2) (Sinosa. #) Ordona. 7) Orin. 2) Larina. *) Vieste.

270 Drittes Buch.

pum *) und Bovianum Undecnmanorum.?) Die Anfidena- ter 3), Eserniner *), Fagifulaner *), Ficolenser, S&pinater *), Tereventinater 7); im Lande der Sabiner die Amiterniner *), Curenser *), Forum Deeii”) Forum novum !), die Fidena- ter 2), Interamnater 1), Nursiner1é), Nomentaner 1%), Reati- ners), 'Trebulaner mit dem Beinamen Mutuseer?7) und Suffe- nater 1), Tiburter 9), 'Tarinater.”) lu diesem Lande sind von den Aeguiculern untergegangen: die Cominer, Tadiater, Cidicer und Alfaterner. Gellianus?) berichtet, daas die mar- rische Stadt Archippa, welche von Marsyas, einem Anfdh- rer der Lydier erbauet war, vom See Fucinus verschlungen sei 2); desgleichen sehreibt Valerinnus*), daag die Rémer die Stadt der Viticiner im Picenisehen zersturt hitten. Die Sabiner, welche, wie Einige glauben, wegen ihrer Frimmig- keit und ihrer heiligen Gebrimche Seviner *) heissen, woh- nen an den velinischen Seen 2) auf thauigen ligeln. Der Fluss Nar verdirbt durch seinen Schwefelgehalt ihr Wasser; er kommt vom Berge Figcellng 26), stirzt sich bei den Hai- nen der Vacuna “) und neben Reate in jene Seen, und

") Bojana.

2) Vou der 11. 1egion. mms weleher Scldaten bieher zur Grêndung “ler Colonie gesehickt wurden.

2) Mfidena, ') Isernja. %) 'Tojamt. 9) Seping. ”) Trivento. % Ama- ties. % Con '9) Para. ') Fornano, ' Castel Gjubileo. My Te- rame. 2) Noreia. OM) La Menfana. Riet. abima. jgliano. ') 'Tivoli. 2) 'Taramo. 2) Fin nicht weiter be- ftsteller.

Spuren dieser Stadt finden sich nueh in der Nihe des Ufers bei Trasacco. Man hemerkt sie bei niedrigem Wasserstande. alle unbekannt.

2) Von degestar” verehren,

2) Es gab deren zwei; der eine jn Herzogthum Spoleto heisst b di Pié de Lugo. der andere im Reatinisehen Lago di M.

cell hei der Stadt Civita